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Im Auditorium Maximum bet Wiener Universität sprach aus Einladung des neu gegründeten Zentralinstituts für Theaterwissenschaft der große Verwandlungskünstler des Burg­theaters, Staatsschauspieler Otto Tressler, überDie Kunst der Maske". Seinen Ausführungen entnehmen wir folgende Eedankengänge.

Jegliches Theaterspielen ist in seiner Wirkungsintensität von der Eindringlichkeit und Sinnfälligkeit der Maske abhängig. Um die Jahrhundertwende war es noch üblich, das Lharakterprofil oder die soziale Stufe, das leidende oder komische Ich in der möglichst über­betonten Maske herauszuarbeiten und in der Tat waren auch diese Tyvenmasken eine starke künstlerische Hilfe für das raschere Verständlichmachen der darzustellenden Gestalten. Trotzdem kamen mir schon früh Zweifel an dieser Art Typenmasken. Als ich dann anfing einzufehen, daß jeder einzelne mcben allem auf den ersten Blick Erkennbaren und Deutbaren auch sein Geheimnis, sein persönlichstes, nur ihm selbst ausgeprägte» Eigenwefcn in sich trage, bemühte ich mich, nicht mehr bloß das Typische der einzelnen Gestalten mit Hilfe der Maske zu versinnbildlichen, sondern suchte den Menschen im Tvvu«, das Einmalige im Eleichbleioenden durch die Besonderheit der Maske sichtbar zu machen.

Davon ausgehend, daß jedes menschliche Antlitz Spiegel de» Gewesenen und des Kommenden sei, begann ich so allmählich indi­viduelle Masken zu schaffen, die zugleich sinnbildlichen Charakter haben sollten. Ich rang dabei aber auch nach höchster Lebensnähe, d. h. ich wollte meinen Gestalten nicht nur Naturalistisches, nicht bloße photographisch/: Treue, sondern das Atmende des menschlichen Erden­daseins, das ewige Bewegte und das ewig Bewegende dieses Menschenganges durch Glück oder Verhängnis gerade auch von der Maske aus nahebringcn. Auf der anderen Seite durfte diese freilich nicht allzuviel verraten, weshalb mein Trachten danach ging, immer auch jenen geheimnisvollen Rest des Unausgesprochenen, des nicht sofort Durchschaubaren zu wahren, den die meisten Menschen ihr Eigen nennen. Von diesem Geheimnisvollen, noch nicht voll Erschlossenen der Maske aus mußte sich ein mimischer Svielraum ergeben, aus dem sich in hunderterlei Abstufungen alle seelischen Wandlungen, gerade auch die ins völlig Unerwartete, bruchlos gestalten ließen.

Ich glaube, daß die Kunst der Maske zu den wichtigsten Elementen der schauspielerischen Ausdruckskunst gehört. Die Maske ist die optische Sprache des Schauspielers, die mehr noch als Kostüm und Dewegungs- rhythmik tausend Dinge unausgesprochen aussagt. Sie ist ost die starke Helferin bei der theatralischen Bollendunng des Dichter­willens, mit deren Hilfe der Schauspieler nicht nur das im Dialog Un­gesagte zum Ausdruck bringen, sondern auch das Ausgesprochene so vertiefen kann, daß über seinen Sinnbcreich hinaus das Reich des Ahnens sich austut. 2 ,

Es muß dahingestellt bleiben, ob der Film recht daran tut, aut die Maske oftmals zugunsten des äußerlich ähnlichsten Darstellers zu Kerzichlen. Dieses Autzere kann auch täuschen. Richt jeder Schauspieler

der Napoleon ähnlich sieht, muß deshalb schon der Dämonie dieser Gestalt gewachsen sein, und vielleicht ließen sich gerade im Film mit Hilse der Kunst der Maske Feinheiten heraubringen, die rhm sonst verschlossen bleiben.

Für das Theater bleibt die Maske jedenfalls, wie seit uranfang- lichen Zeiten, dis große Notwendigkeit. Immer noch gilt Goethes Wort aus demWilhelm Meister":Wer sich nur selbst spielen kann, ist kein Schauspieler. Wer sich nicht dem Sinn und der Gestalt nach in viele Gestalten verwandeln kann, verdient nicht diesen Namen". Eines bleibt dabei freilich Hauptgebot: der Zuschauer darf nie das allzubewußt Gewollte in der Maskengestaltung merken, sondern muß sie als selbstverständlich und notwendig empfinden, denn um nochmals Goethe zu zitieren:Wie in jeder Kunst, soll auch in der Schauspiel­kunst zuletzt das Schwerste mit Leichtigkeit ausgesiihrt werden."

Äus Runfi unö £cbcn

* 100. Geburtstag de, norwegischen Komponisten Edvard Erieg. Anläßlich des 100. Geburtstages des großen norwegischen Komponisten Edvard Erieg am 13. Juni gab das Reichskommissariat in Oslo einen Empfang, an dem neben Ministerpräsident Quisling sämt­liche norwegischen Minister und die führenden Persönlichkeiten des Kulturlebens teilnahmen. Ministerialrat ^-Oberführer E. W. Mueller würdigte in einer Ansprache das Werk Erieg'. Nor­wegischerseits nahm Minister F u g l e s a n g das Wort, um Edvard Erreg als Mittler der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Norwegen zu feiern.

* Bildhauer Daniel Greiner gestorben. Im Alter von 70 Jahren ist der Bildhauer und Maler Dr. Daniel Greiner in Jugenheim an der Bergstraße gestorben. Er stammt aus Pforzheim, besuchte das Gymnasium in Worms und studierte in Gießen Theologie und Phi­lologie. 1903 wurde er, nach Studienjahren in Berlin und Paris, an die Darmstädter Künftlerkolonie berufen, nachdem er mit einem Holz- schnitzwerkAn die Nacht" zum erstenmal an die Öffentlichkeit ge­treten war.

* Die Entstehung des Scharlachs. Der Scharlach ist. wie jetzt fest- gestellt werden kann, eine allein durch hämolytischeStreptokokken hervorgerufene Ertränkung. Andere Vorstellungen über die Ent­stehung. wie etwa die Annahme eines unfichtbaren Echarlachvirus, sind nicht mehr ausrechtzuerhalten. An der Eintrittspforte des Schar­lachs, also an den Mandeln oder an einer infizierten Wunde, sind nach Feststellungen von v. Bormann in nahezu 100 Prozent aller Fälle hämolytische Streptokokken nachzuweisen. Ebenso enthalten alle eitrigen Absonderungen bei Schartachkomplikationen stets diese Bakterienart. Im gleichen Sinne spricht ferner, daß bei Personen und Gegenständen in der Umgebung von Scharlachtranken stets Scharlach- strevtokokken zu finden sind. Dann ist.es gelungen, durch Verab­reichung von gifthaltigen Filtraten, von Ektotoxin von Scharlach- Streptokokken-Kulturen ein alsSkarlatinoid" bezeichnetes Erschei­nungsbild mit charakteristischem Fieber, Erbrechen und Hautschuppung

Seit, r Rr. 135

Wiesbadener Tagblatt

Freitag, 11. Juni 1943

zustellen, welche gewaltigen Werke zur Wiedererichtung und Emoor- eutwlcklung des nationalen Lebensstandards uns eine neue Zukunft eröffnen werden, wenn einmal diese nationalsozialistischen Prin­zipien wieder aus Friedenstaten angewandt werden können.

Soldat, Arbeiter und Bauer führen in verschworener Eemein- schaft den deutschen Lebenskampf, sie werden als die Sieger den großen geschichtlichen Gewinn aus der Wandlung ziehen, die wir heute ebenso verteidigen wie weiter erkämpfen. Aus dem Erlebnis der Kriegsbewährung des Nationalsozialismus wächst eine solche große und begründete Erwartung für die sozialistische Nachkriegs­vollendung int deutschen Volke empor!

Aber nicht nur nach innen richtet sich der Zukunftsblick des deut­schen Volkes. In nicht geringerem Maße hat es sich in seiner Ge­samtheit durch die Entstehung und den Verlauf des Krieges davon Überzeugt, daß nur die Herbeiführung geordneter und gesicherter Verhältnisse in Europa, nur die Ausschal­tung fremder politischer Einflüsse und die bleibende Beendigung chaotischer Eleichgewichtssysteme eine Gewähr für den weiteren Be­stand unseres Kontinents und aller seiner Völker bietet, und datz dieser neue Zustand durch den gegenwärtigen Krieg erkämpft werden mutz, wenn die großen blutigen Opfer die wir Deutsche seit Jahr­hunderten in immer neuen gegen uns gerichteten Koalitionskriegen bringen mußten, endlich ein Ende finden sollen.

Mit solchen Gedanken an die europäische Ordnung verbindet jeder Deutsche den weiteren und größeren der Beseitigung jener östlichen Gefahr, die im Gewände des Bolschewismus cngetreten ist, um alles das niederzutreten, was uns an deutscher Kultur ud -europäischer Zivilisation zum Lebensinhalt geworden ist. Wir wissen, daß hier nur eine klare Befreiung von dem Alpdruck, unter dem wir so lange leben mutzten, die Voraussetzung für jenes schöpferische Schassen und Gestalten bieten kann, das uns als das kommende Glück unserer Nation vor Augen steht.

Mit dem Sturz des Bolschewismus aber das wisien wir wird der Eckpfeiler jenes jüdischen Weltgebäudes zusammengebrochen sein, das die Hochburg des Kampfes gegen die jungen emvorstreben- den Nationen ist. Wie ein gewaltiges Gewitter wird die Aufklärung Über das jüdische Weltkomvlott auch diejenigen Völker aufrütteln, die heute noch das Kanonenfutter im Kampf gegen die Achsenmächte liefern. Von diesem Sturm der Erkenntnis erwartet sich das deutsche Volk eine Wettlösung der Judenfrage und damit eine Befreiung von dem Gedanken an immer neu herausbeschworene Kon­flikte zwischen den Nationen wie sie die Juden nötig haben, um ihre Macht im Kreise der Völker zu erringen und zu bewahren.

Dann wird auch die Stunde geschlagen haben, in der den Tüch­tigen der Zutritt zu den Gütern der Welt nicht mehr weiter ver­weigert werden kann, und ein neues Zeitalter wird anbrechen, wenn einmal der Kontinent, der der Welt so vieles gegeben hat, stark und gesichert seine ganze Kraft dem Wettbewerb her schöpfe­rischen Leistung zu widmen vermag; wenn die Mauern kapi­talistischer Ausbeutung von den Reichtümern des Erdballes nieder- gerissen sind und endlich jene teilhaben können, die zu arbeiten ent­schlossen sind: wenn das deutsche Volk, zum ersten Male seit vielen Jahrhunderten geeint, von einer großen sozialistischen Idee ersaßt und von aller Bedrohung befreit, zeigen kann, was es an Arbeit und Leistung zu vollbringen vermag und was es durch sein Beispiel, durch seine Ideen und durch feine Tatkraft zum Fortschritt der Menschheit beiträgt

Solche und ähnliche Gedanken sind es, die den deutschen Volks­genossen heute bewegen, wenn er an das Ziel des Krieges denkt ein Ziel das er aus dem Erlebnis des zweiten Weltangriffes gegen das deutsche Volk erkannt hat und von dem er weiß, datz es erreicht werden muß, wenn das deutsche Volk weiterbestehen soll.

In solchem Bewußtsein ist unser Wille hart geworden; wir wissen, daß wir um unser Leben, aber auch für eine große Zukunft kämvfen. Beides macht uns entschlossen, nicht zu wanken, nicht zu weichen, sondern stark und klar unseren Sieg zu erzwingen, der für uns alles und für die Welt vieles bedeutet.

Neun Feindschiffe mit 43000 BRT. versenkt

22 Feind slugzeuge am Donnerstag im Mittelmeerraum abgeschossen.

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:

Starke feindliche Bomber- und Jägerverbände griffen gestern und

Rur Späh- und Stoßtruovtätigkeit an der Ostfront.

Aus dem Führerhauptquartier, 11. Juni (Funkmeldung). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bon der Ostfront wird nur Späh- und Stoßtrupp- tätig k e i t gemeldet.

Bei einem Augriffsversuch starker sowjetischer Fliegerkräste gegen deutsche Feldflugplätze im mittleren Abschnitt der Ostsront entwickel- ten sich heftige Lustkämpse, bei denen der Gegner schwere Verluste erlitt.

In der Nacht »um 11. Juni «rissen schwere deutsche Kanipfslug- zeuge ein s o w i e t i s ch e s Rüstungswerk an.

3m Mittelmeerraum schossen deutsche und italienische Jäger gestern 22 seindliche Flugzeuge ab.

Deutsche Unterseeboo t e versenkten in schwerem Kampf gegen gesicherte Geleitzüge und Einzelsährer neun Schisse mit 43 001) BRT. und erzielten Torpedotreffer aus zwei weiteren Schiffen,

In der Zeit vom 1, bis 10. Juni wurden durch Seejireitkräste und Marineflok zehn feindliche Flugzeuge vernichtet.

Anunterbrochene Luftangriffe auf pantelleria

Stern, 11. Juni. (Funkmeldung.) Der italienische Wehrmacht­bericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

vergangene Rächt ununterbrochen Pantelleria an. dessen Besatzung trotz der Angriffe von rund 1'0 0 0 Flugzeugen mit Stolz eine neue Aussorderung zur Übergabe abgelehnt hat.

Jäger des 53. Sturms und der 150. Gruppe nahmen kühn den Kampf mit zahlenmäßig überlegenen Feindkrafien auf und sch-i,en in erbitterten Lujtkämpsen 12 Flugzeuge ab. Acht weitere Flugzeuge wurden ebenfalls über Pantelleria von der deutschen Luftwaffe ver­nichtet, die des weiteren bei Eav Bone zwei Eurtrß stellte und ins Meer abjchoß.

Vor Cav Blaue (Tunesien) griffen unsere Torpedoflugzeuge einen Geleitzug an und erzielten Tressetz auf einem 3 0 0 0 - BR X» Dampfer.»

Sieben unserer Flugzeuge sind vom Tageseinsatz nicht zurückgekehrt.

Ein feindliches Flugzeug, das versucht hatte, einige Motorvor- postenboote vor der calabrischen Küste mit seinen Maschinengewehren »u beschießen, wurde von der Abwehrartillerie abgeschossen.

Eine einzig dastehende kulturpolitische Leistung

Das deutsche Bolk schenkte seinen Soldaten die größte Bücherei der Welt

Berlin, 10. Sunt. Die Nationalsozialistische Parteikorresvond^n» meldet:

Die von Reichsleiter Rosenberg ins Leben gerufene Bücher­sammlung der NSDAP, für die deutsche Wehrmacht erbrachte in ihrer vierten Kriegssammlung 1942 43 das bisher größte Ergeb- n i s mit 10 413 481 gesammelten Büchern, aus denen 48 775 Büchereien erstellt werden konnten. Insgesamt erbrachten die vier bisher durchgejührten Buchsammlungen ein Ergebnis von 35 971 745 gesammelten Büchern, die »u 151 287 Büchereien verarbeiti wurden. Damit vollbrachte das deutsche Bolk eine einzig dastehende kulturpolitische Leistung und schenkte seinen Soldaten die größte Bücherei der Welt.

Dank des Relchsleiters Rosenberg

Reichsleiter, Rosenberg wendet sich in einem Aufruf an das deutsche Volk, in dem er für die Svendenfreudigkeit zur 4. Bücher­sammlung der NSDAP, seinen Dank aussvricht. Der Aufruf lautet:

Die 4. Büchersammlung der NSDAP, für die deutsche Wehr­macht. zu der idfim Herbst 1942 das deutsche Bolk aufrief, ist nunmehr abgeschlossen. Wiederum hat sich die gesamte Partei mit all ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden einmütig für die Wer­bung und Durchführung zur Verfügung gestellt. Unter dem Einsatz von Zehntausenden freiwilliger Helfer und Helferinnen konnte diese Sammlung oft unter den schwierigsten Verhältnissen auch im vierten Jahre des Krieges mit bestem Erfolg durchgeführt werden. Das Ergebnis zeigt nicht nur die hohe Svendefreudigkeit des deutschen, Volkes, sondern stellt darüber hmaus eine einmalige kulturpolitische Leistung dar.

Das Ergebnis der 4. Büchersammlung 1942/43 beträgt insgesamt 10 413 481 gesammelte Bücher, aus denen 48 775 Büchereien erstellt werden konnten . Damit hat die 4. Vüchersammlung das Ergebnis der vorjährigen Sammlung noch um rund eins Million übertroffen.

Das deutsche Volk kann angesichts dieser Zahlen mit Genugtuung seststellen, datz es die größte Bücherei der Welt durch eine einzige Sammelaktion seinen Soldaten gespendet hat Die Gesamtsumme der in allen vier Sammlungen ausgebrachten Bücher hat sich damit auf insgesamt 36 Millionen Bände erhöht.

In Tausenden von Schreiben ist der Dank unserer Soldaten zum Ausdruck gebracht worden, den ich hiermit dem deutschen Volke über­mitteln möchte. Für die hohe Spendefreudigkert, sowie sür die stets einsatzbereite Mithilfe der mit der Durchführung der Sammlung Be­auftragten und deren Helfer und Helferinnen spreche ich hiermit meinerseits allen Beteiligten meinen Dank und meine Anerkennung aus. Sie haben dadurch wiederum dem deutschen Soldaten an der Front und in der Heimat eilte vielfältige Möglichkeit zur Entspannung^ Vertiefung und Erholung und nicht zuletzt auch eine Besinnung auf die vorzügliche Kraft des deutschen Geistes gegeben.

A. Rosenberg.

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Heldentod des Ritterkreuzträger Rupp

Führerhauptquartier, 10. Juni. Am 7. März d. I. wurde Eenerak- leunani Ernst Rupp, seinerzeit noch Generalmajor als Komman­deur einer oberbayerisch-schwäbischen Jäger-Division das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. In den harten Kämpfen am K u - b a n-B rückenkopf hatte er in kühnem Vorstoß mit zwei Kampf­gruppen mehrere feindliche- Regimenter in der Bereitstellung zer­schlagen. Durch seine hervorragende Führung Generalleutnant Rupp entscheidend zur Klärung der Feindlage beigetragen und dem Gegner die Möglichkeit genommen, febst zum Angriff vorzugehen. Nun ist dieser tapfere General auf seinem Gefechts stand am 3 0. Mai gefallen. Mit dem Heldentod dieses Divisions­kommandeurs erfüllte sich das tatenreiche Leben eines vorbildlichen Truppenführers, eines tapferen Soldaten und eines väterlichen Freundes seiner Jäger.

Jud B. M. Baruch wieder in das Rampenlicht gerückt

Eine Grotzaktion gegen bolschewistische Banden

Mehrere tausend Bolschewisten im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnitts vernichtet

(Eigener Drahtbericht unserer

ra. Berlin, 11. Juni. Bernard Mannes Baruch, der allmächtige Jude in den USA,, der seit fünf Jahren wieder entscheidenden Ein­fluß auf die amerikanische Politik ausübt, sich aber bisher stets im Hintergrund zu hakten wußte, ist nun plötzlich an das Licht der Öffentlichkeit getreten. Der Sonderbeauftragte Roosevelts für Fragen der rüstungsmätzigen und zivilen Mobilisierung F. B y r e s, gab be-1 kannt, daß Baruch ihm in beratender Eigenschaft zur Seite stehen werde. Wer den Einfluß dieses Juden kennt, weiß, datz er nun in Wirklichkeit die letzte Instanz in den umfassenden Arbeitsgebieten ist, dessen Chef offiziell Byres sein wird. Dieser ist ein Schüler und Zögling des heute 72'Jahre alten Baruch. Dieser Name ist in den USA. und.in der Welt zu einem Begriff geworden zur Verkör­perung der jüdischen Rasse in den Vereinigten Staaten. Dor dem ersten Weltkrieg als Bankier und 'Börsenmakler zum 30- fachen Dollar - Millionär geworden, rief ihn Wilson 1915 in seinen engeren Stab. Er gehörte damals zu den Männern, die den Kriegs- etnftitt der USA. betrieben. 1917 wurde er an die Spitze einer Kommission für die Beschaffung von Kriegsgerät gestellt. 1918 schuf er das amerikanische Jndustrieamt. das praktisch die gesamte ameri­kanische Industrie kontrollierte. Vor einem Untersuchungsausschuß

Vorführung neuer deutscher Waffen

Berlin, 10. Juni. Reichsminister Speer hatte im Anschluß an seine Erklärungen im Berliner Sportpalast die Reichsminister und Staatssekretäre des Reiches zu einer Vorführung neuer deutscher Waffen auf einem Truppenübungsplatz in Norddeutschland eingeladen. Die mehrstündige Veranstaltung würde durch einen Vortrag des Reichsministers Speer eingeleitet, in dem er zusätzliche Mitteilungen über die Entwicklung des deutschen Rüstungspotentials machte.

Berlin, 10. Juni. Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Front­abschnittes brachten unsere Truppen im Zusammenwirken mit un­garischen und einheimischen Verbänden und durch die Luftwaffe unterstützt ein grobangelegtes Unternehmen gegen bolschewistische Banden zum Abschluß.

Mehrere tausend Bolschewisten hatten sich in den Sumpfwäldern

Berliner Schrisileitung)

des amerikanischen Senats hat er später den denkwürdigen Ausspruch getan:Ich hatte im Kriege wahrscheinlich mehr Macht als irgend ein anberet."' Das stimmt zweifellos. Auf der Pariser Diktat- konferen» war er der Sauptsinanzberater Wilsons und die beahfichtigte finanzielle Versklavung Deutschlands war vor allem sein Werk. Die Wiedereinsetzung dieses Mannes in die hohe Politik datiert von der Zeit nach der Münchener Konferenz. Damals ent­sandte ihn Roosevelt nach London, damit er dort die Kriegsvolitiker Churchill Eden in ihrer Politik gegen Chamberlain unterstütze. Baruch verfügte, wie er in der Vorrede zu seinem 1941 neu aufge­legten Bericht über die amerikanische Industrie im Kriege sagte, überengsten Kontakt zu europäischen Staatsmännern und besonders zu Winston C h u r ch i l l". Datz man ihm seitdem wieder eine entscheidende Rolle in der amerikanischen Wirtschaftsführung und auch Politik eingeräumt hat, ist für den Geist, der in Washington », umso bezeichnender, als ein Untersuchungsausschuß unter dem des Abgeordneten Graham vor einiger Zeit feststellte, daß Baruch seinen Posten als Präsident des Kriegsindustrieamtes seiner­zeit zu Schiebungen mißbraucht habe, die selbst amerikanisches Ausmaß unbe Gepflogenheiten weit übertrafen.

eingenistet, hunberte von Lagern angelegt unb biefe burch Minen­sperren unb Kamvsstänbe gesichert. Die Säuberung bes urwald- artigen, unwegsamen Geländes stellte an die Truppe größte Anfor- berungen. Salb mutzten unsere Grenadiere bis »um Kovvelschlob im Wasser den Angriff vortragen, bald galt es, im strömenden Regen über verschlammte Waldwege Munition unb Verpflegung vorzu­bringen oder sich der Milliarden der Stechmücken zu erwehren, die besonders in den letzten Tagen in dicken Wolken aus den warmen Morästen ausstiesen. Tag und Nacht waren unsere Soldaten am Feind unb fanben bei der Aktion kaum- einen trockenen Biwakvlatz, brückten aber die sich verzweifelt wehrenden, stark bewaffneten Ban­den auf immer enger werdenden Raum zusammen.

Auf jede nur erdenkliche Weise versuchten sich die Bolschewisten dem Zugriff zu entziehen. Einige von ihnen wurden bis zum Hals int Sumpf liegend und bas Gesicht mit einer Maske gegen die Mücken bedeckt aufgefunden. An anderer Stelle versuchten Banden­führer, sich auf selbstgebauten Binsenbooten in Sicherheit zu bringen, wurden aber trotzdem gefaßt. Fast in jeder dichten Baumkrone hatten sich die Schützen verborgen unb jeder noch einigermaßen gang­bare Sumüfpfad war vermint.

Als die Bolschewisten erkannten, datz sie trotz ihrer tückischen Kamvsesweise bet Vernichtung nicht mehr entgehen würden, ver­suchten sie vor allem in den dunklen Neumondnächten, mit List ober Gewalt auszubrechen. Auch diese Versuche mißlangen. Lager um Lager fiel im vlanmäbigen Vordringen und Durchkämmen des Waldgeländes nach Brechen des Widerstandes in unsere Hand. Zu Tausenden wurden die Banditen vernichtet oder in die Sümpfe und Flüsse getrieben, wo sie versanken ober ertranken. Durch bas nun­mehr abgeschlossene Unternehmen ist mieber ein großes Gebiet ge- säubert worben, in bem die Banditen bisher den friedlichen Aufbau zu stören versuchten.

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Aus dem Reichtum der neuen Ausstellung greifen mir die folgenden Künstlernamen heraus. Georg Weidenbacher, Nürn­berg. ist eine fein besaitete Künstlerpersönlichkeit. In einer ihm ei­genen Technik, einer Verbindung von Federzeichnung unb Tusche bietet er allerlei leicht unb sicher hingesetzte Tierstzubien, die sich mit wenigen, aber charakteristischen Linien auf das Notwendige beschränken. Die getuschten Landschaften mit einem dezenten Sepiaton erinnern an die besten Vorbilder einer klassischen Tradition Weich und hell find die Aquarelle behandelt, wie derSuerngrten oder derKranke", dessen Dasein mit ein paar Farbtupfen bestritten wird. Ähnlich, und doch wieder anders, sind die TemverabUder von Eerth Biese. Stuttgart. Sie gleichen Fresco-Entwürfen in Winiatur- format. Nackte Frauengestalten lagern sich dekorativ in gedämpfte Töne wie in farbige Kissen. Die Entwürfe schreien förmlich nach großen Wandflächen. Auch Marianne Richter, Köln, bringt Pastelle von zarter Abtönung, wie dieFrauen mit Korb". Die Stärke von Äonraab Raum liegt in landschaftlichen Feberzeichnungen bie uns balb ins Neckartal. bald in die Schwäbische Alb und dann wieder nach Flandern führen. Klar und eindrucksvoll ist jedesmal die Struktur und Eigentümlichkeit der betreffenden Landschaft gegeben. Solche eindrucksvolle Kunst der reinen Zeichnung führt uns zu der Abteilung der Graphiker. Lieselotte Popp, Innsbruck, fühlt sich nach Südtirol und nach Italien hingezogen. Ihre kraftvollen Holz- und Linoleumschnitte bedürfen der Farbe nichts um südliche Sonne wiederzugeben. Wie aus der Fläche herausgemerßelt stehen die zinn­bewehrten Türme einer umbrischen Stadt oder die starren Holzwände eines Tiroler Bauernhofes da. Günther K a r w i e s e , Königsberg, bedient sich mit besonderem Glück der Kreide. Eindrucksvoll sind die klar und scharf gezeichneten Klippen südlicher Gestade. Capri mit seinen zackigen Felsklippen ist für den Künstler wie geschaffen.

So zeichnet sich auch diese neue Ausstellung durch die Verschieden­heit der künstlerischen Gestaltung aus.

Dr. Wolfram Waldschmibt

Hervorzurusen. Für diese Bilder scheint also das spezifische Scharlach- Streviokokken-Ertotoxin verantwortlich zu sein. Dieses hinterläßt, einem Lehewesen einmal einverleibt, lebenslängliche Immunität. Bis jetzt ist es noch Nicht entschieden, ob der Scharlachstreviokokkus eine be­sondere Art bildet, ober aus gewöhnlichen Streptokokken hervorge­gangen ist. Durch Immunisierung von Pferben mit demselben Filtrat läßt sich ein therapeutisch hochwertiges Serum Herstellen.

Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten

Druck und Verlos: L. Schcllenberg'iche Buchdcuckeret, Wiesbadener Tagblatt, Wiesbaden. Gelsmlleitung: Dr. pH«, hob«. Suita» Schellender!! und Otto «aller. Haupt, schriftleiter: Fritzisüntder. fämtl. in Wiesbaden. Zur Zeit vt Preisliste Nr. 11 gültig

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