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Wiesbadener Tagblatt

o enaAentlidi in 6 «uSnaben Erichemmlgszeit werktäglich nachmittag»

Druck und Verlag: L. LcheUeuberg'jche Buchdruckerei, Langgaffe Nr. 21 (Tagblatt-Haus)

91. Jahrgang

Donnerstag, 10. Juni 1943

Nr. 134

Das Eichenlaub für General von Obstfelder

Berlin, 9. 3uni. Der Führer verlieh am 7. Juni das Eichen- laud zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der In­fanterie Hans von Obstfelder, Kommandierender Eeneral eines Armeekorps als 251. Soldaten der deutsche« Wehrmacht.

Bier neue Ritterkreuzträger des Heeres

Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberfeldwebel Heinrich Ochs, Zugführer in einer Panzer-Jäger-Ab­teilung; Oberfeldwebel Georg Straube, Zugführer in einer Pan- zer-Jäger-Abteilung; Feldwebel Walter Rudolph, Zugführer in einem Grenadier-Regiment; Oberjäger Josef K a st n e r, Zugführer in einem Jäger-Regiment.

Dschungel besichtigt. Arbeiter zur Anzapfung der Eummibäume zu be­kommen, sei äußerst schwer, schreibt er; man müsse sie aus dem brasi­lianischen Staat Leara hereinholen. In Eeara aber habe eine lange Dürre diese Ärmsten nahe an den Hungertod gebracht, und wenn sie in Selent an der Mündung des Amazonasstromes ankommen, müsien sie erst ernährt und gepflegt werden, bis sie kräftig genug sind, in die Gummi-Dschungeln stromaufwärts verschifft zu werden. Der brasilianische Wirtschaftsmagnat de Barros habe mit der Regierung einen Vertrag abgeschlossen, 50 000 Arbeiter zum Preise von 100 Dollar je Kopf bis nach Selent zu liefern, aber den Vertrag werde er nie ausführen können. Rur wenige hundert Mann, so berichtet der Direk­tor McTlintock, seien bereits dort eingetrofsen.

Über die Aussichten des brasilianischen Gummi-Projektes befragt, erklärte McClintock, die früheren Schätzungen seien viel zu hoch. Das ganze Projekt könne nur als vorübergehender Notbehelf betrachtet werden. Das Amazonas-Becken werde nie eine ausreichende Rohstoff- auelle für Kautschuk werden, denn das ganze Gebiet von Manaos bis zum Meer sei einen großen Teil jeden Jahres überschwemmt und Las Hinterland sei so wild, daß die Vrafilianer nur mit Geweh«n zum Schutz gegen die Indianer eindringen könnten.

Der Kampf um die Inseln Pantelleria und Lampedusa

Der Feind wird jeden Landungsoersuch teuer ,v bezahle« haben.

Plutokratischer Menschenhandel in Brasiliens Urwäldern

50 000 Arbeiter zum Preise von je 100 Dollar sollen Kautschuk sammeln für die USA-Kriegsmaschine

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Oer Einfah unfercr Festungspwnlere

Berlin, 9. Juni. Der Wall von Stahl und Beton, der die Küsten des europäischen Festlandes schützt, wird immer weiter ausgebaut und durch neue, tiefgestaffelte Kampfstände ergänzt. Neben der Or­ganisation Todt ist hier der deutsche Festungsbaupionier als erfahrener Spezialist am Werk, ilber die täglichen Fort­schritte meldet z. S. eine Kompanie Festungspioniere, daß sie mit nur 96 Arbeitskräften in zehn Tagen 50 MG-Stellungen in Stahl­beton fertiggestellt und .der Truppe übergeben hat, obwohl die Arbei­ten durch dauernde Sandverwehungen sehr erschwert wurden. Eine andere Kompanie Festungspionicre erstellte mit 100 Mann in 100 Tagen 45 MG-Stände, baute einen Munitions- und Mannschafts- bnnker, montierte vier Panzertürme, richtete zwei Straßensperren ein und verlegte außerdem 150 laufende Meter Drainagerohr, 2180 Meter Feldbahngleise und 2240 Quadratmeter Tarngewebe. Sei diesen Ar­beiten mußten 5250 Kubikmeter Erde und 1080 Kubikmeter Beton be­wegt 1020 Kubiknietcr Kies gewonnen, 3030 Tonnen Material trans­portiert und weitere 630 Tonnen auf Bahnhöfen und Verladestellen umgeschlagen weiden.

Zwei beachtenswerte Tatsachen

Oie Bedeutung der Sperre am Kuban und die deutfche Luftüberlegenheit

ra. Berlin, 10. Juni. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift­leitung.) Zwei Tatsachen des gestrigen Wehrmachtberichtes über die sichtbaren Erfolge im Osten verdienen besondere Beachtung: Die deutsche Sverre am Kuban-Brückenkopf und die haus- "hohe deutsche Luftüberlegenheit. Die Sowjets haben in kurz aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten versucht, den Brücken­kopf am Kuban zu erobern. Nach der ersten Offensive im März um nur von den Grobunternehmungen zu sprechen begannen sie die zweite Angriffsschlacht am 2. Avril, einen dritten Anlauf machten sie am 29. April und setzten am 26. Mai zur vierten Schlacht an. Die Ziele, die sie damit verfolgen sind klar zu erkennen: Der Kriegshafen Noworossijs» der für die Sowjets deshalb entscheidend ist, weil sie über keinen-anderen Ausweichhafen verfügen, in dem sie über­wintern können; die Gewinnung der Ausgangsbasis zum Übergang aus die Halbinsel Kertsch und schließlich die Wiedereroberung der Krim, Das ist die Scala der Wünsche, durch die die deutschen Waffen einen Strich gezogen haben. Für die deutsche Führung geht es darum, defensiv gesehen, daß die riesigen Anstrengungen der Sowjets, die Potentiale möglichst weitgehend abzunutzen, was natür­lich int Hinblick auf künftige Operationen an anderen Fronten sehr wichtig ist und, offensiv gesehen, den Brückenkopf als mögliches Sprungbrett zu etwaigen neuen deutschen Angriffsunterneh- mungen zu benutzen. Bezeichnend für die Bedeutung, die die Sowjets diesen Kämpfen beimessen, ist die Aussage gefangener sowjetischer Soldaten, denen versprochen wurde, dab sie auch schon bei leichter Verwundungaus dem Wehrmachtdienst entlassen würden und in inte Heimat zurückkehren dürften, wenn der Brückenkopf erobert sei. Aber so stark auch die Kräfte waren, mit denen die Sowjets gegen die deutschen Stellungen anrannten, so gelang es ihnen doch nirgends, die deutsche Riegelstellung vor der Tama-Halbinsel zu erschüttern. Die Stadt K r y m s k a j a lag im Mittelpunkt der Kämpfe und wurde aus taktischen Gründen geräumt. Mit der gestrigen Meldung scheint aber jedenfalls die gegnerische Offensive am Kuban-Brückenkopf zu­nächst mit einer entscheidenden Niederlage des Angreifers zum Ab- fchlub gekommen zu fein.. .

Sehr ausgefallen ist allgemein in der letzten Zeit das fast haus­hohe Miboerhältnis der Verluste zwischen den sowjetischen und den deutschen Luftstreitkrästen. Der letzte Bericht des OKW. bietet dafür ein besonders krasses Beispiel. Ähnliche Angaben über so gewaltige Verlustziffein konntesi des öfteren schon gemacht werden. Eine noch­malige gründliche Nachprüfung der Ereignisie haben erwiesen, was nicht anders zu erwarten war, dab die veröffentlichten Zistern völlig einwandfrei sind. Natürlich kragt man nun nach den Erunden. Da­bei stöbt man auf einige bemerkenswerte Tatsachen. In Nachahmung der Taktik der deutschen Flieger versuchen nämlich die Bolschewisten seit einiger Zeit ihrerseits ihr Glück mit Vorstößen tn das Gebiet

Kriegsschiffen dje Artillerie der Insel niederzukämpfen. Dies ist ihnen bisher nicht gelungen. Vielmehr haben die tapferen italienischen Kanoniere es verstanden, sich die feindlichen Flotteneinheiten vom Leibe zu halten, sie haben auch auf den britischen Kriegsschiffen meh­rere empfindliche Treffer erzielt. Die täglich wiederholten Luftangriffe gegen Pantelleria haben den Feind schon erhebliche Verluste gekostet. Ilber hundert englische und nordamerikanische Flugzeuge sind im Ver­laufe dieser Kampfhandlungen teils von der Flak der Insel Pan­telleria, teils im Luftkamvf von deutschen und italienischen Jägern abgeschosien worden. Was Lampedusa anlangt, so haben die Wehr­machtberichte der Achsenmächte am Dienstag gemeldet, daß die Eng­länder einen Handstreich gegen diese kleine Insel, die sich auf weit vorgeschobenem Posten int Mittelmeer befindet, versucht haben. Auch hier haben sie sich eine blutige Abfuhr geholt, denn der Angriff konnte von der tapferen Besatzung von Lampedusa abgeschlagen werden. Mehrere Landungsboote wurden vernichtet, und der Feind erlitt bei diesem Unternehmen empfindliche Verluste.

Somit zeigt sich auch in der jetzigen Phase des Kampfes um das Mittelmeer, daß der Widerstand der Achsentruppen viel härter ist, als es der Feind vermutete, und dab infolgedessen das gegne­rische Zeitvrogramm immer von neuem über den Hausen geworfen wird. Pantelleria und Lampedusa sind Vor­postenstellungen, die bis zum äußersten gehalten werden, weil in ledem Kampsgeschehen der Faktor Zeit eine entsprechende Rolle spielt. Die tapferen Männer, die dort eingesetzt sind, leisten im Rah­men der Eesamtkriegsführung der Achsenmächte Hervorragendes. Das italienifche Volk hat etn Recht darauf, auf diese Kämpfer stolz zu sein.

Oarck an die finnischen Frauen

Berlin, 9. Juni. Finnische Lottos und Soldairnheimschwestern, die im hohen Norden ihre aufopferungsvolle Pflicht erfüllen, er­hielten am 4. Juni, dem Geburtstag des Marschalls von ytsnlanh, Freiherrn von Mannerheim, dieMedaille für beu'toe Volks­pflege". Der Kommandierende Eeneral eines deutschen Eebirgskorps würdigte in einer Feierstunde aus Anlaß dieser hohen deutschen Aus- zeichnug die unermüdliche Opferbereitschaft der fin­nischen Frauen und Mädchen im Sanitätsdienst und als Helfe­rinnen in Soldatenheimen. In Anerkennung ihrer vorbildlichen Pflichterfüllung ehrte sie der Führer mit dieser Auszeichnung, die im Geist der finnisch-deutschen Waffenbrüderschaft ein Zeichen des Dankes darstellt.

Rom, 9. Juni. Zusätzlich zum italienischen Wehrmachtbericht wird eine amtliche Meldung ausgegeben, von > der es heißt:

Nach der'Besetzung von Tunesien war die Insel dantelleria . naturgemäß den Angriffen des Feindes ausgesetzt, der sich bemühte, dieses Hindernis für die Schiffahrt durch den Kanal von Stzilten zu beseitigen. , , ,

Pom 9. Mai bis Dienstag wurde die Insel viermal von der See aus beschaffen und war das Ziel von 14 0 L u ft» Angriffen. In den letzten Tagen führte die feindliche Luftwaffe im Durchschnitt 12 Tagesangriffe durch, während sie die Nachtan­griffe pausenlos fortsetzte, um den Verteidigern keinen Augen­blick Ruhe zu geben. ... . ,

Die feindliche Offensive hat naturgemäß viele Schaden verursacht, an deren Ausbesserung von den tapferen Verteidigern auch wahrend der Luftangriffe ständig gearheitet wird. Die Küstenabwehr und die Flak der Insel waren unermüdlich tätig und fügten dem Feind den Verlust von 116 Flugzeugen zu. die mit Sicherheit abge- jchosien wurden. Außerdem erlitt ein feindliches Schiff einen schweren Treffer. An der Seile der Soldaten, Matrosen und Flieger halt dre Bevölkerung Pantellerias in selbstloser Weise stand, indem sie stolz alle Opfer und Entbehrungen der schweren Luft- und Seebelage- ning trägt. Am Dienstag warf der Feind Flugblätter ab, mit einer von General Svaatz unterzeichneten Aufforderung des englisch- amerikanischen Hauptguartiers zur Übergabe. Man kann sich denken, welche Antwort darauf der Admiral, der den Befehl über die Snjel und die Garnison hat, erteilte. Die tapferen Verteidiger von Pan­telleria find alle kampfbereit und entschlosien, den erwarteten L a n - dungsversuch den Feind teuer bezahlen zu lassen.

-Bon festem Widerstandswillen beseelt" >

Dio-Engländer setzten der kleinen italienischen Garnison der In­sel Lamvedusa beträchtliche Kräfte entgegen, erklärte der diplo­matische Mitarbeiter der Agenzia Stefani. Man muß feststellen, so fährt Stefani fort, dab Lampedusa mehr einem großen Riff als einer kleinen Insel gleicht. Trotz des Überraschungsmomentes und der Zahl der eingesetzten feindlichen Kampfmittel wurden die en Land gegangenen englischen Soldaten von den italienischen Truppen vernichtet. Der Landungsverjuch bei Lampedusa beweist, dab die italienischen Soldaten selbst in einer nach außen hin so dramatisch erscheinenden Lage von festem Willen beseelt find. Diese Episode zeigt weiter, daß an jedem, selbst dem kleinsten Punkt italienischen Hoheits­gebietes ein Verteidigungssystem besteht, das automatisch in Tätigkeit tritt, unabhängig von einer allgemeinen ä ent r a len Verteidigung sorganisation, die im gegebenen Augen­blick eingreifen wird.

hinter der deutschen Front. Ihre regelmäßigen Verluste durch die Ahwehr der deutschen Jäger sind dabei aber ungewöhnlich hoch, nicht nur im Verhältnis zu den geringen Erfolgen, die mit diesen Flügen erzielt werden, sondern auch an den absoluten Ziffern gemessen. Auch die gringere Qualität des feindlichen Flugzeug­materials hat sich in letzter Zeit immer wieder gezeigt, ebenso wie hie unzulängliche Ausbildung der Besatzungen vieler sowjetischer Flugzeuge. Augenzeugen berichten, daß 16jährige junge Burschen mit der Führung von Flugzeugen betraut wurden. Für das, was sich in den nächsten Wochen und Monaten an der Ostfront ab- svielen wird, sind aber solche Erscheinungen, wie die gescheiterte Offensive am Kuban-Brückenkopf und die wirklich haushohe Über­legenheit der deutfchen Luftwaffe, sicher gute Vorzeichen.

Senf, 9. Juni. Durch den Verlust der Westvazifischen Kautschuk- vrodukte sind die Nordamerikaner in eine unangenehme Klemme ge­kommen, die sich in den so stark auf Kraftverkehr angewiesenen U--A besonders auswirkt Sie versuchen nun mit allen Mitteln, tn den sud­amerikanischen Staaten die Gummi-Produktion anzukurbeln, und be­dienen sich dabei jener berüchtigten jüdisch-vlutokratischen Aus­beutungsmethoden, die vor allem aus den Anfängen der brasilia­nischen Kautschuk-Gewinnung sattsam bekannt sind. 3m Dienste der nordameiikanischen Kriegsgewinnler müsien auch heute wieder brafi- -Tianische Arbeiter in den fieberverseuchten Urwäldern am Amazones Leben und Gesundheit aufs Spiel setzen nut weil sich einige bet maßgebenden Politiker dieses Landes durch die Dollars der Wall- ftrect-Jmverialiften bestechen ließen. .

Wie die Brasilianer heute durch die Washingtoner Krregsmacher ausgenutzt werden, zeigt ein Bericht imPhiladelphia Snauttor , der nach Angaben wirklich sachverständiger Seite geschrieben ist, uamlich auf Grund von Erklärungen John C. McClintocks, eines der Direk­toren der Rockefeller-Organisation für interamerikanische Zusammen­arbeit. McClintock ichsoeben von einer fünfwöchigen Reise durch das Amazonas Gebiet zurückgekehrt und Hai dahej UW Kilometer

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IPS. Zwischen Sizilien und Nordafrika befinden sich mehrere kleine Inseln, die die Reste einer vorzeitlichen Landbtucke darstellen. Dazu gehören u. a. Pantelleria, das sich zwischen Sizilien und Tmre- sien befindet, sowie die noch kleinere Insel Lampedusa, die zwischen Malta und Tunesien liegt. Die Italiener haben in der faschistischen Ära mit der Befestigung dieser bis dahin waffenlosen Inseln begon­nen. Allerdings muß man berücksichtigen, daß sie tm Gegensatz zu Malta wegen ihrer Kleinheit und Bodenbeschaffenheit nicht die M L s 1 i ch k e i t b i e t e n, dort stärkere 2 u f t ft t e 11 f t a f t e zu stationieren. Sie sind daher im wesentlichen auf dre erb= Verteidigung angewiesen und können lediglich von Sizilien aus durch Luftstreitkräfte unterstützt werden. Daß dies täglich geschieht, nt aus den Wehrmachtberichten der Achsenmächte zu ersehen. Beide Inseln, Pantelleria und Lampedusa, haben im Gegensatz zu Malta noch rnso- fem erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden, als sie nidjt über irintmaffer verfügen. Trotz dieser Hemmungen hat sich die Verteidigung sowohl auf Pantelleria wie auf Lampedusa bisher her­vorragend bewährt.

Nach Beendigung der Kämose in Tunesien glaubten die Eng­länder und lIS-ainerikaner offenbar, daß ihnen Pantelleria und Lam- oedusa als Iciditc Beule in den Schoß fallen würden. Sie haben sich auch darin erheblich getäuscht, denn die italienischen Streitkräfte, die dort kämvien und die zum größten Teil ans den Einwohnern der In­seln bestehen, baben sich als außerordentlich harte Geg­ner erwiesen. Gegen Pantelleria haben die Engländer Mafien von Kampfflugzeugen eingesetzt, außerdem versuchen ß«, mit Hufe von

Das Herz der Rüstung

Hinter den P^duktionserfolgen Unüberwindliche innere Stärke

Auch Zeiten der Stille an den Fronten, des Wartens im groben Völkerringen, find trotzdem niemals Zeiten der Ruhe, sondern der intensivsten und emsigsten Vorbereitung auf kommende Ereignisse Nur liegt bann bet Schwerpunkt bes Kriegseinsatzes an anberer Stelle bei der schaffenden Heimat nämlich, die in unabläsiiger harter Arbeit die Waffen, die Munition und die Gerät« in der Masse und Güte herstellt wie sie die Front für den siegreichen Kampf benötigt.

Die Rede von Reichsminister Speer vor vielen Tausenden von Männern und Frauen aus den Rüstungsbettieben hat unserem Volke und der Welt blitzartig gezeigt, welche gewaltigen Leistungen tn den vergangenen Monaten in der auf vollen Touren laufenden Rüstungs­produktion geschaffen worden sind. Ein einzigartiger. Pro duktionserfolg ist hier entrollt worden, geplant von der Führung ausgeaibeitet von maßgebender technischer und wissenschaft­licher Seite und durchgesiihit von Millionen fleißigen Arbeitern und Arbeiterinnen. Es sind Leistungsziffern, die nicht nur die allen An sorderungen bes Krieges gewachsene Stärke der deutschen Rüstung bekunden und damit sieghafte Garanten kommender grober Entschei­dungen sind, sondern auch di« innere Stärke des deutschen Volkes den Fleiß, die Intensität und die Hingabe offenbarer machen mit welcher die schaffende Heimat die Männer an der Front in ihren! schweren Waffengang unterstützt, '

Als der Jude zum Krieg gegen das aufstrebende Deutschland hetzte als die ewigen Saffet an der Themse, im Krenil und Tcnfetts des Ozeans ihr Vernichtungskomvlott gegen das deutsche Volk schmie­deten da hofften sie von einem jüdischen Emigrantenklüngel er­bärmlich Sinters Licht geführt auch diesmal wieder die Helden- front der Deutschen durch Lug und Trug, durch Hungerblockade und Terror gegen die Zivilbevölkerung zu,N Einsturz bringen zu rönnen. Sie dachten an einen 9. November 1918 in zweiter Auflage und plan­ten, diesmal die Henkerarbeit zu vollenden und das deutsche Volk gänzlich ausiurotten. ,

SBie wenig das hassende Judentum aber das deutsche Volk kennt, wie sehr sich der vernichtungswütige Feind in seinen Hoffnungen ge­tauscht hat das beweisen jetzt eindringlich die gewaltigen Erfolgs­zahlen die Reichsministec Sveer in seiner Rede dem deutschen Volke namens des Führers mitteilen konnte. Diese Zahlen find ewig e Ehrenblätter des nationalsozialistischen Arbeiters im Buche der Geschichte. Sie künden von einem Gesinnungswandel gegenüber einst der einzig dasteht und fich auf unseren weltanschau­lichen Erkenntnissen nicht zuletzt auch auf die bitteren Lehren und Erfahrungen des ersten Weltkrieges und der Jahre danach gründet Sie bekunden eine Haltung des deutschen Arbeiters, die übet alles Lob erhaben ist und sich würdig dem stolzen Einsatz unserer Frontkämpfer an die Seite stellen kann.

3m ersten Weltkrieg war der deutsche Arbeiter von einer schwachen Führung enttäuscht worden; er war allen Einflüsterungen rolks- fremder Elemente und Verräter preisgegeben, weil damals die Füh­rung aller echten sozialistischen Ideale bar war und das Volk deshalb in Klaffen und in sich befchdende Parteien zerflie'. Damals saß i?cf 3ude wie ein eiterndes Geschwür im deutschen Bolkskörper. hetzte, log und betrog zersetzte die inneren Widerstandskräfte und machte das Volk schwach und anfällig für alle gleisnerischen Verlockungen Niemand aber war da, der sich des deutschen Arbeiters und seines ehrlichen Willens, mitzuhelfen und mitzuarbeiten, im sozialistischen Geiste annahm. So fiel er der judo-marxistischen Hetze zum ~2ufer so kam es zu den ungeheuerlich >n Streiks in entscheidenden Stunden des schweren Ringens, die unsere Abwehrkraft brachen.

Im nationalsozialistischen Deutschland'ist das nicht mehr möglich. Heute weiß nicht nur der deutsche Frontsoldat, wofür er tätnuft und blutet; heute weiß auch der letzte deutsche Arbeiter, wofür er mit eiserner Energie, mit Einsatz aller Kräfte schafft und seine Leistungen immer höher emporschraudt. Er will das neue Reich, dessen sozia­listische Anfänge er :n den kurzen Friedens- und Aufbaujahren so ver- heißungsooll erlebt har, verteidigen, sichern und festigen. Er bezieht bewußt mit dem ganzen deutschen Volke Abwehrstellung gegen jene Weltbeglücker" undHumanitätsapostel", die das demokratische Deutschland nach 1918 ausgesogen und geschunden haben bis aufs Blut, die heute die Wohnung schaffender deutscher Menschen mord­gierig in Brand und Trümmer werfen und die in ihren eigenen Ländern drückendste soziale Not gleichzeitig mit einer Menschenaus­beutung dulden die zum Himmel schreit.

So erleben der deutsche Arbeiter, die deutsche Arbeiterin die!« Kriegszeit von der Warte ihrer Erfahrungen aus dem ersten Welt­krieg Sie sind durchdrungen vom Geiste der nationalsozialistischen Weltanschauung, die ihnen in Wort und Tat seit mehr als zehn Jahren nahegebracht worden ist. Des Führers Persönlich­keit und Werk stehen greifbar vor ihnen. Da sind keine nebel­haften Zukunftsprognosen, keine leeren Versprechungen, keine heuch­lerischen Worte, kein politischer und sozialer Bluff, sondern mannhafte Tat unbedingter Wille zur Meisterung aller sozialen Probleme, echteste Volkskameradschpst und glühender Glaube. Das alles facht [einen Leistungswillen täglich von neuem an. Greifbare und uner­schütterliche Werte schweißen Führung und Volk im einmütigen Willen zur Abwehr aller Bedrohung und zum Stege über alle Widersacher zusammen. .,

Es ist in höchstem Mabe bewundernswert, was der deutsche Ar­beiter im Banne dieser Geisteshaltung und Tatgesinnung, in der klaren Erkenntnis der Notwendigkeit und des großen Zieles aller Anstrengungen zu leisten vermag. Ist es nicht ein stolzes Zeichen un­überwindlichen Einsatzwillens, wenn schaffende Volksgenoffen sogar in ihren Betrieben übernachten, nur um weniger Zeit für dringliche Fertigungen zu verlieren? Ist es nicht ein erhebendes Beispiel eifriger Mitarbeit, wenn sich- Tausende und aber Tausende neben ihrer Tagesarbeit noch Gedanken darüber machen, wie durch Ei- finbungen und Verbesserungen die Produktion auf das höchstmöglichste Maß gesteigert werden kann? Nehmen sie nicht alle Lasten, Sorgen und Mühen einer erschwerten Kriegsarbeit gerne in Kauf, weil sie wissen daß ihre Arbeit dem Siege dient? Ja, sie lind sich stündlich bewußt daß die Männer und Brüder, die Väter und Söhne an den Grenzen Europas und auf den Weltmeeren im härtesten Kampfe stehen und sie sehen es als ihre Ehrenpflicht an, die Front nicht im Stich zu lassen, sondern ihr durch präzise Arbeit und durch gesteigerte