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Wiesbadener Tagblatt
Eamrtüg Sonntag, 5. 6. Sunt 1943
Wiesbadener
richten
.Hilf mit"-Aktion: „Kampf für Deutschlands Freiheit"
Eine Ausstellung een Schülerarbeiten in der Siiederder, - Schule
Stuka als Eisbrecher
Übungen aufrecht etii einem Aufklärungsverbatii
land- Sreiheit'' wird die T r e u c Sieget fein!
A PI.
EHREN ^ITAFEL
Irnsing Verdunkelung von 22.43 bis 4.38 Uhr e n n 1 n g Verdunkelung Den 22.45 dis 4.37 Uhr
— Änderung im Luftpostoerkehr nach dem Osten. Für den Luft- fcldvostuerkehr der Ostfront weist das Oberkommando der Wehrmacht erneut darauf hin. daß vom 1. Jüni an Luftfeldpostkarten nach dem Osten mit einer Luftfeldpoftmarke. Luftfeldvostbriefe mit zwei Luftfeldpostmarken zu versehen sind. IJie Lustfeldvoftmarken werden in entsprechend erhöhter Anzahl an der Front ausgegeben.
Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse wurde ausgezeichnet: Feldwebel Rudolf ll h l m a n n. Wiesbaden. Marktplatz 7.
Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurde ausgezeichnet: Eefr. Heinz B r o d t. Wiesbaden. Taubenstraße 9.
Mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern wurden ausgereichnet:
Uffz. Richard Weber. Wiesbaden, Schlichterstrahe 16.
Obergefr. Karl E tz. Wiesbaden-Klovvenheim. Schiitzenstrahe 8.
Stabsgesr. Heinz Graber. Wiesbaden. Vorckftrahe 29.
Eefr. Karl K r e u t e r. Wiesbaden. Mauergasse 1t.
Kostenloser Urlaub für 1943
Erholungsaufenthalt auch für Gesunde
Seit 1940 finden in Deutschland in zunehmendem Mähe Er- holungsveischicknngen von Eefolgschaftsmitgliedern statt, bei denen es sich nicht um eine Heilfürsorge für Erkrankte handelt. Sier wird vielmehr als Ausdruck besonderer sozialer Fürsorge ein - k o st e n loser Erholungsaufenthalt gesunden Gesolg- schaftsmit gliedern ermöglicht, die durch die gesteigerten Anforderungen des Kriegseinsatzes oder durch sonstige Kriegseinwirkungen besonders erholungsbedürftig sind. Die Dauer der Verschickung ist in der Regel auf zwei Wochen, bisweilen auf drei Wochen bemessen. Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, An- und Abreise und eine etwaige Kurtaxe werden für die Eefolg- schaftsmitglieder, sei es unmittelbar vom Erholungswerk, sei es vom Betrieb, übernommen.
Für eine derartige Verschickung von Eefolgschaftsmitgliedern kommen insbesondere folgende Erholungswerke bzw. Erholungsverschickungen in Frage: a) das Reichserholungswerk der DAF: b) das Sozialerholungswerk der Deutschen Rentenversicherung: c) die Verschickung erholungsbedürftiger erwerbstätiger Frauen, insbesondere Rüstungsarbeiteiinnen, durch das Frauenamt der DAF (Frauen- amts- einschl. NSV-Verschickung): d) das Erholungswerk für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Durch diese Erholungswerke sind im letzten Jahr rund >/- Million Eefolgschaftsmitglieder ersaht worden: die Zahl der Verschickten dürfte in diesem Jahr kaum geringer fein.
Um eine unterschiedliche Behandlung der für eine Erholungsverschickung in Frässe kommenden Eefolgschaftsmitglieder in arbeitsrecht- licher Beziehung zu vermeiden, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz in einem Runderlah einheitliche Richtlinien zu den Fragen der Anrechnung der Erholungszeit auf den Urlaub und der Zulässigkeit der Gewährung eines kleinen Taschengeldes gegeben, nach denen künftig in der privaten Wirtschaft atteijt zu verfahren ist. Diese Richtlinien gelten nicht nut für die genannten Erholungs-
— Wiesbadener Gerichtsurteile. Wegen Eeldunterfchlagungen wurde ein junges Mädchen vom Jugendrichter zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt. Erziehungsmaßnahmen wurden angeordnet.
Oie « Wetterdiensthelferin "
Der Dienst der Luftwafsenhelferin im Wetterdienst oder der „Wetterdienfthelferin" steht in enger Beziehung zum Beruf unserer Flieger selbst. Sie hat einerseits die Aufgabe, durch fortlaufende Beobachtung die ständig wechselnden, vielgestaltigen, für den Flieger bedeutsamen Witterungserscheinungen zu erfaßen und festzuhalten, andererseits durch Anfertigung einfacher und zeichnerischer Arbeiten die Unterlagen zu schaffen, auf Grund deren dem Flieger ein Bild des Wetters über weite Räume hin vermittelt wird. Voraussetzung für die Einstellung find Mittelschulreife. etwas zeichnerische Begabung, gute Handschrift, weiterhin Pflichtbewuhtsein, gute Beobachtungsgabe und Raturliebe.
Der sehr verantwortungsvollen Tätigkeit der Wetterdiensthelferin steht gegenüber das Bewuhtsein, an einer äuherst kriegswichtigen Aufgabe mitzuarbeiten. Denn durch ihre Arbeit ist sie in der Lage, untere Flieger von ihrer ersten Ausbildung an bis zu ihren Einsätzen gegen den Feind zu unterstützen und ihnen zu helfen. Sie ist so mit dem Leben und Schicksal unserer Flieger in ihrem Beruf innig verbunden. Gleichzeitig bringt diese Tätigkeit auch all denen, die näher in sie einbringen, eine gewisse innere Freude und Befriedigung, und es fehlt diesem Brus auch nicht eine gewisse Romantik, die diejenigen emvsinden werden, die sich mit Lust und Liebe dieser Arbeit widmen.
Ermittlungen über vermißte Statingradkämpfer
3 m Hinblick auf verschiedene Unklarheiten Über die Rack- sotfchungen nach vermistten Stalingradkämpfern wird erneut darauf hingewiesen, datz zuverlässige Nachrichten, soweit solche Möglich sind, nur über die bei den Wehrkreisen bestehenden „A r b e i t s st ä b e Stalingrad" zu erhalten sind. Die Angehörigen wenden sich mit in ihren Händen befindlichen Unterlagen zunächst an das für sie zuständige Wehrmeldeamt, das gegebenenfalls bei den örtlichen Polizeidienststellen zu erfahren ist. Von den Wehrmeldeämtern werden die „Arbeitsstäbe Stalingrad" bei den Wehrkreisen mit den weiteren Ermittlungen befatzt, die den Angehörigen unmittelbar Nachricht über den Stand der Feststellungen und das abschließende Ergebnis der Nachforschungen geben.
Auch alle Angehörigen von Stalingradkämpfern, denen von der früheren Einheit, von Vorgesetzten oder Kameraden inzwischen eine Mitteilung zuging, datz ihr Familienmitglied verwundet, gefallen oder vetmitzk sei, werden dringend gebeten, unter Vorlage der in ihren Händen befindlichen Mitteilungen des beim zuständigen Wehrmeldeamt bereitgehaltene Formular auszufüllen. Diese Meldung liegt int eigensten Interesse der Angehörigen, da sie zur Regelung von Unterhalts- und Eebührnissragen notwendig ist.
Achtung Meldung!
.Achtung Meldung!" Die LSW- Helferin lauscht gespannt
Sammellchrgang für kriegsversehrte
Anfang August d. I. beginnt ein neuer, sechsmonatiger Sammel« lehrgang für Kriegsversehrte aus dem Reichsgebiet zur Sorbe« reitung auf d i e Reifeprüfung in Schwerin/Mecklenburg Meldungen sind bis Mitte J"li an das Mecklenburgische Staatsministerium, Abt. Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, in Schwerin, Mecklenburg zu richten.
Zugelassen können kriegsoerfehrte ehemalige Schüler werden, die das Verietzungszeugnis nach Klasie 7. mindestens die Reife für die frühere Obersekunda einer höheren Schule oder das Abgangszeugnis einer anerkannten Mittelschule mit zwei Fremdsprachen besitzen.
Bedingung ist ferner, datz der Teilnehmer nicht vor dem 22. 2. 16 geboten ist und den Nachweis erbringt, datz er von seiner militärischen Dienststelle einen Urlaub von sechs Monaten erhält. Beihilfen für Unterkunft und Scrofleguitg können gewährt werden. Anträge find zugleich mit dem Zulassungsgesuch zu stellen.
„So verwandelt sich die Deutsche Wehrmacht immer mehr in eine kämpfende Nation!"
Willst Du mittun, so melde Dich bald bei der nächstgelegenen Luftwaffendtenftstelle als Luftwaffenhelferin für den Lustschutzwarn- dienft!
zwecke sondern auch für ähnliche Erholungsoerschickungen sz. B. für Verschickungen im Rahmen der „Adolf-Hitler-Freivlatz-Spende". Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz weist in feinem Runderlah zunächst darauf hin, datz auf Grund der angespannten Arbeitseinsatzlagc und im Hinblick auf die grotze Zahl der jährlich daran festgehalten werden muh, datz die Verschickung während des dem,Eefolgschaftsmitglied zustehenden Jahresurlaub zur Durchführung kommen. In dieser Zeit erhält das Gefolgschaftsmitglied die ihm zustehende Urlaubsvergütung vom Betrieb. Soweit der Urlaub kürzer als die Zeit der Erholungsverschickung ist, bestehen keine Bedenken, wenn der Betrieb den eiwa notwendigen zusätzlichen Urlaub unter Fortzahlung der Urlaubsvergütung gewährt. Von dem Grundsatz der Anrechnung der Erholungszeit auf den Urlaiib gelten folgende Ausnahmen: a) Bei den durch das Frauenamt der DAF verschickten Arbeiterinnen soll mit Rücksicht auf die verschärften Auswahlbestimmungen und die besondere Erholungsbedürftigkeit dieser Frauen eine Anrechnung nicht erfolgen. Das gleiche gilt bei der durch das Hauptamt der Kriegsopfer der NSDAP durchgeführten Verschickung von Frauen, deren Männer oder Söhne auf dem Felde der Ehre gefallen sind, b) bei verheirateten Eefolgschaftsmitgliedern braucht der Unternehmer eine Anrechnung auf den Urlaub nur insoweit vorzunehmen, datz den Eefolgschaftsmitgliedern noch sechs Urlaubstage verbleiben, die sie mit ihrer Familie verbringen können. Das gleiche gilt für verwitwete und geschiedene Eefolgschaftsmitglieder mit minderjährigen Kindern sonne lebige Mütter, solange ein Kind noch minderjährig ist. c) Weitere Ausnahmen können in Einzelfällen die Reichstrenhänder oder Sondertreuhänder der Arbeit zulasten.
Wie der Ceneralbeoollmächtigte für den Arbeitseinsatz hinru- fügt, kommt eine Nichtanrechnmig auf den Urlaub im Rahmen dieser Ausnahmegenehmigung allerdings nur banr^ in Frage, wenn die Eewitzheit besteht, datz der noch verbleibende Urlaub in Natur gegeben wird. Eine Abgeltung des verbleibenden Urlaubs in den Fällen, in denen die Erholungskur nicht ober nicht voll auf den Urlaub ungerechnet wirb, werbe als Verstoß gegen ben Lohnstopp anzusehen sein. Wirb den Eefolgschaftsmitgliedern von den Betrieben neben dem Urlaubsgeld noch ein Taschengeld gewährt, so darf dieses je Kalendertag der Verschickung nickt mehr als 1 RM betragen. Der bisher zulästige Höchstsatz von 10 RM für die Verschickung kann also bei längerer Verschickungsdauer unter Umständen überschritten werden.
aller Art auch zeichnerische und schriftliche Arbeiten, alles Spiegelbilder der Erlebniskraft und des Formungswillens, mit dem untere Jungen und Mädel den gegenwärtigen Krieg in seiner Auswirkung und Forderung sehen. Sic wollen „mit-helfen". die Gedanken an Pflichterfüllung und hohe Ziele zu stärken, indem sie bem Sinn bilbhafre Gestaltung geben aus der Kraft ihrer jungen Herzen und der Geschicklichkeit ihrer Hände. — Ein eraktest mit allen kleinen Einzelheiten erstellter grober „Fliegerhorst j" beherrscht die ganze Mitte der Turnhalle, er ist eine mehrjährige Gemeinschaftsarbeit: auch ein E-Flughafen ist ausgebaut. Bunker. Geschütze, Lastwagen, Sturmboote, eine einwandfreie TN.-Brücke kann man bewundern, eine ganze „luftgeschützie Stabt“ ist zu sehen, ein „Kampfabschnitt im Osten" —, schier unübersehbar ist die Fülle des ausgestellten Materials, und mit welch unendlicher Mühe und Liebe ist alles ausge- arbeitet! Die „Marinebelange" sind neben vielen groben und kleinen Einzelschiffen durch zwei besondere Arbeiten vertreten, eine „Kriegsflotte mit über WO Einheiten" und „Kriegs- und Jndustrie-Hafen- anlagcn mit einer Flotte". Was für ein Fleth steckt in diesen kleinen, naturgetreuen Modellbauten, aber auch welche intensive Beschäftigung mit dem Stoff setzen sie voraus! Sauber gezeichnete Karten und Bilder der Ostfront schmücken die Wände, ein grobes Holzschnitt-Relief der „Gorch Fock" fällt dabei ins Auge» Aufsätze liegen auf den Tischen, Kriegstagebücher, Auszüge von Feldvostbriefen, anschauliche, bemalte Kartons in Albumform stelleil bar, wie die Jugend der Front hilft. In allen Teilen sachgemäß modellierte Lazarettstuben. bis ins einzelne lebendige Darstellungen aus der Arbeit und dem Einsatz der NSV. und des BDM., das Miniatur-Modell einer Schi-Sammelftelle, einer Bastellstunde beim BDM. oder bei den Verwundeten — um nur einen Bruchteil zu nennen aus der groben, schönen Fülle, mit der unsere Mädel den Zeitgeist eingefangen -, lassen auch hier Geschick. Liebe und Fleitz erkennen, aus denen die Werkarbeiten alle gestaltet wurden. Dabei stöbt man auf allerlei Begabung, die hier vielleicht erstmals in richtige Bahnen gelenkt. Grundlage späterer Berufsans-. iibung wird. Neben der Freude an derartigem Schaffon soll jedoch vor allem der Sinn für das Wesentliche geweckt und das Auge zum rechten Sehen geschult werden.
Bestimmend aber ist die H a I f u n g. mit der unsere Jugend der Gegenwart entgegen zu treten lernt, denn im „Kampf um Deutsch-
auf die Klingelzeichen ihres Fernsprechers und nimmt die Meldungen über Seinbeinflüge entgegen. Ist Hochbetriebsstunde. so übermittelt sie hunderte von Meldungen der Kommandostellen als Unterlage für bie Warnmabnahmen. damit diese rechtzeitig erfolgen Können. In der Kommandostelle zeichnet ihre Kameradin mit Hilfe von Metz- und Berechnungsgeräten die Flugwege der herannahenden Feindmaschinen. Wenn die Auswertung boffen: „Achtung Melbung: Fliegeralarm!" ergibt. dann werden über Klaovenschränke und Vermittlungsstellen die Industrie und bie Bevölkerung oeranlatzt, sich gegen den heran« nahenden Feind zu schützen und zu wappnen.
Auf solche oft sehr lebhaften Nachtdienste folgen auch ruhige Tagesdienststunden, in denen die Helferin unentgeltlich für ihren Kriegsberuf ausgebildet wird. Sport treibt und jene Kameradfchaf pflegt, bie sich bann in ben Stunben bet Geiahr zu bewähren hat. Wie in ber Wehrmacht, gibt es auch in bet LSW.-Kameradschaft keinen ^.n*e^'eä na<b Alter. Beruf und Stand. Die Studienassessorin und die Divlom-Hanbelslehrerin arbeiten mit ber Verkäuferin unb Kon- ;ctoenatbeiterin Hand in Hanb. Alle sink» sie in gleicher Weise Angestellte ber Luftwaffe. Sie werden nach bet allgemeinen Tarif-Ord- nung besoldet und in sozialer Hinsicht betreut. Eingesetzt werden sie je nach den Bedürfnissen des Krieges in dem weit ausgedehnten Raum der Verteidigung bei Lebensinteressen unseres Grotzbeutschen Reiches in Rorb, Süd, Ost und West, und so findet auch durch die LSW.-Helferinnen das Führerwort feine Erfüllung:
„So verwandelt sich bie Deutsche Wehrmacht immer mehr in
Tit neue Deutsche Wochenschau
rlrucn Lunchen Wochenschau sehen wir, wie dis weit auf mirti n<m „ europäische Küste gegen feindliche Angriffe gesichert ^ufen ans. Ihr Einsatz gilt der stänbigon und Verstärkung bes Sperrgürtels vor unseren Atlantik- ^.tutzpunkten. -lann begleiten wir Vorpostenboote auf einer "^“’fsjwütten: sie finb oft wochenlang ganz auf sich selbst ?I"tlche Bomber greifen an! Dicht liegen bie Einschläge ■er«» B?^wamn. Das Nachbarschiff hat Treffer erhalten. Unsere tle • °cn «keinb zurück. Jetzt gilt cs, den Kameraben zu helfen. .Nit vereinten Kräften wird der Brand gelöscht. Die Verwundeten werden übernommen, und das beschädigte Boot wird abgeschleppt. Vor der hollandiichen Küste kreuzen leichte Einheiten linieret Kriegsmarine auf U-Boot-Jagd. Der Standort der feindlichen Boote wird ausgemacht, bann betonieren bie Wasserbomben, ....
Von fast allen Abschnitten der Ostfront meldeten die Wehrmacht- berichte tn ber letzten Zeit nur örtliche Kampfhanblungen. Die neue —fl ®e Wochenschau berichtet von ber Abwehr eines sowjetischen «tobtruvvunteenehmens, bas vor unseren Linien zusammenbricht.
Hinter ber HKL. wirb bie Kampfkraft der Truppe durch ständige ll b u n gen ausrecht erhalten unb verstärkt; so zum Beispiel bei einem Ausklarungsverbastb ber Waffen-44. ber mit Spezial- pollsmagen ausgerüstet ist. Die kleinen Fahrzeuge sind sehr !d’ne(** unb wendig.. Eine steile Uferböschung! Schon stehen die Wagen im llsaiier. Mit aufschäumender Bugwelle diirchaueren sie den Fluß. Der ichwimmfähige Volkswagen kennt kaum ein Eelänbehindernis.
den Urroälbern Kareliens haben sich die Hundestaifeln als Helfer unserer Soldaten besonders bewährt. Auch ihr Einsah crfor- dort sorgfältige Ausbildung; eine interessante Bildfolge der neuen Teut|then Wochenschau berichtet darüber. Anschlietzend sehen wir, wie aus den unwegsamen Gebieten des hohen Nordens verwundete Svl- daien auf Hundeschlitten bis zur Schneegrenze gebracht werden. Dori werden sie auf sogenannte Mulischleifeu übernommen. Die sinnreiche Sonftrultion dieser Erdschlitten schützt die Verwundeten vor starken Erschütterungen, / Gebirgsschluchten und Flutzlänse werden durch Drahtseilbahnen überbrückt. Mit Kraftwagen geht es weiter zur Küste, Vorbildlich eingerichtete Lazarettschiffe bringen die verwundeten Kämpfer bann in bie Heimat. Vor biesen Bildern erleben wir oen (Eirrfat; unserer Stuka einmal von ganz neuer Seite: als „Eisbrecher" an der Lavvianb-Froiit. Das Tauwetter hat zu unerwartet starken Eisstauungen auf den Flüssen und Strömen geführt. Der gewaltige Druck des Eises droht die Brücken zu vernichten; die Zeit drangt, liniere Stuka müssen heran. Durch Bombenwurf werden bie gctBaltigcn Eisschollen gesprengt, unb bem Wasser wird ungehindert Uvlaus verschafft. Der einleitende Bericht ber neuen Deutschen Wochenichau führt uns in eine Flugzeugführerschule unserer Luftwaffe. — Aus dem Norden unb Süden, dem Osten und Westen Enrovas itrmen immer neue Scharen wehrfähiger Männer zu den Fahnen nuferer Wehrmacht. In der neuen Deutschen Wochenschau sehen wir Krollten, Esten und Spanier als Freiwillige im Kampf gegen den Bolschewismus für ein neues Europa!
... Ao tm Rahmen der „Hilf mit" - Aktion unter dem Motto „Kampf für Deutichlands Freiheit" im Laufe der letzten Jahre hergestellten edfulerarbeitcn von Volks-. Mittel- und Oberschulen und ber Haus wirtschaftlichen Berufsschule ber Stabt Wiesbaden, schlietzlich ber Vororte sind nun in einer wertvollen Ausstellung in der Turnhalle der Mittelschule am Riederberg zu« lammengefabt. Man empfängt dort einen aufschlubrcichen Querschnitt oom strebsamen Fleitz unserer Jugend, der begeistert und stolz der Gesinnung und Einstelluiig Ausdruck gibt, mit der unsere Jungen und Madel das grobe Erlebnis des Krieges, ben Geist ber «feit in ihrer eigenen Sprache zu gestalten veriuchen.
_ Aki! einer schonen Fcierstunbe. die Vertreter von Partei, Staat, Stabt und Wehrmacht mit ber Erzieherschaft Wiesbabests und weiteren geladenen Gästen einte, wurde die Schau am Freitagmittag eröffnet. Nachdem Lehrer Hubert Dierks mit markigen Gedanken aus bet Proklamation des Führers vom 30. Januar 1943 ben Auftakt gegeben, ergriff Oberschulrat Weber das Wort, um in eindring- lichen Sätzen ein Bilb von Deutschlands Tiianenkaisipf, aber auch von feinem unbeirrbaren Siegeswillen zu geben. Den Sinn dieser Ausstellung umris er mit der Notchendigkeit des Hineinwachseils und Äufgehens unserer Jugend, die einst Schützer ber Heimat fein wirb, in ben Geist unserer heroischen Zeit, um aus unb an ihr zu lernen, was es heißt, Deutscher zu sein! Als Vcrtrerer bes Befehlshabers im ' Wehrkreis XII sprach Ritterkreuzträger Oberst Runge, ber ben Dank ber Front an bie Heimat überbrachte. Nichts könne ben Kamvfesmut der deutschen Soldaten brausen erschüttern, nichts ihre immennäbtenbe Beteitschast zum Einsatz lähmen, beim ihnen im Herzen blüht das Bild der Heimat, mit der sie allezeit engverbunden und die in Treue- und Opferbereitschaft hinter ihnen stehe. Der Dank bet Front an die Heimat sei das Gelöbnis, für Deutschland zu fämofen bis zum Sieg. —
Der Blick fällt . aus eilte Holzschnitzarbeit des Wiesbadener Schülers Bruno Lutz, die dem 15jährigen im Satire 1937 in einem Wettbewerb „Volksgemeinschaft - Blutgcmeinsckaft" ben einzigen Reichspreis brachte. Für bie hier verkörperte 3bec — Wehrmacht. SA., M unb Arbeiter als tragenbe Säulen ber Volksgemeinschaft ist der junge Soldat Bruno Lutz 1942 den Heldentod gestorben.
Die weitgespannte Ausstellung umfaßt neben Werkarbeiten
* Beweise es!
Ein letzte- Wert $um kommenden Opfersonntag:
Reden allen anderen Betreuungsaufgaben widmet sich le« Dentiche Rote Kreuz auch der Versorgung und Betreuung der Stieg*« gefangenen. Immer nieder zehen Päckchen hinaus mit allerhand nützlichen Dingen und Buchern zur Unterhaltung und Weiterbildung. Unsere Soldaten fallen zu feder Stunde mit der Heimat verbunden sein. Auch wir wollen unr ar diesem Heimatgrutz beteiligen durch unsere Spende zum Arregohilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz und damit erneut beweisen, datz in Deutschlands Schicksalsstunden Heimat und Front eine verschworene Gemeinschaft bilden.
Oer Ladenschluß
Eine »usammenfassende Eesarntregelung
Die Wirtschaftsgrupve Einzelhandel gibt neue zusammenfassendc Richtlinien bekannt, die der Reichsarbeitsminister und der Reichs- wirtschaftsminister für die Regelung des Ladenschlusses nach der Stillegungsaktion erlasien haben. Es handelt sich bei ben Richtlinien. wie ausdrücklich betont wirb, nur um Ermächtigungen an bie höheren Verwaltungsbehörben. denen die Festsetzung der Geschäftszeiten grundsätzlich übertragen ist. Jeweils maß- g»enb sind also die von ben höheren Verwaltungsbehörden erlassenen Anordnungcki.
Für Lebensmittelhandel unb -Sa nbwerk ist Beginn der Verkaufszeit spätestens 8,30 Uhr mit der Möglichkeit, ihn rur Bäckereien, Milchgeschäfte usw. auf sechs Uhr vorzulegen. Ende ber Verkaufszeit 19 Uhr, in Ausnahmefällen Verlängerung bis zu 20 Ittr zulässig. Mittagsladenschlub kann bis zwei Stunden betragen. Rn Samstagen unb an Tagen vor Feiertagen ist er aufzuheben ober o«tlät5en. Er fällt außerdem an Orten mit überwiegend ländlicher Bevölkerung fort. Zulässig bleibt bie Schließung an einem halben Tag in ber Woche zur Erledigung innerbetrieblicher Arbeiten, zweckmäßig am Vormittag. Bisherige Sonbetregclungen für Fleischereien lind nach Möglichkeit der Regelung für bie Lebensmittelgeschäfte an-- zupassen. Für die sonstigen Geschäfte ist Beginn der Verkaufszeit spätestens 9 Uhr, wobei eine Verkürzung auf 18 Uhr an einzelnen Wochentagen zulässig ist. Die Sonderregelung für ländliche Gebiete bleibt unberührt. Schließung an einem halben Tag der Woche ist zulässig, ebenso Mittagsladenschluß bis zu zwei Stunden, mit ber Maßgabe, baß er um minbestens eine halbe Stunde gegenüber dem Lebe nsmittelhan del verschoben wird, Sonderregelungen sind nur noch gestattet für Wild- und Geflügel-Handlungen, Fischgeschäfte und reine Wein- und Spirituofcnhanblungcn. 5üt offene Verkaufsstellen mit angeschlossenem Handwerkbetrieb gilt bas gleiche wie für sonstige Geschäfte. Ihnen kann jeboch eine Schließung 6is z u fünf H a l b t a g e n ober zwei Werktagen zugestanden werden, wenn die Reparaturtätigkeit von überwiegender Bedeutung ist und sonst verzögert wurde. Friseurbetriebe sind auch über Mittag und bis 19 Uhr offeniuhalten. Zeitweilige Schließungen von Einzelhandels- unb Handwerksbetrieben sind nur in Ausnahme- und Einzelfällen zulässig, wenn unabwendbare Gründe, z. B. Erkrankung, eine Fortführung des Betriebes unmöglich machen, Schließungen von Lebensmittelgeschäften und von Geschäften mit mehr als fünf im Verkauf tätigen Eefolgschaftsmitgliedern sind nicht zulässig. Im übrigen dürfen Schließung nur bis z u 14 Tagen genehmigt werden, ein Zusammendrängen auf die Sommermonate ist zu vermeiden. Ganz allgemein ist bei der Prüfung ein strenger Maßstab anzulegen. Die stark umstrittenen Betriebsferien sind also in der bisherigen Form nicht mehr möglich.
Oie Obstregelnaq 1943 im Gau Hessen-Nassau
Der Eartenbauwirtschaftsverband Hessen-Nassau hat eine Anordnung veröffentlicht, die den Verkehr mit Obst in diesem Jahr regelt. Die Anordnung geht von dem Grundsatz aus. daß der Erzeuger das geerntete Obst, soweit et es nicht im eigenen Haushalt verbraucht, grundsätzlich restlos an bie ntit ber Erfassung beauftragten Stellen ober Personen abzu liefern hat. Rur wenn bie Orts- fammelfteUcn. ober in ben Gebieten, in benen keine Ortssammelstellen bestehen, bie zum Aufkauf beim Erzeuger zugelassenen Hänbler möglichst viel Obst erfassen, ist eine ausreichende Versorgung ber Bevölkerung mit Obst gewährleistet. Hinzu kommt, baß unserem Gebiet, bas ein starkes Obsterzeugungsgebiet ist. bestimmte Auflagen zur Versorgung der Wehrmacht sowie der luftgefähr- beten I n d u st r i e g e b i e t e mit Obst gemacht finb. bie unbebingt erfüllt werben müssen. Auch bie Marmelabeninbusttie benötigt nicht unerhebliche Mengen an Obst, um bie bem Verbraucher auf bie Marineladenkarte zuftehenbe Marrnelabenration zur Verfügung stellen zu können.
Kommt der Erzeuger seiner Ablieferungspflicht nach, so baß die allgemeine Bedarfsdeckung gesichert erscheint, so wird ihm die Bezirksabgabestelle jeweils bestimmte Mengen freigeben, über bie ber Erzeuger nach Belieben verfügen kann. Auf biefe Weise wird in len Fällen, in denen auf ötua bestehen!er nachbarschaftlicher ober sonstiger Beziehungen früher ein Erzeuger-Verbraucherverkehr beftanb, dieser Verkehr auch weiterhin in vernünftigem Umfang zugelassen. Klein- und Schrebergärtner, sowie Hausgartenbesitzer, bie Obst nicht erwerbsmäßig anbauen, können über ihre geernteten Mengen vollkommen frei verfügen.
Verbraucher, die vom Erzeuger Obst erwerben bas nicht zu ben ihnen freigegebenen Mengen gehört, machen sich, ebenso wie ber Erzeuger strafbar.
H2iasbabün-6iebricti
■ Das »W. I.“ gratuliert. Am 6. Juni begeht Frau Johannete Staadt, Frankfurter Straße 98. ihren 87. Geburtstag.
