Wiesbadener Tagblatt
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2Ir. 129
91. Jahrgang
Freitag, 4. fyjpi 1943
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Gegenbe,uches im Raum Der in Nord-Finnland kämpfenden Lentschen ?**”• $« "nuilche Generalstabschef stattete nach einer Zusammen tunst Mlt dem Oberbefehlshaber. Generaloberst Dietl. Petsamo einer W«.^n!rWas"" 'm 3‘id,CB b,r im SamBf -""-bten hm-
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es einige besondere Gruppen religiöser, nationaler oder rassischer Eigenart gibt, die nicht alles tun. was 'in ihrer Macht steht, um den « Krieg zu gewinnen antworteten 39 Prozent der Befragten mit 3a.
Von diesen 39 Prozent wieder bezeichneten 31 Prozent die 3uden als eine derartige Truppe. Angesichts solcher Abstimmungsergebnisse
Verdienste um den Aufbau der Befestigungswerke
Das Ritterkreuz des Kriegsoerdienstkreuzes mit Schwertern für General der Pioniere Jakob
Aus dem Führerhauptquartier, 4. Suni (Funkmeldung). Der Führer hat dem General der Pioniere, 3 a k 0 b , in Würdigung seiner besonderen Verdienste um den Ausbau der Besestigungswerke im großdeutschen Freiheitskamps das Ritterkreuz des Kriegs- oerdienstkreuzes mit Schwertern verliehen und an 'General Jakob folgendes Telegramm gesandt:
»In Würdigung Ihres besonders tatkräftigen Einsatzes beim Ausbau der Befestigungen im grogdeutschen Freiheitskampf verleihe ich Ihnen das Ritterkreuz des Kriegsverdicnstkreuzes mit Schwertern.
gez.: Adolf Hitler."
Italien hat ein heiliges Recht auf Kolonien in Afrika
SRiniftet Teruzzi und Marschall le B-n- bei Eröffnung der Zentralstelle für mittelmeerländische Studien
Der zweite Abschnitt der Bauernbefreiung im Osten
Deklaration über die Einführung de» bauet lichen Eigentums in den besetzten Gebieten
Auszeichnung für Ifamamoto feierlich überreicht
Tokio, 4. Juni. (Funkmeldung.) Der deutsche Botschafter in Tokio, Dr. S t a h m e r, begab sich am Freitag in Begleitung des Aarine- und des Luftwaffenattaches :ns japanische Marineministerium, wo er in feierlicher Weise Marineminister Adiniral M s h i m a d a das vom Führer an Großadmiral Pamamoto verliehene Ritterkreuz mit -Lichrnlanl»- da» Sckuier'eba
ebenso wie in England an die Raßegenoßen die liebevolle Aufforderung erging, etwas mehr Zurückhaltung zu üben, so kennt man nun auch die Entstehungsgeschichte solcher Mahnungen, die freilich bei dem ganzen Charakter des Judentums keinerlei Wirkung haben werden.
Run fühlt sich Roosevelt dem Judentum bekanntlich eng verbunden. Die „Time" macht bereits darauf aufmerksam, daß deshalb auch der »wachsende Antisemitismus Roosevelt für seine Wahl- 0 l ä n e unbeauem zu werdenz beginnt, muß doch im Herbst 1944 die Wahl des Präsidenten in den USA. erfolgen. Offenbar denkt nun Roosevelt daran, seine Am »'S zeit ohne Wahl verlängern zu lassen. Jedenfalls erklärte ein chilenischer Kommunist, der jetzt eine Informationsreise durch die USA. unternahm, daß man in Washington den Plan verfolge, unter Hinweis auf die Kriegslage die Präsidentenwahl für 1944 abzublasen. Diese Sesqrt ist nicht ganz neu. Der selbstherrliche Herr Roosevelt spielt zweifellos mit solchen Plänen, die durch das Anwachsen des Antisemitismus in den USA. noch gefördert werden. Roosevelt fürchtet die Quittung des amerikanischen Volkes für seine 3udenvolitik. die die USA. in den Krieg führte.
kann es nicht wundern, daß 3 3 Prozent der Befragten einen allgemeinen Feldzug gegen die Juden in den NSA. . für durchaus möglich erachten. Oliver ijt in dieser Hinsicht sogar noch bedenklicher. Er meint, daß der Antisemitismus in den USA. jetzt einen Punkt erreicht habe, der fast so kritisch, wenn nicht genau so kritisch sei, wie in Deutschland, bevor Deutschland zur Selbsthilfe gegen das Judentum griff.
Die Enthüllungen der Zeitung „P. M." machen es verständlich, daß die jüdischen Hintermänner dieser Abftimmrng auf die Veröffentlichung der Ergebnisse nicht den geringsten Wert legten. Wenn gerade in der letzten Zeit selbst oon jüdische- Serie in • den USA
England mutz bezahlen
,. Von Walter Atzmus
Sn England spürt man immer mehr, daß der „reizende Krieg" eine recht kostspielige Angelegenheit ist. Die großen Guthaben, die London in den Dominions besaß, verflüchtigen sich, da man Lebensrnittel und Kriegsmaterial aus den Dominions beziehen mußte, ohne als Eegenwerl Ausfuhrwaren dafür liefern zu können. So zahlten die Dominions schon verschiedene früher in London aufgenommene Anleihen zurück. Aus den Schuldnerländern werden jetzt sogar Eläubigerländer, was den Engländern einige Sorgen Bereitet. Die Zeitschrift „Empire Review" besaßt sich in einem längeren Artikel mit dieser für London so schmerzlichen Entwicklung und stellt dabei fest, datz bisher nur Kanada den Engländern größere Bargeldbeträge zur Verfügung stellte, mit denen einige Schulden in den USA. abgedeckt «erden konnten. Die anderen Empire-Länder hätten jedoch nur Nutzen aus dem Krieg gezogen, und vor allem Südafrika und Indien
Berlin, 3. Juni. Vom ersten Tage ihrer Aufbauarbeit in den besetzten Ostgebieten an hat die deutsche Reichsregierung es als ihre Aufgabe angesehen, das bolschewistische System zu liaui- d i e r e n und eine neue Ordnung einzuleiten. In konseauenter Fortführung dieser Politik hat der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete eine Deklaration über das bäuerliche Eigentumsrecht im Osten herausgegeben. Diese Deklaration stützt sich auf die von ihm bereits erlassene Agrarordnung vom 15. Februar 1942 und erweitert ihren Inhalt in grundlegender Weise für die Gebiete, kür . die die Agrarordnung erlaßen wurde' für die ukrainischen, weißruthenischen und russischen Eebiete. Zur Durchführung dieser Deklaration werden demnächst Ausführungsverordnungen erlaßen werden, die ihre schnelle Verwirklichung sicherstellen.
Im einzelnen enthält die Deklaration 'der Reichsministers für die besetzten Ostgebiete den Grundsatz, daß die deutsche Reichsregierung das Privateigentum fördert und stützt. Das Land, das im. Rahmen der neuen Agrarordnung den einheimischen Bauern ■ zur ständigen individuellen Nutzung zugewiesen worden war. wird mit dem heutigen Tage als privates Eigentum der Bauern anerkannt. Die Landzuweisung und.die Übertragung des Eigentums wird im Rahmen der im Gange befindlichen Landeinrichtung fortgesetzt. Das Recht auf Land haben alle, die das Land werktätig zu bearbeiten imstande find, auch wenn sie gegenwärtig nicht am Orte der Landzuweisung wohnen. •
Die Einführung des Eigentumsrechts am Boden ist nicht nur ein weiterer deutsch er Schritt auf dem Wege der endgültigen Beseitigung des bolschewistischen Systems im Osten, feiern zugleich auch eine Anerkennung für d i - Mitarbeit der Landbevölkerung der befreiten Ostgebiete an der Gestaltung der neuen Ordnung.
Boden besaß und für die jüdisch-bolschewistische Herrenschicht fronen mußte. Er wurde um den Preis der Revolution von 1917, die ihn mit dem Versprechen, den Großgrundbesitz aufzuteilen, geködert hatte, betrogen. Unter deutscher Verwaltung erst wird er nun Besitzer des Ackers, auf dem er feinen Schweiß vergießt. Damit werden die natürlichen, gottgewollten Beziehungen zwischen Boden und Baue! hergestellt und europäische Gesinnung und Gesittung nach dem Osten vorgetragen.
In der Mitteilung über diesen zweiten Abschnitt der Bauernbefreiung im Osten heißt es ausdrücklich, daß mit der Einführung des Eigentumsrechtes die Mitarbeit der Landbevölkerung anerkannt werden soll. Damit wird ein Punkt berührt, der für das bolschewistische System eine geradezu vernichtende Niederlage an; deutet. Obwohl die Landbevölkerung des Ostens nun seit Jahrzehnten der bolschewistischen Agitation ausgesetzt «ar. obwohl dadurch ihre Denkungsart tiefgreifend beeinflußt werden mußte, ist nirgends ein Festhalten en dem sowjetischen System zu bemerken. Es hat, weil es unnatürlich war, keine Wurzeln geschlagen. Ein Aufatmen geht durch die Dörfer und jetzt erst, wo diese geborenen Bauern eigenen Boden unter den Füßen fühlen, lösen sich die Fesieln, die ihre Schaffenskraft so lange brachgelegt hatten. Die Bauern sind dem Deutschen dankbar für die Befreiung aus der bolschewistischen Kolchosenwirtschaft, eine Dankbarkeit, die nicht nut in ihrem Fleiß zum Ausdruck kommt, sondern auch in der Tatsache, daß sich immer mehr Männer für die Bekämpfung der Bolschewisten zur Verfügung stellen, die sich in den landeseigenen Verbänden, vor allem bei der Bandenbekämvfung, bewährt haben. Gerade auch in den Tagen, in denen wir. wie in diesem Winker, einer kritischen, militärischen Lage gegenüberftanden.
Während die Anglo-Amerikaner das sittliche und soziale Gewißen der Welt mit Phrasen zu umgarnen suchen, handelt Deutschland. In ihrer Atlantik-Eharta versprachen sie den Völkern Freiheit und Aufstieg rum Wohlstand. Alle von ihnen besetzten Länder erleben die Priels dieser verlogenen Ideologien die in Hunger und Elend besteht. Beispiele dafür liefern Nordafrika. Ägypten, Irak, Iran und nicht zuletzt Indien. All diesen Ländern hatte man mit dem STrv schluß an das anglo-amerikanische Wirtschaftssystem eine Besserung ihrer Verhältnisse versprochen. Heute weiß man weder in Bagdad noch in Teheran, weder in Kalkutta noch in Kairo, wie man der zunehmenden Teuerung und der fortschreitenden Verelendung, gerade der atmeten Bevölkerung, entgegenwirken soll. Mit jedem Tag wird es deutlicher daß Aufstieg und Wohlstand mit dem Sieg der jungen Völker mit dem Sieg über das anglo-amerikanische und bolschewistische Ausbeutungssystem auf das Engste verbunden find.
Bergarbeiterstreik in kien ASA.
Stockholm, Juni. 3n den Vereinigten Staaten ist neuerdings wieder ein Bergarberterstreik ausgebrochen, der feine Ursache in der Haltung der jüdischen offer im jüdischen Sold stehenden Arbeitgeber hat. Der Leiter der Streikenden, John Lewis, beschuldig! in einer Erklärung das Kriegsarbeitsamt in Washington, ungesetzlich zu Sandeln wett es die Verhandlungen zwischen den Berg- arbertern und den jüdischen Bergwerksbesitzern für ungesetzlich erklärt S°be. Demgegenüber beschuidigte der Kongreß Lewis, er treibe durch seine Haltung Sabotage Der Streik hat ein derartiges Ausmaß an- R ° r> l e v e !l jetzt eingegriffen hat Er hatte nach Meldungen aus Washington mehrstündige -Besprechungen mit den Leitern des Kriegsarbeitsamtes. V s
liberal! find die USA. drauf und dran, das Lrbe der Seiten anzutreten. Auch aus den Ländern des Nahen Ostens kommen immer wieder Meldungen, daß die US.-Amerikaner dort jede sich nur bietende Gelegenheit benutzen, um ihren Einfluß zu verstärken. So wird neuerdings aus dem Libanongebiet gemeldet, datz sich die .USA. dort in ganz besonderem Maße der amerikanischen Staatsbürger libanesischer Abstamniüng bedienten und von ihnen alle möglichen Organisationen errichten ließen, die für die Zusammenarbeit mit den USA eintreten. Nicht viel anders liegen die Sing# in den anderen Ländern in denen früher die Briten uneingeschränkt herrschten und in denen Re heute ihren Einfluß immer mehr an die Amerikaner verlieren Auch hier zeigt sich, daß England bezahlen muß. Diese Tatsache wird auch durch alle schönen Leitartikel und alle* Appelle englischer Zeitungen an mitleidige Seelen in den Dominions oder in den verbündeten Ländern" sich nicht aus der Welk schaffen laßen.
4- ?ani. Die dem Ministerium für Jtalicnisch-Ostafrika angegliederte Zentralstelle für mittelmeerländischc Studien, zu deren Leiter-der Duce Marschall de Bono bestimmt hat, wurde am Mittwoch tn Anwesenheit zahlreicher Mitglieder der Regierung sowie von Vertretern der Partei, bet Wehrmacht und des italienischen Geisteslebens vom Minister für Jtalienifch-Ostafrika, General Teruzzi, feierlich ein- gewecht.
In einer Ansprache erklärte der Minister, daß Italien ihr seine stets zunehmende Bevölkerung unbedingt Land in Afrika braucht. Der Minister erinnerte an die weitblickonde und erfolgreiche Kolonial- volitik des ^aichismus. In Libyen [eien unter der Verwaltung Lufi- marfchalls Balbo weite, bisher unfruchtbare Wüstengebiete durch harte Arbeit in fruchtbares Land umgewandelt worden, die zahlreichen italienischen Siedlern Entwicklungsmöglichkeiten boten. Das gleiche geschah nach der Eroberung Ostafrikas. Der Strom italienis-ber Auswanderer-Bauern. Arbeiter. Ingenieure. Industtielle, Ärzte und io weiter — der sofort die Erschließung des Landes in Angriff nabm,_ beweist den Drang des italienischen Vo4kes nach kolonialer Betätigung. Ein solches Tätigkeitsfeld kann aber Italien nur in Afrika finden. . Italiens Schicksal entscheidet fich seil der Antike im Mittelmeer das auch in Zukunft den Schlüße! für Italiens Entwicklung und Aufstieg darstelll. Aufgabe der neuen Zentralstelle
Die verschwiegene Abstimmung
WaWende Anzufriedenheit der AS.-Amenkaner mit dem Fudenregimc Roosevelts
dächten gar nicht daran, das Mutterland finanziell zu unterstützen. Sie sähen zu, wie sich d i e T ' 'u
terlanb häuften, rührten aber nicht einen Finger, sondern seien vielmehr bereit, das Mutterland auch weiterhin „zu melken", um auf diese Weise ihre Nachkriegsvosttion zu festigen und England auf den Weltmärkten zuvorzukommen. Die englische Zeitschrift findet das alles begreiflicherweise sehr bedauerlich .und meint, England wurde sich früher oder später gezwungen sehen, an feine Empire-Lander und darüber hinaus an diel Verbündeten zu appellieren, um eine gleichmäßige Verteilung der Kriegsschulden zu erreichen. Mit anderen Worten heißt das, England wünscht, daß die anderen Länder den von den englischen Kriegstreibern vom Saune gebrochenen Krieg bezahlen.
Minister betonte, fein, das Mitlelmeerbewußifein Bei Italiener in icder Weise zu unterstützen.
Ä-E? der neuen Zentralstelle, Marschall de Bono, betonte Ttolien« FbteISC?t afJita ^e Ziele des im Kampf stehenden Sefreton Acin -At'-S Sat mehr als dieser den Charakter eines S riu h” ';’?-01'".' !? erklärte de Bono, „wollte und will hnfhJ0- . wt •*« auJ, ??tncn Lall durch fremdes Entgegenkommen ge- «Ä» >" Afrika, bleiben. Italien wird auf Grund feines heiligen »nor.V? ""fr. ttahigkett sich gegen jede Drohung und gegen leben SngttTf »u verteidigen, nach Afrika zurückkehren." Die Parole laute und nochmals kämpfen" auf daß das . „Mare Nostrum das „freie Meer der Italiener" werde.
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Kz. Mit der Bauernbefreiung in den besetzten Ostgebieten hat Deutschland seine Aufgabe als Kulturträger und Kulturbringer für diesen Raum, die es seit undenklichen Zeiten besaß, wieder aufgenommen. Der germanisch-deutsche Einfluß reicht in die letzten Jahrhunderte des ersten Jahrtausends nach der Zeitwende zurück, als nordische Eroberer unter der Führung Ruriks ein Riesenreich auf- richleten, das sich vom Baltischen bis, zum Schwarzen Meer hin ausdehnte. Selbst der Name, den dieser Raum annahm, Rußland, gebt auf diesen nordischen Führer zurück und bedeutet das Reich des Rurik. Später übernahmen der O r d e n s st a a t und die Hanse das Erbe ihrer germanischen Vorfahren. Tleutsche Bauern und Handwerker, Städtebauer und Künstler, haben das Gesicht dieser weiten Landschaften mitgeorägt. Diese Feststellung gilt sowohl für Riga, wie für Krakau und die repräsentativen Gebäude, der Städte des Ostlandes gaben durch Jahrhunderte Zeugnis von der Mission, die Deutschland hier zu erfüllen hat und es ist nicht zuviel gesagt, wenn man be- hauvtet, daß Eurova im Osten soweit reicht, wie die kulturschöoferische Kraft unseres Volkes ausstrahlie. Aber nicht nur das äußere Bild wurde von deutschen Menschen weitgehend bestimmt, nicht nur Bauernwirtschaft und Eewerbe- tätigteit durch deutsche Einwanderung befruchtet, sondern auch die geistige Formung dieses Gebietes tiefgreifend beeinflußt. Dies wird am besten ersichtlich, wenn man die Gültigkeit des „Magdeburger Stadtrechtes" und des „Burger Landrechts" verfolgt. Es strahlte nicht nur-bis Narwa, sondern auch jm Süden bis Poltawa und Charkow aus. Rund 800 Städte und Dörfer in der Ukraine lebten nach Magdeburger Recht, das in Rußland bis zum Jahre 1831 in Kraft war.
Der Einfluß der deutschen Kulturmißion auf den Osten der meist aus sich selbst heraus, ohne eine dahinterstehende volitische Macht wirkte, war zeitweise stärker, dann wieder schwächer fühlbar. Nachdem er nun Jahrzehnte hindurch eine rückläufige Entwicklung zeigte, tritt er mit der Besetzung dieser Gebiete wieder stärker in Erscheinung. Nutznießer ist diesmal vor allem der Bauernstand, der noch nie eine tatsächliche Freiheit besaß. Während des 3arcn= regimes,lebte er unter der Knute des Großgrundbesitzes. Die beichei- henen Eigentumsrechte, die er damals besaß, wurden durch den Bol- schewismus restlos zerstört. Der Bauer war nur noch ein Arbeiter in den großen „Ec treidefabrike n", der kernen Anteil am
es. Berlin, 4. Juni (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.,) Der starke Zustrom derr Juden zu den hohen Regierungsömtern in den USA., di« nicht abreibende Kette von Skandalen, in die Juden verwickelt find, kurzum, der Anüchauungs- unterricht. den das amerikanische Volk durch die Judcn-Politik Roosevelts erhält, alle diese Vorgänge, über die wir gestern an Hand der Darlegungen der amerikanischen Zejtschrift ■ „Itme“ berichteten, find doch nicht ohne Auswirkungen in den USA. geblieben. Schon mehrfach wurde auch aus den Vereinigten Staaten; genau wie aus England, über ein Anwachsen des Antisemitismus berichtet. Jüdische Kreise haben sich daraufhin veranlaßt gesehen, in einer der in den USA. so beliebten Probend stim- iituiigtn die Volksstimmung »u erforschdn. Das Ergebnis mär' für die jüdischen Veranstalter dieser Stichprobe so vernichtend, daß man aus jede Veröffentlichung verzichtete. In der amerikanischem Zeitung „P. M." enthüllt nun aber der amerikanische Rundfunksprecher Bryes Oliver einiges über das Ergebnis der Abstimmungen. Danach haben beispielsweise auf die Frage, glauben Sie. daß die Juden zuviel Macht in den USA. haben, 61 Prozent der Befragten mit Ja geantwortet. Das ist also eine sehr klare Beurteilung der Rooseveltfchen Iudenvolitik. Durch solche Zahlen aber wird es auch doppelt verständlich, daß Roosevelt sich jetzt bemüht, seine lieben jüdischen Freunde aus dem Rampenlicht der Regierungsstellen herauszubringen und ihnen Posten zuzuweisen, ' die nicht weniger einflußreich und nicht weniger wichtig sind, die aber nicht im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehcn. Sehr intereffant ist auch, daß man die jüdische $-rütfebetgetei, das ganze Bestreben der Indem nur am Kriege.zu verdienen, selbst aber keinerlei Opfer für diesen vom Weltjudentum angcgettelten Krieg zu bringen, in den USA. zu durchschauen beginnt. Auf die Frage nämlich, find Sie der Meinung, daß
Diese häusliche Auseinandersetzung 'im Empire ist recht intereffant. Sie zeigt erneut, daß London um feine Nachkriegs. Position besorgt ist. Es ist das ein Problem, das in englischen Blättern immer wieder angeschnitten wird, zumal man auch immer erneut fest- stellen muß. daß die lieben Verbündeten jenseits des Ozeans England aus der Schiffahrt zu verdrängen versuchen, klagt man doch in London darüber, daß die amerikanischen Wersten sich heute auf den Bau von Frachtfchiffen spezialisierten, während man den Engländern den schwierigen Bau von Kriegsschiffen überlaße, und sieht man doch auch weiterhin recht schwarz für die Entwicklung der Zivilluftfahrt, da die Amerikaner in weitaus größerem Umfange Transporttlugzeuge bauen als England. Bei alledem ist noch nicht einmal berücksichtigt, datz auch die USB. in London eines Tages die Rechnung präsentieren werden Was jetzt geliefert wird, das,wird ja den Engländern nicht gefchenki, sondern es wird sorgfältig auf die Konten notiert, die man im Rahmen des Pacht- und Leihgesctzes führt.
Mögen sich die Engländer auch noch so lehr /bemühen, den Amerikanern klar zumachen, was Großbritannien 'alles in diesem Krieg löstet und was es zum Unterhalt der US-amerikanischen Truppen tn ®ng= land und auch an anderen Orten der Weit'beisteuert, so benlt man doch in Washington gar nicht daran, nun etwa die eigenen Leistungen an England deswegen weniger genau zu buchen. Wohin die Reise geht, das kann den Engländern Heubestimmt nicht.mehr zweifelhaft sein. Wenn gerade jetzt der amerikanische Vizevräfideni Sumner Welles in seiner Rede, die er in einer Negerh-chschul« über Kriegssiele und Nachkriegsfragen hielt, erklärte, datz für alle Völker, die Freiheit und $el6ftregierung wünschen, ein Weg dazu gefunden werden müße, dann können die Engländer nicht im unklaren darüber fein, datz Sumner Welles feine begehrlichen Blicke auf das Empire und auf Indien richtet. Wie weit gerade in Indien die Dinge schon gediehen find, hat der Bericht eines türkischen Journalisten klargestellt. Dieser Journalist der an der Reise einer türkischen Abordnung dukch die indischen Länder teilnahm, berichtet, datz er überall in Indien fast nur noch amerikanische Maschinen, Autos und Waffen gesehen habe und daß eine für England beängstigende Zahl rein amerikanischer Fabriken in letzter Zeit in Indien aus dem Boden geschoßen sei. Das ' aber ist für Washington selbstverständlich nur ein Aniang, und auch die Tatsache, daß Herr Roosevelt seinen Vertreter Philipps erneut nach Indien entsandte, dürste wohl auch den Engländern klar machen daß diese „Durchdringung" Indiens durch di« USA. mit allen Mitteln fortgesetzt wird.
