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Nr. 127
Mittwoch, 2. Juni 1943
91. Jahrgang
läftina, wo die Bolschewisten weiter ihre Agilaitzon verstärkten, sich für die aus die Dardatnellen zielenden Wünsche der Sowjets einsetzt.
Im übrigen ist Herr^lavver nicht so selbstlos, dab er bei seiner Neuverteilung der Welt nur die Sowjets berücksichtigt. Er meint, dir USA könnten nicht zulassen, dah Dakar.zu einer Bedrohung der neuen Welt werden könnte. Mit anderen Worten heibt das, Roose- " oelt will nichts von dem afrikanischen Raub wieder berausgeben, sondern vielmehr die westafrikanifche Küste in das ..weltweite Retz" der amerikanischen Stützvunkte einbeziehen.
Wenn man bei allen diesen Plänen über die Wünsche der kleinen Völker hinweggeht und sie je nach Bedarf den Sowjets ausliefert, . oder in die eigene Machlsvbärc einbezieht, so stört das in Washington und London offenbar niemand. Es zeigt aber erneut, dah der A t - lanti k-E harta, in der man diesen kleinen-Völkern das Selbstbestimmungsrecht zuerkannte und selbst den Verzicht aus Gebietserweiterungen aussvrach, längst über Bord geworfen hat. Es sind das aber, wie gesagt, alles nur Pläne, denen eine praktische Bedeutung nicht zukommt, da ihre Urheber nie in der Lage sein werden, He zu verwirklichen Es sind Wunschträume, in die man flüchtet, um sich über die bedrohliche Wirklichkeit hinwegzutäuschen. <Eumnn wird unter der Führung der Achse alle diese Weltbeherrschuna ■ und alle solche Judengläne für eine Weltdiktatur vernichten.
„Reichsgrenadier-Division Hoch- und Deutschmeister"
Der Führer ehrt Wie« durch die feierliche Namensverleihung an die 44. Infanterie - Division
Oie kampfhähnc am Verhandlungstisch
Madrid, 1. Juni. Wie aus Algier gemeldet wird, hat General Catroux, der nach langen Bemühungen E i r a u d und de Gaulle endlich an einen Tisch gebracht hat, jetzt die größte Mühe, dieses Treffen vor einem vorzeitigen Äuscinanderbrechen zu bewahren. Eine nicht weniger als sechsstündige Unterredung der beiden gallischen Kampshähnr nahm einen so stürmischen Verlauf, dah es Eatroux nur. mit äuherster Anstrengung gelang, den Abbruch der Verhandlungen zu verhindern. Die Tatsache abex. dah später entgegen der Gewohnheit keine Verlautbarung über die Sitzung heraus- gegeben wurde, beweist zur Genüge, dah keine Einigung erzielt wurde, ja nicht einmal der Anschein einer Enigung der beiden Verräter- generale, an der sich sowohl Churchill wie Roosevelt offenbar io sehr interessieren. Die Werkzeuge Englands und der USA, die aber so gegensätzliche Interessen und persönliche Wünsche haben, wie'ihre Auftraggeber, dürften diesen noch manche Sorgen bereiten. Auch nvck ' so schön gestellte Photos a la Casablanca können darüber nicht hin- wegtäuschen.
Pläne, bei denen das Judentum wieder einmal Pate stand (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung) /
da« stolze japanische Kaiserreich demütigen zu können. Wir haben, wie Sie sich denken können, mit Begeisterung und Bewunderung erlebt mit welch furchtbarer Kraft und Entschlossenheit Japan den Übermut seiner Gegner gezüchtigt hat.
Motiqama: Herr Großadmiral, es hat uns in dieser ernsten Schicksalsstunde mit Genugtuung erfüllt, wie eindrucksvoll die mächtige Konstellation der im Dreierpakt zusammengeschlossenen Völker zur Wirkung kam, 'Wir haben wohl empfunden, mit welcher Schnelligkeit, mit welchem strategischem Geschick und welchem durchschlagenden Erfolg die deutsche Seekriegführung den neuen Feind vackte unb ihm vor seiner Tür mit der ganzen Wucht der Unterseeboots-Waffe furchtbare Wunden schlug,
Erohadmiral Dönitz: Sie haben recht! An dem Beispiel, der javanischen Flottenersolge im Pazifik und der deutsch-italienischen Unterseebootsersolge aus der anderen Seite des amerikanischen Kontinents, im Atlantik, erkennen wir das Wesen dieses ozeanischen Ent- scheibungskamvfes: Im Wechselspiel der Kräfte unserer vereinigten Seekriegsmittel werden die britisch-amerikanischen Kriegs- und Handelsflotten immer wieder lliberall gebunden, angegriffen und schliehlich erbarmungslos erschöpft.
M o r i y a m a : Die erstaunlichen Verkenknngerfolge von über 31 Millionen BRT. ftnd ein beredtes Zeugnis dieses Prozesses.
Großadmiral D ö n i tz : Bei diesem Bersenkungsetsolg, der einen Vorsprung vor den Abwehr- und Reubauanstrengungen des Gegners daftellt, der schlechterdings nicht eingeholt «erden tonn, ist Japan mit einem wesentlichen Beitrag beteiligt. Es ist für die Beurteilung der Wirksamkeit unseres gemeinsamen ozeanischen Krieges wichtig, dah wir uns stets sein Gesamtergebnis vor Augen halten. Schwankungen liegen im Wesen des Seekrieges. Entscheidend ist das Endergebnis.
M o r i t) n m a : Herr Grohadmiral. ich betrachte es als ein glückliches Vorzeichen, dab Sie mir diese Unterredung zum 31. Mai geben, an dem die deutsche Kriegsmarine die Erinnerung an die ruhmreiche Skagerrakschlacht begeht. Damals wurde iet britischen Flotte der Nimbus der Unbefiegheit entrissen, während heute.die feinblichen Handelsflotten mit einem Verlust von 31,5 Millionen BRT. eine Niederlage erlitten haben, von der sie sich, wie ich glaube, in diesem Kriege nicht mehr erholen werden.
Erohadmiral D ö n i tz : Ich bin überzeugt dab unsere Rationen im Geiste einer heroischen Scekiiegsührung unbesiegbar sind. Wenn sich auch die Formen des Seekrieges feit damals gewandelt haben und weiterhin wandeln werden, wenn die Methoden unserer Seekriegführung verschieden sind, so ist u n s e r Ziel doch unverrückbar das gleiche: Der Endsieg!
Wien, 1. Juni. 5n besonderer Würdigung des unvergänglichen Heldentums während der schweren Kämpfe im Osten, vor allem aber aus dem Trümmerfeld von Stalingrad, hat der Führer die 44. Jnsanterie-Division, in deren Reihen auch das Jnsanterie- Regiment 134, das Traditions-Regiment des K. u. K. Jnsanterie- Regiments Hoch- und Deutschmeister Rr. 4 kämpste und blutete, mit dem stolzen und verpWchtenden Rumen »Reichsgrenadier-Dioision Hoch- und Deutschmeiste?' ausgezeichnet. ■
Die Ehrung ist eine Mahnung an die Angehörigen der Division, • nach .dem Vorbild derer zu handeln, die bis zu ihrem Tode nichts anderes kannten als Pflichtersüllung. Es ist aber auch ein Auftrag und eine Verpflichtung für den Reichsgau und die alte Reichsstadt Wien, sich des Ovsergeistes ihrer Söhne würdig zu erweisen. Die Auszeichnung ist auch ein Symbol. Mit ihr würdigt der Führer die innere Haltung und den Frontgeist aller donau- und alpenländischen Truppen. Die Verleihung des Ehrennamens bedeutet daher nicht nur eine Auszeichnung Wiens, nicht nur die Erneuerung seiner ruhmreichen soldatischen Tradition, sondern ist gleichzeitig sichtbarer Ausdruck-der unzerstörbaren Schicksalsgemeinschaft aller Gaue des Reiches, ein Sinnbild völkischer Geschlossenheit, das die ganze deutsche Rgtion mit stolzer Genugtuung erfüllen darf.
Die Stätte des feierlichen Aktes der Namensverleihung war der grobe Konzerthaussaal über besten rot ausgeschlagener Stirnwand mahnend das Eiserne'' Kreuz hing. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Wehrmacht, Partei und Staat wohnten dem Festakt bei, an ihrer Spitze Reicksleiter Baldur v. S ch i r a ch, Kämpfer der Ostfront, Soldaten und Offiziere aller Formationen des Heeres und der Waffen- füllten mit den Hinterbliebenen und Angehörigen der Stalingrad. Kämpfer den groben Saal. Verwundete Soldaten und Ritterkreuzträger saben auf Ehrenplätzen.
Nachdem Eauleiter-Stelloertreter Scharizer die Kundgebung eröffnet hatte, gab Generalleutnant Göritz, der vorletzte Kommandeur des Inf -Regiments 134, einen Überblick über die stolze und ruhmreiche Geschichte der Deutschmeister in den 250 Jahren ihres Bestehens. Er erinnerte daran, dab sie unter Prinz Eugen d,e Feuertaufe empfingen gegen die Heere des Sonnenkönigs, in den Erbfolgekriegen, im Schlesischen und im Siebenjährigen Krieg antraten und ruhmvoll kämpften. Er sprach von den unvergänglichen Leistungen des Regiments'im ersten Weltkrieg, verwies aus.die enge Verbundenheit der Wiener Bevölkerung mit ihrem Hauvtregiment und ries die Erinnerung zurück an jenen Märzlag des Jahres 1938, an dem die Detttich- fneister unter dem Jubel der Wiener Bevölkerung am Führer oorbei- mnrschierten. Der Offizier schlob: Höchsten Sodatenruhm aber erwarben Oie Träger der stolzen Deutschmeisterüberlieserung im Kamvj gegen den Bolschewismus, wo die tapfere Bewährung des Regiments in Stalingrad ihre Krönung erhielt.
Ritterkreuzträger Oberleutnant H e g e r gab eine überfichl über die Einsatz: der 44. Jnf.-Division, Am 1. September überschritt sie im Feldzug gegen Polen die ©renje, marschierte 14 Tage später an der Sanbrücke am Führer vorbei, trat am 10. Juni 1940 den Vormarsch durch Luxemburg und Belgien nach Nordfrankreich an, erzielte am 5 Juni den Einbruch in die Weygand-Linie, woraus es zu den Durchbruchsschlachten an der Somme und Oise kam. Am 22. Juni 1941 brach die 44. Division in die bolschewistischen Westbefestigungen ein. Sie machte die schweren Kämpfe in der Winterschlacht des Jahres 1941 am oberen Donez südöstlich von Charkow mit. Später war sie an der Kesselschlacht von Kalatsch beteiligt und wurde im Dönbogen eingesetzt. Als Mitte November 1942 im Nachbarbereich der Gegner unsere Stellung durchbrach, wurden zu desten Abwehr auch Teile der 44. Division eingesetzr. Dem schweren Druck des Gegners aber muhte die Division Schritt für Schritt nachgeben, jeden Abschnitt verbisten verteidigend. Nordwestlich des Stalingrad-Kestels kämvste die 44. Division heroisch mit altgewohnter Bravour bis zur letzten Patrone,
Kommandorufe! Der Fahnen,ug vräfentierte — die Fahnen senkten sich Die Stimme des Sprechers: Wir gedenken der gefallenen Helden der Hoch- und Deutschmeister!>Seit seiner Gründung im Jahre 1695 hat das Regiment bis 1914 an 206 Schlachten und Gefechten teil-
genommen. Durch ein Vierteljahrtaujend deutscher Geschichte wehte die Fahne über den grohen Schlachtfeldern Europas. Der Sprecher itef einige Marksteine in Erinnerung: 1697 Zenta, 1809 Wagram. 1914 Narol. 1939 Lemberg, 1940 Somme, 1941 Oberer Donez. 1942 Kiew und Kalatsch, 1943 Stalingrad.
Die Feierstunde erreichte ihren Höhepunkt, als Reichsstauhalter
Berlin, 1. Juni. Der Oberbefehlshaber »et Kriegsmarine, Erohadmiral Döni tz, gewährte »em Leiter der Berliner Schristleitung »er japanischen Zeitung »Asahi Echimkmn", Herrn Yoshio Moriya,na, am 31. Mai eine Unterredung, in der er u. a. Fragen der deutschen Seekriegführung unter besonderer Würdigung desUntersfeeboots- k r i e g e s behandelte.
Herr Moriyarna erklärte, die Anteilnahm edes deutschen Bolles am Flottenta« der japanischen Marine, die hohe Auszeichnung des Führers für den gefallenen japanischen Flottenchef, Erohadmiral ‘.Öa m a m » t o, und die vom Erohadmiral Dönitz an die japanische Marine gerichtete Botschaft hätten das javanische Volk tief bewegt und in ihm den Wunsch verstärkt, auch an den groben Leistungen der deutschen Kriegsmarine in dem gemeinsamen Schicksalskamps teilzu- nehmen.
Erohadmiral Dönitz entgegnete, die deutsche Kriegsmarine stehe noch unter dem Eindruck des Heldentodes des groben japanischen Flottenchess. Die aus Anlab des Jahrestages von Tsushima heraus- gegebene Zusammenfassung der japanischen Marine-Erfolge sei em mächtiges und unvergängliches Denkmal des gefallenen Erob- admiralss Yaniamot». Der Erobadmiral fort fort: »Meine Erub- «orte zum Tsushima-Tage, entsprangen dem Bedürfnis, die Gefühle der deutschen Kriegsmarine auszudrücken. Die Antwort, des kaiserlich- japanischen Marineministers und des Chefs des javanischen Admiral- stabes hat mich freudig bewegt.
Sie wissen dab die deutsche Kriegsmarine in dem uns von Britannien aufgezwungencn Krieg in den ersten Anfängen des Neuauf- baus feiner Flotte eintreten muhte. Ungeachtet desien — die britische und französische Flotte waren allein in der Nordsee und Atlantik zohlenmähig um bas Zehnfache überlegen — hat sie vom ersten Tage bes Krieges an in kühnen unb blitzartigen Vorstöhen die Initiative ergriffen, den Engländer in seinem eigenen Kriegshasen Scava Flow überfallen die britischen/Küsten durch Minen verseucht, Unterseeboote, Schlachtschiffes Kreuzer und Hilfskreuzer in die Weite der ozeanischen Räume entsandt, durch die Besetzung der norwegisechn Häsen den britischen Plan vereitelt und wichtige Positionen in der nördlichen Flanke des Gegners erobert. Indessen hatten Heer und Lustwafse in einzigartigem Ansturm die feindlichen Armeen überrannt und in der Südflanke der britischen Insel die wertvollen Stiitz- «unkte der Atlantikküste genommen. Von hier aus konnte nun die dem Engländer gefährlichste Waffe des Seekrieges, die Unterseebootwaffe gegen die Lebensadern Britanniens mit gröberer Wirkung an- gefetzt werden. Die Erfolge sind Ihnen bekannt.
Im Verlauf dieses für Britannien immer bedrohlicher werdenden Ringens glaubten die dem Kriege nachlaufenden Vereinigten Staaten,
Meriko von Washington aus regiert
Bon unserem Berichterstat ber.
(S) Lissabon, Ende Mai 1943.
Nach einem Jahr Krieg sieht die Bilanz für M ex iko so aus: die wirtschaftlichen Grundlagen des Landes sind in die Hande des Kapitals von New Bork, also der Juden, übergegangen. Der mexikanische Staatspräsident Manuel Avila Camacho, der seit dem 1. Dezember 1940 amtiert, hat sich jetzt, im Mai, genötigt gejehen. einen Ausschuß für Notstandswirtschaft zu bilden, dessen Präsidium er sich selbst vorbehalten hat, und das folgende Problem lösen soll: Die Teuerungswelle, die infolge der Warenverknappung und der Schiebungen bei gleichbleibenden Löhnen und Gehältern eingetreten ist, die Transportkrise, die infolge ungenügender Leistungen der mexikanischen Bahnen entstanden ist, den ständigen Zufluh an nordamerikanischen Dollars, also des Fluchtkavitals der Yankees, die die mexikanische Wirtschaft einfach auskaufen, und schließlich die Verknappung der Ausfuhr aus beit USA, wodurch bie notwendige Erneuerung von Maschinen sowie Neuaufstellungen einfach unmöglich gemacht werden.
Schon die Tatsache der Errichtung dieses Ausschusses beweist am klarsten dah alle Erwartungen der mexikanischen Regierungskreise gänzlich sehlgeschlagen sind, und die Rede des mexikanischen Botschafters in Kuba. Romero Jose Ruben Ramera, der vor den Yankees warnte, weil „das riesige Nordamerika die übrigen kontinentalen Länder der westlichen Hemisphäre mehr und mehr überschattet", und offen heraus sagte, Jbero-Amerika wisse überhaupt ntcht, wofür es eigentlich kämpfe, es müsse befürchten, dah die Freiheit der ibero-amerikanischen Länder rationiert werde, man solle daher das Machtstreben gewisser Finanzgruvven innerhalb der ibero-amerikanischen Republiken nicht länger dulden, da sie ausschließlich für ausländische Interessen arbeiteten dieser Notschrei eines Mitgliedes der Camacho-Kamarilla ist bezeichnend, weil ihre Ursachen in der grandiosen Enttäuschung mit Washington liegen, bie für Mexiko einfach katastrophal sind.
In diefen Nöten fuhr der Präsident Camacho zu Roosevelt, um ihn um Hilfe anzugehen. Das Ende war ein Feuerwerk schöner Worte und — die Beibehaltung bet jetzigen Zustände. Denn ber Präsibent bei Mexiko-Bank gab ganz offen zu, es fehle Mexiko an Traktoren, an lanbwirtschastlichen Maschinen; so baß bie Produktion bei Landwirtschaft absinke; in der mexikanischen Industrie sei bie Lage noch verworrener, ba bie USA nichts lieferten unb trotz dxs wirtschaftlichen Abkommens vom Januar 1943 sich weigerten, bie entsprechenden Ausfuhrgenehmigungen nach Mexiko zu erteilen. Dagegen feien Erhöhungen der Löbne unb Gehälter, bie infolge bet Teuerung notwendig feien, einfach unmöglich, weil die Nordamerikaner bie mexikanische Produktion zu festgesetzten Preisen abnehmen, die oerhältnismätzig niedrig gehalten feien.
Dagegen haben die Nordanterikaner schon im Februar erklärt, sie würden das ganze mexikanische Bahn netz übern eh 1« e n, um die Ausfuhr nach den USA sicherzustellen. Eine notdamerikanische Abordnung von Wirtschaftlern und Militärs weilt gegenwärtig in Mexiko, um einmal die reichen Bergwerksvorkommen völlig unter die Herrschaft des Dollars zu bringen und sodann militärisch gesehen, Mexiko, als rückwärtiges Aufmarschgebiet zur Verteidigung der Panama-Kanal-Zone, unter die Kontrolle Washingtons stellen zu können, übrigens hatten schon zur Zeit der Regierung des Präsidenten Diaz, also vor-1914, nordamerikanische Unternehmer und Gesellschaften fast bie Hälfte des mexikanischen Nationalvermögens in ihre Eewalt gebracht. Die Yankees hatten mehr als das Dreifache bet englischen Kapitalien in -Mexiko in ihrem Besitz, und der Erlös floß nach Washington und London. Seitdem sind die Angriffskräfte des Yaitkee- tapitals natürlich noch gewachsen. Sie wenden sich direkt gegen die mexikanischen Interessen, und alle Versuche mexikanischer Präsidenten, die Eklavenketten zu lockern, wurden von Washington und London mit dem Kauf feiler Mexikaner, die sich in Revolutiösichen gegen die mexikanische Regierung einlassen wollten, beantwortet. Die Frage der Verstaatlichung der mexikanischen Erdölfelder unter PrWdent Calles wurde als Kraftprobe bes Dollarkapitals gegen die Mexikaner betrachtet. Es hat gesiegt, fast 95 Prozent der mexikanischen Erdölindustrie sind in fremden Händen, und Präsident Camacho machte die Verstaatlichung rückgängig. Er erwies sich als getreuer Knecht Roose-- velts gegen bie einfachsten mexikanischen Interessen. Die Wallstreet- Juben in ben USA hasten burch ihn bie Naturschätze und die Arbeitsergebnisse der Mexikaner in ihre Hand gebracht, ohne selbst ernste Arbeit leisten zu müssen, während das mexikanische Volk heute unter den von Yankeesvekulanten festgesetzten Löhnen verhungert.
Eigentlich müßte Mexiko blühen, denn ‘ die mexikanischen Statistiken geben an, daß stets die mexikanische Ausfuhr größer war als die Einfuhr, und gerade während des jetzigen Krieges hat der Ausfuhrüberschuß alles Maß übertroffen, nachdem sogar anfangs der 20ct Jahre dieser Uberschuß sich auf mehr als 216 Millionen Pesos belaufen hatte. Aber wo find diese gewaltigen Summen geblieben? Das Volk
Entscheidend ist das Endergebnis
Großadmiral Dönitz über die Wirksamkeit des ozeanischen Krieges der Dreierpaktmächte
as. Berlin, 2. Juni. Im Lager unserer Gegner beschäftigt man sich immer wieder eingehend mit Na chkriegsv l än en. Praktische Bedeutung kommt diesen Plänen freilich nicht zu, da sie bas dewlsche Schwert ausnahmslos zum Scheitern bringen wird. Sie sind also nur insoweit bemerkenswert, als sie .einen Einblick in die Geistesverfassung unserer Gegner ermöglichen.' Wenn dabei in diesen Plänen internationale Organisationen eine große Rolle spielen und wenn die Idee einer internationalen Regierung, bie als oberste Polizeimacht über allem schweben soll, so oft wieder- kehrt, so ist unschwer zu erkennen, baß Lei biesen Plänen bas I u - denk tret Pate gestanden hat, bas auf diese Weise seine Weltbeherrschungsideen verbreiten möchte. In England bringt man allen Plänen, irgendwelche internationalen Organisationen zu schassen, ein ganz besonderes Interesse entgegen, hofft man doch durch solche Organisationen die US-Amerikaner aufhalten und ihre weitreichenden Beerbungsvläne für das Empire durchkreuzen zu können. Nach wie vor machen ja diese Bestrebungen der USA, die, worauf wir gestern hinwiesen, gerade in Indien so deutlich zutage traten, den Engländern ebenso große Sorgen, wie bas Bestreben ber USA, auch eine Vorrang st eil'ins im künftigen Lust- und Seeverkehr zu schaffen. So sind gerade jetzt die britischen Sorgen um die zivile Luftfahrt nach dem Kriege, die die Amerikaner bekanntlich als ihr Vorrecht betrachten, abermals Gegenstand einer mehrtägigen Debatte im Unterhaus. Im übrigen machen nicht nur die USA mit ihren mannigfachen Wirtschafisvlänen London Sorgen, sondern auch die eigenen Emvire-Länder, die, wie die englische Zeitschrift „Emvire-Revue" erklärt, England mit seinen Kriegsschulden allein ließen und sich anschicken, die Briten auf dem Weltmarkt der Nachkriegszeit zu üsterrunsten.
Gleichzeitig sind aber London und Washington bereit-, den Sowjets künftighin eine bessere Rolle zuzuerkennen und die bolschewistischen Wünsche weitgestend zu. erfüllen. So erklärte man in England,' dab man dem sowjetischen Sichersteitsbe- dürfnis entsvrechen müsse, wobei es auf einige Kilometer nicht ankomme. Das Gleiche meint auch der amerikanische .Journalist C I a v v e r, der nebenbei bemerkt reckt gute Beziehungen zum Weißen Haus unterhält und ber in ber Zeitschrift „Look" sich für eine Auslieferung ber baltischen Staaten an bic Sowjets einietzt Auch wenn hier nut von ben baltischen Staaten gejvrochen wirb, io denkt man doch tatsächlich an bie Auslieferung bes Ostens unb Südasiens Europas an bie Sowjets. In biesem Zusammenhang ist es auch recht interessant, daß die Judenvresse in Pa<
in Wien, Reichsleiter Baldur $. S ch i r a ch, folgende Verfügung bes Führers verlas: * . „ _,,,
„Ich verleihe in Würdigung des heldenhaften Einsatzes der Offi- giere, Unteroffiziere und Mannschaften im grobdeutjchen «reihetts- kamvfe der 44. Jnf.-Division den Namen »R e i ch s g r e n a d i e r - division Hoch- und Deutschmeister". Ich verbinde damit die Gewißheit, dab die Angehörigen der wieder aufgeftellten Division ihrer bei Stalingrad gebliebenen Kameraden würdig bleiben werden, um nun erst recht initzuhelsen, den Kamps um Grobdeutschlands Freiheit unb Zukunst zum siegreichen Ende zu führen.
Adolf Hitler."
Der Reichsleiter fuhr fort: mit bent Schicksalskamvf von Stalingrad kam in die Stadt Wien Leid und Trauer. Es flammte auch der Stolz darüber emvor, dab die Söhne, die einst ausgezogen waren aus Wien, ihrer Heimat treu geblieben waren. Nun hat der Führer in diesen Gefallenen die Stadt Wien geehrt und ihren Menschen zur alle Zukunft eine hohe Verpflichtung auferlegt. Unser Dank an den Führer sei bas Gelöbnis, dab der Reichsgau Wien ebenso treu unb tapfer in ber Zukunft seine Pflicht erfüllen wirb, wie bie ©renabiere bet .neuen Reichsgrenabier-Division Hoch- unb Deutschmeister. .
Der Grub an ben Führer unb die Lieder der Nation beschlossen die Feierstunde, vor deren Beginn der Reichsftatthalter in Wien und der Wehrkreisbefehlshaber Kränze am Denkmal bet Deutschmeister niedetle'gen lieben.
