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Ur. 125

Montag, 31. Mai 1943

91. Jahrgang

Unvergessene Blutschuld

Zinn macht Politik

Von Wilhelm Ackermann

Am Tag der Abrechnung wird der Luftterror, Posten für Posten, beglichen werden

der

fast

der

Lächelnd gingen sie in den Tod

Auch beweisen, von etwa

In Ai a i n z wurden das berühmte Germanische Museum, das Kurfürstliche Schloß, einer der hervoriagendsten Renaissance- Bauten auf deutschem Boden, das berühmte Schloß Johannis­berg bei Eltville am Rhein, die St. Stephans-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, eine der schönsten Beispiele gotischer Kunst, '*"" Mainzer Som, die älteste romanische Basilika Deutschlands,

völlig zerstört.

In Essen wurde die tausendjährige Münster-Kirche, eines ältesten christlichen Baudenkmäler Deutschlands, die zugleich eine der reichsten Kirchenschatzkammcrn war, ferner die Eertrudis-Kirche, das Rathaus, die MOfährige Markt-Kirche und die 800jährige Johannis-

Kirche total vernichtet.

In Düsseldorf wurden die Kunstakademie, die Städtische Kunsthallc, das Stadtschloß und das Opernhaus schwer beschädigt.

In Dortmund siel das alte Rathaus, das auf das Jahr 1237 zurückgeht den Tcrrorangriffen »um Opfer. Außerdem wurden in Dortmund vernichtet die Rainoldi-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die Petri-Kirche aus dem 15. Jahrhundert und die Probstei-Kirche aus dem 17 Jahrhundert. Ferner wurden die Städtische Landes- bibliothck, das Saus der bildenden Kunst und die Theater schwer be­schädigt.

In der alten westfälischen Stadt S o e st wurden zahlreiche mittel­alterliche Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert zerstört.

In Mannheim wurde das Rational-Theater zerstört.

In Karlsruhe wurden das Markgräflichc Palais und die Landesbibliothek vernichtet.

In M ü n ch e n wurden u. a. die Hof- und Staatsbibliothek, Schloß Nymphenburg mit seiner Porzellanmanufaktur, die alte Pina­kothek. die Universität und die Akademie der bildenden Künst,'. iowie die Residenz und die Sakristei der Frauen-Kirchc schwer beschädigt.

In Nürnberg wurden die Maut-Halle, die ein großartiges Zeugnis gotischer Profanbauweise war, total zerstört, während das Germanische Museum, das aus dem Iahre 1380 stammt, die Kaiser- burg, eine Gründung Friedrichs Barbarossas mit der Kaiserstallung, das Albrecht-Dürer-Haus, die aus dem Jahre 1209 stammende Jakobi-Kirche, das Pilatus-Haus und ein Teil der Stadtmauer mit dem Tiergärtner-Tor schwer beschädigt wurden.

In Kassel wurde das Rote Palais, die Landesbibliothek mit zirka 300 000 Bänden sowie der Martin-Dom, die älteste frühgotische Kirche Deutschlands, vernichtet.

In Bremen wurden die weltberühmten altbremiichcn Patrizier­häuser (um 1600) total zerstört, die bekannte, 1400 zunächst als Kirche erbaute Iakobi-Halle wurde schwer beschädigt. In der Kunsthalle, die zum größten Teil zerstört wurde, wurde u. a. auch das Gemälde „Washingtons Übergang über den Delaware" (1800) vernichtet.

In Lübeck wurde der berühmte, von Heinrich dem Löwen ge­gründete Dom mit allen seinen Kunstschätzen total zerstört, darunter der Hochaltar von 1696, die Rochus-Tafel von 1515, das Jüngste Ge­richt von Bruchard Wulff (1673). die grobe Orgel (1699), das Leviten­gestühl. der Krämer-Chor Ebenfalls völlig zerstört wurden die Petri-Kirche (1260) mit der Orgelbekleidung und der Kanzel von Hinrich Mathis, die Marien-Kirche (1251) mit dem Hochaltar von 1425, dem Grevcraden Altar von 1494. dem Schinkel-Altar von 1501. dem Marien Altar von 1520. dem Triptychon von 1518, dem Bergen- fahrcr-Altar von 1524 dem Lettner und der Kanzel von 1691, der großen Orgel, der Bachorgel, der Astronomischen Uhr von 1561, dem Schonenfohrer-Gestühl von 1506. dem Rerg-*nfahrer-Ge>t>jhl von 1518. dem Rawgorodsahrer Gestühl von 15*’o dem ~ •»r-'-O'ifi' non 1575. dem

Eens, 30. Mai. Die ganze Hoffnungslosigkeit der Lage Tschungking- Chinas spricht aus einem Bericht des Tschungking-Korrespondenten des „Daily Herold'* vom 27. Mai. Die zermürbenden Lasten von sechs Kriegsiahren, so heißt es hier u. a., drücken dem gesamten Leben Tschunking-Ehinas ihren unauslöschlichen Stempel auf. Unter |bcm systematischen militärischen und wirtschaftlichen Druck scheint das Lebensblut völlig ausgctrocknet zu sein. Der Wider­stand läßt langsam, aber sicher nach. Der Neuling, der mit chinesischen Verhältnissen nicht vertraut ist, wundert sich darüber, wie man unter derartigen Verhältnissen überhaupt noch existieren kann. Aber der selbst anspruchsloseste und zäheste Chinese beginnt jetzt zu murren. Krieg, Re- ouirierungen und ständige Störungen des Transportverkehrs haben die Gefahr einer Hungersnot nicht nur in einer einzelnen, sondern in vielen Provinzen heraufbeschworen. Aus diesem Grund ist auch eine Offensive der Verbündeten Tschunkings im* Pazifik so dringend geboten.

Es ließen sich noch viele Dinge sagen, meinte der Korrespondent, doch könne man sie nicht schreiben, um dem Feind keine wertvollen Informationen zuzuspielen. Jeder Bericht über die wirtschaftliche Lage müsse aus dem gleichen Grunde mit äußerster Vorsicht abgefaßt werden Doch fei es selbst im Ausland kein Geheimnis, daß eine der schwersten Hungersnöte in den Pro vinzen Honan und Schaniung herrsche und die Versorguna?<age in den Provinzen Kwantung und Kwangsi ebenfalls

Die Lage Tschungking-Chinas absolut hoffnungslos

Hungersnot, Massenelend, finanzielle Schwierigkeiten

weitere Berichte über die Endkämpfe auf der Insel Attu mit welcher Todesverachtung die kleine verbliebene Schar — ----- hundert Mann bis zum Tode getreu ihrem Fahneneid aus-

hielt. Bevor sie zum letzten Angriff übergingen verneigten sich Offi­ziere und Mannichaiten in Richtung des Kaiserpalastes in Tokio und brachten ein dreifaches Banzai auf den Tenno, ibren obersten Kriegs­herrn, aus. Dann stürzten sie sich in die Reihen des Feindes, um hier kämpfend den Tod zu finden. Der letzte Funkspruch von Oberst Pamazaki lautetet „Wir fürchten nichts so sehr wie Unehre und sind entschlossen, dem Tod lächelnd ins Auge zu sehen." Rach diesem Funksvruch war keine Verbindung mehr mit Attu zu erhalten.

Budapest, 30. Mai. Der ungarische Ministerpräsident v. Kallay hielt am Samstag in Budapest vor etwa 2000 Politischen Leitern der Regierungspartei eine Rede, in der er einleitend auf den verlust­reichen Kampf der ungarischen zweiten Armee iimvergangenen Winter im Osten zu sprechen kam und die Erklärung abgab, daß er die Schaffung eines neuen Heeres als seine Aufgabe und heilige Pflicht ailsehe. Vom Gesichtspunkt der ungarischen Außenpolitik be­zeichnete der Ministerpräsident die Sicherung der staatlichen und nationalen Existenz Ungarns als höchstes Ziel, dem Ungarn als zu­verlässiger Freund und wertvollen Verbündeten in treuer Erfüllung der übernommenen Pflichten diene. Als weiteren Charakterzug der ungarischen Außenpolitik bezeichnete der Minister­präsident die ungarische Solidarität, der Ungarn als europäisches Volk und treuer Bürger des Kontinents mit vollem Bewußtsein und in der Absicht diene, innerhalb seiner Grenzen in Frieden leben zu können als selbständige und unabhängige europäische Nation.

In diesem Zusammenhang widersprach Kallay der auf der Feind­seite immer wieder zum Ausdruck gebrachten Auffassung, daß die kleinen Nationen eigentlich nur das Recht hätten, im Schatten der großen Rationen zu leben, und immer den Wünschen des Stärkeren und Mächtigeren nachgeben müßten. Demgegenüber vertrete Ungarn die in den letzten Erklärungen der Achsenstaatsmänner so überzeugend zum Ansdruch gebrachten- Prinzipien: das R e ch t der kleinen Nationen zu einem selb ständigen Leben. Es sei daher kein Zufall, daß sich Ungarn, wie alle Donauländer, im Lager der Dreierpaktmächte befunden habe. Ungarns nationale Eigenart und sein staatliches Leben seien von den gleichen Gefahren bedroht. Die

ungarischen Emigranten hätten nicht das Recht, im Ausland im Namen des' Ungartums zu spkechen, denn es seien abgewirtschaftete Kreaturen, an die das Volk mit Verachtung denke, und einige inter­nationale Juden.

Mit unveränderter Treue harre Ungarn an der Seite Italiens und Mussolinis aus, der in der Zeit nach Trianon sich zuerst auf die ungarische Seite gestellt habe. In Erkenntnis des Rechts und in Verteidigung unseres Volkes stellten wir uns. so erklärte der Ministerpräsident wörtlich, neben das Deutsche Reich und Hitler, der die Fessel von Trianon zersprengte und so die Erreichung unserer historischen Rechte ermöglichte und der allein Europa vor dem Bolsche­wismus retten kann.

Der Tapfersten der japanischen Geschichte würdig

Heldenkamps und Ende der Besatzung aus Attu

Was die Gangster wichtige militärische Ziele nennen

nicht in einem Meer erfolgen müsse, in dem die Italiener zu Hause sind und daß weiterhin die Abwehrmaßnahmen von Tag zu Tag ver­vollständigt würden. Auf alle Fälle würde ein solches Unternehmen für den Feind viel Unbekanntes in sich bergen, während auf italie­nischer Seite im Bewußtsein der Größe des Einsatzes der äußer st e Widerstand geleistet werden würde.

Sollte aber der Gegner glauben, so schreibt Paoolini weiter, mit seinen Luftangriffen eine psychische Wirkung auslösen zu können, so irre er sich. Das wird van der italienischen Presse überhaupt immer wieder den Anglo-Amerikanern zu Kemüte geführt. Man stellt auch in Italien mit Erbitterung fest, daß die anglo-amerikanischen Luftangriffe sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung richten, unter­streicht aber immer erneut, daß gerade diese Terrorangriffe nur die Entschlossenheit Italiens stärken. So berichten auch italienische Blät­ter, daß auch bei den Neuesten Angriffen auf Livorno und Soggia die Anglo-Amerikaner sich keine militärischen Ziele aussuchten, son­dern daß sich die Angriffe fast ausschließlich gegen die Zivilbevölke­rung richteten. Von diesen amerikanischen „Lnsthelden**, die Waisen­häuser und Säuglingsheime vernichten, sagt ein italienisches Blatt mit Recht, sie seien nicht Kameraden des amerikanischen Fliegers Ltndbergh. sondern Kameraden der Gangster, die Lindbetghs Kind raubten. Es sind die gleichen Methoden. die die englischen Mord­brenner gegen Italien anwenden, die gleichen Methoden, die in der deutschen Zusammenstellung über die Bombardements aus deutsche 51atIvtnI,®uier' ^*r|i)cn und Kulturstätten gekennzeichnet werden. Das Schuldkonto der Mordbrenner ist durch die deutsche Veröffentlichung aller Welt noch einmal offen kundgemacht. Am Tag der A b - ch u u " g werden diese Schandtaten nicht vergessen'werden. Da- ruber durften sich diejenigen, die diese Verbrechen ausfllhren und die indischen Hintermänner, die zu solchen Verbrechen anstiften und auf­rufen, nicht im Unklaren sein.

Eine der schwerstwiegenden Einbußen in der Versorgung mit kriegswichtigen Rohstoffen, die den Demokratien im bisherigen Kriegs­verlauf wiederfuhren. war der Verlust der ungemein reichen Zin - vorkommen tn Britisch-Malaya und auf den niederländisch-in­dischen Inseln. Durch deren Hinüberwechseln in japanischen Besitz traten für die angelsächsischen Mächte plötzlich wieder die bolviani- schen Zinnerze in den Vordergrund, die von England lange Zeit hin­durch als eine unerwünschte Konkurrenz zu seinem malayischen Zknnbesitz empfunden worden waren. In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg hatte es auf der Londoner Zinnkonferenz, auf der die Produktionsauoten für die ganze Welt festgelegt wurden, den bolivianischen Zinnbergbau an die Wand gedrückt, soweit, daß er teilweise in Verfall und Boli­vien selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet. Nun war mit einem Schlage durch den unerwarteten Ablauf des Ostafienkrieges diese Lage völlig umgekehrt, und das einst so lästige Bolivienzinn fast die einzige Zuflucht der amerikanischen und britischen Kriegs­industrie. Aus Betreiben der USA. ging Bolivien schleunigst an den Wiederaufbau und die Steigerung seiner Zinnerzförderung: und als eine umfangreiche Streikbewegung der indianischen Arbeiter in den Gruben die Produktion zu hemmen drohte, mußte die Regierung auf energische Forderungen aus Washington hin mit militärischen Ee- waltmaßnahmen die Fortsetzung der Arbeit erzwingen. Sie tat das freilich auch in ihrem eigenen Interesse, denn die üherraschertde Monopolstellung, die das bolivianische Zinn fast über Nacht gewannen hatte, bedeutete nicht nur eine erhebliche wirtschaftliche, sondern auch eine politische Gewinnchance für das Land. Aus der günstigen Position heraus, die sich so ergab, besann man sich in der Landeshauptstadt La Pa» auf alte Forderungen eines Ausgangs zu den Weltmeeren der Bolivien und außer ihm nut noch Paraguay als einzigen Ländern des ganzen amerikanischen Kontinents fehlt, und in öffentlichen Reden haben sich vor einiger Zeit bereits der Staats­präsident Penaranda und der Außenminister für eine Lösung ausge­sprochen. die Bolivien einen Zugang zum Pazifischen Ozean gäbe.

Man wendet sich mit diesem Anspruch jetzt nach Osten, nachdem der Versuch, übet die Flußläufe des Ptlcomayo und des Parana wenigstens einen indirekten Zugang zum Atlantik zu gewinnen, wäb- rend des Chacokrieges gegen Paraguay gescheitert ist. SeiHtem ist in Bolivien die historische Erinnerung daran verstärkt lebendig, daß das Land bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts eine erhebliche Küsten- strecke am Stillen Ozean besaß, bis herunter nach dem guten und be­deutenden Hafen Antofagasta. Zum Binnenstaat wurde es erst durch den unglücklichen Verlauf des sog. Salpeterkrieges in den Jahren 1879/84. Es war die Folge eines Konfliktes zwischen dem benach­barten Chile und Bolivien über die Ausbeutung der Euanolager an der vazifrschen Küste: obwohl sich der nördliche Nachbar Peru an die Seite Boliviens stellte, wurden beide mit ihren Streitkräften von den chilenischen bei Tacna vernichtend geschlagen, im Hafen Arica bis zur Kapitulation belagert, und im weiteren Verlauf wurde auch die peruanische Hauptstadt Lima genommen. Daraufhin trat Peru im Frieden von Ancan den Hafen Arica an Chile ab. während Bo­livien, mit dem zunächst nut ein Waffenstillstand zustande kam. auf seineganze Pazifikküste mit den Häfen Jauian». -Tocopilla und Anto- fagasta verzichten mußte, ein Verlust, der durch den erst 1904 abge­schlossenen Frieden bestätigt wurde. Aber das Land hat sich mit diesem Verlust nie abgefunden, wenn es heute auch nicht mehr um den Guano geht, der durch die Konkurrenz des künstlichen Stickstoffs stark an Bedeutung cingebiibt hat. Schon gleich nach der Gründung des Völkerbundes erhob es 1920 in Gens wieder seine Forderung nach einem Zugang zum Meer und es wiederholte sie auf der pan- amerikanifchen Konferenz in Buenos Aires, beide Male, ohne damit ein Echo zu erzielen.

Diesmal, auf dem Hintergründe seines Zinnmonopols und tm Rahmen der allgemeinen Kriegslage, erscheinen ihm die Aussichten aber günstiger, und in Washington hat man sofort die willkommene Möglichkeit erkannt, sich wieder einmal mit Hilfe dieser Frage als

weltberühmten Totentanz und der Gregormesse von Bernt Notkc. — Außerdem wurden zahlreiche alte Bürgerhöufer, zum Teil aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit unersetzlichen Kulturwerten vernichtet.

In R o st o ck wurden alle berühmten Backsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert, darunter die Nikolai- und die Petri-Kirche vernichtet, außerdem drei der berühmten, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadttore, sowie alle gotischen Giebelhäuser aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert und zahlreiche Kunst- und Gemäldesamm­lungen.

In Berlin wurde hie weltbekannte Hedwigs-Kirche vernichtet, die Staatsover zerstört. Schwer getroffen wurden das Deutsche Opernhaus, bet' Marstall. die Staatsbibliothek. das Schinkel-Haus, das Berliner Schloß und die National-Ealerie.

Diese teinessegts vollständige Zusammen­stellung gemeinster Bombenverbrechen und kulturschänderischer Untaten gibt einen Begriff davon, was dem europäischen Menschen und seiner Kultur erst bevorstehen würde, wenn die englijch- amerikanisch-bolschewistischen Barbarenhorden, getrieben von ihren jüdischen Hintermännern, über das Abendland hereinbrechen könnten und sich auf dem Kontinent die Hand reichen würden. Aber an dem entschlossenen Kampfeswillen und der geballten Kraft Deutschlands und seiner Verbündeten wird dieser Anschlag auf das Leben und die Kultur der europäischen Völker zerschellen. Für die Verbrechen, Me­ße an Europa begangen haben und weiterhin begehen, werden sie büßen müssen, wenn die Stunde der Abrechnung ge­kommen ist. Ang um Aug, Zahn um Zahn wird ihnen vergolten werden! Und vor dieser gerechten Strafe wird sie kein noch so frecher Versuch der Ableugnung ihrer Verantwortung zu retten vermögen.

äußerst schwierig sei. Tschungking-China sei von den natürlichen Ver­bindungen zur Außenwelt abgeschnitten. Eisenbahnlinien und Haupt­verkehrsstraßen seien zerstört, Kohle und Benzin überhaupt nicht mehr aurzutretben. Die Preise überträfen alles bisher $ n •

c ' c n e- Hohe Beamte hätten erklärt, die Eroßhandelsindcr- ztner stelle sich heute, wenn man sie in den ersten sechs Monaten 1937, al|o vor Ausbruch der Feindseligkeiten mit 100 annehme, auf 7500

Auch finanzielle Schwierigkeiten plagten den Staat benn die Staatseinnahmen feien auf weniger als das Minimum ge­sunken, dy die reichsten Teile Chinas heute von den Javanern besetzt seien. Tschungking könne seinen Staatshaushalt nur zu 20 Prozent aus den direkten Steuereinnahmen decken. In dieser Not habe die Regierung ihre Zusucht zu den alten Methoden der Landbesteuerung genommen, unter denen der steuerpflichtige Landbesitzer seine Steuern nicht in Bargeld, sondern in Waren zahle.

Wenn schon die Lebensverbältnisse in Indien heutzutage schwierig feien, so bemerkt der Korrespondent des „Daily Herald" abschließend, so ließen sie sich doch nicht mit denen Tschungking-China vergleichen denn in Indien sei die Knappheit mehr örtlicher Natur und meb oder weniger durch schlechte Organisation, sowie klimatische Derhä!: nisse bedingt. In Tschungking-China aber leide das ganze Land um einem ungeheuren wirtschaftlichen Elend, das keinen Unterschied mehr kenne.

as Berlin, 31. Mai (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung). Der Heldenkampf der Japaner auf der Aleuten-Jnsel Attu ist beendet. In Washington möchte man diesen Erfolg als Beweis dafür hinstellen, daß nicht -mehr die in Casablanca ausge­gebene Parole „zuerst Europa" gilt, sondern daß der Kampf gegen die Achse und gegen Sie Japaner gleichzeitig geführt wird. Aber die Freude wird doch sehr erheblich gedämpft durch die Erkenntnis, daß man lediglich eine den USA gehörende Insel zurückeroberte und daß außerdem die Japaner sich auf der Aleuteninsel K i s k a nach wie vor halten. Außerdem aber ist der Erfolg mit schweren Opfern erkämpft worden. Schließlich aber kann man auch nicht an der Tatsache Vorbeigehen, daß die Japaner hier zwar am Rande des Kriegsgeschehens getroffen wurden, daß sie aber gleichzeitig immer neue Erfolge im Kampf gegen Tschungking erringen, dessen Position sich immer weiter verschlechtert.

Der frühere italienische Volksbildungsminister, der heute Leiter der römischen Zeitung „Messaggero" ist, Havolini, stellt in einer Be­trachtung über diese Kämpfe auf Attu fest, daß sie für den Gesamtver­lauf des Krieges der Anglo-Amerikaner gegen Japan keine Bedeu­tung haben. Er schreibt dann in feinem Blatt weiter, daß auch für die Achsenmächte gegenwärtig einige Inseln im Vordergrund des In­teresses stehen, nämlich Pantelleria, Sizilien und Sar­dinien gegen die die Anglo-Amerikaner besonders ihre Luftan­griffe richteten. Die Auffassung, daß diese Luftangriffe die Inseln ausschalten sollten, wie es die Achsenmächte mit ihren Angriffen auf Malta versuchten, ist absurd, da es neben diesen Inseln noch verschie­dene andere Sperryindernisje am Mittelmeer gäbe. Vielleicht könnte man diese Angriffe als Vorspiel für einen Landungsversuch betrachten, besonders da der ital. Wehrmachtbericht vom Freitag die Bereitstellung von feindlichen Landungsbooten in Nordafrika erwähnte. Dazu sei jedoch festzustellen, so sagt Paoolini, daß ein solches Unternehmen

Der stellvertretende britische Ministerpräsident A 111 e e erklärte am 27. Mai im englischen Unterhaus, es fei nicht richtig, daß die Luft­bombardierungen auf Deutschland wahllos erfolgten, sie feien nur auf militärisch wichtige Ziele gerichtet.

Diese amtliche britische Erklärung ist eine der schamlosesten L ii g ckn. die englische Heuchelei jemals ausgesprochen hat. Die An­griffe der britischen Mordbrenner auf Deutschland richteten sich tat­sächlich fast ausnahmslos gegen die Wohnstätten der Zivilbevölkerung, gegen Frauen und Kinder, gegen Krankenhäuser, Schulen, Kirchen und die Kulturdenkmäler, die der gesamten Menschheit bislang als unverletzlich galten. Nachfolgende Zusammenstellung der wesent­lichsten Zerstörungen innerhalb des Reichsgebietes beweist unwider­leglich die verbrecherische Absicht der brtttfch-amerikanischcn Mord- kommandos und ihrer jüdischen Auftraggeber, v

Dies sind die Tatsachen:

Durch die bisherigen Terrorangrisfe wurden bis »nm 25. Mai 1943 tm Reichsgebiet

191 Schulen zerstört. 920 Schulen schwer beschädigt. 108 Kran­kenhäuser zerstört, 231 Krankenhäuser schwer beschädigt, 133 Kirchen zerstört, 494 Kirchen schwer beschädigt.

Reben der Unzahl von privaten Wohnhäusern, dte von den Mordbrennern zerstört »der schwer beschädigt wurden, fielen zahlreiche unersetzliche Kulturdenkmäler, die im einzelnen garnicht alle aufgezählt werden können, den englisch-amerikanischen Terror­angriffen zum Opfer.

So wurden u. a. in Köln 31 Kirchen total zerstört, darunter die berühmtesten und njefyr als tausend Jahre alten Baudenkmäler, u. a. St. Gereon, das einzige Bauwerk der Mcrowingischen Zeit, St. A p o ft c I n, S t. Maria im Kapitol, eines der hervorragend­sten Denkmäler karolingischer Kunst, Groß St. Martin, eines der großartigsten Bauwerke der romanischen Zeit, St. Pantaleon und St. Severin.