Wiesbadener Tagblatt
Dr»<! und Bcrlaa: L. TchcUeudcra'ichc Buchdruckcrci. Lanaaaiie Nr. 21 ($üablatt».<iait6i * Ll. -Jx Wh chc «klitd in 6 ttusanUcn Griihnnunaeicit mcrttäalidi nndimtrinnS
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Verlag: X. Schcllendcrg jche Buchdruckcrci, tanggajfe Nr. 21 (ingblatt-^auo)
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21t. 122
Donnerstag, 27. 2Nai 1943
91. dahrgang
ihn ruft, alles, war ox>-- Öoffnung auf Wiederauf wird es sich das nächste oder die diDilbcnölferune
Zivilisation noch übrig geblieben ist. ohne bau. zu Staub zu zerstampfen. Vielleicht Mal darum bandeln. Frauen und Kinder, überhaupt zu töten und die Siegesgöttin
Eichenlaub für rumänischen Stalingradkämpfer
Bukarest, 27. Mai. (Funkmeldung.) Der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht, General der Kavallerie Hänfen, überreichte in ihrer Wohnung der Gattin des seit den Kämpfen um Stalingrad oermihtcn rumänischen Divisionsgenerals Mihai 1 2 a 5 c a r, das diesem als bisher einzigen rumänischen Offizier Dom Führer verliehene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In seinen ehrenden Worten hob General Hansen die heldenhafte Tapferkeit hervor, mit der die Gruppe Lasear, an der Spitze der Divistonskommandeur persönlich, in den schweren Abwehrkämpfen Ende 1942 für die Ehre der rumänischen Waffen gekämpft habe. Wir Deutschen sind stolz so erklärte General Hanson, einen in verdienstvoller und persönlichem Einsatz so vorbildlichen rumänischen Offizier mit dieser hohen Auszeichnung geehrt zu sehen.
Fliegertod des Generals von Waldau
Berlin, 26. Mai. Der Befehlshaber eines Luftwaffenkommandos, General der Flieger Hoffmann von Waldau, fand auf einem Dienstflug in seinem Frontbereich den Fliegertod. Damit bat die deutsche Luftwaffe einen ihrer hervorragendsten Generale verloren, der Jeincm Vaterland in zwei Kriegen als Offizier vorbildlich gedient hat. General Hoffmann von Waldau, den der Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes auszeichneie, gehörte zu jenen Männern der deutschen Luftwaffe, die aus dem Erleben des ersten Weltkrieges ihre ganze Arbeit und Tatkraft in den Dienst der neuen deutschen Luftwaffe stellten. Seit 1. März 1933 persönlicher Adjutant des Reichsministers der Luftfahrt und später Lustattache in Rom, setzte der damals Bierunddrcitzigjährige von diesem Augenblick an alle seine Kräfte für die Wiedereringung der Luftgeltung Deutschlands ein. Rach seiner Rückkehr aus Rom wurde er Kommandeur einer Kampfgruppe und Fliegerborstkommandant, danach Chef der 3. Abteilung und 1938 Chef des Ausbildungsstabes im Eeneralstab der Luftwaffe. ein Jahr später schließlich Leiter der Operationsabteilung. Nach dem Westfeldzug beförderte ihn der Führer für feine hervorragende Verdienste zum Generalmajor. Als Generalleutnant zum Fliegerfübrer in Afrika ernannt, hatten die ihm Unterwelten Luftwaffenverbände Woben Anteil an den (Erfolgen des Afrikakorps im Jahre 1942. Hierfür und für feinen schonungslosen persönlichen Einsatz zeichnete der Führer General Hofsmann von Waldau mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus. Sein Fliegertod reißt eine schmerzliche Lücke, aber seine
froren en geschildert. So sind in einer Gruppe von 500 Verschleppten auf dem Marsche nach dem Norden der Sowjetunion 300 erfroren.
Soweit der Bericht der estnischen Stelle. Er erhärtet die grausamen Erfahrungen, die die von den Bolschewisten vergewaltigtes kleinen Völker in der Sowjetunion machen mußten. Dieses Schicksal aber ist allen europäischen Völkern zugedacht.
■is Berlin, 27. Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift- teitung.) Unser javanischer Verbündeter begeht beute, am Jahrestag der ruhmreichen Seeschlacht non T s u s ch i m a, in der am 27. Mai 1905 in .der Zeit des russisch-japanischen Krieges die nach Ostasien entsandten baltischen Geschwader Rußlands von der javanischen Flotte unter Führung des Admirals Togo vernichtet wurden, seinen M a r i n e t a g. Er braucht zu diesem Tag nicht große Reden halten Z» lassen, die Taten der javanischen Kriegsmarine sprechen für sich So betont denn auch Großadmiral D ö n i tz in seiner Botschaft an die verbündete lavanische Kriegsmarine, daß wir stolz stnd, Seite an Seite mit den Javanern im Befreiungskampf der jungen Vösker auf den Meeren zu stehen. Die Überlegenheit der mit letzter Hingabe kämpfenden javanischen Seeoffiziere, Matrosen und Marineflieger in diesem großen Kampf wird schon allein durch eine Gegenüberstellung der Verlust Ziffern gekennzeichnet. So stehen Japans Verluste gegenüber denen des Feindes im Verhältnis von 1:5,7 bei Kriegsschiffen, 1:5 bei Handelsschiffen und 1:6 bei Flugzeugen. Dank ihres heldenhaften Einsatzes ist es der javanischen Kriegsmarine gelungen, die Kriegsvläne reibungslos durchzuführen. Sie schlug die Flotten der Gegner auf das Haupt und schirmt heute, wie die Anglo-Amerikaner immer wieder zu ihrem Kummer feststellen müssen, den von den Javanern eroberten Raum mit starker Hand ab. Unter ihrem Schutz vollzieht sich in den neu gewonnenen Gebieten der Ausbau, über den der javanische Groß-Ostasien-Minister gerade jetzt auf Grund seiner Besichtigungsreise einen außerordentlich günstigen Bericht abftatten konnte, in dem u. a. festgestellt wird, daß in den besetzten Südgebieten die wieder anlaufende Produktion bereits teilweise die Kapazität der Vorkriegszeit übertrifft.
Kein Wunder, daß im Lager unserer Gegner immer wieder unter ' dem Hinweis darauf, daß die Zeit für Javan arbeitet, eiuc Offensive . gegen Japan gefordert wird. Die Streitfrage, was man als ..Kriegsschauplatz Nr. 1“ betrachten soll, den Stillen Ozean, d. h. den Kampf gegen Japan, oder Europa, d. h. den Kampf gegen die Achse hat auch fetzt wieder, wie wir schon nasführten, in den Washingtoner Beratungen Churchills mit Roosevelt eine wesentliche Rolle gespielt. Diese Erörterungen Zeigen aber doch nur immer wieder, daß man sich nicht in der Lage fühlt, auf beiden Kriegsschauplätzen mit starken - Kräften aufzutreten, obwohl man sich selbst eingesteht. daß die Zeit für die Achsenmächte und für Japan arbeitet. Dabei werden immer nette Klagen und Wünsche in Washington laut' Mac Arthur, der einst so großsprecherische amerikanische General, der den Oberbefehl in Australien führt, bat erneut Flugzeuge angefordert, da es ihm sonst unmöglich sein würde, seine Ausgabe fortzuführen. In diesen
Botschaft des Großadmirals Oämh
Berlin, 26. Mai. Zum Jahrestag des enticheidenden japanischen Seesieges von Tsushima am 27. Mai 1905 hat der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, der verbündeten japanischen Kriegsmarine folgende Botschaft übersandt:
„Zum Tage von Tsushima sende ich der japanischen Kriegsmarine meine herzlichsten Glückwünsche. Jener ruhmreiche Sieg bat der Welt die Kraft des japanischen Volkes und seinen unerschütterlichen Willen zur Lösung der ihm in Asien gestellten Aufgabe offenbart. Heute bewundern wir wieder die unvergleichlichen Leistungen der japanischen Führung und die Schlagkraft echten Solbatenhims. die den mächtigen Feind im Sturm überrannt und vernichtend geschlagen haben, wo er sich stellte. -
Die deutsche Kriegsmarine ist stolz darauf, Seite an Seite mit der japanischen im Befreiungskampf der jungen Völker auf den Meeren zu liehen. Die bisherigen Erfolge gegen die feindlichen Kriegs- und Haiidelsflotteir und das felsenfeste Vertrauen in die soldatische Tüchtigkeit und den Kampfgeist unterer Kriegsmarinen geben mir die Gewißheit des Endsieges. In diesem Sinne grüße ich die Kameraden der japanischen Kriegsmarine an ihrem Ehrentage.
Dönitz, Großadmiral und Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine.
mitten im Frieden, fernab vo.n jeder Verbitterung und Verbisienbeit. die der Kampf mit sich bringt, veröffentlichte erklärte er u. a de für 1919 Taufende von alliierten Flugzeugen bereit gestanden hätten die die deutschen Städte bombardieren sollten. > Wörtlich beißt er dann: „Die Schlacht von 1919 wurde nie geschlagen, aber ihre Idee, leben weiter. Der Tod steht in Bereitschaft, bereit, die Menschen in Masten hinwegzuinäheti,. bereit, wenn man "
Leistungen sichern dem General, der, kaum 45jäbrig, im besten Mannes- fum zur Großen Armee abberufen wurde, einen Ehrenplatz in der Gerichte unserer Luftwaffe.
General Grafe 248. Eichenlaubträger
Berlin, 26. Mai. Der Führer verlieh am 23. Mai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kretizes an Generalleutnant Martin Grase. Kommandeur einer Infanteriedivision, als 248. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
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47 000 Mann britische Verluste im Luftkrieg
Stockholm, 26. Mai. Dic Erfahrungen des tunesischen Feidz'uge sind eine Warnung vor der optimistischen Annahme, daß Demschiand lediglich durch Luftangriffe besiegt werden könne Diesr Schlußfolge tungen ziehen am Dienstag zwei Mitarbeiter der britischen Prem- wie der Londoner Korrespondent von „Sagens Nvbeler" berich'et v,.; Luftsachverständige des „Eveniug Standard" schätzt die Gesamiverluiie der britischen Luftwaffe in diesem Zusammenhang während de- ganzen Krieges auf bisher 45-47 000 Mann. Er erklärt, der deutsche Luft schütz sei gut entwickelt und die englischen Bomln-nfiug-,'» - träfen über Deutschland auf eine starke Abwehr. Der Gedanke lebigi;. mit einer Bombenoffensive Deutschland besiegen zu können müste bah als unrichtig bezeichnet werden.
------------- wird sich zuletzt voll Ent setzen lenem vermählen, der dies in gewaltigstem Ausmaß zu organ sieren verstand." Das ist der h ü 11 e n I o i e Churchill, der mi kühler Berechnung den Mord an Frauen und Kindern in seine Krico fiihrung einbaute. Was er plante,, hat er nach Kriegsausbruch ich schnell in die Tat umgesetzt. Daran ändern auch die Lügen die er in Washington wieder einmal der Welt vorsetzte nichts. S- bleibt da bei, der Luftterror ist eine britische, bester noch gesagt, eine echt Churchillsche Erfindung.
Der Luftterror eine echt Churchillsche Erfindung
Ein mißlnngener Versuch des alten Lugenmeifters, dir Schuld oon sich abtuwälzen
Tatsachen gegen Wunschträume
Von Walter Aßinus
Die Anglo-Amerikaner müsten wieder einmal feststellen, daß die Tatsachen eine harte Sprache reden und daß es beauenter .ist. sich Wunschträumen hinzugeben, als sich mit den Tatsachen auseinanber- zusetzen. So ist man denn auch in der Wiedergabe der Sielbunsen und Kombinationen über die Besprechungen Zwischen Roosevelt und Chur chill in Der letzten Zeit erheblich zurückhaltender als in den ersten Tagen des Treffens. Was bisher bekannt wurde, ist jedenfalls red), dürftig und geht über allgemeine Redensarten nicht wesentlich hinaus Man muß feststellen, daß die Lage doch keineswegs.so rosig ist. wie man sie nach dem Erfolg in Tunesien zunächst glaubte binfteUcn zu können Niemand anders als Churchill selbst hat vor einem’ ungesunden Oon rnismus gewarnt. Das Ergebnis des Feldzuges in Notdafrika. so er klärte et, könne in keiner Weise als ein Zeichen des Abbröckelns de- feindlichen Widerstandes aufgefaßt werden. Aust) der Leiter des ameri konischen Kriegsinformationsamtes sah sich veranlaßt, dem naiven Optimismus der Masse entgegenzutreten. Er iorad) von harten Kämpfen, die noch bevorstünden und von großen Opfern, die gebrach: werden müßten. Ja. der Vorsitzende des USA.-Marine-Ausschussee erklärte sogar daß man von einer Überwindung der Schwierigkeiten gar nicht sprechen könne, da die schwerste Phase des Krieges noch bevor- stche.
Zu solchen Erkenntnissen mag die mannhafte Sprache der italienischen Presie und die entschlossene Haltung des ganze), italienischen Volkes nicht unwesentlich beigetragen haben. Imme: wieder betonen je die italienischen Zeitungen, daß der Krieg gewif für Italien in eine neue und härtere Phase eingetreten sei, daß aber dadurch die Entschlossenheit Italiens nur noch g e stärkt werde. Man werde auch keineswegs so fügt der ..Mcssagero' hinzu, sich nur defensiv verhalten, wenn natürlich auch die Abwehr maßnahmen verstärkt worden seien, „damit die Festung Europa an alten Seiten uneinnehmbar bleibt." Das aber bedeute keinen Verzicht auf Offens iv-Akti an en, die der kriegerischen Cr- : Ziehung des. Faschismus entsprächen. Die -italienische Kriegsmarine mit ihren Sturmkampfmitteln u-nb ihren Unterseebooten und die italienische Luftwaffe, die dem Feinde während dreier Jahre so schwere Verluste zufügten, würden ihm auch in Zukunft hart zusetzen. Solche Worte werden am besten durch die Meldung unterstrichen, daß sei) dem 1. Mai von italienischen Luft- und Seestreitkräften im Mittelmeer und im Atlantik 109 000 BRI. versenkt wurden, und daß in der letzten Woche über 100 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden, ein Beweis dafür, daß sich die italienische Abwehrkraft verstärkt hat. wodurch nicht nur der Umfang -her Schäden in Italien verringert werde, sondern womit auch die „fliegenden Gangster” einen hohen Preis bezahlen mußten. Jedenfalls zeigt fick) immer mu-bet, daß sich die Anglo-Amerikaner schwer verrechneten, als sie große Hoffnungen auf ein Schwachwerden Italiens setzten und sich den alten Wunschträumen, daß man Italien aus dem Kriege „herausboxen" könne. Hingaben. To kommt selbst die englische Wochenschrift „Sl'here" zu der Feststellung, daß man sich über Italien zu vielen Wunschträumen hinaebe.
Eine starke Enttäuschung für die Anglo-Amerikaner aber bedeutete auch die auf der Konferenz von Hoisprings erhobene Forderung der Sowjets nach schleunigen und verstärkte)) Le b e n s m i 11 e 11 i e f e r u n g e n. Ein solcher Antrag ist nur gc eignet, die „Harmonie" der Konserenz zu stören denn man wollte Raia in Hotsprings keineswegs mit Plänen befassen, die fogleid) in die - Wirklichkeit umzusetzen sind, sondern man wollte „konstruktive Pläne" für die Zukunft entwickeln, Pläne, die, wie der Antrag der britischen Delegation auf Schaffung einer Lebensmittelbank beweist, die Hor- schafis- und Ausbeutungsgelüste der Juden befriedigen sollen. Die Sowjets hatten schon einige Tage zuvor allerdings zu verstehen ge- geben, daß man sich jetzt nicht mit Plänen befassen sollte, die einmal nach dem Sieg verwirklicht werden könnten, sondern daß es erst einmal daraus antomme, diesen Sieg zu erringen. Solche Redet) und solche Anträge beleuchten die keineswegs leichte* Vage der Sowjets.. die zudem noch recht deutlich hinzujügte», daß sic noch ’mtner die Hauptlast des Kampfes zu tragen hätten. Damit hat fick, Stalin recht nachdrücklich in Erinnerung gebracht Er hat iein.-n Heben Bundes genoijen wiederum vor Augen geführt, vag er eine schnelle und verstärkte Unterstützung erwartet und zwar nicht nur durch Lieferung von Kriegsmaterial, sondern auch burdt Lieferung von Lebensmitteln. Aber aud; der Einsatz anglo-amerikansicher Truppen in Nordafrika genügt dem Herrn im Kreml keineswegs, wie die Feststellung zeigt, daß die Sowjets noch immer die Hauptlast des Krieges tragen.
Aber auch ein Blick auf den ost asiatisch e n Kriegsschauplatz dürfte die Gemüter in den anglo-amertkantichen Ländern nicht sonderlich erfreuen. Alle Nachrichten, die ans Tschunskinz kommen zeigen, daß die Widerstandskraft des Chinas Tschianginischeks.' auf das man einst so große Hoffnungen -in Kampf gegen Japan setzte, immer geringer wird. Der innere Zerfall T s ch n n g k i n g ch i n, s. so müßen die Sachverständigen der anglo-amerikanischen Presse fest- ftellen, macht immer weitere Fortschritte. Die Snflation habe unvorstellbare Grenzen erreicht und immer weitere Gebiete litten unter der Hungersnot. Solche Nachrichten geben naturgemäß den Kreise) neuen Auftrieb, die tu den USA. ein energischeres Vorgehen gegen Japan fordern, weil sonst Japan seine Positionen nur noch weiter festige und ein späteres Vorgehen mithin nod) schwieriger werden
wt. Churchill, der Erfinder des Luftterrors, scheint sich in seiner Haut nicht recht wohl zu fühlen. Schließlich sind die alten Baudenkmäler. die seine Gangsterflieger in Bremen oder Lübeck, in Köln oder in Neapel zerstören, europäischer Kulturbesitz und das Presseecho, das die Terrorangriffe der englischen und US -amerikanischen Lustwafse auch in den neutralen Ländern fand, hat in London zu denken gegeben. Wir brauchen nur an die portugiesische Stimme »u erinnern, die diese Art Kriegführung eindeutig und ohne Umschreibung als Verbrechen bezeichnete, als Mord an unschuldigen Frauen und Kindern. Angesichts dieser Situation hielt es Churchill für angebracht, bei einer Pressebesprechung in Washington den Versuch zu machen, die Schuld an dem Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung auf Deutschland abzuschieben. Der Luftkrieg sei, so führte er aus. eine „ideale Wiedervergeltung, angesichts der Tatsache, daß er von unseren Feinden erfunden worden ist." Der alte Lügenmeister spekuliert wieder einmal auf die Vergeßlichkeit der Menschen und glaubt, man habe bereits nicht mehr in der Erinnerung. daß England im Januar 1940 durch die Bombardierung von Wohnstätten in Westerland auf Sylt mit den Angriffen auf die wehrlose Zivilbevölkerung begann Er glaubt, daß die dreizehn Kinder, die den britischen Mordbanditen in Freiburg zum Opfer fielen, längst vergessen leien. Erft am 20. Juni 1940. nachdem alle Warnungen des Führers von den Engländern in den Wind geschlagen worden waren, wurde er erste deutsche Vergeltungsangriff durchgeführt. Tie Tatsachen allein also stellen schon die Schuld Englands,. insbesondere Churchills, an den Terrorangriffen zweifelsfrei fest. Das kann der Gangsterhäuptling, so sehr er auch im Lügen bewandert ist, nicht mehr ans der Welt schassen.
Von nicht geringerer Bedeutung ist die Tatsache, daß der Führer vor Ausbruch des^ Krieges verschiedentlich versuchte, das Luftbombar- betnent offener Städte durch ein internationales Abkommen zu verhindern In London erhielt er stets eine absagende Antwort. Während sich Adolf Hitler also bemühte, die Schrecken des Krieges einzudämmen, sprach sich Churchill fast zu gleicher Zeit für den brutalen Luftlerror aus. In einem Artikel, den er im Jahre 1934, also
Räumen, so lieft er erklären, kontrolliert nicht die Flotte, sondern das schwere Bombenslugzeug die Seeverbindungen. Dazu weist Mac Arthur darauf hin, daß die Javaner ihre Flugstützpunkte auf den verschiedenen, von ihnen besetzten Inseln weiter ausbauen
Noch größere Sorge iUs dieser neue Hilferuf Mac Arthurs aber machen den US.-Amerikanern die japanischen Erfolge im .Kampf gegen Tschungking. Wie sehr die Lage in Ostasien alle Erwägungen in Washington beeinflußt, beweist die Tatsache, daß Roosevelt in seinem am Dienstag im Parlament vorgelegten Bericht über die Pacht- und Leihhilfe ausdrücklich als eines der wichtigsten Ziele der USA.-Regierung eine schleunige verstärkte Belieferung Tschungking-Chinas voranstellle. So müßte mit allen nur denkbaren Mitteln versucht werden, die B u r m a st r a ß e den Javanern wieder zu entreißen. Wie das geschehen soll, darüber schweigt sich freilich auch Roosevelt aus. dem ja der in Washington anwesende General M a voll eigens über das völlige, Fiasko der letzten britischen Burma-Ossensive erzählen konnte.
Das Schicksal Europas wäre die Vernichtung
Leidensweg und Ende von 60 000 verschleppten Esten in der Sowjetunion
IPS. Ohne jede Rücksicht aus die europäische Kultur haben bekanntlich Roosevelt und Churchill sich kaltherzig damit cinocritanben erklärt, daß die Bolschewisten im Falle eines Sieges der Antiachscn- mächte praktisch die Verfügungsgewalt über ganz Europa erhalten sollen. Auch die Verklausulierungen, die aus Gründen der Agitation an dieses Zugeständnis gehängt worden sind, können nicht darüber hinwegtäuschen. daß in diesem Falle Stalin in der Lage wäre, feine Truppen und seine Kommissare in allen europäischen Ländern und unter allen europäischen Völkern nach freiem Ermessen schalten zu lassen. Die Bolschewisten sind sich mit den vlutokratischen Drahtziehern darüber einig, daß in diesem Falle ein Vernich-tungs- fe 1 dzug gegen die europäischen Völker geführt werden würde, der seinesgleichen in der Weltgeschichte nicht kennt.
Daß dies keine leeren Vermutungen sind, wie die feindliche Agitativn gern behauptet, sondern einwandfreie Tatsachen und unmittelbar drohende Gefahren, das beweist nicht nur das Schicksal der Völker, die seit mehr als zwanzig Jahren unter, der jüdischen Fremdherrschaft im Gebiete der Sowjetunion schmachten, das beweisen auch die furchtbaren Erfahrungen, die die Völker des Oftsecgebietes während der kurzen Gastrolle machen mußten, die die Bolschewisten dort gaben. Kürzlich haben drei Vertreter der Universität Dorpat, und zwar Dr. phil. T o o m s e e, Magister Einas und Magister Arens, das an den Peivus-See grenzende Sowjetgebiet bereist, um die Kultur der östlich des Peivus-Sees anfälligen Esten zu studieren. Diese drei Vertreter der Universität Dorpat haben unmehr einen Bericht erstattet, aus dem hervorgeht, daß in den Satiren 1937 /38 alle estnischen Männer aus dem Peipusgebiet von den Bolschewisten verhaftet und verschleppt worden find fo daß seit dieser Zeit die Feldarbeiten ausschließlich von Frauen verrichtet werden müssen. Es braucht nicht betont zu werden, daß dadurch das wirtschaftliche Leben in diesem Gebiet erheblich gelitten hat. Allerdings Persuchen die Esten jetzt erfolgreich, mit der Hilfe der deutschen Behörden., eine Besserung herbeizuführen.
Durch die Zentralstelle zur Erfassung der verschleppte)) Esten sind nunmehr die Personalien von etwa 60 000 dieser Unglücklichen iestgestellt worden. Es wurden 1050 Esten verhört, die aus der Sowjetunion geflüchtet und nach Estland zurückgekehrt sind. Sie konnten genauere Angaben über das Los von 5000 Verschleppten machen. Nach den Berichten der Heimgeketirten find im Ischerbakul. Kamischlowo und Swerdlowsk 7500 von 35 000 dorr bcsindlichen Esten gestorben. Die Lage der Verschleppten war in den kleineren Orlen noch viel schlechter. Dort lagen die Sterbefälle erheblich höher So stnd von einem Arbeitsbataillon, das die Stärke von 600 Köpfen hatte., im Verlaufe von einem halben Jahr 400 gestorben. Auf Grund ooneilte d*cn Angaben konnte ein Verzeichnis 'von 2042 Verschleppten auben Tiejmc.'den. Als besonders groß wird auch die Zahl der Er-
Nippons siegreiche Flotte
Das japanifche Volk feiert am Jahrestag der Seeschlacht von Tsushima den Marinetag
Fernruf r Eammel-Nr. 5S631 Drahtanschrift: Tagblatt, Meshaden • Posticheckko»lo: Frankfurt a. M. 74V.Z Bezugspreise: Für einen Monat RM 2.- emschließlich des TrSgerlohnes Durch die Post bcioqcn für «men Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld •• Einzelnummern RM 0.10 • Be> Behinderung der Lieferung infolge (Eintretens höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises
