Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagblatt

Dr»<! und Bcrlaa: L. TchcUeudcra'ichc Buchdruckcrci. Lanaaaiie Nr. 21 ($üablatt».<iait6i * Ll. -Jx Wh chc «klitd in 6 ttusanUcn Griihnnunaeicit mcrttäalidi nndimtrinnS

Druck

Verlag: X. Schcllendcrg jche Buchdruckcrci, tanggajfe Nr. 21 (ingblatt-^auo)

Wöchentlich in « Nuagaven

Erschcinungszeit werktäglich nachinittagS

21t. 122

Donnerstag, 27. 2Nai 1943

91. dahrgang

ihn ruft, alles, war ox>-- Öoffnung auf Wiederauf wird es sich das nächste oder die diDilbcnölferune

Zivilisation noch übrig geblieben ist. ohne bau. zu Staub zu zerstampfen. Vielleicht Mal darum bandeln. Frauen und Kinder, überhaupt zu töten und die Siegesgöttin

Eichenlaub für rumänischen Stalingradkämpfer

Bukarest, 27. Mai. (Funkmeldung.) Der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht, General der Kavallerie Hänfen, überreichte in ihrer Wohnung der Gattin des seit den Kämpfen um Stalingrad oermihtcn rumänischen Divisionsgenerals Mihai 1 2 a 5 c a r, das diesem als bisher einzigen rumänischen Offi­zier Dom Führer verliehene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In seinen ehrenden Worten hob General Hansen die heldenhafte Tapferkeit hervor, mit der die Gruppe Lasear, an der Spitze der Divistonskommandeur persönlich, in den schweren Abwehr­kämpfen Ende 1942 für die Ehre der rumänischen Waffen gekämpft habe. Wir Deutschen sind stolz so erklärte General Hanson, einen in verdienstvoller und persönlichem Einsatz so vorbildlichen rumänischen Offizier mit dieser hohen Auszeichnung geehrt zu sehen.

Fliegertod des Generals von Waldau

Berlin, 26. Mai. Der Befehlshaber eines Luftwaffenkommandos, General der Flieger Hoffmann von Waldau, fand auf einem Dienstflug in seinem Frontbereich den Fliegertod. Damit bat die deutsche Luftwaffe einen ihrer hervorragendsten Generale verloren, der Jeincm Vaterland in zwei Kriegen als Offizier vorbildlich gedient hat. General Hoffmann von Waldau, den der Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes auszeichneie, gehörte zu jenen Männern der deutschen Luftwaffe, die aus dem Erleben des ersten Weltkrieges ihre ganze Arbeit und Tatkraft in den Dienst der neuen deutschen Luftwaffe stellten. Seit 1. März 1933 persönlicher Adjutant des Reichsministers der Luftfahrt und später Lustattache in Rom, setzte der damals Bierunddrcitzigjährige von diesem Augenblick an alle seine Kräfte für die Wiedereringung der Luftgeltung Deutschlands ein. Rach seiner Rückkehr aus Rom wurde er Kommandeur einer Kampfgruppe und Fliegerborstkommandant, danach Chef der 3. Ab­teilung und 1938 Chef des Ausbildungsstabes im Eeneralstab der Luft­waffe. ein Jahr später schließlich Leiter der Operationsabteilung. Nach dem Westfeldzug beförderte ihn der Führer für feine hervorragende Verdienste zum Generalmajor. Als Generalleutnant zum Fliegerfübrer in Afrika ernannt, hatten die ihm Unterwelten Luftwaffenverbände Woben Anteil an den (Erfolgen des Afrikakorps im Jahre 1942. Hierfür und für feinen schonungslosen persönlichen Einsatz zeichnete der Führer General Hofsmann von Waldau mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus. Sein Fliegertod reißt eine schmerzliche Lücke, aber seine

froren en geschildert. So sind in einer Gruppe von 500 Verschleppten auf dem Marsche nach dem Norden der Sowjetunion 300 erfroren.

Soweit der Bericht der estnischen Stelle. Er erhärtet die grau­samen Erfahrungen, die die von den Bolschewisten vergewaltigtes kleinen Völker in der Sowjetunion machen mußten. Dieses Schicksal aber ist allen europäischen Völkern zugedacht.

is Berlin, 27. Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift- teitung.) Unser javanischer Verbündeter begeht beute, am Jahrestag der ruhmreichen Seeschlacht non T s u s ch i m a, in der am 27. Mai 1905 in .der Zeit des russisch-japanischen Krieges die nach Ostasien entsandten baltischen Geschwader Rußlands von der javanischen Flotte unter Führung des Admirals Togo vernichtet wurden, seinen M a r i n e t a g. Er braucht zu diesem Tag nicht große Reden halten Z» lassen, die Taten der javanischen Kriegsmarine sprechen für sich So betont denn auch Großadmiral D ö n i tz in seiner Botschaft an die verbündete lavanische Kriegsmarine, daß wir stolz stnd, Seite an Seite mit den Javanern im Befreiungskampf der jungen Vösker auf den Meeren zu stehen. Die Überlegenheit der mit letzter Hingabe kämpfen­den javanischen Seeoffiziere, Matrosen und Marineflieger in diesem großen Kampf wird schon allein durch eine Gegenüber­stellung der Verlust Ziffern gekennzeichnet. So stehen Japans Verluste gegenüber denen des Feindes im Verhältnis von 1:5,7 bei Kriegsschiffen, 1:5 bei Handelsschiffen und 1:6 bei Flug­zeugen. Dank ihres heldenhaften Einsatzes ist es der javanischen Kriegsmarine gelungen, die Kriegsvläne reibungslos durchzuführen. Sie schlug die Flotten der Gegner auf das Haupt und schirmt heute, wie die Anglo-Amerikaner immer wieder zu ihrem Kummer feststellen müssen, den von den Javanern eroberten Raum mit starker Hand ab. Unter ihrem Schutz vollzieht sich in den neu gewonnenen Gebieten der Ausbau, über den der javanische Groß-Ostasien-Minister gerade jetzt auf Grund seiner Besichtigungsreise einen außerordentlich günstigen Bericht abftatten konnte, in dem u. a. festgestellt wird, daß in den besetzten Südgebieten die wieder anlaufende Produktion bereits teil­weise die Kapazität der Vorkriegszeit übertrifft.

Kein Wunder, daß im Lager unserer Gegner immer wieder unter ' dem Hinweis darauf, daß die Zeit für Javan arbeitet, eiuc Offensive . gegen Japan gefordert wird. Die Streitfrage, was man als ..Kriegs­schauplatz Nr. 1 betrachten soll, den Stillen Ozean, d. h. den Kampf gegen Japan, oder Europa, d. h. den Kampf gegen die Achse hat auch fetzt wieder, wie wir schon nasführten, in den Washingtoner Bera­tungen Churchills mit Roosevelt eine wesentliche Rolle gespielt. Diese Erörterungen Zeigen aber doch nur immer wieder, daß man sich nicht in der Lage fühlt, auf beiden Kriegsschauplätzen mit starken - Kräften aufzutreten, obwohl man sich selbst eingesteht. daß die Zeit für die Achsenmächte und für Japan arbeitet. Dabei werden immer nette Klagen und Wünsche in Washington laut' Mac Arthur, der einst so großsprecherische amerikanische General, der den Oberbefehl in Australien führt, bat erneut Flugzeuge angefordert, da es ihm sonst unmöglich sein würde, seine Ausgabe fortzuführen. In diesen

Botschaft des Großadmirals Oämh

Berlin, 26. Mai. Zum Jahrestag des enticheidenden japanischen Seesieges von Tsushima am 27. Mai 1905 hat der Oberbefehls­haber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, der verbündeten ja­panischen Kriegsmarine folgende Botschaft übersandt:

Zum Tage von Tsushima sende ich der japanischen Kriegsmarine meine herzlichsten Glückwünsche. Jener ruhmreiche Sieg bat der Welt die Kraft des japanischen Volkes und seinen unerschütterlichen Willen zur Lösung der ihm in Asien gestellten Aufgabe offenbart. Heute be­wundern wir wieder die unvergleichlichen Leistungen der japanischen Führung und die Schlagkraft echten Solbatenhims. die den mächtigen Feind im Sturm überrannt und vernichtend geschlagen haben, wo er sich stellte. -

Die deutsche Kriegsmarine ist stolz darauf, Seite an Seite mit der japanischen im Befreiungskampf der jungen Völker auf den Meeren zu liehen. Die bisherigen Erfolge gegen die feindlichen Kriegs- und Haiidelsflotteir und das felsenfeste Vertrauen in die soldatische Tüchtig­keit und den Kampfgeist unterer Kriegsmarinen geben mir die Gewiß­heit des Endsieges. In diesem Sinne grüße ich die Kameraden der ja­panischen Kriegsmarine an ihrem Ehrentage.

Dönitz, Großadmiral und Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine.

mitten im Frieden, fernab vo.n jeder Verbitterung und Verbisienbeit. die der Kampf mit sich bringt, veröffentlichte erklärte er u. a de für 1919 Taufende von alliierten Flugzeugen bereit gestanden hätten die die deutschen Städte bombardieren sollten. > Wörtlich beißt er dann:Die Schlacht von 1919 wurde nie geschlagen, aber ihre Idee, leben weiter. Der Tod steht in Bereitschaft, bereit, die Menschen in Masten hinwegzuinäheti,. bereit, wenn man "

Leistungen sichern dem General, der, kaum 45jäbrig, im besten Mannes- fum zur Großen Armee abberufen wurde, einen Ehrenplatz in der Ge­richte unserer Luftwaffe.

General Grafe 248. Eichenlaubträger

Berlin, 26. Mai. Der Führer verlieh am 23. Mai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kretizes an Generalleutnant Martin Grase. Kommandeur einer Infanteriedivision, als 248. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

eZeschäftszetii durchgehend von 818 Uhr anher Lonn- und Feiertags - Berliner Büro: $ettui-'*Hrlmersbur; Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höbe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil NM v.07 oei 46 Millimeter breiten Spalte im Tertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 11 maßgebend Nachlöfb nach Preisliste Nr. 11 - Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

47 000 Mann britische Verluste im Luftkrieg

Stockholm, 26. Mai. Dic Erfahrungen des tunesischen Feidz'uge sind eine Warnung vor der optimistischen Annahme, daß Demschiand lediglich durch Luftangriffe besiegt werden könne Diesr Schlußfolge tungen ziehen am Dienstag zwei Mitarbeiter der britischen Prem- wie der Londoner Korrespondent vonSagens Nvbeler" berich'et v,.; Luftsachverständige desEveniug Standard" schätzt die Gesamiverluiie der britischen Luftwaffe in diesem Zusammenhang während de- ganzen Krieges auf bisher 45-47 000 Mann. Er erklärt, der deutsche Luft schütz sei gut entwickelt und die englischen Bomln-nfiug-,'» - träfen über Deutschland auf eine starke Abwehr. Der Gedanke lebigi;. mit einer Bombenoffensive Deutschland besiegen zu können müste bah als unrichtig bezeichnet werden.

------------- wird sich zuletzt voll Ent setzen lenem vermählen, der dies in gewaltigstem Ausmaß zu organ sieren verstand." Das ist der h ü 11 e n I o i e Churchill, der mi kühler Berechnung den Mord an Frauen und Kindern in seine Krico fiihrung einbaute. Was er plante,, hat er nach Kriegsausbruch ich schnell in die Tat umgesetzt. Daran ändern auch die Lügen die er in Washington wieder einmal der Welt vorsetzte nichts. S- bleibt da bei, der Luftterror ist eine britische, bester noch gesagt, eine echt Churchillsche Erfindung.

Der Luftterror eine echt Churchillsche Erfindung

Ein mißlnngener Versuch des alten Lugenmeifters, dir Schuld oon sich abtuwälzen

Tatsachen gegen Wunschträume

Von Walter Aßinus

Die Anglo-Amerikaner müsten wieder einmal feststellen, daß die Tatsachen eine harte Sprache reden und daß es beauenter .ist. sich Wunschträumen hinzugeben, als sich mit den Tatsachen auseinanber- zusetzen. So ist man denn auch in der Wiedergabe der Sielbunsen und Kombinationen über die Besprechungen Zwischen Roosevelt und Chur chill in Der letzten Zeit erheblich zurückhaltender als in den ersten Tagen des Treffens. Was bisher bekannt wurde, ist jedenfalls red), dürftig und geht über allgemeine Redensarten nicht wesentlich hinaus Man muß feststellen, daß die Lage doch keineswegs.so rosig ist. wie man sie nach dem Erfolg in Tunesien zunächst glaubte binfteUcn zu können Niemand anders als Churchill selbst hat vor einem ungesunden Oon rnismus gewarnt. Das Ergebnis des Feldzuges in Notdafrika. so er klärte et, könne in keiner Weise als ein Zeichen des Abbröckelns de- feindlichen Widerstandes aufgefaßt werden. Aust) der Leiter des ameri konischen Kriegsinformationsamtes sah sich veranlaßt, dem naiven Optimismus der Masse entgegenzutreten. Er iorad) von harten Kämpfen, die noch bevorstünden und von großen Opfern, die gebrach: werden müßten. Ja. der Vorsitzende des USA.-Marine-Ausschussee erklärte sogar daß man von einer Überwindung der Schwierigkeiten gar nicht sprechen könne, da die schwerste Phase des Krieges noch bevor- stche.

Zu solchen Erkenntnissen mag die mannhafte Sprache der italienischen Presie und die entschlossene Haltung des ganze), italienischen Volkes nicht unwesentlich beigetragen haben. Imme: wieder betonen je die italienischen Zeitungen, daß der Krieg gewif für Italien in eine neue und härtere Phase eingetreten sei, daß aber dadurch die Entschlossenheit Italiens nur noch g e stärkt werde. Man werde auch keineswegs so fügt der ..Mcssagero' hinzu, sich nur defensiv verhalten, wenn natürlich auch die Abwehr maßnahmen verstärkt worden seien,damit die Festung Europa an alten Seiten uneinnehmbar bleibt." Das aber bedeute keinen Ver­zicht auf Offens iv-Akti an en, die der kriegerischen Cr- : Ziehung des. Faschismus entsprächen. Die -italienische Kriegsmarine mit ihren Sturmkampfmitteln u-nb ihren Unterseebooten und die italienische Luftwaffe, die dem Feinde während dreier Jahre so schwere Verluste zufügten, würden ihm auch in Zukunft hart zusetzen. Solche Worte werden am besten durch die Meldung unterstrichen, daß sei) dem 1. Mai von italienischen Luft- und Seestreitkräften im Mittel­meer und im Atlantik 109 000 BRI. versenkt wurden, und daß in der letzten Woche über 100 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden, ein Beweis dafür, daß sich die italienische Abwehrkraft verstärkt hat. wodurch nicht nur der Umfang -her Schäden in Italien verringert werde, sondern womit auch diefliegenden Gangster einen hohen Preis bezahlen mußten. Jedenfalls zeigt fick) immer mu-bet, daß sich die Anglo-Amerikaner schwer verrechneten, als sie große Hoffnungen auf ein Schwachwerden Italiens setzten und sich den alten Wunsch­träumen, daß man Italien aus dem Kriegeherausboxen" könne. Hingaben. To kommt selbst die englische WochenschriftSl'here" zu der Feststellung, daß man sich über Italien zu vielen Wunschträumen hinaebe.

Eine starke Enttäuschung für die Anglo-Amerikaner aber bedeu­tete auch die auf der Konferenz von Hoisprings erhobene Forde­rung der Sowjets nach schleunigen und verstärkte)) Le b e n s m i 11 e 11 i e f e r u n g e n. Ein solcher Antrag ist nur gc eignet, dieHarmonie" der Konserenz zu stören denn man wollte Ra­ia in Hotsprings keineswegs mit Plänen befassen, die fogleid) in die - Wirklichkeit umzusetzen sind, sondern man wolltekonstruktive Pläne" für die Zukunft entwickeln, Pläne, die, wie der Antrag der britischen Delegation auf Schaffung einer Lebensmittelbank beweist, die Hor- schafis- und Ausbeutungsgelüste der Juden befriedigen sollen. Die Sowjets hatten schon einige Tage zuvor allerdings zu verstehen ge- geben, daß man sich jetzt nicht mit Plänen befassen sollte, die einmal nach dem Sieg verwirklicht werden könnten, sondern daß es erst ein­mal daraus antomme, diesen Sieg zu erringen. Solche Redet) und solche Anträge beleuchten die keineswegs leichte* Vage der Sowjets.. die zudem noch recht deutlich hinzujügte», daß sic nochmtner die Hauptlast des Kampfes zu tragen hätten. Damit hat fick, Stalin recht nachdrücklich in Erinnerung gebracht Er hat iein.-n Heben Bundes genoijen wiederum vor Augen geführt, vag er eine schnelle und ver­stärkte Unterstützung erwartet und zwar nicht nur durch Lieferung von Kriegsmaterial, sondern auch burdt Lieferung von Lebensmitteln. Aber aud; der Einsatz anglo-amerikansicher Truppen in Nordafrika genügt dem Herrn im Kreml keineswegs, wie die Feststellung zeigt, daß die Sowjets noch immer die Hauptlast des Krieges tragen.

Aber auch ein Blick auf den ost asiatisch e n Kriegsschauplatz dürfte die Gemüter in den anglo-amertkantichen Ländern nicht sonder­lich erfreuen. Alle Nachrichten, die ans Tschunskinz kommen zeigen, daß die Widerstandskraft des Chinas Tschianginischeks.' auf das man einst so große Hoffnungen -in Kampf gegen Japan setzte, immer ge­ringer wird. Der innere Zerfall T s ch n n g k i n g ch i n, s. so müßen die Sachverständigen der anglo-amerikanischen Presse fest- ftellen, macht immer weitere Fortschritte. Die Snflation habe unvor­stellbare Grenzen erreicht und immer weitere Gebiete litten unter der Hungersnot. Solche Nachrichten geben naturgemäß den Kreise) neuen Auftrieb, die tu den USA. ein energischeres Vorgehen gegen Japan fordern, weil sonst Japan seine Positionen nur noch weiter festige und ein späteres Vorgehen mithin nod) schwieriger werden

wt. Churchill, der Erfinder des Luftterrors, scheint sich in seiner Haut nicht recht wohl zu fühlen. Schließlich sind die alten Bau­denkmäler. die seine Gangsterflieger in Bremen oder Lübeck, in Köln oder in Neapel zerstören, europäischer Kulturbesitz und das Presseecho, das die Terrorangriffe der englischen und US -amerikani­schen Lustwafse auch in den neutralen Ländern fand, hat in London zu denken gegeben. Wir brauchen nur an die portugiesische Stimme »u erinnern, die diese Art Kriegführung eindeutig und ohne Um­schreibung als Verbrechen bezeichnete, als Mord an unschuldigen Frauen und Kindern. Angesichts dieser Situation hielt es Churchill für angebracht, bei einer Pressebesprechung in Washington den Versuch zu machen, die Schuld an dem Luftkrieg gegen die Zivil­bevölkerung auf Deutschland abzuschieben. Der Luftkrieg sei, so führte er aus. eineideale Wiedervergeltung, angesichts der Tatsache, daß er von unseren Feinden erfunden worden ist." Der alte Lügenmeister spekuliert wieder einmal auf die Vergeßlichkeit der Menschen und glaubt, man habe bereits nicht mehr in der Erinne­rung. daß England im Januar 1940 durch die Bombardierung von Wohnstätten in Westerland auf Sylt mit den Angriffen auf die wehrlose Zivilbevölkerung begann Er glaubt, daß die dreizehn Kinder, die den britischen Mordbanditen in Freiburg zum Opfer fielen, längst vergessen leien. Erft am 20. Juni 1940. nachdem alle Warnungen des Führers von den Engländern in den Wind ge­schlagen worden waren, wurde er erste deutsche Vergeltungsangriff durchgeführt. Tie Tatsachen allein also stellen schon die Schuld Eng­lands,. insbesondere Churchills, an den Terrorangriffen zweifelsfrei fest. Das kann der Gangsterhäuptling, so sehr er auch im Lügen be­wandert ist, nicht mehr ans der Welt schassen.

Von nicht geringerer Bedeutung ist die Tatsache, daß der Führer vor Ausbruch des^ Krieges verschiedentlich versuchte, das Luftbombar- betnent offener Städte durch ein internationales Abkommen zu verhindern In London erhielt er stets eine absagende Antwort. Während sich Adolf Hitler also bemühte, die Schrecken des Krieges einzudämmen, sprach sich Churchill fast zu gleicher Zeit für den bru­talen Luftlerror aus. In einem Artikel, den er im Jahre 1934, also

Räumen, so lieft er erklären, kontrolliert nicht die Flotte, sondern das schwere Bombenslugzeug die Seeverbindungen. Dazu weist Mac Arthur darauf hin, daß die Javaner ihre Flugstützpunkte auf den ver­schiedenen, von ihnen besetzten Inseln weiter ausbauen

Noch größere Sorge iUs dieser neue Hilferuf Mac Arthurs aber machen den US.-Amerikanern die japanischen Erfolge im .Kampf gegen Tschungking. Wie sehr die Lage in Ostasien alle Erwägungen in Washington beeinflußt, beweist die Tatsache, daß Roosevelt in seinem am Dienstag im Parlament vorgelegten Bericht über die Pacht- und Leihhilfe ausdrücklich als eines der wichtigsten Ziele der USA.-Regierung eine schleunige verstärkte Belieferung Tschungking-Chinas voranstellle. So müßte mit allen nur denkbaren Mitteln versucht werden, die B u r m a st r a ß e den Javanern wieder zu entreißen. Wie das geschehen soll, darüber schweigt sich freilich auch Roosevelt aus. dem ja der in Washington anwesende General M a voll eigens über das völlige, Fiasko der letzten britischen Burma-Ossensive erzählen konnte.

Das Schicksal Europas wäre die Vernichtung

Leidensweg und Ende von 60 000 verschleppten Esten in der Sowjetunion

IPS. Ohne jede Rücksicht aus die europäische Kultur haben be­kanntlich Roosevelt und Churchill sich kaltherzig damit cinocritanben erklärt, daß die Bolschewisten im Falle eines Sieges der Antiachscn- mächte praktisch die Verfügungsgewalt über ganz Europa erhalten sollen. Auch die Verklausulierungen, die aus Gründen der Agitation an dieses Zugeständnis gehängt worden sind, können nicht darüber hinwegtäuschen. daß in diesem Falle Stalin in der Lage wäre, feine Truppen und seine Kommissare in allen europäischen Ländern und unter allen europäischen Völkern nach freiem Ermessen schalten zu lassen. Die Bolschewisten sind sich mit den vlutokratischen Draht­ziehern darüber einig, daß in diesem Falle ein Vernich-tungs- fe 1 dzug gegen die europäischen Völker geführt werden würde, der seinesgleichen in der Weltgeschichte nicht kennt.

Daß dies keine leeren Vermutungen sind, wie die feindliche Agitativn gern behauptet, sondern einwandfreie Tatsachen und un­mittelbar drohende Gefahren, das beweist nicht nur das Schicksal der Völker, die seit mehr als zwanzig Jahren unter, der jüdischen Fremd­herrschaft im Gebiete der Sowjetunion schmachten, das beweisen auch die furchtbaren Erfahrungen, die die Völker des Oftsecgebietes während der kurzen Gastrolle machen mußten, die die Bolschewisten dort gaben. Kürzlich haben drei Vertreter der Universität Dorpat, und zwar Dr. phil. T o o m s e e, Magister Einas und Magister Arens, das an den Peivus-See grenzende Sowjetgebiet bereist, um die Kultur der östlich des Peivus-Sees anfälligen Esten zu studieren. Diese drei Vertreter der Universität Dorpat haben unmehr einen Bericht erstattet, aus dem hervorgeht, daß in den Satiren 1937 /38 alle estnischen Männer aus dem Peipusgebiet von den Bolschewisten ver­haftet und verschleppt worden find fo daß seit dieser Zeit die Feld­arbeiten ausschließlich von Frauen verrichtet werden müssen. Es braucht nicht betont zu werden, daß dadurch das wirtschaftliche Leben in diesem Gebiet erheblich gelitten hat. Allerdings Persuchen die Esten jetzt erfolgreich, mit der Hilfe der deutschen Behörden., eine Besserung herbeizuführen.

Durch die Zentralstelle zur Erfassung der verschleppte)) Esten sind nunmehr die Personalien von etwa 60 000 dieser Unglücklichen iestgestellt worden. Es wurden 1050 Esten verhört, die aus der Sowjetunion geflüchtet und nach Estland zurückgekehrt sind. Sie konnten genauere Angaben über das Los von 5000 Verschleppten machen. Nach den Berichten der Heimgeketirten find im Ischerbakul. Kamischlowo und Swerdlowsk 7500 von 35 000 dorr bcsindlichen Esten gestorben. Die Lage der Verschleppten war in den kleineren Orlen noch viel schlechter. Dort lagen die Sterbefälle erheblich höher So stnd von einem Arbeitsbataillon, das die Stärke von 600 Köpfen hatte., im Verlaufe von einem halben Jahr 400 gestorben. Auf Grund ooneilte d*cn Angaben konnte ein Verzeichnis 'von 2042 Verschleppten auben Tiejmc.'den. Als besonders groß wird auch die Zahl der Er-

Nippons siegreiche Flotte

Das japanifche Volk feiert am Jahrestag der Seeschlacht von Tsushima den Marinetag

Fernruf r Eammel-Nr. 5S631 Drahtanschrift: Tagblatt, Meshaden Posticheckko»lo: Frankfurt a. M. 74V.Z Bezugspreise: Für einen Monat RM 2.- emschließlich des TrSgerlohnes Durch die Post bcioqcn für «men Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Be> Behinderung der Lieferung infolge (Eintretens höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises