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Niederlage und innerer Zerfall Tschungling-Chinas

den hat Ver-

Bei diesem Flug zeichneten sich besonders der Kommandant Cesare Villa und die Flugkapitänc Peroli Lizzani und C h r i st i a n i aus. Sämtliche Flugzeuge, die an den beiden Angriffs- aklionen tcilnahmen, kehrten am 24. Mai früh wieder zu ihren Aus- gangsstützpunkten zurück. Die Flugdauer betrug 23 bzw 24 Stunden.

war daher außerordentlich schwierig. Nach 11 Vi Stunden erreichten die italienischen Langstreckenbomber Port Sudan. Trotz leichten Nebels konnten die Angriffsziele eindeutig festgeftellt werden.

Der Angriff wurde aus einer §ü6e dd n ‘ ’

schlevvtcn festgeftellt. Nach dem Verhör von Esten, denen die Flucht aus der UdSSR, gelang, konnte das Schicksal zahlreicher Ver­schleppter ermittelt werden. Der Prozentsatz der llmgekommenen ist g r o 6. Aus einem 600 Mann starken Zwangsarbeitsbataillon starben im Laufe von sechs Monaten 400 Mann. Auf Erund weiterer Angaben ist ein Verzeichnis von 2043 Verstorbenen zusammengestellt worden. Davon starben infolge Unterernährung und Hunger 780. Erotz ist auch die Zahl der Erfrorenen. Aus einer Gruppe von 500 Mann erfroren 300 auf einem Marsch im Norden der Sowjetunion

Tschiangkaischeks als hoffnungslos

dollars habe unvorstellbare Ausmaste erreicht Während das Durch­schnittseinkommen der Beamten Tschiangkaischeks 600 Chinadollar im Monat Nicht übersteige, koste ein Frühstück in dem einzigen annehm­baren Hotel Tschungkings 30 Dollar, ein Pfund Mehl 20 und eine Schachtel Streichhölzer einen Chinadollar Die Einwohner Tschung- kings interessierten fich kaum noch für den Krieg gegen Javan. sondern dachten Tag und Nacht daran, wie fie ihr Leben fristen könnten.

Die zweite groste Gefahr für Tschiangkaijchek sieht der USA. Journalist in dem wachsende nEinslust des Kommunis- m u s in China. Ganze Armeen Tschiangkaischeks seien durch die kom- muni,tischen fanden gebunden, die groste Teile des nordöstlichen Chinas beherrschten. Selbst in Tschungking ginge der Einflust der Kuomintang immer mehr zurück während der der Kommunisten immer mehr ansteige. Diese inneren Zerfallserscheinungen beurteilt Snow als noch ernster als die Offensiven der Javaner.

Ähnliche Berichic liefert auch der Korrespondent der New Borker Zeitung „Time", der sich insbesondere mit der u n v o r st e l l b a r c n Hungersnot in der Provinz Honan beschäftigt. Auf einer Fahrt durch diese Gebiete habe er die Einwohner ganzer Siädle und Dörfer verbungcri am Wcgesrand angetroffen, die ihre Heimstätten ocr- licsten. aber auf den. Weg nach anderen Gebieten unterwegs an Aus zehrung gestorben waren.

Bomben auf Port Sudan und den Flughafen Goura

Das erfolgreiche Unternehmen der italienischen LangstreckenLomber gegen wichtige feindliche Nachschubstützpunkte

Das ßatyn der verschleppten Esten

Reval. 25. Mai. Die Zentralstelle zur Erfassung der von Bolschewisten ins Innere der Sowjetunion verschleppten Esten nach langwieriger Arbeit die Personalien von rund 60 000

Beisetzung Lsamamotos am 5. Juni

Tokio, 26: Mai. (Funkmeldung.) Das Staatsbegräbnis für Erostadmiral Pamamoto ist auf den 5. Juni festgesetzt worden, also auf den gleichen Tag, an dem im Jahre 1934 Admiral Togo, der Sieger von Tushima beigesctzt wurde. Die feierliche Zeremonie für Vamainoto findet in dem Hibina (Park in Tokio) statt, die Bei­setzung erfolgt dunst auf dem Tama, Friedhof in Tokio, an der Seite von Admiral Togo.

as. Berlin, 26. Mai. (Eig. Drahtbcricht unserer Berliner Schrift­leitung.) In England und in den USA. gehen die Wogen der Be­geisterung für die Sowjets wieder einmal doch. Man freut sich, daß Stalin so schnell auf die Anregungen cingegangen ist, die ihm Roose­velt mit seinem Handschreiben übermitteln lieh und man macht sich zunächst auch keine Sorgen darum, dast sich nunmehr nach der angeb­lichen Auflösung der kommunistischen Internationale die Stellung der Kommunisten in England und in den USA. austerordentlich ver­stärkt hat, La fie jetzt in der Lage sind, sich als „nationale Partei" zu tarnen. Dabei bestätigt beispielsweise auch der indische Kornmu- niftenführer M. R. Roy, der selbst zu den Gründern der Dritten Internationale gehört, dast der Beschiutz die Komintern aufzulösen,- lediglich eine F o om a l i t ä t darstelle. Er fügte hinzu, ein Sieg der Antiachsenmächte würde eine neue Weltorganisation schaffen, di« sich auf die kommunistischen Grundsäe gründen werde. „Träumen wir?", sragt die gröstte lettische Tageszeitung „Tewila", „die Kommunistische Internationale wird liauidiert?" Das Blatt erinnert an den Schwur Stalins nadi dem Tode Lenins auf dem zweiten Sowjet-Kongreß im Jahre 1924: „Wir geloben dir, Genosse Lenin, unser Leben zu opfern, um die Komintern zu stärken und zu vergrößern." Weiter zieht sich das Blatt die Statuten der Komintern heran, die vom vierten Komintern-Kongreß 1928 ange­nommen wurden, und in denen es heißt: ,(Die Komintern als Führerin der revolutionären Bewegung des Weltvroletariats kämpft für die Schaffung einer weltumfassenden Union der Sowjet- Revublike n." Zusammenfassend kommt die lettische Zeitung zu dem Schluß, da« wohl kein vernünftig denkender Mensch in Europa dem neuen Bluff und Trick Stalins Glauben schenken könne. Stalin und seine Juden wollten nut salonfähig werden, um ihre Ar­beit in aller Stille weiterfiihren zu können und eine Bartholomäus­nacht nicht nur für die baltischen Völker vorzubereiten.

Zur gleichen Zeit begeistert sich in England der ehemalige Jn- formationsminister Duff Cooper wieder einmal für die Bolsche­wisten. Er bekundete in einer Rede, daß die Sowjetunion in Zu­kunft die herrschende Macht in Europa 'sein werde. Man kann sich alfo unschwer vorstellen, wie die Welt aussehen würde, wenn es nach den Wünschen unserer Gegner ginge Die Sowjets würden in Europa herrschen und ihre neue kommunistische Weltorganisation, die Vierte Internationale, die Internationale Stalinscher Prägung würde überall für die Weltrevolution wirken. Dufs Coover der sich ganz den jüdischen Vernichtungsolänen verschrieben hat, fügte in seiner, von Hast erfüllten Rede noch hinzu, dast ein Sieg der Antiachsenmächte

... , ___ eter durchgeführt.

Abgeworfen wurden Spreng- und Brandbomben, die Depots und Lagerhäuser trafen. Die zweite Airgriffsaktion richtete sich gegen militärische Ziele in der Zone von Asmara in Ostafrika. Nach einem Flug von 11 Stunden und 45 Minuten erreichten die italienischen Flugzeuge den Lufthafen Goura. Der Angriff erfolgte für den Feind völlig üerraschend. Bei Hellem Licht bot er ein günstiges An­griffsziel. Aus einer Höhe von 1000 Meter wurden die Bomben auf den Flughafen abgeworfen. Die Platzeinrichtungen und eine daneben liegende Fabrik wurden getroffen. Eine schwere Explosion, der ein ausgedehnter Brand folgte, zeigte die durchschlagende Wir­kung des Angriffs.

Rom, 25. Mai. Über den im italienischen Wehrmachtbericht vom Dienstag bekanntgegebenen Angriff italienischer Flugzeuge auf militärische Ziele im Sudan und in Jtalienisch-Oftafrika veröffentlicht die Stefani-Agentur folgende interessante Einzelheiten:

Im Laufe der Nacht zum 24. Mai haben i t a l i e n l j ch e. L ang­st recken bo in ber wirksam militärische Ziele in Port Sudan am Roten Meer und in der Zone von Asmara in Eritrea ange­griffen. Dieser von weit vorgeichobenen Stützpunkten aus erfolgte Femdflug richtete sich gegen zwei feindliche Stützpunkte, die für die feindliche Nachschubversorgung im mittleren Osten von autzerordentlicher Bedeutung sind. Ein bedeutender Teil des ge­samten englischen Nachschubs trifft heute auf dem Seewege in Port Sudan ein, während die nordamerikanischen Lufttransporte auf ber transsfrilanischen Strecke sowie die britischen Luftverbindungen nachdem mittleren Orient heute auf dem Flughafen in Goura zusammentreffen.

Die italienischen Langstreckenbomber verließen Len im östlichen Mittelmeer gelegenen Stützpunkt' im Morgengrauen des 23. Mai. Angesichts der Länge der Strecke war eine vorhergehende Feststellung der atmosphärffchen Flugbedingungen nicht möglich. Die Navigation

Jnvastonsthema im Vordergrund

Anglo-amerikamjcher Nervenkrieg scheitert an der wachen Bereitschaft Europas

Glückwunsch des Führers an Präsident Eastilio

Berlin, 25. Mai. Der Führer hat den Präsidenten der argen­tinischen Nation, Dr. Ramons C a st i l l o, zum argentinischen Rationaltag seiner und der deutschen Reichsregierung Glück­wünsche telegrafisch übermittelt.

Ritterkreuz sür Korvettenkapitän Gazzana

Berlin, 25. Mai. Der Führer verlieh aus Vorschlag des Ober­kommandierenden der Kriegsmarine, Grostadmiral Dönitz, das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Gianfrane» Gazzana.

Korvettenkapitän Gianfranro Gazzana hat als Kommandant des italienisches, Unterseebootes „Archimedes" 12 feindliche San- d e l s s ch i s f e mit 101 929 BRT. versenkt und einen Kreuzer der „Pensacola"-Klasse torpediert. Gazzana ist ein schneidiger, zielbe- wustier und einsatzsreudiger Kommandant, der schon als Wachosfizier auf dem italienischen Unterseeboot »TauoU" Anteil an der Bersenkun» von elf Schiffen mit 67 728 BRT. hatte.

Drei neue Ritterkreuzträger des Heeres

Berlin, 25. Mai. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Busio v. Wedel, Kommandeur eines Grenadier-Regiments; Major Otto Ernst R e m e r, Bataillons­kommandeur im Grenadier-Regiment »Grobdeutschland"; Oberleut­nant d. R. Dr. Wolfgang Meinhold. Kompaniechef in einem Erenadier^Regiment. x

die Ausmerzung Deutschlands aus ber Reihe ber Großmächte bedeuten würde. Wir können also nicht im mindesten darüberi m Zweifel sein, was uns und was Europa beschieden jein würde, wenn der Hast ber Juden triumphieren würde. Solche Offen­heit stärkt also nur unsere Entschlossenheit und die Entschlossenheit unserer Verbündeten und Waffengefahrten im Kampf gegen Moskau und seine Trabanten.

Nun must man allerdings auf bet Gegenseite aber immer wieder feststellen, dast man doch von den Zielen, wie sie ein Dusf Coover vroklamieri. und von den Hoffnungen, die die Männer im Kreml er­füllen, recht weit entfernt ist. Der auf ber (»genannten Ernährungs- konserenz von H o t s v r i n g s von ben Sowjets gestellte Antrag, ihnen schleunigst Lebensmittel für ihre Armee unb ihre Zivilbevöl­kerung zu liefern — worüber wir gestern schon berichteten — be­leuchtet klar die Schwierigkeiten ber Sowjets. Aber auch bic Washingtoner Besprechungen zwischen Roosevelt und Churchill scheinen keine besonderen Ergebnisse gebracht zu haben. Die Bericht­erstattung darüber war bisher recht dürftig. Es sind eigentlich nur Vermutungen laut geworden und auch Reuter hat nur eine recht mystische Meldung herausgegeben. Insgesamt spielt aber der Kampf gegen Europa offenbar nach wie vor eine gröbere Rolle, b. h. es hat sich bic englische These „zunächst Europa" gegenüber benjenigen amerikanischen Strömungen durchgesetzt, die eine Konzentration der Kräfte zunächst gegen Japan erstreben. Im Stillen Ozean soll viel­mehr solange ein Stellungskrieg geführt werben, »bis die Offensive in Ostasien am Jahresende möglich sein wird." Wenn somit Europa „Kriegsschauplatz Nr. 1“ bleiben soll, so ist damit nicht gesagt, Last in den Washingtoner Besprechungen ein Programm für ben Angriff auf den Kontinent tatsächlich ausgearbeitet würbe. Zweifellos hat auch die Mission von Davies in Moskau hiermit etwas zu tun, nämlich die englisch-amerikanischen mit den sowjetischen Plänen termin- gemäst in Übereinstimmung zu bringen. Auberdem, so wird vermutet, soll Davies ein Zusammentreffen zwischen Roosevelt, Churchill und Stalin in die Wege leiten. Die Hoffnung hierauf stütze sich, so sagt „Aftonbladet", auf zwei Tatsachen, einmal die Auflösung der Komin­tern und zweitens die „besondere Symvathie". mit der ber Rooseveltsche Sonderbotschafter in Moskau empfangen wurde. Jedoch ist man zu­nächst einmal auf Vermutungen angewiesen. Die erste Unter­streichung des Jnvasionsthemas aber läßt den Schlub zu, daß man auf solche Weise einen Nervenkrieg gegen uns und die anderen europäischen Länder führen möchte, was bann aber doch eine erhebliche Unterschätzung der Güte unb ber Stärke unserer Nerven unb ber Nerven ber europäischen Länder bedeuten würde.

USA.-Presie dezeichnet di« Lage

Schanghai, 25. Mai. Die javanischen Truppen nahmen am Frei­tag- V u y a n g k w a n in der Provinz Suveh. 55 Kilometer südwestlich von Jchang. ein.

Bttyangkwan stellt, Central Preß zufolge, einen der wichtigsten Stützpunkte Tschungkings nicht nur als Nachschubbasis für die 10. Tschungking-Armee, sondern auch als Einfallstor in die 6. Tfchung- kinger Kriegszone bar. Militärische Beobachter in Tschungking bie ben Verlust von Puyangkwan zugeben, machen nach einer Tschung- kinger Melbung keinen Hehl daraus, daß sich die Lage in Hunan und Huveh nach dieser Niederlage der Tschungkinger Truvven sehr e r n ft gestaltet.

Man sieht in Tschungking die augenblickliche japanische Offensive westlich des Tungting-Sees als bie seit langem größte Operation an unb spricht bereits offen bie Befürchtung aus, daß btefc Offensive auf Tschungking selbst gerichtet sein könne.

Die nordamekikanischen Zeitungen unb politischen Zeitschriften bringen ausführliche Berichte aus Tschungking. die bie Lage Tschiangkaischeks als hoffnungslos bezeichnen.

Edgar Snow. der Sonderberichterstatter der „Saturdan Evening Post", ein alter Chinakenner, meint, daß ber innere Zerfall Tschungking-Chinas von gleicher Bedeutung fei wie das militärische Borrstcken der Javaner. Die Inflation des fogenannten China-

Englands „arabische Föderation"

(Von unserem Berichterstatter).

(ek) Ankara, im Mai 1943

Kurz vor diesem Kriege schickte einmal ein Mann in London einen Brief an das „Sekretariat ber panarabischen Bewegung in Bagdad, Irak." Die Adresse mar tadellos geschrieben,.in englischen und arabischen Buchstaben, die irakische Post galt allgemein als findig und tüchtig, mußte aber doch einen dicken Strich durch die Abresjc machcn, schickte bett Brief aber vorsichtshalber nach Damaskus in Syrien. Dort klebte die Poft nach einigen vergeblichen Nachforschun gen ein Schildchen mit ber Aufschrift „En Damasaue inconnu“ aus bas Schreiben und setzte mit einem Fragezeichen „Jerusalem" hinzu. Die palästinensische Hauvistadt galt allgemein als Sitz aller möglichen Organisationen, warum könnte sich dort nicht auch bas „Sekretariat der vanarabischen Bewegung" befinden!? Aber nein, in Jerusalem sah sich die Poft auch vergebens um, kam aber auf ben Einfall, ihn an ben Obersten Moslemischen Rat in Mekka weiterzuleiten. Aber auch diese Eingebung lauschte. Im Reiche 3bn Sauds wurde ber Bries von der Post geöffnet, festgeftellt, daß der Jsthalt „nicht für den Empfänger bestimmt" gewesen sei unb eine „panarabische Bewegung" in Saudi-Arabien nicht bekannt sei! Der Brief ging nach England „unbestellbar" zurück.

Aus dieser wahren Begebenheit erhellt, daß es eine „panarabische Bewegung" als_ politische Organisation niemals int Vorderen Orient gegeben hat. Sicherlich bestanden zwischen ben einzelnen Völkern ge mcinfame_ Bande ber Raste, ber Religion, der Weltanschauung, un­zweifelhaft auch ItHtureür unb wirtschaftliche Bindungen unb ein all­gemeines Streben nach staatlicher Selbftänbigteit unb völkischer Unab­hängigkeit, aber bas, was man „Panarabismus" nannte, war eine rein britische E rs i n d u n g, zu dem Zweck, bie Selbstänbigkeits- wiinsche bet arabischen Länder zu vertuschen unb eine Organisation vorzutäuschen die dazu dienen sollte, die englische Herrschaft in diesen Gebieten zu festigen unb den jeweiligen Erfordernissen geschickt anzu vastett, mit anderen Worten bie Araber von ihren nationalen Zielen abzulenken.

,Aber kein britischer Agitationslrick aus imperialistischen (Brünben ist so alt, daß er nicht auch in diesem Kriege wieder herhalten müßte, um Englands schwindende Macht im Nahen Osten mit neuem Prestige Zu versehen. Waren es seit dem ersten Weltkrieg wie vor 100 Jahren in erster Linie die llnabhängigkeitsbeftrebungcn der arabischen Staaten, so sind es jetzt nicht nur diese, sondern vor allem auch die M.?.thcnschasten des nordamerikanischen Bundesgcnosten, bie macht- mäßigen Überschneidungen der französischen norbatnerikanischen. bri­tischen — und jüdischen Ansprüche in Syrien unb Libanon, bie man durch eine Auffrischung der panarabischen Idee und durch Propagie­rung einer „arabischen Föderation" auszuschalten und zu entwirren sucht, um selbst wieder die Oberhand zu gewinnen.

Den Auftakt zu diesem im wesentlichen britisch-nordainerikanischen Machtkampf bildete eine Erklärung Edens vor dem Unterhaus Anfang März, daß eine möglichst starke Ännäheruttg der arabischen Staaten und Gebiete, untereinander, fa, wenn möglich, eine F ö d e r a t i r.' der arabischen Länder sich mit „d e n Wünschen Eng­lands" decke. In Irak lief bald darauf die britische Agitaiions- walze auf Hochtouren, aber die Araber merkten sofort, baß es sich bei diesem „britischen Wunsch" in erster Linie darum handelte, die arabb

"> ben Krieg zu treiben, um ihre Versklavung bann vollständig zu machen. Und als bie England botmäßige Presse, vor allein bas Blatt „El Irak" in höchsten Tönen bie Vorteile einer solchen „zukünftigen arabischen Selbstbestimmung" zu loben begann, fand man vollends ein Haar in der Suppe. Man wollte zwar auch bie „Frei­heit der arabischen Staaten", aber man wollte nicht von Englands Gnaden jene plötzlich versprochenen politischen, wirtschaftlichen unb kulturellen Verträge, bic mit einem Mai bas nationale Gefühl die Gemeinsamkeit ber Religion und der Geschichte ausbrücken sollten, nachdem die Erinnerung an den Verrat ber Briten nach dem ersten Weltkriege durchaus nach nicht verblaßt war.

. Aber die Briten ließen selbstverständlich nicht locker. Je mehr wirilchaftliche Positionen sie an die Pankers abgeben mußten, je mehr thr Einfluß und ihre Monopolstellung beispielsweise in Bezug auf das Mossul - OU" aus die Baumwolle in Ägypten und auf bic Be­herrschung der strategisch wichtigsten Bahnlinien entschwand, desto ver­bissener klammerten sie sich an bie „arabische Föderation", um mit ihrer Hilfe dem nordamerikanischen Jmverialismus unb ben unter­minierenden Wirkungen des Leih- unb Pachtgesetzes Schach zu bieten, ffs wurde also der ägyptische Ministerpräsibent Nahas Pascha eingeschaltet, ben man durch die außerordentlich geschickte Schwarzbuch- Affare Makram Meid Paschas sowieso in bet Hanb hat. Nahas Pascha kündigte im ägyptischen Parlament plötzlich „aktive Schritte" zur Herbeiführung einer engeren Zusammenarbeit ber arabischen Staaten an, wobei er gleichzeitig mitteilte, daß er dem ebenfalls englandhörigen irakischen Ministerpräsidenten Nuri Said bereits ent­sprechende Vorschläge unterbreitet habe. Und mit dem Emir Abdullah von Iransjorbanten hatten die Briten einen besonders zuverlässigen Vertreter ihrer „Wünsche" bei der Hand,' den sie auch prompt für ihre Agitation einsetzten. Der Emir Abdullah ist wohl ber sernienfte und skrupelloseste Vertreter der anglovbilen arabischen Poltttker Er äußerte zunächst, daß das Thema von der arabischen Union „dis 3um Überdruß von den Briten abgedroschen worden sei. schwieg aber, als sich in der ägyptischen Sssentlichkeit eine Reaktion aus diesen neuen alten Trick der Briten bemerkbar machte, die man wohl nicht vermutet hatte. Die Ägyvter gingen dem Phantom näm- lich auf den Grund und stellten konkrete Fragen, beisvielsweise welche Länder dieser Föderation angehören sollten, welche Interessen ge- metniam verwaltet und welche Regierungen bestehen bleiben iollten. So war es natürlich nicht gemeint, und England zog sich zunächst einmal zurück, zumal das Vordringen des Zionismus in Palästina bie unverhullt geäußerten Begehren ber Juden nach Teilen Syriens unb Libanons und bie gesamte wirtschaftliche Lage im Nahen Osten die durch die schamlose Ausbeutung der Besatzungsmächte entstanden ist, es ratiam scheinen ließen, bas Thema nicht allzusehr zu vertiefen „Nach dem Kriege", bas war bas Schlagwort, mit bent man allen uu--

Baldur von Schirach in der Slowakei

Wien, 25. Mai. Reichslerter Baldur v. Schirach besichtigte in seiner Eigenschaft als Beauftragter des Führers für bie Kinder- lanbverschickung eine Reihe von Kinderlandverschickungs- lagern in der Slowalei. Ernährung. Unterbringung und schulische Leistungen ber in ber Slowakei gastlich aufgenommenen doutschen Jugendlichen finb mehr als zufriedenstellend.

Nur große Schutthaufen übrig geblieben

Genf, 25. Mai. über die großen Schäden, die deutsche Flugzeuge am Sonntag gegen mittag in zwei englischen Küstenstübten, einer im Südosten und ber anderen im Süden, anrichteten, berichtet die Lon­doner Presse zum Teil in großer Ausführlichkeit. So meldet „Daily Herold", daß es den deutschen Flugzeugen trotz heftiger Lustabwehr gelungen fei, die beiden. Städte bei Tageslicht im T i e f f l u g an- zugrxffen. Fast in Höhe ber Häuferdächer hätten die feindlichen Ma­schinen ihre Angriffe durchgeführt. Von den angegriffenen Objekten seien nur große Schutthaufen übrig geblieben, in denen jetzt die Bergungsgruppeu nach Derichütteten suchen. Auch eine Anzahl Brände sei ausgebrochen, die ichnell um fich griffen. Nur bie kleinen Feuer habe man löschen können. \

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Mittwoch, 26. Mai 1943

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