Wiesbadener Tagblatt
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trud und Verlag: L. Schellenberg'sche «uchdrnckerei, Langgasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)
91. Jahrgang
Dienstag, 25. Mai 1943
Nr. 120
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In Sunderland ausgedehnte Schäden
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letzte gegeben.
Der kommunistische Internationalismus hört nicht auf
worden find. Von der Ausweisung in Sofia werden etwa 20 000 Juden betroffen. Die Gesamtzahl der in Bulgarien lebenden Juden beträgt etwa 60 000.
Oie Italiener versenkten SO 000 BRT
Nom, 25. Mai. (Funkmeldung.) Die italienischen See- und Luft- streitkräfte versenkten vom 1. bis 24. Mai im Mittelmeer und im Atlantik insgesamt 80 000 BRT. feindlichen Schiffsraum, berichtet „Meffagero". Ferner wurden in der gleichen Zeit ein Kreuzer, zwei Zerstörer und sechs grobe Handelsdamvfer schwer beschädigt, sowie ein U-Boot versenkt, dessen Besatzung gefangen genommen wurde.
30 Millionen Verluste der Sowjets
Stockholm. 24. Mai. Rach Schätzungen des Moskauer Korresvon- dentmr des ..Daily Er-reß". Paul Suld, der sich augenblicklich in London aufhält, hat die Sow-etnnion im Kriege gegen Deutschland 3 0 M i l l i o n c n M c n s ch c n a n T o t c n u n d V e r w u n d e t e n auf den Schlachtfeldern, Kriegsgefangenen und an Hunger und Krankheit gestorbenen Zivilisten verloren. Man dürfe deshalb nicht glauben, so fast der Korrespondent, daß die sowjetischen Reserven an Soldaten unerschöpflich seien.
Der Sowietsoldat erhalte nie Urlaub, so führt der englische Korrespondent weiter aus. Der Lohn betrage 10 Rubel monatlich. Offiziere im Frontdienst verdienten bts zu 4')iKI Rubel monatlich. Tic Familie des Soldaten werde, wenn er fällt, offiziell nicht benachrichtigt. obwohl man erwartet, dab der zuständige Kommissar den Angehörigen ein Beileid zukommen läßt. Manchmal geschehe das, in den meisten Fällen aber nicht. Der Sowietsoldat begnüge sich mit 1 Kilogramm Schwarzbrot und einem Becher Sauerkohlsupvc. sowie eurem Becher Eriesbrci täglich. Wenn er sich innerhalb 15 Kilometer von der Frontlinie befindet, erhalte et außerdem etwas Wodka.
Stockholm, 24 Mai. Wie aus Washington gemeldet wird, weigerte sich der USA.-Aubenminister Hüll auf der Pressekonferenz, die Frage zu erörtern, ob die USA.-in irgendeiner Weise die Auflösung der Kommunistischen Internationale becinflubt habe.
Diese Weigerung Hulls kommt einem vollen Eingeständnis gleich. Seit der Inhalt des Roosevelt-Briefes an Stalin durch Indiskretionen enthüllt worden ist, beschäftigt sich die ganze Weltöffentlichkeit mit den Ltintergründen des Moskauer Tarnungsmanövers. Überall ist es als ein bolschewistischer Volksbetrug erkannt worden. Die vlutokratische Mittäterschaft wird nun von kompetenter USA.-Seite bestätigt. Es gibt nun auch für die Völker der Gegenseite keinen Zweifel mehr, dab die jüdischen Drahtzieher in Washington und London mit den bolschewistischen Juden Hand in Hand arbeiten, um Europa den SPU.- Schlächtern Stalins auszuliefcrn und dem Bolschewismus in allen Ländern Tür und Tor zu öffnen.
5ur Stalin ein gutes Geschäft
Die Auflösung der Komintern stellt, wie „Povolo di Roma" schreibt für Stalin nicht nur kein Oofcr, sondern vielmehr ein recht gutes Geschäft dar. Nachdem Moskau in allen befreundeten und
verbündeten Ländern Minen gelegt und die Lunten dazu angezundet hat, kann es sich wohl leisten, die kommunistischen Parteien als „Rational" bezeichnen zu lasten und die Zentralorganisation der Dritten Internationale zum Schein aufzulösen, zumal dieser Beschluß das Wachstum der „Nationalen" kommunistischen Parteien zweifellos fördert. Interessant ist, wie das Blatt bemerkt, die Tatsache, baö dieses gute Geschäft Stalins vor den Anglo-Amerikanern, und zwar insbesondere von den osfiziösen Sprechern der Washington-Regierung, als ein Sie« der HS 31. «Diplomatie gewertet wird Die Sprecher weisen mit Genugtuung darauf hin, da« der Beschlus; Stalins unmittelbar nach der Unterredung mit Davies, dem Sonderbeauftragten Roosevelts, ersolgle, wobei sie durchblickcn lasten, daß die Komintern-Auslösung auf eine Anregung des amerikanischen Präsidenten rurückgehe. Die Sowjets erwarten bestimmt einen beträchl- lichen Lohn von den Anglo-Amerikanern, den diese offensichtlich aus Kosten ihrer Verbündeten sowie ganz Europas und feiner Kultur ab- statten wollen,
Niemand kann den Beschluß der Komintern, die Dritte Internationale auszulösen, ernst nehmen, erklärt der Mailänder „Sanier della Sera"; denn mit der Unterdrückung dieser Organisation würde die eigene Arbeit von über 20 Jahren gerade in dem Augenblick vreisgegeben, in dem die kapitalistischen Länder Ser Welt sich gezwungen sehen, dem Kommunismus die Tore zu offnen und ihn als eine Macht zu behandeln. Angesichts des Stalinschen Manövers muß man, wie „Corriere della Sera" schreibt, feststellen, daß die Dritte Internationale auch nach ihrer scheinbaren Auflösung weiter leben und ihre Netze legen wird, zumal sie sich der Kontroll" der einzelnen Regierungen besser zu entziehen weih.
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Plutokrattsche Mittäterschaft ein-euttg seftgesteUt
Hüll bestätigt die »Forderung Roosevelts aus Aufhebung der Internationale
Stockholm, 24. Mai Reuter stellt in einer Meldung über den ... der letzten Nacht ftattgefundenen deutschen Luftangriff auf Sunderland fest, dast dabei auch „ausgedehnte Schäden an industriellem Eigentum" zu verzeichnen seien. Es habe eine Anzahl Tote und Ver-
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daß auch hier das Judentum das Wort führt und feine Weltbe- herrfchnngs- und Ausbeutungsvläne zu verwirklichen trachtet. Die Völker aber schließen sich nur umso mehr zusammen, um diese Pläne Judas zum Scheitern zu bringen und um sich das Recht auf Freiheit und Brot ein für allemal zu sichern.
Die Sowjets fallen unliebsam auf
Während man auf der Konferenz von Hotsprings zunächst einmal die Pläne erörtert, die dem Judentum für die Nachkriegszeit die Herrschaft über die' Weltgetreidemärkte sichern und ihm damit neue Ausbeutungsmöglichleiten schaffen sollen, halten es die Sowjets für erforderlich darauf hinzuweisen, daß es im Augenblick sehr viel weniger auf Nachkriegspläne, als vielmehr auf eine schleunige Hilfe für die Sowjetunion ankommt. Die sowjetischen Abgeordneten haben mit Nachdruck schleunige, verstärkte Lebensmittellieferungen gefordert und haben dabei eingestanden, daß die Versorgung in der Sowjetunion sich immer weiter verschlechtere. Südamerikanische Blätter sprechen in diesem Zusammenhang sogar von einer Forderung der Bolschewisten, die übrigens keineswegs für diese Lieferungen bezahlen wollen, sondern die Lieferungen im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes fordern. Die Bolschewisten wiesen bei dieser Gelegenheit erneut darauf hin, daß sie noch immer die Hauptlast des Krieges zu tragen haben. Die ursprünglich so große Freude im Lager der Anglo-Amerikaner darüber, daß die Sowjets die Einladung zur Konferenz annahmen, ist durch das Auftreten der bolschewistischen Abgeordneten stark gedämpft worden. Man muß erkennen, daß die Hofs, nungen auf eine Mitwirkung der Sowjets an den „konstruktiven Plänen" unberechtigt waren und daß die Sowjets sehr eigennützige Jnterefien in Hotsprings verfolgen.
Auch ein Thema für Hotsprings
Stockholm, 25. Akai. (Funkmeldung.) Die letzten Nachrichten aus Britifch-Ostafrika zeigen, daß die Hungersnot unter der eingeborenen Bevölkerung einen unvorstellbaren Grad erreicht hat. Aus den Meldungen geht hervor, daß die britische Kolonialverwaltmtg die Eingeborenen dem Hungertod rücksichtslos ausliefert, nm die Ernährung der- weißen Bevölkerung sicherzuftellen. So wird beispielsweise m einer amtlichen Erklärung angekündigt, in Zukunft würden nur Farbige, die für bestimmte kriegswichtige Aufgaben eingesetzt find, in den Steppen und großen Siedlungen noch Nahrungsmittel erhalten. Die übrigen müßten sofort aus den Steppen wegziehen und in ihre Dörfer im Innern des Landes zurüKehren. Da in den Dörfern bereits große Hungersnot herrscht, bedeutet das den sicheren Tod für viele Tausende von Eingeborenen. Wie aus weiteren amtlichen Verordnungen hervorgeht, werden Brot-, Reis- und Maisrationen lediglich an Weiße ausgegeben. Die Eingeborenen Ostafrikas erhalten weder Brot noch Mais. Sie werden ungehalten, Wurzeln als „Ersatznahrungsmittel" zu verwenden. Aber die verfügbaren Reis- und Maismengen reichen nicht einmal aus für die weiße Bevölkerung. Die Kolonialoerwaltung versucht jetzt. (Betreibe aus dem Ausland einzu» führen, doch muß der Umfang dieser Versuche angesichts des Mangels an Tonnage beschränkt bleiben. Infolge des Mangels an Viehfutter mußten große Teile des Schweinbestandes geschlachtet werden.
Erhöhte Kampftätigkeit vor Australien
Stockholm. 24. Mai. Ein Angriff der jaoanijchen Luftwaffe im Gebiet des Exmouth-Goljes an der australischen Westküste trat, wie „Nya Daglight Allehanda" über Zürich meldet^ den südlichsten Punkt, der jemals in Australien anm griffen wurde Die erhöhte javanische Jingriffstätigteit veranlaßte fieberhafte auüraliiche Verteidigunqs Maßnahmen, vor allem eine Verstärkung der Äiiftcnbattcrien Di: Javaner hätten auch, ihre Aufklärung ^ä igkeit an der äuitrali'dr ■: Ostküste verstärkt. Jmmnische Spezialiomnmndos räumten in fii-v>‘c Zeit alle von den Australiern ausgelegten Minenfelder.
Alle Juden «Äffen Sofia verlassen
Sofia, 24. Mai. Das bulgarische Innenministerium hat eine Verordnung herausgegeben. ht der alle Juden der Landeshauptstadt aufgefordert werden, binnen drei Tagen Sofia zu verlassen. Die Juden sollen sich in die Provinz begeben und dort Wohnung nehmen. Diefenigen Juden, die nach dieser Frist von drei Tagen noch ht Sofia angetroffen werden, haben die Ausweisung aus dem bulgarischen Gebiet zu erwarten.
In einem Kreise bulgarischer und ausländischer Journalisten erklärte Innenminister Eabrowsky, daß die Hüben bem wieber- holten Ersuchen der bulgarischen Regierung, die Lanbeshauvtstabt freiwillig zu verlassen, nicht nachgekommen seien, im Gegenteil, es iet in sehr vielen Fällen erwiesen, daß die Juden die Hauptnutznteger der schwarzen Börse seien und die Markt- und Preispolitik der Regierung gestört hätten. Die Juden seien stets die Elemente der Unruhe, der Eerüchtebildmtg und der politischen Unsicherheit in der letzten Zeit gewesen Im Interesse des bulgarischen Volkes habe sich die bulgarische Regierung rn diesem enkscheidenden Schritt entschlofien.
Man erfährt, daß sich die Juden, denen die Ausweisungsbefehle aus Sofia in den letzten Tagen zugeftellt worden sind, am Montagnachmittag an einzelnen Stellen der Stabt zu P r otestku n d - 8ebungen zusammenrotten wollten. Diesen Verbuchen trat die Sofioter Polizei mit Energie entgegen, so daß sie im Keime erstickt
Die Schweiz fährt zur See
Von Wilhelm Ackermann
Es ist eine Seltenheit und Seltsamkeit, wenn ein ausgesprochener Binnenstaat. den weite Landstrecken von den Weltmeeren trennen, unter die seefahrenden Nationen geht, sich eine eigene Flotte anschafft und eigene transozeanische Verbindungen ausbaut. Denn unter normalen Verhältnissen ist es für ihn einfacher und beauemer, sein Transvortgeschäft über See von den Ländern und ihren Schiffen besorgen zu lassen, die ihrer geographischen Lage nach dazu als von Natur seefahrende Völker bestimmt sind. Wenn gleichwohl die Schweiz in den letzten Jahren diesen ungewöhnlichen Weg beschritten hat, so trug sie damit, der Not gehorchend, der Zwangslage Rechnung, die sich für sie durch die besondere britische Auffassung von der Freiheit der Meere ergeben hat, jene Auffassung, die diese Freiheit als ausschließliches Vorrecht der Briten oder allenfalls der Angelsachsen betrachtet/fußend auf der längst unwirklich gewordenen Vorstellung von der eigenen Beherrschung der „sieben Ozeane", Schon int ersten Weltkrieg hat die Schweiz diese Zwangslage gespürt: aber sie war damals doch nicht entfernt so start und drückend wie jetzt, Italien stand, anders als heute, an der Seite der „Meerbeherrscher", das Mittelmeer stellte kein Kampfgebiet dar, abgesehen von dem gelegen!, licken Auftreten deutscher U-Boote Diesmal aber ist das Problem einer Verbindung von dem Alvenstaat in die Welt hinaus sehr viel größer und schwieriger: die ganzen französischen und italienischen Häfen find für die transozeanische Schiffahrt uitzugänglich, in festem Gewahrsam der Achsenmächte: zudem aber hat auch praktisch bei den seefahrenden Staaten der Gegenseite der Frachtverkehr für fremde Rechnung so gut wie aufgehört, als Folge der Tonnagenot und des eigenen, von der militärischen Seite her übersteigerten Transportbedarfs. Bezeichnend dafür ist besonders die Lage des Seeverkehrs in den südamerikanischen Ländern, denen die sog. großen Demokratien nicht den lebenswichtigsten Schiffsrautn stellen können, obwohl sie daran wegen der Zufuhr von Kriegsrohstoffen selbst dringlich in- tweffiert wären.
Als die Schweiz im ersten Weltkrieg zur Notlösung eigener Uberseetransporte schritt, da tat sie es mit der Absicht der Kurzfristigkeit eitles solchen Unternehmens und begnügte sich daher mit der Charterung fremder Tonnage in bescheidenem Umfang. In diesem Kriege hat sie von vorherein ihre Seefahrt auf eine breitere Grundlage gestellt, indem sie nicht nur Schiffe charterte, sondern auch eine Anzahl älterer Frachter käuflich erwarb, solange auf dem Schisfsinarkt da zu noch die Möglichkeit bestand. So oerfügt sie nunmehr über eine eigene Flotte von 11 Schiff en mit zusammen fast 40 000 BRT.. immerhin nur erst ein Fünftel dessen, was sie unter normalen Verhältnissen zur Bewältigung ihrer ilberseetransporte in eigener Regie an Tonnage brauchen würde. Von dieser Miniattirslotte stehen 4 Schiffe im Staatsbesitz, während die übrigen 7 von 4 Privat- Reedereien betrieben werden. Hinzu treten noch eine Anzahl gecharterter Dampfer, ursprünglich überwiegend griechische, die aber inzwischen zum großen Teil von England an sich gezogen wurden, und für die die Schweiz nur ungenügenden Ersatz in kleineren spanischen und portugiesischen Frachtern fand Diese Flotte unter schweizer Flagge dient in erster Linie bet Lebensmittelversorgung bes Landes, für die allein Transporte von 300 000 Tonnen jährlich zu bewältigen sind: in bet Gegenfahrt nehmen die Schiffe dann industrielle Exvortgüter mit nach Ubersee, als Grundlage der Bezahlung der Nahrungsmitteleinfuhr. Anfangs war man auch darauf bedacht, die Rohstoffzufuhr von Ubersee nach Möglichkeit attfrechi- zuerhalten: bem aber hat Englanb mit seiner Willkür bes Navvcerk- shstems steigende Schwierigkeiten bereitet, bis im vergangenen Jahre schon dieser dünne Zufluß fast ganz versiegte. Natürlich ist diese schweizer Ozeanschiffahrt mit seht hohen Unkosten belastet: man hat errechnet, daß dieser eigene Transport doppelt so teuer ist als der fremde in Friedenszeiten. Das liegt nicht nur an den ungewöhnlich Hohen Kaufpreisen für die Schiffe selbst, sondern auch an den Schwierigkeiten, neutrale Besatzungen für sie zu finden, während England jeden erreichbaren Seemann mehr ober minder gewaltsam in seine Dienste preßt. Man mußte überdies von bet Schweiz aus das Brennstoffproblem selbständig lösen durch Errichtung von Kohlen- und Tankstationen in Genua auf den Azoren und in Lissa- bon, und da zeitweise wegen der Kriegshandlungen im Mittelmeer die italienischen Häfen Genua und Savona nicht als Umschlagplätze benutzbar waren, tarn der teurere itzsenbahn- ober für hochwertige Güter sogar Lastwagentransport voll den Allantikhäfen Bilbao, Lisiabon unb Porto hinzu.
Trotz bieser emvfinblichen finanziellen Nachteile besteht aber die Neigung und Absicht in der Schweiz, diese eigene Seeschiffahrt nicht nut als eine Notmaßnahme für Kriegsdauer zu betrachten, sondern sie zu einer längerdauernden, womöglich sogar ständigen Einrichtung werden zu lassen. Dabei steht zunächst die Erwägung im Vordergrund, daß auch nach Kriegsende die Tonnagelage -in der internationalen Schiffahrt' noch auf Jahre hinaus äußerst 'angespannt bleiben müsse, daß es aber auch für alle späteren Eventualitäten,
Sinteret plaudert aus der Schule
getan. Jetzt dürfte sich diese Propaganda schwerer Geltung »erschaffen können und in Zukunst werden wir in allen Lagern als eine nationale schwedische Partei betrachtet werden (!) Damit ist jedoch nicht gesagt, daß wir beabsichtigen, mit der Arbeit für einen kommunistischen Internationalismus aufzuhöten" (!!).
Deutlicher konnten die „taktischen Gründe" nicht Umrissen werden. Die Tatsache, daß die Kommunisten einet ausländischen Macht dienen, war lästig. Mit bem Feberstrich Stalins wirbt also einfach eine . nationale" Partei geschaffen, an die „alle Lageö" zu glauben haben. Ser Mann ist jedoch nichl nur naiv, sondern auch dummdreist, wenn er im gleichen Atemzug erklärt, daß „mit der Arbeit für den kommunistischen Internationalismus nicht aufgchört wird". Er dürfte bald für einen Genickschuß reif sein, wenn er weiterhin die Tricks seines Herrn und Meisters Stalin io offen enthüllt.
»et schwedische Kommunistenhäuvtling
Stockholm 24 Mai. Der schwedische Kommunistenhäuptling Sven Linde rot, der bekanntlich bereits am Samstag in chner Sitzung feinen Genossen erklärte, daß auch früher schon kommunistische Parteien in verschiedenen Ländern aus der Komintern ausgeschieden feien wenn es „aus taktischen Gründen" zweckmäßig erschienen sei, lieferte am Sonntag einen weiteren bemerkenswerten Beitrag zum Verständnis des Stalin schen Scheinmanövers der Auslosung der kommunistischen Internationale. In.einer Unterredung mit einem Vertreter der schwedischen Zeitung „Göteborgs Posten erklärte er wörtlich: Es werden sich auch weiterhin größere Möglichkeiten zur die Kommunistische Partei bieten, sich in der fchwediicken .mnenpolitik mehr Geltung zu nerschaffen. Die irttensive Propaganda, die von reaktionärer Seile gegen uns betrieben wurde, weil wir einer aus= ländischen Macht dienen, hat uns zweifellos einen gewissen Abbruch
Jüdische Brotkorb-Diktatur
Die Getreidejchicher möchten den Völkern die Scheiben oorzählen und die Preise diktieren
as. Berlin, 25. Mai. (Eig. Drahtberichi unserer Berliner Schnst- lettung.) Auf der sogenannten Ernährungskonferenz, die in dem US-amerikanischen • Badeort Hotsprings tagt, hat die britische Delegation einen ungemein kennzeichnenden Antrag eingebracht, der die jüdische Weltdiktatur sichern soll. Laut Reuter beantragten nämlich die britischen Delegierten, eine internationale Lebensmittelbank zu schaffen, die angeblich große Lebens- mittelfagcr anlegen soll, um bann in Notzeiten ausgleichend zu wirken. Weiterhin soll eine solche Bank eine internationale Preispolitik auf dem Gebiet der Verbrauchsgüter betreiben. Mit anderen Worten heißt das, das internationale Judentum möchte die Getreidesvekulation in großem und größtem Umfange betreiben. Man möchte mit Hilfe dieser natürlich dann von Inden zu lenkenden Bank Getreide in großem Umfange aufkaufen, große Vorräte horten und den Völkern dann die Preise diktieren. Damit hätte das internationale Judentum auch die Diktatur über den Brotkorb und somit eine weitere große Machtposition ht bet Hand. Beruhe in diesem Zusammenhang muß man sich wieder des famosen Planes erinnern, nach dem die westeuropäischen Länder nur Gemüse bauen, ihr Betreibe aber von ben USA. unb aus der Sowjetunion beziehen sollen. Beide Pläne ergänzen einander. Sie beide sollen die Macht bes Judentums unterbauen und dem Judentum neue Riesenprofite sichern. Wer sich noch an die wilden Spekulationen auf den deutschen Getreidebörsen der Shstenizeit erinnert, wer von ben Tragödien deutscher Bauern weiß, die damals durch die jüdische Eetreidespetulation um Haus und Hof gebracht wurden, her kann sich reicht ein Bild davon machen, welches Schicksal den europäischen Volkern blühen würde, bekäme das Judentum dank der^Anbauvläne und dank der internationalen Lebensmittelbank die Diktatur über den Brotkorb in die Hand.
Die Herrschaften, die heute in Hotsprings angeblich übet Ernährungsfragen Geraten, in Wirklichkeit aber, wie her Vorschalg bet britischen Aborbnung erneut beweist, nach Mitteln unb Wegen suchen, um die Position des internationalen Judentums zu verstärken und auszubauen, sind ja ohnehin „berufen“ übet die Verteilung bet Nahrungsmittel zu konferieren. Es find die gleichen Kreise, die nicht der Hungersnot in Teilen Indiens zu steuern vermögen, die die hungernden Tschungking-Ehinesen ihrem Schicksal überlassen, die die Länder des Nahen Ostens ausrauben unb die durch eine Hunger- blockabe nun auch Martiniaue unb das dort liegende französische Gold in ihre Hand zu bekommen versuchen. Überall wohin mit den englisch- amerikanischen Truppen die jüdischen Nahtungsmittelsvekulanten ein- brinsen konnten, haben sie Not unb Elend verbreitet. Das genügt ihnen aber noch keineswegs. Die Profite, die dabei erzielt wurden, sind noch zu gering Jetzt soll die ganze Welt diesen internationalen Eetreidejuden ausgeliefert werden. Mit Recht sagt denn auch die argentinische Zeitung „Eabildo", die bas eigene Land dazu beglückwünscht daß es nicht zur Konferenz nach Hotsprings eingeladen wurde (im argentinischen Getreidehanbel find kaum Juben tätig), die Plutokratien seien weit weniger an einer besseren Ernährung der Völker in der Nachkriegszeit interessiert als vielmehr daran, den Lebensmittelhanbel der Welt zu beherrschen. Tatsächlich beseitigt der Antrag Tier britischen Delegation ja die letzten Zweifel übet die wirklichen Ziele her Konferenz von Hotsprings, Er zeigt,
