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Montag, 24. Mai 1943

. Bilder aus Wiesbadens Postgeschichte

3. Des Fürsten von Thurn und Taxis Freundschaft und Feindschaft mit Nassau.

Meile Hälfte des 17. Jahrhunderts war überall in unserem -iralerland der Aufbauarbeit der in dem langen Kriege entstandenen Verwüstungen gewidmet. Wiesbaden-Idstein konnte s ich glücklich "cll}cn'.jn Johannes einen Herrn zu besitzen, der alle seine Kräfte für dieses Ziel einfegte, so daß bald frisches Leben aus den Ruinen emporwuchs. Sein überlebender einziger Sohn Georg August lolgte den Richtlinien seines Vaters und wandte seine Fürsorge besonders der Hebung seiner Städte Wiesbaden und Idstein zu. . Der Krieg hatte die Bevölkerung tüchtig durcheinander gerüttelt, so daß stärkere Fäden mit entferntliegenden Orten gesponnen wurden. Das emporstrcbende Handwerk suchte Absatz nach auswärts. Der Ruf Wiesbadens als Weltkurstadt begann, durch Dr. Philipp Webers -chrift (1617 bzw. 1636) in Erinnerung gebracht, seinen Weg durch die Lande zu nehmen und lockte Badegäste in Menge herbei. So durfte der Fürst Georg August auch die Verkehrsverhältniffe nicht ver- nachläffigen.

Im Laufe des Jahrhunderts hatte der Fürst von Thurn und Taxis als Inhaber des erblichen Reichspostlehens das Retz seiner Poststraßen weiter ausgedehnt. Die eine von Frankfurt über Glas­hütten und DieMrchen nach Köln führende Linie berührte nassauisches Gebiet und hatte vonA615 an im Schcrfschen Hause in Oberrod eine Station gehabt, die in den letzten Jahren des Krieges nach Esch »er­legt und vom Postreiter (später Posthalter genannt) Hans Caspar Hirtes bedient wurde. 1688 wechselte man nochmals die Stelle und wählte das nicht zu Wiesbaden-Idstein gehörige Würges. Georg August wünschte nun eine für sein Land günstige Postverbindung zu schaffen, und anfangs schienen sich freundschaftliche Beziehungen

Hus Gau und Provinz

Die Todesstrafe für einen unverbesserlichen Sittlichkeitsverbrecher.

= Worms, 24. Mai. In den Jahren 1931 bis 1935 wurden in Worms zahlreiche Frauen, junge Mädchen und Kinder durch unzüchtige Hand­lungen eines Mannes belästigt, der sich lange Zeit der Festnahme entzrehen konnte. Der Täter wurde schließlich in der Person des be­reits wegen eines Notzuchtsversuchs vorbestraften Konrad Neu aus Heppenheim dingfest gemacht. Neu wurde damals als Sittlichkeits­verbrecher zu 5 Jahren Zuchthaus und Ehrenstrafen verurteilt. Unge­achtet dieser Strafverbüßung nahm Neu sein verderbliches Treiben später wieder aus und stand nunmehr wegen zweier im März 1943 be­gangener Sittlichkeitsverbrechen vor dem Sondergericht des Ober- landesaerichtsbezirks Darmstadt, das zur Hauptverhandlung in Worms tagte. Ausgehend von der Feststellung, daß wiederholte zeitliche Straf­maßnahmen wirkungslos geblieben sind, verurteilte das Sonder­gericht Neu als Volksschädling, gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und unverbesserlichen Sittlichkeitsverbrccher nunmehr zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust.

Eppstein (Taunus). 23. Mai. Auf dem steil abfallenden Wald­weg von Staufen nach Eppstein stießen zwei Radfahrer aneinander und stürzten. Während der eine mit Hautabschürfungen davonkam, erlitt der andere innere Verletzungen.

= Flörsheim a. M., 23. Mai. Frühmorgens drang ein Dieb in den Laden eines hiesigen Bäckermeisters ein. Obwohl der Meister den Dieb überraschte, konnte dieser mit dem Inhalt der Ladenkasse und einem Bündel Brotmarken entkommen.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Ein übler Hausklatsch, durch den ein Wehrmachtsangehöriger zu Unrecht des Diebstahls verdächtigt worden war, führte zu einer Meineidsanklage gegen eine unbestrafte 43jährige Ehefrau. In einem Strafverfahren gegen eine Mit­bewohnerin wegen falscher Anschuldigung, das auch zu einer Ver­urteilung der Beschuldigten führte, hatte die jetzt vor dem Amts­gericht Frankfurt ansjeflagte Eesrau verschwiegen, einer dritten Person gegenüber eine dahingehende Äußerung gemacht zu haben, daß der Soldat gestohlen habe. Es erwies sich aber, daß sie sich in dieser Weise geäußert hatte. Die Angeklagte wurde wegen Verletzung der Eidespflicht zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Es kamen ihr bei dieser Verurteilung wegen Meineids die Strafmilderungsgründe des § 157 StGB, zugute, da sie sich bei wahrheitsgemäßer Aussage selbst der Gefahr ausgesetzt hätte, wegen falscher Anschuldigung belangt zu werden.

= Darmstadt, 24. Mai. Innerhalb der Studentensührung der Technischen Hochschule Darmstadt wurde das Amt des Soldatendienstes geschaffen, das die Jnteresten der von der Wehrmacht beurlaubten oder entlaßenen Kameraden wahrnimmt. Die Leitung hat ein kriegs­versehrter Student übernommen.

= Dillenburg, 23. Mai. Nachts warf sich oberhalb des Ortes Sechshelden in Richtung Haiger ein junges Paar vor einen Per­sonenzug und wurde überfahren. Es handelt sich um einen 23jährigen Mann aus Michelstadt im Odenwald und ein 21jähriges Mädchen aus Eiserfeld. Beide waren sofort tot.

= Limburg (Lahn), 23. Mai. Der Leiter einer Lebensmittel- verkaufsstelle und die Ehefrau des Inhabers eines Rauchwaren-

Neues aus alter Welt

Wiesbadener Tagblatt

zu dem Fürsten von Thurn und Taxis anzubahnen, die beiden Teilen nur zum Nutzen hätten gereichen köiinen.

Der letztere erklärte sich 1702 bereit, dein Fürsten Georg August zur Sanierung der Finanzverhältnisse seines Landes gegen Verpfän­dung der Dörfer Esch. Bermbach, Walsdorf und Wallrabenstein 50 000 Gulden vorzuschießen. Trotzdem die Zinszahlung pünktlich er­folgte, begann der Gläubiger nach kaum mehr als Jahresfrist Schwierigkeiten zu machen, die in dem Bestreben gipfelten, mit Hilfe des Reichshofiates die Einräumung der verpfändeten Dörfer zu erzwingen. Der alte Graf Walrad von Nastau-llsingen hatte am 24. Januar 1702 vom Haag aus vor der Verpfändung evangelischer Dörfer an einen katholischen Reichsfiirsten gewarnt. Hatte er die ge­heime Absicht bei dem Darlehen geahnt, damit eine Gegenreformation in die Wege zu leiten, die bei der Grafschaft Königstein und Nastau- Hadamar so trefflich geglückt war? Seil dem Aussterben der ersten Jdsteinischen Linie hatte man auf katholischer Seite (Mainz) mehrere Anläufe gemacht, auf die wir an dieser Stelle nicht eiilgehen können. Erwähnen wollen wir nur den Versuch, bei dem man des Grafen Johannes ältesten Sohn Gustaf Adolf ohne Wißen seines Vaters für den katholischen Glauben gewann. Durch dessen Heldentod im Türken­krieg entfielen aber alle schönen hieraus sich ergebenden Pläne.

Jetzt aber wurden die durch die auf Reichshofratsbeschluß ent­sandte kaiserliche Exekutionskommission getroffen, Vorkehrungen zur gesetzlichenImmission" (Einsetzung) des Fürsten von Thurn und Taxis in die betreffenden Orte durch geschickte Behandlung seitens der naßauischen Räte und durch den hartnäckigen paßiven Widerstand der Unterbeamten und der gesamten Bevölkerung vereitelt und der ganze Angriff im Jahre 1709 vollständig abgeschlagen.

* Diese Vorgänge mußten natürlich auf die Entwicklung der Post- verhältnisse im naßauischen Gebiet einen großen Einfluß ausüben, wie in der nächsten Fortsetzung weiter dargelegt werden soll. Z.

geschäfts in Limburg machten in den Jahren 1941 und 1942 wiederholt Tauschgeschäfte mit bezugsbeschränkten Waren, wenn auch jeweils in kleinen Mengen. Sie wurden von der Strafkammer in Limburg im zweiten Rechtszug zu einer Gefängnisstrafe von je zwei Monaten verurteilt.

= Limburg (Lahn). In Oberneisen scheute das Pferd der Witwe Ott beim Einspannen und rannte über die Straße gegen die Mauer eines Hauses. Der Anprall war so heftig, daß sich das Tier den Schädel einrannte und sofort verendete.

= Marburg, 23. Akai. Auf dem Heimweg von der Schule in Kirchhain benutzte die Schülerin Fritsch aus dem Dorfe Stausebach ihr Fahrrad. Sie wurde beim Einbiegen in die Hauptstraße von einem Kraitwagen angefahren und schwer verletzt. Ärztliche Kunst vermochte nicht."dem Kinde Rettung zu bringen.

Wißen (Sieg), 23. Mai. In unerschrockenem kameradschaftlichem Einsatz hahen auf GrubeEupel Obersteiger, Steiger und Ärbeits- fameraben zwei von Herahfallendem Gestein eingeschloßenen Berg­leuten das Leben gerettet und sie nach elsstündiger angestrengtester Arbeit mit nur geringfügigen Verletzungen bergen können. Die beiden Verunglückten waren durch das niederbrechende Gestein überrascht und so eingeschloßen worden, daß sie sich selbst nicht befreien konnten. "Ohne Aufforderung hatten sich so viele Arbeitskameraden für die Bergungs­arbeiten gemeldet, daß nicht alle Verwendung finden konnten.

= Baumholder, 23. Mai. Als ein mit Bierfäßern beladenes Last­auto die steile Straße in den Ortseingang hinabsuhr, versagten die Bremsen. Mit voller Wucht rannte das schwere Fahrzeug in den Hof einer Autowerkstiittze, beschädigte mehrere Kraftwagen und stieß gegen ein Auto, das gerade angefahren war. Beide Magen wurden durch den Anprall auseinandergerißen, so daß der Uniallort ein Bild der Verwüstung bot. Vier Personen, die bei dem llnfall schwere Ver­letzungen erlitten, mußten in das Krankenhaus überführt werden.

Engers, 23. Mai. Ein Junge von hier sprang in Höhe seiner elterlichen Wohnung von einem Wagen der Kreisbahn während der Fahrt ab. Er wurde von dem Anhängewagen der Bahn erfaßt und mit solcher Wucht zur Seite geschleudert, daß er mit schweren Ver­letzungen ins Krankenhaus gebracht werden- mußte. Dort wurde ihm ein Sein amputiert, da es fast völlig zerschmettert war.

= Gelnhausen, 24. Mai. In der Kreisgemeinde Eidengesäß wurde au einem der letzten Abende das dreijährige Söhnchen einer Familie, das von seiner Mutter zur Feldarbeit mitgenommen worden war, vermißt. Die Einwohnerschaft und die örtliche Feuerwehr begaben sich, als der Junge am Abend noch nicht da war, auf die Suche und fanden gegen 22 llhr den kleinen Ausreißer im Waldesdickicht in tiefem Schlafe.

= Treysa, 23. Mai. Der Brauereibesitzer Friedrich Haas über­schritt, aus seinem Garten kommend, in der Nähe der Brauerei den Bahnkörper, überhörte infolge eines Eehörleidens das Herannahen eines Zuges und wurde überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein.

= Friedberg (Hessen), 23. Mai. Ein Oberingenieur des hiesigen llberlandwerkes verunglückte auf einer Dienstreise so schwer, daß er seinen Verletzungen erlag.

= Zwingenberg (Vergstr)., 23. Mai. Aus dem Großmarkt gelang­ten in kleinen Mengen die ersten Frühkirschen zur Ablieferung.

= Heppenheim (Bergstraße 23. Mai. Die in den sechziger Jahren stehende Bauersfrau Elise Bub, die vor einigen Tagen durch Scheu­werden der Kühe vom eigenen Fuhrwerk auf dem Acker überfahren worden war, ist nunmehr ihren Verletzungen erlegen.

Sport und Spiel

Schweres Autobusunglück in Finnland

Helsinki, 24. Mai. Ein schwerer Autobusunsall, bei dem drei Tote und zwanzig Verletzte zu beklagen sind, ereignete sich gestern bei Vaasa. Der mit 28 Personen besetzte Autobus erlitt involler Fahrt einen Achsenbruch und stürzte die einige Meter tiefe Böschung hinab. Drei Personen wurden auf der Stelle getötet, die anderen mehr oder weniger schwer verletzt. Nur fünf Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon.

Immer größere Ausmaße der Überschwemmungs-Katastrophe in den USA.

Eens, 24. Mai. Nach Berichten aus New Pork ergoßen sich um Sonntag neue Überschwemmungen über große Gebietsteile im Mittel­westen, da vier durch Wassermaßen angeschwollene Flüße ihre User durchbrachen und tausende Morgen von fruchtbarem Ackerland iiber- fchwemmten. Hunderttausend Morgen stehen Bei St. Louis unter Wal­ser. Wo der Missouri schon 30 Kilometer vor seiner normalen Mün­dung sich mit den Waßern des Mißißippi vereinigt hat, wird berichtet, daß die Flüße Illinois und Wnbash je Stunde um einen Fuß steigen.

Bei Peoria stieg her Illinois 10V= Fuß über den normalen Waßerstand. Mehr als 10 000 Arbeiter sind damit beschäftigt, Sand­säcke zur Eindämmung der Fluten aufzutürmen.

In Indiana, Oklahoma und Cansus ist die Gefahr vorbei, du der Fluß den Höhepunkt überschritten Hut. In vielen Städten, wo mehr als 100 000 Personen zur Räumung gezwungen waren, kehren die Flüchtlinge jetzt wieder in ihre Wohnungen zurück.^ Die Schäden wer­den hier auf mehr als 40 Millionen Dollar geschätzt.

Turin, 24. Mai. Ein leichtes Erdbeben, von mehreren Sekunden Dauer wurde Samstagabend in Turin sowie mehreren Orten von Piemont verspürt. Das Zentrum scheint sich im Susa-Tal besungen zu haben. Schaden wurde bisher nicht gemeldet.

Wertvoller Schmuck abhanden gekommen. Am 18. Mai in den Morgenstunden kam im Hauptbahnhof M ü n ch e n oder im D-Zug München-Wien eine rotlederne Schmuckkassette in Kofferform, 40 : 30 : 10 Zentimeter, Doppelschloß, mit nachgenannten Schmuck ab­handen: eine doppelreihige lange Perlenkette, ein Paar Ohrringe mit je einem Diamanten und einer erbsengroßen Perle, und ein Armband mit Diamanten besetzt. Gesamtwert 20 000 SkM. Vor Ankam wird gewarnt.

Gesellschaft für Lindes Eismaschnen AG., Wiesbaden. Der Aui- «chtsrat hat beschloßen, der am 11. Sunt 1943 stattfindenden Haupt­versammlung die Ausschüttung einer Dividende oon 5 % oorjuicblaaen, wovon 4 % zur Auszahlung gelangen und 1/« auf Grund der Devrsen- abgabeverordnung vom 12. Juni 1941 dem Treuhandvermögen der Aktionäre zugesührt werden soll (wie i. $.). \

Frankfurter Börse vom 24. M-i. Heidelberger Zement wurden rationiert. Renten kaum verändert. Steuergutscheine I 102.60 Jn- dustrieobligationen weiter gesucht. Von Aktienfreiverkehr Eliag- Vadische Wolle fest 155V:. Tagesgeld 1% %.

Montag: »erdunkeluns von 22.29 bi» 4.49 Uhr

Um den Rhein-Main-Preis FSV. Frankfurt KTE. Wiesbaden Union Niederrad Eintracht Frankfurt SB. 98 Darmstadt Kickers Offenbach FK. 93 Hanau Opel Rüsselsheim

3:2 (1:0)

0:6

2:4

2:1

Die Wiesbadener hielten sich bei ihrem ersten Svjel dieser Runde in Frankfurt recht gut und unterlagen nur ganz knapp nach großen­teils ausgeglichenem Kampf. Das Treffen stand bei wechselnden, beiderseits verpaßten Gelegenheiten noch fünf Minuten vor der Pause 0:0. Dann erfolgte ein starker Angriff der Bornheimer, mehrere der blauschwarzen Stürmer verfehlten den Ball, den indes auch die Deckung der (Seißen nicht weit genug fortbringen konnte. Aus dem Hinterhalt schoß der Halbrechte Muth ins Ziel. Dagegen hatten die Frankfurter einmal Glück, als ihr Tormann Feige eine Bombe Schirr- manns eben noch zur Ecke fausten konnte. Die Wiesbadener Juli: Müller, Stellwagen: Olinger, Roßkovv, Küchler: Barbehenn, Verspohl, Schirrmann, Arendt, Gierend blieben auch weiterhin den Blauschwarzen, die von bekannten Spielern Dietsch im Mittellauf und Schuchardt auf Halblinks einsetzten, durchweg ebenbürtig. Mitte der zweiten Hälfte erzielten sie den Ausgleich. Arendt war im Straf­raum in günstiger Schußstellung gelegt worden, den von Schiedsrich­ter Eisinger (Wixhausen) verhängten Elfmeter verwandelte Roßkopp. Doch fast postwendend hatten die Frankfurter ihren Vorsprung wieder­hergestellt. Juli fing im Fallen, der herzueilende Schmidt trat den Ball dem Tormann aus den Händen ins Netz. Im Nachschuß erhöhte Schuchardt die Frankfurter Führung gar auf 3:1, indes Schirrmann> der mit weiter Vorlage auf die Reise geschickt, stch durchsvielte, ver- beßerte mit dem zweiten Wiesbadener Gegentreffer. Dieses Abschnei­den auf dem heißen Bornheimer Boden ist für KSE. immerhin recht ehrenvoll.

Um den Aufstieg

BfR. Bürstadt Reichsbahn Mainz 05 2:4

Luftwaffe Gießen BfB. Offenbach 1:1 TSG. Urberach Hanau 60 verlegt

Die Mainzer konnten stch in Bürstadt durchsetzen und Regten mit dem gleichen Ergebnis wie zu Haufe im Vorspiel. Sie sind damit den Wiesbadenern bedenklich nahegerückt, beide haben 4:2 Punkte, aber KSG. mit 13:3 das bessere Torverhältnis (gegen 8:5 von Mainz). In dem letzten, entscheidenden Spiel der Rivalen indes besitzt Mainz den Platzvorteil, und die Hiesigen müßen sich schon strecken, wenn sie nicht doch noch überholt werden wollen. Ein Unentschieden wäre zumindest nötig! Durch die Punkteteilung in Gießen gewinnt VfB. Offenbach den Eruovensieg in Gruppe II, während Eruvve III mit Rödelheim ihren Sieget schon am Vorsonntag ermittelte.

Zwei Freundschaftsspiele

Reichsbahn SG. SpVgg. Eltville (6:1) (3:0)

SvGmde. Höchst FB. 02 Biebrich 6:3 (0:1)

Die Reichsbahner zeigten sich in Zuspiel und Ballbehand­lung den Eltviller Gästen besonders während der ersten Halbzeit Überlegen. Bei den Rheingauern machte sich die notwendige reichliche Ersatzgestellung im Zusammenwirken doch bemerkbar. So konnten die Gastgeber zunächst ziemlich klar das Feld beherrschen und legten bis zur Pause bereits drei Treffer vor, das Ergebnis hätte bis dahin bei

Nr. 119 Seite 5

ZurSpinnstoff- und Schuh­sammlung IMS"

(GeirV. Hanichi

Heraus mit ihm, er schreit nach lüft, Verträgt nicht mehr den Mottenduft. Als Rohstoff ist er. noch von Wert. Die Sammelstelle ihn begehrt)

Unsicherheiten der gegnerischen Deckung sogar schon höher lauten kön­nen. Nach flotter Kombination schoß der Mittelstürmer Lindner das Führungstor, der Rechtsaußen Will erhöhte mit direktem Schräg- schuß. Kurz vor dem Wechsel erzielte mit weiter Rechtsvorlage der Halblinke Haas das 3:0. Nach Wiederbeginn folgte bald ein vierter Treffer nach schönem Durchsviel von Ayer, aber lwnn wurde Eltville besser und blieb fast die ganze zweite Hälfte im Feld nahezu eben­bürtig. Arnet holte im Nachschuß auch einen Gegentreffer, aber all­gemein erwies sich der Sästesturm als wenig durchschlagskräftig. Die Reichsbahn war glücklicher, ihr gelang ein fünfter Erfolg, als bet Rheingauer Hüter eine Flanke ins eigene Netz schlug, und im End­spurt der Hiesigen, die zuletzt nochmals aufdrehten, (teilte wieder der Halbrechte Ayer den Endstand her.

Biebrich bestritt das Rückspiel in Höchst und schnitt hier doch wesentlich bester ab als vor einigen Wochen auf dem Dyckerhoffvlatz. Dabei fehlten von der vorgesehenen Aufstellung noch Klarmann und der Tormann Bausch: zwischen den Pfoster svrang Barthel ein und bewährte sich hier wie in früheren Tagen. Bis zur Pause machte er eine Reihe klarer Gelegenheiten der Gastgeber zunichte, auch einen scharfen Fünfmeter-Schuß fing er ab. So konnte FV. 02 durch die Halbzeit, die auf Kombination Giedermann -Beisiegel durch den Letz­teren erzielte, Führung behaupten. Später brachte ein Selbsttor eines Verteidigers den Ausgleich, Höchst reihte den zweiten Treffer an. Indes die Gäste erwiderten mit einem von Beisiegel prächtig über die Deckungsmauer eingeschossenen Sechzehnmeter-Strasstoß. Neuer­liche Führung der Höchster machte wiederum Beisiegel durch Straf­stoß wett. Die Gäste waren im Feld bis dahin vollauf ebenbürtig, gegen Spielende aber unterliefen ihnen einige Verteidigungssehler. daß die Platzherren kurz hintereinander noch dreimal zum Zuge kamen. So ist der Sieg Höchsts Bern ganzen Verlauf nach doch reich­lich hoch ausgefallen, Biebrich wirkte jedenfalls bedeutend bester und stabiler als im Vorspiel.

Gerätewetturnen des Kreises Wiesbaden

Auch im Kriege findet der Turnbetrieb in unseren Turngemein­schaften weiterhin seine Pflege; das Eeräteweiturnen am Sonntag in der Turnhalle bet Schule an bet Oranienstraße konnte hierüber ein erfreuliches Bild zeitigen. Dazu traten auch die Turner aus HI., BDM. und dem Jungvolk, so daß die Teilnehmerzahl eine stattliche wurde. Kreisfachwart Werntz, dem ein Stab bewährter Kampf­richter zur Seite stand, leitete die Veranstaltung. In feiner Be­grüßungsansprache gedachte er des so früh verstorbenen Reichssvort- sührers v. Tschammer und Osten, besten Werk zu vollenden ja für alle Turnet und Sportler und für die deutsche Jugend heilige -Verpflich­tung sein soll. Als Ehrengäste waren u. a. der z. Z. in Urlaub weilende Kreissporlwart Schick und HJ.-Hauvtstellenleiter Schellet erschienen. Die turnerischen Vorführungen setzten sich zusammen aus Pflicht- und Kürübungen am Reck, Barren, Pferd, den Ringen: hinzu kam eine Bodcnübung. Es wurden durchweg gute Leistungen geboten: der Vierkampf der älteren Jahrgänge, wobei der Senior Arens (Tbd. Wiesb.) schon 75 Jahre zählt, fand besondere Anerkennung. Nach­stehend folgt die S i e g e r list e :

Männer, Zehnkamvf, Oberstufe: 1. Sieger und Kreismeister: Juer (Tbd. Wiesb./Wehrm.) = 179V« Punkte. Achtkamvf, Mittelstufe: 1. Sieger Keßler (Tv. Biebrich) = 126*/« Punkte. Achtkamvf Kl. E (Jahrg. 19041910) 1. Sieget Zindel (Eintr.) = 137' - Punkte. Sechs- Kampf Kl. F (Jahrg. 18991903) 1. Conrad (Tbd.) = 116'« Punkte. 2. Bullmann (Eintracht) = 94' - Punkte. Fünfkampf Kl. C (Jahrg. 1894-1898) 1. Werntz, Th. (Tv. Biebrich) - 92'/- Punkte. 2. Schmitt (Reichsbahn) = 78' - Punkte. Fünfkampf Kl. H (Jahrg. 18851893) 1. Ackerknecht (Tbd.) = 99 Punkte. 2. Diktmann (Tbd.) = 90 Punkte. 3. Seibel (Tv. Siebt.) = 89 Punkte. Vierkamvf Kl. J (Jahrg. 1884 und früher): 1. Diederich (Tbd.) = 72 Punkte. 2. Kunz (Tv. Biebrich) = 71V- Punkte. 3. Weritz (Tv. Johannisberg) 71 Punkte.

Turnerinnen, Fünfkampf, Oberstufe: 1. Hnadeck (Eintr.) - 93V: Punkte, 2. Sisloch (Tbd.) . 88 Punkte. Fünfkampf, Unterstufe: 1. Zindel (Eintr.) = 86 Punkte. 2. Treber (Tv. Biebrich) - 85' - Punkte. 3. Nürnberger (Eintr.) 84 Punkte. BDM.. Fünfkampf: 1. Henning (Post) .= 94 - Punkte. 2. Huber (Tbd.) = 93' - Punkte. 3. Volveit (Tv. Biebrich) 92 Punkte.

HI., A, Achtkamvf: 1. Selber (Tv. Biebrich! - 138 Punkte. 2. Diktmann (Tbd.) = 131 Punkte. HI., B, Fünfkampf: 1. Wölfert (Tv. Dotzheim) = 84 Punkte. 2. Barcaße (Tv. Biebrich) - 83V- Punkte. Jungvolk, Fünfkampf: 1. Kowarsch (Tbd.) = 86 Punkte. 2. Meister (Tbd.) - 85' = Punkte. 3. Löschhorn (Tbd.) -- 85' 2 Punkte. M.

Handball in Heßen-Rassau

Die Stadtrunde von Hesten-Nassau steht werter im Zeichen des TV. Griesheim, der auch fein achtes Sviek, gegen VDM. Heddern­heim, mit 11:9 (9:5) gewann und nun mit 16:0 Punkten weit voraus liegt. RSE. Rotweiß Frankfurt hält nach dem 11:9 (7:3)Sieg über TS. Sachsenhausen den zweiten Platz. Dietzenbach siegte kampflos über FSV. Frankfurt.

Hockey in Heßen-Naßau

Der Hockeysonntag verlief in Hessen-Nassau recht ruhig. Meister Sachsenhausen 57 bereitete sich, allerdings ohne seine Urlauber, in einem Freundschaftsspiel aus den nächsten Sonntag vor. Der RE. Rüßelsheim konnte mit 3:0 (eicht geschlagen werden. In einem Aus­wahlspiel trafen eine Wiesbadener Frauen-Mannschaft und die BDM.-Gebietself zusammen. Mit 3:1 siegte die erstere.

Rund um den Hellerhof in Frankfurt

Das StraßenrennenRund um den Hellerhof", bei dem int Süd- westen Frankfurts eine 2914 Meter lange Strecke fünfundzwanzigmal zu runden war, endete wie im Vorjahr mit einem Sieg des früheren deutschen Straßenmeisters Karl Kittsteiner (WS/Mainz). Der Niirn- berg-Herversdorfer begnügte sich diesmal mit einem Punktsieg.

DEUTSCHE ARBEITSFRONT

Xp»KREIS WIESBADEN

Lrtswaltung Westring. Am Mittwoch, 26. Mai, 20.15 llhr, findet in der Ortswaltung Westring, Scharnhorchstraße 28, eine Amts- walteibesvrechung statt.

Fachstelle Druck und Papier. Am Donners t.ag. 27. Mai, 18.00 llhr findet im Sitzungssaal der TAF. (Luisenstraße 12) eine Arbeite tagung der Betriebsführer, Betriebsobmänner und Unterführer bei Fachstelle Druck unb Pavier statt.