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Wiesbadener (Tagblatt

DmS und Verlag: L. Tchellenberg'siye Buchdruckerei, Lanaaasse Nr. 21 <raavlatl,.i,aus> ' -utöck-entlick, in « Vusaaden ßridirtimimöieit n>erfti»ii<h

Wöchentlich in 6 Ausgaben

Erjchcinungszcit werktäglich nachmittags

2lt 118

Samstag/Sonntag, 22./2Z. 2Nai 1943

91. Jahrgang

------------ Verlag: L. Tchelleuberg'sche Buchdruckerei, Langgasse Nr. 21 (Tagblatt'Haus- gerntuf: Sammd.Jlr. 5963! Drahtanschrift: Tayblatt, Wiesbaden Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7405 ^Eö^abpreise. ®ü* einen Monat RM 2.— emschlietzlich des TrKgerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM S.3b, zuzuglich RM 0.36 Bestellgeld - Einzelnummern RM 0.10 - Bei Behinderung der Lieferung infolge Eintretens höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

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Bier Jahre Achsen-Bündnis

Die entfesselte Bestie

Bon Heinrich Karl Kunz'

Eine unlösbare Solidarität der Waffen und

Berlin, 22. Mai. Aus Anlaß des inerten Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnis- vaktes fand ein Telearammwechsel zwischen dem Führer. König Viktor Emanuel m. und dem Duce statt. Der Reichsminister des Auswärtigen, v. Ribbentrop, und der Duce, sowie der Staats­sekretär im italienischen Außenministerium, B a st i n n i n i, tauschten gleichzeitig Telegramme aus.

Der Führer an König und Kaiser Viktor Emanuel

»3um heutigen Gedenktage, an dem sich die feierliche Unterzeich­nung des Freundschafts- und Wassenbnndes »wischen unseren beiden Volkern zum viertenmal fährt, bitte ich-Eure Majestät mit meinen herzlichsten Grüben meine und des deutschen Volkes ausrichtigste Wunsche für das Glück und die Zukunft Italiens und den Kampf seiner Waffen entgcgcnnehmim zu wollen."

Viktor Emanuel III. an den Führer

»Am 4. Jahrestag des Bündnispaktes, der ^unsere beiden Völker verbindet, möchte ich Ihnen, Führer, die lebhafteste.' Wünsche über­mitteln für die Sröbe und das Gedeihen des deutschen Volkes, in »er Gewißheit, daß der Tapferkeit und 6cm Wert unserer Waffen der Sieg nicht fehlen kann."

Der Führer an den Duce

. Anläßlich der Wiederkehr des Tages, an dem unsere bei­

den Lander vor vier Jahren durch den Abschluß des Freundschafts- «nd Bundn,spaktcs eine unauflösliche Kampf- und Schickfalsgemein- fchaft Miteinander eingingen, sende ich Ihnen zugleich im Namen des ganzen deutschen Volkes Meine aufrichtigsten und wärmsten Grüße und Wünsche. Ich gedenke hierbei in dem Gefühl herzlicher Ver­bundenheit des Heldenhasten Kampfes der italienischen Wehrmacht in »em gcmelnsamitn großen Ringen für die Freiheit und die Zukunft un,crcr Völker und verbinde damit den Ausdruck meiner unerschütter­lichen Gewißheit, daß am Ende dieser weltgeschichtlichen Auseinander- sehung der Einsatz und die Opfer, die gebracht werden mußten, in dem ruhmvollen S i e g e lunferer gerechten Sache ihren höchsten und letzten Lohn finden werden."

Der Duce an den Führer

„Scute, bei der Wiederkehr des vierten Jahrestages der Untcr- »eichnung des historischen Paktes, während unsere Heer« und unsere

Der Pakt hat seine Feuern

(Ei geifer Drahtbericht und er

as. Berlin, 22. Mai.' Heute vot. vier Jahren, am 22. Mai 1939, wurde in Gegenwart des Führers in der Reichskanzlei der Bündnis­pakt zwischen Deutschland und Italien unterzeichnet, der das enge Verhältnis zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien bekräftigte. „Deutschland und Italien sind jetzt", so erklärte Reichsaußenminister v. Ribbentrop, „eine unlösbare Gemeinschaft. Die Welt hat sich mit dieser Tatsache abznfinden. In Zukunst werden die beiden Nationen zusammenstehen, komme, was da kommen mag." Wenn der Reichsaußenminister hinzufügte, daß 150 Millionen Deutsche und Italiener mit ihren Freundxn in der Welt einen Block bilden, der unbesiegbar ist, so war das eine sehr deutliche Warnung an die Kriegstreiber im Lager der Achsengegner, eine Warnung, die von der deutschen und italienischen Presse nachdrücklich unterstrichen wurde. So schrieb dqmals der " „Popolo d'Jfalia": „Dieser Block bildet eine S i ch e r h e i t s g a r a n t i c für die be­freundeten Völker, den die Feinde in ihrem Interesse achten müssen. Wie bei Hochspannungsleitungen kann man die Warnung anötingen: Berühren lebensgefährlich."

2m gegnerischen Lager glaubte man sich über solche Warnungen Hinwegsetzen zu können. Man wollte nicht sehen,' daß dieser Pakt etwas ganz anderes war, als die unter taufend Schwierigkeiten zu­stande gekommenen Vereinbarungen zwischen den durch unzählige Jn- teresiengegensätze belasteten Demokratien. Man wollte nicht sehen, daß dieser Pakt sich aufbaute auf dem Eleichklang der beiden Revo­lutionen, auf der Gemeinsamkeit der staatlichen Jnteresien und Welt­anschauungen, auf der engen Freundschaft zwischen dem Führer und dem Duce Dabei hätte eigentlich bereits der Verlauf des abessini­schen Konflikts und lodann die gemeinsame Front im spanischen Bürgerkrieg, der ja einen Versuch des Bolschewismus darstellte, in Europa festen Fuß zu fasten, unsere Gegner über die enge Verbun­denheit der Achsenmächte genügend aufklären müssen. Der Paktab- schlub vom 22. Mai 1939 bedeutet also nicht etwa Len Beginn einer neuen Entwicklung, sondern er unterstrich demonstrativ eine Entwick­lung, die sich seit Jahren vollzog und drückte ihr das Siegel auf. Da« bei darf man nicht übersehen, daß auch in diesem Pakt schon die Achsenmächte ihre Verantwortung Euronn gegenüber u n t e r ft r i ch en. So betont die amtliche Einleitung zum Vertrage, daß Deutschland und Italien auf dem ihnen von der. Geschichte vor­gezeichneten Wege der Aufgabe dienen wallen, die Grundlagen der europäischen Kultur zu sichern.

>er Gefühle zwischen Deutschland und Italien

Völker den heroischen Kamps gegen die gemeinsamen Feinde führen, möchte ich Ihnen, Führer, die unlösbare Solidarität der Waffen urit der Gefühle des faschistischen Italiens für das nationalsozialistische Deutschland und unser vollkommenes Vertrauen in den Sieg der Achse und der Dreicrpaktmächte von neuem bestätigen."

Reichsaußenminister v. Ribbentrop an den Duce

„Zum heutigen Jahrestage des Paktabfchlustes, durch den sich Deutschland und Italien zur Wahrung und Sicherung ihrer Lebens­rechte zu einem stählernen Block zufammengefchlosten haben, bitte ich Sie, Duce, meine aufrichtigsten und herzlichsten Grüße und Wünsche entgegenzunehmen. Ich weiß mich eins mit Ihnen in der Gewißheit, daß dieser uns aufgezwungene harte Kampf mit der Bezwingung unserer Gegner enden und zu einer glücklichen Zukunft für das deutsche und italienische Volk und für die mit ihm verbündeten Nationen führen wird."

Der Duce an Reichsaußenminister v. Ribbentrop

„Während Italien den 4. Jahrestag der Unterzeichnung jenes Paktes feiert, durch den Deutschland und Italien heute -*u einer Waffenbrüderschaft, die durch die gemeinfamen Prüfungen noch ge­stärkt wird, zufammengefchlosten sind, sende ich Ihnen meinen Gruß zusammen mit dem Wunsch für den Endsieg unserer Heere."

Ribbentrop an Bastianini

„An dem Jahrestage, an dem Deutschland und Italien zum 4. Male die Unterzeichnung des beide Länder unlösbar miteinander verbindenden Freundfchafts- und Bündispaktes begehen, übermittle ich Euerer Exzellenz meine aufrichtigsten Grüße und Wünsche. Gleich­zeitig bringe ich Ihnen meinen unerschütterlichen Glauben zum Aus­druck, daß der gemeinsame Kampf unferer verbündeten Waffen zu einem vollen Siege führen und damit die Freiheit und Zukunft unferer Völker endgültig stcherftellen wird."

Bastianini an Ribbentrop

„Am 4. Jahrestag des Abschlusses des Bündnispaktes, der unsere beiden Völker vereint, freue ich mich, Ihnen meinen kameradschaft­lichen Gruß in der Gewißheit zu übermitteln, daß die Anstrengungen, die Deutschland und Italien mit hartem Willen und festem Glauben vollbringen, vom Sieg gekrönt fein werden."

tobe glänzend bestanden

r Berliner Schriftleitung)

historischen Paktabschlusses aber enthalten die weithin vernehmbare Bestätigung dieses Sachverhaltes. Sie alle bekunden erneut den unerschütterlichen Glauben und die Gewißheit, daß der gemeinsame Kampf der verbündeten Waffen zu einem völligen Sieg und damit 3U einer glücklichen Zukunft für das deutsche und das italienische Volk und für die mit ihnen verbundenen Rationen führen wird.

Oer Kampf auf der Aleuten-Insel Attu

Tokio, 22. Mai. (Funkmeldung.) Der Sprecher des Infor­mationsdienstes vom kaiserlichen Hauvtauartier, Generalmajor Rakao V a h a g i, erklärte, daß die javanischen Truppen auf der Insel Attu den zahlenmäßig Überlegenen amerikanischen Truppen, deren Zahl immer noch zunimmt, einen entschlossenen Wider st and ent­gegensetzten. Er eröffnete, daß der Feind mit der Landung seiner Panzer und anderen schweren Waffen am 16. Mai begann.

Vahagi teilte weiter mit, daß die javanischen Truppen mit der Säuberung eines Teil des Küstengebietes von in diesem Abschnitt gelandeten feindlichen Truppen beschäftigt sind und daß sich in diesem Abschnitt kein Feind mehr befindet.

Die feindliche Streitmacht besteht ungefähr aus einer Division, mit Panzern, schweren Kanonen versehen und von starken Flotten- und Lufteinheiten unterstützt. Pahagi fügte hinzu, daß die javanischen Streitkräfte dem Feind trotz heftiger Bombardierungen durch Flieger und Artillerie schwere Verluste zugefügt haben.

Oen Amerikanern gehen die Augen auf •

Eens, 21. Mai. Eisenhower gibt nur einen Teilverlust in Nordafrika zu, erklärte Roane Waring, der Kommandeur der Amerikanischen Legion (Verband der Teilnehmer am ersten Weltkrieg) in Washington. Waring sagte, so meldet Astociated Preß, die ameri­kanischen Streitkräfte hätten „schreckliche V e r l u st'«" erlitten. Eisenhower gebe immer nur Teilzahlen an. In Wirklichkeit aber seien die Verluste das Vielfache dessen, was Eisenhower angekündigt habe; und jetzt gehe es erst richtig los. Tunis sei nur Geplänkel gewesen gegenüber dem, was die amerikanischen Truppen in Europa erwarte.

Unerschütterlicher Pol in

Kommentare der italieni

Der Krieg, wie ihn unsere Feinde führen, verzichtet von Tag zu Tag mehr auf die Selbstbeschränkungen, die er noch im ersten Weli- brand — ein Minimum des Anstandes sozusagen — gewahrt hatte. Fast in jeder Ausgabe mästen unsere Zeitungen über neue Gewalt­taten berichten, deren Perversität oft an unser schon lange nicht mehr verwöhntes Begriffsvermögen unerhörte Anforderungen stellt. Perversität, und wir glauben damit nicht zu kraß zu urteilen, wenn wir berücksichtigen, daß USA.-Flieger ein vollbesetztes italienisches Kinder-Karustell mit ME.-Feuer belegten. Hier kann nicht mehr von Irrtümern und Versehen, oder ungewollten llngenauigkeiten gesprochen werden. Puvven mit Svrengstosfladungen! «gibt es da überhaupt noch eine Entschuldigung? Nein! Das ist Mord, Ausdruck eines widernatürlichen Vernichtungstriebes, Perversität Ein llSA.-Divlomat, einer jener Leute, die mit Bibel und Humani- tätsvhrasen in der Welt hausieren gehen, schämt sich nicht, die Der nichtung unserer Kinder als ein vordringliches Ziel des Luftkrieges herauszustellen. Und warum? Nur weil der Deutsche, der von heute und der von morgen, weder auf seine Freiheit und seinen Lebens raum, noch auf sein Existenzminimum verzichtet. Weil wir lieber kämpfen und wenn es sein muß auch sterben, als uns freiwillig in die Sklaverei zu begeben. Die Begründung ist so fadenscheinig und primitiv, daß auch der harmloseste neutrale Beobachter sagen muß: Das ist kein Gericht, das ist Verbrechen, Mord — mit Spreng­stoff gefüllte Puvven — erbärmlicher, feiger Meuchelmord.

Unwillkürlich fragen wir, wie ist so etwas überhaupt möglich' Viele unter uns kennen die Nationen, die uns heute als Feinde gegenüberstehen, aus eigenen Erlebnissen, von Reisen und beruflichen Begegnungen. Oder aus ihrem künstlerischen Schaffen, ihren Forschungsergebnissen und wistenschaftlichen Arbeiten, die den Weg zu uns sanden. Dieser Mister und jener Yankee: mein Kott, es waren doch Menschen die ihre Familien betreuten, die den Stolz auf ihre Kinder nicht verleugneten. Wie können sie den Mordterror ihrer Führung wortlos hinnehmen, kalten Herzens den Anschlag auf unser Liebstes, unsere Jugend, billigen? Haßverzerrten, durchsichtigen, gläsernen Masken gleich schauen uns die Gesichter der Volker an. und sei cs nun das englische oder das amerikanische: Aus allen st i c r t d i e gleiche Fratze, die Fratze des Juden. Der Jude hat die Herzen der Völker vergiftet, ihre Hirne verdunkelt, ihr Gewissen erwürgt, die mehr oder minder starken Hemmungen, die jenen gefähr­lichen Rest an chaotischer Substanz, der sich unter normalen Um­ständen. ins Unterbewutzksein verflüchtigt und jeder sittlichen Er­fassung entzieht, niedergeristen. De r I u d e hat d i e ,B e st i e von der Kette gelöst. Nicht erst heute und gestern, oder vor zehn Jahren. Wer zu dieser Feststellung noch Beweise fordert, der mag sich auf das zurückbejinnen, was sich vor 1933 auch in unseren Museen breit machte. Kunst ist das ewige Ringen um das Göttliche in uns der Versuch, das Unfaßbare und nicht zu Erschöpfende in ein Gleichnis zu fetzen, in Klang. Form, Farbe, oder in das Wort zu bannen. Der Versuch, das eingeborene, völkische Ideal für jeden einzelnen ver­pflichtend zu prägen. So schuf Eriechengeist die Statuen der Olympia­kämpfer. Rom seine.Jmperatorenkövfe. das deutsche Mittelalter die mütterliche Innigkeit seiner Madonnen. So tritt uns die deutsche Zukunft, nur um ein Beispiel sprechen zu lassen, heute in den Plastiken Kolbes entgegen, schlank, rein und stark, diesseits und daseinsfreudig Und was bot sich uns damals, vor 1933, was bietet sich — heute noch in London und New York als Kunst an? Dirnengesichter in rosa und violett, darunter das Wort „Mädchen", gemalte und modellierte Un- formigteiten, darunter „Mutter", orf Kreuzen ausgerenkte Verbrecher­gestalten mit „Christus" betitelt. Von Juden geschaffene, inspirierte protegierte Kunst. Die Inkarnation des Negativen, die Verherrlichung der Selbstzerstörung, die Vernichtung des göttlichen Fnnken im Menschen, jedes Strebens nach Schönheit und sitt­licher Vollendung. Jeder Glaube eine überlebte Romantik Geschichte und Tradition alberne Gestrigkeit. Zynismus aber der letzt Schrei des Modernen. So hat der Jude die Seelen der Völker ver­giftet, ihre religiösen Fundamente auch da, wo er sich nicht, wie in der Sowjetunion, an die Kirchen heranwagte, untergraben Zucht und Sitte zersetzt, die Stände gegeneinander gehetzt. Fleiß und Arbeit an die Fesseln des Goldes gelegt und die Unausrottbarkeit breitesten Elends wissenschaftlich untermauert. Der Jude nahm dem Einzelnen das unbeirrbare Urteil, den Volkern den natürlichen Instinkt das Gefühl für Anstand für Menschlichkeit, Recht und Ehre. Und die Masse merkte es nicht einmal, benutzte die ererbten längst ausgehohl- ten Begriffe, wie tote Gegenstände, fühlte gar nicht, wie sie innerlich verrohte und die Zivilisation die gelockerte chaotische Substanz nur noch wie eilte dünne Tünche, die unter dem ersten harten Anstoß am- brechen mußte, zusammenhielk. Entwurzelt und innerlich widerstands­los, heute nur noch ein Treibholz im Strom des jüdischen Hasses, der gegen die Deiche Europas anbrandet.

Vernichtung der Individualität der Völker' In der Sowjetunion erreichte der Jude sein Ziel schnell und hunderi- vrozenttg, durch die Ausrottung der Jnkelligenzschicht. In den Pluto- kratten gelangte er, wie wir vorstehend auszeichneten, „auf kaltem Wege" zum Enolg. Er besetzte, tausendfältig getarnt, die Schlüssel­stellungen in Handel und, Industrie, kontrollierte das Kapital und lieb seine Marionetten auf der Regierungsbühne antanzen. Von der JJJJ Charakter versetzten, am Gängelband der Iudenoresse geführten Masse, war keine Reaktion mehr zu fürchten. Die Stufen, die zur Weltherrschaft empor,ühren sollten, waren geschichtet. Was zu tun übrig blieb, war die Vernichtung dieses verhaßten Deutschlands, das seine Eigenart und seinen Lebensanspruch nicht aufgeben wollte, das

Wandel des Geschehens

»en Presse zum 22. Mai

In dem. den Achsenmächten ausgezwungenen Krieg hat der deutsch-italienisch-- Bündnisvertrag, der stählerne Pakt, seine Feuerprobe bestanden und sich sehr zum Kummer unserer Gegner glänzend bewährt. Auf vielen Kriegsschauplätzen, zuerst in Frankreich, bann auf dem Balkan, im Osten und vor allem in Rord- afrita haben deutsche und italienische Divisionen Schulter an Schulter gefochten. Aber auch politisch und wirtschaftlich erwies sich das Bünd­nis von höchster Wirkungskraft, erwies es sich als Skahlvakt. Die Versuche, die Achse Berlin—Rom mit List zu sprengen, sind denn auch vom Gegner seit längerer Zeit eingestellt worden, weil die völlige Zwecklosigkeit dieses Verfahrens sich allzu klar herausgestellt hatte. Wenn gegenwärtig ein neuer Versuch niet ganz anderen Mitteln, nämlich durch terroristische Überfälle aus der Luft, von den Engländern und Amerikanern unternommen wird, um die Widerstandskraft des italienischen Volkes zu zermürben, so hat sich bereits in dem ersten Stadium dieser Unternehmungen gezeigt, daß auch dieses Mittel völlig wirkungslos blieb. Genau wie die deutsche Bevölkerung im Rheinland, im Ruhrgebiet, im Küstengebiet setzt auch die Italien ise Bevölkerung in den von den Eangstern der Luft angegriffenen lianbesteilen diesem Terror einen entschlossenen Willen der Abwehr entgegen. Gleiches Schicksal und gleiche Festigkeit der moralischen Haltung zeichnen auch hier das deutsche und das italienische Volk aus. Damit rundet sich das Bild der inneren Ge­meinschaft der Achsenmächte ab. Die revolutionäre Zielsetzung des Faschismus, wie des Nationalsozialismus ist die Basis der Freund­schaft nvischcn dem Führer und dem Duce geworden. Die Überein­stimmung der Jnteresien beider Staaten und beider Völker verbürgt die Dauer und die Festigkeit des Paktes und in dieser inneren Ent­schlossenheit liegt die Garantie dafür, daß die Achse Berlin—Rom auch weiterhin der tragende Pfeiler für den Aufbau Europas sein wird. Die Kundgebungen am 4. Jahrestag des

Rom. 22. Mai. (Funkmeldung.) Am vierten Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnis- vaktes steht die italienische Presse ganz im Zeichen dieses Ereignisses. Der Paktabschluß bildete, so betonen die Blätter übereinstimmend, die Antwort der Achsenmächte auf die Einkreisungs- volitik der Plutokraten und galt der Sicherung der Frei­heit und der Existenz der beiden Achsenmächte und darüber hinaus des europäischen Kontinents.

„Popolo di Roma" bezeichnet den Freundschafts- und Bündnis- vakt die „schöpferische Kraft, die das neue Europa schafft" und 'zeigt in einer „unwandelbare Treue" überschriebenen Abhandlung die Ent­wicklung der politischen Ereignisse in den letzten Jahren vor Ausbruch des gegenroärtigen Krieges auf, die zwangsläufig zum Abschluß des deutsch-italienischen Bündnisies führen mußten. Die Funde in den Außenministerien in Polen, in den Niederlanden und in Frankreich haben eindeutig bewiesen, so schreibt bas Blatt, daß sich Deutsch - land und Italien in der Abwehr befanden, als sie sich auf Grund ihrer gemeinsamen SZebensauffaffung und seiner gemein­famen Jnteresien zusammenfanden, um gegen die feindliche Be­drohung zu kämvfen. „Popolo di Roma" unterstreicht die Worte, die Musiolini eine Woche vor Abschluß des Bakkes in Mailand sprach und in denen der Duce darauf hinwies, daß es durchaus nicht nötig sei. die Knoten der europäischen Politik mit dem Schwefte zu durch­schlagen."

Da jedoch, so betont das Blatt bann, bie Gegenseite nicht im ge­ringsten guten Willen zeigte, die Soannung auf friedlichem Wege Zu beseitigen, mußte es zum Kriege kommen. Der Krieg weitete sich in seinem Verlauf zum Weltkrieg aus. Die vor seinem Ausbruch vor­handene Lage fand im Verlaus der Ereignisse mannigfache Verände­rungen. Frankreich brach zusammen: der Kampf gegen den Bolsche­

wismus mußte ausgenommen werden: Japan trat in den Krieg, ein. 3n allen die,en politischen Komplikationen jedoch blieb der Stahlpakt als unerschütterlicher Pol des Geschehens fest bestehen. Deutschland und Italien stehen gemeinsam in brüderlicher Gemeinschaft int Kampf und erheben den Inhalt des Artikels fünf des Paktes zum Schwur, u u r > n v o 11 et Übereinstimmung zwischen b e n bei- oen Volkern den Kampf zu beenden.

Deutschland und »Italien, sowie ihre Verbündeten, die die Narmen der au, Rettung der Kultur, der Tradition und der Rechte des Konii- nents abzielenben geistigen und materiellen europäischen Solidarität st°ben. sind an diesem vierten Jahrestag mehr denn je enftchlosien. sv betont „Sortiere della Sera“, den Krieg zum sieg- reichen Ende ,u fuhren und den Kontinent gegen jede Bedrohung zu verteidigen, ganz gleich, von welcher Seite sie kommen mag. Der b ttCfl l!n sroÄe Obfer, aber noch härter und gröber ist

der entschloßene Wille, zur Verteidigung der Unabhängigkeit, sowie der Lebens- und erreiheitsrechte der europäischen Völker zu kämpfen. Der stählerne Pakt wurde nicht nur durch die Siege, sondern auch in schweren Stunden erprobt und hat seine aus einem festen Begriff bet tf^re, der Gerechtigkeit und der Zukunft geborene und durch das gc werchame Blut wie die gemeinsamen Opfer noch gestärkte Solidarität bestätigt, Deutschland und Italien, die heute zusammen mit ihren Ver­bündeten au, den e-chlachtfcldern kämvfen, bekräftigen an diesen- Jahrestag, das nicht nur dxn eigenen Völkern, sondern der gansen Gemein,chaft der eurovaiichen Völker gegebene Versprechen auf trete Sntmidlung und vor allem auf einträchtige Freiheit unter den Volkern des Kontinents. „Das italienische Volk" io tolL'Rt Eorrierc della Sera", „setz, ebenso wie Deutschland seine gante -’ Tugenden an Tapferkeit und Kampfentschloyenheit ein um Euroim [cm Recht auf Leben und Freiheit zu'sichern."