Wiesbadener TaMM
®rud und Verlag: L. «chcllenbergsche Buchdruckcrei, Langgasse Rr. 21 (raablatt. Haust / Wöchentlich in 6 Ausaabcii 6ri*eteniui6:ctt wcrftüolidi nack,,.itta<»s
Wöchentlich in KAusgaben
Erfcheinnngsjeit werktäglich nachmittags
Nr. 113
Montag, 17. Mai 1943
91. Jahrgang
9
parieren,
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Sunderland zum 37. Male bombardiert
Berlin, 16. Mai. Die Schiffswerften und Docks von Sunderland, in denen sich ein großer Teil der von deutschen Seestreitkrnften ange» schlagenen Schiffseinheiten der englischen Flotte befindet und in denen Tankschrfse gebaut werden, waren in der Nacht zum 16. Mai zum 37. mal das Ziel eines starken. Vchlbandes schwerer deutscher Kamvfttugzepge. Kurz nach Mitternacht stießen unsere Kampfflieger gegen Sunderland vor. Der Himmel war wolkenlos und die Sicht durch das belle Mondlicht begünstigt, so daß die Besatzungen ihre Ziele in allen Einzelheiten ausmachen tonnten. Unsere Kampfflugzeuge warfen Bomben schweren Kalibers aus geringer Höhe ab, die in den Docks und Werftanlagen detonierten. Nach heftigen Explosionen entständen schnell um sich greifende Brände. Ausgedehnte Brandherde erkannten unsere Flieger ferner an den Ufern des Wear-Flusses. .,
Krieges, in dem Bolivien und Peru gegen Chile standen, das diesen Krieg gewann, gehörte der jetzt wieder oft, genannte nördliche Hafen Chiles, A r i c a, zu Peru, während das weiter südlich gelegene A n t o f a g a st a zu Bolivien gehörte. Bolivien hat diesen Verlust n< verschmerzt und hat immer wieder den Zugang zum Meer gefordert. Wenn nicht alles täuscht, so haben die USA. Chile gegenüber zunächst einmal mit der Drohung gearbeitet, daß sie die bolivianische Forderung unterstützen würden. Darauf ist . der Kurswechsel Chiles zurückzuführen, das sich zuerst bemühte, sich gleich Argentinien dem jetzigen Kriege fernsuhalten, das aber dann die Beziehungen zu den Achsenmächten abbrach in der Hoffnung, dadurch Washington für sich gewinnen und veranlasien zu können, die bolivianische Forderung fallen zu lassen. Bolivien versuchte, diesen Schachzug dadurch zu
: daß es sich ebenfalls mit dem Abbruch der Beziehungen be-
Einfatz unserer Frauen von entscheidender Bedeutung
Rundfunkansprache des Rcichsinnenministers Dr. Frick zum Muttertag
Focke-Wuif und Messerschmitt weiterhin überlegen
Der neue llSA^Jagdtyp „Thunderholt" hat seinen Nimbus schnell verloren.
Die rationierte Freiheit
Wachsende Opposition in Südamerika gegen die Gewaltpolitik Roosevelts
eilte und den amerikanischen Vizepräsidenten bei seinem Besuch mit dieser Nachricht überraschte.
In beiden Fällen hat also Washington sein Ziel erreicht. Washingz ton fördert aber auch fetzt noch den chilenisch-bolivianischen Streit, um so seine eigenen Interessen vorantreiben zu können. In diesem Zusammenhang gewinnen auch die zunächst noch unbestimmten Gerüchte um das Jntereffe, daß die USA. Stützpunkte in Chile ge- fordert hätten. Die Wahl, vor die man Chile beute stellen will, ist also offenbar Einräumung von Stützpunkten für sie USA. in den Häsen Arica, Antofagasta und Jque oder aber Abtretung einer dieser Häfen an Bolivien, das sich dann seinerseits aus Dankbarkeit bereit finden würde, in den betreffenden Häfen den USA. die Konzession einzuräumen, die Chile heute noch ablehnt. Das ist Washingtons Politik der „guten Nachbarschaft".
Oie 600. Mütterschule eröffnet
Berlin, 16. Mai. Zn diesen Tagen konnte in Ostpreußen die 600. Mütrerschule der Deutschen Frauenorganisation ihrer Bestimmung übergeben werden. Insgesamt wurden während des Krieges vornehmlich in den Ausbaugebaeten des Westens und Ostens 320 neue Mütterfchulen eingerichtet. Vier Millionen deutsche Frauen haben bisher die Mutterdienstkurse der NS.-Fraucnfchaft besucht und sich eine Grundlage auf den wichtigsten Gebieten der Haushaltsführung der Eesundheitsführung und der Erziehungsfragen erworben.
schuldrgung für die schweren nordamerikanischen Flugzeugoerluste an.
Jiiin haben die Amerikaner eigens einen neuen Langstreckenjäger i-TM.nderholi herausgebracht, der die Aufgabe hat und in der Lage Km »oll, die viermotorigen Bombenflugzeuge bei ihren Unternehmungen vor den Angriffen der deutschen Jäger zu schützen. Am 13. Moi ‘titbcr »Thunderholt" bei einem Tagesangriff brilisch-US.-ameri- kan,scher Bomber gegen Nordwestfrankreich in Erscheinung Der Nimbus, mit dem dieser amerikanische Jäger in den letzten Wochen von der britischen Agilatiou umgeben worden war, ging jedoch schon der Ieinem ersten Einsatz verloren. In den Lustkämpfen mit Fock- Wuls-^agern waren d,e „Thunderholt" weder schneller noch an -.reuerkraft überlegen. Eine von ihnen zerplatzte bereits nach dem ersten Feuerstoß eines Focke-Wuli-Jägers in der Luft Bei einem zweiten Zusammentreffen unserer Jagdflugzeuge mit diesen neuen nordamerikanischen Jägertypen am 14. Mai trat die Überlegenheit unserer Focke-Wulf- und Messerschmitt-Jäger er- neut klar zutage, den» vier Maschinen dieses neuesten nordamerikauii ichen Baumusters konnten in Lustkämpfen vernichtet werden.
zu erleichtern, sie gesund und lebensfähig zu erhalten. Die Sorge gilt auch den werdenden Müttern. Das vor einem Jahr erlassene Mutterschutzgesetz hat hier eine feste Grundlage geschaffen. Besonderer Dank gebührt dem Mütterdienst des deutschen Frauenwerkes und der NSB., die die Maßnahmen des Staates unterstützen. Voll tiefster Anteilnahme gedenken wir den Frauen, denen der unerbittliche Krieg den Gatten. Sohn, Bräutigam nahm, oder die selbst durch Feindeinwirkung ihr Leben lasten müßten. Nach dem Sieg wird die deutsche Frau und Mutter sich wieder ihrer ureigentlichen Aufgabe widmen können. Heute wollen wir geloben, uns des Opfermutes von «rront und Heimat würdig zu erweisen, alles für den Sieg einzu- setzen, um in felsenfestem Vertrauen auf den Führer eine bessere, glücklichere Zukunft aufbauen zu helfen.
Berlin, 16. Mai. Über dem europäischen und dem Mittelmeerraum hoben die neutralen und italienischen Luft-, Land- und See- streitkräfte seit Februar dieses Jahres insgesamt 2 5 3.2 b r i t i s ch e und n o r d a m e r ikanisch e Flugzeuge abgeschogen. — In änciei Abschuszahl sind etwa 1800 mehr- und viermotorige Bomber enthalten, wobei der Prozentsatz der viermotorigen Flugzeuge, also jener Typen, die von der feindlichen Agitation wegen ihrer Panzerung und der starken Verteidigungswaffen wiederholt für nahezu unbesiegbar erklärt wurden, besonders hoch ist. Seit dem ersten Auftreten der viermotorigen Eroßbomber auf dem europäischen Kriegsschauplatz hat sich die drutscke Luftverteidigung in einem Maße auf die Be- kamvimg dieser Maschinen eingestellt, daß selbst amtliche britische stelle i die Schwer, der Einbußen gerade an viermotoirgen Bomben- llugzc igen nicht mehr verschweigen konnten. Auch in den USA. haben die von Monat zu Monat steigenden Verluste an viermotorigen Bombern Bestürzung heroorgerufen. Militärische Sprecher in Washington führten vor wenigen Tagen die bedeutende Verstärkung der deutschen Lustverteidiguna und die Anwendung neuer Abwebrmethoden als Enk-
Berlin, 16. Mai. Reichsinnenminister Dr. Frick hielt Sonntag- vormittag im Eroßdeutschen Rundfunk eine Ansprache, in der er u. a. ausführte:
Auf der Höhe der Kriegsereigniste im vierten Kriegsjahr gehört unser ganzes Denken und Fuhlen zunächst unseren Soldaten. Ihnen . gelten die heißen Wünsche des ganzen Volkes. Unsere Mütter haben an den Lasten des Krieges, und zwar mit am schwersten, zu tragen. In bewunderungswürdiger Weise haben sie, wie überhaupt unsere Frauen, sich den Notwendigkeiten der Zeit bereitwillig zur Verfügung gestellt. Welcher Aufopferung unsere Mütter fähig sind, offenbarte sich in vollem Ilmfange bei der Verkündung des totalen Krieges. Gerade die deutsche Frau weiß zu ermessen, was der Bolschewismus für die oamilie bedeutet, deren Mittelpunkt und Seele die Mutter bildet. Ausgelöscht für immer würde das dem Deutschen heilige Familienleben. seine Mitglieder in alle Winde zerstreut, zu Sklavendiensten er- nrttrrgt. Hunger und Elend preisgegeben, das auch vor den Kindern nicht hall machen würde, wie wir es von der Sowjetunion wissen. Ilnd so ergießt sich nach dem Ruf des Führers ein Strom von Frauen nach den Arbeitsämtern, um die durch die vermehrte Einberufung von Mannern geschaffenen Lücken zu schließen und eine erhöhte Rüstungsproduktion zu gewährleisten. Die Frau hat es hier in der Hand, dem Manne an der Front das Kriegsmaterial in überreichlichem Maße stets griffsbereit zu halten und damit zu seiner unmittelbaren Sicherheit beizutragen. Aber nicht nur in den Rüstungswerken, sondern auch zur Aufrechterhaltung des zivilen Lebens ist der Einsatz unserer Frauen von entscheidender Bedeutung geworden. Lebenswichtige Betriebe, wie vor allem die Verkehrsmittel, werden heute weitgehend durchs Frauen in Gang gehalten. Die Briefträgerin, die Schaffnerin, die crahrdienstleiterin, die Kraftwagenführerin find uns heute bekannte Erscheinungen. Und wie wäre es wohl um unsere Ernährung bestellt ohne den tatkräftigen Einsatz der Landfrau? Alle diese Leistungen werden neben den häuslichen Aufgaben für die Familie vollbracht.
Unser aller Hochachtung haben sich aber die Müuer und Frauen durch rhr Verhalten bei den Terrorangriffen der feindlichen Luftwaffe erworben. Wenn „er Gegner geglaubt habe, die Heimat zermürben zu können, so hat ihn die Haltung unserer Frauen das Gegenteil bewiesen. Unerschütterlich bleiben ste und haben sich unseren «oldaten an der Front-ebenbürtig gezeigt. In unzähligen Fällen ist es ihrem Einsatz zu verdanken, daß Brände gelöscht, wertvolles Material erhalten und Menschen gerettet werden konnten.
Uhl so bewunderungswerrer empfinden wir es, daß unsere Frauen mich im vergangenen Jahr einer großen Zahl Kinder das Leben geschenkt und beigetragen haben, das Leben unseres Volkes sichern zu helfen.
Die Nation wird nicht müde, mit allen der Partei und den staat- lnb 1 rganeen zur Verfügung stehenden Mitteln den Müttern ihr Sos
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Oie Grundzüge der türkischen Außenpolitik
Istanbul, 16. Mai. Anläßlich der Eröffnung des Institutes für Internationales Recht der Universität Istanbul hielt Außenminister Menemencoglu eine Rede, in bet er die Ernndzüge der türkischen Außenpolitik wie folgt zusammenfaßte: Die Türkei wird ihren Freundschafts- und Bündnisverträgen treu Meißen; sie wird daher auch ihre Pflichten und Interessen verteidigen. Auf dieser Grundlage kann sie offen mit den Freunden und Verbündten sprechen. Das Ideal ist eine sich vervollkommnende und zufriedene Türkei. Diese hat die Notwendigkeit erkannt, daß das Recht verteidigt werden muß. Wenn es aber sein muß, wird die Türkei auch gern wieder bluten. Der Grundsatz daß jedem Volk sein Regime gefällt, ist richtig; der Türkei gefällt daher auch ihr Regime. In der Person Jnönüs hat dieses Regime seinen Führer gefunden. Wenn die Türken ihm folgen, wird der Erfolg auf türkischer Seite sein.
Moralischer Zerfall Tschungking-Lhmas
70 000 Mann gingen zur Rational-Regierung über
Tokio, 17. Mai. (Funkmeldung.) Das kaiserliche Hauptauartier gab am Montag nachstehenden Bericht heraus:
General Fangpinghaun. der Oberbefehlshaber der 24. Armeegruppe, der einzigen Armee unter der direkten Kontrolle Tschiangkaifcheks in Nordchina, hat sich zusammen mit seinen 70 000 Mann einschließlich der Streitkräfte unter dem Befehl des Generals Sumtienqing, die den nutzlosen Widerstand an den Grenzen der Provinzen Honan und Schansi festgesetzt hatten, ergeben. Sie find von deine Regime Tschiangkaischeks abgesallen und haben der Rational- Regierung »en China Treue geschworen, um für den Ausbau einer neuen Ordnung in Grobostasien mitzuwirken.
Heftige Kämpfe aus Attu
Tokio, 17. Mai. (Funkmeldung.) Nach der amtlichen Bekanntmachung vom 14. Mai wurden Montagnachmittag durch den Sprecher des Armee-Pressebüros, Generalmajor P ä h a g i, weitere Einzelheiten über die Landung der Nordamerikaner auf der von den Japanern besetzten Aleuten-Jnsel Attu bekanntgegeben Danach seien die USA.-Streitkräfte am 12. Mai an der Südküste der Insel gelandet und haben die javanischen Stellungen in diesem Bezirk -angegriffen. Der Feind wurde jedoch in einem heftigen Nachtangriff von den Javanern wieder bis an die Küste zurückgedrängt. An der nördlichen Küste, wo feindliche Streitkräfte am Morgen des 12. Mai gelandet seien, sei noch eine f * w e r e Schlacht zwischen Verteidigern und Angreifern im Gange, jedoch sei es den japanischen Verteidigern gelungen, eine weitere feindlich- Gruppe an der Ostküste der Insel bereits am Abend des Landungstages an die See zurückzudrängen und dort zu vernichten. Zur Zeit macht der Feind weitere Landungen, um die ersten Linien feiner Truppen noch zu verstärken, und unterstützt die Ansammlungen der Infanterie durch Artilleriebeschießung von Kriegsschiffen, sowie mit Luftstreitkräften.
Berlin, 17 Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrist- Ictiung.) In Südamerika beginnt man längst zu begreifen, daß zwischen all den schönen Worten Roosevelts von der „guten Nachbarschaft" und der Haltung Washingtons gegenüber den südamerikanischen Staaten eine gewaltige Lücke klafft. Man hat sich sogar in Washing- totl schon veranlaßt gesehen, sich gegenüber bei immer stärker werdenden Opposition in Südamerika zu entschuldigen und. zu erklären, daß iiuher zwar Übergriffe vorgekommen seien, die sich aber künftig nicht wiederholen würden. Wie es tatsächlich um die südamerikanischen -Maaten bestellt ist, die von Washington in den Krieg getrieben wur- den, zeigt am besten eine jetzt bekannt gewordene Rede des mexikanischen Botschafters in Kuba, Joss Romer. Dieser gewiß unverdächtige «zuge erklärte u. a.; Südamerika sei zwar bereit, dem Aufruf der USA. zur Teilnahme am Krieg Folge zu leisten, doch wisse es kaum, wofür es kämpfen solle und muß befürchten, „daß gleichzeitig mit vielen anderen Dingen auch unsere Freiheit rationiert wird."
Das ist eine Seite der „guten Nachbarschaft", aber die USA. scheuen auch nicht davor zurück, die südamerikanischen Staaten gegeneinander zu Hetzen. So -hat sich in der letzten Zeit das Ver- 5£“Ois zwischen Bolivien und Chile stark zugesvitzt. Bolivien meldet plötzlich mit grobem Nachdruck Forderungen aus einen chilenischen Hafen an. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß^ Bolivien mit dieser Forderung nicht hervoitreten würde, wenn es nicht glaubte, sich auf Washington stützen zu können. Das Interesse der USA. an Bolivien ist zur Zeit recht grob, ist doch Bolivien einer bet größten Ztnnvroduzenten der Welt. 1929 stand es mit etwa 25 Proz. cet Weltzinnproduktion an zweiter Stelle. Diese bolivianische Zinn- vroduktion wurde für die USA. von allergrößter Wichtigkeit in dem Augenblick, in dem Japan Niederländisch-Jndien und Malakka eroberte und damit etwa 70 Prozent bet Weltzinnproduktion in seine Sande bekam.
Offenbar hat Bolivien diese Lage auszunutzen verstanden und nahm feine alte Forderung nach einem Ausgang zum Meer wieder auf. Bis zum Jahre 1882, bis zum Ende des sogenannten Salveter-
Dämmert es in England?
Juden als die wahren Kriegsschuldigen erkannt
Aus englischen Zeitungen ist, wie wir in der letzten Zeit meht- / fach berichteten, unschwer zu entnehmen, daß die judenfeindliche ' Stimmung in Großbritannien wächst. Noch versucht Man krampfhaft dieser Strömung dadurch zu begegnen, daß man immer wieder erklärt, die nationale Einigkeit wäre bedroht, wenn gewisse Elemente Angriffe gegen die Juden richten. Die niannigfachen Äußerungen englischer Zeitungen lassen aber erlernten, daß dieses Argument nicht mehr recht verfängt und daß die Zunahme des Antisemitismus den Juden und den ihr ergebenen Blättern doch schon einige Sorgen macht. Zunächst einmal ist das Anwachsen der j u d e n f e i n d l i ch e n Stiinmung in England nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß die Juden im Schwarzhandel eine führende Rolle spielen, daß sie also auch hier wieder nach Kräften versuchen, am Kriege zu verdienen. Weiterhin wird in den Zuschriften, die die englischen Blätter veröffentlichen, oft genug auch das laute Wesen der Juden, ihr ganzes Auftreten und Gehabe verantwortlich gemacht. Sicherlich spielt das alles eine gewisse Rolle, was man übrigens auch in jüdischen Kreisen einsteht, weshalb immer wieder die Mahnung an die Rassegenossen ergeht, vorsichtiger ou^ulreten und sich etwas zurückzuhalten.
Tatsächlich erschöpfen sich aber damit die Gründe für bas Anwachsen des Antisemitismus in England sicherlich nicht. Das englische Volk ist heute wohl mehr als zu Beginn des Krieges geneigt, die Frage nach der Kriegsschuld zu diskutieren, allch wenn sich darüber in den englischen Zeitungen aus begreiflichen Gründen nur selten einmal eine Andeutung findet. Ganz instinktiv stößt es bei diesen Überlegungen auf bie Suben. Tatsächlich haben die Juben ja sei- langem auf biesen Krieg hingearbeitet, an bem sie gut zu verdienen gedachten' und der ihnen die Verwirklichung all ihrer Welt- beherrschungsvläne bringen sollte. Im allgemeinen hat es das Juden- • 4|im dabei klug verstanden, Nichtjuden vorzuschicken und sich selbst 6n Hintergrund zu halten. Immerhin liegen doch auch eine ganze Reiher-jüdischer Stimmen vor, die sehr deutlich bas Streben der Juben unb ihre Hoffnung auf ben Krieg erkennen lassen. So erschien beispielsweise am 3. Juni 1938, also mehr als ein Jahr vor dem Kriegsausbruch. in der jüdischen Zeitschrift „The American Hebrew" ein Artikel von Joseph Trimble mit der Überschrift „Wird Eli über Horst Wessel triumphieren?" Darin hieß es u. a.: „Es ist bekannt, daß eine Koalition von England, Frankreich uud Rußland früher oder später den Triumvhmarsch des -Führers aufhalten wird. Und zufällig ober absichtlich ist ein Jude in eine Stellung von größter Wichtigkeit in jedem dieser Staaten gelangt, in den Händen von Nichtariern liegt das Schicksal, ja, selbst das Leben von Millionen. In Frankreich ist es. der führende Jude Leon Blum, der wiederholt Ministerpräsident gewesen ist. Die Verkaufskanonen der Sowjets, Maxim Litwinow, ist der Jude, der zur Rechten Stalins, des kleinen Bleisoldaten des Kommunismus sitzt. Der führende englische Jude ist Höre Belisha. der neue Chef von Tominn Atkin." Das Blait meinte, so könne es kommen, daß diese drei Juden die Koalition bilden würden, die bas Nazi-Deutschland vernichten. Am Schluß aber würben sie dann ein Reauiem anstimmen, „bas auffallend an ein Gemisch aus der Marseillaise, dem „Eod save the King" und oer Internationale erinnert unb ausklingt in bas blendende, kriegerische, stolze und an- grisfslustige Finale: „Eli, Eli!" Die Dinge haben sich ein klein wenig anders entwickelt, ober die treibenden Kräfte des Judentums in der ganstn Kriegshetze sind hier durchaus richtig gekennzeichnet,
Im allgemeinen hat es das Judentum für richtig erachtet, sich etwas im Hintergrund zu halten und Nichtjuden vorzuschicken, um den wahren Tatbestand zu tarnen. Gute Beobachter find sich dennoch nie im unklaren darüber gewesen, wer die treibenden Kräfte waren. So hat beispielsweise auch der polnische Botschafter in Washington, Graf Poiocki, im Januar 1939 seine Regierung in Warschau darauf aufmerksam gemacht, daß sich an der Agitation gegen Deutschland in den USA. vor allem die führenden Juden beteiligen. Die polnische Regierung konnte sich also nicht im unklaren darüber ■ sein, daß sie sich bei ihrem Widerstand gegen Deutschland auf das internationale Judentum stützen konnte. Die Hauptrolle überließ man frei ich Herrn Roosevelt persönlich, der sich ja in immer neuen Haß- gefängen gegen Deutschland erging und bie Politik bes Ausgleichs, wie sie burch ben Namen München gekennzeichnet, wirb, auf das schärfste bekämpfte. Der polnische Botschafter — also gewiß teilt Mann, der für Deutschland eingenommen war, sondern ihm scharf ablehnend gegenüberftanb —, sagt dazu in seinem Bericht: „Für die jüdische Internationale, die -vor allem die Interessen ihrer Rasse im Auge hat, war das Herausstellen bes Präsidenten der USA. auf den Posten eines Verteidigers der Menschenrechte ein großartiger Schach- mg. Sie haben auf diese Weise die Welt in zwei feindliche Lager geteilt. Roosevelt sind bie ®umblasen in bie Hanb gegeben worben, die kolossalsten militärischen Vorräte zu schaffen für ben künftigen Krieg, dem bie Juben mit vollem Bewußtsein zustreben." Auch hier wird also in einem bivlomatischen Bericht, nicht etwa in irgenbeiner Agitationsschrift, sehr klar festgestellt, daß bie Juben bem Kriege „mit vollem Bewußtsein zustreben." Sie sahen nicht nur die Möglichkeit, auf diese Weise das ihnen so verhaßte neue Deutschland zu zerstören sondern sie witterten auch die Möglichkeit an diesem Kriege zu verdienen, wie ja auch der erste Weltkrieg nach jüdischen Eigenzeugnissen den Juden gute Verdienste ermöglichte. „Unser Gewinn im Kriege war größer und unsere Verluste verhältnismäßig kleiner als bie ber Nichtjuden" schrieb beispielsweise Samuel Rotb 1925 über den ersten Weltkrieg in „Now and forever". Es ist also auch keineswegs so, wie das internationale Judentum gern glauben machen möchte, daß es in eine Verteidigungsstellung gedrängt worden sei. Es hat den Krieg vielmehr sehr systematisch vorbereitet und überall, wo es nur möglich war, zum Kriege gehetzt. Auch dafür haben wir einen gewiß unverdächtigen Zeugen, nämlich den jüdischen Em-- granten Emil Ludwig Cohn, der im Juniheft von „Les Annales" im Jahre 19i>4 schrieb: „Hitler will nicht den Krieg, aber er wird dazu gezwungen werden, nicht in diesem Jahre aber bald . . . Das letzte Wort, hat, wie 1914, England zu sprechen." Diese j ü b i s ch e Rechnung ist in der Tat aufgegangen, der Krieg, auf den das Judentum „mit vollem Bewußtsein zustrebte", tarn. Noch geht auch in England . unb in ben USA. die jüdische Rechnung auf, noch verdient das Luden tum dort an diesem von ihm entjochten Kriege. Aber die ersten bunllen Wollen zeigen sich doch bereits für das Judentum in
