Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tag blatt

Druck und Verlas: L. LLelleuberaicke Buchdruilcrci. Lauaaaiie Nr. iTaaviatt-HauS» ' ' Wöchentlich in 6 AhSaaden SrickcinunaSiett werktäalich nachmittaaS

Druck uud Verlag: X. Lchellcuberg'jche Buchdruckcrci, Langgafje Nr. 21 (Sagblatt - Haus)

Wöchentlich in 6 Ausgaben

SrfchcmungSzeit werktäglich nachmittag»

91. Fahrgang

Nr. 108

Dienstag, 11. Mai 1943

Fernruf: Sammel-Nr. SS«»! Drahtanfchrist: Tagblat:, Wiesbaden ■ Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 740» Bezugspreise: Für einen Monat RM einschließlich des Trägerlohnss Durch die Post bezogen für einen Monat RM 8.35, zuzüglich RM 6.36 Bestellgeld - Einzelnummern RM 0.10 ■ Bei Behinderung der Lieferung infolge Eintretens höherer Gewalt besteht kehl Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Geschäftszeit: durchgehend non 8—18 tibt anher Kenn- und Feiertags Berliner Büro: Derlin-Wilniersdvnf Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 82 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil AM 0.07. dec 46 Millimeter breiten Spalte ist Lertteil AM 6.60, im übrigen 'ist Preisliste Nr. 11 maßgebend ■ Nachlässe nach Preisliste 88t. 11 - Schlug der Anzeigen-Annahm« 9 Uhr vormittag», größer« Anzeigen am Vortage

Unser Opfer ist eine Ehrenschuld

Aufruf des Führers zum vierten Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz

Verl«, 10. Mai. 3m* »iertcu Kriegshilsswerk für das Deutsche Note Kreuz erließ der Führer nachstehenden Aufruf an das deutsche Volk:

Deutsches Seit!

Abermals ist ein Winter oergangen, der unseren Soldaten schwer st e Kämpfe und härtest« Belastungen auserlegte. Und wieder ist es das Verdienst dieser Männer im Osten, daß eine Krise erfolgreich üierwunden wurde, an der jede andere Wehrmacht der Welt zerbrochen wäre.

Wie groß die Anforderungen körperlicher und seelischer Art an fic gewesen find, kann di« Heimat nicht ermess««. So ist es allein ihrem Heroismus zu verdanken, wenn am End« d«r Ansturm des Feindes nicht nur ausgehalten, sondern in härtesten Gegenangriffen zuriickgeworsen werden konnte.

Auch »on der deutschen Heimat wird im Arbeitseinsatz und an Opserhereitschaft Schweres gesordert. Allein alle ihre Ovser verblassen dennoch gegenüber den Entbehrungen und Leiden, die unsere Sol­daten nun zum zweiten Mal im Osten zu ertragen Hatten.

Solche Leistungen sind aber nur denkbar durch die Liebe rum eigenen Volk, das gerettet, und rum eigenen Land, das vor den Schrecken des Krieges bewahrt werden soll. Denn: es ist da» deutsche Volk, es find seine Frauen und Kinder, sür die unser« Minner immer

wieder an allen Fronten des gewaltigen Ringens ihr Leben ein­sehen.

Allein auch die deutsche Heimat ist tapfer geworden. Auch in ihre Städte, Märkte und Dörfer wird der Krieg getragen. Dennoch sind all ihre Eetbehrungen und Opfer nicht zu vergleiche« mit de» übermenschlichen Härten, unter denen unsere Soldaten on »on ver­schiedenen Fronten, besonders aber im Osten, zu kämpfe« haben. Es ist daher als Ehrenschuld die Pflicht der Heimat, ihnen in helfen, daß sie bei all dem Schweren, was sie selbst erduldet, in keiner Sekund« ihre Soldaten an der Front vergißt, daß fie vor allem nicht« Unterlasten wir», was geeignet ist, die Wunde» ihrer Kirmpser zu heilen, tim durch die Betätigung eines gemeinsamen Opsergrist«« di« nationalsozialistische deutsche Volksgemeinschaft auch praktisch zu erhärten.

" Ich rufe daher das deutsche Volk zum eierten Male ans, im Kriegshilsswerk für das Deutsche Rote Kreuz seinen gemeinsame» Bund der Ovserbereitschast zu erneuern und damit an unser« Soldaten jenen Dank abzustatten, den fie in so überreichlichem Most« ver­dienen.

6e wie aber der deutsche Soldat in diesem Winter noch über sich hinausgewachsen ist, so erwarte ich, daß sich auch die Hoimat im neuen Kriegshilsswerk des Roten Kreuzes selbst übertreffe« wird.

Führerhauptauartier, den 10 Mai 1943.

-ez. Adolf »ickcker.

Hilgenfeldt gab den Rechenschaftsbericht für 1942

3u ‘-Beginn des Kiiegshiljswerts für das Deutsche Rote Kreuz 1943 gab Oberbefehlsleiter Hilgenfeldt vor den Vertretern der deutschen Preste in Berlin einen umfassenden Rechenschafts­bericht über die Svendenaufkommen und die Leistungen dieses segensreichen Hilfswerkes im vergangenen Jahr.

Die Sammlungen und Spenden für das Kriegshilsswerk des Deutschen Noten Kreuzes erbrachten im Zahle 19 42 den stattlichen Betrag non insgesamt 357 412 94 5,84 3tM., ein beredter Beweis für die Ovferwilligkeit und das Vertrauen des deutschen Volkes. Für den Gdijr, aus dem heraus das deutsche Volk feine Gaben darbrachte, spricht nicht zuletzt die Tatsache, daß gerade nach Abschluß des Helden­kampfes von Stalingrad ein ungewöhnlich großes Sammel« ergebnis fesizustelleu war. Sieben dem Dank, der all den opferwilligen Spendern gebührt, gilt der besondere Dank auch den vielen Samm­lern und Sammlerinnen, die sich keine Mühe verdrießen ließen und durch ihren unermüdlichen Einsatz das stolze Ergebnis ermöglichten

Was geschieht nun mit dem (Selbe? Zunächst wird altes, was das Rote Kreuz a*n Mitteln für seine Organisation braucht, aus diesen Mitteln aufgebracht. Mit Lob, Anerkennung und Dank fc: der uner­müdlichen und opferbereiten Arbeit und der unvergleichlichen Leistun­gen all der Schw.estern, Ärzte und sonstigen Helfer gedacht, die oft unter den schwierigsten Verhältnissen, unter Verzicht vielfach auf Ur­laub und Erholung, in den Lazaretten der Frontgebiete und der Hei­mat ihren, harten und opfervollen wie segensreichen Dienst tun.

stützung Schwerstverwundeter, für die Beschaffung vo» Büchem u»d Broschüren usw. 928 350 RM. zur Verfügung gestellt. Zur littet* stützung Schwer st verwundeter gehöre« u. «. auch gelegent­liche Beihilfen bei der' Gründung einer Familie u»d etw« ettfWWl Hausstandes.

Aus all dem ergibt sich, daß der größte Toik der für das StHtaf* Hilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes auftomnreibew Mittel mittel­bar der Truppe, dem deutschen Soldaten, zusließt und dich au» alle übrigen Mittel über das Rsstze Jtteu* und seine Einrichtung« rm- mittelbar den deutschen Soldaten zugute kommen.

Oie Japaner 20 Kilom. vor der indischen Grenze

Tokio, 11. Mai. (Funkmeldung.) Mit der W««a|ee oo» Bushidon. (Buthidaung) die am Montag new kaiserliche« Haupt­quartier bekannt gegeben wurde, bat der Feind, wie Semei ergänzend meldet, seine letzte befestigte Stellung am Oberlauf des Mayu-Fluffes auf burmesischen Boden verloren. Die javanisch«, Truppe«, die mit den Säuberungsaktionen und der Vernichtung der feindkichen Über­reste beschäftigt sind, befinden sich jetzt nur 20 km von der indischen G«nze entfernt.

Mexiko als Vorbiw

Von Wilhelm Ackermann

Eine kurze Zeitungsnotiz' In Mexilo wird der Besuch einer An­zahl. Fitzanzleute aus den USA. erwartet, die einen Plan für di« wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Lande und den Ber­einigten Staaten aufstellen sollen. Das heiß! in die klarere Sprache künftiger Tatsachen übersetzt: man hält in Washington de« Zeitpunkt für gekommen, die unanfällige Durchdringung des südlichen Nachbarn energisch in Angriff zu nehmen. Anscheinend ist bas die erste Frucht b«s kürzlichen Treffens Roosevelts mit dem Staatspräsidenten Eamacho in der mexikanischen Stabt Monterey, über das trotz seiner mehr- tägigen Dauer nur allgemein gehaltene Verlautbarungen auseegaben wurden. Offenbar find dabei Vereinbarungen getroffen worden, die man im Interesse des kleinen Partners nicht an die große Glocke hängen wollte. Freilich zeichnet sich die Senerallinie der USA- Politik geeenäber dem Lande im Süden schon seit längerer Agit ziemlich deutlich ab. Nachdem es gelungen war, Mexiko außenpolitisch ins Kielwasser der Bereinigten Staaten und zum Anschluß an beten Krieaspvlitik »u bringen, erfolgten sehr bald schon Abreden über die Zusammenarbeit der beiderseitigen Wehrmacht, wobei zwar militirff* nichts Himmelstürmendes herauskommt, der mexikanische Teil «1* schon Mm der Erötzenoerhältnisse die Nolle des Aschenputtels Winnen darf. Auf diesem Teil des Programms des Weißen Hauses steht u. «. auch der Austausch von Garnisonen: bas be­deutet naturgemäß praktisch nichts anderes, als daß die USA. auch dort dieselbe Stütz»unktpslitik betreiben, die fie nach bew Rare stolzen Gedächtnis ihres Marineministers Knox bereits an 25i Verschiedenen Punkten unseres Globus begonnen haben. Anschließend kam dgntz zwischen den beiden Ländern ein Abkommen zustande, das die lUperjöhrmts von «erieufig 10 000 mexikanischen Landardeitew» nach den »Ml. vorsieht, um deren notorischem Menschenmangel «tz- lufidfen, der sch besonder, in der Agrarwirtschaft wegen der Flucht i« die Rüstungsindustrie empfindlich bemerkbar macht Sa die 10080 aber erneu Tropfen auf den heißen Stein bedeuten, so werbe« fie hüt den Anfang einer Aktion darstellen, die man in der

t konischen Kriegspropaganda, wenn fie von Deutschland in «nrapätzcha« - Ländern unternommen wird, als modernen Sklavenhandel gu bet**- ' nin Pflegt.

Wie die USA.-Prejjc zu der Finaartommission etläniemtb be­merkt, soll fie sich »er allem auch der B e r k e h t s s r a « »n an- uehrnen, ein Gebiet, das die Vereinigten Staaten besonders Nrtwev stell, weil Mexiko ja geographisch di« Brücke und das kinfallg tor nach Mittel - und Südamerika barfteUt. $s handelt Kitz dabei «eben dem allgemeinen Ausbau des mexikanischen Mrgstchi Netzes vor allem um zwei Probleme, nm die Reorganisation der »NK, verrotteten Eisenbahnen des Landes, deren ßeiftusgsunfäbigteit die Lieferung von Kriegsrohstoffen beeinträchtigt, und um bett Sau der sogengntiten panamerikanischen Straße, die eine Dnrchgangsveebin- buitt »on Kanada bis nach Brasilien und Ehile schaffen soll, »hm allerdings Mexiko im wesentlichen nur den mäßigen Vorteil eines später«, Transitverkehrs haben würde. Diese Straße, bie in ihrem

Ausnahmezustand über sämtlichen Sowjet-Eisenbahnen

Der größte Teil der Mittel des Kriegshilfswerkes für bas Rote Kreuz kommt aber unmittelbar der Wehrmacht zugute. So wurden allein für die $5erroun6etenbetreuuiig in Lazaretten und auf Transporten, sowie für die Betreuung der Soldaten in Genesen- beneinljeiten 146 989 204,72 RM. aufgewandt. Dabei handelt es stch um die Lazarettbetreuung der Soldaten in der Heimat und in den Ostgebieten bis in die Operationsgebiete hinein, um die Betreuung in den Verwundetenzügen usw. überall wo es Verwundete gibt, wer-' den sie betreut. Auch zur Vermittlung der vielen kleinen Freuden und Annehmlichkeiten des Lebens, die den Verwundeten bereitet wer­den können, dienen diese Mittel. Oftmals ist es so, baß der Verwun­dete, ' wenn er vom Verbandsplatz kommt, weder Brotbeutel nach Seife, weder Zahnbürste noch Rasierzeug noch Tafchenmefier hat, und cs ist wichtig, daß er diese Dinge sobald wie möglich wieder erhält. Auch dafür sorgt das Hilfswerk. 26 108 502.70 RM. wurden für Liebesgaben, für die Winterbetr-uung der .Soldaten und für die Soldatenheime verwandt, di« heute ebenfalls aus den Mitteln des Kriegshilfswerks für das Deutsch« Rote Kreuz finanziert werden.

Rund 37 Millionen RM. flössen ler Feldvostoäckchen- Aktion zu. Hier fei besonders auch an die letzte große Aktion vom 30. Januar erinnert, wo die Truppen des Ostens, die in besonderen Kampfabschnitten lagen, in großem Umfang zusätzlich betreut wurden. Auch das ist aus den Miteiln des Kriegshilfswerks geschehen.

Für ll>ie ibeele Betreuung bet Soldaten und Angehörigen von Soldaten durch Feldvostzeitungen, Heimatbriefe, Sonderoeran- ftaltungen usw. wurden 24 300 000 RM. aufgewandt. Dieser Betrag wird sich für das kommende Jahr noch wesentlich erhöhen dadurch, daß 8. B. in den Lararetten und in beit Eenesungseinheiten noch mehr Kino- und Theiterkarten ausgegeben und in noch größerem Umfang kostenlose kameradschaftliche Veranstaltungen für Kriegerwitwen und Soünrtenfrau-m veranstaltet werden.

Schließlich wurden für die Erholungsbetreuung genesender Sol­daten 33 164 065 RM. und für sonstige Betreuung, u. a. für die Unter»

Ansporn und Verpflichtung für die deutsche Heimat (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleituags

ns. Berlin, 11. Mai. Dem Ausruf des Führers zum SiieWsbklfs- werk für das Deutsche Rote Kreuz wird das deutsche Volk aitch dies­mal freudigen Herzens Folge leisten. Es ist sich bewußt, wi« ge­waltig die Opfer sind, die'der Soldat mit seinem Einsatz für die deutsche Heimat bringt. Wenn der Führer in seinem Aufruf erneut an,das Ausmaß der Entbehrungen und an den Heroismus des deut­schen Soldaten im Winterkamvf gegen die Gefahr aus den Steppen des Ostens erinnert, so ist dieser Hinweis Ansporn und Ver­pflichtung für d i e Heimat, durch noch willigere Opferbeieit- fchaft als bisher gerade für die vielfältigen Betreuungsaufgabe«, die das Deutsche Rote Kreuz für unsere Soldaten übernommen hat. Ire finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Die Svende« für bas Kriegs­hilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes find ei« kleines äichcre- Zeichen des Dankes, den die deutsche Heimat ihren Soldaten abstattet, find der Versuch, die Ehrenschuld der Heimat an die !ümpfenb« Front abzutragen. Das Deutsche Rote Kreuz, unmittelbar Träger der Ver­bundenheit von Front.und Heimat, bat das Wort des Führers über seine Arbeit geschrieben, dem besten Soldaten bet Welt bi« beste Be­treuung. Diese Forderung gilt es auch heute ttnb morgen wehr »« machen.

Ausdruck harter Entschloss enhek

Zugleich bekunbet die Heimat mit bieje« Soeben «mteut ihre harte Entschlossenheit unb ihren durch nichts zu eftchüttet»den Willen, bis zum Lnbfieg zu täwtsfe«, eine Entschlossenheit, bi« burch bie Terrorangriffe anglo-amerikanifcher Flieger »irr noch härter geworben ist, wie benn überhaupt unsere Gegner llbergll in gute»« auf biefe feste unb harte Entschlossenheit treffen. Wir haben in

lieftit Tagen Mehrfach baieuf hingewiefen, baß gerabe jetzt, ba qp jenseitige Wrttelmeerufer bie Anglo-Amerikaner nunmehr but* Einsatz einer zehnfachen unb teilweise noch größeren Übermacht Er­folge zu erringen oermochten, bie freilich nach ihr^m Terminkalender schon oor fünf Monaten fällig gewesen waren. Italien immer aufs Reite seine Kampfentschlossenheit unb seine Siegesgewißheit bekunbet. Uber gerade in diesen Tagen Haden auch die Zeitungen des gesamte europäischen S ü d o st e n s ebenfalls sehr nachdrücklich auf bie er­schlossene Abwehrbereitschaft unb bie starke Abwehrkraft der snb- europäischen Länder gegen jeden möglichen Angriffsversuch verwich«». So ist dabei vielfach an die Besprechungen der maßgebenden 6t«<rte= männer dieser Linder im Führerhauptauartier verwiesen werden, in denen, wie bie jeweiligen Melbungen zeigten, biefe entschlossene Utz Wehrbereitschaft des europäischen Sübostens gegen aeUe Gefahren «us hem Osten und Westen nachdrücklich bekundet worden ist. Tief« Bresse- stimmen aus den europäischen Südostländern find geeignet, gem^se anglo-amerikanische Illusionen, auf die man in der Feindvresse ne- i«Ve iin Hinblick auf bie Kämpfe in Tunesien stößt, mit rauher Hmzb itt zerstören. Der europäische Südosten steht geeint in der Ubwehrtze tsitschaft regen die bolschewistischen und anglo-amerikanische Ab- ffchte« und stärkt durch seine Leistung die Kraft des einigen Gurepes. Gerabe in biefem Zusammenhang verdienen auch die V e r a n st e l tun« en in Bukarest zum gestrigen rumänischen Rationalseierteg besogbere Beachtung. So wurde bei der traditionellen Parade p»r Ksiui« Michael und dem Staatsführer Matschall Antonescu der ein- eitzßalistündige Vorbeimarsch vor den mit deutschen, italienischen und j«chsiifchen Farben geschmückten Tribünenreihen zu einer Demen- fttttUn für die Kampfbereitschaft des rumänischen Volkes und bei ikstpokßkirchliche Kameradschaft zwischen der rumänischen Armee unb de Solbaten der Achsenmächte.

Den Sowjet-Eisenbahnern Strasvcrichickung unb „Liquidation" angedrohl

Die Ernährung sichergestellt

Berlin, 10. Mai. Wie von der sowjetischen Presse bekanntge­geben worden ist. hat sich Stalin gezwungen gesehen, durch eine Verfügung des Obersten Präsidiums der Sowjetunion den Aus­nahmezustand über sämtliche sowjetischen Eisenbahnen zu verhängen. Es ist dies eine Bestätigung der immer offener zutage tretenden Mangel im Transportwesen der Sowjetunion.

Die neue Serfüaung des Obersten Präsidiums enthält außer der Verkündung des Ausnahmezustandes noch Einzelheiten über die Einrichtung besonderer Kriegstribunale aus sämt­lichen Eisenbahnstrecken. Gleichzeitig wird den Eisenbahnern der So­wjetunion mit der Strafverschickung oder Liquidation gedroht, falls die offenkundigen chaotischen Zustände aus zahlreichen Strecken nicht ein Ende finden würden. Angesichts einer solchen Verfügung dürften keinerlei Zweifel bestehen, mit welchen drakonisch-jüdischen Methoden dis Kriegstribunale arbeiten werden.

Schon feit Wochen ergeht sich bekanntlich die sowjetische Presse in Anklagen über Mangel ah Disziplin und verantwortungsloses Ver­halten der arbeitet. Das Oberste Präsidium bat schon die verschie­densten Anordnungen verkündet, die auf der gleichen Ebenen liegen wie die jüngste Verfügung. Mit solchen Slachanow-Methoden hofft

man in Moskau jene Lücken zu füllen, die durch bie ungeheuerlichen Menschenverluste an ben Fronten entstauben sind. Insbesondere ist es das Verkehrswesen, das im Mitrelpunkt schärfster Kritik steht, weil hier die Mängel und die Undiszipliniertheft des sowjetischen Ar­beiters besonders kraß zutage traten. Als der deutsche Eisenbahner in den Osten vorrückte und in kürzester Frist Tausende von Kilometern umnagelte und die Eisenbahnanlagen dieser Gebiete übernahm, hat er diese Mängel und die voth^tdene erschreckende Des»rg«° nisation selbst seftstellen können. Nur auf wenigen großen Strecken waren die Eisenbahnanlagen einigermaßen brauchbar-und moderner. Wer heute in den besetzten Oste« reifen muß, wirb fest- gestellt haben, was ber bcutsche Eisenbahner in bet innen ihm Mir Versügung stebenben Zeit geleistet hat unb welcher Wandel sich bereits auf ben einstigen Sowjeteifenbahnen vollzogen hat. Die Z«g» folge ist längst vervielfacht, bie Sicherheit wieber hergestellt wenn ec auch nötig wat, baß bet deutsche Eisenbahner Tag unb Rächt unb bei jeder Witterung in seinem schweren Einsatz stehen mußte. Was »en dem deutschen Eisenbahner in den besetzten Gebieten wie auch im Heimat-Ktiegsgcbiei in soldatischer Haltung und aus innerem Pflichlbcwußkscin geleistet worden ist. wird zu einem jpäteten Zeit­punkt einmal in vollem Umfange bekannt weiden.

Die Hoffnung über, Europa oder doch Deutschland aushungwm ,n können, haben die Engländer selbst schon lange aufgegeben. Die neu enErnährungsmaßnahmen, die Veränderungen der L«eusmtttelrationen ab 31. Rai zeigen ihnen erneut, auf »eich [•UM« Grundlagen bie beutfche Ernährungwirtfchaft aufbaut. Bei Mn jetzigen Maßnahmen handelt es sich im wesentlichen um eine Bm- bes S e t b t a u 4 s au Fleisch aut ben Brot- nnb F»M- flrwr, ,1s» eine »eitere Verstärkung bes Anteils ber pflanzlichen K«st «eeettuber bet tierischen Es entfvricht bas einer Forderung ber Ownomie und bet Gejamtentwickiung Der Gegner aber matz er

kennen, daß bie deutsche Ernahrungswitischaft, die, durch die lln,uas> der ®tti«ru«e entstandenen Krisen gemeistert hat und rechtzeitig die F»lgeru««en aus ber jeweiligen Entwicklung zieht. Die Etnädiu«» Davtschland, und Europas aber ist stets gesichert, wenn mit Ktzet- leMtn« gewirtschaftet und ben jeweiligen Erfordernissen Rechauna «eit«eie wirb. Die deutsche Agrarpolitik Hai bas Vertrauen bas ba» bMsche s»!k in fie setzte, stets voll gerechtfertigt und niemanb im schädlichen Seger bitte wob! Len früher jo hockmevriesenen Blockabe- maßNabmen eine j» geringe und her deutsch-n Eigenleistung eine so praße Nuswirkung .uigefritui, wie sie fich in diesen Kriegsjahren tat­sächlich erwiesen hat.