Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagblaü

___x. 1 o ai. O. ® A «ISA»»Hi* in k «uSoaüen 6ri<6eitt»nflMcit wcrktäalich nachmittaa»

Lima uttö Verlag: L. Lchellenbcrg fche Buchdruckerei, Laaggasse Rr. 21 (ragbtatt-Haas)

Wöchentlich in 6 Ausgaben "V Erschemnugszei» werktäglich nachmittag» Geschäftszeit: durchgehend von 818 Uhr außer Sonn, und Feiertags . Berliner Büro: Berlin-Wilmersdort Andersenoreil^Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter brettert Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, ber 46 MMimeter breiten Spalte im Tertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 11 matzgebend . Nachlaffe nach Preisstste Nr. 11 - Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Dortage

Fernruf: SammedMr. 59631 Drahtanschrift: Taoblatt, Wiesbaden - Postscheckkonto: Frantfurt a. M. 7465 Bezugspreise: Mr einen Monat RM 2. einschließlich des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld . Einzelnummern RM 0.10 - Sei Behinderung der Lieferung infolge Eintretens höherer Gewalt besteht lein Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises

Nr. 107

Montag, to. Mai 1943

91. Jahrgang

Feindschaft der Bevölkerung geradezu hrrausgesordert

< Engländer beschweren sich »her bas Treiben ber Luden

und den letzten Felsen dem Gegner streitig zu machen und bis zum Äuhersten ihre hohe Pflicht zu erfüllen.

Diese Kämpfe und alle diese italienischen Stimmen zeigen den Anglo-Amerikanern erneut, dah Tunefien nicht nur ihren strategischen Zeitplan völlig über den Saufen warf, sondern dah auch alle Hoff­nungen, die sie auf ein Schwachwerden Italiens setzten, auf Sand auf­gebaut waren. Die Schlacht der Achse geht weiter. Der Wille ist unerschütterlich zu kämpfen bis zum Endsieg.

Viktor Emanuel überreicht Auszeichnungen

Rom, 9. Mai. König und Kaiser Wiktor Emanuel HI. nahm heute anläßlich desTages des Heeres und des Imperiums" an einer in der KasernePrincipe di Piemonte" in Rom erfolgenden Aus­händigung von Tapferkeitsauszeichnunsen teil. Im Kasernenhof waren ein Grenadier-, ein Infanterie- und ein Artillerie-Regiment mit Fahnen angetreten. König und Kaiser Viktor Emanuel HI. wurde von Marschall de Bono, Parteisekretär Minister S c o r z a, Marschall V a st i c o, dem Wehrmachtgeneralstabschef, den llnter- staatssekretären der Wehrmachtministerien und anderen führenden militärischen Persönlichkeiten empfangen. Rach Abschreiten der Front der aufgestellten Truppen, deren Stirnen der König und Kaiser ernst grützte, nahm König und Kaiser Viktor Emanuel III. auf der Ehrentribüne Platz. Es gelangten zehn Goldene, dreizehn Silberne und fünf Bronzene Tavferkeitsmedaillen an die Hinterbliebenen von Gefallenen sowie drei Silberne, dreizehn Bronzene Tavferkeits­medaillen und zahlreiche Kriegskreuze an Lebende zur Verteilung. König und Kaiser Viktor Emanuel HL. richtete an jeden der Hinter­bliebenen bei der Aushändigung der Auszeichnung Worte der auf­richtigen Teilnahme und unterhielt sich mit den Ausgezeichneten über ihren Einsatz und ihren Verwundungen. Beim Verlassen der Kaserne brachte die Volksmenge, die sich vor der Kaserne drängte, dem Souverän ihre Anhänglichkeit und Treue in lebhaften Kundgebungen zum Ausdruck.

Sie starben für das Imperium

Rom, 9. Mai. 158 Angehörige des italienischen Afiikaministe- riums sind im gegenwärtigen Krieg gefallen. Hierunter befinden sich 107 Angehörige des Panzerkorps für Italienisch-Afrika. Vier Ange­hörige des Ministeriums wurde die Goldene Tavferkeitsmedaille, die höchste italienische Tapferkeitsmiszeichnuns, verliehen.

Bis zur Sichersten Konsequenz

Italien entschlossen, alle Kräfte für den Endsieg einzusehen

des Aufbaues dem jüdischen Sadismus, dem Streben nach der Welt­herrschaft und der Ausbeutung der Völker durch unsere Gegner gegen­über. Der Weg. der von uns zu gehen ist, ist schwer und fordert Dvser. aber dah wir es schaffen werden, darüber besteht keinerlei Zweifel. Der Starke vermag alles, und der Feige wird fallen. Wich­tig sei es, daß wir immer wieder den Gegner sehen, nämlich den inter­nationalen Juden, der nichts anderes kennt als die Beherrschung der Welt. Juda ist unser Feind, und Juda must fallen. Reichsorganisa- tionsleiter Dr. Ley erinnerte an die Zeit, in der er selbst am Kamps im Gau Sesien-Rasiau teilgenommen, und dessen Härte er auch hier kennengelernt habe. Wir haben, so rief er aus. nicht das Recht, ab­seits zu stehen, fanatisch mutz der Kampf von uns geführt werden, unser ganzes Leben ist auszurichten auf den Kampf für Deutichland. Idee und Glauben find unser Rüstzeug geistiger Art. Die Aufgaben, die in Zukunft der Heimat und insbesondere der Partei gestellt find, bildeten die Grundlagen der weiteren Ausführung. Wir haben es auch nicht nötig. Friedensfühler auszustrecken. denn wir haben unsere tapferen Soldaten, die der beste Garant für einen Frieden find. Wer den Frieden will, mutz kämpfen. Wir haben di- nötigen Mittel, de« erforderlichen Raum und die Menschen hierzu. Sinter dem gröhten Deutschen aller Z<"ten, dem Führer, steht das ganze deutsche Voll Aus seinem Glauben an den oe ffchen Menschen schöpft er die Kraft und den Willen, die ihn »u seinen grotzen Leistungen führen. Darum werden wir es schaffen.Deutschland die Freiheit. unser der Sieg!" Mit diesen Worten schloh Dr. Ley seine fefielnden Aus­führungen.

Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger dankte Reichsorganisa tionsleiter Dr. Ley für seine Worte und gab die Versicherung ab. datz der Gau Seflen-Rafiau den gegebenen Auftrag in die Tat umsetzen werde.

*

Dem Führerappell schlossen sich am Sonntagnachmittag Arbeits­tagungen des Eauversonal-. Schulungs-. Organisationsamtes und der Eauwaltung der Deutschen Arbeitsfront an, auf denen die Leiter der Reichsämter über das Aufgabengebiet der einzelnen Ämter sprachen Der Tagung des Eaupersonalamtes wohnte der Gauleiter bei. Eine Dienftstellenbesichtigung der genannten Gauämter ging den Tagungen voraus. Frankfurt stand somit am Sonntag im Zeichen einer Jnten- fioierung der kriegswichtigen Parteiarbeit, wie fie sich in ähnlicher Form auch in anderen Gauen vollzieht.

Vor drei Jahren

Von Walter Abnuis

Am 10. Mai 1940 also vor nunmehr drei Jahren meldet- das OKW.:Angesichts der unmittelbar bevorstehenden feindlichen Kriegsausweitung auf belgisches und holländisches Gebiet und der da mit verbundenen Bedrohung des Ruhrgebiets ist das deutsche West Heer am 10. Mai bei Morgengrauen zum Angriff über die deutsche Westgrenze aus breitester Front angetreten . . . Damit löste jidt eine Spannung, die Europa in jenen Tagen erfüllte, und damit wurden zugleich die Pläne der Feinde zerschlagen, die, nachdem fu' hatten feststellen müssen, datz nicht wir,, sondern sie in Rorwegen den ,Omnibus verpatzt" hatten, ihrerseits auf. dem Kontinent die Initiative 511 ergreifen gedachten. Sicherlich hat es damals in Deutschland (5c müter gegeben, die die Meldung nicht ganz ohne Sorge aufnahme- und die sich die Frage vorlegten, was denn aus der Maginotlim- werden würde, an der die Franzosen so lange und so eifrig gebaut hatten Weitaus stärker freilich noch lebte Frankreich in den Bo.- ftellungen des ersten Weltkrieges. Mit den deutschen Panzerdivisionen glaubte man verhältnismähig schnell fertig zu werden. Man konnte sich den Verlauf der Kampfhandlungen gar nicht anders vorstellen als datz der Bewegungskrieg wie im Jahre 1914 verhiltnismätzig schnell im Grabenkrieg erstarren würde. Die Maginotlinie hielt man für uneinnehmbar. Die französische Presse war von solchen Gedanken- gängen erfüllt. Roch am 6. Juni rief dasJournal" seinen Lesern ätl- Vergetzt nicht, daß wir die Maginotlinie haben. Beruhigt Euch, sie ist da. und zwar sehr da, intakt, unüberschreitbar. Deutschland wurde sich alle Zähne an diesem Wall ausbeitzen, ohne ihn beschädigen zu können." Man lebte auch vollkommen in der Vorstellung, dah wir an dem Schlieffenvlan festhalten, d. h. den Sauvtstotz entlang der Küste unternehmen würden. Niemals erwartete man einen deutschen Angriff in Richtung auf Sedan. Die Überraschung war also in jeder Hinsicht gewaltig. Man sah sich einer nie ins Auge gesatzten Lage gegenüber, genau wie man offenbar auch nie damit gerechnet hatte, dah die Deutschen Fallschirmjäger und Luftlandetruppen einsetzen würden, uw sich zeitig in den Besitz wichtiger, hinter der Front liegender Punkte zu setzen.

Eigentlich hätte der Feldzug in Polen, der Feldzug der 18 Tage, den Franzosen und Engländern schon klar machen müfien, datz sich eben doch mancherlei gewandelt hat und datz in Deutschland Kräfte am Werke waren, die aus dem ersten Weltkrieg die richtigen Folge­rungen gezogen hatten. Man glaubte aber bei unseren Gegnern solche Hinweise damit abtun zu können, dah es sich Sei den Polen um keinen ebenbürtigen Gegner gehandelt habe und dah alles natürlich ganz anders aussehen würde, wenn die deutschen Divisionen gegen Franzosen und Engländer antreten würden. Zu spät auch erkannte man auf der Seite unserer Gegner, datz wir über einen autzer- ordentlich kühnen, genialen Kriegs plan verfügten der von den besten So l d a t e n der Welt in die Tat umgesetz! wurde So oft nzan also auch drüben die Erinnerung an die deutsche Offensive des Jahres 1918 beschwor, so ost man seine Hoffnungen au, eine Marnewunder setzte, so blieb das alles vergebens. Dar Schicksal Belgiens, Hollands und auch Frankreichs vollzog sich in einem Tempo, das auch die kühnsten Erwartungen übertraf. Am 25. Juni konnte das OKW. bekannt geben:Der Feldzug in Frankreich hat nach einer Dauer von nur sechs Wochen mit einem unvergleichlichen Siege der deutschen Waffen geendet. Seit heute 1,35 Uhr herrscht Waffenruhe.'

Man hat diesen Feldzug wohl mit Recht als einen Wende- pu nkt in der Kriegsgeschichte bezeichnet, warf er doch alle Vorstellungen, die sich auf Grund der Erfahrungen des ersten Welt krieges gebildet hatten, über den Saufen. Die Erstarrung des Krieges war aufgehoben, der Glaube an die Maginotlinie als Linien-Wahn" abgetan. Eewitz hatte sich kein Wunder vollzogen, sondern dieser gewaltige deutsche Erfolg war die Frucht einer kühnen Führung, einer genialen Erkenntnis der Ersordernifie und der Gegeben­heiten des Krieges der Neuzeit und der Erfolg der Tav f e r - keitund Einsatzbereitschaft des unvergleichlichen deutschen Soldaten. Die Engländer, di« so gern ihre Wäsche am Siegfriedwall aufhängen wollten, hatten ebenso wenig wie die Franzosen gewagt gegen den deutschen Westwall vorzugehen als Deutschland noch im Osten beschäftigt war. Die tapferen deutschen Verteidiger der Somme Stellungen, der Flandernschlachten und all der blutigen Schlachtfeld« > des ersten Weltkrieges errangen damit noch einen nachträglichen Sieg, denn die Erinnerung an diese Heldentaten hielt nicht zuletzt Engländer und Franzosen ab, zum Angriff gegen die deutsche Be festigungslinie anzutreten in einer Zeit, in der der «rotzte Teil der deutschen Wehrmacht in Polen festgehalten war. Der deutsche Soldat aber glaubte an seine Sache und war seines Erfolges sicher, er trat im unbegrenzten Vertrauen zu feiner Führung «um Angriff gegen

Beweis erbracht habe, dah das betriebliche Vorschlagswesen sich be- währe Dusdmck. Er forderte alle auf, aus diesem Wege, der geeignet ist, die schöpferischen Kräfte aller Volksgenosien zu wecken und zu ent­wickeln. und der noch zu gröheren künftigen Erfolgen führen «erde, voranzuschreiten. Die Ausstellung bleibt noch bis 16. Mai für den all­gemeinen Besuch geöffnet.

NSG. Am Sonntagvormittag waren 2500 Führer und Führerinnen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlosienen Verbände im Schumanntheater in Frankfurt am Main zusammengekontzmen, um durch Reichsorganisationsleiter Dr. L ä Y Ausrichtung für ihre weitere. Arbeit zu erhalten. Die Führertagung, auf der auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort ergriff, stand ganz im Zeichen alten nationalsozialistischen Kampfgeistes.

Zu Beginn der Tagung begrubte der Gauleiter Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley und wies daraus hin. datz er am Ansang dieses Jahres dem Führerkorvs der Partei von der gleichen Stelle aus die Marschrichtung für das Jahr 1943 gegeben habe. Er erinnerte daran, datz der Gau Heffen-Naffau in über 20 Jahren den Kampf gegen das Judentum in allen seinen Phasen durchlebt habe. Eine Minderheit habe den Kampf in der Judenmetropole Frankfurt am Main begon­nen fick gegen die Derjudung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens gewandt und die nationalsozialistische Weltanschauung in das ganze Enugebiet hinausgetragen. Freiwillig haben sich mit der Zeit unzählige deutsche Männer und Frauen in die Reihen der Kämpfer Adolf Hitlers gestellt, zu einer Zeit, in der dieser Kampf von vielen als ein aussichtsloses Unternehmen angesehen wutde.

So konnte auch die Eauhauvtstadt, in der die höchsten Stellen mit jüdischen Schmarotzern besetzt waren, als geistig-kulturelles Zentrum des Reiches wieder zurückgewonnen werden. Es ist einzig und allein das Verdienst der Partei, datz das Eaugebiet von feinen unerbittlichen Gegnern gesäubert wurde. Auch in Zukunft wird die Partei alles tun, um die Bereitschaft zu schaffen, die alle Widerstände wegfegen und zur Härtung der Volksgemeinschaft bettragen wird, einer Ge­meinschaft, die mit dem Führer jeden Weg gehen wird.

Sodann legte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley tn einer um­fassenden Rede, die Immer wieder von lebhafter Zusttnunung der Whrer und Führerinnen unterbrochen wurde, die Führungsaufgaben, die der Partei gestellt find, dar. Er betonte darin, datz es tn diesem

fassenden Rede, die jmmet wieder Führer und Führerinnen unierbroche: die der Partei gestellt find, dar. Er . . .. .

Schicksalskamvs der Nation, der vom Weltiudentum herbergefuhrt wurde, und in dem es keine Kompromisse und auch keinen Mittelweg gebe, um Sein und Leben des deutschen Volkes gehe. Wir alle muffen daran arbeiten, die Heimat stark zu machen. Unsere heldenhafte Wehr­macht. verbunden mit der Kraft der Heimat, wird sich dem Vernich- tungtroillen des Weltiudentums entgegenstellen, den Kampf zweier Weltanschauungen zu einem siegreichen Ende führen und die Tore zu einer neuen Welt öffnen. K

Dr. Ley stellte dann unsere Werte der Arbeit, der Ordnung und

as. Berlin, 10. Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift- lettims.) Am gestrigen Sonntag beging Italien den Tag des Imperiums und des Heeres. Das Zusammentreffen dieses Tages mit den militärischen Ereignissen in Nordafrika, also den Er­eignissen am jenseitigen Mittelmeerufer, gab der italienischen Presse -noch einmal Gelegenheit, in männlich harten Worten der Ent­schlossenheit Italiens Ausdruck zu verleihen, alle Kräfte für den End­sieg einzusetzen. So wurde das Wort des Duce, 'wir werden zurückkchren", wieder aufgegriffen, das Wort, das diese Ent- fchlossenheit bereits nachdrücklich unterstrich.Regime Fascista' bet- fvielsweiie erklärte, aus diesen Worten gehe klar hervor,

1. dah es Torheit wäre, auch nut einen Augenblick zu glauben, die Italiener hätten das Vertrauen verloren. Je mehr sich der Krieg dem Heimatboden nähere, umso gröher werde ihr Widerstand und ihr Angriffsgeist, ihr Wille zur Unnachgiebigkeit;

2. dah Italien an der Seite der Streitkräfte der Dreierpaktmachte bis zu den äuhersten Konfeauenzen marschieren wtrd und " ... .

3. dah das afrikanische Unternehmen nur unterbrochen ist und dah der Tag kommen wird, an dem Italien wiederkehren wird, um fein Werk der gemeinsamen europäischen Zivilisation fortzusetzen.

In Nordaftika leisten die deutschen und italienischen Truppen auch nach Aufgabe von Biserta und Tunis weiteren heldenhaften - Widerstand und fesseln dadurch starke feindliche Kräfte. Sie halten ihre Positionen, vielfach Igelstellungen, wie es tn einem er­gänzenden Bericht des OKW. heiht. bis zur letzten Patrone und zwin­gen so den Gegner, immer neue Kräfte einzusetzen. Die neue Lage bietet für die Anglo-Amerikaner nicht den mindesten Aniah zur Ge­nugtuung. denn hei einiger Ehrlichkeit müssen sie sich selbst emgestehen, dah sie diese Fortschritte nicht ihrer Führung verdanken, sondern lediglich der erdrückenden Übermacht, die sie hier gegen die Achsentruvven zusammenziehen konnten.Eine Lawine', so heiht es in einem italienischen Kommentar,brandete gegen die Handvoll Ver­teidiger an, bereit Haltung selbst vom Gegner anerkannt werden mutzte und die Ehre, Leben und Zukunft des. Vaterlandes vertei­digen." Auch in anderen italienischen äuSetungeit wird unterstrichen, datz die Einnahme von Tunis und Biserta durch die Anglo-Amen- kaner ausschlietzlich, auf deren nahezu z e h n f a ch e il b c r macht zurückzuführen sei. Deutsche und Italiener, so schreibt derPoppolo d'Jtalia" schliessen sich Schulter an Schulter eng zusammen vereint und erprobt, unbezähmbar find fie bereit, auch die letzte Scholle Bosen

Oer Gauleiter auf der Kreisleistungsschau Betriebliches Vorschlagswesen"

NSG. Am Sonntagoormittag besuchte Gauleiter und Reichsstatt- Jjtiter Sprenger die von der Kreiswaltung der Deutschen Arbeits­front im Bankettsaal des Saalbaues zu Frankfurt am Matn veranstal­tete Erfolgs- und Leistungsschau des betrieblichen Vorschlagswesens im Kreis Groh-Frankfurt.

Eine Ehrenabordnung der Frankfurter Werkscharen mit einem Werkschar-Musikzug war vor dem Saalbau zum Empfang angetreten. Kreislefter Schwebe! und der Kreisobmann der Deutschen Arbeits­front, Karl Hahn, begrühten den Gauleiter.

Kriegsversehrte aus den Umschittungskurjen des Leistnng-- ertüchtigungswerkes wurden dem Gauleiter vorgestellt, der in einer kurzen Anprache darauf hinwies, dah es unser besonderer Stolz sei, jeden kriegsversehrten Soldaten durch die Schulungsmahnahmen an einen Arbeitsplatz zu bringen, zu dem er mit ganzen Herzen steht, und der seinen Neigungen und Fähigkeiten am besten entspricht.

Lor dem Ausstellungssaal erwarteten den Gauleiter die Betriebs- ftjbrer und Betriebsobmänner derjenigen Frankfurter Betriebe, die im Rabuien der Leistungsschau Gelegenheit gefurtben haben, eine Auswahl besonders guter Einzelleiftungen und Berbesserungsvor- schläge ihrer Gefolgschaften zu einem Querschnitt durch das bisherige Gesamtergebnis des betrieblichen Vorschlagswesens im Kreis Erotz- Frankfurt zu vereinen.

Der Kreisbeauftragte für das betriebliche Vorschlagswesen, Oberingenieur Hopp, stellte dem Gauleiter während fernes Rund- aanaes durch die Ausstellung die einzelnen Arbeitskameraden vor, die dann Gelegenheit hatten, dem Gauleiter selbst Erläuterungen zu ihren eigenen Berbefferungsvorschlägen zu geben. Anhand der aus­gestellten Werkstücke lieh sich der Gauleiter schildern, wie dte Einzel­nen auf ihre Idee gekommen sind, wie lange sie an ihren Dor.chlagen zu arbeiten hatten, und wie sich die Verbesserung dann in der Praxis bewehrt habe. x

Es war den Arbeitern, Werkmeistern und Handwerkern anzusehen, wie die persönliche Anteilnahme des Gauleiters an ihrem Schaffen fre mit Stolz und Freude erfüllte. Der Besuch des Gauleiters war ihnen Dank und zugleich Verpflichtung zu weiterem Schaffen uti Streben. Besonderes Interesse zeigte der Gauleiter für die von der Krelshaupt- stelleLeistungsertüchtigung, Berufserziehung und Betriebsfuhrung ausgestellten Arbeitsproben aus den Umschulungskursen für Kriegs- netsehrte. Kreishauptstellenleiter Erpel konnte hier mit Einzel- angaben die allgemein als vorbildlich anerkannte Arbeit der Frank- furtcr Dienststelle und ihre überzeugenden Erfolge gerade auf diesem wichtigen Eedici belegen. Er hob hervor, datz cs tn unzähligen Fallen schon gelungen sei die kriegsversehrten Kameraden so zu fordern, datz He trau körperlicher Behinderung1 durch ihre hervorragenden Lei­stungen in gehobene Stellungen gelangt seien.

Bor dem Verlassen der Ausstellung gab der Ganlefter seiner Freude über diele Leistungsichan des Kreises Erotz-Franffurt, die den

Gens, 9. Mai. Einen interessanten Beitrag zur Frage des Anti­semitismus in England liefert ein offener Brief gnNew Stete»« man and Ratio n". der als Antwort aus das Schreien eines Juden gedacht ist, der sich vorher, ebenfalls dieser Zeiffchrift, über die in England von Tag zu Tag wachsende Judenfeindichaft beklagt hatte Der Einsender betont ausdrücklich, datz er nicht Judengegner, sondern Philosemit fei. Dennoch heiht es in dem Brief u. 6.:

Ich habe leider nur zu oft Gelegenheit, zu beobachten, wie auf­dringlich sich die Juden in unserer Gegend benehmen, und wie ste aus diese Weise d i e F e i n d s ch a f t d e r ii b r i g e n B e v o l k e r u n g geradezu heraussordern. Sie haben immer Geld, und zwar viel zu viel Geld und geben es so aus, datz die Einheimischen davon nur Schaden haben. Wenn irgendein Artikel oder Lebens­mittel'noch so knavv sind die Juden haben fie. Sie raumen die Geschäfte förmlich aus. und wenn dann die Arbeiter kom­men, ist nichts mehr da. Sie find den ganzen Tag unterwegs, von einem Stadtende zum anderen, was sie können, wett fie nicht arbeiten und kaufen alles auf. was sie bekommen können. Auch

Wir werden Juda das Konzept verderben"

Reichsorsanisattonskefter Dr. Ley gab in der Gauhauvtstadt der Führerschaft Sessen-Naffaas di« Arbeitsparole

in ihrer Geselligkeit haben die Juden eine so laute und lärmende Art, datz fie anderen, die Ruhe brauchen, auf die Nerven fallen müssen. Einladungen und Festlichkeiten in ihren Wohnungen reihen überhaupt nicht ab. Dazu kommen fie dann allen Bestimmungen über die Benzinzuieilung zum Trotz mit ihrem Wagen vorgefahren, deren Motoren sie stundenlang laufen lassen, und wenn fie dann wieder fortfahren, dann knallen sie in der Nacht die Türen zu, dah es nut so krackt, ohne Rücksicht auf die Nachbarn. Viel böses Blut macht auch die Erfahrung, dah die Juden immer Hausangestellte haben, obgleich englische Familien keine auftreiben können. Das aber kommt einzig und allein daher, dah die Juden den Mädchen jeden Phantasiepreis als Lohn zahlen und sie autzerdem mit Naturalien be­stechen. was sich englische Hausfrauen schon deshalb nicht erlauben können, weil sie eben nichts haben. Diese Dinge scheinen vielleicht alle nicht so wichtig. Sie find es aber; denn fie schaffen den Ärger und die Wut auf diese Fremden, die an Zahl zwar gering find, aber auftreten, als wären fie in der Überzahl."

Das alles bekannte, wie gesagt, ein Judenfreund'