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Wiesbadener Tagblatt

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Erscheinuugszeit werktäglich nachmittags

Wöchentlich in 6 Ausgabe»

Druck und Verlag: X. Lchellcnbcrg'schc «uchdruckerei, Xanggajsc Sir. 21 lTagblatt- Hans»

91. Fahrganci

Montag, 3. Mai 1943

Nr. 101

Notwendigkeiten des Land sicherzustellen. Vaterlandes und des

zu tragen, um nachher leichtere Arbeit zu haben. Den Henkern der GPU.. den jüdischen Verbrechern, blieb es dann überlassen, wenige Monate später dieses Verbrechen an den wehrlosen Kriegsgefangenen zu vollziehen. In England aber verschweigt man weiterhin dieses jüdisch-bolschewistische Verbrechen, das nach wie vor eines der graften Themen der europäischen Presse bleibt.

Geschäftszeit: durchgehend von 818 Uhr außer Sonn, und Feiertags . Berliner Büro: Berlm-Lhilmersdorr Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Wertteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 11 matzgebend Nachlasse nach Preisliste Nr. 11 - Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Vortage

Krieges entsprechende Produttion für Heer, und Am Tag der Arbeit danke et im Namen des Königs dem Arbeiter für diese Leistung.

der seine Millionen-Eefolgschaft handelt, die die grofte Bewährung des Krieges glänzend bestand. Dem im Januar 1939 vom Führer er­haltenen Auftrag, die vor- und nachmilitärische Wehrerziehung unseres Volkes durchzuführen, widmete er sich mit der ihm eigenen Energie. Er überwand die Schwierigkeiten, die durch die starke berufliche Bean­spruchung im Kriege gegeben sind und machte die SA. zum Ausrich- tungs- und Erziehungsinstrument des wehrhaften deutschen Mannes- tums, zum Träger des geistigen und seelischen Wehr- willens und der körperlichen Wehrbereitschaft. Mit Viktor Lutze ist einer der ältesten und engsten Mitarbeiter des Führers von uns gegangen, der Inbegriff unbeirrbarer Treue und härtesten Kämvfer- tums.

Der Stabschei wurde am 28. Dezember 1898 auf dem elterlichen Hof in Bevergern (Westfalen) geboren. Nach dem Besuch der Rektoratsschule in Ibbenbüren und des Emnnastums in Rheine trat er in den höheren Postdienst ein. 3m Weltkriege stand er vier Jahre als Offizier beim Infanterie-Regiment 369 und beim Reserve-Lnf.- Regiment 15 an der Front. Viermal wurde er. zum Teil schwer, ver­wundet. Durch Granatsplitter verlor er das linke Auge.

Antonescu an die rumänischen Arbeiter

Bukarest, 1. Mai. Marschall Antonescu richtete zum 1. Mai einen Aufruf an die rumänische Arbeiterschaft. Aus diese Arbeiterschaft, als zweite Armee des Landes, so heißt es in dem Aufruf, gründet sich die Hoffnung und die Eewitzheit des Sieges, denn nicht nur durch die Tapferkeit des rumänischen Sol­daten werde der Sug errungen werden, sondern tm gleichen Mafte durch die Arbeit aller Schaffenden. Die rumänische Arbeiterschaft habe das Gebot der Zeit verstandene sie sei dem Rufe ihres natio­nalen Herzens gefolgt, sie habe feindlichen Einflüsterungen kein Ge­hör gescheiikt. sondern alle Arme in den Dienst des Volkes gestellt und dadurch mit verzehnfachter Kraft daran mitgewirkt, eine den

Tie Verjudung des Libanon ist bereits soweit fortge­schritten, daft die öffentlichen Ämter im Libanon aus Anlaß des jüdi­schen Passah-Festes geschlossen waren.

Fliegertod des Eichenlaubträgers Tonne

Berlin, 2. Mai. Den Fliegertod starb in Tunesien Hauptmann Wolfgang Tonne, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub.

Der am 28. 2. 1918 gebotene Hauptmann Wolfgang Tonne ist Sohn eines Lehrers in Thüringen. Schon als Schüler war er für alles Militätische begeistert. Er gehört zu den nicht wenigen erfolgreichen deutschen Fliegern, die mit Modellwettbewerben ihre Laufbahnen be­gannen. Bei Ausbruch des Krieges wurde Wolfgang Tonne Leutnant.

Bereits im Mai 1940 erhielt der junge Jagdflieger das EK. 1. Klaffe. Er wurde Oberleutnant und Staffelkapitän, bewährte sich an der Ostfront ebenso sehr wie vorher im Westfeldzug und nach­her in Tunesien. Am 6. September 1942 verlieh ihm der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und, als er am 22. September 1942 den 101. Luftsieg errungen hatte, das Eichenlaub. Tapfer und kühn, wie er immer war, errang et weiterhin Sieg auf Sieg, bis ihn unbe­siegt vom Feinde, der Fliegertod dahinraffte. Ein schwerer Verlust, aber unvergesien für immer und ein Vorbild allen jungen Kameraden, die in seinem Geiste weiterkämvfen.

Berlin, 1. Mai. Der Tenno hat zum 1. Mai an den Führer das folgende Telegramm gerichtet:

6s ist mir eine Freude, Euerer Exzellenz anläßlich des Natio­nalen Feiertags des Reiches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wünschen, di« ich für Ihr persönliches Wohl­ergehen und für das Gedeihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Euerer Exzellenz meine wärmsten Wünsche für den Erfolg Ihrer tapferen Armeen und gleichzeitig meinen festen Entschluß, unseren gemeinsamen Feind zu vernichten, zum Ausdruck bringen.

ge,.: H i r o h i1 o."

Der Führer hat hierauf wie folgt geantwortet:

Eure Majestät bitte ich, für die mir zum Rationalen Feiertag des deutschen Volkes übermittelten Glückwünsche meinen herzlichen Dank cntgegenzunehmen. Mit Euerer Majestät eins in dem un­erschütterlichen Entschluß, den gemeinsamen Feind zu vernichten und durch unseren Sieg eine gerechte Ordnung der Welt und einen dauernden Frieden zu erreichen, erwidere ich sie mit meinen aufrich­tigen Wünschen für das persönlich« Wohlergehen Euerer Majestät und «ine glückliche Zukunft d«r tapferen japanischen Ration.

ge,.: Adolf Hitler.

*

Viktor Lutze tjt den Millionen SA.-Männern und darüber hinaus dem ganzen deutschen Volke zum Symbol der unerschütter­lichen Treue zum FÜtzrer, zum Symbol des nie erlahmenden Kampfes um die Verwirklichung der nationalsoziaiistifchen Ideale geworden. Die plötzliche und völlig unerwartete Nachricht von dem Tode dieses aufrechten und unerschütterlichen Mitkämpfers des Führers löst deshalb überall tiefste Erschütterung aus. Viktor Lutze, der an­läßlich des Besuches des Stabschefs der faschistischen Miliz vor einigen Jahren in unserer Stadt weilte und dadurch den Wiesbadenern auch persönlich kein Unbekannter ist, gehört zu jenen Frontsoldaten des ersten Weltkrieges, die nach dem Zusammenbruch von 1918 ihren Glauben an Deutschland nicht aufgaben, sondern als politische Kämpfer Existenz und Leben für die Ehre und Freiheit unseres Volkes einsetzten. Er war einer der ältesten und ge­treuesten Gefolgsmänner des Führers. Am 21. Februar 1922 wurde er als SA.-Mann Mitglied der NSDAP.. Als SA.-Führer stand er aktiv im Ruhrkarnvf. Nach der Neugtündung der Partei im Jahre 1925 übernahm er die Führung des SA.-Eausturmes Ruhr, ein Jahr später wurde er Führet der gesamten SA. im Ruhrgebiet und stellvertr. Gauleiter. Schon die Betrauung mit dieser Aufgabe, war doch das Ruhrgebiet damals eine kommunistische Hochburg, kennzeich­net Viktor Lutze als unermüdlichen Aktivisten, als zähen und verbissenen Sampfer, der nicht an eigene Schonung dachte. 1930 berief ihn Adolf Hitler zum obersten SA.-Führer Nord in Hannover. 1932 übertrug er ihm die Führung der Obergtuppe West. Seit 1930 wat der Stabschef Mitglied des Reichstages. Nach der Machtübernahme wurde ihm im März 1933 das Amt eines Oberpräsidenten der Provinz Hannover und das eines Polizeipräsidenten der Stadt Hannover übertragen. Der Stabschef war Reichsleiter der NSDAP, und preu­ßischer Staatsrat.' 1934 ernannte ihn der Führer zum Stabschef der SA. Er stellte mit ihm einen Mann an die Spitze der Sturmab­teilungen, der von Anfang an in den Reihen der SA. kämpfte und marschierte, der alle Tugenden eines politischen Soldaten in sich ver­einigte und deshalb wie kein zweiter berufen war, durch sein Vorbild die Miivisten der Bewegung zu formen und zu führen.

Viktor Lutze stellte seine ganze Kraft in den Dienst der neuen großen Ausgabe, um dereiwillsn er sich im März. 1941 avch-vo.it .seinem Amt als Oberpräsident der Provinz Hannover entbinden lieft. Immer wieder besuchte er seine Männer in den einzelnen Standorten, immer wieder war es sein Wort und sein Beispiel, das neuen Ansporn gab. Er machte die Treue zum Führer zum obersten Gesetz des SA.-Mannes und den Einsatz für Bewegung, Volk und Reich zur Richtschnur, nach

grammen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt.

Die in Berlin beglaubigten ausländischen Vertreter brachten durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers aufge­legte Besuchskmch ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. '

as. Berlin, 3. Mai. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift­leitung.) Die Erörterungen der englischen und nordamerikanischen Zeitungen Über den jüdisch-bolschewistischen Massenmord in Katyn, oder richtiger gesagt über den Abbruch der Beziehungen zwischen Moskau und den polnischen Emigranten, denn das jüdisch- bokschewistische Verbrechen schweigt man nach Möglichkeit tot, zeigen immer erneut die völlige Kapitulation Londons und Washingtons vor Moskau. Die englischen Zeitungen wie dieDaily Mail" u. a. orakeln wohl mancherlei überMißverständ­nisse". die zum Abbruch der Beziehungen zwischen Moskau und den polnischen Emigranten geführt hätten, wagen aber mit keinem Wort das jüdisch-bolschewistische Verbrechen von.Katyn zu erwähnen. Aber wen setzt das heute noch in Erstaunen, erklärte doch eben erst der Dekan von Canterbury, daft das russische und das englische Volk viel von einander lernen könnten. Gewiß denkt dieser famose Heilige" an die britischen Methoden im Burenkrieg, die englische Ge­waltherrschaft in Indien und an die sonstigen Greuel, die die Briten in der Well betrieben. Sic sind durchaus einander wert, der jüdische Bolschewismus und seine lieben judenhörigen Verbündeten in London. Eine amerikanische Zeitschrift aber erklärte, es sei durchaus möglich, daß viele polnische Offiziere ermordet worden seien. . Wenn aber die Polen sich einbildeten, die USA. und England würden ihre Grenze garantieren, so bedeutet das einePolitik ins Blau e. Nicht minder interessant ist ein Artikel der jüdischenNew Vork Times" Dieses Blatt meint nämlich allen Ernstes,die beste Antwort, die wir den Sowjets in der polnischen Angelegenheit erteilen können, find er­höhte Lieferungen von Kriegsmaterial unsererseits für das Bündnis mit Moskau und verstärkte Maßnahmen zum Beweis dafür, daß der Kampf gegen den gemeinsamen Feind wichtiger ist als politische Unterredungen und Meinungsverschiedenheiten."

Finnland kennt die jüdische Blutfratze Moskaus aus allernächster Nähe und versteht die augenblickliche Entwicklung darum bestimmt richtig zu beurteilen. Die finnischen Blätter beleuchten mit Ironie die Heuchelei der A ch s e n g e g n er , die, so schreibtÄtmulehti". angeblich für Gerechtigkeit und Freiheit in den Krieg zogen, Ideale, die in der Sowjetunion kein Heimatrecht besitzen, zumal den Bolsche­wisten nach ihren Wintererfolgen der Kamm geschwollen ist, so daft sie sich von ihren Verbündeten ganz offensichtlich loslösen und selbständig Grenzen für die Nachkriegszeit zeichnen. Einen anderen Stein des Anstoßes bilde das Masiengrab von Katyn, das schließlich zum Ab­bruch der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den polnischen Emigranten führte. England, bei dem die überraschende Nachricht zu­nächst wie eine kalte Dusche gewirkt hat, steht jetzt vor der schwierigen Ausgabe, die Versöhnung zwischen den zwei streitenden Bundesge­nossen herbeizuführen. So gehe cs seinem eben, sagt das Blatt mit unverhülltem Hohn, wenn man in schlechte Gesellschaft gerate, man muffe dann nämlich auf das moralische Niveau dieser Gesellschaft hinabsteigen.

Unter diesen Umständen wird es auch den polnischen Emigranten wenig nutzen, wenn sie Churchill mit Worten jetzt zu ihrem Nationaltag^ in einer vhrasenreichen Botschaft feierten. Churchill besaß dabei die Unverfrorenheit von der Herstellung eines großen und unabhängigen Polens zu sprechen, ein Gedanke, der, wie er be­hauptete, durch die Bemühungen der Anglo-Amerikaner seiner Ver­wirklichung im letzten Jahr näher gebracht worden fei. Der englische Ministerpräsident, der erst vor wenigen Tagen den Polen in London erklären ließ, daß er ihre Sicherheit in der englischen Hauptstadt nicht Garantieren könne, tat also so, als ob er sich heute noch für Polen ein­setze, während er längst vor Moskau völlig kapitulierte.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist ein Flugblatt, das von den Sowjets im Herbst 1939 in Galizien abgeworfen wurde und oas jetzt von der polnischen Presse des Generalgouvernements in Wortlaut abgedruckt wurde. Hierin werden nämlich die polnischen Soldaten ausgesordert, ihre Oftiziere zu ermorden und sich in die sowjetische Armee einzureihen. Schon zu jener Zeit also hatte Moskau feinen Mordplan für das polnische Offizierkorps bereit und versuchte nach berühmter Komintern-Methode den Aufstand in das Nachbarvolk

Bis zur völligen Vernichtung des gemeinsamen Feindes

Telegrammwechsel zwischen dem Führer und dem Tenno zum 1. Mai

Berlin, 3. Mai. (Letzte Funkmeldung.) Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, ist am Sonntagabend den schweren Verletzungen, die er bei einem Kraftwagenunfall am Nachmittag des 1. Mai in der Nähe der Reichshauptftadt erlitt, im Städtischen Krankenhaus zu Potsdam erlegen.

r:mruf: Sammel-9ir. 59631 Drahtanschrift: Tagblatt, Wiesbaden Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 7405 ezugspreise: Für einen Monat RM 2. einschließlich des Trägerlohnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Bei Behinderung der Lieferung infolge Eintretens höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

Glückwünsche des Auslandes zum l. 2Htn

Berlin, 1 Mai. Auch in diesem Jahr haben zahlreiche ausländische Staatsoberhäupter. Regierungschefs und Staatsmänner dem Führer mit in herzlichen Worten gehaltenen Telc-

. Bor den Kreml-Juden endgültig kapituliert

Garantierung der politischen Grenzen würde einePolitik ins Blaue" bedeuten

Stabschef Viktor Lutze gestorben

Den Folgen eines am t. Mai erlittenen schweren Autounfalles erlegen

Zehn Jahre DAF.

Von Walter Aßmns.

Als am 2. Mai 1933 die Besetzung der Gewerkschaften und tn weiterem Verfolg dieser Maßnahme dann die Zerschlagung aller klassenkämpferischen Organisationen erfolgte, waren das Vorgänge deren Bedeutung und deren unbedingte Notwendigkeit damals wohl noch nicht überall in ihrem ganzen Umfange verstanden und gewürdigt, wurde. Heute aber wird es niemanden mehr geben, der sich der Ein­sicht verschließt, daß die bis zur MachtiMrnahme gültige Organi­sation der Wirtschaft und der Schaffenden überhaupt nicht als Orga­nisation. sondern als Desorganisation uz bezeichnen ist. Niemals hätte sich der Aufschwung Deutschlands vollziehen können, der alle Jahre nach der Machtübernahme kennzeichnet, wenn nicht auch auf diesem Gebiet die Zerrisienheit und das ewige Gegeneinander einer ver­nünftigen Zusammenfassung aller Kräfte und einer Ausrichtung auf das Ganze, also über alle Einzelinteressen hinweg, gemäß dem Motto Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Platz ge­macht hätten. Man kann keine Aufbauarbeiten leisten, wenn die eine Seite erklärt, ich sperre aus, und wenn die andere Seite erklärt, ich streike.

Man muß sich einmal vergegenwärtigen das fällt einem heute schwer, obwohl darüber erst zehn Jahre vergangen sind, daß damals um 246 Kernverbände der Arbeiter und Angestellten sich etwa,4250 kleinere Verbände und Vereine"gruppierten, die alle von den größeren Gewerkschaften abhängig oder deren versteckte Vermögensträger waren. Entsprechend vielgestaltig ivaren auch die Arbeitgeber organisiert, an­gegliedert an 590 Reichs-, Landes- und Bezirksverbände waren etwa 2300 kleinere Verbände. An die Stelle dieser Zerrissenheit setzte der Nationalsozialismus die Einheit des Willens, an die Stelle des Kampfes aller gegen alle setzte er die Gemeinschaft. So wurde eine wirkliche Volks- und Leistungsgemeinschaft aller Deutschen geschaffen, wobei cs Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront war und ist. dafür zu sorgen, daß jeder einzelne seinen Platz im wirtschaftlichen Leben der Nation, in der geistigen und körperlichen Verfasiung etn- nehmen kann, die ihn zur höchsten Leistung befähigt und somit den größten Nutzen für die Volksgemeinschaft gewährleistet. Der Arbeiter der Faust und der Stirn wie die Arbeitgeber, sie alle wurden aus dem kleinen Jntcressenkreis herausgehoben und in die große Gemein­schaft aller schaffenden deutschen Menschen eingegliedert. An die Stelle der Hunderte von Vereinen und Verbänden trat die DAF. Sahen die einzelnen Verbände ihre Hauptaufgabe darin, ihren Mitgliedern das Trennende vor Augen zu führen, so sieht die DAF. ihre Aufgabe darin, das Gemeinsame zu betonen. Sie war es, die in dem schaffen­den deutschen Menschen das Gefühl gestärkt hat. trotz aller Gegensätze der materiellen Lage und der produktionstechnischen Erfordernissen vor.allem anderen doch Angehöriger des deutschen Volkes zu sein.

Heute nach zehn Jahren kann die DAF. eine überaus stolze Bilanz vorlegen, auch wenn manche ihrer Planungen und Ein­richtungen durch den Krieg nicht unwesentlich beeinflußt worden sind. Auch für bie DAF. steht «heizte alles das im Vordergrund, was dem Kriege dient. Wenn daher ein Rückblick aufdie Leistungen von zehn Jahren in einer Zeit getan wird, da das deutsche Volk in einen Schicksalskampf um Sein oder Nichtsein verstrickt ist. so darf man auch rftcht vergessen, daß die Voraussetzungen für die ungeheuren Leistungen, die in diesem Krieg in den deutschen Produktionsstätten vollbracht werden und dieser Krieg ist ja mehr noch als seine Vor­gänger auch ein Krieg der Fabriken. von der DAF. geschaffen wurden. Der Nationalsozialismus hat den deutschen Menschen weit­gehend gewandelt, er hat es verstanden, alle die guten Eigenschaften wachzurufen und zur Auswirkung zu bringen. Die Arbeitsfront gab in ihren ganzen Bestrebungen, aber auch im nationalsozialistischen Geist dem Arbeiter die Ehre, auf die jeder Schaffende, wo er auch immer als kleines Rädchen in das große Werk der Nation eingeschaltet fein mag. Anspruch hat. Alle Einrichtungen der DAF. galten und gelten diesem schaffenden deutschen Menschen. Sie sind nicht Selbstzweck, son­dern das Bestreben ist darauf gerichtet, den schaffenden Menschen dem Betriebe gesund zu erhalten, diesen schwer arbeitenden Menschen Freude zu machen, sie teilhaben zu lasten an den Schönheiten der Welt, an dem kulturellen Leben des deutschen Volkes und nicht zuletzt aber auch den Schaffenden den gerechten Lohn für die geleistete Arbeit zu sichern.

Wollte man die ungeheuren Leistungen, die die DAF. unter Dr. Ley in den zehn Jahren ihres Bestehens vollbrachte, auch nur einigermaßen vollständig aufzählen, so müßte man ein dickes Buch schreiben. Man müßte von den Tarifverträgen und von der Lohnpolitik ebenso berichten wie von den Reisen und Wanderungen. Man dürfte die ärztliche Betreuung der Schaffenden so wenig ver- gesten wie das Berufsbildungswerk, und man müßte zu allen diesen Angaben lange Zahlenreihen aufmarschieren lasten. Alles das läßt sich vielleicht am kürzesten auf die Formel bringen, daß der National­sozialismus den Arbeiter in die Volksgemeinschaft eingegliedert hat. und daß die DAF. nach dem Willen des Führers die Trägerin des sozialpolitischen Willens der großen Gemeinschaft der schaffenden Deutschen geworden ist. Dennoch darf man gerade in einer Zeit, in der die Frauenarbeit eine so große Rolle spielt wie heute nicht vergessen, was die DAF. auf diesem Gebiete geleistet Bai. Man braucht nur an die weitgehenden Verbesterungen der Mutterschutz-Eejetzgebung zu denken, und man braucht sich nur einmal die ganze Fürsorge der DAF. vor Augen zu halten, die sie der Frauenarbeit angedeihen läßt. Ähnliches gilt für den Schutz der arbeitenden Jugend.

Der Krieg hat natürlich auch der DAF. mancherlei neue Ausgaben gebracht. Ein großer Teil der Schaffenden steht heute

Das Eichenlaub für Oberfeldwebel Schlee

Berlin, 30. April. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Rudolf Schlee, Zugführer in einem bayrisch-schwäbischen Gebirgsjäger-Regiment.

Oberfeldwebel Schlee, der bereits im Westfeldzug beide Eiserne Kreuze und zu Beginn des Kampfes gegen den Bolschewismus für die kühne und aus selbständigem Entschluß erfolgte Erstürmung einer Ort­schaft das Ritterkreuz erhalten hatte, ist das Vorbild des verant­wortungsfreudigen, unerschrockenen Unterführers. Bei den Kämpfen im Kaukasus hat er sich mehrfach durch Draufgängertum und taktisches Geschick ausgezeichnet. Während sein Bataillon im Angriff gegen eine von starkem Feind besetzte Höhe stand, wurde es von 150 Bolschewisten in der Flanke angegriffen. Der Oberfeldwebel erhielt den Auftrag, mit nur zwei Gruppen gegen diesen Feind zu sichern, bis Vetstärkungsn herangekommen waren. Im selbständigen Entschluß griff er die Sowjets an der Spitze seiner Gebirgsjäger so­fort an, erstürmte einen stark ausgebauten Höhen,zug und warf den Feind zurück. Mit 20 Gefangenen und zahlreichen erbeuteten Infante­riewaffen kehrte er in die Stellungen zurück, während mehr als 60 tote Bolschewisten auf dem Kampffeld blieben und der Rest in wilder Flucht davoneilte.

üincnJTag. nachdem ^beri lLw^el .Schlee für seinen verwundeten Kompaniechef die' F u h r n n g D e r K o m v a n t e übernommen hätte, wurde er während eines harten Abwehrkampfes verwundet.

Oberfeldwebel Schlee wurde am 10. 11. 1913 in Ludwigs­hafen a. Rh. geboren, er trat 1934 in bas Infanterie-Regiment 13 ein. um Berufssoldat zu werden.