Sette 4.
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
T^esLadener ei/agVIaft»
Mittwoch, 19. August 1914.
Nr. 3SS*
und
wohltätige Zwecke aus seinem Vereinsvermögen 100 M. zur Verfügung gestellt. — .Hier kam ein Transport von 700 bis 800 gefangenen Franzosen durch. Interessant ist die Tatsache, daß einer der Offiziere g.klärte, Last sie einen Krieg mit Deutschland auf keinen Fall gewünscht hätten. An den! ganzen Krieg trage nur Rußland allein die Schuld. Die Geiangenen machten durchweg einen recht niedergeschlagenen Eindruck.
m. Canb, 17. Aug. Zur Unterstützung der zurückgebliebenen Angehörigen der unter die Fahnen Einberufenen, bewilligte die Stadtverwaltung den vorläufigen Betrag von 5000 M. Der Zweigverein Caub des EvangelUckw» Bundes überwies je 50 M. dem Noten Kreuz und dem O>rW-
aU§ 't v U \ ran ff ut t, 17. Aug. Die Fluazeugfabrik Euler hat dem Generalkommando einige Flugzeuge überwiesen, die in den nächsten Tagen ausprobiert werden. Es wird ersucht, auf Flieger nicht zu schießen und sie überhaupt in keiner Weise zu belästigen.
IV. T-B. Bad Homburg v. d H.. 17. Aug. Hier wurden zwei Personen festgenommcn. weil sie ohne Erlaubnis eine Station für drahtlose Telegraphie errichtet hatten. Es wird allgemein darauf hingewiesen, daß dieses strengen Strafen unterliegt.
liegierunysbezirkr Nasisk.
lick Hanau. 18. Aug. Durch Großfeuer wurden in dem Dorfe Gemmnitz bei Schlüchtern neun Wohnhäuser farnt den Scheunen eingeälcheri Die Geschädigten sind nur gering ve sichert. Die Entstehungsursgche des Feuers ist noch unbekannt ...
X Marburg, 16. Aug. Die Sammlungen für die durch den Krieg in Not geratenen Familien sollen bereits die Summe bon 80 000 M. überschritten haben.
Nachbarstaaten u. MromnZen.
Gemütliches aus dem Kricgsleben. pp. Mainz. 16 Aug. Es ist Mittagszeit. Ein geräumiger Platz inmitten der Stadt dient einigen hundert Landwehrleuten zuin Aufenthaltsort. Auf einer Reihe improvisierter öfen stehen g> otze Kessel. <rus denen eine dlcke Nelssuppe »tu Fleisch ausgeteilt wird. Nicht so rasch wie das Austeiten gebt das Genießen von statten, denn nicht jeder ist glücklicher Besitzer eines Löffels. Doch sie wissen sich zu helfen: die
Fleischstücke werden mit dem Messer herausgcstochen und die !suvve aus den im Innern weiß glasierten, gut einen Liter haltcndeii Schüsseln getrunken. . Ein Händler mit Feldvost- und Ansichtskarten geht an der Straße vorüber: im Handum- drebeii hak er seinen Vorrat ausverkauft. Im Lager wird letzt eifrig geschrieben. An .die Eltern, an Frau und Kinder, an den Schah wenden Grütze gesandt. Nicht allen fällt diese Arbeit leicht. Ein bei der Feldarbeit sonnaebräunter Bauer Aaat zu seinem Nachbar. der mit flinker Hand bereite ei Kärtchen seine Empfindunaen und Wünsche, anvertraut hat: „Inwenmg waatz ich jo, was ich zu schreibe hätt'. aber es will nrt so recht in die Ledder." Der Anaesvrochene hatte kein Herz von Stern und bald war auch diese Schwierigkeit überwunden. Ein Mann dessen Kawulenz an Knöpfen und Nähten stark gegen die feldgraue Uniform opponierte. trat auf den Platz und rief: „zweite Kompaanie des . . . Regiments!" „Hier, hier! ' Wer ziir 2. Komvagme gehört, strecke die Hand in dre,Hoy. Jeder von euch erhält zwei Zigarren!" Die Zigarren sind bald aus- geteilt und werden ohne Zeitversckwendung in Brand «eicht. Ein bärtiger Landwehrmann naht sich dem Spender und fragt vfiffia lächelnd: „Hast de nit nach e’ Glas Bier for,uns?" Auch der Wunsch dieser durstigen Kehle wurde bald erfüllt.
tn Bingen. 16. Aug. Unter ganz gewaltigem Andrangs ging vier heute früh die Rockuswroz ess, o n von der Stadt zur Rochuskavelle hinaus. Nicht !me, sonst schien die Sonne vom klarblauen Himmel, es regnete rn Strömen und ohne Unte'laß Auf dem Berge selbst entwickelte sich auch nicht das. fröhliche Treiben, wie in den früheren Jahren bei Wem. Bratwurst und Kaffee und Kuchen. Von der Militärverwaltung war nur die Feie nach ihrer religiösen «eite hin erlaubt, und so beschränkte sic sich auch aus die bekannte Rochuspredigt. Wohl zum erstenmal seit einer sehr laugen Reihe von Jahren wird d<ri- Fest in dieser Weise gefeiert worden sein.
m. Bingen, 17. Aug. Einem Herzschlag zum Opfer gefallen ist hier ein Landwehrmann aus Frickhofen. Kreis Limburg. Er war mit seinen Kameraden beisammen und hatte nicht über Unwohlsein geklagt. Wenige Minuten nachdem er sich zu Bett begeben hatte, war er bereits tot.
Neues aus aller Welt.
Zusammcnbrmch der Kölner Pius-Spar- und Darlchns- kasse. Köln. 18. Aug. über das Vermögen der Pius-Spar- und Darlehnskasse in KAn-Mülheim ist das Konkursverfahren eröffnet worden. : Der Reirdant der Kasse, der durch Unterschlagungen den Zusammenb'.uch der Kasse veranlaßte. wurde in Herse-l bei Bonn als Leiche aus dem Rhein gelandet.
Ein verhängnisvoller Schutz. Augsburg. 15. Aug. Bet Zuchering entlud sich das Gewehr einer Bahnschutzwache. Ein achtjähriger Knabe und ein löjähriges Mädchen wurden getötet.
vermischtes.
Felbhiimor unseres Kaisers. Der Humor, mit dem unsere prachtvollen Truppen ins Feld ziehen, hat für jeden Deutschen etwas Erquickendes und Kostbares. Unsere Soldaten haben, wie der Korrespondenz „Heer und Politik" von militärischer Seite geschrieben wird, allerdings in ihrem obersten Kriegsherrn ein schönes Vorbild, Manche Scherzworte des Kaisers aus den letzten Kriegstagen wurden bereits berichtet. Aber auch aus den Manövern, wo die Gefahr zwar nicht vorhanden, die Strapazen aber nicht viel geringer sind, lassen sich manche hübschen Scherzworte unseres Kaisers erzählen, aus denen hervorgeht, daß der Kaiser genau wie der gemeine Mann alle Anstrengungen und Entbehrungen mit bester Laune auf sich nimmt. Bei dem letzten Kaisermanöver in Posen ereignete sich folgender hübscher Vorfall' Die Soldaten waren durch die Anstrengungen und die große Hitze ermattet. Der Kaiser saß auch etwas müde und durstig inmitten seiner Offiziere auf einem Baumstamm, als eine Kolonne bestaubt daher zog. Wie die Soldaten den Kaiser begeistert grüßten, fragte er sie lachend: „Habt Ihr Durst, Leute?" „Jawohl,
M a j c st ä t!" „I ch a u ch ! Aber io i r haben alle n i ch t s z u trinken. Aber tröstet euch, es wird bald — regnen!" Die ganze Mannschaft brüllte vor Begeisterung und zog freudig bewegt weiter. Er kontrolliert die Manöverleistungen im großen wie im kleinen. Er verschmäht es sogar nicht, wenn die Leute schußbereit im Grase liegen, sich selbst auch hinzulegen und nachzusehen, ob sie gutes Schußfeld und die Visiere richtig eingestellt haben. Zu einem Soldaten sagte er im vorigen Jahre bei dieser Gelegenheit: „Mein Sohn,
worauf zielst du eigentlich? Du willst doch nicht etwa die Sonne herunterschießen!" Keinerlei Bequemlichkeit gönnt er sich und lebt in allem und jedem wie der gemeine Soldat. Was das Essen betrifft, so ist er völlig anspruchslos. Man hat schon erlebt, wie er mit der größten Anspannung der geistigen und körperlichen Kräfte den ganzen Vormittag und halben Nachmittag die Manöver verfolgte, ohne überhaupt den Wunsch nach Speise und Trank auszusprechen. Findet sich aber Gelegenheit, eine Minute dem Essen zu widmen, dann ist er mit jeder Kleinigkeit zufrieden, und wenn gerade nichts anderes bei der Hand ist, so tut es auch eine Butterstulle aus dem nächsten Bauernhaus. So ließ er sich in einem Manöver kurz entschlossen aus der zunächst liegenden Wirtschaft zwei Bockwürste, ein Butterbrot und ein Glas Bier bringen, und hatte nicht anders wie die Soldaten seine Freude an diesem Frühstück. Auch vor einigen Jahren sandte er einen Adjutanten beim Manöver in ein naheliegendes Gehöft, um ihm einen Imbiß zu holen. Die Bauern waren bestürzt, weil sie nichts im Hause hatten, was sie dem Kaiser anbieten zu dürfen
glaubten. Inzwischen war der Kaiser herangeri ^ fragte: „Was? Sie haben nicht Brot und. Bu
Hause?" s
Svidatenhgmor. Einige weitere Proben , fe« jeic* 1 Humors, der unsere ausziehenden Dtannschastcn oen hier nachgetragen:
Bekanntmachung! M
Die Parzellierung Belgiens beginnt .morgen T
Die Auiteuungvvev"
8 Uhr.
Achtung: Kriegskino! Programm:
1. Der Schrecken von Frankreich.
2. Der Nussenfresser. .
Bemerkung: Jeder Besucher erhält einen kleinen als Andenken.
Dienstbefehl: ^ „
Stallwache: Nikolaus. — Kasernenwache: M
Latrinenwache: Poincare. — An der Jauchenpunw - und Peter.
Am 20. d. M. wird Belgien eingemeindet.
wer
net'
Wenn die Pflege so weiter.geht. dann kann der Krieg
wegen drei Jahre dauern. n $
Eine treffende Antwort. Frage: Wesbalb tra Franzosen immer noch die alten Monturen aus "..Uug 70/71? Antwort: Damit sie wieder einmal in
klopft werden.
ktus unserem Leserkreise. ^
lNicht verwendete Einsendungen können weder zurückgesandt, noch aufbi'wa .
* Die Mehl-Höchstpreise der Stadt baden. Wie kommt es, daß die Stadt Mainz KiA mehl Um etwa 4 M. billiger verkauft als tue baden? Wie kommt es. daß die Stadt Wiesbaden
keine Engrospreise, wie die Stadt Mainz, -ec
nis .des Publikums bringt? Wie kommt es. daß g ju>® höheren Engrospreise der H ö ch st p r e i s für Weizen« jetzig
um a P>. BUUIUU LH uw Hl ^ tmi!
schweren Zeit wird es keinem vernünftigen Koueg ausmachen, wenn er einen Artikel führt, an dein « ß M verdient, oder vielleicht noch etwas zulegt, jeooai ^ AE Publikum aufgeklärt werden. Wie kommt es. daß ^ nis?? Wiesbaden nicht wie die Stadt Mainz auch N o gß -AM' führt und dafür auch Höchstengros- und Detailpreis. h e £. Mehrere Bäck er me'
weise wind das verminderte fahrkunoige _ gau*- ;n
Kondukteurdienste betraut, während in allen andere! joic für diese Arbeit entweder arbeitslose Kausleute „VAg® Berlin und Leipzig, gar die Frauen der Straßenbav. ^ FE verwendet werden. Wäre dies hier in Wiesbaden ^
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so könnte aus einmal die doppelte Zahl ' ' - .hierdurch jS A*
kehrenden Wagen taufen und es wäre yierour« Verkehrswesen der Stadt wie insonderheit Interesse außerordentlich gedient. Man muß icm daß die Verkehrs-Deputation bcr'
Wiesbaden sich alles das gefallen läßt, was die v lei!«, ..Süddeutsche" in ihrem geschäftlichen Interesse sich,| können glaubt. Einschreiten und Abhilfe angenKc schriebener Zustände tut dringend not. 'rin ---
sie an
Milch darf den Säuglingen nicht gegeben
rn Brechdurchfall ober, anderen DarmstoriniE ggfrffl
sind. Man reiche statt dessen „Kufeke" tn
meistens die einzige Nahrung, die die Krnoe« m I und die gleichzeitig verdauungsregelnd. nt »M<r!>^r überstandener Krankheit begmne man, der „K u f.e ja ^
es ist können
suppe allmählich wieder Milch zuzusetzen, wie Gebrauchsaiiweisung angegeben ist.
Haridelsteil.
Lebhafte Beschäftigung in der Schuh- und Lederindustrie.
Zu den Industrien, die bisher aus dem großen ’VVaffengang Nutzen gezogen haben, gcihört vor allem die. Schuh- und Lederindustrie. Die Nachricht, daß angesichts der großen Nachfrage der letzten Zeit seitens des Verbandes eine Erhöhung der Schuh- und Stiefelpreiso beabsichtigt sei, triilt nicht zu, die Preise werden vielmehr unverändert belassen werden. In der vergangenen \\ oche war, wie aus Fachkreisen berichtet wird, die Nachfrage nach Schuhen für militärisclhc Zwecke sehr stark, jetzt ist indes bereits ein gewisses Abflauen zu erkennen. Durch die Ausrüstung der Freiwilligen usw. dürfte indessen weiterer s‘ai J ker Bedarf eintreten. Das Damenschuhgeschäft liegt' demgegenüber freilich völlig brach, ebenso der Export.
_ Wie dem Schuhgewerbe, so hat die Mobilmachung auch
der Lederindustrie zahlreiche Kräfte entzogen. Tiotz- dcm konnten die Betriebe bisher fast in allen Fällen aufrechterhalten weiden. In zahlreichen Fabriken ist die Tätigkeit sogar eine außergewöhnlich lebhafte, insbesondere in denjenigen, die Leder für Militärzwecke herstellen- Der gegenwärtige außergewöhnlich große Bedarf in diesen Gattungen kann aber doch absolut regelmäßig gedeckt werden. Andere Lederfabriken müssen bei der Eigenart der Fabrikation immer beträchtliche Mengen Häute einarbeiten, die nun in erster Linie zur Deckung des Militärbedarfs herangezogen werden können. In den Ledergattungen lür den. Privatkonsum hat dagegen das Geschäft einen absolut ruhigen Charakter angenommen, obgleich sonst um diese Zeit bereit der Großhandel mit den Eindeckungen für den Herbst und Winter zu beginnen pflegt. Heute ist von ddn. sonst- dä- niit verbundenen großen Umsätzen gar nichts zu bemerken. Alles hält stark zurück. Audi die Großkonsumenten, wie Schuh-, Treibriemen-, Lederkoifer- und Taschenfabriken usw. haben größere Einkäufe noch nicht getätigt. Es haben sich infolgedessen auch noch keine neuen Preise gebildet. Natur- " gemäß sind die Forderungen für alle Gattungen höhere, aber von einer allgemeinen Basis kann keine Rede sein.
Banken und Geldmarkt
Eine Hilfsaktion für Hypothekenglänbiger.
W. T-B. Berlin, 18. Aug. (Eig. Drahtbericht) Au.f Anregung eines Sonderausschusses für Hypothekenbankwesen des Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes hat sich heute eine größere Anzahl vön Hypothekenbanken grundsätzlich dahin geeinigt, solchen Besitzern erstfälliger Hypotheken, die infolge des Ansbruches des Krieges vorübergehend einen anderweitig nicht zu befriedigenden Geldbedarf haben, in Anlehnung an die Darlehnskassen die Möglichkeit zu verschaffen, Geld
zu erhalten. Die Verhandlungen mit der Gesamtheit der deutschen Hypothekeinbankein sind eingeleitek Es steht in Kürze eine nähere Mitteilung an die Öffentlichkeit
zn erwarten.
* Diskontierung der Requisitionsscheine. Bei der Aushebung von Pferden, Fahrzeugen und Geschirren für den Kriegsbedarf werden von den Zivilaus- hebungskommissaren den Besitzern formularmäßig ausgestellte Anerkenntnisse übergeben, die erst etwa drei Wochen später von dten Regierungisihauptkassen eingelöst werden. Es leuchtet ein, daß die Empfänger der Anerkenntnisse vielfach das allerdringendste Interesse haben, unverzüglich zu ihrem Ge l d e zu kommen, dessen sie zu wirtschaftlichen Zwecken bedürfen. Um in dieser Hinsicht helfend eintreten zu können, hat sich die Reichs bank auf Grund eines mit dem preußischen Kriegsministerium getroffenen Abkommens bereit erklärt, derartige Anerkenntnisse zu diskontieren. Bei der Durchführung dieser Absicht ergab sich indessen eine Schwierigkeit rechtlicher Natur. Nach den bisher bestehenden Rechtsgrundsätzen konnten nämlich dritte Personen auch ohne Übergabe des Ane r kenntnisses Rechte an der Forderung durch Rechtsgeschäft oder im Wege der Zwangsvollstreckung erwerben, so daß selbst bei der Diskontierung von der Reichsbank erworbene Besitz an dem Anerkenntnis sie unter Umständen gegen Ansprüche Dritter nicht ausreichend geschützt hätte. Um dem zu begegnen, hat der Bundesrat durch eine am 12. d. -M. in Kraft getretene Verordnung auf Grund des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrates zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw. vom 4. d. M. („Reichs-Gesetzbl.", S. 327) bestimmt, daß zur Übertragung und Pfändung derartiger Forderungen fortan die Übergabe des Anerkenntnisses an den Gläubiger erforderlich ist. Die Übertragung der Forderung schließt auch die Verpfändung in sich. Zur Vermeidung von Mißverständnissen wird bemerkt, daß Forderungen aus der Überlassung von Automobilen an die Militärbehörde von der Reichsbank nicht diskontiert werden.
W. T-B. Eine bedauerliche Maßnahme in P if ,
Industrie. Breslau, 18. Aug. (Eig. Qraüwer^
Breslauer Eiseogroßfirmen haben mit Wirkung vom 'etzs ^ ab die Preise für Fluß- und Schweiß eisen und E^en ve 10 und für Abfal’lbleche um 15 M. pro Tonne a.nifllnrtpn ZnlHlnnif'iSihpdincrnncrpn nhd .pptrp.n 5010
Industrie und HandeL
* Dio chemische Industrie im Kriege, über die gegenwärtige Lage der chemischen Industrie äußert sich der „Voss. Ztg.“ gegenüber der Leiter eines der größten Berliner Unternehmen, daß diejenigen Fabriken, die lediglich Rohstoffe für die Farbindustrie produzieren, augenblicklich ohne jede Beschäftigung sind. Das Exporigeschätt stockt vollkommen, und die Absatzmöglichkeiten im Inlande sind natürlich gegenwärtig so gut wie abgeschnitten. Dagegen haßen diejenigen chemischen Fabriken, die gleichzeitig eine pharmazeutische Abteilung unterhalten, zahlreiche Aufträge auf Arzneimittel für die Ausstattung von Lazaretten. Die Beschäftigung in den pharmazeutischen Abteilungen könne jedoch die Ausfälle in den anderen Betrieben keineswegs ausgleichen, so daß bei den chemischen Fabriken gegenwärtig eine Betriebs einseh ränkung allgemein unvermeidlich ist
Schecks und Wechsel werden nicht an Zahlung — Hierzu wird amtlich bemerkt: Es J? n],anö c L
die Wi -
ordentlich zu bedauern, wenn — , n „ - ^ firmen durch Versagung jeden Kredits dem deutsc 1 ^^^ n ie schaf(jsieben die Rückkehr in die S e , e
Bahnen erschweren. . j,« --
cu ciDCluweie n. jvu-
Die Banmwollknltur in Togo. Die deuts j^t "' u „l!
Togo, deren Besetzung durch die Engländer _be n ' gich^ui gilt bei unseren Kolonialpolitikern als ziemlich n {e
für die Baumwollkultur. Bereits im Jahre 1911 5 öi^ von dort 516 000 Kilogramm Baumwolle im Werm grd^ . Mark ausführen. Wie der bekannte Fachmann Chemnitz auf dem vorjährigen internationalen ,, lS fuhr greß in Scheveningen mitteilte, ist die Baumwoda
sicherlich noch steigerungsfähig.
V ersicherungswesen.
W>. T.-B» Ermäßigung der Kriegs-
, f sm
liÖ> :
in England. London, 18. Aug. (Eig.
DrahlbfchV*
01
Schi
Versicherungsprämie für die Versicherung von , -jjpg ' lad un gen-ist auf 3 Pfd. Sterling für 100 Pld- D bisher 4 Pfd. Sterling festgesetzt worden.
Schiffs-Nachrichten
über Bewegung und Ankunft der
vom 12. bis 14. August 1914.
Dampfer:
Uerknnft
_ be»w. Beleealal : ■ _ _ _
Stoomvaart Maafschappv Nedcrland ^ n,st ^ 0 f e l K a,, *^ä9'
crr>_ UViH Rainnhurnou Cf nn Xr Co Imtfan fcl8| „ppflo 'i
Passage- und Reisebureau Born & Schotten^*» un8 eJ}e9 iert‘
Grotius.. auf der Heimreise sra r\ e ^l P. a9 caid'
Grotius. > > Heimreise > }? & Por?,?
Ausreise Ausreise Ausreise Heimreise Heimreise Ausreise Ausreise Heimreise
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Die Morgen-Au-ig abe umfaßt 8 mit der Vcrlagsdeifage „Der Ro man",
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Chefredakteur: A. Hegerho
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Verantwortlich für die innere Politik und , für die auswärtige Politik: Or. phii.' - . „ rtUU
Feuilleton: B v. N a u e n d o r f: für „Aus Stadt und > ^
Provinzielle: C. R ö t h,er d t; für „Gerichtsiaal":. §- ®bc* ;; lb t und Luftfahrt": I. V.: C. Losacker; für ..DermrÄtes w ^ u» ^ C. Losacker, für ^de^Handelsteil:„W.-Etz: für ,&Lh$. in
H. Dörnailj: !ämtlich"in ,
Druck und Verlag der L. S ch c l l e n d e r g Ichen Lof-Buch°r
Exrcchstundc der Nedaltio»: 12 dis 1 Uhr: in der t> o1 von 10 dis 11 HS«-
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