Wiesbadener Tagblatt
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21r. 96
Samstag/Sonntag, 24./2S. April 1943
91. Jahrgang
Nm U-Boof-Erfolge gegen die feindliche Schiffahrt
Wieder mehrere vollbesetzte Truppentransporter, zwei Zerstörer und ein Unterseeboot versenkt
Deutscher Oslerglaube
Von Fritz Günther
Im österlichen Glauben lebt das große Sehnen des deutschen Volkes und seine Zuversicht. Der Wille z u m L c b en. der sich in der Auferstehung der natürlichen Kräfte nach dem sieghaften Durchbruch des neuen Lichtes in jedem Frühjahr aufs neue manifestiert. Ubt dem Wunder einer erneuerten Welt wieder seine starken Impulse. Die Bande des Winters sind endgültig gebrochen; das Wachsen und Blühen rings um uns lägt die Natur aufs neue im Glanz und Schimmer frühlingshafter Herrlichkeit erstrahlen. So sieghaft ist der Durchbruch des schöpferischen Lebens, das? alles Dunkel, das uns die finsteren Mächte der Vergangenheit brachten, vergessen ist und nicht mehr schrecken kann, weil mit der neuen Hoffnung auch neue Kraft in die Herzen der Menschen einziebt, die sie den Schmerz vergangener Tage überwinden, die Gegenwart mit wachen Sinnen erleben und der Zukunft mit gläubigem Vertrauen entgegenblicken läßt.
Wir müssen der Vorsehung dankbar sein, daß sie uns bei aller Härte, die wir in diesem vierten Kriegswinter zu ertragen batten in Angriff und Abwehr an allen Fronten, an Opfer und Einsatz, an Arbeit "und Hingabe, von jedesn einzelnen gefordert und geleistet, doch vor dem schlimmsten bewahrte, das uns betroffen hätte, wenn wir nicht mutig und entschlossen der (Befahr ins Auge geschaut und uns freiwillig zu den Pflichten bekannt hätten, die wir erfüllen müssen, um das uns vom Feinde zugedachte Schicksal zu überwinden. Alles Leben spielt sich zwischen Werden und Vergehen ab. Die Schöpfung ist ein sich ewig wiederholender Entwicklungsoorgang. eine ununterbrochene Ketzte der Iahreszeiten und der Geschlechterfolgen, mit ihrem Blühen und Wachsen, den starken Wünschen und den großen Hoffnungen, die unsere Herzen besonders stark erfüllen, wenn die Natur den Wundern dieser Welt io sichtbarlichen Ausdruck gibt. Das größte Wunder ist aber immer wieder der Wille zum Leben und der Wille zur Tat, der diesem Leben erst seinen rechten Sinn gibt. Wie sich die Pflanze ihren Platz an der Sonne erkämpfen muß in der Fülle des Blühens und Wachsens im strahlenden Licht der Auierstebungszeit. so muß auch der Mensch wenn er sein Leben frei entfalten und sein Dasein sichern will, seine Kräfte immer wieder im Kampf erproben und bewähren.
Alles Leben ist Kampf und nur Überwindung und Sieg entscheidet darüber, ob es wert war getobt zu werden. Das Schicksal hat den Menschen zu allen Zeiten vor die Aufgabe gestellt, sich im Daseinskampf äu behaupten. Zwischen Geburt und Tod ist ihm die Frist gegeben, sein .Leben zu gestalten und so zu entwickeln, wie es sich nach dem Willen des 'Schöpfers in natürlicher Ordnung zum beiten der Menschheit entfalten kann. Das gilt sowohl für den einzelnen, wie für die Gemeinschaft eines Volkes, denen geschichtliches Werden und Wachsen ein Vorgang ist. den die freie Entfaltung der Kräfte bestimmt. Würdig zum Leben wird nur der befunden, der sich im Daseinskampf behauptet und bewährt. Vor eine solche Entscheidung bat das Schicksal uns und unsere Generation jetzt wieder gestellt.
Dem deutschen Polke sind im Laufe seiner schweren und leidvollen Geschichte schon wiederholt ähnliche Aufgaben gestellt worden. Die Religionswirren des Dreißigjährigen Krieges haben Deutschland zerstört und die Menschen verelendet. Friedrich der Große batte sieben Fabre für den Bestand Preußens als späteren Grundpfeiler des Reiches zu kämpfen. Die Befreiungskriege haben härteste Proben im Ertragen und int Opfern gefordert, ehe die Schmach der Knechtschaft von der Nation genommen war. Wir Älteren aber haben noch die Erinnerung an den ersten Weltkrieg und das grausame Schicksal des Zusammenbruchs einer Welt, von der wir einmal glaubten, daß^ sie der Fdealzvstand der Menschheit sei. Wir wissen, daß dieser Irrtum unser schlimmes Schicksal in der Nachkrie^zeit bestimmte und uns das Leid einer schmachvollen Niederlage noch härter empfinden ließ, ehe wir erkannten, daß nur der Wille zum Leben, der Glaube an die Zukunft und der Einsatz aller Kräfte eine Wende herbeiführen kann. Dieser Glaube mußte erst wieder geweckt, unser Wille gestärkt und unsere Kraft zur (Entfaltung gebracht werden, ehe wir der Gefahr, als Nation zu verkümmern und als Volk rühmlos unterzugehen, wirksam begegnen konnten. Im Innern zerrissen und von außen bedroht, wäre unser Schicksal ewige Knechtschaft oder Selbstvernichtung gewesen, wenn nicht der Führer seinen starken Glauben an das deutsche Volk und die großen Aufgaben. die es in dieser Zeit zu erfüllen bat. auf uns über«
Aus dem Führerhauptquartier, 23. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der feindliche Handelsschiffsraum erlitt im Mittelmeer und im Atlantik neue schwere Einbußen. 3m Kampf gegen park gesicherte Eeleitzüge oersenkten unsere Unterseeboote wieder 18 Handelsschiffe mit 121 500 BRT, darunter mehrere vollbesetzte Truppentransporter sowie zwei Zerstörer und ein Unterseeboot. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. • • .
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Berlin, 23. Avril. 3n weit auseinanderliegenden Teegebieten des Atlantik, in den Gewässern Grönlands, Neufundlands, der UTA. und Westafrikas haben deutsche Unterseeboote, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben wurde, den feindlichen Nachschub wiederum schwer getroffen. Wie seit Jahren, so stehen sie auch in diesen Monaten bei wechselnden Angriffs- und Witterungsbedingungen mit zäher Verbissenheit im Kampf gegen ftärkstens gesicherte Geleitzüge. Boote, die ihre Torpedos verschossen haben, kehren zurück oder werden auf See von unseren Bersorgungs- booten zu neuem Einsatz ausgerüstet. Andere stoben, von ihren Stützpunkten kommend, zu ihnen, um gemeinsam gegen die von Zerstörern, Korvetten, großen mehrmotorigen Land- und kleineren Bordflugzeugen gesicherten Rachschubgeleite des Feindes zu kämpfen.
So gelang ihnen im Nordatlantik u. a. die Versenkung eines großen, schwer beladenen Schisses, das aus Kanada kam und mit Grubenholz für die englische Bergbauindustrie voll beladen war, Tage nach der Versenkung war die See im Umkreis non vielen Meilen mit Holz bedeckt, das non der großen Deckladung stammte, die beim Untergang des Schisses zunr Ausschwimmeit .gekommen war. Ihren Torpedos fielen ferner drei große, tief beladene Munitionsdampser zum Opfer, die infolge ihrer hoch explosiven Ladung im Augenblick der Toroedoexvlosion völlig auseinandergerissen wurden. Bei einer am hellen Tage erfolgten Torpedierung war zu beobachten, wie einzelne Besatzungsmitglieder des torpedierten Schiffes durch die Wucht der Explosion mehrere hundert Meter hoch geschleudert wurden. Unter diesen Schissen befand sich auch eines der in den USA. gebauten 7000 BRT. großen Notschisse. Int Atlantik trat ferner dex nicht alltägliche Fall ein. -daß eines unserer Unterseeboote ein feindliches Unterseeboot torpedierte und versenkte.
Besonders erfolgreich aber waren unsere Unterseeboote i m Mittel me x r, wo sie mehrere große, voll beladene 2 tu p p e n t r a n s p o r t e r versenkten. Unter diesen ehemaligen
Lurusdamvsern, die heute mit bizarren Tarnanstrichen versehen zum llberseetransvatt für Truppen Verwendung finden, befand sich auch ein voll besetztes Schiss von 20000 BRT. Einer der Siche- rungszerstörer, die diese Truventransvorte geleiteten, wurde ebenfalls versenkt. Das Ziel dieser großen Schiffe waren Nordafrika- Häfen. Für den Gegner gingen dabei nicht nur Truvven, sondern vor allem wertvollster Schiffsraum verloren, ein Verlust, der sich nachteilig aus die Truppentransporte an die überseeischen Fronten auswirken muß.
Deutsche A-Boote immer erfolgreicher
Aufschlußreiche Geständnisse
Stockholm, 23. Avril, Sämtliche amtlichen Sprecher aus verbündeter Seite sind sich, so schreibt der Londoner ,.Eeonomist", in einem Punkte, wenn auch negativer Art, einig, die Achillesferse der angloamerikanischen Kriegsanstrengungen stelle der Seekrieg dar. Das einzige Entscheidende sei, daß trotz aller die U-Boot-Gefahr abschwächenden Hinweise immer weitere Handelsschisse ihren Bestimmungsort nicht erreichten und —» was insbesondere England angehe, das Einfuhrvolumen stetig abnehme Daran müsie man schließlich auch die Gefahr der ll-Boot-Eesahr messen. Alles argumentieren aber helfe nichts, man befinde sich eindeutig in einem Engpaß, der nur dadurth überwunden werden könne, daß cs gelinge, die U-Boote zu meistern. Zwischendurch könne man sich durch sparsamste Inanspruchnahme von Schiffsraum helfen; eine Dauerlösung sei das aber nicht, do mau dann eines Tages vor der Unmöglichkeit, weiteren Schiffsraum.einzusetzen, stehe.
Die Londoner Zeitung „Star“ besaßt sich in einem Leitartikel mit dem U-Boot-Problem und schreibt; „Welche Schlagzeilen auch immer die englische Tagespresse zieren, Deutschland führt seine Offensive der U-Boote von Tag zu Tag erfolgreicher weiter. Diese Offensive kann den Deutschen, gleichgültig, was sich an Land an militärischen Vorgängen abspielt, den Sieg bringen, obwohl die englischen Tageszeitungen recht gern von eigenen militärischen Leistungen sprechen und die U-Boot-Ersolge des Feindes unterdrücken oder zu bagatellisieren versuchen.
Das Letztere ist ebenso gefährlich wie falsch, da die amtlichen englischen Stellen die genauen -eigenen Schiffsverluste nicht bc- kanntgeben, dazwischen aber immer wieder auf die Ernsthaftigkeit der Gefahr Hinweisen. Die Gefährlichkeit. b£s Unterseebootkrieges ist der britischen Öffentlichkeit allmählich durch den ständigen Htn- weis in Ministerreden.in Fleisch und Blut übergegangen, so daß man schon gar keine genauen Einzelheiten mehr braucht, um sie zu glauben.“
Der Führer empfing Staatspräsident Dr. Tiso
Besprechungen im Geiste der deutsch-slowakischen Kameradichast und Freundschast
Führerhauptauartier, 23. April. Der Führer empfing heute detz slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso, der mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. T u k a, Innenminister ging Mach und Verteidigungsminister C n t l o s zu einem Bestich im Führerhauptauartier eintraf.
Der Führer hatte mit Dr. Tiso eine oon herzlichem Geiste getragene Aussprache über die Fragen des europäischen Freiheits- kampses unserer Völker gegen den Bolschewismus und die englisch- amerikanischen Vlutokratien. In den Besprechungen, an denen der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und Generalfeldmarschall Keitel, von slowakischer Seite Ministerpräsident Dr. Tuka. Innenminister San» Mach und General Eatlos teil- uahmen, kamen die Kameradschaft und Freundschaft zum Ausdruck, bie hje Beziehungen des Reiches zum slowakischen Volk bestimmen.
Die Slowakei kämpft mit den tapferen Verbänden ihres Heeres an der Seite der deutschen Armeen und wird im Bunde mit den Dreierpaktrnächten ihre ganze Kraft für den Endsieg einsetzen.
Der deutsche Gesandte in Preßburg, Lubin, der flowakische Gesandte in Berlin, Cernak, und der deutsche General beim slowakischen Verteidigunssminifterium, General S ch l i e p e r, nahmen an dem Besuch Dr. Tisos im Führerhauptauartier teil.
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as. Der Besuch bes slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso beim Führer setzt bie Kette jener Empfänge und Unterredungen fort in denen bie Probleme bes Krieges unb weiterhin bie Fragen der künftigen Gestaltung Europas eingehend erörtert wurden. In allen diesen Besprechungen, die politisch dem Avril 1943 ihren Stempel aufdrücken, ist immer wieder die feste Entschlossenheit zum Ausdruck gekommen, den Krieg gegen den Bolschewismus und seine anglo-amerikanischen Verbündeten unter Einsatz aller Kräfte bis zum siegreichen Ende burchzusühren und die Waffen nicht eher aus der Hand zu legen, bis bie Gefahr aus dem
Neue Ritterkreuzträger
Berlin, 22. Avril. - Der Führer verlieh bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Werner Hühner, Kommandeur einer Infanterie-Division; Oberst Joachim S ch l e e, Kommandeur eines Grenadier-Regiments; Oberstleutnant Voß, Kommandeur eines Grenadier-Regiments: Major Franz Medicus, Führer einer Kampfgruppe: Hauptmann Walter Brücker, Bataillonsführer in einem Jäger-Regiment; Leutnant Karlheinz Schubert, Batterieführer in einem Panzer-Artillerie-Regiment: Oberst Sans Walter Heyne, Kommandeur eines Artillerie- Regiments: Hauptmann Rudolf Rösner, Bataillonskommandeur in einem Jägerregiment; Oberleutnant Konrad S <6 e f f o I 6, Komvanieführer in einem Pionierbataillon; Wachtmeister Heinrich Liese, Zugführer in einem Artillerie-Regiment: Unteroffizier Johann H I a u s ch k a, Gruppenführer in einem Grenadier-Regiment: (Befreiter Alois P i e ch u l l a, ME.-Schütze in einem Panzergrenadier-Regiment.
Der Führer verlieh auf Vorschlag bes Oberbefehlshabers der Luftwaffe Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberfeldwebel P l a c Z e k. Beobachter in einem Kampfgeschwader: Leutnant Mei nicke, Staffelführer in einem Schlachtgeschwader: Oberleutnant S ch a l a n d a, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader: Hauptmann M y l i u s, Staffelkapitän in einem Kampfgefchwader.
Osten unb bem Westen gebannt unb so die Voraussetzung für bie Schaffung eines neuen gefunden Eurovas gegeben ist.
Der Mann, der jetzt vom Führer empfangen wurde, steht feit Oktober 1939 an ber Spitze des slowakischen Staates. Er war es, der bas Telegramm an den Führer sandte, in dein er den Schutz des Führers anrief unb bie slowakische Republik unter ben Schutz bes Deutschen Reiches stellte. Die slowakische Nation berief. als es gelungen war, bie volle Freiheit zu erringen, Dr. Tiso zunächst auf ben Posten bes Ministerpräsidenten Am 26. Oktober 1939 wählte bann das slowakische Parlament Dr. Tiso einstimmig zum Staatspräsidenten. In allen teilten Ansprachen hat Dr. Tiso immer wieder die untrennbare Verbundenheit der Slowakei mit demDeutschen Reich nachdrücklich unterstrichen. So standen dann auch bie Slowaken, die schon, wie wir, gegen die Tschechoslowakei gekämpft hatten, vom ersten Augenblick bes uns ausgezwungenen Krieges an unserer Seite. Der Slowake, der schon in der alten österreichisch-ungarischen Armee als guter Soldat gegolten hat, hat diesen Rus erneuert und im gemeinsamen Kamps der Verbündeten schöne Erfolge erringen können. In dem Polenselbzug, also in einer Zeit, in ber Deutschland noch allein stand, trat die Slowakei bereits an die Seite Deutschlands. Damals haben wir ben slowakischen Kameraden zum erstenmal als Kämpfer kennen gelernt und erfahren, daß wir einen tüchtigen und zuverlässigen Bundesgenossen gewonnen hotten. Es hat sich damals gezeigt, daß sich die Waffenbrüderschaft zwischen Deutschen und Slowaken auf alten und nationalen Sympathien zwischen den beiden Völkern gründet. So war es selbstverständlich, daß auch im Feldzug gegen den Bolschewismus, der ein Feldzug des neuen Europa gegen den Weltfeind wurde, zuerst die Slowaken auf unsere Seite traten. Sic waren auch die ersten, die sich mit ihren Soldaten in bie anti-bolschewistische Weltfront einreihten. In ben Berichten bes OKW. sind wiederholt die Leistungen slowakischer Verbände besonders anerkannt worden. Aber auch der innere Aufbau der Slowakei ist unter der Führung Dr. Tisos tatkräftig gefördert worden. So hat sich die Slowakei, die am 24. November 1940 dem Dreimächtepakt beitrat, in die Front des neuen Europa eingegliedert unb führt ben Kampf für dieses neue Europa entschlossen an der Seite der Achsenmächte. Die slowakische Presie begrüßt cs lebhaft, daß Dr. Tiso vom Führer empfangen wurde unb daß auch so die Teilnahme der Slowakei am großen europäischen Freiheitskampf gewürdigt wurde.
Der Dank des Führers
Aus bem Führerhauptauartier, 22. Avril. Der Führer gibt bekannt: Zu meinem Geburtstag sind mir aus alle» Gauen bfs Reiches und aus dem Auslande so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß ich sic nicht einzeln beantworten kann. Ich spreche daher auf diesem Wege allen, die meiner gedacht haben, den aufrichtigsten Dank aus. Adolf Hitler.
Deutschland soll wie eine englische Kolonie behandelt werden
Wie Lord Vonsittarf die Welt sieht
Berlin, 23. Avril. Der alte britische Deutschenfresser Lord Vanfittart hat unter dem Titel „Meine Lebenserfahrungen“ ein Buch geschrieben, in dem er seinem Hatz gegen alles Deut» s ch e die Zügel schießen lägt. Er verlangt wieder einmal bie ein-, seifige Abrüstung Deutschlanbs unb erklärt, um alle Zweifel zu be- »heben, baß er darunter versteht: 1. Deutschland soll feines Heeres, feiner Flotte und seiner Luftwaffe beraubt werden, 2. totale und ständige Unterdrückung jeglicher militärischer Organisation, 3. Auflösung der Jugendbewegung. 4. Auslösung aller Sportvereinigungen, 5. Beseitigung des Kriegspotentials Deutschlands, 6. Ende seines wirtschastlichen Ausschwungs, 7. Besetzung ganz Deutschlands durch Streitkräste der Achsengegner.
Lord Vansittart ist der Prototyp des verstockten, rückständigen, hetrschsüchtigen britischen Plutokraten. Aber er Ist kein Einzelgänger. Er hat lange Jahre als Unterstaatssekretär im britischen Außenamt gearbeitet und war dann Sonbcrbcratcr der Krone. Er ist feit Jahrzehnten einer der wildesten Kriegshetzer, der auf die Politik Englands einen-maßgebenden Einfluß hatte. „Manchester Guardian“ bemerkt zu bem neuen Buch ausdrücklich, daß Vansittart
— Ein neuer britischer Haßausbruch
nicht der einzige ist, ber solche Maßnahmen für die Behandlung Deutschlands vorschlägt. So stellen sich die edlen Lords also die Nachkriegswelt vor! Deutschland ist für sie nur ein größerer Kaffernkral. Dem deutschen Volk wird das Schicksal der Bewohner einer englischen Kolonie zugedacht. Vansittarts neuer Haßausbruch begehrt uns darüber, bas man in London auch heute noch so denkt. Die Pläne ber britischen Machthaber werben dadurch nicht weniger verbrecherisch, daß sie nicht durchgeführt werden können. Dafür hat das deutsche Volk inzwischen allerdings schon gesorgt. Die Lage auf ben Kriegsschauplätzen rebet eine eindeutige Sprache. Der Atlantikwall mit seinen gewaltigen Befestigungen schützt Deutschland unb darüber hinaus Europa gegen jeden Angriff im Westen, unb an allen Fronten steht die deutsche Wehrmacht bereit, um Vansittart unb seinesgleichen die einzig richtige Antwort auf seine unverfchämten Zumutungen zu erteilen.
ME~ Wegen des Osterfestes erscheint die nächste .Tagblatt'-Ausgabe am Dienstag.
