Freitag, 16. Avril 1943
Wiesbadener Tagblalt
Nr. 90 «eite 5
Musik- und Vortragsabende
■ Speiet Kreuder iviolt auf. Peter Kreuder Beitritt mit feinen fünf Sowtcn gestern abend im großen Kurhausfaalc einen zweistündigen Schlagerabend. Ein Flügel, eine Geige. _cine Gitarre eine Baßgeige und Schlagzeug - daraus sein sich der Jnstrumenten- »broot zusammen. .Die Fülle des Tones übernimmt das Klavier, gas Peter Kreuder virtuos handhabt. Einziger Gegenstand des Abends waren Schlager, meistens von dem sehr oroduktiven Meister selbst komponiert und sgelegentlich) in, zwei Nummern als Potpourri unter den Bezeichnungen Jahrgang 1941 und 1942 zusammengeiaht. Kreuder hat eine sehr eindeutige Art des Bor- tmges: eine Art Schwarz-Weih-Manier. Energisch und temperamentvoll setzt er Klangmassen. das. LckUtc. gegelt ein unvermittelt weich einsetzendes Leises. Diese Dynamik des Vortrages, die gleich- bleibende Besetzung der Kapelle und die dem Schlager natürliche, stets sich wiederholende Rhythmik und Harmonie bedingten ein gewisses Einerlei des Abends. Die einzelnen Nummern glichen sübrisens auch im Inhalt des Textes) wie ein Ei dem andern. Ähnliches gilt auch von vier Schlagern Kreuters (Romanze, 100 000 Träume. Bor mir war einer. Du gehst durch alle meine Träume), die Helga Witte sang, die die Spielfolge seltsamerweise als Telefunken-Star ankündigte: sie hat jene dunkel getönte, etwas harte, honore Stimme, die für Schlager gegenwärtig sehr im Schwange ist. Freundliche Abwechslung kam nur an einer Stelle ins Wanze, als der Geiger in „Intermezzo" und einer Zugabe sein Instrument mit einer Mundharmonika und einer (wie es uns schien) Okarina vertauschte und eine erstaunliche Ausdrucks- und Klangfülle seinen kleinen Instrumenten entlockte. So blieb als Hauptanreiz des Abends Peter Kreuder, dessen Melodien man oft im Rundfunk und in über 50 Filmen gehört hatte, die eigenen Werke selbst svielen zu hören. Der Saal war demzufolge denn auch voll besetzt, von der Jugend zumal. Sie kargte, Fachmann auf diesem Gebiet, auch yicht mit Beifall für den beweglichen Rheinländer, der übrigens der Sohn des bekannten Bayreuth-Sängers Peter Kreuder ist. Dr. Heinrich Reichert
* Konzert beim Richard-Wagncr-Berband Deutscher Frauen, Wiesbaden. Ein schöner, künstlerischer Genug wurde am Donnerstagnachmittag den Mitgliedern des Ortsverbandes und den Gästen geboten, die iich im Saal des Hotel Metropole eingesunden hatten. Nachdem die Ortsverbands-Borfitzsnde Frau Wohlers der am 7. April, ds. Js. verstorbenen Vorsitzenden des Reichsverbandes, Marie Lange, gedacht und ihre tatkräftige Arbeit gewürdigt hatte, — in den 29 Jahren ihrer fruchtbringenden Tätigkeit erhöhte sich die Zahl der Ortsverbände von 19 auf 61 — hörte man Frl. Nora Volkmar, eine junge Sängerin aus Frankfurt a. M. Sie begann mit Schubertliedern, und ihre anfänglich noch zurllckhal- -tende Stimme strömte sich bald voll aus und wühle zu entzücken. Sie besitzt einen gepflegten, weitgespannten, reinen Sopran, der alle Register guter Vortragskunst mühelos beherrscht. Die zarte Lyrik von Schubert (z.B. „Auf dem Wasser zu fingen“, „Wiegenlied" oder „An einer Quelle“) gelang ihr ebenso sicher wie jie die Schwermut und Eigenwilligkeit der Brahms'schen Lied- kunst auszuschöpfen wußte. Die Stimme, die ein piano zu verhauchen weih, kann sich auch zur Kraft entfalten, die Glanz und Sprödigkeit gleichermassen umschlieht. Aus ichwingender Musikalität heraus findet sie für jedes Lied den ihm gemähen Ausdruck der Gestaltung. So konnte die Künstlerin auch ohne weiteres den Sprung von Brahms zu Hugo Wolf tun. von dem sie auher dem , dramatisch-elegischen „Über Nacht, Über Nacht“ dankenswerterweise noch einige weniger bekannte Lieder sang, kleine Kostbarkeiten, die den Umfang ihrer Stimme, ihre graziöse und mitteilsame Vortragskunst int rechten Licht zeigten. Daß auch Opernmusik ihrer beweglichen und steigerungsfähigen Stimme liegt, bewies sie mit zwei Arien aus „Figaros Hochzeit" und dem „Freischütz". Mit dem FrühUngsstimmen-Walzer von Joh. Strauß schloß die junge Sängerin und lieh die Koloraturen aufperlen und die klaren Kopstöne rein und gerundet anschwellen, datz es eine reine Freude war. — Anstelle der erkrankten Frau Tietjeii begleitete Frl. Elisabeth L a m b y, Wiesbaden, und entledigte sich dieses Amtes iehr gewandt und mit viel bieichmack und Können. A. Plüschke.
Jtus Gau und Provinz
Jedes Gefühl für Ehre und Würde verloren
-= Darmstadt, 16. April. Unter grober Verletzung der Bctricbs- diszivlin suchte die 21jährige ' kaufmännische Angestellte Herta Wink aus Ober-Ramstadt persönlichen Umgang mit französischen Kriegsgefangenen, die sie durch deren Einsatz an ihrer Arbeitsstelle kennen geleint hatte. Sie ließ'sich mit einem von ihnen in ein Liebesverhältnis ein und verlor schließlich in verwerflichster Weise jedes Gefühl und jegliche Einsicht für die Ehre und Würde deutscher. Frauen und Mädchen im Kriege, indem sie in der härtesten Zeit des vergangenen Kriegswinters wiederholt den'Nachrichtendienst eines Feindfenders abhörte und die für die Zersetzung der inneren Front des deutschen Volkes beftinrntten Meldungen brieflich an den Kriegsgefangenen weitergab. Die vor dem Son- dergericht in Darmstadt angeklagte Täterin wurde mit Rücksicht auf die von ihr verschuldete Gefährdung der Wehrkraft des Volkes ungeachtet ihrer bisherigen Straflosigkeit wegen verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen und Rundfunkverbrechens zu drei Iahten und sechs Monaten Zuchthaus sowie zum vierjährigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. F
In die eigene Tasche gearbeitet
Worms a. Rh., 16. Avril. Seit 1911 verbanden beruf- -liche Tüchtigkeit und eine dem äußeren Anschein nach zunächst auch überdurchschnittliche Einsatzfreudigkeit den Lebensweg des jetzt 64jährigen Gustav Frank in Worms mit der Entwickelung ' eines dortigen Großhandelsunternehmens. Dio auffallende Entwicklung der privaten Vermögensverhält- nisfe Franks führte im Verlauf eines jetzt vor dem Sondergericht in Darmstadt durchgeführten Strafverfahrens zu der Feststellung, daß der Angeklagte sich seit Jahr und Tag auf Kosten seiner Firma bereichert hat. Durch Büraschaftsverpflichtunaen, u Wechselschiebungen, Verfälschen von Rechnungen und LastschrtztMtteln des Postscheckoerkehrs, Belegfälschungen und Scheinbuchungen brachte 'Frank über 30 000 RM in seine Verfügungsgewalt, davon etwa die Hälfte für sich selbst als eigenmächtige Aufbesserung seiner Ee- haltsbezLge. Seit Kriegsausbruch ging der Angeklagte schließlich dazu über, die in der bisherigen Weise auch weiterhin veruntreuten Firmengelder für eigene Zwecke in bar beiseite zu schaffen. Dieses völlig unkaufmännische Verhalten mißachtete nicht nur das kriegswichtige Verbot der Zahlungsmittelhortung, sondern offenbarte zugleich auch eine verwerfliche Steuermoral. Das Sondergericht verutteilte diesen „Biedermann" wegen fortgesetzter Un
treue, fortgesetzter Unterschlagung, schwerer Urkundenfälschung und wegen Eeldhortens zu vier Jahren Zuchthaus und 15 000 RM Geldstrafe und mit Rücksicht auf die für seinen Berufsstand ehrlosen Tatmotive auch zum vierjährigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.
= Bleidenstadt, 16. April. Einer 21 Jahre alten Schaffnerin wurde am Bahnhof der linke Fuß eingeklemmt, so daß sie schwere Quetschungen davontrug. Vom Bahnhof Waldstraße, wohin die Verunglückte sofott mit dem Zug gebracht wurde, transportierte sie das Sanitätsauto ins Wiesbadener Paulinenstift.
= Frankfurt a. M., 15. Avril. In einem Dorf der Frankfurter Umgebung fand dieser Tage eine Überprüfung der Geflügel« bestände statt. Als die Kommision bei -einem Landwirt festgestellt hatte, daß die Hühnerzahl mit der angemeldeten stimme und sich schon zum Gehen wenden wollte, da hörte sie auf einmal ein kräftiges Krähen, das aus der Scheune kam. Man stieg also hinauf auf den Heuboden und stellte fest, daß dort ein prächtiger Gockelhahn mit einer ganzen Anzahl nicht weniger schöner Hennen versteckt war, die nicht angemeldet waren. Der Hahn hatte dltrch sein unzeitiges und unerwünschtes Krähen sich selbst und seinen Besitzer verraren, für den die,Sacke nuij noch eilt kleines Nachspiel bat. Im Gallusviertel kam ein Arbeiter in eine Stanzmaschine, wobei er den rechten Zeigefinger verlor. — Ein junges Mädchen fiel bei der Ausbesserung einer Verdunkelung vom Tisch und erlitt einen rechtsseitigen Br u ch des Oberschenkels. ' ,
Hersfeld, 16. Avril. 3n Laimbach brach in einer Scheune Feuer aus, das sich schnell verbrettete und das Gebäude in Asche legte. Wie die Ermittlungen ergaben, waren ein vier- und ein fünfjähriger Junge die Urheber. Sie hatten mit Streichhölzern gespielt und dabei das Feuer verursacht. durch das wertvolles Bolksvermögen vernichtet wurde.
Frankfurter Börse vom 16. April. Stimmung still. Dresdener Bank auf 151 nach 150'/, festgesetzt. Etwas Umsatz hatte Frankfurter Hof. Reichsaltbesitzanleihe unverändert 174’/,. Steuergutscheine I zogen auf 103 an. Tagesgeld 1‘*
Wie Eisriesen zergehen. Die Eisberge, die sich im Frühjahr oft aus den arktischen Gebieten auf die Wanderschaft begeben, schmelzen mit erstaunlicher Geschwindigkeit, sobald sie in wärmere Meeresströmungen gelangen. Man hat dabei beobachtet, daß ein Koloß von der Größe eines ganzen Häuserblocks innerhalb von acht bis vierzehn Tagen zerschmolzen ist.
iMDeine spende ist WW-tt BESCHEIDENER Bi DANK AN UNSERE Sw VERWUNDETEN
SOLDATEN J
Neues aus aller Welt
Der erste Erfinder des Augenspiegels. Holmholk gilt allge- mein als der Erfinder des Augenspiegels: er hatte seine Methode im Jahre 1850 veröffentlicht, und es ist ihm gelungen, ihr in Ärzlekeisen Eingang zu verschärfen. Aber schon eine .Reihe von Jahren vorher ist es einem Physiologen gelungen, in das Innere des lebenden Auges einzusehen. Johannes Evangelifta Ritter von Purkinje, der in Breslau und Prag, wirkte, veröffentlichte, wie in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" berichtet wird, im Jahre 1823 ein Lateinisches Werk, in dem er mitteilte, daß er mit Hilfe starker Konkavlinsen und einer Lichtquelle. die hinter dem Beobachter ausgestellt war, den Hintergrund des Anges habe betrachteil können: er hebt auch bereits hervor, daß diese Methode für die praktische Medizin großen Nutzen bringen könnte. Seine Veröffentlichung fand jedoch nicht die Beachtung, die sie verdient hätte, und geriet bald in völlige Vergesseiiheit; auch Helmholtz kannte sie nicht. Überdies machte erst die Verwendung eines durchlochten Hohlspiegels, durch den der Lichtstrahl in das zu untersuchende Auge geworsen wird, wie Helmholtz sie Vorschlag, die Entdeckung reif ‘für die Praxis.
Der letzte „Schwager" vom St. Gotthard. Es leben heule nur nock ganz wenige von jenen Männern, die einst als Postillone in prächtiger Utiiform stolz ihr.' Rößlein lenkten. Zu ihnen gehörte auch der Tellenwirt Felix Renner in Andermatt, der jahrzehntelang mit feinem Gespann den berühmten Alpenpaß Über den St. Gotthard zwischen dem Reußtal und Tessin, einem der wichtigsten Übergänge von Mitteleuropa nach Italien, befuhr. Mit diesem Original ist nun im Alter von 94 Jahren wieder ein Stück ehrwürdigster Verkehrstradition ins Grab gesunken. Renner wußte viele‘interessante Einzelheiten aus der Geschichte „seines" Gotthardpaises zu berichten. Die 1820—30 erbaute Paßstraße wurde seit 1882 durch die kunstvoll angelegte St. Gotthardbahn überflügelt. Trotzdem fuhr Renner noch Tausende von Menschen, darunter Kaiser und Könige, aus seiner schweizerischen Heimat hinab nach dem sonnigen Süden. So haben Wilhelm II.. Friedrich II., Franz Joseph I. von Österreich, Napoleon III. und dessen Gemahlin Eugenie, ferner Bismarck und Moltke mit dem wackeren Rosselenker alle Freuden und Leiden der gemächlich dahinrum- pelnden Postkutsche geteilt.
Stockholm hat 613 754 Einwohner. Die Bevölkerung der schwedischen Hauptstadt betrug Anfang dieses Jahres 617 751 Personen.
U-Boote als Gliicksgötter der Strandgutfischer. Die Fischer der nordspanischen Küste haben einen lohnenden Ersatz für die Sardinenfischerei gefunden, die durch die Seekriegshandlungen weitgehend lahmgelegt worden ist. Biele Fahrzeuge sind jetzt mit der Bergung von Frachten beschäftigt, die von versenkten britisch-ainerj- kanischen Schiffen stammen. Die Strandgutsischerei scheint recht einträglich zu sein, wie daraus heroorgeht, daß ein einziger Fisch- dampfer kürzlich für 150 000 Peseten Rohgummi mit nach Hause brachte. Außerdem werden fast täglich Kisten mit Konserven, Arzneien und Wäsche, Butterfässer und Seidenballen aufgefischt, große Mengen Treibholz werden von den Küstenbewohnern gesammelt, so daß sich unsere U-Boote als Gliicksgötter der Strandgutfischer erweisen.
Für die-deutsche Hockeymeisterschaft der Männer und Frauen liegt jetzt ebenfalls der Svielplan fest. Bei den Männern find 16, bei den Frauen 20 Gaumeister beteiligt. Die Vorrundenspiele werden am 2. Mai ausgetragen, doch gehen am 18. und 25. Avril einige Ausscheidungsspiele voraus.
Die Frauen-Hockey meist er von Hesien-Nassau und Maifranken, SK. Frankfurt 1880 und Würzburger Kickers, trennten sich in Frankfurt im Freundschaftskamps unentschieden 0:0.
FAMILIENANZEIGEN
—■ " ■ ■ - 1
Volker. Bie Geburt eines kräftig. Stammhalters zeigen in.dankbarer Freude an: Elsa Münch, geb. Nicolaus, z. Zt. St.- Josephs-hlospitai, Herbert Münch.
. Wiesbaden. Bierst. Höhe 73, 12. April 43.
Ihre Verlobung geben bekannt: Erika Steckcer, Wwe-, geb. Kaufmann, Wiesbaden, 3Iüdierste. 14, Günther Hänsch, Dresden, z Z. in einer Luftwaffen-Feld- einheit im ■ Ostdh. Wiesbaden, den 18, April 1943 _____
Ihre Vermahlung geben bekannt: Dr. Franz Fiößncr, Gerda Flößncr, geb. Döring, Wiesbaden den 17. April 1943, Rhein- gauer Straße 2. ________________
Wir haben uns termäfalt:. Wilhelm Dom, Unteroffizier, Wiesbaden, Dotzheimer Straße Tfi", Ly Dom, geb. Ziegler, Ziegelhaus en bei Heidelberg, Karl- Pflammer-Straße 12, Ziegelhausen, am 14. Apr(l 1943. __________________
Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen: Robert Elter, Maria Elter, geb. Heller, Wattenscheid (Waldstr. 56), z. Z. Wiesbaden, Moritzstraße 32. 17. April 1943.
Paul Lau, Elly tau, geb. Straudi, Wiesbaden, Luxemburgstraße 4. Vermählte. Kirchliche Trauung: 17. April 1943, nach- nuttags 4 Uhr, Ringkirche. _____
Ihre Vermählung geben bekannt: Kurt Bonney, Helga Bonney, geb. Zeller, Wiesbaden, Sdiamhorststr.. 22, 2., 17.April 43
Am 15. April entschlief sanft nach langem schwerem Leiden meine liebe Frau, unser liebes gutes Mütterchen, Schwiegermutter und Großmutter, meine liebe Schwester u. Tante, Frau
Emilie Holl
geb. Nickel
im 75. Lebensjahr.
In tiefer Trauer-. Valentin Holl, Kinder und Enkelkinder
Wiesbaden (Mittelheimer Straße 2), Blskirchen, Frankfurt , 16. 4. 1943. Die Beerdigung findet am Samstag, 17. April, nadun. 3.45 Uhr, auf dem Südfriedhof statt.
Mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel, Herr
Ludwig Bind Architekt ist am Dienstag abend im 85. Lebensjahr sanft entschlafen.
r? /Über Trauer: Lina Bind, geb. Ludwig Bind, Else Sdunalz- geb. Bind, Rudolf Bind, Otto .-'Chmalzriedt, nebst 2 Enkelkindern Wiesbaden, den 16. April 1943.
fand in der Stille statt. _ „ JV Bei^cldst,esudien bittet man abzusehen.
Heute entschlief nach kurzem Leiden im 90. Lebensjahre unsere innigstge- liebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante, Frau
Wilhelmine Schmidt
geb. Becker
In tiefer Trauer: Die Kinder, Enkel und Verwandte: August Schmidt, Bochum, Josef Schuster und Frau, Rosalie geb. Schmidt, W.-Biebrich, Sackgasse 5, Wilhelm Schmidt, W.- Sonnenberg, Bergstraße 7, Philipp Schmidt, Frankfurt a. M.
Die Beisetzung findet am Samstag, 17. April, nachm. 2.15 Uhr, auf dem Südfriedhof statt.
Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen. Herrn Peter Antoni, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank.
Im Namen d.er trauernden Hinterbliebenen: Magdalene Antoni
W.-Dotzheim, Wiesbadener Straße 43.
Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, die meiner lieben Mutter das letzte Geleit gaben, sowie für alle Kranz- und Blumenspenden, sage ich auf diesem Wege meinen besten Dank.
Paul Schmidt, z. Z. im Felde
Wiesbaden, den 15. April 1943.
Danksagung. Statt Karten. Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Tode ihrer lieben Mutter, Frau Margot Hirraheim, danken herzlich
Margot Prael, geb. Hirmheim, Clemens Prael
Wiesbaden, Steubenstraße 5.
vMr Danksagung. Für die herzliche WW Teilnahme durch Wort und Schrift zum Heldentod meines inniggeliebten, herzensguten, hoffnungsvollen Sohnes und Bruders August Creß, Obergefr. in einem Gren.-Reg., sagen wir allen unseren innigsten Dank.
In stiller Trauer: Frau Martha Creß Wwe. nebst allen Angehörigen
Wiesb.-Biebri*, im April 1943, Lohmühlweg
-W. Danksagung. Allen denen, die versuchten, durch Wort, Schrift, Rat und Tat unser so schweres Leid zum Heldentod unseres unvergessenen, herzensguten Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen Paul Tigges, Gefr. in einer Luftwaffen- Einheit, zu lindern, sagen wir hiermit unseren aufrichtigen Dank.
Im Namen aller Angehörigen: Familie Karl Tigges
W.-Dotzheim, Frauensteiner Straße 31.'
Bestattungsanstalt Josef Fink, gegründet 1893, Frankenstraße 14, Anruf 22976. Erledigung sämtlicher Bestattungsangelegenheit. Überführungen,
KIRCHLICHE NACHRICHTEN
Evangelische Kirche. Erläuterung; W ---
Wochenschlußandacht;* HG---Hauptgottesdienst; GF •= Gottesfeier; KdG — Kindergottesdienst ; Abm = Abendmahl. Samstag, 17. April. Bergkirche: 18 W, Dr. Vömcl. — Sonntag, 18. April, Palmsonntag. Marktkirche: 10 HG. Dr. Born- gässer; 11.15 KdG; 17 G, Dr. Vömel; 16 AbmG der Schwerhörigen, Dotzheimer Straße 4, Dr. Borngässer; Gründe. 18 PassG, Abm, Dr. Bonjgässer. — Bergkirche: 10 HG, v. Bcmus; 11.15 KdG; 17 PassG, v. Bernus; Gründe. 18 GassG, Abm, v. Bernus. — Ringkirchc; 10 PassGF. Mulot; 11.15 KdG (1. d. Kreuzk.), Mulot; 11.15 KdG Klarenthaler Str. 2, Hahn: Gründe. 20 PassG, Abm, Hahn. Lutherkirche: 10 HG, Maisch; 11.30 KdG; Gründe. 17 PassG, Abm, Dr. Vömel. — Kreuzkirche: 10 GF, Keller; 11.15 KdG: Mi. 16, Mulot; Gründe. 18 PassG, Maisch. Paulinenstift: 10 GF, Eichhoff; Gründe. 19 PassGF, Eichhoff. — Wiesb.-Biebrich: Hauptkirche: 10 HG, Conradi; 11.15 KdG; Oranierkirche: 10 HG, Albert; Waldstraße : 10 HG, Cuntz; Gründe. Hauptkirche: 18 AbmG, Albert.'— W.-Dotzheim : 14 HG. Weimar. — W.-Schierstein: 10 HG, Weimar. — W.-Bierstadt: 10 HG, Zimmermann; 11 KdG. — W.-Sonnen- berg: 10 HG, Lic. Dr. Grün; 11 KdG. — W.-Rambach: 13.30 HG, Lic. Dr. Grün. V/.-Igstadt: 13 GF, Wick.
Katholische Kirche. St. Bonifatius-Kirche: M.: So. 6. 7, 8, 9, 10, 11.30 u. 18.45, Fastenpredigt. — Mo., Di., Mi.: M. 6.30, 7.15, 9; Do. 9. — Beicht: Sa. u. Mi. 16 b; 19.30 u. n. 20.15. So. 6—8, Gründe. 6—9. Maria-Hilf-Kirche: So. M. 6.30, 8, 9, 10; Andacht 18 Uhr; Wo. M. 6.30, 7.30, 8.30 Uhr; Di. u. Fr. 6.15; Beichtgelegenheit Sa. 16—19 u. n. 20, So. ab 6.45 Uhr. Dreifaltigkeitskirche: M. So. 7, 8, 9, 10 Uhr. Wo. 6.30 u. 8; Mi. 6 u. 7 (statt 6.30). Gründe, u. Karsa. 8, Karfr. 9 Uhr. Andacht: So. 14.30 u. 20, Mi. u. Karfr. 20 Uhr. Gründe. 20 Uhr Fastenpr. Beichtgel.: So. u. Gründe, ab 6.30, Mi. u. Karsa. 16—19 u. nach 20 Uhr. — St. Elisabethkirche: Palmsonntag: M 6.30, 7.30, 8.45, 10 u. 11.30 (nach nächt!. Fliegeralarm: 10. 11, 12 u. 20 Uhr); And.: So. u. Di. 20; Werkt. M. 6.15. 7.15 u. 8 Uhr (Mittwochs 7.15 fällt aus). Gründe. Hochamt 9; Karfreitag: Beginn der Liturgie 9. Karfreitag: Beginn der Liturgie 9, Karfreitagspredigt 18; Karsamstag: Weihen 7, Hochamt 8.30 Uhr. Beichtgel. : Sa. 16—19 u. nach 20; So., Di. u. Do. bis 8; Mi. 17—19 Uhr.
Alt-kath. Kirche, Schwalbacher Str.: 10 Uhr.
Freikirchen: Christi. Gemeinde: So. u. Mi. 20 Uhr. — Ev.-luth. Dreieinigkeitsgem., Kiedricher Str. 8: So. 10 HG, Pfr. Eik- meler. — Baptistengem., Adlerstraße 19: So. u. Karfreitag 15.30 GD.
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AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Holzabfuhr. Mit Rücksicht auf die Buchelmast des letzten Herbste* wird, zur Vermeidung von Beschädigungen des Jungwuchses in den Distrikten 18 b, 34 a, 37 a, '56, 61 a, 134 a, 134 c die Holzabfuhr in der Zeit vom 15. Mai bis 15. Juli 1943 verboten.
______________DerForstmeister des Forstamtes Chausscehaus.- Verteilung von Gemüsekonserven, Die in meiner Bekanntmachung vom 5. März 1943 getroffenen Bestimmungen werden .hinsichtlich der Gemüsekonserven in Dosen wie folgt ergänzt :
1. Die Inhaber der ,,Bezugskarte für Gemüsekonserven und Trockengemüse” können im Rahmen der bei den Kleinverteilern vorhandenen Vorräte ab sofort auf die noch nicht eingelösten Bezugsabschnitte nach freier Wahl entweder Dosenkonserven oder Gefrierkonserven beziehen.
2. Bei dem Einkauf von Dosenkonserven sind die Bezugsberechtigten nicht mehr ah ein bestimmtes Geschäft gebunden.
3. Die Frist für den Bezug von Dosehkonserven wird bis zum 30. April 1943 verlängert.
4. Die Kleinverteiler sind verpflichtet, die ihnen zum Einkauf von Dosenkonserven vorgelegten Bezugsabschnitte der Kon servenkarte ihren Vorräten entsprechend ohne Vorbestellung zu beliefern. *
Wiesbaden, den 15. April 1943.
, Der Oberbürgermeister — Ernährungsamt.
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