Einzelbild herunterladen
 

Seite 2 Nr. 86

Wiesbadener Tagbiatt

Montag. 12. «vril TS*

Im Residenz-Theater

„Cieba auf bau arflan Slick"

Kalenderblätter in fünf vbriflen von Peter Arnold. Musik von

Peter Jgelhoff

Drei Szenen (Abrisse) braucht das Stück, um die Ver­wechslungsszene auf einer Baude im Riesengebirge einzufädeln, um die es im Grunde geht. „Er" war in diese Hätte seines freundes gegangen, um allein zu sein. Er singt das frische, gefällige Lied „Endlich allein", das als eine Art durchgehender Melodie die drei ersten Ahriffe des Stücks trägt. Im zweiten Abriß kommt — ein Kniff des Autors — unter den genau gleichen äußeren Umstän­den — „Sie" und gibt sich als die (ihm noch unbekannte) Frau des Freundes und Hüttenbefitzers aus. was man als glaubwürdig hinzunehmen hat. 3m dritten Abritz verlieben sich die beiden endgültig, nachdem es schon auf den „ersten Blick" begonnen hat. Bis dahin sind die Abrisse kurz, aber nicht sonderlich kurzweilig. Erst im vierten und fünften Abritz, wo sich die Lüge von „Ihr" auswirkt und der eigentliche Verwechslungsulk beginnt, wird die Sache lebendiger und kräftig erheiternd. Auch hier trägt ein Lied musikalisch die Szenen, ein Rumba, für dessen Vortrag der Eastspielleiter, Fritz Frick von den Städtischen Bühnen Frank­furt a, M. neben dem frischen Impuls auch einen sehr netten Einfall dem Stück gab. Ein gemaltes Klavier schwebt auf die Bühne, das Stück selbst ein wenig zu ironisieren. Wie dies auch die Rolle des „Fräulein Kalender" ist, das das sonst bieder- musikalische hausbackene, in gewohnten Formen und Ausdruck da­hingehende Stück ein wenig sprengt mit einem Chanson auf FGm- großen. Sonate Rulano trug das ansprechend vor. In der Verwechslungsszenv hatten die beiden Männer, „Er" (Kurt Strehlen) und sein Freund (Frickhöffer) durchschlagenden Erfolg. Er liegt darin begründet, daß „Er" meint, feinen Freund betrogen zu haben, und datz sich der Freund vorwirft, seine Frau nicht richtig behandelt zu haben. Sie, sitzen betrübt, schuldbewutzt und dümmlich vor einander, machen in Reue und schwören sich ewige Freundschaft, komisch fürwahr. Strehlen und Frickhöffer kosteten das weidlich aus. Zwischendurch sang Trude Ritter, die „Sic", aus besten Kräften die Lieder Peter Jgelhofss, darunter ein Duett mit Strehlen über die Zeitung und das sangbare „Mit der Liebe spielt man nicht". Diese Musik Jgelhofss entspricht dem leichten Charakter des Ulkes, ist neckisch, gefällig und bewegt sich eher in konventionellen als in modernen Formen, was ihr übri­gens zugute kommt. Nur der Rumba hat modernere Aspirationen und ist ein Schlager der herkömmlichen Sorte. Die gute Fee, die

die Baude zwecks Eheanbahnung ausersehen hat: Maria D e m e l i u s. Auch eine Art Rübezahl ist da, ein Seelenonkel im Rauschebart, um dessen Schlesisch sich Hilmar M a n d e rs ehr­lich bemühte. Ein ansprechendes Bühnenbild von Maada Haas, viel Eifer der Kapelle unter Theo Bach, starker Beifall des er- heiterten Publikums. Dr. Heinrich Reichert.

Aus Äunft und Coban

* Axel Ivers, dessen neues Kriminalstück „Set Fälscher" am kommenden Samstag. 17. April, im Deutschen Theater zur Erstaufführung kommt, schreibt zu: Zeit im Auftrage der Terra das Drehbuch zu dem neuen Film: Moselfahrt mit Monika.

* Karl-H!-'l r-Uraussührung in Frankfurt a. M. Bor zehn Jahren hat Karl Höller als Ovus 16 „Tokkata, Improvisationen und Fuge" für zwei Klaviere geschrieben. Durch zwei Aufführungen ist danach das Werk in Frankfurt den Freunden neuer Musik be­kannt geworden. Vor dem Publikum der Museums-Konzerte er­schien es jetzt in einer virtuos gearbeiteten Fassung für grobes Orchester als Uraufführung. Wie weit diese Bezeichnung über die bloße Aktualiiät hinaus berechtigt ist, wenn eine bereits bekannte, in ihrem Wesen nicht geänderte Substanz einer neuen Klang­inszenierung unierworsen wird, mag dahingestellt bleiben. Die weitaus meistcck Hörer vernahmen das thematisch ausgiebige. Heinere Formen zu einer geistreich und habet aus ursprünglicher Musikalität gewonnenen groben Form verbindende Werk tatsäch- sich zum ersten Mal. Sie mochten einige Mühe haben, hinter der ölendenden Instrumentation die klaren Grundlinien zu erkennen, standen aber ohne Zweifel unter dem Eindruck einer starken Lei­tung und spendeten Karl Höller, der selber dirigiert hatte, viel Beifall. Friedrich Stichtenoth.

* Jahrbuch der deutschen Musik 1143. (Gemeinsamer Verlag von Breitkopf und Härtel in Leipzig und Max Hesies Verlag in Leipzig.) Das im Auftrag der Abteilung Musik des Retchs- minifteriums für Volksaufklärung und Propaganda von Hellmuth von Hase herausgegebene Buch will den jeweils erreichten Stand der deutschen Mustkpflege und der musikalischen Kultur überhaupt alljährlich festhalten und über die Arbeit der Musikschaffenden Rechenschaft oblegen. Der erste Band ist gleich ein richtiger Er­folg. Das Buch orientiert rasch über bas Wichtigste (Organi­sationen. Uraufführungen, Gedenktage, geplante Aufführungen, Grundsätzliches, Besprechungen wesentlicher Werke), enthält Bei­träge über Siegmund Hausegger, Werner Egk, Elly Ney, 3. N, David, Helmut Bräutigam und zählt zu seinen Mitarbeitern so ziemlich alle Namen von Klang in der Reihe der Musikschiti: steiler. Dr. Heinrich Reichert.

u-

Verbesserung unserer Stellungen nordwestlich Jsjum

klein, er ist in seiner Art groß.

Frtedr. v. Schiller

Sie heutig, Ausgabe umfaßt 8 Seifen

Der Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, wo er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so

mtttel dienstbar, um diese Millionenmassen in Schach zu halten, und eine Reihe von Völkeroerhetzern setzte sich in Presse und Rede schreiend und machtheischend an die Spitze des sogenannten Prole­tariats. Der Klassenkampf von oben wurde mit dem Klassenlampf non unten,beantwortet. Über-die Staaten hinweg bildeten sich die nannte Arbeiter-Internationale.

Druck und 8erlag: LSchellrnbergfche Buchdruckerei, Wiesbadener Tagblatt,Mierbadeu ffiefamtleituna: Dr.phil.habil.Gustav Schellender,und Otto Kaiser. Säurt, schrtflletter: Fritz Günther, srmü. in Wiesbaden. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 10 Mi,

Glückwünsche des Führers an Filoss

Aus dem Fübrerhaupiauartier, 10. Avril. Der Führer bat dem bulgarischen Ministerpräsidenten und Außenminister Bogdan Filosf zu feinem 6 0. Geburtstag mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glück­wünsche übermittelt.

Reichsautzenminister von Ribbentrov sprach dem Ministerpräsidenten aus dem gleichen Anlaß feine Glück­wünsche in einem Handschreiben aus.

Darabe statt, der die militärischen und zivilen Vertreter der befreundeten Nationen beiwohnten. Auf seiner Rückfahrt durch die Stadt waren der Poglavnik und die nachfolgendeir kroatischen Truvvenverbände Gegenstand lebhafter Ovationen für die die Straßen dicht umsäumenden Bevölkerung.

Ein neues Berluftgeftändnis zur Florida-Schlacht

Stockholm, 12. Avril. (Funkmeldung.) Nachdem der USA.-Marineminifter Knox bereits eine kleine Abschlags­zahlung auf, die amerikanischen Verluste in der See- und Luftschlacht bei der Florida-Insel geleistet hat, gab der neufeeländifche Ministemräsident Fraser am Sonntag be­kannt. daß auch eine neufeeländifche Korvette in dem Treffen verloren gegangen sei. Vielleicht melden sich mit der Zeit auch die übrigen Verlierer (!).

Aus dem «iiffrerbauptauatiier. y. Avril. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bet Säuberunssiämpfen nordwestlich Jsjum wurden zwei feindliche Bataillone vernichtet.

Von der übrigen Ostfront werden nur erfolglose örtliche An­griffe der Sowjets am Kuba,! Brückenkopf und südlich des Ladoga­sees gemeldet.

3n Tunesien setzten unsere Nachhuten im Raume Kai­ro u a n und S » u s s e dem Vormarsch des Feindes zähen Wider­stand entgegen und hielten da» Vordringen der feindlichen Banzer- jvitze t immer wieder auf. Unter ständigen Gefechten zogen sich die deutsch-italienischen Kampsgrupven nach Norden zurück und räum­ten im Zuge dieser Bewegungen und nach planvoller Zerstörung der kriegswichtigen Anlagen S f a j und Ä a i r o u a n.

Nahlampfverbände der Luftwaffe unterstützten die Operatio­nen unserer Truppen und fügten in überraschenden Tiefangriffen dem Feinde hohe Verluste zu.

Einzelne feindliche Flugzeuge drangen am gestrigen Tage in die besetzten Westgebiete bis zur Reichsgrenze vor. Fünf Flug­zeuge würden hierbei abgeschossen.

Bei einem erfolglosen Angriff britischer Torpedo- und Bom­benflugzeuge auf ein durch leichte deutsche Seestreitkräsie ge­sicherte» Geleit in der Bissaya tourtrn zwei Torpedo- und drei Bombenflugzeuge abgeschossen. An den Küsten der besetzten West­gebiete und Norwegens wurden weitere vier Flugzeuge durch leichte' deutsche Seestrettkräfte vernichtet.

Im westlichen Mittelmeer griff ein deutsche» Unter­seeboot einen Kriegsschissverbond an, versenkte einen 8 0 0 6« Tonnen-Kreuzer der Fiji-Klafse und torpedierte einen Zerstörer.

Oer Sonntagsbencht des OKW.

Ans dem Führerhauptquartier, 11. April. Da» Oberkom­mando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der O st f r o « i verlief der Tag bis aus erfolgreiche Taube, ruagstämpfe- im Raum nordwestlich Jsjum ruhig. Die Luft­waffe griff in verschiedenen Abschnitten mit starken Kräften sowjetische Stellungen an und bekämpfte den feindlichen Nachschub, sowie Jndnstrieziele im rückwärtigen Gebiet des Feindes.

3n schweren wechselvollen Kämpfen wurden südwestlich Tunis und westlich Kairouan mit überlegenen Kräften ge­führte und durch starke Fliegerverbände unterstützte feindliche

Oer italienische Wehrmachtbericht

Rom, 12. April. (Funkmeldung.) Ser italienische Wehrmacht­bericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Verfolg der Bewegungen der italienifch-deutfchen Truppen auf die neuen Stellungen auf den tunesischen Kriegsschauplatz wur­den S f a j und Kairouan geräumt.

Starke Vorstöße feindlicher Vorausabteilungen, die von Pan­zern unterstützt waren, wurden im Sildabschnitt der Front zuräck- gewiefett. Verbände unserer Luftwaffe griffen die rückwärtigen Stellungen des Feindes an. Deutfche Säger schossen fünf Spit-- fites ab.

Gestern nachmittag bombardierten Verbände viermotoriger Flugzeuge Neapel, Trapani und Marsala. An Wohn­häusern entstand beträchtlicher Schaden. Snsgefämt werden unter der Zivilbevälkerung vier Tote und 22 Verletzte gemeldet. Unsere Säger schoflen sechs Flugzeuge über Neapel und zwei über Tra­pani ab; weitere vier Flugzeuge wurden von der Bodenabwehr zum Absturz gebracht, zwei davon über Neapel, eines über Mes­sina und eines über Pozzallo.

Bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten Angriff auf Vagliati traf die Bodenabwehr zwei Flugzeuge,.die brennend, das eine südlich von S. (Ella, das andere in der Um­gebung der Stadt abstürzten.

Vier unserer Flugzeuge kehrten nicht zurück.

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet

Berlin, 11. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:

Generalleutnant Walther Scheller, Kommandeur einer Panzerdivifion, und an Hauptmann Joachim Dittmer, Kom­mandeur eines Panzergrenadierbataillon». Oberleutnant Karl- Heinz Wilhelm, Chef einer holsteinischen Grenadier-Kompanie, Oberleutnant Rudolf K r e i t m a i r, Kompanieführer in einem Grenadier-Regiment Oberfeldwebel Kurt Trippensee, Zug­führer in einem Gebirgsjäger-Regiment, Oberfeldwebel Ernst Gädekens, Zugführer in einem Grenadier-Regiment, Oberge­freiter Fritz Arndt in einem pommerschen Panzer-Pionier. Bataillon.

^-Sturmbannführer Sylvester Stadler, Bataillonskom­mandeur in der ^.Panzer-Srenadier-Divifion »Das Reich" und t^-Hauptsturmführer Vinzenz Kaiser, Bataillonskommandeur in der ^-Panzer-Erenadier-Diviston „Das Reich".

Huf Vorschlag des Reichsmarschalls verlieh der Führer das Ritterkreuz an den gefallenen Oberleutnant Böwing-Treu- ding, Staffelführer in einem Jagdgeschwader.

Ferner an: Oberleutnant Frank« n, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader. Oberleutnant Gerhard Stomp, Flug­zeugführer in einem Kampfgeschwader und Oberfeldwebel Willi Nemitz, Flugzeugführer in einem Sagdgeschwader.

Britischer Kreuzer im Mittelmeer versenkt

14 feindliche Flugzeuge vernichtet — Sfax und Kairouan nach Zerstörung der kriegswichtigen Anlagen geräumt — Er­folgreiche Säubernugskämvfe nordwestlich Jsjum '

Verlauf des kroatischen Staatsgründungstages

Agram. 11. Avril. In tiefer Dankbarkeit gedenke das kroatische Volk am heutigen Tage, so erklärte der kroatische Außenminister Sorkowitsch in einer Rundfunkanfvrache. der vielseitigen Hilfe, die ihm der .Führer und der Duce in diesen zwei Jahren staatlicher Selbständigkeit zuteil werden ließen. ..Mit unerschütterlichem Glauben an die Lebenskraft des un­abhängigen Staates Kroatien und voller Zuversicht an den Sieg der Dreiervaktmächte", so Wog der Minister, „tritt das kroatische Volk in das dritte Jahr seines staatlichen Eigen­lebens".

Aus Anlaß des Staatsgründungstages gab der Pog­lavnik einen Empfang, an dem alle akkreditierten Ge­sandten mit dem Gesandtschaftsverfonal. Vertreter der NSDAP, und der faschistischen Partei, sowie der Üstascha- Bewegung. die Generalität, die gesamte kroatische Regierung

Durchbruchsaitgrifte ab$": "Sagen. Dem Feind wurden zum Teil im Gegenstoß schwere Verluste zuge,ügt und 60 Panzer obgeschoiseu. Sm Südabschniit gelang es unseren Truppen, sich vom Feind zu lösen und ihre Bewegungen in neue Stellungen planmäßig fort,metzen. .

Feindliche Flug-enge warfen in der vergangenen Nacht in Sübwest- und Nordostdeutschland planlos Spteng- unb Brandbomben vorwiegend auf offene Landgemeinden. Bei diesen Angriffen und bei Tagesvorstößen schwacher britischer Fliegerkräfte in den Küftenraum der besetzten Westgebiete verlor der Feind 13 Flugzeuge.

Sm Kanal kam es in den frühen Morgenstunden des 10. April zu einem kurzen Gefecht zwischen deutschen Borposten­booten und drei britischen Kanonenbooten, von denen zwei schwer beschädigt wurden. Die deutschen Schiffe hatten weder Schaden noch Verluste. /

Bolschewistischer Stützpunkt nach

Berlin^ 11. April. Zur Verbesserung unfetet Stellungen nordwestlichJsjum traten Grenadiere einer Infanterie- Division am Samstag zu umfassendem Angriff gegen eine Ortschaft an, die von den Bolschewisten zu einem starken Stützpunkt ausge­baut worden war, von wo aus sie immer wieder die Front beun­ruhigten. Es entspann sich nach Überwinden zahlreicher Minen­sperren und ausgedehnter Drahthindernifle hartnäckige Kämpfe mit den sich zäh verteidigenden Sowjets.

Vom Nordufer des D o n e z aus versuchte der Feind durch . das Feuer mehrerer Salvengeschütze und aus dort eingebauten Panzern den Angriff zum Scheitern,zu bringen. Während die Grenadiere den Ostteil schnell besetzen konnten, mußte im Westteil der Ortschaft um jedes Haus erbittert gerungen werden. Die tapfer vorgehenden Grenadiere zerbrachen jedoch den Widerstand des Feindes und schloflen das Unternehmen erfolgreich ab.

Im Kubanbrückenkopf wurden mehrere feindliche Vor­stöße gegen die Stellungen bei Noworossijsk und im östlichen Ab­schnitt von unseren Truppen mit empfindlichen Verlusten für die

hartnäckigen Kämpfen genommen

Sowjets abgeschlagen. Die Luftwaffe unterstützte die Abwehr­kämpfe des Heeres durch den Einsatz zahlreicher Verbände. Sturz­kampfflugzeuge zerschlugen feindliche Bereitstellungen, ehe die Bolschewisten ihre Angriffspläne in die Tat umsetzen konnten. Schnelle Kampfflugzeuge belegten wichtige Nachschubstraßen mit Bomben und fügten dem Feind schwere Verluste zu. Deutsche Jäger kämpften gemeinsam mit Kameraden rumänischer, slowa­kischer und kroatischer Staffeln den Luftraum für die angreifen­den deutschen Kampfflugzeuge frei. Rumänische Kampfflieger stießen überraschend gegen einen sowjetischen Flugplatz vor und warfen ihre Bomben mitten in die abgestellten Flugzeuge. Sie vernichteten 5 Flugzeuge, während etwa 20 weitere schwer beschä­digt wurden.

In der Nacht zum Sonntag griffen mehrere Kampfverbände wichtige Nachschubstrecken der Bolschewisten an und erzielten in einem Munitionszug Volltreffer. In der Nähe einiger Bahnhöfe abgestellte Güterzüge wurden durch die Bomben vernichtet oder be­schädigt.

Und mit dem Jahre 1911 beginnt der Krieg um bie internationalen Wirtschaftskonzerne, zugleich aber auch die soge- Weltanschauung sozialer Gerechtigkeit, b. h. Deutschland kämpfte darum, ohne sich besten viel bewußt gew-sen zu sein, wenn viele es auch erkannt hatten Trotz alle- Mängel des kaiserlichen Zeitalters war hier eine Reserve an Charakterkraft vorhanden, welche sowohl dem jüdischen Hehlergeist als auch der marxistischen Hetze Widerstand bot. Das war etwas, was die Feinde „preußischen Geist" nannten. Gegen diesen sog»' nannten preußischen Geist hetzten die Juden in der ganzen Welt, netzte Wilson ebenso wie heute der stellvertretende Präsident der Vereinigten Staten Wallace. Dieser preußische Geist aber war einmal die Errettung der germanischen Substanz nach dem Dreigigjährigen Krieg. Er war ein moralisches Prinzip, ZU dem sich die besten Deutschen aus allen Stämmen während der Freiheitskriege ebenso bekannten, wie zur Zeit Bismarcks. Im deutschen Soldatentum war er besonders zu Hause. Wenn die Juden, Demokraten und Marxisten diesen Geist als letzten Stören­fried einer Weltausbeutung empfanden, so hatten sie recht.

Diese germanische Substanz des deutschen Wesens war eine dauernde und zwar kraftvolle symbolische Mahnung gegenüber einer Weltzersetzung, die noch nicht alle Staaten ergriffen hatte. 1914 setzten die großen Demokratien gegen diesen Geist an, d. h. der Egoismus gegen eine Pflichtidee, die händlerische Ehrlosigkeit gegen ein auf Ehrbewußtsein fußendes Volkstum; und nach 1919 triumphierte das Weltjudentum in Deutschland selbst. Das „Berliner Tageblatt" erklärte höhnisch, Heldentum fei das dümmste aller Ideale, und die Nooembenepublik schien tat­sächlich die alljüdische Hoffnung zu erfüllen. Die Ausrottung des Ehrgefühls war das Ziel der internationalen Hochfinanz genau so wie des alljüdischen Marxismus. Aus der Tiefe des deutschen Wesens aber wuchs eine neue Form desJdeals einer sozialen Gerechtigkeit, die aus Pflichterfüllung aufge­baut war, und von der Pflicht sowohl des Einzelnen dem Ganzen gegenüber als auch von der Pflicht der Gemeinschaft im Verhält­nis zum Einzelnen ausging. Dieser neue soziale Gedanke wollte keine Duldung der Ausbeutung, wollte aber auch kein Almosen für die Ausgebeuteten. Er begriff unter Sozialismus Siche­rung b es Einzelnen vor privater Ausbeutung durch die Macht des Reiches.

Nach hundert Jahren widerstrebendster Kämpfe wuchs in Deutschland eine wahrhaft moderne Form für den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit empor, und erneut konzentrierte sich bei Haß derjenigen, die dies eben nicht wollten, entweder weil sie durch internationale Schiebungen profitierten ober durch Weltaufwieg­lung Geschäfte machten.

Das Erwachen aber der nationalen und der sozialen Ehre, bas ist die Weltrevolution bei allen wertvollen Völkern der Erde, in einer jeder Nation gemäßen Form, Und darum geht dieser Krieg heute; 1914 begonnen mit der militärischen Einkreisung, seit 1919 mit finanziellen Mitteln unter dauernder Erpressung und Be­drohung fortgeführt und 1939 erneut aufgenommen.

Der Gedanke einer sozialen Gerechtigkeit, einmal als ver­zweifelter Schrei bei Millionen Unterdrückten aufgetreten, nahezu erwürgt, irregeleitet und bespien durch Hunderte von Bolksbe- trügeril, soll nunmehr endgültig abgedrostelt werden. „Es ist zu viel geschont worden", schrien die Juden, als der Nationalsozialis­mus immer stärker wurde, jetzt wollen sie mit ihren Knechten in New York, Moskau usw. ihm den Todesstoß geben. Das ist es, was bie Bomber der Feinbe im Westen uns anzeigen wollen, bie barauf ausgehen, beutsche Stäbte unb bie beutsche * kunft zu vernichten. Eerabe diese Erkenntnis aber wird uns bie Kraft zum einmütigen Widerstand geben. Der Schmerz bet Frauen und Kinder über die Opfer, der Haß von ganz Europa und der Ruf nach Vergeltung an b en Schuldige Nj das sind die Gefühle, die heute bas beutsche Volk bewegen.

Die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit aber ist das Ziel, ist die Sendung des deutschen Raumes für die Sicherung Deutschlands und ganz Europas an Nahrung unb Rohstoffen, darum kämpft die deutsche Wehrmacht, und bie nationalsozia.

• listische Revolution steht in diesem Kriege ihre höchste Bewährung und ihren Dienst für eine Sendung, wie sie entscheidender nicht gedacht werden kann. ।

neue Ausheilung im llasscruisctzsn Run flnerem

i. z.

Das Besondere und Reizvolle der am Sonntagvormittag er­öffneten April-Ausstellung von Malerei, Graphik und Plastik ist die innere, vornehme Geschlossenheit innerhalb der sich die ver­schiedensten starken Talente offenbaren. Das soll nicht etwa heißen, daß eine Einförmigkeit im Vorwurf oder in der Technik vorhanden wäre, im Gegenteil: — bas Persönliche der ausftellenben Künstler spricht sich einwandfrei und sehr spürsarn aus. Aber aus welcher inneren Schau und aus welchen Ausdrucks-Bezirken sie kommen, sie stehen im Ring einet Ebene, die verwandt gelagerte Schichten künstlerischer Kulturpflege umfaßt. Unter diesem Ge­sichtspunkt ist die mit Geschmack und Geschick getroffene Auswahl zusammengestellt, die in Malerei und Graphik das Land­schaftliche bevorzugt batbietet, unb daneben einige Stil­leben zeigt.

Aus Darmstadt find fünf Künstlet vertreten. Willi Hoffer- bett (geb. 1896, studierte zuerst Innenarchitektur, später Malerei; Reisen nach Spanien und Frankreich), der in feinen Ölbildern die Winterlandschaften darstellen, — eine schöne Verhaltenheit zeigt offenbart sich in seinen zartgetönten, großflächig gemalten Aquarellen von einer anderen Seite. Ganz malerisch-farblich ge­sehen und locker-schwungvoll gepinselt sind z. B. die Saar- oder Isarlandschaft oder bas verschwiegene Tempelchen im Grünen Von feinem Reiz unb wieder anders im technischen Ausdruck die beiden Bildet von Aachen, eine Regenstimmung übet der breit gelagerten, perspektivisch interessant gesehenen Stadt oder die in Helle getauchten Häuser im Blick am Münster vorbei.

Ulrich Haller st ebe (geb. 1899, Stubien an bet Akobemie für Graphik und Buchgewerbe Leipzig, dann Kunstgewetbeschule München, später Reisen nach Italien und Frankreich), der mit einem Ölgemälde „Weidenwäldchen", das das Schwere und Alte tnorriger Weidenstümpse vorzüglich trifft, legt seine Aquarelle dagegen auf das Lichte, man möchte sagen Unproblematische, an Die Motive sind Riedlandschaften, Bauernhäuser ober z. B. ganz