Wiesbadener Tagblatt
Sn-uck und «ertaa- r> -rdetlenbera'fcke Bnckdrnckerci. Lanaaaiic Rr. 21 «Taablatt - Haus» / a. in «t u e.n .1 ft e n Erichelnungszeit werktäglich nachmittags
91. Fahrgang
Freitag, 9.April 1943
Nr. 84
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Die Pflicht ist selbstverständlich, aber das richtig« Gewicht gibt erst das Herz, das freiwillig in die Waagschale
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Eichenlaub für Obersturmbannführer Kumm
Aus dem Führerhauptquartier, 8. Avril. Der Führer verlieh am «. April 1943 an 44-Obcrsturrnbannfuhrcr Otto Kumm. Regimentskommandeur in der 44-Panzergrcnadrcr- Diviiion ..Das Reich", das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und richtete an ihn folgendes Telegramm:
„In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Bolles verleihe tch Ihnen als 121. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Adolf Hitler.»
Rundiunkiender erworben ..zur Verbreitung ioziavolitiicker Ideen", zum anderen wird der Jude Litwinow-Finkelsteiii in Kuba natürlich nach dem Rechten sehen und die dortigen Jünger Moskaus ermahnen, in ihrer Zersetzungsarbeit fort- zufäbren. Die Reise Finkelsteins ist also in jeder Hinsicht beachtenswert. Sie zeigt deutlich, da« die Sowjets garnicht daran denken, ihre weltrevolutionären Pläne a u t z u g e b e n. daß sie vielmehr bemüht sind, in Mittel- und Südamerika ihre Positionen zu stärken. Der Sowjetsender vor Washingtons Tür sollte dabei eigentlich auch den US.-Amerikanern zu denken gehen. Dort aber unterstützt man ja in jeder nur möglichen Form den Bolschewismus. Gehört doch selbst der Innenminister Ickes., also der Mann, der für die innere Sicherheit des Landes $u sorgen hat und von dem man daher einen verschärften Kamm gegen den Bolschewismus erwarten müßte. der neugegründeten iüdisch-bolsckewistischen Organisation an, die sich die Forderungen der ..Freundschaft mit den Sowjets"» zum Ziel gesetzt hat. Die Rechnung auch für diese Politik Roosevelts und seiner jüdischen Hintermänner wird eine» Tages das IlS.-amerikaniiche Volk zu bezahlen haben.
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Neuer japanischer Erfolg bei den Salomon-Inseln
Ein Kreuzer, ein Zerstörer und zehn Transporter versenkt
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Wehrfreudige Jugend
Von Generalleutnant Wolff.
Jnspetteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres
Die jungen Soldaten des Führers, die sich seit mehr als drei Jahren in dem gewaltigen Ringen um unseres Volkes Freiheit. Ehre und Größe an allen Fronten bewähren, sind aus den Reihen der Hitlerjugend hervorgegangen, nationalsozialistischen Geist erzogen und damit weltanschaulich gefestigt und in ihrem Wehrwillen gestählt, sind sie zur Truvve gekommen. •
Deutsche Jugend und Wehrmacht haben stck ge- wiß zu allen Zeiten eines regen nationalen Lebens gegenseitig angezogen. Jeder echte deutsche Junge ist von Natur aus für die Welt des Soldaten begeistert. Er will sein Leben wagen, er sucht die Gefahr und die männliche, Kameradschaft. die sich im Kampf bewährt. Ebenso schlagt das Herz des Soldaten für die Jugend, weil auch der altere Soldat sich selbst immer jung fühlt und in der wehrfreudtgen
und Angriffskänwien dieses Winters im Südabschnrtt der Ostfront als Kommandeur des 44-Panzergrenadier-Regiments „Der Führer" erneut besonders ausgezeichnet. In zwei Fällen faßte et unter schwierigsten Verhältnissen selbständig entscheidende Entschlüsse, die zur Abschnürung^nnd Vernichtung erheblicher Feindteile führten. In diesen toitu= atimten waren die nach harten Kämpsen erzielten Erfolge in erster Linie dem zähen Vorwärtsdrana und dem dauernden Einsatz des Regimentskommandeurs Kumm, dem richtigen Erkennen der Lage und den blitzschnell gegebenen Befehlen zum Einsatz der Einheiten zu verdanken. Durch seine Führung und Haltung war Kumm seinen 44-Männern ein Vorbild an Tapferkeit, dem ste begeistert nacheiferten.
Kumm wurde am 1.10.1909 in Hamburg als Sohn des Kaufmanns Eduard K. geboren. Nach Besuch der Oberrealschule bis zur Sekundareife erlernte er das Schriftsetzeihand- werk, das er bis zu seinem aktiven Eintritt in die 44 ausübte. Seit 1930 ist Kumm Mitglied der NSDAP. Im September 1936 erfolgte in der Waffen-44 seine Beförderung zum 44-Hauvtsturmführer. Äm Westseldzug übernahm Kumm nach Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Kl. die Führung des Bataillons, an dessen Spitze er sich als Sturmbannführer auch im Ostfeldrug wiederum bewährte.
Moskau forciert seine wektrevolutionären Pläne
(Eigener Dratztboricht u n s e r-e r Berlin e r S ch r i s t l c i t u n g)
auert. Diese Einheiten trafen auf der Ostseite des Mayu- Flustes auf starke gegnerische Kräfte, die ste ebenfalls vernichten konnten. Auf ihrem Vormarsch überschritten die japanischen Streitkräfte alsdann dgs Mavu-Eebiet und erreichten den Golf von Bengalen, wodurch dem dort stehenden Feind der Rückzug abgeschnitten wurde. , Augenblicklich führen die japanischen Streitkräfte dort eine Vernich- tungsoveration durch. Bei allen Kämpfen bewährte sich d'e ausgezeichnete Zusammenarbeit »wischen javanischen Land- und Luftstreitkrästen
Generalmajor Vahagi schloss mit der Feststellung, baß die Versuche des Feindes. Burma zurückzuerobern, nun endgültig zunichte geworden sind. Von einer mehrfach angekündigten gleichzeitigen Operation aus Indien und Tschungking-China wäre nichts »u spüren gewesen. Der javanische Sprecher führte die Zurückhaltung der Tschungking- Inippen auf die Uneinigkeit im feindlichen Lager zurück.
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Brenustoffnot in Südamerika
Buenos Aires, 8. April. Ebenso wie in Venezuela muß jetzt auch in Kolumbien die Erdölausbeutungeingeschränkt werden, da infolge des Schiffsraummangels in den USA. die Produktion nicht in dem bisherigen Umfange ausgesührt werden kann. Mehrere Petroleumgesellschaften in Catatumbo (Provinz Eucuta) haben sowohl Förderung wie Reubohrungen eingestellt. Kuba dagegen, das unmittelbar vor der Tür der großen Slvonäte der USA., int Golf von Mexiko liegt, kann trotzdem kein Petroleum bekommen. Dafür erhielt die kubanische Regierung, wie man von dort erfährt, ein nettes Schreiben des USA - Botschafters in Habana, in dem herablassend gesagt wird, er habe mit Befriedigung von den neuerlichen Anstrengungen Kubas Kenntnis genommen, sich mit weniger Petroleum zu behelfen und er könne nur raten, das fortzusetzen. Angesichts des Mangels an Tankern mützten sich jjfie amerikanischen Lauster mit einem Bruchteil der früheren Lieferungen von USÄ.-Erdol begnügen.
Mit 44-Obersturmbannführer Otto Kumm erhält ein stets zu letztem Einsatz bereiter junger Regimentskommandeur der Waffen-44 das Eichenlaub, ein treuer Nationalsozialist und 44 -Man n aus der Kammzeit der seit 1939 in allen Feldzügen Proben höchster soldatischer Bevor dem Feind abgelegt hat. Nachdem Kumm be- vorigeu Winterseldzug für hervorragende xavier-
englischen Marineinformationswesens. Admiral Williams James, erklärte in einer Rede vor der Royal Empire Society, nie zuvor in der Kriegsgeschichte sei es so außerordentlich schwierig gewesen, die nach England führenden Seewege unter Kontrolle zu Halten wie heute. Die. U - Boot- gefahr habe ein ungeahntes Ausmaß angenommen. Er. Admiral James, glaube zu allem nicht, daß es den Anglo-Amerikanern in diesem Krieg gelinge, eine Erfindung zu machen, die die ll-Bootbedrohung ausschalte.
Mit Bezugnahme auf die der Zensur unterliegenden Bekanntmachungen über Schiffsverluste schreibt die ..New Pork Times": ..Die amtlich angeordnete Unwissenheit hat dazu geführt, daß die USA.-Öffentlichkett das ganze Problem, das mit einer Offensive verbunden ist. mißversteht und die Schwierigkeiten, mit denen unsere militärischen Führer und Marinefachleute zu kämpfen haben, vollkommen unterschätzt. Wir glauben, daß eine vollständige und unfrisierte Erklärung über die anglo-amerlkamschen Schiffsverluste uns mehr als dem Feind helfen wurde. .
. Es entbehrt nicht der Komik. letzt die aut einmal em» setzenden krampfhaften Versuche zu beobachten, aus der illusionistischen Sackgasse herauszufinben. Ob die für diese ..amtlich angeordnete anglo-amenkanische Hnroinenheit Verantwortlichen allerdings heute noch den Mut finden werden, ihren Völkern die gewaltigen achsenfeinblicken Schiffsverluste einzugestehen, ist mehr als zweifelhaft.
as. Berlin. 9. April. Der bolschewistische Agitator Litwinow-Finkelstein. seines Zeichens sowietilcher Botschafter in Washington, bat sich nach K u b a begeben, um auch dort sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Diese Reise läßt deutlich' das Interesse der Bolschewistin an den amerikanischen Ländern erkennen. Schon mehnach wurde über eine starke kommunistische Agitation in den mlttel- und iüdamerikaniiechn Ländern berichtet, die , als Errols immerhin bereits den Einzug eines Kommunisten in das kubanische Parlament und die Aufnahme eines Kommunisten in die kubanische Regierung buchen konnten, ganz abgesehen von den mannigfachen Unruhen und Storunaen in den verschiedenen amerikanischen Ländern. Litwinow» Reise nach Kuba soll einerseits eine Belobigung sur die kubanischen Kommunisten darstellen, die lick als besonders eifrig erwiesen haben. Sie haben u. a. einen bedeutenden
Entlarvte Schiffsbau-Illusionen
Arbeitermangel verhindert eine produktionssteigemng der ASA.-Werften
Jugend die künftigen Kampfer sieht, die einst m ferne Spuren treten und seine Erfolge wahren werden. St weist auch daß das Opfer, das er für das Vaterland bringt, von der wehrfreudigen Jugend, die ihm zu gleichen sucht, am besten verstanden und am tiefsten gewürdigt wird.
Dieses natürliche Verhältnis von Jugend und Soldaten- tum aber bat sich, seit die SltLeringend.den Nachwuchs der Wehrmacht stellt, zu einer tm tiefsten Sinne politischen Bindung verwandelt und ausgestaltet. Wenn, nnt m diesem vierten Kriegsjahr unsere Gebauten in die ^abre des ersten Weltkrieges zurückgeben lasten, dann wird uns der große Gewinn, der in dieser Neugestaltung liegt, aufs eindringlichste bewußt. Zwar rüdten auch öamals die je« weils das wehrfähige Alter erreichenden tungen Manner m die Lücken, die der Krieg riß. und kämpften um die Freiheit und Größe des Reiches. Aber ihrer Begeisterung und Opferbereitschait entsprach keine Ernheit in der welt^schau- licken und politischen Ideenwelt. Alle diele musten Manner waren in geistiger Hinsicht gewissermaßen.ani sich wlbst gestellt. So spiegelte denn auch der Ersatz tut die' kämpfende Front die im Volke berricbenben politischen und roeltau s(baulichen Gegensätze wider. Um hie heranwachsende Jugend warben ,bie Parteien^ die bas Doll in viele Lager verhängnisvoll aufaelpalten hatten. Sie warben um so stärker um sie. je länger der Krieg dauerte und ic gewaltiger die Anforderungen wurden, die er an Front und wtmai stellte. Innere Zwietracht . bat damals den volitisSo Willen, der in Krisenzetten immer entscheidend ist. gelahmt
Wie anders liegen die Verhältnisse heute! Der schon und sozialen Einheit unseres.Volkes, die der.. geschaffen bat und in der sein Wille wirkt, enttarn Zusammenfastung der gesamten deutschen.Jugend Hitlerjugend. Sie ist die Jugend des Führers und. kennt in ihren Reihen keinerlei Gegensätze. Opferwilligkeit und Einsatzbereitschaft sind selbstverständliche. ,yorbcruneen. die hier an jeden herantreten und die zugleich zu Bewährungsproben für den Geist der Gemeinschaft roerben. ber in «bew einzelnen lebendig sein muß. Die Ideenwelt des Nationalsozialismus. in der die Hitleriugenb erzogen wird, ist aus kämpferischem Geist erzeugt. Sie schließt daher auch alle sittlichen Werte des Soldatentums in sich ein. Die Jugend yun Nationalsozialismus erziehen beißt daher, sie auch zu soldatischen Menschen erziehen. Damit aber treten heute Hitlerjugend und Heer auts engste zueinander und nnden «ich. iv vertrauensvoller Zusammenarbeit. Diele Zusammenarbexi geschieht in dem Bewußtsein, daß sich das deutsche Heer..die deutsche Wehrmacht, auf immer aus der nationalsozialistischen Jugend erneuern wird und daß die Erziehung innerhalb ber Hitlerjugend die beste Vorbereitung für den Wehrdienst darstellt. Sn ihr findet zugleich die. nationale Wehr- Politik die Erweiterung und Vertiefung, die ihr ehedem gefehlt bat und die zur Führung eines totalen Krieges von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Wenn heute in den Wehrertüchtigungslagern der Hitter- jugend die junge Mannschaft unmittelbar auf den WafA, dienst vorbereitet wird, so ist dies wohl der deutlichste Beweis für die enge Verbundenheit v o n W e h r - macht und Jugend und die Gemeinsamkeit ihrer Zielsetzungen. In den Wehrertüchtigungslagern sind die Lagerleiter Hitlerjugend-Führer und zugleich iryntbewabtte Offiziere. Als - Ausbilder hat das Heer außerdem bet Hitlerjugend tüchtige, für den Umgang mit der Jugend be tanders geeignete Feldwebel und Unteroffiziere zur Verfügung gestellt und sie eigens für diese Aurgabe vorbereitet Abgesehen von dem praktischen Nutzen, der in den Wehrertüchtigungslagern für die Stärkung der Wehrkraft unsere- Volkes erzielt wird, ist gerade dieses Gememickarts- werk ein Symbol für den enischlosienen Wehrwillen. ber heute Mannesalter und Jugend zugleich beieelt. . Auck wricht es deutlich für eine grundsätzliche Wandlung in ber Einschätzung ber Jugenb. Denn ihr wird im national»
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leit unb entschlußfreudige yubrung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhalten hatte, bat er sich tn den Abwehr-
Tokio, 9. April. (Funkmeldung. Ostasienbienst.) Das kaiserliche dauptauarner gab am Freitag folgendes ÄinnJstarteU Sormatianen japanischer Marineluststreitkräfte unternahmen einen Angriff gegen eine feindliche ettotte vor der Küste der Florida-Inseln (Salomonen) und erzielten nachstehendes Ergebnis: . - •
Ein feindlicher Kreuzer . Peri en k t. cm l-mdlicher Zerstörer versenkt, »bn femdlrche Transporter versenkt. zwei feindliche Transporter schwer beschädigt, em weiterer feindlicher Transporter beschädigt. >7 „lag,enge abpcidioncn. _ .
B losere Verluste Lrlanlen sich auf sechs <rln6$cngc, die ück freiwillig auf die feindlichen Ziele ttnrzten.
Diese Luft- und Seefchlacht erhält den Namen „Seeschlacht vor der Küste der Florida-Inseln."
Die britische Niederlage in Burma
Zu den Kämpfen in Burmagab der Sprecher der japanischen Armee bekannt: Die engliich-mbücke 14. Divinon batte in bei zweiten Dezemberbälite 1942 nach Überschrei tun aber indischen Grenze versucht. lapanmbe Streitkräfte tm .©ebiet uörblich Akvah anzugreifen. Vorgeickobenen. verhältnismäßig kleinen javanischen Einheiten kt es leb och m sroet Monate langen harten Kämmen gelungen. J>en Tembhmen Vormarsch norbwestlich Ako ab auizubalten.. Jnzwlscken leien javanische Hauvtstreitkräfte im Akyab-Geviet zusammenge- goflen i^> Vorbereitungen zur Offensive getrofien worden. Gleichzeitig gelang es lavanischen Einheiten untej unsagbaren Schwierigkeiten in einem Umgebungsmanover das hohe Arakan-Gebirge zu ubeiaueren unb tn den Rucken des Feinbes zu gelangen. .Diese Eruxpe war von teber Ruckver- hindung abgeschnitten, völlig auf nch telbit ge- fteHt Als sie anfangs März bas vorgeschriebene Ziel tm würfen des Feindes erreicht hatte, begannen bte nördlich Slfnab stehenden Hauvtkräfte am S. März bte Orienitoe und freien zunächst eine über 1000 Mann starke Fetndgruvve 60 Kilometer nörblich Akvab ein unb vernichteten h.e..^adi bieimn Schlage wandten sich bie Javaner gegen »w-i iclnd- licke Brigaben, bie 50. Kilometer norbwestlich Akyab gepackt, eingeicklosien und gleichfallsaufgettebeii -wurden.
Unter Ausnützung bei bebeutenben Ertolge wu.de am 25. Mär^ der Manu-Fluß auf eroberten Feindbooten uber-
as. Berlin, 9. April. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Während England und Amerika sich gern den AnsKein geben, als ob ihre Werften braut unb brau seien, ben Krieg gegen bie U-Boote zu gewmnen unb. als ob bie Zahl bei Schisfsneubauten stäubiy wachse, zeigen einige Äußerungen englischer unb amerikanischer Stellen, daß man auch in dieser Hinsicht mit ungeheuren Schwierigkeiten zu kämvfen hat. So vernimmt man aus ben USA. ben dringenben Hilferuf nach Arbeitern für bte amerikanischen Werften. Der stellvertretenbe Vorsitzenbe bei amerikanischen Schiffahitskommission. Admiial Vtcka in lichtete beshalb einen bringenben Appell an bte staatlichen Instanzen, füi ben Arbeitseinsatz ihre Zuwetsungs-' unb Arbeitspolitik einer Revision zu unterziehen. In ben letzten Monaten hätten nicht weniger als 7 0 000 Arbeiter auf ben amerikanischen Werften aefehlt.Jo ban bie Arbeiterfrage im Schiffsbau als „außerordentlich kritisch bezeichnet werden müsie. Es sei unerläßlich, daß schleunigst auf den Wersten weitere Arbeiter eingesetzt wurden, wenn auch nur die bisherige Produktion aufrechterhatten werden solle. Vickary setzt sich dabei noch vollkommen über die Tatsache hinweg, baß bieie Arbeiter ja auch Fachkenntnisie besitzen müßten. Sein Hilferuf ist eine beachtenswerte Ergänzung zu ben Feststellungen bes ..Wallstreet-Journal . ba$ biekr Tage erklärte, cs fehlen 80 OOO.Seeleutc. die man trotz Verkürzung der Ausbildungszeiten und hoher Locklöhne nicht ersetzen könne. Gebe es etwas Furchtbareres. so schreiht „Manchester Guardian, als wenn man sich vorstelle, daß ununterbrochen Schiffe gebaut wütden. um früher ober später bock nur versenkt zu werden. Mit ihnen gehe dabei nicht nur die Ladung unter, sondern.auch jeweils ein Teil der Besatzungsmitglieder. wenn nicht sogar alle. Das sei Cine Material- unb Menschenverschwenbung, bie man sich auf bie Dauer nickt leisten könne.
Unter bem gleichen Arbeitermangel wie die USA. leibet aber auch Englanb. So schreibt bie „Times" über bie britischen Werften. „Großväter. Einarmige, Kinder und Frauen arbeiten, um neue Schisse serttgzustellen. Die Materialknappheit und die Unerfahrenheit der meisten Arbeitskräfte verhindern noch immer em gutes Produktionsergebnis, dock kann man aus dem Etter ben Ernst ber Lage ersehen, ber burck bie immer ansteigenben Schifsßverluste eingetreten ist." Alles das sinb beachtenswerte Kommentare zu uniert« eigenen U-Booterfolgen.
Der konservative Unterhausabgeorbnete unb Leiter bes
