Wiesbadener Tagblatt
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11. Fahrsang
Donnerstag, 1. April 1943
Iit.77
926600 BRT- im N8n verrenkt
Mindestens 149 feindliche Handelsschiffe vernichtet
Kriegsmarine und Luftwaffe auch im Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe erfolgreich
®ni(£ unb «erlog. £ LcheUe-Vcrg ich« «uchdruckerei, Langgajfe Nr. 21 (Lagblatt - Haus) . =ammc, - -9631 . Dr-chi-nich-Mr: Zagblatt. Wiesbaden . Poltschecklonw: Fr-rnksurt a. M. 7405 fasste™ -fcänen Mona- RM 2.- -inschli-tzlich de- TrSoerlohnes . Durch bte Post bezogen s M SLL zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld - Einzelnummern RM 0.10 . Bet Behinderung Eewalt besteht lein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises
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andere hin und wieder von einer
nd zugleich für die ruckbalt- feit Kriegsausbruch Dank
abzustatten.
Tokio, 1. April. (Funkmeldung.) Nach einer, Mitteilung des javanischen Informationsamtes ist Miniltervrast- dent Tojo am 1. April in Hsinking eingetroffen. um den jungen Staat zu den raschen Fortschritten in den Letzten zehn Jahren zu beglückwünschen und zugleich für die rückhaltlose Mitwirkung Mandschukuos I.L
Stärker als irgendeine Mafien Wir müssen, kurz und gut, in diesen Zeltes sr* stark sein, wie wir irgend können, und wir haben die Möglidikeit, stärker zu sein, als irgendeine Nation von gleicher Kopfstärke in der Welt; es wäre ein Verbrechen, wenn wir diese Möglich keit nicht benützten.
Otto v. Bismarck (geb. 1. April 1815!
Neuer Botschafter Nationalchinas in Tokio
Nanking, 1. April. (Funkmeldung. - Ostasiendienst.) Die chinesische Nationalregierung ernannte den früheren Bürgermeister von Nanking, Tsaipei, zum Nachfolger des bisherigen Botschafters in Tokio, Hsuliang.
Ministerpräsident Tojo in hsinking
zeug unter dem schütz der Wolken in nordwestdeutscher Brenz- ' > gebiet ein und warf mehrere Bomben. Es wurde abgeschosien.
Sm Kamps gegen Sie britischen und amerikanischen Seever- biadungen uersenkten Unterseeboote im März 138 feindliche Handelsschiffe mit 8 51 6 0 0 BNT. und torpedierten 18 weitere Schiffe. Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zeitraum elf Handelsschiffe mit 75 000 BNT. und beschädigte 39 Frachter mit zusammen 220 000 BNT., von denen ein Teil ebenfalls als versenkt anzusehen ist.
Damit wurden im März mindestens 149 feindliche Handelsschiffe mit 926 600 BRT. verfett«.
Auch im Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe waren Kriegsmarine und Luftwaffe erfolgreich. Leichte See- streitkräfte versenkten zwei Zerstörer, sieben Unterseeboot« und nenn Schnellboote. Ein weiterer Zerstörer wurde durch «in Unterseeboot versenkt. Zwei Zerstörer und sieben Schnellboote find beschädigt worden. Die Luftwaffe vernichtete ein Unterseeboot und ein Geleitboot und beschädigte zwei Zerstörer, zwei Unterseeboote und ein Borpostenboot.
In Indien bleibt alles beim alten
London letzt seine Raub- und Unterdrückungspolittt! skrupellos fort
as. Berlin. 1. Avril. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Das englische Unterhaus hat sich wieder einmal sehr ausführlich mit 2nbien befaßt. Soviel aber auch geredet wurde, das Endergebnis ist doch nur. das alles beim alten bleibt. Die englische Regierung lehnt nach wie vor jedes Zugeständnis an die Inder ab. Es sei gefahrvoll, so erklärte tret britische Minister für Indien, tat?, Gandhi irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Auch sämtliche Debattenredner verschweigen nicht, den englischen llnterdrückungsstandpunkt. Soweit auch im einzelnen die Meinungen der denen Abgeordneten voneinander ab- weichen. in dem Bestreben, die indischen Reichtümer werter unter Bruch der gegebenen Versprechungen für England auszunutzen. waren sie sich alle einig. Selbstverständlich tut man so. als sei man ..immer noch zur Lotung der Probleme bereit, wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet . Natürlich ist man auch weiterhin ..guten Willens . Dann aber folgt sofort die Feststellung, datz man den Indern noch nicht die Verantwortung übertragen könne, llm . diele Haltung besser ..begründen" zu können, hatte die englische Regierung vorher ein W e i fi b u » über Indien herausgegeben, m dem Gandhi und die Kongrefivartei zu Verbrechern gestempelt wurden. Im Unterhaus knüpfte man an bieie Fststellungen und und versuchte darzustellen, dafi die indischen Rebellen" sich nicht an Englands gutem Willen verfündig-
„Schiffahrtslage Ende März schlechter denn je"
Englische Feststellungen zur Lage im A-VooErieg
Stockholm, al. Mar- Die Bedeutung des neuen Unter- seebootseriolges. der tmrch die Eondermeldung über die Versenkung von 17 schwer beladenen teindlichen vandUs- schissen mit über 103 030 BRT. bekannt wurde, wird illu striert durch die Anbetungen englischer Zeitungen und SchiN- fahrtssachverständigen. die den E r n st der Lage nicht vor-
Jnselwelt beinahe auszuhungen. um wie viel katastrophaler sei die Versorgungslage Englands heute, da Hunderte von U-Booten ohne Unterlab Monate hindurch alle Anfuhren ctuibielfen Tgrüh#*. hinart" Wn die modernen »«Boote bei weitem schlagkräftiger und gefährlicher als die des damaligen Krieges.
Nach einem Londoner Funkbericht erklärte der parlamentarische Sekretär des englischen Landwirtschattsminiite- riums. Tom Williams, das Anwachien der landwirtschaftlichen Erzeugung in England sei zwar groß. aber ..die Schiffahrtslage ist Ende Marz schlechter, als sie jemals während des Krieges war.'. Gegen eine derartige Verschlechterung helfe bte bisherige .Produktionssteigerung nichts. Mau mülle trotz allen Schwierigkeiten in diesem 3abr noch mehr Nahrungsmittel erzeugen als im vergangenen.
Auch Lord Runciman. der Präsident des nordcng- lijchen Reederverbandes, äuberte sich in einer Rede die er Daily Sketch" zufolge am 30. März m New Castle hielt, zur Lage im Seekrieg. Die Antiachsenmächte, so erklärte.er. müßten sich noch auf sehr schwere, gegen ihre vandelsschm- fahrt gerichtete Angriffe gefaßt machen. Nur mit allergrößter Kraftanstrengung hätten sie Aussicht, eine derart kritische Zeitspanne zu überwinden. Die Schiitsverluste seien nach wie vor im Ansteigen begriften. Was aus ber britischen Handelsschiffahrt nach dem Kriege werde s.o erklärte Lord Runciman weitere könne heute niemand lagen. Um ihre Zukunft sehe es böse unb trübe aus.
Neue Ritterkreuzträger
Berlin, 31 März, bet Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Rolf Schere n b e r 8. Kommandeur eines Grsnadier-Rgi., und Hauptmann Helmuth Bocke, Kommandeur eines Panzer-Eren.-Rgt.
Der Führer verlieh nach der Einnahme von Charkow das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an zwei weitere bewahrte Kompaniechefs in der ^-Panzergrenadier-Division Leibstandarte „Adolf Hitler" und zwai an -Hauptsturmführer Hans Becker und ff-Obersturmführer Wilhelm Beck.
Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Karl Ketterer, Zugführer in einem Panzer- regimem ff-Ober.charsllhre: Alfred E u e n t h e r. Zugtuhr-r in einer Sturmgelchützabteiling der Lerbstandarte ff „Adolf Hitler .
Der Führer verlieh «uf Vorschlag des Oberbefehlshabers der liuftmaffe ReichsmorichaS Söring. das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Feldwebel Jeckstat, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader
General der Pioniere Zacob 60 Jahre alt
Berlin, dl März. Am 1. AorU begebt ber General der Pioniere und Festunger beim Oberbefehlshaber des Heeres, General ber Moniere " acob. feinen 60. Geburtstag.
Er wurde in Münyen geboren und begann feine militärische La bahn 1902 als Fahnenjunker im bayerischen Eisenbahn-Bataillon. Lach seiner Teilnahme am . ersten Weltkrieg in Front- uch Stabsstellungen wurde er. tn das 100 000-Mann-Heer übernommen und 1929 als Dkaior zum Kommandeur des Pioiier-Bataillons 7 in München ernannt. 1938 trat er als Generalleutnant unb Inspektor ber Pioniere. EüenbahnpioAere unb Festungen an bie Spitze der deutschen Pionierwaffe. Bei Beginn des gro'ßdeutschen Freiheitskampfes zum Emeral der Pioniere unb Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres ernannt, wurde General Jacob am 1. Juni 1940 sim General ber Pioniere befördert.
^Mer^tms Ausmaß ber U-Bootg.efahr könne sich nientanb in England einen rechten Begriff machen, da bie Admiralität da,u zu wenig Material,, iretgebe.. stellt z. B. die Edinburger Zettung „Scotsman . fest. Außerdem weiche das. was man von amtlicher Seite höre, stark DOttetn- - ander ab Die einen behaupten, bte U-Bootgefabr. habe ein katastrophales Ausmab angenommen ro<taenb andere hm unb wieder von einer ..leichten Besserung sprächen. Woher diese den Optimismus hernahmen. sei unergründlich. denn die Nachrichten über SchiNsverluste — wenngleich sie auch recht vage abgefaht ieten — hatten ien Kriegsbeginn nie aufgebort. Die wirkliche Lage laste sich mit Hilfe einiger Überlegungen ungefähr ermitteln. In diesen Krieg Seien bi« Achsengegner unb insbesondere England mit weniger Schiffsraum eingetreten als in den Welt- krieq 1914/18. Allste idem habe man brttlscher,elts heutzutage fünf Millionen wehr Münder in England zu futtern als damals. Weiter müßten die SLiltc gegenüber dem ersten Weltkrieg längere Seereisen machen und,, mit bet weitem mehr Gefahre fertig werden. Dte Kriegs! sötte sei überlasteter denn je zuvor. Hatten cs nun tm xBeltmeo 1914/18 169 feindliche Unterseeboote vermocht, die brtttschc
ien. sondern auch an der gemeinsamen Sackte ocr flnti achlenrnächte.
Der Zweck solcher Redemanöver ist ieuht ou ourck schauen. Man will durch solche verlogeneii Behauptungen nicht nur bie wenigen Kritiker im eigenen Lager zum Schweigen bringen, sondern man will vielmehr damit de' amerikanischen Agitation entgegenarbei t en. Das Interesse der USA. für Indien wird ber Eng ländern langsam peinlich, zumal sich in ber U«.-amerikan' schon Presse manch harte Kritik an ber englischen Indien volitik findet. So richteten sich die Worte, die tm Unterhau-. über Indien gesprochen wurden, keineswegs nur an btt indische Adresie. ionbern mindestens in gleichem Maße an den US-amerikanischen Bundesgenosse rr besten E sehr durchsichtigen Gründen an ber englischen Jndienpolttii geübten Politik man auf solche Weise das Waller ahzul graben hofft. Dabei kann man aber sicher sein daß Roos- velt nicht den mindesten Anlast sehen wird, eroo /ine «er sönlichen' Vertreter ober die US -amerikanische Pawi- und Leihkommillion und andere amerikanische Abordnun / die den Einfluß der USA. in Indien stärken tolle«, zurück;.» rufen. Den Indern aber bestätigt auch die neu e ne Unterhausdebatte Daß London gewillt ist m-nr nau1'. Unterdrückungsvolitik fortzusetzen
Der OttW.'Bericht von heute
Aus dem Fuhreichmivtouartrer, 1. Avril (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht grbt bekannt:
Stärkere feindliche «orft-de gegen die Nordfront des Kuban- Brückenkovfes wurden flutitz obgewicfen. ..
Bon den ädrigen Rbschvitteu »et Ostfront wird nur örtlich« Kampftitigkeit gemeldet.
Die L » f t w a f f e »ers-nkt« einen feindlichen Frachter von 2000 BRT. ob der Mnrm-nUiste.
5n der 3eU vom 21, bi, Sl. Mär, wurden an der Ostfront 4 5 6 Sowietpaurer allein durch Berbande des Heeres und der Waffen-^ zerstört, erbeutet oder bewegungsuufahrg geschosien.
In Tunesien standen unsere Truppen auch gestern in schweren Abwehrkämpf««. überlegenc britische und uordamerika- iiische Berdäude versuchten vergeblich, durch Umfassung Teile der dcutsch-italieuischen Truppen abmichneiden. überlegene Führung und bie Kamvfleistuugeu unserer Truoven haben bisher alle die,e Absichten des Feindes vereitelt.
Bei einem legesangriff feindlicher Bomber auf Rotterdam wurden Wohnviertel der 2i»u«nstadt schwer getroffen und hohe Verlust« unter d«r Bevölkerung verursacht. Sn .den. heuiigcn Morgenstunden flog ein rin,«!»«« viermotoriges feindliches Flug-
Grundpfeiler des Reiches
Dem Gedächtnis Otto von Bismarcks
An icbem 1. Avril gedenkt bas deutsche Volk Liter ber im Sachsenwalbe ruht unb bellen SBctheitattc mich Sw' bas Angriffsziel des britischen Barbarentums gewesen n Es ist bis zu einem gewissen Grabe vwchologisch oetttanb lich. wenn sich der Host, ben bas englische Piratenrum aeser leben aufbauenben Geist unb gegen lebes rurr?at'im. 1» antwortungsgefühl emvfinbet, gerade am bte Perron oa beutschen Kanzlers konzentriert,, der es gewagt hm aim englischen Traum vom eurooalichen Gleichgewicht - rvNiw lich zu stören und bie geheiligte westlich. Tneome anzu tasten, baß in ber Mitte Europas zum höheren auci Gelbsackinterellen ein oolitiscker ^nmachtsraum bestehe,- müsse. Die Gestalt Ottos von Bismarck war biew'- Menschen völlig unfatzlich.. oie begreifen es tinfaft tti®t ■tc8 da plötzlich eh wreustst her Junker, baherkam, bet es unternahm, entgegen allen gewohnten bivlomati'du n r-me- regeln bie deutsche Frage zu lösen und tm Herzen EuroMs ein starkes Reich ber Deutschen auszurichten
Abolf Hitler hat in feiner unvergeßlichen Rede btt» Stapellauf des deutschen Schlachtschiffes, das ben Namen bef ersten Kanzlers trug, ausgeführt, bas. Größte an owe» Mann sei. dast er aus ber Bodenstänbigkelt seines onelbischen Junkertums mit seinen grösteren Zwecken gewachsen se, mu als deutscher Staatsmann bie Amgabe zu Ende geführt bade, an ber Generationen vorher verzagt waren In ber Tat üt Otto v. Bismarck cin steu er T v vbeu t scher Geist t g- feit. In ihm vereinigt sich das hohe.moralische -Berant wortungsbewusttsein des deutschen -obeahsnuis mit oem eis kalten Tatsachensiiin des in der preuhtschen --chuie groß ge. . roorbenen Staatsmannes. Gewiß, tm Deutichti-n, hatten R® Generationen vor Bismarck im Kampfe gegen bie napoleont sche Fremdherrschaft starke Persönlichkeiten sterausgehildel denen es gelungen war. die deutsche Jugend rur ben Ramm um Freiheit unb Einheit zu begeistern Aber keinem oo,, diesen Männern war der letzte Enolg bei »-.eben Vito i'O* Bismarck errang ihn baburd), datz er bewußt ast die rartf machtpolitische Grundlage des preußischen Militär und Är amtenitaates antniiofte und es gleichzeitig oentanb. ar- idealistische n Ziele der liberalen deutschen Einheitsbewegung zu verwirklichen. ,
Das Erbe des großen Kanzlers ur um« schwächlichen Epigonen schlecht gehütet warb sm Der Zu iam.nenbruth. den Herbert von Bismarck be>m Sturze feines Vaters ingrimmig voraussagte, hat aus dem iinerschop, lichen Quell des deutschen Volkstums bteunigen Tratte an das Licht des Tages gebracht, die ummllender als Otto von Bismarck es in seiner Zeit konnte, das G'iamtvroblem bei deutschen Volkwerdung von innen heraus begrttfen und mit revolutionären Mitteln die Einheit des Deutschtums zur Wirklichkeit machte. Heute stehen wir wieder im Kamp! um die letzten Eristen.zgrundlagen unseres Volkes unb erinnern uns tn Ehrfurcht unb Danwarket des Alten aus dem Sachsenwald, ohne dessen Wirken es kein zweites Reich gegeben hätte und auf dellen starken «chulteru wir heute noch stehen. Gerade die Besinnung out bte große, Werte unserer Vergangenheit gehört zu ben Oirunbelementeti unserer Volkwerdung. Sie ist nicht nur ein Akt der Pietät sondern der Quell einer sich stets erneuernden Kraft, btt auL ben letzten liefen unseres nationalen Daseins o- »steigt
33 SowjcHugzeuge vernichtet
Berlin. 31. März S Somjeti verloren am 30. März nach bisher vorliegenbeo Meld ern K Flugzeuge, von denen 26 tm ituftkanipf abgeschoffen. fi f e«r Flak zum Absturz gebracht und ;wei am Boden zerstör wurden. Die llowakischen Jäger waren an diesen Erkbigev "il drei tuftRegeit beteiligt
