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Dsimerstag, 25. Marz 194S

Wiesbadener Tagblatt

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Wiesbadener Nachrichten

Todesstrafe für Oiebstahl aus Luftschutzkellern

au

Aus Gau und. Provinz,

T-omierstog Betdnnkelung umt 19.485.52 Uhr

übet einen bunten Frühlingssttauß, Ser irgendwo hinter blank- gevntzten Fensterscheiben steht.

Jeder Tag schenkt uns ein neues Stückchen Frühling. Heute, als ich durch unsere Straße ging, zogen über mir am Himmel Hunderte von Vögeln vorüber, die in nördlicher Richtung weiter­flogen. Es waren bestimmtRückwanderer", die der nördlichen Heimat zustrebten. Sie wissen, daß der Frühlftig wieder da ist.

- Der Rundfunk am Freitag bringt an bei«irenswerten ' ------ramm: 15.00 Uhr: Heimatlieder,

16.00 Uhr: Be­

tz r i a e Heinrich R v h m g n n aus Herne f Abwege gekommen. An eine regel- sich nicht gewöhnen. Nachdem er sch

Gang znr^ArbeÜ

Viele Riemchen gehen Tag für Tag und jahraus lahrein den gleichen Weg zur Arbeit. Auf diesem täglichen Eans durch die alt­gewohnten Straßen der Stadt oder draußen am Standrmrd an den kleinen Gärten der Siedlungshäuser vorüber, erleben wir den Wandel der Jahreszeiten. Und selbst wenn man mitten in der .Staat lebt, wo es wenig grüne Bäume und wenig kleine Vor- eo.rten gibt selbst dann gehen die Jahreszeiten alle Tage, nut, ans Ganz besonders eindringlich erleben wir es letzt sing Die letzten Wochen haben den großen Wandel vom Winter mm Frühling gebracht. Leden Tag blickte der 'Himmel ein wenig heller über die hohen Dächer der Häuser herab, und ehe wir uns dessen bewuht wurden, ist der Frühling da. ,

' Je stärker aber heute jeder einzelne etnge,pannt ist in Sie Arbeit, te höher die Anforderungen sind, die an seine Kraft ge­stellt werden, um so notwendiger ist es, daß wir den täglichen Weg zur Arbeit mit Freude erleben. Man kann ihn so und io zurücklegen. Alan kann, in allerletzter Minute das Haus ver­lassend, in jagendem Schritt die Straße cntlangetlen, ohne rechts und links zu blicken und nur die Frage im Kopfe: schaffe ich es noch'' Und man kann ebensogut morgens behaglich losgehen, nicht zu schnell» und nicht zu langsam, einen Blick ljinauJ zum Himmel Versend, um lächelnd sestzuftellen, daß heute ein schöner Fnihttngs- teg werden wird und dah man an diesen langen Tagen tue Sonne auch am Svätnachmittag noch finden wird, wenn die Arbeit zu Ende ist. Rechts und links auf der Strahe gibt es soviel zu sehen Vielleicht kommen wir an einem Vorgärtchen oder an den Anlagen vorüber, wo schon die Sträucher im iungen Grün stehen und bunte Blumen aus dem Boden schauen. Oder wir freuen uns

Zur 7. Reichsttrasirnsammlung am 27. und 28. März, Bei der 7. Reichsstraßensammlmtg im Kriegs-WSW. 1942/43 die am 27. und 28. Marz stattfindet, werden 10 verschiedene Abzeichen von naturge chutzen Pflanzen von den Angehörigen der verkauft. (Weltb.-NSV '

schädigt, noch non ihrem Standort entfernt werden, sie dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. (Es ist unterlagt, ste tau versenden, mitzuführen, feilzuhalten, zu erwerben oder tn Gewahr­sam zu nehmen. Denn die Pflanzen, die heute in unseren Waldern und auf unseren Wiesen und Feldern wachsen, smd nicht nur für uns da. Sie sollen in ihrer Art erhalten bleiben, damit sich aum un[ye Kinder und Kindeskinder an »ihnen erfreuen können.

Sendungen im Reichsproatarn m: 15 M Uhr : Helmattieoer 15.30 Uhr: Brahms. Handel (Sottsteninusik), l6.- Uhr. Be­schwingte Konzettmustk; 19.45 Uhr: Dr.-Goebbels-Artikel:Das Un­echt im Kriege": 20.15 llbr: Aus der OperetteHeute tanzt Gloria" von Richartz: 21.00 Uhr: ..Komponisten rm Waffenrock .

Im Deutschland sendet: 17.15 Uhr: von -Hubert bis Schoeck, Leitung: Hengartner: 20.15 Uhr: Vom ewig Deuftchen sder deutsche Soldat), 21.00 Uhr: Singspiel von GluckCr allein

Der Winkel am Soldatenrock

Da» mtcbttcrweSe Rangabzeichen

(Es wird kaum einen Deutschen geben der den Winlel als Abzeichen des Gefreiteii nicht kennt. Allerdings Dürfte im Binnenland nicht jeder wissen, dah er nur beim Seer und in der Luftwaffe in Silber getragen wird, wahrend er bei her Kriegsmarine in Gold erscheint. Bereits seit Eiitttehung her Uniformen überhaupt sind die Winkel als Rang- oder Laufbahnabzeichen bekannt. Sie erscheinen vielfach überhaupt als erste Abzeichen, wenn man von den Feldbinden und Hutfedern absieht Das alte Herr des Kaiserreiches kannte ledoch den Winkel nm noch als FechtabzeiMn und auf der Litewka des eiatsmatzlgen Feldwebels und Wachtmeisters in dreifacher <iotm als Sang» -bleichen. 3m übrigen wurde der Rang durch Treffen. Knopfe und Achselstücke gekennzeichnet. Erst dte Reichswehr führte den Winkel als Rangabzeichen wieder in Deutschland allgemein ein. Bon dort her kam er dann in die lunge deutsche, Wehrmacht- und Mar in der Hauptsache für den Gefreiten als einfacher, für den Ober­gefreiten als doppelter Winkel auf dem linken Oberarm.

' Rach der Machtergreifung 1933 aber hatte der Winkel auch bei sonstigen deutschen. Uniformen immer weitere Anwendung-ge­funden. Zuerst.Mhrte dieSSL den T r a-bi-t vo nswi n k e l tur ihre Angehörigen aus bet Kampfzeit em,, bet später durch die Atmstreifen ersetzt wurde. ,, . .

Der Traditionswinkel wurde ferner von der ff und den anderen Formationen übernommen. Neuerdings haben auch An­gehörige bet Polizei, die vor 1933 der NSDW. oder einer ihrer Gliederungen angehörten, das Recht, den .Traditionswinkei zu tragen Der bei der Otdnungsvoltzet emgefuhrte Ehren - winkel für alte Kämpfer ist auf dem rechten Oberarm der Mäntel zu tragen. Wie ein zusantmenfaffender Bericht der Fach- zeitungUnifotm-Matki" weiter ausfuhrt. tragt im deutschen Lunaoolk der Hotdenfühter einen kleinen silbernen Winkel auf dem rechten Arm. Beim Obethotdenführer wird, der Winkel ver­doppelt Als Zusatz zu einem oder mehreren «fernen bezeichnet der Winkel den jeweils nächsthöheren Dienstgrad. Der Rerchs- irbeitsdienst hat den Winkel als Rangabzeichen amDrillichrock eingeführt. Einfach kennzeichnet er den Vormann, mit einem «kern den Obetvvrrnann. mit zwei Sternen den Sauptvotmann u m. Bei der TO wird der ein- bis dreifache Winkel auf dem rechten Oberarm getragen und kennzeichnet die unteren Dienstgrade In chmalet und kleiner Ausführung tragen ine sogenanntenBlitz­mädel" den Winkel, je nach ihrer Dienststellung ein- oder mehr­fach auf dem linken Oberarm. Die Kriegsmarine verwendet - ab­gesehen von den Abzeichen des Gefreiten den Wtniel auch bei Maaten und Matrosen. Einen besonders reich verzierten «tlbet- winkel trägt seit ihrer Gründung die Werkschar der «chlreh- ltch erscheint der Winkel noch bei den Beamten der Retchsbahn- Sdfiffahrtslinien und beim Oftrninlsterium auf feinen braunen Uniformen, sowie bei den Stmtstrdgern des Reichsluftschutzbundes 5o hat der Winkelnder von 1870 bis 1918 tn Deutschland fast ganz vergeffen war, letzt weitgehende Bedeutung erhalten.

Heimkehrer

Bon Willi Schäferdiek

Vom Verfaffet der in Wiesbaden uraufgeführten .Komödie einer Republik". (Die Schriftleitung)

Sie waren and're, als fie ausgezogen gehärteter, verwandelt und gereift. Was dumpf einst treibend auf des Blutes Wogen nun war es Klarheit, die der Geist begreift

Das grobe Schicksal hatte sie gewogen und alles, was noch unklar, ab gestreift der (Eifengriff des Krieses sie erzogen, bis fie im Chaos bann Gott selbst gestreift

-Klirr tragen sie das Siegel der Erwählten bas von den Ängsten dieser Welt befreit und Macht erhielt auch über Schmerz und Leid

3tun waren sie die Schlacht- und Todgestähltei die neue Welten heben an den Tag als deren Schmied zugleich und Sammerschlag

Bleibende Erinnerung an den Ehrenkaz

Die Eltern der Vierzehnjährigen werden den 28. März als einen besonderen Festtag der Familie ausgestalten, tote und ihre Kinder wiffun ja, welche entscheidende Wende dieser Tag im Leben der Jugend darstellt. In vielen Orten ist es bereits ein schöner Brauch geworden, auch die Wohnungen und Türen mit Tannengrün zu schmücken. Ganz abgesehen von die­sem äusserlichen Rahmen werden die Eltern dbnach trachten, ihrem Jungen ober ihrem Mädel ein Geleitwort für den Lebensweg als bleibende Erinnerung und Mahnung an die Verpflichtung mitzugebeo Oft bedarf es keineswegs eines Vnchgesyenkes obe; einer anberen festlichen Gabe, der Feldpostbrief des Vaters em Spruch von der Hand der Mutter, ein Stück aus Familienbesitz ein schmales Buchbändchen, das den Ettern selbst lieb geworden war, sie können dem Jungen oder Madel viel bedeuten Und wte'sie gegeben werben, barouf kommt es an'

- Mainz, 25. März. Sn der Hans-Schemm-Schule fand am Dienstag eine R a t s h e r r e n s i tz u n g statt, die erstmals von dem neuen Oberbürgermeister Ritter geleitet wurde, ber übet die Pflichten des Siadtoberhauvtes und der gesamten Verwaltung sprach und die Versicherung abgab, dah alles getan werde, um die Bevölkerung zu entlasten und wieder ein schönes Mainz zu schäften. Dr. Wörth unterstrich im Namen der Ratsherren ine Bereitschaft zur pflichttreuen Mitarbeit.

- Frankfurt a. M.. 25. März. In Sachsenhausen fiel ein Lokomotivführer von der Maschine wobei er sich Prellungen am Rücken Kopfverletzungen und eine Gehirnerschütterung wog. Sn einem Betrieb im Ostend wurde ein Arbeiter von einem eisernen Träger getroffen, der ihm die Fühe zerschmet­terte Sn Sachienhaillen wurdetne Frau von der Straßenbahn überfahren. Sie kam mit inneren Verletzungen tn das Kran­kenhaus. Der Storch ist in sein Nest in Heddernheim mit lautem Klappern eingezogen.

- Bad Hamburg. 25. März. Ein Metzgerlehrttng lieferte eine zeitlang m ar kenf r e ie s F l e isch, Speck und Wurst. Es waren jeweils nur kleine Mengen, für die er Bargeld und Zigaretten be­kam Als fick herausstellte, dah der Lehrling die Waren seinem

Meister gestohlen hatte, ergab ,ich. für seine Abnehmer, wie ver fehlt es war. sich solche Sachen hintenherum zu besorgen. Die Ab nehmet tarnen unter Anklage wegen Hehlere i und Bei geben-- gegen die Verbrauchsregelungsstrafoerordnung. Das Amts gericht Frankfurt am -Main verhandelte jetzt drei Fälle und uetu: teilte zwei dem Gaftwiitsberuf angehörende Angeklagte zu ie : Monaten Gefängnis und eine Privatperson anstelle einer ver­wirkten Freiheitsstrafe von einet Woche zu 50 RM Geldstrafe.

--- Bad Dürkheim, 25. März. Auch ber Pfälzer 1942er ift gut geraten. Der zweite Abstich wird ihm noch die lebte Politur geben und dann wird er sich den besten Sahrgongen dieses Jahr­hunderts getrost ebenbürtig an die Seite stellen können. Nach An­sicht guter Weinkenner unter den Winzern sind manche Lagen besser ausgefallen als die oualitatin hervorragenden Jahrgänge 1933 und 1937. Leider ist es. mit der Quantität des 1942ers schlecht bestellt die Ausfälle an Reben sind doch erheblich.

= Limburg. 25. Marz. Mit dem Deutschen Kreuz tn Gold wurde ausgezeichnet: Hauvtm. u. Btls.-Kommandmtr in einem Panzer-Gten.-Rgt. Willi Bavst, Holzheim (Unterlahnir.). : u in einem hiesigen Lazarett

X Tiez. 25. März. In Lindonholzhausen hantierte ein oian tiger Junge mit einer A x t und brachte sich eine fchwerc Ver­letzung an der linken Hand bet. Der Junge muhte dem Kranken Hanse zugeführt werden

Der zwanzigjähti war schon ' ~

mäßige Arbeit konnte er sich nicht gewöhnen. -Nachdem er schon zweimal wegen Diebstahls und einmal wegen Arbeitsverweigerung zu Freiheitsstrafen verurteilt worden war, begann er im No­vember 1942 fortgesetzt Einbrüche in Luftschutzkeller in Reckling­hausen und Herne. Er stahl aus diesen Lebensmittel, Spinn­stoffwaren usw. Das gestohlene Gut brachte er zu Dirnen in Bochum, die es ihm abkauften. Die Hauptoerhandlung vor dem .Dortmunder Sonderaericht ergab, daß R. bis Anfang 1943 min­destens zwölf Diebstähle, hauptsächlich Kellereinbrüche, verübt hat.

Das Sondergericht verurteilte R. als gefährlichen Gewohnheitsverb recher zum Tode. Die Allgemein­heit hat einen Anspruch darauf, vor solchen Elementen geschützt zu werden, und Volksgenossen, die mit Rücksicht auf die Fliegergefahr wertvolle Kleidungsstücke, Lebensmittel usw. in ihren Kellern aufbewahren, können mit Recht vom Staat erwarten, daß gegen diejenigen, die sich die kriegsbedingten Verhältniffe zunutze machen, mit schonungsloser Härte vorgegangen wird

Das Urteil ist bereits vollstreckt.

Bei Berufsantritt bereits Schulentlassung Ende März

Trotz des tn diesem Jahr spät liegenden Ostertermtns können die zur Schulentlaffung kommenden Jungen und Mädel, die in das Berufsleben übergehen, schon am 1. April die Lehre be­ginnen. Der Reichserziehungsminister bat nämlich angeordnet, dah beim Übergang in die Berufe die Schulenilastungen schon Ende März vorzunehmen find.

Auch neue Erzeugnisse unter Preisstop. Der Reichstommisiar für die Preisbildung weist auf folgendes hin: Das Prers- erhöhungsverbot der Preisstoppveto r d n u n g gilt nicht nur für den Preisstand am Stichtage selbst, sondern lausend für jeden auch später berechneten Preis. Für die sogenannten neuen Erzeugnisse bedeutet das zum Beispiel, haß der für das neue Erzeugnis erstmals berechnete Preis jedenfalls nicht überschritten werden darf. Auch bei Kosten­steigerungen für die weiteren Lieferungen dieses Erzeugnisses bart eine Überschreitung des erstmals dafür ermittelten Preises nicht erfolgen. Die Erhöhung eines jeden feit 1936 berechneten Preises ist demnach verboten und bewilligungspflichtig, es sei denn, dah dieser Preis später in zulässiger Werse erhöht worden ist oder erhöht wird, zum Beispiel Preise, die auf Grund einer Ausnahme­bewilligung erhöht wurden.

Wer bekommt eine Hausgehilfin? Der Generalbevoll­mächtigte für den Arbeitseinsatz hat im Einvernehmen mit der Reichsfrauenführung bezüglich der Zustimmung zur .Begründung und Lösung von Lehrverhaltniffen in der Hauswirtschaft folgendes angeordnet: Die Arbeitsämter weisen Lehrstellenbewerberinnen nur an Lehrhaushalte zu. Die Anerkennung der Haushalte als Lehthaushatt ist Aufgabe des Deutschen Frauenwerkes, Abteilung Volkswirtschaft. Die Entscheidung, ob es sich um einen Lehrhaus­halt handelt, trifft-im Einzelfalle die zuständige Krersstelle des Deutschen Frauenwerks. Den besonderen Bedürfniffen der hauswirftchaftlichen Berufserziehung entsprechend, bittet der Gene­ralbevollmächtigte die Arbeitseinsatzstellen, die Zustimmung zur Lösung eines solchen Lehrvertrages nur nach Anhörung des Deut­schen Frauenwerks zu erteilen.

Bergwacht schützt das Edelweiß

Reichsstratzensammlung als Förderer des Naturschutzes

Im Rahmen der letzten Reichssttaßensammlung dieses Winters werden Blumen verkauft, die unter Natur­schutz stehen.

Die "zehn bunten Blumen, die jetzt bei der letzten Reichssttaßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk rmn Ver­kauf kommen, sind eine kleine Auswahl aus der grohen Zahl der Pflanzen, die in Deutschland unter Naturschutz stehen. Sie alle tragen kleine Schilder mit unterschiedlichen Aufschriften.Unter Naturschutz", steht zunächst daruf, darunter entweder der Vermerk Sandel verboten" oderPflücken verboten". Damit ist gleich für jeden, der mit dem Gebauten des Naturschutzes nicht vertraut in. ein wichtiger Hinweis gegeben: Es gibt Pflanzen, die unter voll­kommenem Naturschutz stehen und andere, die nur 3um Teil ge­schützt sind. Der Grund dafür ist sehr einleuchtend. Nehmen wir als Beispiel- das Leberblümchen. Es ist in vielen Gegenden Deutschlands noch reichlich vorhanden, und es schadet darum, nichts, wenn sich der Blumenliebhaber ein kleines Sträußchen davon pflückt Anders aber wäre cs, wenn sich der Sandel dieser Blumen bemächtigt denn dann werden sie sofort in grobem Stil gepflückt, und bas bedeutet eine Gefahr für die vorhandenen Bestände.

Unter vollkommenem - Naturschutz stehl zum Beispiel dap Edelweiß, das zwar in manchen Gegenden der Aloen noch reichlich vorhanden, in anderen aber schon sehr selten geworden ist. Bei der weißen Seerose ist es nicht so, daß die Bestände durch das Pflücken gefährdet wären. Aber die Seerose gehört untrenn­bar zum Bilde der deutschen Gewässer, und darum muh sie auch in ihrem Reichtum geschützt werden.

Nur wenige machen sich eine klare Vorstellung davon, wie der Naturschutz überhaupt orattisch durchgeführt wird. Der Direktor der Reichsstelle für Naturschutz, Dr. Klose, erzählt, daß die An­regungen, bestimmte Pflanzen in bestimmten Gebieten unter Naturschutz zu stellen, meistens von Botanikern aiisgeht, oft aber auch von Laien, von Naturfreunden/ denen das Settenwerden be­stimmter Pflanzen auffällt. In den Alvengebieten fällt der Berg­wacht eine wichtige Aufgabe im Naturschutz zu, die nach dem Kriege voraussichtlich noch ausgebaut werden wird.

Freilich kann man nicht jede einzelne Pflanze, deren Art viel­leicht durch Ausrottung bedroht ist, bewachen lasten. Darum ist hier die Mitarbeit des gesamten Volkes von größter Wichtigkeit, ünd es ist außerordentlich wertvoll, daß durch die Reichs- st r a h e n s a m m l u n g ber Gedanke des Naturschutze s. an unser ganzes deutsches Volk hcrangetragen wirb. Denn ber cinn allen Naturschutzes liegt ja batin, bie Pflanzen, bi# in ihrem Artbestand bedroht find, zu schützen, und dazu muh jeder einzelne beitragen. Die vollkommen geschützten Pflanzen dürfen weder be-

Ooch Sonderzuteilung für Kajk

Wre eine soeben herausgegebene Bekanntmachung des Reichs­nährstandes besagt, erlaubt es die Ernährungslage doch, daß die Sonderzuteilung ttwn Käse auch im 48. Zuteilungszeit raum er- folgen kann. Auch im 48. Zuteitungszeitraurn erhalten also alle Verbraucher eine Sonderzuteilung von 62,5 Gramm Käse.

- Buntes Kabarett. Soldaten, alle an bet gtoiti gerne,en. haben sich nach Verwundung oder Krankheit als Genesende zu einer kleinen Kütrstlergemeinfchast zulammengefunden und wett- efterten in der Unterhaltung am Mittwochnachmittag und -abend im Paulinenschlößchen. Ein recht, guter Besuchi bei: Setanjtaltungen wirb bem KW SW. erfreuliche Einnahmen zugesuhrt haben. Die Ansage besorgte Alfred Lehner vom Relchssender Wien nett und witzig und erntete besonders mit seiner Imitation von Theo Lingen und Sans Moser tn einem köstlichen Zwiegespräch leb­haften Beifall. Jupp Traxel (Stadttheater Mainz) lang mit weichem Schmelz bekannte Lieber aus Operetten, die einen Sturm ber Begeisterung entfachten. Ein reizender Sketsch in einem Ge» richtszimmei, bei dem ber stumme Angeklagte tn schlagfertiger musikalischer Form die Fragen beantwortet, die man ihm wegen Verführung eines Mädchens stellt, cm Geiger, der sich Duell und sicher in alle Herzen spielte. Sonnt tochaN -> vom «yrtiitfurtci Sender, die in ihrem blühenden Sopran mit Liedern von bei Liebe erfreute, bas alles rollte am laufenden Band der Froh lichkeit und llntcrhaltsasttkeii ab. Die jugendliche Mattannc Äugel vom Kabarett ber Komiker Berlin zeigte sich se»anbi unb vielseitig, erst in akrobatischen Tänzen, bann fang unb steppte sie in einer reizvoll ungekünstelten Art Den Besch uh machten zwei musikalische Clowns K a unb to ch a, die Derblunenb unb gefuhb voll wirkende musikalische Dinge getotdt entführten Gtn fleißige- Soldatenorchester spielte schmistige Wersen unb rundete die Gesamt, oeranftaltung. ber Karl Jung, Nationalthcater Mannheim, am Flügel ein zuverläßlicher Begleiter war, zu einem schonen, bei­fallfreudig aufgenommenen Erfolg. A. vi.

DasSB. T." gratuliert. Herr Adam Schmitt, Dotzheimet Strahe 83, begeht am 26. März feinen 80. Geburtstag.

Kranlenhausvflege für Mutter und Säugling. Der Reichs- arbeitsminifter hat in einem Bescheid klargesteltt, daß die Kranken­kaste die Krankenhauspflege für Mutter und Säugling 8u letften bat. Die Krankenkaste, so heiht es in dem Bescheid, dte für eine erkrankte versicherte Wöchnerin Krankenhhausvflege tm Rahmen bet Wochenhilfe ober als Krankenhilfe ungeordnet hat, muh auch die Kosten der Verpflegung des Neugeborenen tragen. Die Bei vflegungskosten fallen der Krankenkaffe ferner zur Lach wenn dte Wöchnerin nicht selbst bei einer Ktankenkaffe versichert ist. sondern Ktankenhausvflegc aus Fainilienwochenhilfe oder Fannlienktan kenhilfe gewährt wird. Sieht in diesem Falle die Kastensatzung nur einen Zuschuß vor, so erhöht er sich für das Neugeborene. Em sprechend gilt, wenn ntdjt bie Wöchnerin selbst, sondern bas Neu geborene erkrankt ist. die Wöchnerin aber zu einer Stillung unb Wartung mit in bas Krankenhaus auf genommen werben mußte.

itt schuld".

__ rusatzlleiderkattc für Jugendliche. Das Städtische Wirt- iebaftsamt oeröffentliifit in unserer heutigen Ausgabe eine Be­kanntmachung über die Ausgabe von ZusatzUetdettarten an ugenbltAe Im Interesse einer reibungslosen Abfertigung ist es hängend erforderlich, baß die Antrag,teller sich an die oorge- ichtiebene Buchstabeneinteilung hatten.

__Bebmi Rücksicht aus Beinverletzte! 3n den bunt len ctta= Rett können sich unsere Verwundeten begreiflicherweise nur schwer bewegen WZrend der Dunkelheit muh das Publikum daher auf den Gehwegen jede erdenkliche Rücklicht nehmen, um auf diese Weise den Verwundeten während bet Behandlungsbauer ober der beruflichen Umschulung durch die Wehrmacht etn Gehen mit -stücken und Stöcken zu erleichtern. Die Anfettigung der Kunst- atteder beansprucht längere Zeit, bis dahin muß ber Verwundete nch aut seine Krücken verlassen können.

burih andere auszuweichen, wird ber untere Teil ber -rocke unb Krücken mit Leuchtfarbe gestrichen. Alle Fußgänger wetden ge- beten darauf zu achten, und wahrend bet Dunkelheit ben Setn- vetletzten Ezuweichen Ebenso dürfen auch die Armoerletzten oder in anderer Att körperlich behinderten Le^undeten beim Platznehmen in den Verkehrsmitteln, Theatern, Ltchttpielhausern oder Gaststätten ein Sichbescheiden des Publikums als selbstvet- ständttche Pflicht erwarten.