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Wiesbadener Taablatt

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$tud und Verlag: L. Zcheueuverg iche Vuchdruilere», Lauggane Rr. -l <ragblatt»Haus>

91. Iahrgaag

Freitag, 19. März 1943

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VerLandlungen Edens in amerikanische Senator Sish. sollten von der britischen R<

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Angriff und Abwehr im Osten

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Alle Kraft für die kämpfende Front!

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Halbheiten sind untragbar

Ein Entschluß, hinter dem nicht der ungeteilte Einsatz­wille steht, trägt den Mißerfolg bereits in sich. Eine Erfah­rung, die wir in unserem privaten Leben oft genug machen mußten. Ein Mensch, auf den kein absoluter Verlaß ist, taugt nicht zum geschäftlichen Partner, weniger noch zum \ Freund. Halbheiten sind stets ein Übel. Völlig untragbar aber werden sie, wenn eine Nation wie die deutsche heute zu ihrer härtesten Bewährungsprobe an tritt Darüber müssen wir uns klar sein, gerade jetzt, wo die düsteren Wolken, die über dem Osten lasteten, sich auf zuhellen beginnen. Sicher, die Winterkrise das dürfen wir nach der letzten Entwicklung sagen ist überwunden Das aber ist wirklich kein Grund, einen unmotivierten Op­timismus, oder gar ein Nachlassen in unseren Anstren­gungen zu dulden. Ging es doch bei Verkündung des totalen Krieges nicht hur um die Meisterung einer plötz­lich auf getretenen gefährlichen Lage, nicht einmal in erster Linie um die Vermeidung ähnlich kritischer. Zuspitzungen, sondern um die Vernichtung des Bolschewismus und seiner plutokratischen Komplizen. Und diese Aufgabe ist, auch nach der Rückeroberung Charkows, nach dem Scheitern des sowjetischen Stoßes in die Ukraine, nicht leichter geworden. Sie verlangt den ganzen, test- und lückenlosen Einsatz des deutschen Volkes. Wie unsere Sol­daten aus einer unsagbar harten Defensive zur Offensive übergingen, der Schwung, mit dem sie dieses, zu allen Zeiten schwierigste Problem der Kriegführung lösten, ent­hüllt den ungebrochenen Mut, den eisernen Glauben der feldgrauen Kämpfer an den Sieg. Itrie Taten, fern von allen Halbheiten, sind uns Vorbild und Aufruf. Sie befeuern unsere Energie, unseren Willen, noch mehr zu leisten, noch zäher und unermüdlicher zu arbeiten. Wo sie ihr Blut opfern, wollen wir mit unserem Schweiß nicht sparen. Zu keiner Stunde soll es ihnen an Muni­tion und Waffen mangeln und jeder Zug, der mit Versor­gungsgütern zur Front rollt, soll unseren Soldaten sagen; Euer Glaube ist der Glaube der Heimat, die keine Halb­heiten mejir kennt. Unser aller Glaube ist der Sieg!

Heinrich Karl Kunz.

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Kollektive Sicherheit - gegen wen?

. Pon Wilhelm Ackermann

Die Überlegenheit der deutsche» Truppen

Charkow begnügt, sondern den Vorstotz in breiter Front nach Osten fortsetzt.

Die Bolschewisten ihrerseits haben immer noch nickt dre Absicht ausgegeben, doch noch an irgendeiner Stelle der Oit front durchzubrechen.. Jetzt haben sie sich wiederum den Raum südlich O r e l ausgesucht und dort mit starken 2» fanterie- und Panzerkräften erneut angegriffen. Durck die hervorragende Haltung unserer Truvven und durch das tat­kräftige Eingreifen der Luftwaffe konnten alle diele An griffe blutig abgeschlagen werden. Wenn der OKW.-Bericht mitteilt, datz allein in diesem Kamviabschnitt 116 Panzer vernichtet worden sind, so beweist dies die Härte der Kämpfe und die Erötze des Aufwandes auf der anderen Seite. Line weitere Druckstelle des Feindes ist der Raum südlich des Jlmen-Sees. wo die Bolschewisten seit Tagen mit starken Kräften bei Staiaia Russin durchzubreLen suchen. Hier beschränkt sich der OKW.-Bericht vom Donners tag auf die kurze Feststellung, datz der (segnet immer wieder vergeblich gegen die deutschen Stellungen anrannte.

Wenn man bedenkt, daß die deutschen Erfolge in An , griff und Abwehr immer wieder gegen weit überlegene Massen des Feindes an Menschen und Material erzielt werden, dann bekommt man einen rechten Begriff von der Erötze der deutschen Leistung. Sie ist nur möglich, weil der deutsche Soldat aller Dienstgrade und Waffen gattungen mit äußerster Hingabe in diesem schweren Kamvf t»t Osten seine Pflicht tut. weil er für eine hohe sittliche Idee kämpft, roeil er eine tadellose militärische Ausb'lbnng besitzt und weil die Heimat ihm gute Waffen zur 93er füguna stellt. Durch diese gemeinsame Anstrengung von Front und Heimat allein wird der Weltfeind Bolschewismus eines Tages zu Boden geworfen werden

Der Besuch des britischen Außenministers in WaMngtr», über dessen eigentlichen Zweck sich die Weltöffentlichkeit noch hen Kaps zerbricht, zumal, er sich auf nicht weniger als 14 Tage erstrecken soll, hat einigen amerikanischen Blättern An- lab gegeben daran zu erinnern, datz Mister Eden der, her­vorragendste Vertreter des Gedankens der kollektiven Sicher­heit gewesen sei. Und sie knüpfen daran die Vermutung seine Anwesenheit in den Vereinigten Staaten biene der Wiederaufnahme dieses Gedankens und der Anbahnung seiner Verwirklichung, diesmal unter führender Mitwirkung der USA. Um diese Dinge heute noch richtig zu verstehen und zu würdigen, mutz man schon fast einen kleinen histori­schen Vortrag halten; denn angesichts des längst kollektiv gewordenen Krieges ist den Völkern die Erinnerung an das seinerzeitige Edensche Friedenspatent ziemlich verblaßt Aber wenn man in jene Tage von Genf in den Jahren 1937/39 zurückgeht, dann ergibt stch als heute doppelt in­teressante Tatsache, daß dort damals die Anfänge der englisck-bolschewistischen Freundschaft lagen Auf dem Parkett des Völkerbundssaales fanden. sich die Herzen Edens und seines Moskauer Kollegen Litwinow zu­einander. Der Bolickewist. in der neuen und ungewohnten Umgebung zunächst noch etwas unsicher, wurde von dem Briten eingeführt und betreut, ja. man kann sagen, gema­nagt. Und er erwies stch dann dafür erkenntlich, tnbem er der britischen Außenpolitik seines Freundes Eden die Mos­kauer Unterstützung, zur Verfügung stellte. Das geschah tm javanischen, tm italienischen und im spanischen Fall, obwohl es beim letzteren zweifelhaft sein konnte, wer von den bei- den. London oder Moskau, dabei der Unterstützte oder der Unterstützende wär. 2m Fall der Angliederung Man dsLukuos an Japan war freilich zweifellos auch ein gemein; James englisch-bolschewistisches Interesse vorhanden, znmai die Übergriffe und. Zusammenstöße an der sowietlsch mandschurischen Grenze wiederholt zu stark zugeipitzten Situationen führten. Dagegen war die bolschewistische Be

Englands Verrat an Europa

Eindeutige Bekennttüffe für die Auslieferung au den Bolschewismus

gemzui Sammel-gti. 69631 Drahtanschrift: Zagblan, HBteebaCen PoktichsLonlo. yraturuct a. M. 7405 Bezugsvrene güt einen Monai RM 1«- einschließlich des Trägerlobnes Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.85, zuzüglich RM 0.86 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Bei Behmoerunp der Gitterung infolge Eintreten» höherer Sewav besteht kein Ansoruch auf Rückzahlung des Bezugsoreiles

Lichenlaub nach Heldentod verliehen

ic Mörz Der Führer verlieh dem am 22. 2. 43 an der Spitze seines württemberg-badischen JSger-Batailtons ge­fallenen Oberleutnant d. R. Josef Kult als 212. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen ^^Oberleutnant Kult zeichnete stch durch vorbildliche Ovferbereit- schaft und überlegene, wendige Kamvsesfuhrung aus. Am uno iZ Februar griffen di« Bolschewisten mit starken Kräften am Ku- ban-Brückenkovf an und vermochten- an einzelnen Stellen tn bem unübersichtlichen Gelände der Borberg- des Kaukasus örtlich m Sie deutschen Stellungen einzudringen. 2» harten Kämpfen wurden aber di« Sowjets unter blutigen Verlusten zuruckgeschlagen Am ersten Angriffstag bereits fand Oberleutnant Kult an der Srntze seiner Jäger den Heldentod. Josef Kult wurde am 20. L 1812 als Sohn des Bauern Jakob K, in Deilingen bei Svaichingen fWürttemberg-Hohenzollern) geboren. Nach dem Besuch der Le^er- Bildunasanstalt in Schwab.-Hmund war er zuletzt als Bolksschul- ^hrer fn Urlau bei Wangen im Allgäu tätig. Er ist der erste Er­zieher, der mit dem Eichenlaub i»m Ritterkreuz ausgezeichnet wurde ,

Neue Ritterkreuzträger des Heeres

Berlin, 18. Mörz. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des EK. an ff-Obersturmbannführer A. Zeh e n d e Kommandeur eines ff-Kavallerie-Regiments: Hauptmann d. R. Wilhelm Borch er,t. Bataillonsführer in einem Grenadier-Regiment: Hauptmann Wit- nelm Pohlmann, Führer einer Kampfgruppe in der Jnf -Div. Großdeutschland": Oberleutnant Seinr-Otto F a b, a n. Batatll.- Führer in einem Grenadier-Regiment: st-Ob-rscharfuhrer Hermann Dahlke. Zugführer in einem Panzer-Erenadier-Regiment der F-Panzergrenadier-DivistonLeibstavdarte-ff Adolf Hitler

as. Berlin. 19. März. (Eig. Drahtberickt unserer Berliner Echristleitung.) Eine sehr passende Begleitmusik zu den ~ Washington liefert der ll».-

. der erneut forderte, die USA.

-legierung auf Grund des Packt- und Leihsesetzes alle britiscken Inseln von, den Bermudas bis zur südamerikaniscken Küste verlangen, damit die USA. dort Land-. Marine- und Luft­stützpunkte errichten könnten. Diese Forderung wird , von amerikanischer Seite nicht zum erstenmal erhoben, ete ist zwar kennzeichnend für die imperial istis.che Pol rtrk Washingtons, doch dürfte sie kaum geeignet fern, die gegenwärtigen britisch-amerikanischen Verhandlungen zu er­leichtern. in denen nach englischer Darstellung auch noch tue Differenzen in Nordafrika, das U-Bootvroblem und auch andere Probleme behandelt werden, die mit der vorge­nannten Atlantik-Eharta zusammenhängen. alles Fragen.

die äußerst heikel sttü>. . ,

Dabei kann es schon heute feinem Zweifel mehr unter­liegen. daß man die Atlantik - CH art a längst zum alten Eisen geworfen hat. Die weinerlichen Klagen der polni­schen Emigranten beweisen erneut, daß in London heute niemand mehr an das Selbstbestimmungsrecht der Volker und an die territoriale Unversehrtheit der verschiedenen Länder glaubt. London bat seine Wahl vielmehr in ganz anderer Richtung getroffen und bat Europa an den Bolsche­wismus ausgeliefert und auch englische Zeitunasartikel lassen gar keinen Zweifel daran, daß man bte Atlantik-Charta längst in den Pavierkorb versenkt hat. Die, Haltung Ug­lands ist ja so eindeutig, datz auch, wie wir gestern schon berichteten, stch amerikanische Zeitungen zu der Feststellung bemüßigt sahen, daß stch England hinsichtlich aller euro- pjschen Angelegenheiten definitiv an die ©ettc her Sowjets gestellt und beabsichtigt feine europäische Politik letzt und in der Zukunft auf seine. Beziehungen mit den Bolsckewlsten zu arfinben. Wenn fick dieser vatz tn der ..New Dorf Times findet so wird damit von unverdächtiger Seite noch einmal die Auslieferung Eutovas an den Bolsche- n> i 5 m u s. d. h. wenn es nach englischen Wünschen ginge, be= »tätigt. Genau wie in England, so bekennt man stch auch in den Dominien immer eindeutiger zu bem, Zusammengehen mit der Sowjetunion. Überall dori. wo bisher noch keine divlomatiscken Verbindungen zu Moskau bestanden haben, sind sie inzwischen ausgenommen roorben und ehenfo rote tn London, hat man ia auch in ben ;S)omtnten lemerzeit sehr be­geistert ben Tag de; bolschewstischen Arm« gefeiert. Um nun auch noch den letzten Zweifel an der Haltung der Do-

Weiter im Zeichen schwerer Kämpfe

EPS Die Schlacht im Raume von Charkow ist.jetzt schon seit vielen Tagen im Gange. Sie bat sich neuerdings bis auf das Gebiet nordwestlich Kursk ausgedehnt so datz sich die deutschen Truvven. wie der OKW.-Bericht vorn Donnerstag meldet, auf einer Frontbreite von mehr als 200 Kilometer im Angriff na 6 Oft en bertnben. Die Bolschewisten versuchen mit ihrer bekannten Taktik von Ab­schnitt zu Abschnitt Widerstand zu leisten. Sie fuhren ans ben Nachbarabschnitten immer wieder neue Kräfte heran, um die zurückweichende Front zu stützen. Schon wiederholt konnte gemeldet werden, datz diese Eegenangrifie blutig zu­sammengebrochen stnd. und datz ganze feindliche drormattonen habet aufgerieben wurden. So haben stck die Kampfe tn diesem nördlichsten Abschnitt der südlichen Ostfront für bte Bolschewisten besonders verlustreich gestaltet. Der OKW.- Bericht vom Donnerstag weist gleichfalls auf bte schwierigen Geländeverhältnisse bin. bie sicherlich noch burih bte Wttte- rungsumftänbe verschlimmert werben. Trotz bieser Hem­mungen haben bte deutschen Truvven bisher stets ihre Tagesziele erreicht, mit anderen Worten, der Angriff schreitet vlanrnäßig vorwarts. War schon die Wiedereinnahme von Charkow durch die deutschen Truvven für untere Gegner, namentlich für die Etavvenkrieger tn London und Washington, der Anlaß zu einer ttetgehenben Beunruhigung, so wird stch diese trübe ©em.utsftimmung nur noch verstärken, roenn man dort gewahr wird, datz bte deutsche Führung sich nicht mit her Wiedereroberung von

Glückwunsch des Reichsmarschalls

an Grnpvenkommandeur Nord mann

«ttliti. 19 März. Der Reichsmarschall sandte an Oberleut­nant Theodor Nordmann. Eruvvenkommandeur tn einem Siurzkamvsgeschroader. zur Verleihung des Eichenaubs-zum Ritterkreuz des (Äsernen Kreuzes folgendes Glückwunschtele­gramm:

Lieber Nordmanv kühn und draufgängerisch haben Sie in vielen hundert Einsätzen den Feind vernichtend getronen. Ich be­glückwünsche S'e zu der Ihnen vom Führer verliehenen hohen Tavferkeitsauszeichnung. Kämpfen Sie. Soldatengluck be­günstigt -weiter so1 als einer meinbr erfolgreichsten und bewähr­testen Stuka-Flieger. Reiches

und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Freimachung von Arbeitskräften

Stillegungs- und Bereinfachungsmatznahmen der NSDAP.

Berlin, 18. März. Die Nationalsozialistische Parteikorrespon­denz meldet: 3m Reichsversügungsblatt der NSDAP, erscheinen einige Anordnungen des Leiters der Parteikanzlei, Reichsleiter Bormann, über Stillegungsmaßnahmen der Partei bei mehreren angeschloffcnen Verbänden. So werden z. B. das Hauptamt für Beamte mit den Eau- und Kreisämtern für Beamte und der Reichsbund der deutschen Beamten, das Haupt­amt für Erzieher mit den Eau- und Kreisämtern für Er­zieher und der R S. - L e h r e r b un d stillgelegt. Der Reichsbund deutsche Familie stellt ab sofort seinen Beitragsabzug ein. Die weitere vermögensrechtliche Verwaltung dieser Verbände regelt der Reichsschatzmeister. Die NS.-Nolkswohlfahrt, die NS.-Kriegs- opferversorgung und der NSD.-Ärztebund legen einen großen Teil ihrer Verwaltungsarbeit still.

Durch diese Maßnahmen werden Arbeitskräfte und Arbeitsmittel f r e i g e m a ch t. die für Aufgaben der Reichsverteidigung eingesetzt werden. Andererseits bedeuten ste auch eine Vereinfachung und Konzentration der Parteiarbeit tm Kriege, da die in den angeschlossenen Verbänden hauptsächlich ehrenamtlich tätig gewesenen Mitarbeiter sich nunmehr für andere vordringliche Krtegsarbeiten de.r NSDAP, zur Verfügung stellen können. ---------

5m englischen Oberhaus teilte Lord Etandorne ans eine An­frage mit, daß der Ausschuß für die ,Aati-ll-Boot-Kriegsführnng" seit seinem Bestehen regelmäßig einmal wöchentlich znsammenge- treten sei. Bisher seien 20 Sitzungen abgehalten worden, an denen auch die Amerikaner Stark und Harriman tcilnahmen. (Das Ergebnis hat den Erfolgen unserer U-Boote keinen Eintrag tpn können. Schriftltg.)

USA.-.Zreihett" an Martinique demonstriert

, «iso, 18 März. In den Bereinigten Staaten mehren sich die offenbar von höherer Stelle inspirierten Stimmen, die eine s o - kort ia e Besetzung Martiniques fordern. So schreibt New Port Post" in einem Leitartikel, datz die USA. nach die,em unter feindlicher Herrschaft siebenden Territorium umgehend Truppen enfenben mühte. Man habe zunächst versucht, durch eine .^freundschaftliche Politik" den iranzosischen Admiral Roberl auf bie Seite der Vereinigten Staaten zu riehen. Da dies nicht ge­lungen sei. habe man die Blockade burchgeführi. Man habe «- wartet, wer zuerst Hungers sterben werde, der DiktatorRoberi ober die Bevölkerung. Jetzt hoffe man. datz es Etraud Sehnsen werde. Robert aus dem Wege zu raumen. Wenn auch dies erfolglos bliebe, müßten die USA. energisch etngieifen. um bte ..Sebioüung aus Martinique su beseitigen. Das nort>mnettlatit|$e Blatt betont übrigens in diesem Zusammenhang, daß Martinique ..tn bte Plane be Gaulles und Straubs nicht eingeschlosien sei. und gibt damit -u, datz bv USA. mit einer eventuellen Besetzung der französischen karibischen? Insel nur bte eigenen Interessen wahrnehmen mürben.

ntinien zu nehmen, erklärte der südafrikanische Arbeiis- minister Mabeley auf einer Versammlung tn Kapstadt, bte Hoffnung, daß biesowjetische Staatsform1 nach Beendigung dieses Krieges einen nachhaltigen Einfluß auf bte übrige Welt ausübe fei durchaus berechtigt und sagte bann weiter: Ich blicke nicht voller Schrecken auf eine Durchsetzung der Welt mit bolschewistischen Ideen, vielmehr mürbe ich es be­grüßen und ick wünsche sogar, daß eubarrtta und das britische Empire Anregungen. Wissen und Rat aus ben .Er­fahrungen ber Bolschewisten schöpfen". Das. ist ein so em - beutiges,^Bekenntnis zum Bolschewismus, baß man es schlechterdings nicht überhören kann.,

DieChicago Tribüne glaubt auf Grund solcher und ähnlicher Bekenntnisse ihren <Mern die Teilung der Welt folgendermaßen begründen zu können. In Eu r o v a soll bie Sowjetunion herrschen, von Englanb unterstützt. Aus diesem Teil ber Welt soll sick bie USA. heraushalten, bte »ch bafür im Pazifik schadlos halten soll. Der, Dollar- Jmverialismus und der Bolschewismus sollen also die Welt beherrschen. England soll lediglichbie Brücke zu der Sowjetunion und den USA." bilden, rote schon tn ber Lon­donerTimes" zu lesen war.

Schon bie ewigen Klagen der US.-amerikanischen Presse, daß man im Pazifik gar nickt roeiterlomme und nichts.tue, während Japan die größten Anstrengungen macke, zeigen ebenso genau, rote die Frontstellung Europas gegen, den Bolschewismus, daß alle derartigen vluiokrattsck'-bolscke- wistischen Weltverteilungsläne nickt das Pavter wert find, aus dem sie verzeicknet wurden. Für die verbrecherische Politik Washingtons. Londons und Moskaus, von betten immer einer ben anberen über bas Ohr bauen mochte, aber sind sie kennzeichnend.. .

Im Zusammenhang mit ben Eben-Bespiechungen inWashington sind in ber englischen unb amerlkanlicken Presse lange Erörterungen entstanden über bie künftig etn- zuschlagenbe Politik. Dabei banbelt es sich aber, wie immer wieder festgestellt werden muß. keineswegs um neue Er­klärungen hinsichtlich ber Auslieferung Europas an ben Bolschewismus In dieser Hinsicht sind sick auch bte Anglo- Amerikaner vollkommen einig, es gebt vielmehr barum. eine Formel zu finben. bie es auch ben Amerikanern ermög­licht. von der Atlantik-Charta wegzukommen. nachdem man dort soviel Reklame für die Atlantik-Charta gemacht bat. Ganz kurz ausgedrückt gebt es also um bte Frage: rote sag ich's meinem Kinde, denn in dem Ziel. Europa an den Bolscheipirmus zu. verrat en. sind sich London, und Washington völlig einig. /