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Wiesbadener Tagblatt

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Donnerstag, 11. März 194*5

21t. 59

Unsre U-Boote weiter im Angriff

Innerhalb von 24 Stunden die Versenkung von 36 Schiffen mit 207000 BRT. gemeldet

schlossene Sieg entscheiden.

Heinrich Reichert

Zahlreiche Belegschaften leisten zusätzliche Panzerschichten

G«,chüst»zett durchgehend von 818 Uhr äuget eonn- uno Feienags Berliner Büro Berün-Wilinersdorf Anzeigenvreile: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Tertteil RM 0.60, >m übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend - Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 Schluß der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, größere Anzeigen am Bortage

will nicht zurüi sabrik gemeldet/

Diesem Beispiel freiwilliger Hilfsbereitschaft stehen tausend andere gleichweniger Art zur Seite. So haben zahlreiche Haus­frauen mit kleineren Haushalten in letzter Zeit ihre Haus­gehilfinnen bereits an kinderreiche Familien, oder an die Rüstung abgegeben. Viele werden ihrem Vorbild noch folgen, denn keiner ist mehr für eine Arbeit zu gut, wenn sie auch nur zu einem win­zigen Bruchteil zur Erringung des Sieges beiträgt.

Wie ein großer Aufbruch geht es in diesen Wochen durch das ganze deutsche Volk. Alle haben den Rus der Stunde verstanden,

gesamten Volk verstanden worden

und wenn einmal der Ehrenbericht über die Opferwilligkeit der Heimat im Kriege erstattet wird, dann werden die Leistungen, die das schaffende Volk in diesen und in den kommenden Monaten freiwillig und zusätzlich vollbringt, mit besonderem Vorrang an der Spitze stehen.

Glückwunsch des Führers an Inönü

Aus dem Führerhauptauartier. 10. März. Der Führer sandte an Ismet I n ö n L aus Anlaß seiner Wiederwahl zum Präsi­denten der türkischen Republik «in in herrlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm.

Der Krieg ruft alle: Packt an ! Greift zu !

General Rossi stellv. Generalstabsches

Rom, 11. März. (Funkmeldung.) Der neugeschaffene Posten eines stellvertretenden Eeneralstabschess der italienischen Wehr­macht wurde Armeekorpsgeneral Francisco Rossi, dem bis­herigen stellvertretenden Eeneralstabschef und Chef der Intendan­tur des Heeres, übertragen.

Die Zweibahnftratze

Von Wilhelm Ackermann

Als es. gegen Ende des'Jahres 1940 mit Englands Leistungsfähigkeit zur Barzahlung für x fremde Lieferungen an Kriegsmaterial zu Ende ging. leine Auslandsguihaben bereits weitgehend versilbert waren und fremde Anleihe­märkte ihm nickt zur Verfügung standen, ersckien ihm als Retter in der Not das R o o i e v e l t s ck e Pacht- und L e i b g e s e tz. das die Notwendigkeit der Materiallieferun­gen als praktischen Beitrag zur demokratischen Freiheit in den Vordergrund stellte und die Frage einer Bezahlung einstweilen offen lieh. Der Grund für diese ungewohnte amerikanische Grobzügigkeit war das dringende Interesse des Praitdenten und seiner politischen Freunde. England und die anderen Opfer der Washingtoner Verschwörung gegen den Weltfrieden im Kriege zu halten und den Kreis der Bundesgenossen womöglich noch zu erweitern. Pacht- und. Leihbilse, das wurde der Lockruf, mit dem man vom Weihen Hause her auf den volitilchen Gimpelfang ging: und es ist bekannt, wie nacheinander Griechenland und Jugoslawien. Niederländisch-Jndien und die pazifischen Dominien des englischen Empires darauf hereingefallen sind, jo. dab nach längerem Sträuben auch die Türkeit sich in den amerikanischen Kundenkreis hat aufnebmen lassen. Freilich ist der Kongreh der Bereinigten Staaten in der Frage von Leistung und Gegenleistung immer primitiver und ehrlicher gewesen als der Präsident und bat nie ein Hehl daraus gemacht, dab es sich bei dem Pacht- und Leibverfahren nickt um eine Wohlfabrtseinrichtung. sondern um ein Geschäft wie andere auch bandeln solle. Roosevelt aber bog diese Forderung in die harmlos wirkende Form ab. die Emp­fänger des Materials sollten nach Kriegsende die Rück­erstattung im Rahmen ihrer Möglichkeiten in natura, d. b. wiederum in Material oder in Rohstoffen vornehmen: eine ziemlich dürftige Tarnung der tatsächlichen Gefahren des Systems für die Empfänger, denn was sollte wohl Amerika mit einer solchen Rückerstattung von Kriegsmaterial an­fangen. das in Friedenszeiten doch sehr bald nur mehr Schrottwert besähe.

In diesen Wochen nun. da im USA.-Parlament die Verlängerung des Pacht- und Leihgesetzes zur Beschluh-

oetrotzt hatten- die durch viele Kriegs- und zahllose ge- Ichtcktltche Ereignisse unversehrt geblieben wären, durch den englischen. Terrorangrifs verloren gegangen. Wenn freilick die Engländer glauben, durch derartige Terroranarinc ihr Ziel erreichen zu können und wenn sie etwa eine Parallele zu dem. Hungerkrieg..gegen deutsche Frauen und Kinder ^ehen wllten. so wäre nichts falscher als diese Annahme. Ganz abgeiehen davon, dah schon die aktive militärische Ab- wehr derartige Angriffe zu einem kostspieligen Unter­nehmen jur die Engländer macht, ist diese Art der hritischen Kriegiuhrung nur geeignet, die deutsche Entschlosienheit. wenn das überhaupt noch möglich ist. noch weiter zu stärken und den Willen den Sieg zu erreichen, zu Härten. Durch derartige Gangstermethoden beweisen die Engländer nur. ' dan sie ihres bolschewistischen Verbündeten würdig sind. Die rauchenden Trümmer der Wohnviertel, der Kulturstätten, der. Kirchen und Krankenhäuser zeigen uns nur. welches Schicksal uns Plutokraten und Bolschewisten zugedacht haben und wie es in Europa ausieben würde, wenn der Gegner den Sieg erringen würde.

Gerade jetzt bat sich ja dieTimes" erneut zum engsten Zusammengehen mit den Sowjets bekannt und erklärt, c^ untre ein heller Wahnsinn und auf die Dauer selbstmörderiick zu glauben, dab England und die USA. mit Hilfe der klei-' neu europäischen Völker imstande sein würden, das euro­päische Gleichgewicht (lies die englische Vorherrschaft) auf­recht zu erhalten und die Sicherheit auf die Dauer ^zu ge­währleisten und zwar auf Grund einer Politik, die die Sowjets entfremdete und ihre Jnteresienlofigkeik an den ge­meinsamen Zielen herbeiführen würde. Damit bekundet London noch einmal seinen Willen, unter allen Umständen, mit dem Moskauer Untermenschentum zmnmmenzugeben d. b. Europa an Moskau anszuliefern. Die britifcken Törrorangriffe auf deutsche Städte aber sind eine güte Illustration zu diesem Bekenntnis.

Englands Krieg gegen deutsche Frauen und Kinder

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)

Leider falle ich nicht mehr unter das Arbeitspflichtgesetz: aber ich 'lckstehen. Ich habe mich freiwillig in eine Rüstungs-

Ver kürzte Front"

Gelegentlich liest man im Wehrmachtbericht, die Front sei verkürzt worden. Dabei werden Orte genannt, Rschew z. B., Demjansk. Wir hören bei solcher Gelegenheit Helden­taten, die uns bisher unbekannt waren So, daß Demjansk vierzehn Monate lang allen Anstürmen des Feindes getrotzt habe, obwohl gelegentlich sogar die Verbindung mit dem Hinterland verloren gegangen war. Wir lesen dann weiter mit Staunen, daß wir ungestört vom Feinde uns abgesetzt haben und wissen dann, wie geschickt und vorsorglich deutsche Kriegsführung ist. Drum, wenn wir von einer Ver­kürzung der Front lesen, zittert uns nicht das Herz. Wir sind in guten Händen. Wir finden in solchen Nachrichten erneut die Bestätigung dafür, daß die deutsche Führung nur das tut, Was für die große Planung und die letzte Ent­scheidung notwendig ist. Rücksicht auf vermeintliches Prestige gilt nicht. Es wird jeden Tag an Front und Heimat deutlicher: bestimmend und ausschlaggebend ist nur Eines. Daß nämlich ohne falsche Halbheit alles geschieht, was die Verantwortung gebietet, ohne Rücksicht auf fremdes Gefühl und daß unverzüglich getan wird, was zum Siege führt. Nur das übergeordnete militärische Ziel und der darin be-

D«r Ruf zum totale» Krieg ist vom

Berlin, 10. März. Der Ruf zum totalen Krieg ist i m ganzen deutschen Volk verstanden worden. Der leidenschaftliche Ernst des Appells, mit dem Reichsminister Dr. Goebbels im Sportpalast vor die Nation trat, fand einhelligen Widerhall und hat sich inzwischen tausendfältig in die Tat urn- gesetzt.

Aus allen Gauen des Reiches und aus allen Teilen der Be­völkerung liegen erhebende Beweise für den Opfer­sinn und die entschlossene Einsatzbereitschaft unseres Volkes vor, alles zu geben, um den totalen Sieg zu erlangen.

Über die in den verschiedenen Gesetzen der jüngsten Zeit er- lasienen Verpflichtungen hinaus hat die freiwillige Bereitschaft, noch mehr zu leisten und noch intensiver zu arbeiten, vor allem in der Rüstungswirtschaft bereits zu großen Erfolgen geführt. Die Wege, die das deutsche Volk für die Betätigung seines Opfersinnes fand, werden für die kommende Zeit der Arbeit für den Sieg bei-' spielgebend fein.

Ganze Belegschaften von Rüstungsbetrieben in allen Teilen des Reiches haben an den vergangenen Sonntagen zu­sätzliche Schichten eingelegt, mit dem ausgezeichneten Ergebnis, daß die Leistungen an diesen Tagen das durchschnittliche Tagesergebnis der oorangegangenen Woche weit übertrafen, ob­wohl die Leistungen der Männer auch bisher schon sehr große waren.

Eeschlosiene Belegschaft leistet nächsten Sonntag zu­sätzlich Panzerschicht. Stellen Lohnsumme hierfür ein­schließlich Sonntagszuschlag dem Führer für neue 6. Armee zur Verfügung."

Solche und ähnliche Telegramme sind in diesen Tagen im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition, im Propa­gandaministerium, bei dtzr DAF. und vielen anderen Führungs­stellen des Staates und der Pattei in großer Zahl eingcgangcn.

In einem westdeutschen Gau legten die B e r g m ä n n e r, die bereits seit Kriegsbeginn eine verlängerte Schichtzeit fahren, eine zusätzlicheW a f s e n s ch i ch t" ein, bei der auch Arbeiter und Angestellte, die sonst über Tage arbeiten, mit in die Gruben fuhren. Die durch diese zusätzliche Arbeit erzielten L o h n s u m - men haben sie ausnahmslos dem Reich für die Rüstung zur Verfügung gestellt.

In tausenden von Briefen, die von Volksgenosien aller Kreise in diesen Wochen eingehen, finden sich solche und ähnliche Stellen.

Fernruf: Gammel-Str. 59631 Drahtanschrift: Tagvlan, Wiesbaden Posticheckkonto. Frantturt a. M. 740b Bezugspreise: Für einen Monat RM 2. einschließlich de» Träger lohne» Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.86 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Be> Behinderung der Lieferung infolge Eintreten» höherer «ewab besteht kein Anspruch au! Rückzahlung de» Bezugspreise»

us. Berlin, 11. März. Die Briten setzen ihre Terror- ^bn die dickt bevölkerten Wohnviertel deutscher Städte fort. Auck in München sind wieder Wohnviertel. Kulturstätten. Kirchen und Krankenhäuser den britischen Bomben zum Opfer gefallen. Man sieht immer wieder, es liegt System in dieser britischen Gemeinheit. Das wird niemand wundern, der sich des ersten Weltkrieges mit der Hungerblockade erinnert. Auch damals richtete sich der Kampf der Engländer, genau wie die Terror- migrifte letzt, in erster Linie gegen Frauen und Kinder.. Alles das entspricht der niederträchtigen Ge- slnnimg. die der englische Nachrichtendienst erst unlängst in die Worte zusammensaßte. daß man sich freue, wenn Männer, trauen und Kinder gezwungen würden, so schrecklich zu leiden. Das ist die gleiche Art der Kriegführung, wie sie die Engländer im Kampf gegen Araberdörfer befolgten, oder wie sie von den Briten im Kampf gegen die Buren üblich war. Ganz auf dieser Linie liegen aber auch die Äußerun­gen eines Eden. eines Vaniittart, oder eines Duff Looper, daß das deutsche Volk ausgerottet werden muß. Die Engländer versuchen diese Terrorangriffe für die Welt dadurch zu tarnen, daß sie erklären, die britische Luftwaffe bekämpfe das deutsche Verkehrswesen. Was aber haben die Hedwigskircke.. die Kulturstätten in Nürnberg, die Kirchen und Krankenhäuser in München mit dem deutschen Verkehrs­wesen zu tun. so weist denn auch die Mailänder ..Stamva" darauf^bm. daß sich der letzte Angriff aus Nürnberg Haupt,achlich Segen das kultur- und historische 3 e n t rum dieser Stadt gerichtet bat. In Nürnberg seien unschätzbare Werte, die den Unbilden von Jahrhunderten

as. Die zweite und dritte U-Boot-Sondermeldung des Monat März bringen noch größere Erfolge als die erste, die am 5. d. M die Persenkung von 13 Schissen mit 97 100 BRT. bekannt gab. so daß in diesen zehn Tagen bereits 49 feindliche Schiffe mit 304000 BRT. versenkt wurden. Kein Wunder, dab im anglo-amerikanischen Lager die U-Boot-Sorgen nicht abreiben. Man mutz sich selbst eingestehen, daß es kein wirk­sames Abwehrmittel gegen die U-Boote gibt, die sich vielmehr immer wieder als schweres Hindernis für alle strategischen Pläne der Engländer und Amerikaner erweisen. So meint beispielsweise derObserver". man Hobe sich die Schaffung einer zweiten Front in Europa gegenseitig versprochen, aber bevor man daran denken könne dieses Persvrechen einzulösen, müffle erst einmal der F e l d - zug in Tunesien oeendet werden und selbst wenn das ge­lungen, bilden die U-Boote immer noch ein Haupthindernis, denn durch die Versenkungen würden die englisch-amerikanischen Konzentrationsbemühungen stärker verzögert.Wir beteiligen uns", so sagt der Observer.gegenseitig an einem Wettrennen, bei dem die Zeit gegen uns ist". Zu einem ähnlichen Schluß kommt auch Lord H a n k e y , der in derSunday-Time" erklärt, es sei den Antiachsenmächten nicht gelungen, im großen Vorbereitungs- jahr 1942 die U-Boot-Eefahr zu bannen und deshalb seien Ver­zögerungen eingetreten, die sich nicht leicht aufholen ließen. Das sind aus dem groben Chor derer, die auf die U-Boot-Eefahr Hin­weisen, zwei Stimmen, die erneut bestätigen, wie sehr die deutschen U-Boote alle Feindvläne durchkreuzen. Dabei sind die Feststel­lungen der OKW.-Meldung besonders interefflqnt, daß die deutschen U-Boote nicht weniger als acht durch moderne Korvetten und durch Flugzeuge stärkstens gesicherte Eelettzüge mit gutem Erfolge an­griffen. womit erneut bewiesen wird, dab auch das nach modern­sten Gesichtspunkten und mit allen Mitteln neuzeitlicher Technik ausgestattete Geleit heute kein Schutz gegen unsere U-Boote bietet.

laufenden Geleit,ug. In »Sher Verfolgung des stark gesicherten Verbandes, dessen bis über die Lademarken vollgepfropften Schiffe schwerfällig in der See stampften, wurden in harten, verbissen durchgefühtten Tag- und Nachtangriffen zwei Drittel des ge­samten Eeleitzuges ausgerieben.

Mit der Vernichtung von 36 Schiffen von zusammen 207 000 BRT. und der Torpedierung weiterer sechs Schiffe haben die deutschen Unterseeboote erneut den Beweis erbracht, daß sie im Kampf gegen stärkstens gesicherte Eelettzüge ebenso erfolgreich sind wie gegen schnell laufende Einzelfahrer, denen vor allem die Per- forgung des englischen Mutterlandes mit leichtverderblichen Lebens­mitteln obliegt.

Darunter 8 Munitionsdampfer

Aus dem Führerhaoptauattier, 11. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Unsere Unterseeboot« find «eitet im Angriff. Seit Tagen hielten ste Fühlung an einem von Nordamerika steuernden Eeleit- zug. Unterseeboots-Rudel schossen in vielfach wiederholten An­griffen 13 »eil jnit Kriegsmaterial beladene Schisse mit zusammen 73000 BRT. heraus. Drei wettet« Dampfer wurden torpediert.

Damit konnte di« Unterseebootwasfe innerhalb 24 Stunden insgesamt die Bersenkung von 38 Schissen mit zusammen 207 000 BRT. melden. Unter diesen Schissen befanden sich acht Munitionsdampser, die bei der Torpedierung in di« Luft flenen.

Am Mittwochabend gab das Oberkommando der Wehrmacht bekannt:

3n Schnee stürmen desRordatlantik, der Sonnen- glui des Agitators und in den Märzstürmen am Kap der Guten Hoffnung versenkten deutsche Unterseeboote in den letzten fünf Tagen in harten zähen Kämpfen 23 Schiffe mit zusammen 134 000 BRT. Weitere sechs Schiffe wur­den torpediert.

Im winterlichen Atlantik bei schwersten Schneestürmen bis zu Windstärke 11, in dem tropisch heißen Äauatorgürtel des Atlantik, im Seegebiet des Kap der Guten Hoffnung und im Indischen Ozean südlich Madagaskar, wo zur Zeit schwere Stürme herrschen, erfaßten die deutschen Unterseeboote insgesamt acht durch Zer­störer, moderne Korvetten und durch Flugzeuge stärkstens gesicherte Eelettzüge. Gleichzeitig waren sie erfolgreich gegen Einzelfahrer. Unter ihnen befand sich mitten im Atlantik die der Londoner Reederei Fred. Leyland u. Co. gehörende California Star" mit 8300 BRT. Dieses schnelle, 15 Seemeilen laufende Schiff, oas auf Grund seiner Geschwindigkeit ohne Ge­leit blieb, war voll mit Butter und Fleisch beladen. Wenn man «»nimmt, daß der Laderaum zur Hälfte mit Butter und zur Hälfte mit Fleisch angesülli war, bann ist der Untergang gleichbedeutend mit dem Verlust von vier Millionen Kilo Fleisch und 72. Mil­lionen Kilo Butter. Das Ziel des Schiffes war Eng­land, dessen Versorgung durch diesen Ausfall schwer ge­troffen wurde.

3m Indischen Ozean. 7500 Seemeilen oder 14 000 Kilometer von ihren Stützpunkten entfernt, erfaßten unsere Boote etwa HO Seemeilen südlich des südafrikanischen Hafens Durban, nur 15 Seemeilen von der Küste entfernt, einen schwer beladenen, aus-