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Wiesbadener Tagblatt

<^ama«.»,ass> ZefeiX .. K «.ioh.. Erschettmugbzeit werktäglich «achuuttagk

91. Jahrgang

Montag, S. März 1943

Nr. 56

(SaiiltUet und Reichsft-tth-lter Sprenger sprach auf einer

Siegen wird nur der Heroismus der ganzen Nation

Die Stunde der Bewährung

Daß es in diesem Kriege um die letzte Entscheidung, um Leben oder Tod, nicht nur für das deutsche Volk als Nation, sondern für jeden einzelnen von uns geht, diese Erkenntnis haben uns, sofern wir es bisher noch nicht ge­wußt haben sollten, unsere Feinde mit ihren haßvollen Re­den und brutalen Handlungen auf das anschaulichste ein­gehämmert. Ihrer Absicht, uns mit Drohungen zu schrecken oder mit Terrorangriffen zu zermürben, um dann leichtes Spiel zu haben mit der Erreichung ihres auf völlige Ver­nichtung des deutschen Volkes und der deutschen Kultur hinauslaufenden Zieles, setzen wir unsere entschlos­sene Abwehrbereitschaft und den härtesten Kampfeswillen entgegen. Mit der Totalmobilisierung aller seelischen und materiellen Kräfte, die uns zu unge­ahnten Leistungen befähigen, ist nunmehr auch die Heimat in stärkster Weise in das heroische Geschehen der Zeit eingeschaltet worden. Sie hat damit zu beweisen, dass sie des Opfers der Front würdig ist, dass sie bereit ist, die tapfere Haltung und das unerschütterliche Helden­tum unserer Soldaten als Beispiel zu nehmen für äusserste Pflichterfüllung, Opferwilligkeit und nie versagende Ar­beitsfreudigkeit im Leistungskampf, der die äusserste An­spannung aller Kräfte erfordert Auch für die Aufgaben, die heute jedem von uns gestellt sind, und die erfüllt werden müssen, wenn wir am Leben bleiben, unseren Soldaten eine glückliche Heimkehr und unseren Kindern eine frohe Zu­kunft sichern wollen, sind Mut und Entschlossen­heit erforderlich. Würden wir versagen in diesem Kampf, so wären wir verloren und ewige Knechtschaft wäre das Los der überlebenden. Weil wir wissen, was uns droht und weil wir uns der Gefahren bewusst sind, die eine lässige Haltung über uns bringen würde, deshalb entsagen wir allem, was unserer Bequemlichkeit dient, um alle unsere Kräfte auf die harte Gegenwart auszurichten und in heroischer Haltung zu kämpfen und zu arbeiten, um in der Stunde der Bewährung vor denen bestehen zu können, die ihr Leben einsetzten, damit wir leben.

Fritz G ünther.

SieLiberty-Schiffe" erwiesen sich als Fehlschlag En» USA. - Zeitschrift »ländert ans der Schule

Was die Sowjetszunächst einmal" verlangen »achDaily Mail" bestätigt den angla-amerikanischen Berrat an Europa

England in der Sackgasse

Churchill hat das Empire verspielt und die britische Weltherrschaft an Roosevelt verloren

^ampsergebnisse im Gebiet der Salomonen

Tokio. 8. März. (Funkmeldung.) Das kaiserliche Sauvtauariier meldet:

Javanische Heeres- und Marinestreitkräite im Gebier der Salomonen und Neu-Guinea haben in der Zeit vom 16. Februar bis 5. März folgende Kriegsergebntsse erztelt: 113 feindliche Flugzeuge abgeschossen. 11 Flugzeuge am Boden zerstört. 4 Unterseeboote versenkt.

Di« javanischen Streitkräfte erlitten folgende Verluste. 2 3etWöm und 5 Transporter versenkt. 7 Fluglage stürzten sich auf feindliche Ziele oder kehrten nicht zurück.

Drua und Vertag: x. «cheueabergM ouqvruckerei, Lauggasfe Xr. li tTagdtatt»Haus» ffemnii Sammel-Är. »9681 Drabtantonft. iaablan. SBieebaöm Polti-H«llonw. zrantturl a. M. 740 3e*ua»»reiie. Für einen Mona RM 2.- etnl-ülietzli» Oes träger lohne», Durch du Post besäße' rüi emen Monat RM 2.85. zuzüglich RM 0.86 Bestellgeld Einzelnummern RM 0.10 Sei Sebrnsenin 6er Sierening infolge Eintreten» höherer Lewast bestem lein Anlvruch auf Rückzahlung de» Bezugspreise«

Sibirien deportiert, während Familienväter und Jung­gesellen in die Industriestädte der UdSSR, gesteckt wurden, um als Arbeiter in den Rüstungsfabriken zu schuften. Es waren vor allem Männer aus den führenden Schichten, ern- flutzreiche Mitglieder der liberalen, demokratischen und sozia­listischen Parteien, die vaterländisch fühlenden Offiziere der Armee, Leiter der Nationalisten und der patriotischen Jugend­organisationen. Oberhäupter der Kirchen. Katholiken rote Pro­testanten, garnichi zu sprechen von den zahlreichen Industriellen. Rechtsanwälten, Ärzten. Ingenieuren. Technikern usw. Auch viele Arbeiter und Bauern muhten ihre Kritik an den Methoden des bolschewistischen Regimes mit der Verschleppung insSowjet­paradies" buhen. Viele Studenten wurden verschleppt, nur weil fie vonJuden" gesprochen hatten.

Unter all diesen Umständen, so schließt Eentizon. sei es natür­lich. daß die Bevölkerung der baltischen Staaten die deutschen Truppen mit frenetischem Jubel als Befreier begrüßte. Jedermann sei in diesen Ländern überzeugt, dah dre Existenz der Staaten und das Schicksal der Völker vom Sieg der deutschen Waffen abhängt.

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as. Berlin. 8. März. (Etg. Drahtherichl unserer berliner Schriftleitung.) Die US.-amerikanischen Weltherrichafts- vläne sind nach Roosevelts Ansicht in der letzten Zeit etwas allzusehr in das Sckeinroerferltckt der Öffentlichkeit geruckt worden. Der amerikanische Präsident hat es deshalb rat er­forderlich gehalten, den stellvertretenden Unterstaatssekretar Sumner Welles mit einer Erklärung vorzuschicken, dle den Eindruck erwecken soll, als ob die USA. die letzt in Besitz genommenen Stützpunkte nach dem Kriege wieder heraus­rücken würde, aber schon der Nachsatz hebt diese Ankun^- gung wieder auf. Das Lügenmanöver ist also zu durch­sichtig. Cs dürfte auch in Südamerika keinerlei E'ndruck machen. Den Briten gegenüber fühlt man sich zu einer solchen Rücksichtnahme nicht verpflichtet, dazu hat man in den USA. schon zu offen und ausführlich den Plan er­örtert sich die Lieferungen an England auf Grund des Pacht- und Leihgesetzes durch Stützpunkte bezahlen zu lassen.

Den Engländern ist bei alledem begreiflicherweise nicht sehr wohl. Sier und da regt sich dann auch der Widerstand gegen die uferlosen Raubgelüste. so etwa, wenn sich der bri­tische Kolonialminister Stanley gegen die. von den USA. propagierte Auslieferung der britischen Kolonien an eine internationale (natürlich von den USA. beherrschten) Or­ganisation wendet, worüber wir bereits am »amstag be­richteten. Der englischen .Wirtschafiszeitung ..Eronomist aber haben as besonders die US.-amerikanifchen' Lufttrans- vortplane angetan. Die Zeitschrift wirst bei eigenen Re­gierung vor. daß sie die Bedeutung dieser Frage nickt richtig übersieht und daß bei der Aufgabenteilung zwischen England und den Amerikanern im Flugzeugbau, bie die Briten nur den Bau von Kriegsflugzeugen beschränkt und für Trans- vortslugzeuge den USA. das Feld überläßt. England werter ins Hintertreffen gerät. Cs sei Zeit, einen Bertrag ab- zuschließen. der die ..Freiheit der Lust sichere. Wenn der ..Economist" in diesem Zusammenhang die

Atlantikvereinbarungen zitiert, so entbehrt das nickt einer gewissen Komik. An diese Vereinbarungen denkt man nicht im geringsten, wenn es sich etwa um das Selbstbestimmungs- recht der Völker handelt. Man erinnert sich aber in dem englischen Blatt trotz der Auseinandersetzungen plötzlich gern dieser Vereinbarungen. So spielen die Amerikaner in ihrer scharfen Kritik aus die Atlantikvereinbarungen an. die allen Völkern das Selbstbestimmungsrecht versprecken wahrend Churchill unter dem Beifall des Unterhauses bekanntlich der Jlluüon entgegentrat, als denke England daran, den Indiern Konzessionen zu machen. Umgekehrt spielen die Briten die Atlantik-Charta, gegen die Amerikaner, aus und geben ihnen zu verstehen, daß es unfair sei. wenn die Ameri­kaner die Vorteile, die ihnen der Krieg in die Hande spiele, nach Kräften ausnutzten. Was aber will denn London heute praktisch gegen die Washingtoner Raubgeluste unter­nehmen? Tatsächlich hat sich London heute, schon Washinfl- ton weitgehend ausgeliefert. Die Tatsache.ist auch durch alle entgegengesetzten Bekundungen Churchills nicht aus der Welt zu schaffen. London, ist heute garnicht mehr Herr seiner Beschlüsse. Cs hat. rote ein. italienisches lntt schreibt, einen Krieg angefangen der weit über feine Kräfte geht und der nur dahin geführt hat, daß es die Wünsche und Forderungen Roosevelts a u s f u b r e n muß. Genau so wenig vermag es fick den Forderungen Stalins zu widersetzen. Es ist kennzeichnend, das die enalische Zeitschrift ..Nero Stetesman and Nation" die eigene. Regierung davor warnt, sich in Gebiete einzumischen. wo ine enalische Macht nicht ausreiche. Auf diese. Weise wurde man sich nur die Freundschaft Stalins verscherzen. Mit anderen Worten beißt das. daß man eben Europa an die Bolschewisten au?- liefert. Das englische Blatt befurchtet bah bte eigene Re­gierung lick für stärker hält, als sie es :tt undo ^ie Uniu friebenheit ber Bolschewisten» erweckt. Das kann sich, London heute ebensowenig leisten, rote etwa ctne Verärgerung Roosevelts.

Luftstützpunkte in Saudi-Arabien

Stockholm. 8. März. (Funkmeldung.) Die Engländer und Amerikaner btihenx roteSvenska Daghladet' aus Mekka berichtet. Luftstützpunkte in Saudi-Arabien an­gelegt. Schon im Oktober des vergangenen Jahres wurde ein Vertrag zwischen Ibn Saud und England und den USA. unterzeichnet, auf Grund dessen bte _arahifebe Regie­rung den Achsen-Gegnern das Recht emraumt, Flugplätze zu bauen. Der Vertrag soll genaue Bestimmungen über das Verhalten der englisch-amerikanischen Garnisonen ent­halten. Diesen ist es verboten, ihre eigene Flagge zu Listen oder Umgang mit der Zioilbevölkerung zu pflegen- Dir Garnisonen sollen durch Lufttransporte versorgt werden.

Der zwischen Großbritannien und den USA. ausgefock- tene Kamps um den Einfluß im V em en hat mitt dem Sieg der USA. sein Ende gefunden, meldet Agenzia Stefant Die Vankees erhalten auf Grund ihrer Packt- . und Leih- lieferungen das Reckt, roirtichaftlicke Beirate für die Überwachung der Durchführungen des Pacht- und Leih­gesetzes in die Verwaltung des Vemen.m entsenden. Außer­dem stnd vor kurzem amerikanische militärische Beraterim Vemen eingetrofien. angeblich um has amerikanische Kriegs- gerät zu überprüfen, mit dem die Seestreitkrafte des Yemen ausgerüstet stnd.

leichter zu fabrizieren als eine moderne Turbinenanlage, die zudem auch für Zerstörer Und- Korvetten dringend be­nötigt werde. Die-Marinekommistion fei daher tobet, einen neuen aroWff wwimnnj«

die PrlKmktion kaum vor dem Jahre 1944 aufgenommen werden. , . .

Wie dringend ber Schiffsraummangel bereits geworden ist. zeigt die Mitteilung, daß die brastlianischen Zeitungen, die von der Papiereinfubr aus USA. ober Kanada ab- hängig stnd. durck die Schiffsraumnot ber Ackfengegner sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. So haben jetzt bte in Rio be Janeiro erscheinenden Blätter ihren Lefemt mtt- teilen mästen, daß Re vom Sonntag cis Mittwoch nicht herauskommen können. Kürzlich war oeretts anaekundigt worden, daß die brastlianischen Zeitungen ihr Erscheinen überhaupt einstellen müßten, falls nicht neue Pamer- ienbungen einträfen

Betont stellte die Rede dabei heraus, daß die aus diesem Gebiet erzielten Erfolge nicht mit den. sowjetischen Methoden des Terror- eiununaen wurden, sondern daß sie durch den Appell an die an­ständige Eestnnnung und Haltung des Landvolkes mit voller Frer- Willigkeit errungen wurden. Der Redner kennzeichnete dann Du gegenwärtig vordringlichste Aufgabe des Landvolkes in einer nodi zu vermehrenden Leistungssteigerung. Bei aller SKe dte de Raum des Ostens bereits biete und in ständig verstärktem Bratze bieten werde, heiße die Forderung für das deutsche Landvolk nam wie vor imenstvste Bewirtschaftung des Bodens. Das Schwer gewicht der Erzeugung unserer Nahrung liege auch zukunfttg innerhalb und nicht außerhalb der Grenzen des Reiches.

Nach eingehender Darstellung der Aufgaben des Reichsamtes für das Landvolk, das sich in verstärktem Maße mit der besonderui Pflege und Betreuung der geistig-ideellen und biologischen Erund- lagen des Bauerntums befaste, wurde das bedeutende Gebiet der bäuerlichen Nachwuchswerbung eingehend behandelt. Der Stabs- leitet schloß seine Ausführungen, daß hinter allen zu bewältigen den für die Zukunft unferes Volkes entscheidenden Ausgaben nun- mehr nicht mehr allein die Organisation des Reichsnährstandes, sondern vor allem das volle Gewicht und die Dynamik der Parte- stehen und ihre Durchführung sichern. f _

Mit starkem Beifall herzlich begrüßt, ergriff dann Gauleiter und Reichsstarthalter Sp r e n g e r das Wort. Er lenkte gleich zu Beginn seiner Rede den Blick aus das ernste Gebot der Stunde und stellte fest, daß bas Landvolk sich nach ihm voll ausgerichtet habe. Während seine wehrfähigen Männer mit der Waffe in der Hand gegen die anstürmende bolschewistische Masten- welle stehen, schaffen in der Heimat vor allem seine Frauen mit größter Verantwortung und härtester Kraftanstrengung für bte

Das Landvolk im Marschtritt der schaffenden Heimat

LandvoUlnndgedung in der Gauhauptstadt Frankfurt a. M.

Senf. 7. März. Langsam, aber keineswegs sicher nennt die USA.-Leifschrifi ..Time" die nordamerikainscken ..Liberty-Sckiff e. Alles in allem genommen, so er­klärt bas Blatt hat fick diese Scktfsstategorie als ein Fehl- schlag erwiesen, da Re nur eine MaxiMalgeickwindigkeit von 10 Knoten aufbringt. Hierdurch wirb die Eeschwinbtg- feif des Eeleitzuges enorm herabgesetzt, da buicr nur io schnell fahrt rote bas langsamste Schiff. Auch die Maschinen lassen zu wünschen übrig. Immer wieder hort man von De­fekten Die Eisenplatten erweisen stck häufig als bruchig. Dadurch müssen bte Schiffe oft repariert Eben wo­durch viel Zeit und Arbeit verloren gehen Die IrSA.- Marinekommission. io weiß bie ..Time zu berichten habe schon baran gedacht, mehr Dampfer vorn 6-Tyv mit 18, «tra». ten Eeschwinbigkeit zu bauen. Die Schiffswerften hatten aber geltend gemacht, daß Liberty-Schiffe wett schneller her« zustellen seien. Auch fei die altmodische Sckiffsmaschinerle

NSG. Die am Sonntagvormittag im Schumanntheater in der Eauhauptstadt "Frankfurt am Main veranstaltete Groß­kundgebung gestaltete sich zu einer machtvollen Demonftratiqji des unbeirrbaren, einmütigen Siegeswillens der arbeitenden Heimat. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Rede des E a u - l e i t e r s, in welcher er den veriammelten Vertretern des rhein- mainifchen Bauerntums Dank und Anerkennung für die unter härtesten Arbeitsbedingungen erzielten Leistungserfolge ausiprach und die kriegswichtige Bedeutung ihres Einsatzes besonders her­ausstellte. Zuvor hatte der Etabsleiter des Reichsamtes für das Landvolk, Landesbaucrnführer von Rheden, in einem um­fassenden Referat die Befreiung des deutschen Bauernstandes ans ben Festeln des Liberalismus durch den Nationalsozialismus ein­drucksvoll und überzeugend zur Darstellung gebracht.

Nach den Begrützungswotten des Stellv. Landesbauernführers, Landesobmann Weintz, kennzeichnete Stabsleiter von Rheden in einem geschichtlichen Rückblick die einzelnen durch den National­sozialismus erkämpften Pofitionen, die dem deutschen Bauerntum endgültigen Schutz und wirtschaftliche Sicherstellung brachten. Er erörterte dabei den Schutzgedanken des Erbhosaesetzes, Aufgaben der Erzeugungsschlacht und den Aufbau einer planvoll gestaltete» Landwirtschaft. Das Ziel der wirtschafttichen Aufgabenstellungen für das Landvolk sei die Rahruugsfreiheit des Reiches gewesen.

Senf- 6 März Der frühere Moskauer Korrespondenz der Daily Mail", F a r s o n . beschäftigt sich in einem Artifel mit den Plänen Stalins" für den Fall eines sowietischen Steges, tn denen er einmal mehr den anglo-amerikanifchen Verrat an Europa

Was würden, so fragt Farson, bte Somiets für Gebiets- ansvrüche erheben? Zunächst einmal forderten fie bestimmt wieder S a n g ö und die im Finnischen Meerbusen gelegenen Inseln, denn letztere sähen fie als wesentlich für bie Verteidigung an. Man werbe den Somiets auch Petsamo geben mufien, da fie cs fich sonst selbst nehmen würden. Die Finnen dürften ihrer­seits, was dieleberechtigten sowjetischen Forderungen" angehe, keine Unterstützung der USA. oder Groß­britanniens erwarten.

Sch weben so heißt es weiter, wolle bie Sowjets nicht wieder in Estland. Lettland-und Litauen sehen und auch nicht auf den Inseln Oesel und Dagö. England und bte USA. sollten diesen baltischen Staaten ihre Freiheit und Unabhängigkeit ent. sprechend der Atlantik-Charta garantieren. Er. Farson. glaube jedoch, daß bie Sowjetunion sich nicht davon abhalten lasten würde, erneut bie drei baltischen Staaten zu besetzen.

Was Rumänien angehe, so bürfe es nicht einmal ben Schatten von Sympathie Bei ben USA. ober England erwarten, sobald bie Sorofets ihm bie Bukowina unb Bessarabien weg- nähmen. Die Anglo-Amerikaner würbennur mit Wohlgefallen auf ben kleinstmöglichen rumänischen Staat herabblicken.

Bon ben Türken fordere bie Sowjetunion einen uneinge- schränkten Zugang vom Schwarzen Meer zum 3t,t$aseefemiekf<he Interesse an Iran, insbesondere an dem Küftenftreisen des Kaspischen Meeres, laste fich nicht übersehen. Sier müste eine Regelung gefunden werben, auch wenn daseine neue Überholung" des Iran, oor allem' ferner Regierung mit sich bringe. .

Die Briten scheuen sich also jetzt nicht einmal mehr, tn aller Öffentlichkeit ben Freibrief über Europa zuzugeben, ben Re ben Bolschewisten als Dank für ihre Wassenhilie überantwortet haben. Zunächst einmal", so leitet Farson selbst ine Liste ber Ge­bietsansprüche ein. bie also auch nach Meinung des britischen Korrespondenten nur einen Anfang bedeuten. Wenn Farson tn diesem Zusammeiihang schließlich alsTrost" behauptet. Stalin werde an der Politik sestbalien. daß bte Somiets Niemals ver­suchen würden, anderen Volkern den Bolschewismus aufruzwrngen. solange diese nicht von fich aus dazu bereit sind , so kann er sich Sie Antwort darauf in Karelien, in Estland. Lettland und _ttauen, in der Bukowina und Bestarabien holen. Aus bitterer Erfahrung heraus kann ihm hier ein reiches Anschauungsmaterial gelrefett Werl$er Schweizer Journalist Paul Eentizon beschreibt im einzelnen die Lage in den baltischen LS^-rn wahrend der Sowtet- tnrannei und nach der Befreiung durch bte deutschen Truppen. Die Deportierungen durch bte Sowjets begannen tn ber Nacht vom 13 und 14. Juni 1940 unb gingen uminterbrochen sott, bas die deutschen Truppen kamen. Aus Litauen würben 40V00 Menschen verschleppt, aus Lettland 45 000 unb aus ©ftlemb 60000. Die Kinder Frauen und Greife wurden rum Eten Teil nach