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Seite L Nr. 53

Wiesbadener Tagblatt

Donnerstag. L Marr 1943

t ? ei I ch e n Operationen herbeigeführt. Die lonnnasc, öle I)tet|ur in Anspruch genommen wird, ist nicht leicht zu schätzen, noch greift man wohl nicht zu hoch, wcnnn man ste mit drei bis mer Millionen BRT einsetzt. Mit der Ausweitung des Krieges, her Entstehung neuer Fronten und der Notwendigkeit der Ver» »orgung der aus dreißig Kriegsschauplätzen kämpfenden nord- ainerugnischen Truppen ist sie obendrein ständig im Wachsen be- s1* , ^at nrilitärische Zwecke kommen außerdem, wenn man

oas Problem^der Truopenbeförderung allein betrachtet, nur große und schnelle Schiffe in Betracht, wie es sich bei der brilisch-nord- amerikanischcn Landung in Nordafrika gezeigt hat. während der lausende Nachschub an Material und Lebensmitteln für die kamvsende Truppe auch auf gewöhnlichen Frachtern befördert wcr- den kann, Gerade wegen der Inanspruchnahme der schnellen schiffe für Truppentransporte ist es nicht möglich, anstelle der langsam und schwerfälligen Geleitzüge schnelle Einzelfahrer in di« Bcrsorgungsschiffahrt einzustellen. Dies wird angesichts der

Hur Wagemut füllet zu großeiiDuigen.nirt dem üroft und öernfefieu Willen, allen ITlaul jfydkn. 311 geben, die (Ich in den U)eg bellen,kann man ^ölleunS Cenfd tragen,ru^ig die Zeitung lesen,deuAujbhnei dereien der feinde laushen und gewP fein, daß man mit Ehren begehen wird.

$nebrid) 6er <8roßc.

Kämpfe durch Regen und Schlamm einge chräntt Trotzdem »eitere Fortschritt« de, Gegenangriffs Harte Abwehrkämpse nordwestlich Kursk Sowjetische Angriffe nordwestlich Orel zurückgeschlagen

Au» dem FührerhMiotauartier. 4. März, jFunkmeldung.) Das Lierkouuaando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m südlichen Teil der Ostfront haben Regen und Schlamm di« Kampfhandlungen stark eingeschränkt.

Der deutsch« Gegenangriff macht trotz der schwierigen Wetter- und vrliinde^rhältniss« »eitere Fortschritt«. Auf einer Froutbreite von 250 Kilometer stehen unsere Angrifss- dioisionen am mittleren und oberen Donez. Di« Stadt 6 I a »» i a nsk wurde im Sturm genommen.

Ein weit hinter der Front adgeschnittener feindlicher Ver­band wurde zum Kamps gestellt und zersprrngt. Die Masse der 3. sowjetische Panzerarmee ist im Raum südlich Charkow eng eingeschlossen und versucht vergeblich, nach allen Rich­tungen hin auszubrcchen. Die harten Abwehrkämpse im Raum nordwestlich Kursk hielten auch am gestrigen Tage an.

Reue in vielen Wellen hintereinander »«führten Angriffe der Sowjets im Raum nordwestlich Orel wurden unter schweren Berluften zurückgeschlagen.

Die an der n 0 rd t u n e fisch en Front neu gewonnenen Stellungen griff der Feind während des ganzen gestrigen Tages vergeblich an. Sei den Kämpfen in der letzten Woche worden in Nordtunesien 2110 Gefangene eingebracht, 88 Panzer und Panzerspähwagen abgeschossen und 36 Geschütze vernichtet.

Einzelne feiirdliche Störflugzeuge überflogen am Tag« Rorddewtschland ohne Bomben zu werfen. 3n der o«g- gangenen Nacht griff die britische Luftwaffe west - und nord» westdeutsches Gebiet an. Bor allem im Raum von Groß-Hamburg und in Landgemeinden der Umgebung ent­standen durch Spreng- und Brandbomben gröbere Gebäudeschäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Nachtjäger, Flak-Artillerie der Lustwasse und Marine-Flak schosien vierzehn mehr­motorige Flugzeuge ab. Sin weitere» feindliche« Flug­zeug wurde bei Tage an der norwegischen Küste zum Absturz gebracht.

3n der Rack t zum 4. März belegte die deutsche Luftwaffe las Gebiet von Groß-London mit Sprengbomben schweren Kalibers und Tausenden von Brandbomben.

Wachsende Auflehnung der Marokkaner

Algeciras. 3. März. In einzelnen Legenden Französisch- Marokros ist die Unsicherheit der U S A. - B e - satzungstruvven außerordentlich gewachsen, da die Marokkaner wegen der Zwangsrekrutierungen. der Beschlag­nahme landwirtschaftlicher Produkt« und des unverschämten Auftretens der USA.-Soldaten eine, immer mehr spürbare Abwebrstelluna einnebmen. In der Gegend von Feghui kam es wieder zu einem bewaffneten Zusammen- ft 0 ß. bei dem sowohl die Marokkaner als auch die USA.- Truvven Verluste batten. Sm Kreise Tlemcen (Orange­biet) bat sich ein weiterer aufsehenerregender Vorfall zuge­tragen. Der dortig« Kaid lud mehrere USA.-Offiziere ein. von denen er «Teufte, daß sie seinen Töchtern zu nabe ge­treten seien und erschoß drei der Kavaliere in seinem eigenen pause, während es dem vierten gelang, den Kaid niederzu­schießen.

Starke Wirtschaftskrise in Ägypten

Ankara. 3. März. In Ägyvten macht sich eine immew stärker werdende Wirtschaftskrise bemerkbar, wie aus Äuße­rungen des ägyptischen Wirtschaftsministers bervorgeht. Zahllose Handwerks- und Industriebetriebe mußten bereits wegen Mangel an Rohstoffen die Arbeit einstellen, während viele andere kurz vor ibrer Schließung sieben. Die Zahl der Arbeitslosen steigt immer mehr. Alle Bemühungen der Regierung, einen Preisstoo berbeizuführen. waren vergeb­lich. Aus dem Ausweis der Nationalbank von Ägypten er­gibt sich, daß der Banknotenumlaus Ende Januar die 100- Millionengrenze überschritten hat. Der Banknotenumlauf bei Kriegsbeginn betrug 16 Millionen.

Stalin besteht auf der zweiten Front in Europa (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitun»)

härtest«

Glaubens

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Di« heutig« Ausgabe umfaßt ß Setten

Kampfes. Der_______ ,, _

trennbar verbunden mit der Gründung

Die erbitterten Abwehrkämpfe im Raum von Orel

Bis zu den Stiften int Schmelzwasser t« Kampf gegen die LVsache Übermacht Reue schwere Verluste des Feindes an Menschen und Waffen

Eichenlaubträger -Obergruppenführer Eicke gefallen

Kommandeur der ^-Toteukopf-Divisip«

Oie Freimaurerei in Argentinier

.Buenos Aires. 3. März. Die Morgenzeitung ..Pueblo" »ent erneut in einem Artikel auf die Gefahren der Frei­maurerei für Argentinien bin. Die Leiter der Eeheimfekte Saßen anscheinend den Augenblick für gekommen erachtet, um ach aus ihren Schlupfwinkeln herauszuwagen und öffentlich Farbe zu bekennen. Am Dienstag haben sie ein Lochtönen­des Manifest veröffentlicht und am Mittwoch haben sie Hohe Staatsbeamte besucht. Man könne leider diese Betätigung nicht einfach als lächerlich abtun. wenn auch die karnevalisti­schen Titel, mit denen sich diese Leute belegen, an sich dazu verleiten könnten. Man kenne nur allzu genau den Anteil dieser. Brüderschaft am Weltgeschehen. In Frankreich und «vanien batten sie den inneren Frieden, io sogar die Eristenz der Ration selbst gefährdet. Man dürfe auch nicht vergessen, oatz.sie bereits viele Länder zu energischen Verboten der . Freunaurerei haben entschließen müssen. Auch Argentinien müsse davor auf der Hut fein, bevor es zu spät sei.

Druck und Verlag: L S-Atender,>1ch, Buchdruckers. SBittbabener TagNmt, Wierbade» SesmncketwvF: Dr. phll.dvbü. Duft«» Schellenderg und Otto Kaiser. Haupt- schriftlemr- Fritz Gllnther, sämtl in Wiesbaden. Zur Zeit ist Preisliste Nr, 10^

Berlin. 3. März. Nördlich Orel griffen die Bolsche­wisten am 20. bis zum 25. Februar immer wieder mit mehreren .Schützen-Divisionen und Panzerbrigaden die Stellungen rheinischer Grenadiere an. Durch Zu- »ammenfasiung seiner Menschen- und Panzermasien auf uchmalem Raum erzwang der Feind zunächst einen örtlichen Einbruch in die deutschen Linien. Grenadiere. Panzeriäger und Flakartilleristen riegelten die eingeorochene sowjetische Angriffsgruvve ab. Fünf Tage lang trommelte der Feind mit Artillerie und Granatwerfern auf die Sperrstellungen und stieß mit starken Kräften vor. um die Einbruchsstelle auszuwelten. Tag für Tag lagen unsere Grenadiere in ihren vom Schmelzwasier angefüllten Gräben und Schützen­löchern. Oft Mann gegen Mann kämpfend, hielten sie ihre kaum noch Schutz bietenden Deckungen gegen die fortgesetzt anstürmende Übermacht. Schließlich brachen sie- die Wucht der bolschewistischen Angriffe. Darauf traten die Rhein­länder zum Gegenstoß an und warfen den Feind aus 'einer so blutig erkauften Einbruchsstelle heraus. 6580 tote Bolschewisten. 34 vernichtete und 7 weitere bewegungsun­fähig geschossene Sowietvanrer. dazu zahlreiche zerstörte G' ichutze. Maschinengewehre und Granatwerfer des Feinde blieben im Schnee des Kamvffeldes liegen.

Während dieses fünftägigen Ringens führten die Bol­schewisten auch einen starken Entlastungsangriff mit Unten Nutzung von Panzern, starker Artillerie und Zahlreichen rchlachtflugzeugen gegen schlesische Grenadiere. Oft bis zu den Stiften im Wasser stehend, erwehrten sich die Schlesier der 20fa&en Übermacht, die den Abschnitt einer einzigen Kompanie mit drei Regimentern angriff. Mit Hilfe sofort herangefübrter Reserven wurde die entstandene kleine Ein- bruchstelle beseitigt und jeder Versuch des Feindes, diese Front von neuem aufzubrechen, unter Abschuß von 19 Pan­zern zunichte gemacht In der Nacht und am folgenden Tag

DNB.....,3. Mörz. (PK.) 3n den schweren Kämpfen im

Oste» ist d« Kommandeur der f#»Iotentepf = Division, tt-vderaruppensührer und General der Waffen-^, Theodor Eick«, Tröger de- Eichenlaubs zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes, in vorderster Linie den Heldentod ge- st-Ln.

es. Berlin, 4. März. So sehr sich auch die Engländer um Stalin bemühen und lo eifrig sie auch immer wieder versichern, daß ihr nordasrikanisches Unternehmen, das ihnen selbst soviel Kopfschmerzen macht, eine Entlastung bedeutet, so läßt der Mann im Kreml doch nicht den mindesten Zweifel, daß ihm das alles keineswegs genügt. Hat er eben selbst erst die Errichtung einer zweiten Front in Europa gefordert, so bekundet auch jetzt ein US-amerikanischer Journalist, der soeben aus der Sowjetunion zurückkehrte, daß Stalin mit den Anglo-Amerikanern heute genau so unzufrieden sei, wie vor dem nordafrikanischen Unter­nehmen. Er sei Über den Mißerfolg seiner Verbün­deten Bitter enttäuscht, denn er brauche eine zweite Front in Europa notwendiger denn je.

Nun würden die Engländer und Amerikaner zweifellos die Wünsche Stalins sehr gerne erfüllen. Wo sie der Schuh drückt, das sagte dieTimes" tn einem Artikel, in dem festgestellt wird, daß zunächst, bevor man sich auf irgendwelche groben Landoverationen einlasse, erst einmal die Situation zur See geklärt werden müsse. Das ist eine sehr vorsichtige Umschreibung der Tatsache, dab die deutschen U-Boote einen dicken Strich durch alle anglo-amerikanischen Pläne machen. Außerdem muß gerade jetzt die US.-amerikanische ZeitschriftTime" eingestehen, dab im Dezember und Januar der Schiffsbau nicht unwesentlich zurück- gegangen fei. daß es an den erforderlichen Schiffmotoren gefehlt habe. Auch hier zeigt sich wieder, daß die amerikanischen Rüstungs- bäume nicht in den Simmel wachsen. DieTime" selbst sieht dann auch die Dinge keineswegs sehr rosig an. Sie spricht von der Ge­fahr, daß die Menschenmassen, die Roosevelt militärisch mobilisiert, wegen des Mangels an Schiffsraum zum großen Teil gezwungen

Gefährdung der langsamen Geleitzüge durch die neue Angriffs­taktik unserer U-Boote in letzter Zeit von zahlreichen Stellen ge­fordert. Es ist aber ein schwerer Irrtum zu glauben, daß man auf diese Weise das Problem lösen könne. Abgesehen davon, daß die wenigen schnellen Schiffe, die noch vorhanden ober verfügbar sind, die zur Versorgung der Britischen Inseln notwendigen Gütermengen auch nicht annähernd befördern können, sind etwa 90 Prozent aller britisch-nordamerikantschen Neubauten, welche die vom deutschen ll-Bootkrieg gerissenen Lücken auffüllen sollen, Liberty-Schiffe. Diese aber sind aus Grund ihrer geringen Ee- lchwindigkeit ausschließlich für das Fahren in Eeleitziigen kon­struiert.

Man erkennt aus einer solchen Analyse, die keineswegs den Anspruch erhebt, erschöpfend zu fein, welche Wirkung der deutsche U-Boot-Krieg auf die gesamtstrategische Pla­nung der beiden gegnerischen Seemächte ausuit. Auf der einen Seite zehrt er an der längst nicht mehr ausreichenden Handels- tonnage und auf bet anderen Seite Binbet er bie gegnerischen Seestreitkräfte in einem Umfange, der zum Verzicht auf eine operative Verwendung bet Flotten zwingt, ober biefe boch wenig­stens erheblich einschtänkt. Nicht nur werben starke amerikanische Kräfte im Südvazisik durch bte javanische Kriegführung festge­halten, sondern auch England muh zur Verteidigung seiner In­teressen im australischen Raum und im Indischen Ozean Flotten- teile unterhalten, während die immer noch aus zahlreichen Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, Kreuzern und Zerstörern be­stehende britische Seimatflotte durch das Vorhandensein unserer schweren Schiffe in den nördlichen Stützpunkten unserer Seefront an bie britischen Heimatgewäffer gebunden bleibt.

So ist es bie Ausgabe bet deutschen Seekriegführung, durch den Angriff auf den feindlichen Schiffsraum bie Lebenskraft des britischen Gegners zu zerstören, die britilch-notdamerikanischen Ab- wehrkräfte zu zersplittern und unseren Gegnern dadurch bte Ver- «enbung ihrer militärischen unb operativen Offensivkräfte zu weiteren Einbrüchen in den europäischen Raum zu erschweren.

fein werden, von bet USA. aus den militärischen Ereignissen zu» zusehen, weil nämlich bet Schiffsraum fehlt, um diese Soldaten böutransoortiercn. Man fürchtet zuvem im kommenden Frühling, d?r mit der zu erwartenden Wetterverbesierung und den langen Tagen den deutschen U-Booten zugute kommt, daß bie Verfen- kungsziffern noch weiter steigen dürften. Aussichten, die begreif­licherweise in London unb Washington nicht gerade sehr frost stimmen.

Folgen der ASA-SchUsranmnot

Buenos Aires, 3. März. Der letzte Bericht des argentinischen statistischen Amtes über den Außenhandel des Landes enthüllt eilt bie hiesige Öffentlichkeit erschreckendes Bild der Aus­wirkungen des Weltkrieges auf die Wirtschaft Südamerikas.

Der Außenhandel Argentiniens erreicht« im vergangenen Ja­nuar 1943 einen bisher unbekannten Rekordtiesstand. Im Januar 1938 betrug die Einfuhrmenge 918 000 Tonnen. Nicht anders sah das Bild auf bet Ausfuhrseite aus. Die gesamte Warenbewegung im Januar 1943 erreichte nur 613 000 Tonnen gegenüber 1113 000 Tonnen im Januar 1942. Auch ber Einfuhr­wert ist außerordentlich geschrumpft. Er beträgt im Januar 1943 nur 83.7 Millionen Pesos gegen 145.3 Millionen Pesos im Januar des Vorjahres. Der Wertrückgang Betrug also über 42 Pro­zent. Mengenmäßig blieb bie Einfuhr um 59,3 Prozent unter bet Vorjahrsziffer zurück. Aus biefen Ziffern spricht der Erfolg bes bcutfdjen Unterseebootkrieges unb die durch ihn verursachte Tonnageknavvheit, bie bie USA. zwingt, immer neue Schiffe aus bet südarnerikanischen Versorgungsschiffahrt Herauszuziehen.

warfen die Sowjets wiederum Masien von Infanterie. Pan­zern. Bombern und Schlachtflugzeugen in den Kamni. doch scheiterten die erneuten Vorstöße ebenso wie die am Vorlage.

Am 26. Februar war es dann aber an anderer Stelle dieses Kampfabschnittes dem Feind gelungen, bei starkem Einsatz von Flugzeugen und Panzern, unter denen sich auch solche mit Flammenwerfergetäten befanden, eine Bresche in die Hauptkampflinie zu schlagen. Bevor noch im Gegenstoß die Einbruchsstelle wieder geschlossen war. kalte sich ein sowjetisches'i-Bataillon im Schutze der Nacht weiter vor­geschoben und stand in der Frtibe des Tages überraschend vor dem Eefechtsstand einer Artillerieabteilung. Der Komman­deur raffte sofort alle verfügbaren Kräfte zusammen und trat püt einer Handvoll Offizieren und Soldaten den Bol­schewisten entgegen. Die durch den unerwarteten Wider­stand überraschten Schi-Truvven mußten zu Boden und wurden kurz darauf mit Hilfe örtlicher Reserven bis auf einige Gefangene vollkommen aufgerieben. Eine ganz äbn- liche Lage ergab sich am 1. März. Wieder war ein Schi- Bataillon durch eine noch nicht voll geschlosiene Einbruchs­stelle eingesickert. Hinter der Front liegende Trnnventeile umfaßten jedoch das sowjetische Bataillon und stellten es zum Kampf. Richt ein einziger Bolschewist entkam.

' Auch südlich Drei wechselten tagtäglich Angriffe und Gegenstöße. Dabei baden Grenadiere aus Pommern. Mecklenburg und Brandenburg in 14 Tagen Manzigma! den feindlichen Ansturm brechen müssen. Lei einem dieser Gefechte wurden die Bolschewisten im Gegenstoß zurückae- schlagen und verloren außer 300 Toten 11 Panzer. Ein vommerfcher Obergefreiter schoß mit einem leichten Panzet- abwehrgeschu« vier und ein schweres Pataeschütz drei ab. während drei weitere durch Pauzervernichtungstruops und der letzte durch Minen und Panzerbeschuß erledigt wurden.

Schon einmal war der Tob dicht an ihm vorübergegangen. Als ^-Obergruppenführer Eicke in den Herbsttagen bes Jahres 1941 von einer Spitzenkompanie zurückkam, fuhr fein Kübelwagen auf eine sowjetische Mine, unb er würbe schwer verwundet. Aber noch war die Wunde nicht richtig verheilt, da erschien er wieder, auf einen Stock gestützt, bei seiner Truppe. Bei seiner W «loten» kopf-Division, bie er im Osten gegen bie Sowjets geführt hatte, mit bet er manche siegreiche Schlacht geschlagen unb bei bet et nun

Weltkrieg zurückgekehrt wat, schloß er sich schon frühzeitig ber Be­wegung an unb hielt bem Führer bte Treue auch in ben Zeiten ber allerschwersten Kämpfe unb Krisen. Er trägt bas Goldene Ehrenzeichen bet Partei. Als einet ber engsten Mit­arbeiter bes Reichsführers ff Heinrich Himmler hals er mit, bie Schutzstaff ely auszubauen.

3ladj ber Machtübernahme Berief ihn bet Führer zu neuen Aufgaben. Er würbe bet Kommandeur bet 4f-Totenkopf-Ber- bSnbe, bte er aufbaute unb bie zu ben ersten Einheiten bet jetzigen Waffen-U gehörten. Di« Krönung seiner Arbeit würbe jeboch die Aufstellung unb Führung ber -Totenkopf-Division, mit bet er unvergänglichen Ruhm an bie Fahnen bet Waffen-U heften konnte.

Papa Eicke", wie ihn seine jungen ffirenabiete nennen, wat eine politische Führernatur großen Formats. Aber er war ebenso etn Solbat von hohen Graben. Im Westfelbzug, bei Gambrat unb Artas, am La Bassee-Kanal, bei­ße Cornet Malo unb Le Patbbis errang bie junge Division unb ihr Kommandeur bie ersten Erfolge unb ben ersten militärischen Ruhm. Englische Elite-Regimenter mit ausgesuchten Berufs­soldaten, wie bie Royal Scoth, bie Norfolks unb anbet«, konnten bem Ansturm ber Totenkopf-Division nicht widerstehen.

Aber was war bas schon alles gegen ben Einsatz im Osten. Die schwer befestigt« Stalin-Linie würbe überrannt, Äieslau unb Rageli, Dagba, Sebesh unb Opotschka würben genommen unb [üb« ostwärts bes Ilmensees würbe Lushno mit einer ff-Division gegen sieben Schützen- unb eine Panzer-Division ber Sowjets gehalten. Timoschenko wußte, mit wem er es zu tun hatte, als et tn einem Tagesbefehl bie unbebingte Vernichtung ber -Totenkops-Divi­sion, bet politischen Soldaten Hitlers, forderte.

Winterschlacht südlich bes Ilmensees . . . von allen Selten von einer Übermacht sowjetischer Divisionen berannt . . . monatelang abgeschnitten, das wat der Kampf in der Festung Demjansk, etn Inferno des Grauens bei eisiger Kälte, eine Front, die nur aus Stützpunkten bestand, eine Bastion bes helbenmütigen Widerstandes, die bis zum letzten Mann gehalten werden mußte unb gehalten wurde. Die Geschichte dieser Schlacht ist noch nicht geschrieben. Sie ist die Geschichte ber Helden des Ilmensees. Der Stoß bet sowjetischen Armee in bas Herz des baltischen Raumes mußte hier abgefangen werben. Unb er wurde abgefangen. U -Obergruppenführer Ercke ethieft im vergangenen Winter für den heldenmütigen Widerstand seiner Division vom Führer bas Ritterkreuz und kurze Zeft daraus auch das Eichenlaub.

In einem neuen Frontabschnitt Hai er nun für Vaterland unb Führer fein 2eben dahingegeben. Et ist seinem tapferen Sohn gefolgt, bet ebenfalls an bei Ostfront ben Helbentob gestorben ist. Mehr tun als seine Pflicht", war bie Richtschnur seines Handelns. Ein Mensch dieser Zeit, erfüllt von einem tiefen Glauben an die Idee bes Nationalsozialismus, von einer unbeugsamen physischen Energie, eigenwillig unb stimmig manchmal und doch aufge­schlossen für bie menschlichen Nöte seiner Männer, ohne Achtung vor ber persönlichen Gefahr, bas war Theobor Eicke. Der Geist mtt bem et seine Truppe in härtesten Kämpfen eines beispiellosen Siegeszuges beseelte, ist bas Geheimnis bet Erfolge feiner Toten- kopfbivision. Et ist bas unvergängliche Vermächtnis bieses Kämpfe». Kriegsberichter Kurt Schaaf.

gefallen ist. ,

Ein Leben hat feine Erfüllung gefunben, ein Leben bes " en persönlichen Einsätzes, ein Leben bes an seinen Führet und ein Leben des siegreichen Der Name des ^-Obergruppenführers Eicke ist un» ___________ibunben mit der Gründung unb Entwicklung ber in so vielen Schlachten siegreichen Waffen-^. Am 17, Oktober 1892 würbe et in Hübingen (Elsaß) geboten. Nachdem er aus bem