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Wiesbadener Tagblatt

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Nr. 53

Donnerstag, 4. März 1943

91. Jahrgang

Nur ein Gesetz: Krieg und Sieg!

Feststellung. Bei dem erbitterten Abwehrkampf erbeuteten oder vernichteten unsere Truppen: 68 Panzer, 74 Geschütze aller Art, 304 Granatwerfer, 776 Maschinengewehre, 203 Panzerbüchsen, 9 Feldküchen und drei Traktoren. Weiterhin wurden vier feindliche Flugzeuge von HeeresverbSnden abgeschossen.

Munoz Grande Lhef des MüitärKabinetts

. Madrid, 3. März. Der unter dem Vorsitz des Cau­dillo zusammengetretene spanische Ministerrat ernannte den eheminigen Kommandeur -der Blauen Division. General­leutnant Munoz Grande, zum Chef des militärischen Kabinetts General Francos.

cm ®em bisherigen Chef des Kabinetts. Generalleutnant M o s c a r d o. wurde der Posten des Eeneralkavitäns von Katalonien übertragen. Dioistonsgeneral Garcia Escamez ist zum Generalkavitän für die Kanarischen Inseln ernannt worden.

Bolschewistische Schulmeister und die libysche Wüste

Es ist immer dumm, das Fell des Bären zu verteilen, wenn man ihn gar nicht hat. Aber es ist zugleich aufschluß­reich, einmal im einzelnen zu wissen, wie sich in führenden Hirnen unserer Gegner eine Besiegung Deutschlands dar­stellt. Die englische ZeitschriftTime and Tide" z. B. schlägt vor, daß sich die Gegner Deutschlands auf mindestens eine Generation der Erziehung des deutschen Volkes annehmen müssen. Besonders die Jugend müsse vorgenommen werden. Die Lehrerschaft solle entlassen werden, führende Jugend­erzieher müsse man aburteilen, nichtdeutsche Lehrkräfte müßten herangezogen werden. Hier will man uns -wenig­stens noch nicht mit Haut und Haaren fressen, wenigstens das Leben läßt man uns großmütiger Weise Bis zu welchen Verstiegenheiten des Hasses aber man in aller Öffentlich­keit sich bekennen darf, zeigt William Barkley imDaily Erpress .Wenn eine Naturkatastrophe die Deutschen ver­nichten und aus Deutschland eine libysche Wüste machen würde, dann würde sich die ganze Welt darüber freuen, ja man würde es direkt begrüßen, wenn die Natur eine der­artige Katastrophe herbeiführen würde. Man sieht, es sind nicht bloß die Bolschewiken, die das Chaos bringen werden Man sieht auch, hier ist kein Rest mehr von Einsicht und Menschlichkeit. Und man sieht, wie recht der Führer hat wenn er immer betont, daß dieser Kampf kompromißlos zu Ende ausgetragen werden muß. Weil wir keine bolsche­wistischen Schulmeister haben wollen und keine libysche Wüste werden wollen, darum opfern wir, arbeiten wir, und darum kämpfen wir bis,zum Siege.

Heinrich Reichert.

Nicht überraschend, daß die Verluste schwer sind Der Erst« Lord der brttischen Admiralität sprach im Unterhaus

In den Klauen Stalins

London liefert neue Beweise für die fortschreitende Bolschewisierung Englands

Heldentod des Eichenlaubträgers Becker

Berlin. 3. März. Hauptmann Ludwig Becker, einer unserer erfolgreichsten Nachtjäger, kehrte von einem Feind- nug am gleiche» Tage nicht mehr zurück, an dem ihm der »rüfirer als 198. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiserne» Kreuzes verlieh.

Hauptmann d. R. Ludwig Becker ist als Sohn des Re- gierungsbaumeitters Becker am 22. August 1911 in Dort­mund geboren. Er studierte an den Universitäten Berlin und Münster Jura und Volkswirtschaft und war während ieines Studiums in Münster Mitbegründer der akademischen Fliegrrgruvve und des SA.-Fliegersturmes. Er ging dann ganz zur Fliegerei über und war seit 1937 Seaelflugbauvt- lehrer. Bis zum Kriege Einflieger und Fluglehrer bei der Fliegerhorst-Kommandantur Müntter-Lodftenbeide. wurde er bei der Luftwaffe zum Jagdflieger und Sturzkampfflieger ausgebildet. Als Jagdflieger und Zerstörer nahm er am Kriege teil. Nach dem -Frankre'ch-Feldzug kam er zur Nochtiagd. Ende 1941 wurde er Führer einer NaLtiaad- staffel. Er wurde viermal im Webrmachtbericht erwähnt und erhielt nach seinem 30. Nnchtiaadstea am 1. Juli 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Hauptmann Becker baf insgesamt 46 Nachtjagdstege errungen.

ländern und den Bolschewisten kein Unterschied. Sie waren stch einig in dem Gedanken der Vernichtung der europäischen Kultur und Zivilisation. Dabei ist allerdings zu berücksich­tigen. daß wir die Engländer lange Zeit hindurch falsch bewertet haben. Wir haben uns durch englische Schlag­worte wie Gentleman und Fairneß blenden lasten und haben immer geglaubt, daß England einen Kampf anständig fuhren wurde, wobei wir allerdings die Burenschlächterei der Engländer und ihre Verbrechen in Indien übersahen, veute kommt die wahre englische Gesinnung wieder zum Ausbruch, wenn der Londoner Nachrichtendienst erklärt, leder Engländ erfreue sichdarüber. wenn Männer. Frauen und Kinder aualvoll leiden müßten. Da­mit bekennt stch England noch einmal zu den Terrorangriffen seiner Luftwaffe auf deutsche Wohnviertel. Terrorangriffe, wie ste auch von der jüdischen ..New Bork Times" eben erst wieder nachdrücklich gefordert wurden.

Weder so. noch mit ankeren Methoden werden die Eng­länder ihr Ziel erreichen. Sie wüsten vielmehr immer wieder erkennen, daß ste stch verrechnet haben und daß ihre Hoffnungen aus die US.-Amerikaner vergeblich waren. Ge­rade letzt mehren stch in der englischen Preste die Stimmen, die vor der amerikanischen R a u b g i er warnen. So durste man in England auch kaum davon erbaut sein, daß der US.-amerikanische Marinejninister Knox jetzt im Fi­nanzausschuß des Senats erklärte. ..wir. bauen keine zwei Ozeanflotten, sondern eine Flotte, die groß genug ist. um alle Meere der Welt zu beherrschen." Vor türkischer Seite, wird zugleich auf den wachsenden Einfluß der US.» Amerikaner in den Ländern des Nahen Ostens verwiesen, wobei das türkische Blatt ..Cumhuriget" ausdrücklich iest- stellt. daß auch das auf Kosten Englands erfolgt. Auch das muß England also hinnebmen. Gleichzeitig macht Roose­velts Beauftragter für Pacht- und Leihfragen. Stettinus. leinen Landsleuten, die um ihr Geld besorgt stnd. die Mit­teilung. daß die Vereinigten Staaten doch schon im Kriege wieder einen Teil ihrer Forderungen eintrieben. So wurden die nach England. Australien. Neuseeland ukw. ent­sandten Truppen dort ohne Eeaenrechnung versorgt, so daß man für den Unterhalt der US.-amerikanischen Soldaten von den britischen Inseln monatlich die geringe Summe von 25 000 Dollar aufzuwenden habe. Die Briten sehen also aus dieier amtlichen amerikanischen Feststellung, daß Chur­chill Lohn und.Verpflegung der Amerikaner in Groß­britannien letzt schon aus dem englischen Staatssäckel be­zahlen muß. Mit anderen Wdrten heißt das. daß Eng­land sozusagen Besatzungskosten an die USA. zu zahlen bat.

Der Britenterror in ©grien

Ankara, 3. März. Wie aus Beirut gemeldet wird, wuiwen m.der ersten Hälfte des Februar in Damaskus U>ei und in Settyt drei Personen, in der Mehrzahl Araber, aut Grund britischer Kriegsgerichtsurteile wegen angeblicherGefährdung der Sicherheit" hingerichtet. Da die Regierung Michis und die Besatzungsmacht die Lage Nicht m der Hand haben, wüsten ste zu solchen Mitteln grei- seu. um ihre Stellung, die ste mit deröffentlichen Sicher­heit lndentifizleren. zu erhalten. Es wird auch kein Ge­heimnis daraus gemacht, daß diese Maßnahmen als ab- nhreckendes Beispiel gegen die nationale Bewegung gedacht und.

as. Berlin, 4. Marz. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner «chriftleitung.) Emen schönen Beweis für die fortschrei- tende Bolschewisterung Englands liefert die britische Zeit- ichriitS p e c t a t o r. die u. a. schreibt, daß es einen Gegensatz zwischen.dem Bolschewismus und dem britischen Kapitalismus, selbst wenn er zu Beginn ches Krieges noch bestanden hätte, beute nicht mehr gibt.Sie müssen sich", so heißt es in diesem Artikel über ore . kapitalistisch-bolschewistische Verbrüderung,verstehen, lieben und schätzen lernen. Freie und rückhaltlose Zu­sammenarbeit, zwischen dem britischen Kapitalismus und dem Bolschewismus, die stch auf gegenseitiges Vertrauen gründet, garantiert allein die Stabilität Euro päs in der Nachkriegszeit." Herr Stalin denkt stch diese Stabilität allerdings etwas anders. Er hat nicht die mindeste Absicht. stch in die europäischen Dinge von den anderen bmeinreden zu lasten, sondern er beansprucht, wie wir wiederholt betont und wie immer wieder festzustellen ist. das ganze Europa.

. _ ®as mußten auch die polnischen Emigranten xeititellen. die sich mit allen möglichen wilden Ideen über bre Wiederherstellung früherer polnischer Grenzen tragen. Ste stnd dabei sofort auf den Widerstand Stalins gestoßen, aber ste müssen auch erkennen, daß die Engländer für die Emigrantenforderungen nur ein sehr geringes Interesse haben. Sie wurden es am liebsten sehen, wenn über diese Dinge gar nicht geredet würde, weil derartige Debatten nur die Zusammenarbeit derVerbündeten" stören kann. Die Engländer würden deshalb am liebsten über diese polnischen Emigrantenwünsche zur Tagesordnuna übergehen und ihnen wäre es dann auch gänzlich gleichgültig, wenn späterhin Stalin vollendete Tatsachen schaffen würde, die natürlich mcht hie mmdette Rückstcht auf die Wünsche der Emigranten nahmen. Man erklärt bxute schon in London ggnz offen, daß bei der Bestimmung der Grenzen im Osten Europas, die - Sowjetsam meisten zu lagen batten." Auch die ..Daily Mail' laßt erkennen, zu welchen Zuaeständisten London Moskau gegenüber bereit ist. wenn ste schreibt. P e t k a m o und v a n g o e gehörten zu den lowietischen Forderungen. Moskau will dieKarelische Rase" haben. Der ganze Ar­tikel zeigt, daß England dem sowjetischenGriff um den Norden" durchaus zustimmt, wobei stch auch London nicht tnt unklaren darüber sein kann, daß das die vorberei­tende Aktion für die Bolschewisterung Westeuropas bedeuten wurde.

. Auch gesinnungsmäßig. das mutz ebenfalls immer wieder testgestellt werden, besteht heute zwischen den Eng-

Olt Februar-Kämpfe im Abschnitt Mitte

Berit», 3. März. Im Lause des Februar griffen die Bolsche­wisten mit starken Kräften auch Teile des mittleren Front äbschnittes an. Ste unterstützten ihre 3 nf enterte« massen durch das Feuer zahlreicher Batterien und durch erhebliche Panzer- und Luftstreitkräfte Sämtliche Angriffe brachen im Ab­wehrfeuer, in erbitterten Nahkäinpfen oder durch schwungvolle Gegenstöße zusammen. Die Verluste des Gegners bei seinem ver­geblichen Anrennen gegen die deutschen Linien waren schwer. Er verlor allein im Abschnitt von vier deutschen Armee- k o r p z innerhalb von 17 Tagen neben fast 2000 Gefangenen mehr als 21 000 Tote in und dicht vor den umkämpften Stellungen. Dabei konnten die blutigen Ausfälle des Feindes nur zum Teil ersaßt werden, denn alles das, was bereits im Hinterlande, im Anmarsch, in der Bereitstellung oder in der Ent­wicklung zerschlagen oder beim Zurückfluten von den Bolschewisten in die Ausgangsstellungen mitgenommen wurde, entzieht stch jeder

Das Ziel unseres Seekrieges

Don Kapitän z. 6. Mohr-Kitzeberg

.Der europäische Krieg ist heute in ein Stadium getreten, in demsichdlezukuuitigen Entwicklungen klar abzeichnen. Nachdem es der brttlsch-nordamerlkanischen Seemacht nicht gelungen ist, Europa nach dem tm Kriege 1914'18 bewährten Muster der Fern­blockade zu bezwingen, da die Achsenmächte dem europäischen Kon- tinent durchs ihre Landmacht die Blockadefestigkeit erkämpft haben hoffen die Gegner uns militärisch durch den Einbruch in den ^?Eschen Festlandsraum bestegen zu können. Die erste dieser mihtanfäen Operationen war die Landung in Nordafrika mit bent weitreichenden strategischen Ziele, Europa vom Süden her henUnT6en ^^""e Einbruchsversuche an anderen Stellen wer­den ohne Zweifel versucht werden.

... Vorbedingung zu militärischen Operationen dieser Art Vorhandensein ausreichenden Schiffsraums und volle Be- wegungssreiheit auf den Seewegen. Der größte Teil des Schiffs­raumes von England und den Bereinigten Staaten wird aber fep «r btesUoetia6Ii^e Versorgung der Britischen Inseln mit Rohstoffen und Lebensmitteln gebraucht. Für ihre Afrikaunter­nehmung haben unsere Gegner zwar unter Zurückhaltung aller ^'"Llichen Wunsche für die eigene Versorgung diesen Schiffsraum freimachen können, doch können ste bei der ständig wachsen­den Verknappung infolge des deutschen U-Boot-Krieges trotzZu- fammenlegung und gemeinsamer Verwertung im Schiffahrtspool weitere Tonnage stricht mehr entbehren. '

Gerade aus den Vereinigten Staaten hört man in letzter deit zahlreiche Stimmen über die unerträgliche Be- lastung. welche die Versorgung des britischen In seit eiche-> für bte britisch-nordamerikanische Seekriegfüh- ruitB 6ebeutet. Man beklagt stch nicht ohne Bitterkeit, daß mehr als die Halste des vorhandenen Schiffraumes für diesen Zweck allem in Anspruch genommen wird, mehr noch darüber, daß erhebliche amerikanische Seestreitkräste durch die Sicherung bet gemeinsamen Seeverbindungen ihren eigentlichen Ausgaben ent­zogen werden. Waren, es früher nut'dieWestern Avvroaches". die Gewässer um England, die gegen die Angriffe unserer Unter­seeboote gesichert werden mußten, so ist es heute der ganze Atlan- trk, ia es find darüber hinaus alle Weltmeere, die des Schutzes der HaNdelsfchiffahrt bedürfen. '

Sachverständige Kreise in England und den Bereinigten Staaten rechnen damit, daß England ungefähr die Sälfte seiner Flottenstreitkräfte unmittelbar und mittelbar für diese Aufgabe ernsetzen muß und daß die Vereinigten Staaten gezwungen wer­den, auch ihrerseits immer mehr Schiffe für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Vereinigten Staaten aber mußten mit ihrer Ein-Ozeanflotte - für die erstrebte Zwei-O,eanflotte war nur er,t das Bauprogramm ausgestellt worden einen Krieg aus ihren beiden Seefronten im Atlantik und im Pazifik führen.

Eine weitere, nicht minder tief eingreifende Anzapfung des bereits verknappten- Schiffsraumes wird durch die mili-

Kreuzei zehn Zerstörer und sechs andere Kriegsschiffe mit vielen Handelsschiffen und wertvollen Menschenleben gekoste? hätten. Nack echt brrtisch-vlutokratischer Denkart fügte er hinzu, daß diese Veb- luste bei der Silfe'sur die Boffchewiftengute Zinsen" gebracht hatten. Die Gelertzuge nach Malta, so fuhr er fort, hätten drei .^Euzer, neun Zerstörer, zwei Flugzeugträgerund Sandels- lchiffe gekostetWenn man die Aufgaben berücksichtigt", s» ichloß Alexander diesen Test seiner Rede,den die britische Marine m der ganzen Welt und sehr häufig in Meerengen, aus» fuhrt, ist es nicht überraschend, daß die Verluste schwer stnd."

Auch sonst bot die Rede Alexanders dem Unterhaus trotz manchem schönen Worte nickt sehr vielErmutigendes". So wollte er ä Bnicht sagen, daß die U-Boote nicht zunehmen". England habe stch entschlossen, stch mehr auf den Bau von Geleitschiffen zu werfen, selbst wenn dadurch der Lau von Handelsschiffen beein­trächtigt werde, denn es bestehe ein äußerst dringlicher Bedarf an zu,ätzlicken Schiffen für den Eeleitzug. Eine große Anzahl von Handelsschiffen fei auch in Silfskriegsschiffe umgebaut wor­den. Die Menge der Revaraturarbeiten seiin diesem Kriege größer als irgendetwas, was man aus dem letzten Kriege kannte". Allen diesen Sorgen gegenüber kann es wenig bedeu­ten, wenn auch der Erste Lord der britischen Admiralität aus der Tatsache der deutschen U-Boot-Schwervunktbildung illusionistische .Lorbeeren" zu pflücken versuchte, indem er die Seegebiete als am wenigsten bedroht herausstellte, in denen unsere U-Boote gerade nicht stnd. Auf diese Weise ist aHetbings eineBesserung" zu konstruieren. Da- Versenkungsergebnis vom Februar 1943. da» trotz schwierigster Wetterlage das Ergebnis des Vorjahres um 100 000 BRT. übertraf, gibt hier die beste Antwort

Oie presse als geistiges Kriegsinstrumeut

Eine Gaupressekonferenz in Franksurt am Main

NSG. Das Eaiivresseamt hatte die Hauvtfchriftleiter der Presse des Gaue- Hessen-Rassau am Mittwochnachmirtag im Adolf- Hitler-Haus in Frankfurt am Main zu einer Pressekonferenz ver­sammelt, auf der ein umfassender Überblick über den gegenwär­tigen Stand der totalen Mobilisation aller zivilen Kräfte des Gaues gegeben wurde.

Es sprachen zu diesem Thema der Gauwirtschaftsberater Gau« amtsleiter Generaldirektor A v i eny,, der Präsident des Landes­arbeitsamtes Hessen. K r e t f dj m a nn . und die Gaufrauenwal- . terin der Deutschen Arbeitsfront. Fräulein Tripps. Die Referate, die eingehend die Durchführung und Problematik des Aufgabengebietes erörterten, brachten zum Ausdruck, daß die Be­völkerung des Gaues das Gebot der Stunde voll verstanden habe und die erforderlichen Maßnahmen, die vielfach mit unvermeid­baren Härten verbunden find, mit Einsicht und Bereitwilligkeit begleite.

Der Leiter des Gauvressearntes, Oberbereichsleiter Hauvt- Ichriftleiter ll ck e r m a n n der die Konferenz leitete, gab der Presse anschließend fachliche Anweisungen für ihren Einsatz als politische Willensbildnerin und geistiges Kriegsinstrument der Nation.

Stockholm, 3. Marz. Der Erste Lord der britischen Admirali­tät. Alexander, sprach am Mittwoch anläßlich der Vorlage des neuen Flottenvoranschlages im Unterhaus. Obgleich er auch diesmal versuchte, seine Rede wieder unter dem stch bisher in ledern Jahr stereotyp wiederholenden Tenor zu stellen, die Lage sei letztßefje i al s im Vorjahr" zum erstenmal hörten wir diese hilflole Phrase von ihm im Jahre 1941 konnte er doch angesichts der ständig wachsenden U-Boot-Gefahr nicht um­hin, seiner Sorge in zahlreichen Hinweisen Ausdruck zu verleihen.

Entschuldigend begann er seine Ausführungen mit der Be­merkung. daß der Eintritt Japans in de» Kriegdie ganze Lage über Nacht geändert" habe. Mit einem Schlage feien ämei Ozeane dem Gebiet zugefügt worden, in dem die britische Schiffahrt durch U-Boot- und Fliegerangriffe, sowiedurch eine gewisse Flottenstärke" bedroht worden sei. Der Teil der britischen Kriegsflotte, der für Geleitzüge im Atlantik bereitgestellt gewesen sei. habe in diese Kriegsschauplätze abgezweigt werden müssen. Alexander gab bann zu, daß die Versenkungen an der amerikanischen Ostküfte zu einer schweren Belastung der verbün­deten anglo-amerikanischen Tonnage geworden seien. Zeitweise hätten die Verluste in diesem Gebiet insgesamt mehr als Drei­viertel der Gesarnttonnaae der dort verkehrenden Schiffe betra­gen. Lord Alexander sprach weiter über die gefährliche Eismeer- Route nach der Sowjetunion, wobei er sich zu einem weiteren Teilgeständnis aufraffte und zugab. daß diese Operationenzwei