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Wiesbadener Tagblatt

_ ... uj... «r «uAKotiiA« ft «nSaaden Erfcheitmugszeit werktäglich nachmittags

91. Jahrgang

Dienstag, 2. März 1943

Nr. 51

«Sche«1lich i* « «usgavcu SrjcheiiwngSzeit werktäglich nachmittag«

ÄSbrÄ6PÄ ÄZÖÄ ä amV-rtag-

Lr»a mto «erlag: X. ScheUtnverg lchr Änchvrmlerct, xauggaste Nr. 2i «ragvlatt.Ha«S> SernzuT. 6awtmel-iRt. 59631 Drahlanfchrtft, LagdUM, Wiesbaden Postichecktonw Aranttun cu M. 7405 SeiugepreiU: Für einen M-nai RM 2.- emichlreblrch des TrSgerlohn« Durch fr« W» btgogen Mr «men Monat RM 2.35, zuzügtich RM 0.86 B«st«llgetd - Emz-lnummem RM 0.10 -

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klar.

etit fei

53 Millionen beim 6. Opfersonntag

Berlin, 1 März, Bei dem am 14. Februar 1943 durchgeführten 6. Dpfetjonntag im Kriegs-WHW. wurde das bisher beste Ergebnis aller Opferfonntage erzielt. Nach den vorläufigen Feststellungen hat die Heimat bei dieser Sammlung 53 154 398,37 Reichsmart aufgebracht. Die gleiche Sammlung des Vorjahres hatte ein Ergebnis von 35 130 696,92 Reichsmark. Es ist somit eine Zunahme von 18 023 791,45 Reichsmark, das find 51,30 e. H. zu verzeichnen.

Ribbentrop empfing die Missionschefs

der Dreierpakt-Berbündeten und der befreundeten Rationen

Rom, 1. März. Der Reichsminister des Auswärtigen, vo n Ribbentrop, empfing anläßlich seiner Anwesenheit in Italien am Sonntagvormittag die Missionschefs der Dreier» pakt-Verbündeten und ber befreundeten Nationen der Achsenmächte.

576800 BRT. im Februar vernichtet

Unsere U-Voote trotz ungünstiger Witterung und stärkster Abwehr erfolgreich

Keine Hemmungen!

Wenn jetzt durch den verstärkten Arbeitsein­satz für den totalen Krieg zahlreiche Männer und Frauen in kriegswichtigen Betrieben einer Beschäftigung zugefuhrl werden die ihnen bisher unbekannt war, so wird das Neue, dem sie gegenüber stehen, zunächst schwieriger erscheinen als es in Wirklichkeit ist. Bei jeder Umstellung im Leben oder im Beruf haben wir uns mit Hemmungen abzu­finden, die umso leichter überwunden werden, je mehr wir uns von der Notwendigkeit einer Maßnahme überzeugen. Die Schwierigkeiten, denen der einzelne im Anfang gegen­über zu stehen glaubt, werden erleichtert durch das Ver­ständnis, das ihm von den Arbeitskameraden und Arbeits­kameradinnen entgegengebracht wird, die schon längere Zeit in dem kriegswichtigen Betrieb tätig sind und jeden Neuankömmling auf das kameradschaftlichste unterweisen und zur Seite stehen, um seinen Einsatz sobald als möglich zu einer vollwertigen Arbeitsleistung zu ge­stalten. In den Betrieben sind besondere Anlernkräfte vor. banden, die sich verständnisvoll ihrer Aufgabe unterziehen und dafür Sorge tragen, daß sich die neu Eintretenden au ihrer Arbeitsstätte bald heimisch fühlen. Nichts ist so schwer, daß es nicht mit freudiger Hingabe, mit Eifer und gutem Willen überwunden werden könnte. Und jede Be­schäftigung ist interessant, wenn man ihr mit Aufmerksam­keit und Verständnis gegenübertritt. Hemmungen bestehen nur so lange, als man sich überflüssig fühlt. Hat man erst das Gefühl, in der aus tausend Rädern und Räderchen be­stehenden Organisation des Betriebes ein wichtiger Teil zu sein und damit die Überzeugung geworren, daß ein Versagen das ganze Getriebe gefährdet, dann ist man ein v o 11 w e r - tiges Glied in der Kette des kriegswich­tigen Einsatzes, der der Zerschlagung unserer Feinde dient und den Willen zum Sieg im Glauben an Deutsch­land in die Tat umsetzt. Fritz Günther-

Einig in Weg und Ziel

Die römischen Gespräche unterstreichen die unerschütterliche Geschlossenheit der Achse

tonet in Europa durchkreuzen. Das. so setzt die englische Zeitschrift hinzu, vergegenwärtige man ftw tn wrvtz- britannien noch viel zu wenig.

Damit wird zugleich deutlich, was Don all den eng­lischen Versprechungen zu halten ist. daß EroichrttcmNien notfalls die kleinen Staaten vordem Bolschewismus schützen würde. Selbst die britische Zeitschriftmutz zugeben, daß England dazu garnicht in der Lage wäre, wobei nur noch darauf zu verweilen ist. daß fick Staltns F",rdernn gen aus ganz Europa er st recken. Gegenüber diesem Wirrwarr im feindlichen Lager haben der Duce und der Rerchsaußenminister noch einmal die Entichlossenheit der beiden Achsenländer bekundet den Krleg bls zut volligen Vernichtung der feindlichen.Streitkräfte und dlszur endgültigen Beseitigung,der tödlichen Gefahr einerBolsche- wisierung Europas zu fuhren. Die Achse allein ist tn; bet Lage, diele Geiaht ein für allemal zu beseitigen und io in Europa eine Neuordnung zu errichten, die allen euroxatichen Völkernein gesichertes Dalem m einet Atmowhate der Gerechtigkeit und der Zusammenarbeit bieten wird. Ge­rade um dieses hohen Zieles willen, aber auch wird der Kampf kompromißlos geführt.An 'cmemEmde mtri) etn gesichertes Dasein im großeuropaiscken Raum^tebon der trel sein wird von allen iudisch-vlutotratlicken Cmtluiien. Zwo frt Hix Zukunft, die dem gegenwärtigen schweren vKamvl folgen wird die Zukunft, für die Europa unter der Führung der Achse seine ganze Kraft einsetzen muß und einsetzen wird.

Finnland kämpft unbeirrt für seine Sicherheit

Red« des StaatsveSfidenten Rqti bei seinem neuen Amtsantritt

Ans dem Führerhauptiplartier, 1. März. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Angriffe, die der Feind auch gestern gegen die Fronten des Kuban-Brückenkopfes führte, brachen unter hohen blutigen Verlusten zusammen. Bor Roworofiijsk schoß Artillerie des Heeres ein mit Panzern beladenes Schiff in Brand.

An der Mius-Froni trat der Feind »ach heftiger Artrlle- rieoorbereitnag auf breiter Front zum Angriff an. D.e S-»iets wurden schon vor der Hauptkampsliuie ,m Abwehrfeuer zerschlagen.

Der eigene Angriff im Raum von 2si»m gewann auch am aestrige» Tag weiter an Boden. Die Angrisssdivisi-nen warfen den zäh sich wehrenden Gegner aus und über de» D-nez zuruck.

Berfperugte und abgeschnittene sowjetische «raste wurde» auf- gerieben, dabei 23 Panzer abgeschossen, und zahlreiche Gefangene und Beute eiugebracht.

Starke Kamps- und Rahkampfsliegerverbande sührten wuch­tige Angrisssschläge gegen zurücksliehende feindliche Kolonnen und bekämpsteu masfierie sowjetisch« Kräfte.

Jo de» Kampsräume» von Charkow, Kursk und Orel und südlich des JImenfees scheiterten zahlreiche Angriffe^«- Feindes in schweren Kämpfen. An einer Stelle wurden motorifierte Truppen der Sowjets eingeschlossen und vernichtet.

«egen einen schmalen vorgeschobenen Stellnngsbogen südlich des Ladogasees führte der Feind gestern hintereinander zehn An­griffe. die aber verlustreich abgeschlagen wurden.

Im Geilte treuer Verbundenheit

Telegrammwechsel zwischen König Boris und dem Führer

Berlin, 2. März. (Funkmeldung.) Zur Wiederkehr des Jahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt hat König Boris an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet:

Anläßlich der Wiederkehr des historischen Tages, an dem vor zwei Jahren Bulgarien dem Dreimächtepakt bergetreten ist, über, mittle ich Ihnen, Führer, meine .unb des ihnen tiefst dankbaren bulgarischen Volkes herzlichste Glückwün-che Ich oer= binde damit im Geiste der langiahrigen festen Freund chaft und t r e u e r V e r b u n d e n h e i t unserer Nationen die aufmchtigsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Gluck des heldenhaste» deutschen Volles , und seiner ,m stolzem Kampfe um eine gerechtere Weltordnung eingesetzten siegreichen Waffen.

gez. »ott 5.

Der Führer hat darauf wfe folgt, geantwortet: . ..

Für die mir zum Jahrestag des Beitritts-Bulgennens zum Dreimächtepakt, telegraphisch ausgesprochenen Eluckwunsche sage ich Euerer Majestät meinen aufrichtigen Dank. Erfüllt von bei festen Zuversicht auf unseren Enhsreg und e,ne ge­rechte Neuordnung der Welt, erwidere ich Ihre Eruße mit meinen herzlichen Wünschen für das Gedeihen des »ns durch langjährige Freundschaft verbundenen bulgarischen Volkes und für Ihr persönliches Wohlergehen. gez. Adolf Hitler.

Anlaß bietet, nun etwa die Sande m den Scho« zu legen, sondern daß vielmehr auch weiterhin «lies getan mei­den muß. um dte Wiederholung einer krisenhaften Zu- fvitzung ein für allemal au szusckl t eBen. Auch tn dieser Hinsicht besteht zwischen den Achsenmächten völlige Übereinstimmung. Der totale Krieg, bleibt das Grund­prinzip der Achse. So wird durch titele Besprechungen noch einmal bekundet, daß der Kampf mit aller erforderlichen Kraft geführt wird und daß über dmen Kampf und seine Ziele völlige Übereinstimmung besteht.

Gewiß bat man auch aut. der.Gegenseite nach Eaia blanca erklärt, daß man ndi völlig einig sei. Außer­ordentlich schnell bat sich dann gezeigt, wie diese ..Ernigkeit im feindlichen Lager aussteht. Im.Gegensatz btorm bat sich noch in jeder Phase des Krieges die unverbrüchliche Soli­darität der jungen Völker erwiesen, eine Soltbarttat. bte auch durch den stärksten feindlichen Druck nicht zu erschüttern ist. sondern die durch einen solchen Druck nur noch verstärkt wird. Diese Solidarität und die vollme Übereinstimmung besteht nun aber keineswegs nur für die Fragen der Ättra« iührung. sondern sie erstreckt sich ebenio sehr auch auf die Zielsetzung, d. h. auf die Zeit, die dem Endsieg folgen wird. Man redet zwar auch im Lager unserer Gegner gern von Nachkriegsplänen und gerade m den letzten ^.agen bat es ja eine Hochflut derartiger Reden und Artikel gegeben Da­bei ist immer wieder das wilde Diucheinander und Gegen einander im Lager der vlutofratisch-boftchewlstlick^n Ver-- bündeten zu Tage getreten. Die Engländer turchfen die amerikanische Konkurrenz und die amerikanische Raubgier, und sie haben angesichts der immer wiederkehrenden. Erör­terungen im amerikaniichen Parlament über die Stutzvunkt- volitik auch allen Anlaß dazu. Amerikaner und Engländer fürchten aber auch den unstillbaren Appetit Stalins, erklärt doch u. g. die englilche ZeitschriftSichere . das das Ver­hältnis zwischen der Sowjetunion und ihren demokratischen Verbündeten noch immer viel zu wünschen übrig laut uns ' daß es nicht nur an der nötigen Zusammenarbeit im Augen­blick ' sondern auch an bet Zusammenarbeit für die Rach- kriegsplanung fehle. Die Sowjets wurden keinesfalls die Engländer und Amerikaner in Europa machen lassen, was sie wollten, sondern die Bolschewisten wurden vielmehr im Falle eines Sieges alle Absichten der Engländer und Amerf-

3» bet Zeit vom 21. bis 28. Februar würbe» a» der Ostfront 10 6 0 Svwjetpanzer durch Verbänbe des Heeres zerstört, erbeutet ober bewegungsunfähig gejchvsten.

Deutsche Seestreitkräfte vernichteten im wiederholten Einsatz von Noworossijsk ein Torpeboboot, vier Handelsschiffe von 6500 BRT. sowie zwei Küstenschisse. Die L^twaffe vernichtete zwei «eitere Transportschisse des Feindes.

Der Angriff deutscher und italienischer Truppen au der n o r d- tunesischen Front brachte weiter Fortschritte. In der ver­gangenen Rächt wurde »ach bisher vorliegeuoe» Meldungen beet große seinbliche Transportschiffe vor der algerischen Küste durch Lusttorpedos getrosfen.

Die Vernichtung eines Schisses von 7000 BRT. ist sicher. Mittelmeer versenkten U-Boot-Jäger der Kriegsmarine ein fetnb liches Unterseeboot. ... __

Bei militärisch wirkungslosen Angrissen britischer Flugzeuge gegen einige Orte der besetzten Westgebiete und einen Stutzpunkt an der Atlantikküfte, ebenso wie bei vereinzelten Bom­benwürfen in der vergangenen Rächt in Westdeutschland hatte die Bevölkerung Berluste. Fünf feindliche Bomber wurden abgeschossen. .

Im Kampf gegen den Schiffsraum Großbntanniens und der Bereinigten Staaten von Nordamerika versenkten Unterseeboote im Februar 82 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 545 300 BRT. und torpedierten vierzehn weitere Schisse, von denen eine Anzahl als gesunken anzunehmen ist. Schnellboote versenkten drei Handelsschisse mit 6300 BRT. Die Lustwasse versenkte im gleichen Zeitraum fünf Handelsschiffe mit 25 000 BRT. und beschüdigte vier Handelsschiffe zum Teil schwer.

Damit wurden im Monat Februar 576800 BRT. feind litten Handelsschiffsraums vernichtet. Unterseeboote versenkten ferner einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Seleitsahrreuge Andere Einheiten der Kriegsmarine vernichteten drei Schnell­boote, zwei Borvostenboote, ein Bcrsorgungsschiss und ein Unter 'ferner wurden von der Lustwasse ein Unterseeboot versenkt unb zwei Kreuzer sowie ein kleines Kriegssahrzeug beschädigt

as. Berlin. 2. März. (Eig. Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die Besprechungen des Reichsaußen­ministers von Ribbentrop mit dem Duce letzen die Kette jener deutsch-italieuifLen Aussprachen fort, deren, letztes Glied der BefuL des damaligen italienischen Außenministers Graf Ciano und des italienifchen Generalstabschefs am 18. und 19. Dezember vorigen Jahres im Führerhauotauariier darstellte. Aussprachen, die sich ganz im Geiste b e r z l r wer ti b e r e i n ft i m m uns vollzogen. Daß die amtliche Ver­lautbarung über die Besprechungen des Relchsaußen- minifteres in Italien nur wenige Stunden später ausge­geben wurde, als die sowjetische Lugenmeldung. nach der die Beziehungen Deutschlands zu feinem Verbündeten der Zuständigkeit Ribbentrops entzogen fern sollten sei nur nebenher bemerkt und nur jur Kennzeichnung der Verlogen- heit des feindlichen Nachrichtendienstes angeführt. Aus den amtlichen deutsch-italienischen Mitteilungen ergibt sich, daß in den viertägigen Besprechungenalle ragen der euro­päischen Politik und der gemeinsamen Kriegführung, der Dreiervaktmächte erschöpfend behandelt wurden. Wieder­um zeigt sich wie stets in den deutsch-italienischen Besprechun­gen die völlige Übereinstimmung der Auffassungen und wiederum vollzogen sich diese Besprechungen tn einer Atmosphäre offener Herzlichkeit.

Es bedarf keiner großen Provbetengabe um vorauszu­sagen, daß nun im gegnerischen Lager wieder ern großes Rätselraten darüber einsetzen wird, was wohl be­sprochen wurde und welchen Inhalt die persönliche BoiAast des Führers hat. die der Reichsaußenmimfter dem Duce überbrachte. Die amilicke Verlautbarung ist aber auch tn dieser Hinsicht vollkommen eindeutig. Sie betont erneut die Entschlossenheit der beiden Länder, den Krieg mit aller Kraft bis zu-m Endsieg fortzuIetzen. Damit ist für die Engländer erneut der Beweis erbracht, wenn es eines solchen Beweises überhaupt noch bedurft hatte, daß alle ihre Hoffnungen durch Terrorangntie auf italienische Städte und durch das nordafritontiche Unternehmen tn Italien einen Schock hervorgentfen und so Italien aus dem Kriegeherauszuboxen", gescheitert sind. Da außerdem dte ..vollständige Solidarität".mit 3apan uito den übrigen Verbündeten betont wird, so muß diese Ver­lautbarung auf die Hoffnungen der tfetnbtoahtion nieder­schmetternd wirken. Man muß im Lager unserer^Gegner vielmehr erneut fest stellen, daß .Deutschland unb Jia.ten ent­schlossen sind, alles für den Steg emzufetzen.. Es lll dabm daß. wenn jetzt tm Osten dem holichewtittsthen Ansturm eiter DaMm entgegengesetzt wird, diese Tatlache feinen tz bietet, nun etwa die Hande tn den Schoß zu legen.

recht ihre Sache auch sein mag. Andererseits erstreckt sich das Ziel unseres Kampfes nicht weiter als bis zur Sicherung unserer Sicherheit, so daß wir nach dem Ablauf einer gemtften Zett nicht wieder ohne Anlaß angegriffen werden können. Wir suhlen d,e Beschränktheit unserer Kräfte, und deshalb haben wir uns nicht in die mächtigen Kraftmesiungen der Großmächte, die wetter- gehen als unsere Lage es erfordert, cinmnmcn wollen. Unser Volk sehnt sich natürlich nach Frieden wie jedes kriegführende Volk nach jahrelangen Kämpfen. Aber wir sehen noch nicht Zeichen der Beendigung unskres Krieges, weshalb auch weiterhin alle unsere Kräfte angespannt werden müsien. Unser Kampf hat schwere Oofer gefordert. Zehntausende von unseren besten Mannern haben für das Vaterland ihr Leben geopfert oder find Invaliden geworden. Etwa ein Zehntel von unserem Lande ist in Rumen verwandelt worden. Diese Cofer verpflichten uns. alles zu tun. um unserem Volke eine wirkliche Sicherheit zu ver,cha,|en.

Der gegenwärtige Augenblick fordert Wachsamkeit und Mut, Ovferwilligkeit und ein aufrichtiges Interesie für das Allgemein­gut. Voraussetzung des Erfolges ist, daß wir in allen Schlck- salsstunden fest zusammendleiben. uns auseinander verlassen und einander unterstützen Dabei müsien wir in unseren Anstrengungen und Entscheidungen immer als Richtschnur nehmen das Recht, den Vorteil und die Ehre des finnischen Volkes.

IPS Das Februar-Ergebnis im Kampf gegen die feindliche Handelsschiffahrt, das der OKW.-Beticht vom 1. März mit 576800 BRT angibt, ist um so bedeutsamer, als es in einer besonders ungünstigen Jahreszeit erzielt wurde. Nicht nur, daß die Wintermonate Januar und Februar an sich schon für die ll- Boote und auch für die Luftwaffe besonders schwere Kampfbc dingungen mit sich bringen, in diesem Jahre herrschten in den Operationsgebieten heftige Stürme, die durch ungewöhn­lich starke Tiefs über dem Atlantik hervorgerufen wurden. Nun ist es bekannt, daß die Möglichketten für die U-Boote, während eines solchen Wetters zum erfolgreichen Einsatz zu gelangen, nur gering sind. Wenn trotzdem die Erfolge der U-Boote im Februar 1943 um f a st 100 000 BRT. höher liegen als in der gleichen Zeit des Vorjahres, dann ist dies der voll­gültige Beweis dafür, daß unsere U-Boote mit steigendem Erfolg an die Gurgel des Feindes greifen.

' Aber noch eine andere Beobachtung ist in diesem Zusammen­hänge wichtig Während im Februar 1942 66 Schiffe mit 448 400

Helsinki. 1. Marz. In feierlicher Sitzung des finnischen Reichs­tages erfolgte Montagmittag der Amtsantritts des wiedergewahlten Staatspräsidenten Rytt. Rach der Vereidigung auf die Verfassung richtete der Reichstagsvrasi- dent an den Staatspräsidenten eine kurze Ansprache, tn der ei u. a. erklärte, daß das finnische Volk tn Rytt einen Staatsmann kennen gelernt habe, bet immer bis zum letzten sctnm: Vittcht nachgekommen sei. Staatsvräfident Rytt habe etn S «schlösse- nes Volk hinter sich, desien Weg fiat und sauber fet.

Staatspräsident Ryti führte sodann u.a. aus Der Krieg wird fortgesetzt und erfordert die ganze Aufmerksamkeitz Er it llt Finnland vor immer neue schwierige Entscheidungen. Unser Krieg ist auch weiterhin derselbe Krieg, der am Ak. November 1939 be­gonnen hat. Wir verteidigen dabei unsere h o^Jten Werte, unser Land, unsere Famjlien, unsere tfret- , ficit, unsere Kultur und die Zukun, t unferes Vol. k e s Nach unserer Aufsasiung hat jedes Volk, mich etn kleines, das Recht unb die Pflicht, falls es selbständig bleiben will, sich gegen alle Angriffe zu verteidigen. Das Volk muß zu tck »elbst

Wi?t habeT vielleicht entschlossener als irgend ein anderes kleines Volk in diesen Jahren für unsere Selbständigkeit ge- fämmt Falls wir das Nicht getan hatten, so wurden wir Nicht mehr er,stieren Es ist nun einmal so daß in der Welt auch eine aufgeklärte öffentliche Meinung leicht abstumvft und das Jnteresie an ben Ländern und Volkern sich leicht verliert, die durch den tjtgana der Verhältnisse Nicht ihr Dasein sichern könne», fo ee*