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Wiesbadener Tagblatt

Mittwoch. 24. Februar 1943

Die Lu

ii, j- uiw .vwa«»*»-

den Sowjets empfindliche

Haltungen sind verboten. Jede An- ulc Polizeiaufgebote zerstreut. In

Provinz

volkerung sind an der aufbringt, sucht sein der Lunghai-Eisenbcchr

I>ie Margret vom Einödhof

22. Fortsetzung

Roman von Fritzi Eitler

de« btt

fejfelt , unsere caget abge Tages noch einige

Schanghai, 23. Febr. Zehn Millionen El Tschungking-Regierung unterstehenden Teil H o n a n leiden unter

Unter uns die tzö le...

Sin Gespräch mit Eichenlaubträger Major Prehler

Im Zwieseler Waldhaus herrscht« übermütiges Sonntags- treiben. Es hatte leicht gelegner und so waren dir Wanderer rn die Stube des Waldhauses gegangen. Eine kleine schar runges Leute war mit den im Walde so beliebten Blasinstrumenten von Zwiesel herausgelommen. Lustige Weisen tönten aus dem Wald­hause hinaus über den herrlichen Hochwald, rn dessen Lichtung das Waldhaus steht.

Äusgemergelte Bauern, in i

letzten Kraft die typischen chinesischen ... - und ihre Kinder untergebracht sind. Hunderte von Kinderleichen liegen an den Straßenrändern^ das Aussetzen von Klndern^stelgt^

Gandhis Zustand unverändert

Indien praktisch im Belagerungszustand

Nr. 46 Sette 3

Hungerkatastrophe in einer Tchungking-Provinz

Bereits Hurrderttaufende von Todesopfer«

-___B. ..lale wiederholt.

"Dabei hatten wir nicht einen einzigen Ausfall zu beklagen und haben dem Gegner einen Verlust von vielen Ta u f e n - den an Toten und ungeheuere Einbußen an Geräten und

Neue Sowjetangrisje blung zufammengefchtagen

Die Luftwaffe nutzte das befiel gewordene Wetter mit Erfolg aus

Waffen aller Art zugefügt.

Am Nachmittag war in diesem Gebiet i e b e Bewegung erstorben. Nur einzelne zurücklaufende Infanteristen waren noch sestzustellen, aber kein einziges Gefährt mehr regte sich. So haben wir und unsere Nachbargruppen, Kamps- und Jagdern-- heiten, in einem beträchtlichen Gebiet den Sowjets empfindliche Schläge verletzt!" - -

Sie lebendige Schilderung des 30 Jahre alten, aus Hamburg stammenden Stuka-Kommandeurs vermittelt ein neues Bild von den ungeheueren Verlusten die die. Sowjets zurzeit durch die intensiven Einsätze unserer Truppen im Osten erleiden. Der Be- richl Major Preßler« ist die beste Illustrierung zu dem OKW.- Bericht, in dem es heißt, daß die sowjetischen Reserven von der Lustwassc erfaßt und in ihren dichtgedrängten Kolonnen durch an- haltende Luftangriff« vernichtend getroffen wurden.

Major Gustav Preßler gehört zu den Stukafliegern, die seit Polen ununterbrochen an allen Feldzügen teilgenommen haben Am 1. 2. 1942 erhielt er das Ritterkreuz wobei damals schon feine hervorragenden Leistungen als Einzelkämpfer und Gruppenkom­mandeur, insbesondere bei der Vernichtung von Panzerbereit- stellungen und der kampfentscheidenden Zerschlagung feindlicher Kräfte hervorgehoben wurde. Als ein solcher Spezialist der vor­bildlichen Unterstützung der Erdtruppen hat sich Preßler auch in diesem Winter wieder bewährt.

Das größt« llSA.-U-Boot vou eine« iapauiMeu Zerstörer verseutt

Tokio, 23. Febr. Wie aus Honolulu über Lissabon ge­meldet wird, erklärte der Befehlshaber der USA.-U-Boot- waffe im Südparifik. daß das großte U - Bo o t der Ber­einigten Staaten. ..Argonaut", dessen Verlust Washington vorgestern zugab. etwa vor einem Monat bei der Insel JJeu- Britannien (Neu-Pommern) durch Wasserbomben eines javanischen Zerstörer vernichtet worden le-.

in erschreckendem Maße. Etwas größere Kinder werden süi l0 chinesische Dollar (50 Rpfg.) zum Berkaus angeboten. Mädchen von 18 Jahren werden als Bräute verkauft Der sich nach der ~ ;.j Scheust hinein ergießende nach Hunderttausenden

zählende Flüchtlingsstrom bringt auch hier die Wirtschaft völlig aus dem Gleichgewicht und verursacht- bereits Lebensmittelknapp­heit und erheblich- Preissteigerungen.

Abschließend betont der Bericht, daß die Bekämpfung der Hungersnot für die Tschungking-RegierunK außerordentlich schwie- rig sei, da kaum Transportmoglichk-iten vor- Händen sind. Es bestünde aber andererseits k-mZwen-l darüber, daß di- Zahl der Opfer dieser Katastrophe in die M,I- lionen steigen müsse, wenn kein« sofortige Hilf- komme.

Molders-Geschwader siegreich

«m 23. Februar 99 Sowjetflugzeuge bei zwei eigenen Verlusten abgeschossen x

Berlin, 23. Febr. Nach soeben «{«gegangenen Meldungen verloren die Bolschewisten im Lause des 23. 2. über den ver­schiedenen Kampfräume« der Ostfront i« s g e s a m l 9 9 Flug­zeuge, denen nur zwei eigene Berlust« gegenüberftehen.

3n erbitterten Luftgefechten schoss»« zwei Gruppe« de, Jagdgeschwaders Mölders im mittlere« Abschnitt 48 und eine im Gebiet zwischen Ilmensee «nb Ladogasee unter Führung von Hauptmann Philipp vernichtete an der Spitz« seiner bewahrten Jagdstaffel allein sieben Sowjetflugzenge und erhöhte damit die Zahl seiner Luststege auf 189.__________________

Schanghai, 23. Febr. Zehn Millionen Ehinesen in dem der Tschungking-Regierung unterstehenden Teil der Prov inS H o n a n leiden unter einer furchtbaren Hungersnot, der, Mel­dungen aus Tfchungking zufolge, in den letzten Wochen nach vor­sichtigen Schätzungen bererts Hunderttausend- zum Opfer gefallen sind. Di- st r e n g e K S l t e hat ein übriges getan, diese Hungers­not zu einer der größten Katastrophen zu machen, die China fett vielen Jahren befallen hat. Auch für das kommende Fruhiahr ist mit einer Linderung der Hungersnot kaum zu rechnen, da das Land völlig verödete, die Felder unbestellt fitck und das von der R-gi-rung zur Verfügung gestellte Saatoetreide von der hungernden Bevölkerung veckraucht wurde Ein Regierungs­beamter Tschungkings, der das Gebiet kürzlich bereiste, beuchtet über die Auswirkungen der §ungetsiu>t: Die letztjährige Ernte in diesem Gebiet hat kaum die Aussaat eingebracht. Vorhandene Reservebestände sind restlos aufgebraucht. 70 v. H. des Vieh­bestandes sind abgeschlachtet Plünderungen der hungernden B°- völkerung sind an der Tagesordnung. Wer noch genügend Kran ausbringt, sucht sein Heil in der Flucht. Aus den ^traßen und tn der Lunghai-Eisenbahn bewegte sich ein Fluchtlingsstrom von Hunderttaus-nden in der Richtung aus di« Provinz Schenst. K ~ Lumpen gehüllt, schieben mit ihrer

inesischen Karren, aiti denen ihr« Habe

Berlin. 23. Febr. Die rauingewtnnende n Gegen- ang risse unserer Truvven. die anbaltenb frbweren Verluste der Bolschewisten und das an der ganzen Ostfront, insbe­sondere im Süden, -herrschende Tauwe t t e r. imlugen dem Feind den entscheidenden Erfolg in der Wlnterfcklackl zwi­lchen Aiowschen Meer und oberen Donez aus der Sand.

Am Kuban-Brückenkopf, dessen Wege, von zähem Morast bedeckt, tagsüber kaum beiabrbar sind, suchte der Feind am 22. Februar unter Verstärkung seiner Vor­stöße noch vor dem Eintritt der vollen Verschlammung sein Kampfziel zu erreichen. Sowohl südlich von Noworosimk als auch an der Ost- und Nordiront griffen die Velschewisten. von Artillerie und teilweise von starken..^liegerverbanden unterstützt, den ganzen Tag an. Am aaben erstand deutscher und rumänischer Truvven scheiterten ledoch alle Vorstoße. Durchbruchs- und Umfanungsneriudie .

Unsere Luftwaffe griff im Kaukasu.sgebiet.. bei Noworos­sijsk und im Raum von Krasnodar wirksam in. die barten bis in die Nackt dauernden Kamvfen ein und zerlchlua mit seinen ickweren Bomben Truvvenansammlungen und Stellun­gen des Feindes. Kampfflugzeuge bombardierten den Säten von T u a v! e. setzten Lagerschuppen tn Brand und beschä­digten ein am Kai liegendes größeres Sandelssck-ft fckwer.

Im östlichen Donezbeckcn faßte der.Feind von neuem mehrere Garde-SckLtzen-Divisionen.und eine Panzer­brigade zum Angriff zusammen, um mit diesen starken Kräf­ten unsere Abwebrfront zu durchbrechen. Den ganzen Tag über rollten abwechselnd die Panzerkelle und Sckutzenwellen gegen hie deutschen Stellungen betuiu liniere warfen sick den anstürmenden Mafien entgegen, brachten ne in erbitterten wechselvollen Kämpfen zum Stehen und

3m Oste«, 23. Febr.Ich hatte gestern im Raum nord­westlich Charkow mit meinet Stukagrupp- bet mehreren Starts rund 150000 Kilo Bomben über den Marsch­kolonnen und B-reitstellung-n der Sowjets abgeworfen. Dabei hab- ich Bilder von der v-rnicht-nd-n Wirkung unserer Stuka­bomben erlebt, wie wohl noch niemals zuvor", so berichtet Major Gustav Preßler, Gruppentührer im StukageschwaderJrnrnel- ntann einem DNB.-Sonderb-richrerstatter. Major Preßler ist unmittelbar nach diesem Einsatz ins Führ-rhauptquarti-r geflogen, um aus der Hand des Führers das Eichenlaub zum Ritterkreilz des Eisernen Kreuzes zu empfangen, das ihm vor einigen Wochen als 188. Soldaten der deutschen Wehrmacht v«rli-hen wurde.

Noch ganz unter dem Eindruck seines erfolgreichen Kampftages st-h-nd, schildert Major Preßler, wie es auf den Schlachtfeldern nordwestlich Charkow zuging.Vom H-llw-rd-n des Tages an schon kurz nach 6 Uhr morgens war ich mit meiner Gruppe über den befohlenen Zielen, Bereitstellungsräume, mit Truppen Belegte Ortschaften marschierende Kolonnen. Es war gutes W - tte.r, und wir hatten tadellose Sicht. Unser Anflug aus nicht sehr großer Höh- kam für den Gegner völlig überraschend. Wir fanden di- Kolonnen sauber ausgerichtet, Fahrzeug hinter Fahrzeug, vor, teils im Marsch, teils zum Abmarsch angetreten. Das waren natürlich für uns ideale Ziele. Die feindliche glaf wurde als erste von uns angegriffen und zerschlagen. Im Nu war unter uns ein unvorstellbares Chaos: etn dichtes Knäuel von zerschosssienen Fahrzeugen, aufgetifienen Straßen, umh-rwirbelnden Fahrzeugteilen, wild durcheinander fahrende Kraftwagen, zersprengte Pferdegespanne, zerstörte Schlitten es war unbeschreiblich! Wir haben mit unseren Bomben unter den Sowjets eine wahre Hölle ent« Einzel fahrende DKW. und Schlitten wurden durch len, und das ganze hat sich im Laufe des

Stockholm, 23. Febr. In dem Bericht der Regierung heißt es, wie Reuter aus Bombay meldet, u. a.:Der Schlat ffianbgts tn her Nacht war vielfach unterbrochen, er befand sich wahrend des Tages in einem Halbschlaf. Nennenswerte Veränderungen tn feinem Zustand sind nicht berichten , ,

In Indien herrscht, wte Radio Mondar aus Bangkok meldet, seit Montag praktisch der Belagerungszustand Alle öffentlich-n und privaten Veranstaltungen sind verboten Jede litt» sammlunq wird sofort durch starke Polizeiaufgebote zerstreut. In allen größeren Städten und sogar auf dem Lande sorgen zahlreiche Polizei, und Militärstreifen für di- Durch,uhrung dieser Maß­nahmen. Besonders streng verfährt die Poltze, in B o m v a Y. wo auch di« elementarsten Rechte der Bevölkerung außer Acht gelassen werden. Alle Straßenkreuzungen im Zentrum, der Stickt und tn den Außenbezirken werden von Solbaten, die mit Maschinen- g-w-hren und Handgranaten ausgerüstet sind, bewacht. Engltsch- Ofiiziere und Soldaten dürfen weder bei Tag noch bei Nacht durch die Straßen gehen. Seit iNontagvormillag stehen außerdem alle Truppen tn den Kasernen, in Alarmbereitschaft. Ein Zug von PUaern, der einenMarsch der Befreiung von Bombay nach Puna unternehmen wollte, wurde mit Gummiknüppel ausetn» andergetrieben. wobei es Dutzende von Verletzten gab. St« An­führer wurden verhaftet.

Es war gut, daß Professor Hormann ihkn, dem Hans, sein Herz gezeigt hatte. Was hätte sein väterlicher Freund wohl^ dazu ge­sagt, wenn er erst gewußt hätte, wie nahe die Margret dem vans wirklich stand. Es war höchste Seit gewesen, daß der Professor, ge­kommen war, ein paar Wochen später, und jede Erkenntnis ware zu spät gekommen.

Hat den atmen Teufel aber der Blitz erwischt!" Sormann stand vor einem gewaltigen Baum, der, tief gespalten, wie etn schwerverwund-t-s Tier, die Krone zur Seite neigte.Xtaiuts , meinte Sormann sinnendder Stamm neben thm blteb verschont, warum mußte es gerade ihn treffen?"

Warum?" Sans sah ernst auf den Professor.Ja, stehst du. Herr Professor, warum wir entweder lebe« duft-n oder sterben müssen, das wissen wir alle nicht. Den -men trifft es, der ander« bleibt verschont, und keiner weiß warum!

Sormann nickte schwermütig.5)u haft reAt. Sans, fetn« . weiß warum Keiner weiß aber auch ob es ihn nicht doch noch trifft, auch bann, wenn er lange verschont geblieben ist.

Das habe ich dem alten Grabner auch einmal gesagt!" ent. entgegnete Sans.Er meint immer, daß er mit seinem Se-d alles erzwingen kann und doch gibt es soviel, was Mit meld nicht gemacht werden kann!" .

Sormann antwortet« nicht, aber Sans Mit« Plötzlich daß sich eine bleierne Schwere auf sein Verz legte. Kam da nickt über blühendes Farnkraut, über gestürzte Stamme utü) wucherndes Unterholz eine lichte Elfengestalt auf ihn -uge-ilt? Was wurde das Lener! sagen, wenn et sich mit der Margret . wutzie. wie ihn das Lenerl liebte, wie dieses halbe Kind "am feinen Zärtlichkeiten hungert«. Wie würde sie die Wahrh-itertragem Das Bangen in der Brust des Mannes verttes» R« Imme« Wenn er nur seinerzeit die Kleine nicht aenlbt batte 3a. hatte das 2-n-ü lieb, von Serien lieb, mie ein Stuber Bte Sckwester. Vielleicht hätte er st- auch als W'ib It-bh-iben können wenn da nicht eine anbete Frau «tt blauschwarz-n Flechten und unergründlichen Augen gewesen wate eme Frau di« so rätselvoll war wie der Wald au. dem es M mich flüsterte und raunte, in dem hundert Kavellen sl«ich,eitt1 »um Konzert antraten, und doch nicht ein Musiker zu seh-n war Dann ft°S ein entschlossener Zug über das Gesicht des Sans Es mugte geschafft werden, und besser i-tzt. als später. Di- nächste Wocke mutzte die Entscheckung bringen.

Wie wäre es, wenn wir zuui großen Saitenstein aufsteig-n wurden"" schlug Sormann plötzlich vor.Sch wollte zwar zum Zwieseler Waldhaus, aber es zieht mich htnatft nach denk lauen Höhen des Bayerischen und des Böhmerwaldes Ick mochte hin- quf auf die Gipfel, di« einen so herrlichen Ttefblick schenken.

Dann schwieg di« Blasmusik eine W-ile und man konnte die Zither und die lustigen Schnadeihüvsel des Ametikasepp hören.

Vor dem Waldhaus, an eitlen Baum gelehnt, stand Sans. Er blickte sinnend vor sich hin und beamtete den Professor nicht, der sich unweit von ihm mit einem ihm bekannten Holzfäller unterhielt. Hermann ließ Sans nicht aus dem Auge. Schon seit der Professor im Walde weilte, schien ihm Sans verändert, seit gestern aber wat bet Butsche völlig oetwanbeli. Dunkel umgab ben Vater bes Butschen, in Dunkel gehüllt wat au* bas Schicksal seiner Mutter, unb ein Rätsel, war Sans selbst, soviel -tkannte ber Professor immer deutlicher. Ein Bangen wat in Sormann. Wie sollte bas enben wenn die Margret nicht Ver­nunft annabm. ober, beeinflußt von ihren Eltern, ben Sans ab­wies? Das Wesen ber Margret erfüllte ben Professor rrtit Sorg«. Sie war unguter unb unzugänglicher denn je, gönnte dem Hans fein gutes Wort, aber bi« Blicke, mit benen sie bie Gestalt bes Hans verfolgt«, wenn sie sich unbeobachtet glaubte, gaben dem Professor zu denken. Dann [prang aus den Augen des Mabels ein Feuer, bas Sormann auch gestern in ben Augen von Sans gesehen hatte. Es war höchste Zeit, baß hier Orbnung geschafft würbe. Sormann liebte Hans wie sein eigenes Kind, bes Gelbes wegen würde er schon mit dem Hauser Michl fertig werden, hier konnte er «ingreifen. benn der Professor hatte, als es für ibn »n soLt war sich sein Lebensglück zu erringen, eine große Erbschaft angetreten. Schon wegen bem Lenerl mutzt- sofort gebanbelt werben Sans kam als Mann für bie Kleine gar nicht in Frage Eine Natur wie er, bei förmlich verwachsen war mit ber Bauern» arbeit unb mit bem Holz, konnte keine Frau vom Schlage eines Lenerl Grabner brauchen, bas würbe nur ein Unglück für beide Menschen geben W-nn auch anzunebmen war, baß int Lebens­kämpfe bas Lenerl Erbteile ihres Vaters gebrauchen tonnte, so war sie doch im wesentlichen nach ber sanften stillen Mutter geartet In ihr glühte nicht dick Innenleben einer Margret und gerade' deshalb durfte st- auch nicht enttäuscht werden, denn jede Enttäuschung traf ia nicht nur bas Lenerl. sie traf noch, viel mehr Frau Rofl bie ihr Kiick abgöttisch liebte. Sormann hatte bas Lenerl dem Hans gegenüber gar nicht erwähnt, hier mutzte et erst klarer sehen, ehe et eingreifen tonnte.

Eine Weile schwieg die Musik, di« eben einen luftigen fiänb» ler gespielt hatte. Da drang eine rauhe Baßstimme aus bet Stube bes SBalbbaufes:

$em Grabner sein Situs, ist ein sakrischer Bus.

bet heirat' jetzt an Teufel, bann harn' mir unser' Ruah!"

Sans zuckte milb zusammen. Seine Augen suchten bie bes Pro­fessors. Beide Männer dachten bas gleiche. Was wat hier ge­schehen? Wenn die Holzarbeiter, bie bes Guten schon etwas zu viel getan hatten, hier offen Schnab^rhüvfel über ben Vitus unb bie Margret fangen, bann wat anzunehmen, baß etwas geschehen wat bas ber Professor unb Sans noch nicht wußten.

(Fortsetzung folgt)

schlugen sie schließlick unter ickweren Verlusten für F-iick wieder auf ihre Ausgangsstellungen zurück.

Zwecken Donez und D n i e v r durchkreuzten immer energischer werdenden Gegenaktionen umerer In­fanterie- uns Panzerverbände die operatlven Plane d Bolfckewisten. Unsere Truppen, an einem derSckwLtvunM im Zusammenwirken mit ttahemlcben Einheiten. fetzien nck an wichtigen Abschnitten gegen die sich aufsv itterndeli feind' licken Angriffskräfte erfolgreick durck und fugten dem fteind lebt fckwere Verluste zu. Bei den Kamvfen des Vortages führte ein scklesisck-thüringischer Panzerverband gemeinsam mit den Waffen-ft den bauvtstoß. Diese Kampfgruppe packte in kühnem Ansturm den sich £*£

setzenden Feind frontal uick von der .Flanke. L^l^lhnunter Vernichtung von 44 Panzern aus zahlreichen Ortschaften bl«, aus und vertrieb ibn von beLerrsckenden Sahen. _.

Die Lufiwatfe nutzte das besser gewordene Weir-, aus und traf mit ihren Bomben votstoßende Sowjetvanzer und Reserven. Artilleriestellungen und Kolonnen. Sm Kamvigelände und auf den Zuiubrungsstraßen . ^'ieben l4 feindliche Panzer vernichtet und zahlreiche weitere fckwer befchädigt liegen. Nabkamvfflieger ube^achten die B-, megungen des Gegners und zerschlugen mit Volltreffern 1" Geschütze und 17 Panzerabwehrkanonen.

Besonders wirksam wurde der leindliche Nachschubver- kehr im Raum westlich Charkow und bei Kursk gefaßt. Die Luftwaffe entlastete damit uniere. tn diesem Dekret an schwere Kämpfe verwickelten Truoven die ^r/tarken fenck» licken Kräften gegenüberftehen. Durck Tretfer zerstorr« Lastkraftwagen tiefen Stockungen hervor di« wahrend des ganzen Tages von starken Flugzeugverbanden angeHtlffen wurden. Uber 500 befvannte und motortsterte

Vorstöße fort. Sie lösten., damit eigene ^"gtiffsuntetneb» mungen aus, die zu Gelandegew innen ftthrten. 3m Raum nördlich und nordöstlich von Drei verbreitert« der Fein? feine Angriffsfront weiter nack Nord.en. und berannte unfete Stellungen mit mehreren Sckutzen-Divisionen und Panzer-Brigaden, die et mit über 100 Batterien aller Ka­liber. sowie mit zablre.icken S6Iad)t= unbT ®ombenflieger» staffeln unterstützte. Die der Feuerwalze folgenden Vanzer. wellen und Schützenketten wurden tedock b tu i i 0 zusammen- geschlagen und örtliche Einbrüche tn sofortigen ©eoer^ten vereinigt Zwischen den 55 vor der 3ront. abgesch lienen Panzern liegen die Mafien der gefallenen Bolsckewisten Etn ^-nbiickes Bataillon wurde durck Bomben unserer T ef- flieaer aufgerieben, während Kampf- und Sturzkgmvfflua^ zeuge hinter der feindlichen Linie, bereitaestellte Truvven zerfprengien. 3m Gefecht gegen bte fetnbfÄen Vobkampf- ftaffeltt f6offen unsere Iöaer neun Sowietftugzeuge ab.

Ssiblick bes"3lmen-Sees bereinigten unsere Truvven in heißem Nacktgefeckt eine am Vorlage entstandene Etn- btucksstelle die ber Feind durch Einschieben starker Kräfte °^B?i'diefem°KEvf verloren bie Bolschewisten 800 Tote, sowie zahlreiche Gefangene und Waffen. darunter etn Ge- cklltz 72 Maichinengewebte unb 63 MafLtnenvistolen

An ber Wolckowfront^ griff bet Feind den schon im vorigen 3abr bart umlampften Brückenkopf an. iedoL miebUntetnSinfa6IaerbebI6er Kräfte nahmen bie Bolfcke- wisten füdlick des. Laboga-Sees nach mebrstunbigem Trommel, teuer ihre Vorstöße wieder auf. Trotz Ilnterstützung bes Angriffs durch Panzer und Schlachtflikazeuge war ber An­sturm bereits am Nachmittag unter ickweren Verlusten für den Feinb gebrocken. Der vauvtstoß richtete sich gegen bte Stellungen eines schlesischen Jager-Regiments in befielt Ab- scknitt von ben insgesamt abgetoofienen 47 Sowtetvanzer allein 22 vernichtet unb vter weitere außer Gefecht geletzt würben. Ebenso wie btele 3äoet btelien alle . «nftre Truppenteile MbliS bes Ladoga-Sees .utterschutterltch ihre Stellungen, insgesamt verlor ber Fetnb am 22. Februar an ber Ostfront 116 Panzer.

Dann werden wir aber morgen nicht nach Sause kommen, Herr Professor, sondern im Zwieseler Waldhaus nochmals über­nachten müßen" entgegnete Sans kleinlaut. Er wußte, die Arbeit wartete auf dem Hof. Er wollte morgen am Samstag, wenigstens ., am Sonntagnachmittag zu Hause sein, er sehnte sich nach der Margret.

Hormann lachte leise vor sich hin.Das macht nichts. Hans", entgegnete er launig,wir werden dafür die gane Woche zu Haus« blecken."

Di« Sonne warf schon ihre schrägen Strahlen Über die Givsel der Serge als die beiden Männer das Sckutzhaus auf bem großen Falkenstein erreichten. Ein wundersames Blau schattete über den üppigen Wäldern des Bayerischen und des Böhmerwaldes. Das rote Gold der scheidenden Sonne warf seine weichen R-flek- über dieses Blau und säumte die Himmelsglocke mit breiten, farbigen Bändern. Das Tagesgestirn war schon gegangen und hatte es dem Mond leicht gemacht, feinen Platz am Firmament z« behaupten. Wie blankes Gold grüßte seine Schecke hinunter auf die Wanderer. Rur sein Licht tonnte noch nicht voll wirk­sam werden, weil das Gefolge der Sonne, die letzten Strahlen, noch einige Zeit verweilten, ehe sie bie Steife nach bet anderen Seite der Erdkugel antraten. Leichte Rebelschlei« zogen in ben Tiefen bes Zwieseler Beckens. Di- Schlösser Zwieselau. Ober» frauenou und Buchenau grüßten herauf. Der spitze Rachel das Donautal mit seiner blitzenden Herrin und bie Kette bet A-ven lagen ganz nahe und auch bas Zwieseler Waidhaus, bei Osser unb bie Seewand am Schwarzen See schickten ihren Gruß.

Der wundervolle Abendfriede der Höhen sentte sich tief in das Her» der beiden Männer, von denen iebei_ an eine Frau dachte, der sein Leben gehörte Hans faßte p'otzlich die Hand des Professors.So schwer mir mit die gornen Wochen, Seri Professor", sagte er aufatmend mit dankbarem Bf.ck,und so leicht ist mir jetzt. Mir ist es, als hätte ich > meinen Vater neben mit!

Hormann wußte, was für ein Geschenk ckm Sans mit diesen Motten machte. Fest preßte et Hans die Sand.Warst auch immer mein Suhl entgegnete er einfach.

Lange standen bie decken Männer schweigend unb ließen bie Sßunbet des Abends voll auf sich mitten. Dann Plötzlich schickte Hans einen übermütigen Jauchzer über bte Berge hm nach der Richtung m welcher der Einödhof bes Sauser Muhl lag.