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Nr. 45

Dienstag, 23. Februar 1943

91. Jahrgang

Jetzt gilts!

Mit dem Frühling bricht jeweils die große Stunde der deutschen Wehrmacht an. Eine Erfahrung, die uns die ver­gangenen Kriegsjahre lehrten. Diesmal, darüber ist kein Zweifel mehr möglich, ist die Entscheidung im Osten und damit die des ganzen Krieges fällig. Die Kasernen füllen sich mit Männern, die dem Führer als operative Reserve verfügbar gemacht werden. Unsere Frauen nehmen die Plätze ein, die in unseren Rüstungs­werken durch die Aufhebung der Uk-Stellungen frei ge­worden sind. Neue Betriebe entstehen, Werke für den zivi­len Bedarf schließen die Pforten. Jede Hand arbeitet für den Krieg, jedes Herz schlägt für den Sieg. Jeder fühlt es und jedes Gespräch endet in der Feststellung: Jetzt giltst Auch den letzten Funken Energie für den großen Einsatz! In wenigen Wochen rollen unsere Panzer und jeder Panzer mehr, ist ein Gewicht in der Waagschale der Entscheidungen, jedes Flugzeug, jedes Geschütz und jedes MG sind ein Trumpf in der Hand unserer Soldaten. In diesem Frühjahr gilts! Was bedeuten da schon die Unbequemlichkeiten, auch die an sich tief­greifenden Umstellungen, die der totale Krieg mit sich bringt. Je radikaler, tun so besser. Je intensiver die Arbeit, je wuchtiger der Schlag, um so kür­zer der Weg zum Sieg. Daran wollen wir denken, wenn die Knie einmal weich und der Mut müde werden möchten. Die Laufmasche im Strumpf, oder der durchge­wetzte Ärmel im Rock: was soll das schon bedeuten in einem Augenblick, in dem die gepanzerte Faust der Nation nach dem Sieg greift. Jetzt gilts! An der Werkbank, auf dem Acker, im Kampf! Und der Sieg ist unser Lohn.

Heinrich Karl Kun».

Europäische Einheitsfront

Die von London protegierte bolschewistische Raubgier festigt den Zusammenschluh

Washington gibt den Verlust zweier Transporter zu

unserer U-Boote besonders hoch zu werte»

Wegen der schweren Stürm« find die Erfolge

Mahatmas einsetreten

agentur Domei in Bombay besaht sich auf Grund seiner Kenntnisse der indischen Verhältnisie mit dem Hungerstreik Gandhis und stellt fest, daß England den Mahatma gerne von der Bildfläche verschwinden lasten möchte. Er schreibt u. n.: Ohne Furcht vor dem Tode der rasch die Kräfte des 74jähvigen Patrioten dahin- rafst, fordert Gandhi alle Kinder der Mutter Indien auf, Eng­land und USA. aus der Heimat Herauszuwersen, nachdem sie nur zum eigenen Gewinn das Blut Indiens ausgesogen haben. Die jetzige Aktion sei Gandhi» offener Protest gegen die britische Serr- schast um den Preis seines eigenen Lebens.

Eines nur gilt für den Tag: Das Vaterland und des Opfers festlicher Flamme wirft jeder sein eigenes zu!

Hölderlin

aufgestiegen, um einem vom Feind eingeschlossenen Widerstandsnest Hilfe bringen. Wie in einigen früheren Fällen, in denen es sich darum handelte, cingeschlostenen Kameraden der Erdtruvven Lebensmittel und Material zu bringen und die Verwundeten zurückzuholen, behielt sich Generalmajor Pezzi auch diesen Flug selbst vor, von dem er nicht mehr zurückkehren sollte. Alle Nach­forschungen blieben vergeblich.

Generalmajor Enrico Pezzi stand im 46. Lebensjahr. Nach dem Weltkrieg, an dem er als Artillerieleutnant teilgenommen hatte, wurde Pezzi Fliegerbeobachter. In dieser Eigenschaft zeich­nete er sich bei der Bekämpfung von Rebellen in Trivolitanien aus. 1926 trat Pezzi als Hauptmann zur Luftwaffe über und wurde zum Flugzeugführer ernannt. Als Oberstleutnant nahm Pezzi im Jahre 1936 am Äthiovienfeldzug und als Oberst im Jahre 1938 am sbanischn Bürgerkrieg teil. Im ersten Abschnitt des gegenwärtigen Krieges befehligte Pezzi einen im Mittelmeer eingesetzten Kamvffliegeroerband und ging sodann nach seiner im Februar 1942 erfolgten Ernennung zum Generalmajor als Führer der italienischen Lustftreitkiäftc in Sowjetrubland an die Ost­front. Generalmajor Pezzi war im Besitz zahlreicher hoher italie­nischer und ausländischer Auszeichnungen. Vom Führer war Generalmajor Pezzi mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeich­net worden.

Gandhi stirbt für die Unabhängigkeit Indiens

as. Berlin. 23. Febr. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Das englische Blatt ..Observer" liefert einen neuen Beweis für die Raubgelüste der Sowjets. Die Zeitung schreibt nämlich u. a.. ein weiterer Vormarsch der Sowjets würde die Länder Bulgarien. Ungarn und Kroatien, die ..jahrzehntelang das ernsteste Hindernis eines dauernden Friedens" gewesen seien, beseitigen. Uns überrascht die Erklärung des englischen Blattes, dieses Ein­geständnis neuer bolschewistischer Raubgelüste nicht. Wir haben sofort bei der Veröffentlichung des bekannten ..Prawda"-Artikels. in dem die sowjetischen Ansprüche auf Estland, Lettland. Litauen und Bessarabien angcmeldet wurden, betont, baß es sich hier um die erste Rate der bolschewistischen Forderungen bandelt. Die sowjeti­sche Preste hat ebenso wenig wie die englischen Blätter einen Zweifel daran gelasten. baß auch Finnland zu den Ländern gehört, die die Sowjets beanspruchen. Der ..Eco-' nomist" schlug den Finnen allen Ernstes vor. sich mit Stalin auf der Grundlage des Diktat-Friedens von 1940 zu einigen, der bekanntlich eine entscheidende Etappe zur endgültigen Vergewaltiguna geworden wäre, wenn dieses kleine tapfere Volk nicht an der Seite Deutschlands in der euwväiichen Front die Gelegenheit erhalten hätte, seine Waffen wider die bolschewistischen Bedrücker erneut zu erheben. Nun also bestätigt uns der ..Observer", daß auch der Südosten Europas zu den Gebieten gehört, die bolschewisiert werden sollen. Auch das ist allerdings nicht ganz neu. Die Sowjets haben wiederholt ihr ..Jnteresie" für B u l g a r i e n be­kundet und in diesem Lande zeitweilig auch eine unter­irdische Zersetzungsarbeit einzuleiten versucht. Auch sonst gab es mancherlei Anzeichen dafür, daß Moskau auf eine Bofschewisterung dieses Landes hoffte. Für Ungarn sollen die Zeiten Bela Khuns wiederkehren. des Masien- schlächters im Räte-Ungarn. Noch immer bat Moskau den Ungarn nicht verzieben. daß sie sich damals gegen die bolsche­wistische Schreckensherrschaft zur Wehr setzten und diesem Spuk ein Ende bereiteten. Die Engländer hingegen babLL eigentlich für die ungarischen Revisionsforderungen in frü­heren Satiren ein gewisses Verständnis, gezeigt und die For­derungen nach einer Revision des Vertrages von Trianon, der Ungarn zerstückelte, wenigstens publizistisch und platonisch unterstützt. Wenn sie beute bereit sind, auch Ungarn den Sowjets auszuliefern, dann ist das ein neuer Beweis für

Kris« im Befind«» des

Stockholm, 22. Febr. Wie Reuter aus Bombay meldet, be­sagt der heutige Bericht der Gandhi behandelnden Ärzte, daß nach einer ruhelosen Nacht dieKrise e i n g e t r e t e n ist".

Pandit K u n 3 r u , der stellvertretende Leiter der fortschritt­lichen Partei in Indien «ab am Montagmorgen zu Beginn der Sitzung des Staatsrates in Neu Delhi bekannt, seine Partei werde als Protest gegen das Verhalten der Regierung in der Frage von Gandhis Hungerstreik und Freilasiung an den Besprechungen nicht teilnehmen. Sechs Mitglieder der Partei verließen darauf -die Sitzung. v ,

Indische Kreise Bangkoks erklären, die Nachricht zerge deut­lich. dab sich selbst die Gemäßigten in Indien n i ch t mehr auf d i e Seite der Regierung und ihrer Ver­treter stellen wollen, die aus die Liyuidierung Gandhis er-

bie völlige Abhängigkeit Londons von Moskau, die ja auch in den englischen Feiern zum 25. Jahrestag der Gründung der bolschewistischen Armee so überaus deutlich zum Ausdruck kam. ebenso wie in der Tatsache, dab der eng­lische König sich bereit fand, einen Ehrend egen für.die Stadt Stalingrad zu stiften und nun auf die Genehmigung tur diese Gabe wartet.

Immer deutlicher wird den europäischen Volkern vor Augen geführt, daß England alle Vernichfungs- vläneber Sowjets auttieißt und unterstützt und daß io der Kampf, den Deutschland gegen die Gefahr aus dem Osten füllet, ihr eigener Kampf ist. Der spanische Rundfunk stellt dazu fest, daß die Mebrzabl der europäischen Volker die Gefahr erkannt haben und entschlosien für .die Rettung Europas im Kampf stehen. Das portugiesische Blatt ..Diaro da Mantia" erklärte, dab der Sieg des BolfchewiSf mus in der Welt die Rückkehr der alten Form der Sklaverei und der politischen Anarchie bedeuten würde. Auch Laval hat erneut vor den Gefahren des Bolschewismus gewarnt. Der rumänische Verteidigungsminister bat die Notwendig­keit des Kampfes gegen den Bolschewismus nochmals.unter­strichen. So formiert sich immer wieder die europäische Einheitsfront gegen den B o ls ch ew i s mns,, die durch solche Vernichtungsvbantasien. wiS^sie der ..Obierver zu­stimmend veröffentlicht, nur noch gestärkt wird, der ain diese Weife vor Äugen geführt wird, dab.es nur eine Rettung gibt, nämlich den Kampf gegen den Boffckwtsmus. an bei) en Ende der Sieg der neuen Ordnung Europas und damit auch die endgültige Ausschaltung der Gefahr aus dem Osten stehen wird. ., , ,

Mit großer Genugtuung verzeichnet das amtliche sowjetische Nachrichtenbüro, daß nicht nur England den 25. Jahrestag der Gründung der bolschewistischen Armee ge­feiert und eine tiefe Verbeugung vor Moskau gemacht habe, sondern daß auch führende Politiker der USA- Begrübungs- telegramme sandten. So habe Frau Roosevelt, in einem Telegramm ihrer Bewunderung für die bolschewistische Armee Ausdruck verlieben. Auch der Fmanzminister M o r g e n t h a u. der Vizepräsident W a.I l a c e und der Sonderberater Roosevelts. Harry H o v kins. geboren zu den Persönlichkeiten, deren Ergebenheit das fowletricke Nach­richtenbüro für besonders bezeichnendswert erachtet. Uns besagen auch diese Glückwünsche Frau Roosevelts, und, der anderen amerikanischen Politiker nichts Neues. Wir wußten ohnehin, dab nickt nur London, sondern auch Wasbingkon längst den Verrat an Europa vollzog und bereit ist. ganz Europa dem Bolschewismus auszuliefern. <rrau Roosevelt und Herr Morgentbau. Arm in Arm mit Stalin, dieses Bild kennzeichnet die Lage.

Brigadeqeneral (Enrico Pezzi

vom Feindflug an der Ostfront nicht zurückgekehrt

Rom, 23. Febr. (Funkmeldung.) Der Oberkommandierende der italienischen Luftwaffe an der Ostfront, Brigadegeneral Enrico Pezzi ist von einem Einsatzflug an der Ostfront nicht zurückgekehrt.

General Pezzi hat durch seinen jahrelangen Einsatz bei der italienischen Luftwaffe große Kampserfckhrung. Er hatte den Krieg in Äthiopien und Spanien mitgemacht und wurde beim Eintritt . Italiens in dem gegenwärtigen Konflikt Kommandant eines Bombengeschwaders im Mittelmeer. Zum Brigadegeneral beför­dert, übernahm er an der Ostfront die oberste Leitung über die italienische Luftwaffe und baute die Organisation im Osten auf, in deren Rahmen die italienischen Flugzeuge in unermüdlichem Einsatz in Lustkämpfen und mit MG-Feuer Hunderte von feind­lichen Flugzeugen angriffen und zum Absturz brachten.

Generalmajor Enrico Pezzi, brachte sich, wie die italienische Presie meldet, einem Einsatz für bedrängte Kame­raden zum Opfer. Mit wenigen Begleitern, darunter einem bekannten italienischen Arzt an Bord, war- Generalmajor Pezzi,

Strategie und Taktik im Handelskrieg

Von Konteradmiral Brüninghaus "*

Der heroische Abwehrkamvs, den unsere Wehrmacht zu Land und in der Lust gegen die Sowjetunion führt, wird wirksam er­gänzt durch den Krieg, der sich auf allen Meeren um die Seeoer- bindungsstraßen unserer Gegner abspielt. Der totale Krieg zu Lande, zu Wasier und in der Luft ist, in Verfolg des von Roose­velt, Churchill und Stalin entfesselten zweiten Weltkrieges, in voller Schärfe entbrannt. Dabei spielen die Vorgänge auf den Meeren eine vielleicht noch größere Rolle als im Kriege 1914/18. Wenn nachstehend in der Hauptsache auf den Kampf, den die Unterseeboote führen eingegangen wird, so sei vorausgeschickt, daß der U-Bootkrieg, so wichtig und vielleicht sogar ausschlaggebend er fein mag, doch nur dann Erfolg haben kann, wenn er systematisck eingcordnet ist in den Seekrieg im ganzen, in dem alle Ein­heiten' der Kriegsmarine, vom Schlachtschiff bis zum Schnell- und Patrouillenboot, zur Erreichung des Endzieles ein­gesetzt werden. Es besteht ein ganz enger Zusammenhang zwischen dem Uberwasser- und Unterwasserkrieg, die sich beide gegenseitig ergänzen.

Im Kampf um die Zerstörung der feindlichen Seeverbkn- dungen befolgen die U-Boote im allgemeinen den Grundsatz möglichst in den Seegebieten zu arbeiten, in denen die schwächste Gegenwirkung zu erwarten ist und in denen daher auch die größten Erfolge in kürzester Frist winken. Von diesem Grundsatz geht auch die Oberleitung aus. die den U-Boot-Erupven, von den Eng­ländern L-Boot-Rudel getauft, sowie den einzelnen U-Booten ihre Aufgaben zuweist. Die freie Initiative des einzelnen U-Boot- Kommandanten wird dabei aber keineswegs unterbunden. Selbst ein Mann wie der amerikanische Marineminister Knor sagte kürz­lich öffentlich, daßdie deutschen U-Boote eine unheimliche Fähig­keit entwickelten, die schwachen Stellen ihrer Gegner zu fasten Für die U-Boot-Kriegführung gilt noch, abgesehen von Sonder- källen, ein zweiter Grundsatz, nämlich der, vor allem den im feind­lichen Dienst fahrenden Schiffsraum herabzumindern. Unter Um­ständen ist die Versenkung eines schwer beladenen großen Damp­fers oder Tankers noch wichtiger als die Zerstörung einer Korvette oder, eines Zerstörers.

Hauvtkriegsschauvlatz für unsere U-Boote ist immer noch der Atlantik, der mit seinen 100 Millionen Quadratkilometer Fläche etwa zehnmal so groß ist wie ganz Europa. In diesem gewal­tigen Gebiet kreuzen sich die Sauptverkehrsverbindungen unserer Gegner. Von Nord- und Mittelamerika nach Großbritannien, von Nordamerika nach der Murmanküste und dem persischen Golf, zwischen Nord- und Mittelamerika untereinander, von den USA. und Großbritannien nach West- und Südafrika. Südamerika. Indien und Australien. Der Schutz, dieser Verbindungslinien stellt gewaltige Anforderungen an die Flotten unserer Gegner. Kürzlich umriß der englische Minister Morrison die Aufgabe der englischen Flotte mit folgenden Worten-Unsere britische Marine muß regel­mäßig 80 000 Meilen an Handelswegen abpatrouillieren, 3%mal die Länge des Weltumfanges sie hält ständig Wache Über

picht seien.

Wie Radio Delhi meldet, ereignete sich eine schwere Bombenex.vlosion im Hauptbahnhof von Delhi. Einzelheiten über den entstandenen Schaden werden von der britischen Zensur unterdrückt. In Puna. Bombay. Delhi und dem Pundschab find, wie Radio Saigon meldet, neue U n - ruhen ausgebrochen. In zahlreichen Demonstrationszügen wurde die sofortige Freilasiung Gandhis gefordert. In Puna und Bombay kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen den indischen Demonstranten und der Britenvolizei. Einzelheiten liegen noch nicht vor Die Bezirksverwaltung von Rawalueindi in der Drovinz Pundschab hat laut Radio Delhi eine Verordnung erlaßen, die Ansammlungen von mehr als fünf Personen auf ösfentlichen Plätzen untersagt. Die Anordnung hat zunächst für einen Mormt Gültigkeit und ist auf größere Demonstrationskund­gebungen im Zusammenhang mit Gandhis Fasten zurückzuführen.

In einer Erklärung über die Bedeutung des Fastens Gandhis erklärte Rash Behari Bose, das Herz des Mahatma btzte für die vom Elend geschlagenen Masten Indiens. Sein Geist und seine Seele zermartere sich angesichts des Hungers, den die Briten leichtfertig über Indien gebracht haben, um di« indischen Masten in eine weitere Unterwerfung zu zwingen. Während 400 Millionen Inder über den Ausgang des Fastens Gandhis be­unruhigt sind, find der britische Vizekönig und feine Anhänger in Delhi die ihn zu diesem drastischen Schritt gezwungen haben, nicht weniger besorgt, so sehr sie auch den Schein des Gegen» teils zu erwecken suchen.

Der ehemalige Berickterstatter der javanischen Nachrichten-

Stockholm, 22. Febr. Das Marineministerium in Washington gibt bekannt, daß zwei als Transporter in Dienst gestellte ehe­malige Pasiagierdampfer der USA. im Nordatlantik unter schweren Verlusten an Menschenleben versenkt wurden. Über 800 Personen sind entweder getötet worden oder werden vermißt.

4-

Die Wetterlage im Atlantik, die bereits im Dezember und Januar den Einsatz der deutschen Unterseeboote einschränkte, hielt mit schwersten Stürmen auch im Februar an. Schwere See und schlechte Sicht beeinträchtigten die Angriffsbedingungen im Kampf unserer Unterseeboote gegen die feindliche Versorgungs­schiffahrt. Andererseits wurde aber auch die englische und nord- amerikanische Schiffahrt durch die Wetterlage behindert. In zahl­reichen Fällen kehrten Frachter auf halbem Wege mit schweren Seeschäden um und in ihre Ausgangshäfen zurück

Dennoch sind unsere U-Boot-Rudel ununter­brochen auf Jagd und lagen sich nicht abschütteln, wenn.sie Fühlung mit einem Eeleitzug erhalten haben. Die Eeleitzüge sind zumeist durch Zerstörer, Torpedoboote und Korvetten, und in ihrem Aktionsbereich auch durch die Luftwaffe des Gegners stark gesichert.

Der Bolschewismus muß fallen, wenn Deutschland leben will!

Die Erfolge der deutschen U-Boote sind angesichts dieser um­fangreichen Sicherung umso höher zu bewerten.

Aber auch E i n z e l f a h r e r n, die gegenwärtig wieder in stärkerem Maße austreten, wurden mit Erfolg angegriffen. Bei den amtlichen britischen Stellen und in der britischen Öffentlichkeit ist die Frage noch nicht entschieden, ob Eeleitzüge oder Einzel­fahrer der Vorzug zu geben ist, da sich immer wieder zeigt, daß das Eeleitzugsystem keine Gewähr mehr für Sicherheit bietet, lasten die Engländer und Nordamerikaner jetzt oft schnelle Schiffe als Einzelfahrer den Ozean überqueren. Aber auch diese Gegner wurden von unseren U-Booten ausgespürt, erfaßt und vernichtet. So ist in der vorliegenden deutschen Sonder­meldung ein 6000-BRT.-Einzelfahrer enthalten der östlich Neu­fundland torpediert wurde. Ferner wurden aus den für Nord- asrika bestimmten, schwer gesicherten Eeleitzügen mehrere Frachter und Tanker herausgeschossen. Südwestlich Irland stellten die deutschen U-Boote einen mittleren Eeleitzug, aus dem ihnen vier Schiffe und ein Tanker von 6000 BRT. zum Opfer fielen. Im gleichen Seegebiet wurden aus einem südsteuernden, kleinen, lang­sam fahrenden Eeleitzug 2 Schiff« und 1 8000-BRT.-Tanker versenkt.

Die Sondermeldung ersaßt außerdem Erfolge im Mittelmeer. Hier ist der Einsatz der deutschen U-Boote be- kannllich besonders schwierig. Die Angriffe richteten sich im west­lichen Mittelmeer gegen jenen Nachschub für die Nordafrikafront, der von Gibraltar aus entlang der nordafrikanischen Küste geleitet wird. Zerstörer, Torpedoboote und Korvetten sichern diese Geleit­züge, die anßerdem im Bereich der Lustwaffensicherungen liegen.