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Dienstag, 2. Februar 1943

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 27 Leite «

Hus Gau und. Provinz,

Die Margret vom Einödliof

Roman oon Fritzi Eitler

3. Fortsetzung

tönte die Stimme

dazu braucht man

auf dem Hauserhofe ist!"

(Fortsetzung folgt I

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Nach einem arbeitsreichen Leben ver­schied nach kurzem schwerem Leiden meine innigstgeiiebte, unvergeßliche Frau, meine liebe Tochter, unsere über

Anita, Die glückliche Geburt ihres Töchter­chens zeigen in dankbarer Freude an: Erna Weiß, geb. Wengenmayr, Hans Wcißr Emser Str. 4, 29. Januar 1943.

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des Hans rauh dagegen.

Das hätten die Weiber auch tun können, dich net! entgegnete der Bauer gereizt.

Margret wandte sich plötzlich um und lief

W.-Dotzheim, den 30. Januar 1943.

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Die Einäscherung findet am Dienstag, 2. Februar, um 12 Uhr auf dem Süd­friedhof statt.

Am, 30. Januar entschlief nach langem schwerem Leiden unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Urgroßmutter, Schwester. Schwägerin und Tante, Frau

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Die Beerdigung findet am Donnerstag, 4. Februar, nachm. 2.15 Uhr auf dem Südfriedhof statt. Das Totenamt für die liebe Verstorbene ist am gleichen Tage, 6.30 Uhr, in der Bonifatiuskirche

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Miltenberg, 30. yan. Am seiner Arbeitssiätte in Weilback wurde ein Arbeiter von einem von einem.Kran berabiallcnden tencnttuci getroffen und so schwer verletzt, datz er nack kurzer Jeii itarb. ___________

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Am 31, Januar entschlief sanft nach kurzem schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger­mutter. Großmutter, Schwester, Schwä­gerin, Tante und Cousine, Frau

Aloyse Graubner geb. Bommersheim im Alter von 7Q Jahren. Ihr Leben war Mühe und Arbeit.

In stiller Trauer: Reinhard Graubner Gatte, Wilh. Happel und Frau, Anna geb. Graubner, Reinhard Graubner, 7.. Z. im Felde, und Frau, Emil Graubner u. Frau und Enkelkinder Wiesbaden, den 1. Februar 1943.

z. Z. Gustav-Adolf-Str. 3, 3.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, 3. Februar, vonn. 8.45 Uhr von der Leichenhalle des ahen Friedhofs aus auf dem Nordfriedhof statt.

Heute entschlief nach langem schwerem Leiden meine inniggeliebte Mutter, un­sere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine

Amelia Freifrau v. Ende geb. de Nioac da Rocha Faria im 77. Lebensjahr.

Im Namen der trauernden Hinter­bliebenen : Dr, Hilmar Alfred Frei­herr v. Ende, z. Z. Uffz. i. W.

Wiesbaden, den I. Februar 1943. Wilhelmstr. 60

Die Beerdigung findet-nm Donnerstag, 4. Febr., vonn. 10 Uhr von der Halle des alten Friedhofs aus nach dem Nordfriedhof statt. Das Totenamt am Montag, 8. Febr., vonn. 9 Uhr in der St. Bonifatiuskirche.

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Gott der Allmächtige rief meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Großvater, Schwiegervater und Bruder

Anton Duhm

nack kurzer Krankheit unerwartet im Alter von 63 Jahren zu sich in die Ewigkeit.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Lina Duhm, geb. Helm, Dora

Fasold, geb. Duhm Wilh. Althen

Wiesbaden, den 1. Februar 1943.

Dotzheimer Str. 21

Die Beerdigung findet am Mittwoch, 3. Februar, nachm. 3.45 Uhr auf dem Südfriedhof statt.

alles geliebte, herzensgute Schwiegermutter, Schwester, gerin und Tante, Frau

Eliese Breiter

geb. Lösch

im Alter von 54 Jahren.

In tiefem Schmerz: Fritz

..... , förmlich nach dem

Stall.Was hätten die Weiber auch tun können?" fragte, sic zornig ihren Vater,Arbeiten wir noch nicht genug, die Mutter und ich! 3di glaube, datz cs wirklich reicht, was Arbeit anfalll. wenn die Steffi gemolken hat. Wärst du eher aufgestandeu, hättest du weniger gesoffen heut' Nacht, dann hättest du das Viel, versorgen können, aber so . . .! sie verstummte. Der Hauser Michl war ganz nahe an die Margret berangetreten. Erschreckend glühten seine Augen dem Mädel ins Gesicht, seine Stimme klang raub, ..freches Weibsbild", stieg er hervor, während seine Haltung immer drohender wurde,dir werd' ich einmal zeigen, was *Rr spckt vor deinem Vater heitzt. dir werd' ich jetzt zeigen, dah du dein Maul zu halten hast, dir werb ich zeigen, wer der Herr

Lencrl . . .!" Die Worte verloren sich in einem unverständlichen Gemurmel.

Am, Fenster des Schlafzimmers aber stand eine schmale Frau und sah hinaus in die schwarze Nacht,Vater!" flüsterte sie mit weißen Lippen,mit welchem Recht hast du vor einem Menschcn- alter, dein Kind an einen Satan verkauft? Und doch kann er licbeh, grübelte sie unruhig vor sich hin,ich hätte nie gedacht, daß auch Teufel lieben können! Herrgott int Himmel, beschütze dieses Kind vor jedem Unglück, mir graut entsetzlich vor dem 6c« danken, daß du ihm diese Liebe nur schenkst, um ihn mit dieser Liebe zu strafen, denn straflos kann ein Vitus Eratzner nicht ausgehen!" ,

Ein schweres Poltern klang im Hausflur auf. Angstvoll sah Sie Frau hinüber nach dem schlafenden Mann, dessen Schnarchen jetzt das Zimmer erfüllte.Gottlob, daß er nicht eine Stunde später nach Hause gekommen ist", flüsterte sie,das wäre wieder einer der Zusammenstötze geworden, die ich so schrecklich fürchte. Et hat das Blut des Vaters, der Vitus, er hat seine Arbeits­kraft, feine Rücksichtslosigkeit, feine yörte, aber auch seine Leiden­schaft. Hätte er mich so lieben können, wie er unser Mädel liebt, wie ganz anders wäre unsere Ehe, unser Leben überhaupt geworden. Aber der Mann war ja schon, als ich sein Weib wurde' wie ein ausgebrannter Krater. Oft must ich daran denken, dah er einmal- geliebt haben muh. heih und unbeherrscht, wie sein ganzes Wesen ist, und von der Frau abgewiesen oder hintergangen wurde."

Geräuschlos verlieh Frau Rosl das Schlafzimmer um, wie schon jo oft, in einem leeren Veit, das im Zimmer ihrer Tochter stand, dem Schnarchkonzert ihres Gatten zu entfliehen, ,

Christiane Sauer

geb. Bastian

"S. Lebensjahr.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Kinder und alle Angehörigen

Ein herrlicher Frühlingsmorgen blaute über dem Lämet Winkel. Der Tau blitzte noch auf den dunklen Nadeln der Tannen, frohes Gezwitscher der Vögelchen erfüllte die Luft, der entfernte Wildbach rauschte, gespeist von den Schneeschmelzett der Berge, und herb roch die Erde, die sich allmählich unter den Strahlen Lcr Sonne erwärmte, und aus der schon die noch winzigen Spitzen des neuen Grases unter den harten Büscheln abgestorbenen Berg­grases hervorsahen.

Am Brunnentrog des Ziehbrunnens, der mitten des wetten vmuserhofes stand, lehnte die Margret und sah finster vor sich hin Der Vater war spät nach Hause gekommen, schwankend und fluchend, war dann über die schmale Stiege hinauf in die Schlaf­kammer der Eltern getorkelt, und jetzt hörte man seine scheltende Stimme aus dem Stall. Er geriet hart mit Hans zusammen, denn gaüz gegen seine sonstige Gewohnheit schwieg der Hans heute nicht still, sondern erwiderte laut und zornig die Vorwürfe des Bauern.

Jedenfalls ist es höchste Zeit, dah du 'naus rn's Holz kommst, die Holzknechte sind schon lange beim Schlagen und du drückst dich wieder auf dem Hof herum!" rief jetzt der Bauer

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bis Park- Uhr. Ab­wegen Be- Adolfs-

# Danksagung /

Allen denen, die mich beim Heldentod meines lieben, unver­geßlichen Mannes und treusorgenden Vaters meiner Kinder, Schwiegersohns, Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen Otto Frankenbach, Obergefr. in einem Gren.-Reg., in Wort und Schrift zu trösten suchten, spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus.

In tiefer Trauer und im Namen aller Angehörigen: Frau Wilhelmine Frankenbach Wwc. und Kinder Wiesbaden, im Januar 1943. Nettelbeckstr. 20

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Gemeine Ausbeuterei^um Nachteil eines Frontkämpfers

Schwere Zuchthausstrafe kür die ..Braut" und ihren Liebhaber

Darmstadt. 2. Febr. In hinterhältiger und von bemmungs- Irnen: Eigennutz gekennzeichneter Weile vergingen lick die Mäbrjgc »clenc '.Ui e r und der tznäbriac Gerold N e u ni a n n aus Darm- naüt an den Spargeldern eines Frontkämpfers, der mit der Metz verlobt war und ibr tm Vertrauen aut das veriönliche Treuc- rsrbaltnis bet seiner Abreise tut Front lein Sparkassenbuch an­vertraut hatte, «chon kurze Zeit nach dcnt letzten Urlaub des Ver­lobten ltetz lick dte Rken *n ein U;ene«""-bäitnis mit dem bereits tn dritter Ebe lebenden Reumann ein. Während sie einerseits dem tn ickwernem Frontetmatz stehenden Verlobten in hcnlicksten Bc. teuerungen unerschütterliche Anhänglichkeit und Sciratsvläne vor- lchwtndelte.. nahm ste auf der andern Seite auf Anstiftung und K", Neumanns von dem Svarkonto des ahnungslosen

Verlobten wiederholt erhebliche Abhebungen vor. Die Metz war bck dabei völlig darüber im klaren, dah sie gegebenenfalls wobl zu Abhebungen und Ausgaben tm Sinne ihres Verlöbnisses und der vciratsvlanc dem Soarkontcninbaber. niemals aber zu Vcr- tugungen, für die irinanzferung des Liebesverhältnisses mit Neu- wann befugt tpar. amtiacklich flössen die Gelder des betrogenen Verlobten tn dte Tafcke Neumanns, der sie mangels eigener Mittel ckruvellos auf. intet gemeinsamen Reifen mit der Meh nach München,iur die Unterkunft in erstklassigen Eastböfen. für einen Ausflug ins Cgbirge und aut andere Weise verschwendete. In kaum zu überbietender Eestnnunaslostakeit und Gemeinheit er« schwindelte Neumann auch von München aus telephonisch eine nochmalige erhebliche Abhebung von dem fremden Svarkonto. wöbet er. sichwabrbeitswidrig als «ckwager des Kontcninbabers >.usgab. tn einer Ickrirtlicken Auftragsbestätigung dessen Namen inttzbraumte und der svarkastc vortäusckfd. dah der Soldat ver­wundet in ernem Munckener Lazarett liege und ibn als Schwager zu dimer und künftigen Abhebungen ermächtigt habe. Tatsächlich war der e-oldat mzwifchen tm Kautvf an der Ostfront gefallen, dah . dte erschütternde Enttäuschung der Treulosigkeit seiner Braut und der semetnen Ausbeuterei durch deren Liebhaber erwart ulten.

Tas Sondergerickt in Darmstadt kennzeichnete dte fortgesetzte Straftat der Untreue bzw. der Beihilfe und Anstiftung dazu, ebemo aber, auch dte unglaubliche und schwere Urkundenfälschung zum Nackter! eines Arontkamvfeis als Volksschädlingsverbrechen und verurteilte demgemah den Hauptschuldigen und mehrfach vor- beitrarfen Neumann zu.vier Jahren Zuchtbaus und vieriäbrigem Ehrverlust, dte unter fernem Etnflub straffällig gewordene bisher unbestrafte.Helene Metz zu zwei Jahren und fechs Monaten mcktbaus torote zu drenabrtgern Ehrverlust.

Am ^0. Januar verschied unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großneitter, Urgroßmutter, Schwägerin und "Tante, Frau 6

Barbara Schönsee Wwc.

geb. Sprenger

im Alter von fast 78 Jahren,

Im Namen der trauernden Hinter­bliebenen : Eduard Schönsee und Angehörige

Wiesbaden (Westendstr. 23J, Wiesb.- Biebrich (Adolfstr. 10), 1. Februar 1943 Die Beerdigung findet am Mittwoch, 3. Febr., nachm. 3 Uhr auf dem Süd­friedhof statt. Das Totenamt ist am Donnerstag, 4. Februar, um 8 Uhr in der St. Elisabethkirche.

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Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger besuchte das Musische Gymnasium.

Anläßlich einer Zusammenkunft der Mitglieder des VereinsFreunde des Musischen Gymnasiums" stattete Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger dem Musischen Gymnasium einen Besuch ab. Ministerialrat Dr. Miederer vom Reichs crziehungsnnniftcrium gab einen eingehenden Rechenschaftsbericht über die musikerzieherische Arbeit des Gymnasiums und legte den Mitgliedern die erzielten Erfolge im zweiten Geschäftsjahr dar. Äiit herzlichen Worten dankte er dem Gauleiter als Ehrenvor­sitzenden des Vereins für die tatkräftige Unterstützung der Be­strebungen des Musischen Gymnasiums. Musikalische Darbietungen des Streichorchesters und des Chors boten einen umfassenden Ein­blick in das hervorragende musikalische Können der'Iungmannen, Ein Kanon v-dur über einen basso ostinaro für Streicher und Continuo von Job. Pachelbel sowie eine Chaconne g-moll für «olo-Violine, Streichorchester und Continuo, vier Lhorlieder alter Meister und zwei Chöre aus einem Oratorium von G. F. Händel wurden in künstlerischer Vollendung dargeboten. Eine von einem Iungmann verfaßte Kantate über eine Reise des Musischen Gym­nasiums nach dem Osten des Reiches fand den besonderen Beifall der Gäste. Der Gauleiter brachte den Iungmannen seinen be- ionderen Dank für ihre musikalisch vollendeten Darbietungen zum Ausdruck.

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Lina Gebhardt

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ün ?4. Lebensjahr.

Im Namen der trauernden Hinter­bliebenen: Johann Gebhardt. Kinder und eile Angehörigen

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Die Beerdigung findet am Donnerstag. 4. Febr., nachm. 3 Uhr auf dem Wald­friedhof in W.-Dotzheim statt.

Sic Margret mutz schon Heimgcgangen sein", sagte sic jetzt zientlich unwirsch zn dem Bauern.Ich möcht' auch heim! Wann gehen wir denn?"

Eeh'n tun wir, wann wir zwei inögen, Bäuerin", höhnte der Gratzncr.Lisl, noch eine frische Matz", rief er der Kassiererin zu, welche die beiden Krüge der Bauern dann mitnahm, uni sie neu zu füllen.

Dann geh' ich allein, und du Grahner, merk' dir, du kannst deiner Frau befehlen, aber mir steigst du auf den Buckl taut, hast mich jetzt verstanden!" entgegnete die Bäuerin zornig und wandte sich zur Türe.

.,3int nicht gleich wegwcrfen, nur auf die Seite lehnen, man weitz nicht, wie man den Eratzner wieder einmal brauchen kann", rief der Grahner der Frau spöttisch nach.Prost Michl, wir zwei halten doch zusammen, und verraten wirst nicht", raunte er dem Hauser zu, der mit finsterem Gesicht seiner Frau nachstarrtc.

Von dcne zwei ist einer wie der andere", sagten die Bauern, als gegen Mitternacht die beiden das Wirtshaus verlietzen. Sie hatten schwer ausgeladen, der Gratzner und der Hauser, und torkelten mehr als sic gingen in die Nacht hinaus. Der Eratzner war ja bald daheim, sein geräumiges Haus mit dem ausgedehnten Hoizlagerplatz lag unweit von Lam, während der Hauser eine einfache Laterne anzündete und schwankend den Weg nach dem Einödhof antrat. Die Nacht war dunkel, denn der Mond war schon wieder fortgeaangen und das Sternenlicht allein genügte für den Weg des Michl nicht.

Kurze Zeit sah Eratzner dem mattcn Lichtschein nach, der sick immer mehr verlor, dann ging er in das Haus und lachte hämisch vor sich hin.Depp saudummer", knurrte er,du mutzt ja doch tanzen wie ich pfeife und deine Alte und die Margret dazu. Das Geld vom Poftsepp, mein lieber, das gehört uns alle zwei, wenn du auch die Hand darauf hast!"

Im Haus ritz der Alte die Türe zu dem Zimmer des Vitus auf,Er ist schon wieder nicht zu Hause, der Lump", schrie er zornig. Auf der Tanzmusik ist er auch verschwunden. Wird schon wieder bei dem Weibsbild, bei der Häusler Evi sein. Da werd' ich jetzt aber ein End' machen, zwischen denen zwei. Soll mir ja nicht Geschichten machen, mit dem Lumpenmensch, sonst , . !"

Eine Türe öffnet sich, die Frau des Eratzner, Frau Rosl, wie iie in Lam respektvoll genannt wurde, stand unter der Türe, Ihr Gesicht war bleich, die dunkelblauen Augen blickten traurig auf den gröhlenden Mann, das schnceweitze Haar der noch nicht fünfzigjährigen Frau schmiegte sich in weichen Wellen um den schmalen Kopf und gab dem schönen, aber vergrämten Gesicht ein eigenartiges Gepräge.Geh' doch zu Bett Vitus", bar sic dringend, der Bub ist bald 26 Jahre alt, der latzt sich doch nicht mehr an- schaffen, wann er zu Hause sein mutz!"

Was latzt sich der Lump nicht anschajfen, wer schafft hier überhaupt an?" Der Eratzner richtet seinen Blick drohend auf die schmächtige Frau. Ängstlich wich sie zurück, als er sich ihr jetzt näherte. Da schlangen sich plötzlich zwei weiche Arme um den Hals des scheltenden Mannes, eine warme Wange schmiegte sich an sein borstiges Kinn.Vaterl, komm', geh' in dein Bett!" Das Lencrl streichelte das Ecsicht ihres Vaters, Sic war im langen Nachtgewand, die beiden goldblonden Zöpfe fielen breit und schimmernd über ihre Schultern.

Der Alte sah in die grotzen tiefblauen Äugen seines Kindes, die sie von der Mutter gerbt hatte. Fest pretzte er den weichen Körper des Mädels an sich,Ja, Lencrl, ich geh' in's Bett, hat ta doch keinen Wert, mit dem Lumpen, wenn er heimkommt, zu streiten".

Mühsam lallte der Eratzner die wenigen Worte, Dann ging <r in das Schlafzimmer, entkleidete sich schwerfällig und warf sich brummend auf das Bett.Das Mädel, das Lencrl, das ist mein Sonnenstrahl, das ist mein alles, für die allein arbeit' und schaff' ich, brummte er vor sich hin Die Alte und der Vitus, die hätten mich schon längst gern haben können, aber tios1' Lencrl, mein

Welches Mädel, nicht über 40 Jahre, w. auf diesem Wege mit Herrn in Stel­lung zw. späterer Heirat bekannt zu werden, am liebst, aus dem Rheinland oder Baden. Bild­zuschrift. (Bild zu­rück) B 264 TV.

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