Dienstag, 2. Februar 1943
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 27 Sette 8
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Wtder,1and organinert, die From gefestigt
Aber, meine jungen Soldaten, um so stolzer und freudiger tnuB Herz in Eurer Brust jetzt schlagen, einem solchen Volk, einer solchen Wehrmacht angehören zu dürfen Und es ist schon ein wunderbares Gefühl, das über einen kommt, wenn man weist: Hier stehe ich in meinem Volk, das heute der Garant dafür ist. dab Deutschland und Europa bestehen können Das europäische Schicksal liegt in unserer Sand und damit auch Deutschlands Freiheit, ferne Kultur und seine Zukunft. Das ist der höchste Sinn dieses Opfers, das zu jeder Stunde und an jedem Ort ebenfalls von Euch, meine Kameraden, gefordert werden kann. Denke feder von Euch an die Kämpfer von Stalingrad, dann wird er hart und eisern werden. Vergebt nicht, dah zu den vornehmsten Erund- tugenden des ganzen Soldatentums neben Kameradschaft und Pflichttreue vor allem die Ovferbereitschaft gehört. Es hat immer kühne Männer gegeben, die sich geopfert haben, um etwas Gröberes für die anderen zu erreichen.
Hätten die Kämpfer von Stalingrad nicht diesen heroischen Kampf auf sich genommen, nicht mehr und nicht weniger als KV oder 7V ^bolschewistische Divisionen ans sich gezogen, mären diese Divistonen damals mit durchgebrochen. Der Bolschewist hätte vorausfichtlich sei» Ziel erreicht. Jetzt kommt er zu spät. Der, deutsche Widerstand konnte organisiert werden; die s" " e n Linien sind gefestigt, ober sie konnten nur be- teftigt werden, weil dort drauben in dem Trümmerfeld dieser Stadt Helden kämpften und noch kämpfen. Und wenn es nur noch wenige find: Solange ein deutscher Soldat steht, wird gekämpft.
Meine Soldaten, die meisten von Euch werden von einem ähnlichen Beispiel der groben gewaltigen Geschichte Europas gehört haben. Wenn auch damals die Zahlen klein waren, so gibt es letzten Endes doch keinen Unterschied der Tat als solcher. Bor 2*/» Jahrtausenden stand in einem kleinen Engvab in Griechenland ein unendlich tapferer und kühner Mann mit 300 seiner Männer, stand Leonidas mit 300 Spartiaten, aus einem Stamm, der wegen seiner Tapferkeit und Kühnheit bekannt war. Eine überwältigende Mehrheit griff diese kleine Schar immer wieder aufs neue an. Der Himmel verdunkelte vor der Zahl der Pfeile, die abgeschofien wurden. Auch damals war es ein Ansturm von Horden, der sich hier am nordischen Menschen brach.
Eine gewaltige Zahl von Kämpfern stand Lerxes zur Verfügung, aber die dreihundert Männer wichen und wankten nicht,
sie kämpften und kämpften einen aussichtslosen Kampf, aussichtslos aber nicht in seiner Bedeutung. Schliestlich fiel der letzte Mann, In diesem Engvab steht nun ein Satz: „Wanderer, kommst du nach svarta, so berichte, du habest uns hier liegen sehen, wie das Gesetz es befiehlt!"
Es waren dreihundert Männer, meine Kameraden. Jahrtausende sind vergangen, und heute gilt jener Kamps und jenes Opfer dort noch so heroisch, immer noch als Beispiel höchsten Soldatentums, und es wird auch einmal in der Geschichte unserer Tage heisten: Kommst du nach Deutschland, so berichte, du habest ans in Stalingrad kämpfen sehen, wie das Gesetz, das Gesetz für die Sicherheit unseres Kolkes, es befohlen hat. Und dieses Gesetz trägt jeder von Euch in seiner Brust, das Gesetz, für Deutschland »a sterben, wenn das Leben Dentschlands diese Forderung an Euch stellt. Das ist aber nicht nur Berpslichtung für uns Soldaten.
Dieses Heldentum, diese» Opfer ist verpflichtend für das ganze Volk. Die Kämpfer von Stalingrad muhten stehen, da» Gesetz befahl es so. bas Gesetz der Ehre und der Kriegführung. Diese» Gesetz der Kriegführung eilt ja allein der Rettung unseres Bottes. Es ist letzten Endes, das mag hart klingen, ja für den Soldaten gleichgältg. ob er bei Stalingrad, bei Rschew oder in der Wüste Afrikas »der oben im Eise Norwegens kämpft und fällt. Wenn er sei» Opfer bringt, ist es gleich «roh. Er bringt es für das Leben seines Botte», wie einst die dreihundert Männer de» Leonidas, von denen wir heute mit Andacht noch ebenso sprechen wie von dem Heldenkamps der letzten Goten in den Schluchten des Besuvs. Das Gesetz befahl auch ihnen, in sterben damit die Raste weiter siege» und leben konnte.
Auch unser Kamvf geht um diese Entscheidung, um die grobe Entscheidung, von der ich die ganze Zeit jetzt sprach. Dieser Kampf und diese Entscheidung geht nicht nur uns Soldaten, sondern sie geht auch das ganze Volk an. Wenn jetzt der Führer befohlen hat. dah alle Kräfte des deutschen Volkes, ob Mann oder Frau, zu mobilisieren sind, so wird das deutsche Volk diesen Appell mit Selbstverständlichkeit ganz auf sich nehmen und ihn verstehen, wie er verstanden sein soll. Dreieinhalb Jahre währt der Krieg und niemand kann in seiner gewohnten Beauem- lichkeit verharren, wenn unsere Kämpfer drauhen ihr Leben unerschrocken einsetzen und treu ihre Pflicht erfüllen. Auch in der Heimat muh sich jeder danach drängen, das Letzte zu geben.
Auch die deutsche Heimat mutz das Letzte geben
Wir find keine, Bolschewisten. Wir treiben nicht unsere Frauen und Kinder mit einer Ragaika uz ihrer Arbeit. Wir appellieren an die Ehre jedes Bottsgenosten und jeder Bolksgenofiin, sich nun auch stolz einzureihea, die Leauemlichkeit fahren zu lasten und liebgewordenen Dingen abzusagen. Dafür haben wir in einem stegreichen Frieden noch Zeit genug. Die jetzige Zeit erfordert Härte. Härte im Rehme». Härte im Geben, Härte im Durchhalten. Die gröhte Schande und Schmach aber ist es, wenn ein Deutscher statt zu arbeiten oder zu kämpfen heute noch herummeckert. Er wird der Berachtung des ganzen Bottes vreisgegeben sein.
I» der Sowjetunion wird die Mobilisierung der allerletzten Kräfte durch die barbarische Härte der Sklaverei durchgeführt. Bei uns setzen wir anstelle dieser Barbarei das Gesetz der Pflicht. So richte ich denn in dieser Stunde in dem Appell an die Wehrmacht auch den Appell an die ganze deutsche Volksgemeinschaft und rufe alle zur letzten Bereitschaft und zum höchsten Einsatz auf. Gebe jeder alle», was er zu gebe» vermag. Es ist nicht so. wie unsere Feinde bas nun gegen uns deuten wollen, als pfiffen wir auf dem letzten Loch.' Rein! Wenn ein Kamps ein so gigantisches Ausmah angenommen hat, dann kann niemand mehr ein beanemes und sattes Leben führe». Da muh sich jeder als Kämpfer fühle», an der Front und in der Heimat und da »der dort einsatzbereit sein. Ich weih, es ist hart und schwer, wenn die Bomben hernieder- orasteln und Frauen und Kinder töten. Es ist furchtbar. Aber auch der Schlag muh hingenommen werden. Sticht einen Augenblick dürfen wir weicher werden. Der Sinn diese» Kampfes ist ja nur: Freiheit oder Bernichtung.
Was glaubt Ihr, was mit Eure» Frauen, Euren Bräuten, Eure» Töchtern geschehen würde; was-glaubt Ihr, wie dieser teuflische Hatz sich bestialisch im deutschen Bott austobe» würde? Rein, »er nicht kämpfen will, der fällt ebenso. Da ist cs schon bester, ich kämpfe, und mit diesem Kamps erringe ich den Sieg und die Freiheit und entgehe selbst der Bernichtung. Wenn Euch Schwächlinge mit lauen und dummen Reden kommen, dann schaut auf den Führer und richtet Euch an seiner Gröhe aus! Lagt ihn als das leuchtende grobe Vorbild vor Euch erscheinen, diesen Manu, der keine Rast und Ruhe hat, diesen Mau», aus de» ja letzte» Endes alle Anforderungen einftürmen, der alles al» Letzter tragen und entscheiden nute. Für jeden von uns gibt es noch irgend einen, der über ihm steht und der für ihn sorgen kau». Der Führer ist der Letzte, et steht allein mit seiner eigenen Kraft und ,
seinem eigenen starken Herzen. Für ihn kann keiner denken und handel». Er ist nicht nut der Organisator unterer gewaltigen Wehrmacht, er ist auch der Feldherr, der sie führt und ist der Führer unüetes gesamten Botte».
Und Wk wende ich mich an alle Soldaten der Wehrmacht vom Felbtftatschall bis zum Rekruten: Die Lage kann nie so schlimm bei uns werden, bah wir nicht die Kraft besitzen, sie zu meistern. Vergleichen Sie einmal rückblickend das Jahr 1932f Wer damals in der Partei kämpfte und nur irgendwie in die Dinge hineingesehen hat — da gab cs. auch Situationen, die scheinbar hoffnungslos waren. Was ist demgegenüber heute geschehen? Wir haben ein gewisses Gebiet in der weiten Sowjetunion vorübergehend preisgegeben. Damit wir alles das ordnen konnten, stehen Tausende von Kämpfern und opfern sich auf. Das hat es in allen Kriegen gegeben.
Inkarnation des härtesten Willens
Ich sage Euch: Entscheidend ist die Hätte. Entscheidend ist die Frage: Sind wir hart genug in uu» selbst? Die Wehr- »lacht ist in Führung und Gefolgschaft, so wie unsere kampferprobte Partei, die Inkarnation de» härteste» Willens. So haben auch in der Heimat Mann und Frau de» gleiche» entfchlofie- nen Wille» und ihre Härte in diesem Kampf zu beweise». Rur so verdienen sich Front und Heimat voll und ganz den Sieg. Wenn vor uns ein an sich müder Segnet wegläuft, bann ist es kein Kunststück, wenn gesiegt wird, wenn alle Armeen siegreich v»r- wärtsstürmen. Wenn wir so Schlag auf Schlag gewinne», so ist das sehr'schön, aber nicht erschütternd. Erft wenn Kttsen kommen, wenn'» schwer wird, dann bewährt sich die Führung, bann zeigt es sich, wer ein Manu i ft. Da gibt es manche», dem man gar nichts z»gemutet hat, ein einfacher Man» — im Lebe» hat er einen kleine» Beruf, in bem er nie hervorgetreten ist, man denkt, et wird schlecht und recht kämpfen. Aus einmal kommt die Schwere be» Kampfes, auf einmal kommen ungewohnte Enischlüfic, es wird immer schwerer, immer härter, und sieht man, wie dieser Heine Mann plötzlich über sich hinauswächft und zum Helden wird. Aus einmal zucken aus diesem Man» Hart Befehle, aus einmal ist er die Seele des Widerstande» einer Truppe geworden. A» solcher Haltung erweist sich bann bet Mann, erweist sich sein Wert, und ebenso ist es beim ganze» Bott.
Der deutsche Sturm bricht von neuem los
Weiter yarre Abwehrtampfe
Der Helbenkampf im Traktorenwerk — Weit überlegenen Feindkräften gelang nächtlicher Einbruch in den Serteibigunss» ring — llmfassungsversuche an bet Donezfront und im Raum von Woronesch unter hohen Verlusten gescheitert
Aus bem Führerhauptauartier, 2. Febr. (Funkmeldung.) Da» Oberkommanbo der Wehrmacht gibt bekannt:
In Stalingrad setzte der Gegner nach stärkster Artillerievorbereitung mit weit überlegenen Kräften gegen die letzte Bastion bet Verteidiget, bas Traktorenwerk, zum Angriff an. In der Rächt gelang es ihm. nachdem unsere heldenhaft kämpfenden Truppen ihre Munition nahezu verschofien hatten, an mehreren Stellen einzubrechen und bett bi» dahin zusammenhängenden Berteidigungsring des XI. Armeekorps auszusprengen.
Bom Kaukasus bis zum mittleren Don und am Ladogasee stehen unsere Armeen in schweren Abwehtkämpsen, deren Härte an einzelnen Abschnitten noch lugcnommen hat.
Aus bem Siibflügel bet Ostfront mürben Versuche be» Feinbes, die Ulan mäßigen Marschbewegungen bet beutschen und verbündeten Truppen zu stören, abgewehrt.
An der D o n e z s t o n t und im Raum von Woronesch griff bet Feind weiter mit neu herangeführten starken Kräfte» an. Versuche, unsere Front butch Überflügelung und Umfassung einzubrücken. scheiterten unter Hohen Verlusten. Die Kämpfe dauern noch an.
Starke Kamps-, Sturzkamps- und Schlachtslieger-Berbänbe griffen an den Schwerpunkten bet erbitterten Kämpfe die feindlichen Truppenmossierungen. Stellungen und Kolonnen an. Sie fügten bem Feinbe schwerste Verluste an Menschen, Fahrzeugen unb Waffen zu.
In beit Bergen Tunesiens hatten eigene Angriffe, wirksam unterstützt von Sturzkampfflugzeugen, vollen Erfolg.
Professor Dip!.-2no. Kurt Tank
Auszeichnung des technischen Leiters der Focke-Wulf-EmbH.
Der technische Leiter der Focke-Wulf-Fkug- zeugbau E. m. b. H„ Wehrwirtschaftsfübrer Divl.-Jng. Kurt Ta n k. den der Führer jetzt zum Professor ernannt bat. ist nicht nur einer der bekanntesten Flugzeugkonstruk- teure der Gegenwart, sondern zugleich auch einer der e r - fahrend st en Flieger, dem die zivile Luftfahrt und noch weit mehr die ßuftroaftfe eine ganze Reibe bewährtester Flugzeugtypen zu verdanken hat. Der viermotorige Langstreckenbomber Focke-Wulff FW 200/6 ..Tondor", der im Frieden als Verkehrsflugzeug den sensationellen Flug Berlin—New Bork—Berlin in 45 Stunden unternahm, die FW. 189. das erste Dovvelrumpfflugzeug der deutschen Luftwaffe und zugleich der modernste Aufklärer der Welt, sowie die FW. 190. das schnellste Jagdflugzeug der Welt, find die letzten Schöpfungen dieses genialen Konstrukteurs.
Kurt Tank ist am 24. Februar 1898 in Brennberg geboren. Nach dem Weltkrieg, an dem er als Freiwilliger teilnahm. wandte er sich dem Maschinenbaustudium zu. Ein Zufall führte ihn zum Flugzeugbauwesen. Als Leiter der Entwurfsabteilung der Rohrbach-Metallflugzeugwerke entwickelte er seine ersten Flugzeugtvven. Nach kurzer Tätigkeit bei den damaligen Bayerischen Flugzeugwerken in Augsburg kam Tank zu Focke-Wulf in Bremen, wo er im Jahre 1933 die technische Leitung dieser Werke übernahm. In diesen nunmehr zehn Jahren, di« Tank an der Svitze. dieses in der ganzen Welt bekannten Werkes steht, bat er alle Flugzeugmuster von Focke-Wulf konstruiert und selbst eingeflogen, wie auch die endgültige Ervrobung und Beur- teiulng der Flugeigenschaften einer neuen Maschine stets von ihm selbst durchgeführt wird. Die letzten Großtaten feines schöpferischen Geistes sind, wie bereits erwähnt, die FW. 189 und dre FW. 190. die sich innerhalb ganz kurzer Zeit als überlegene und gefürchtet« Waffe bewährt haben
Wenn der Führer jetzt den bekannten Wehrwirtschaftsführer und Flugzeugkonstrukteur mit dem Professorentitel ausgezeichnet hat. so ist das nur der Ausdruck des Dankes für die groben Verdienste, die sich Tank um die zivile Luftfahrt und erst recht um die deutsche Luftwaffe erworben hat.
Zusammenkunft Thurchill-Jnönü
A»kara. 2. Febr. (Funkmeldung.) Wie die türkische Nachrichten agentur Agence Anatolie berichtet, hatte Winston Churchill auf seinen Wunsch am 31. Januar eine Zusammenkunft mit dem türkischen Staatspräsidenten Ismet 3nönü in Adana. Es wurden, wie das Eoininuniaus mitteilt, allgemeine, im Rahmen der türkischen Neutralitätspolitik fiegenbe Fragen besprochen
Wenn wir auch. Kameraden, in diesem Winter wieder die ganze Schwere des östlichen Kampfes fühlen mutzten, so weitz ich es: Wenn die Sonne wieder hoch steht, wird sie die deutschen,Truppen wieder im Angriff finden, genau so wie im vorigen Jahr Dieser Angriff wird nicht schwacher sein, et wird nichts an seiner Wucht verloren haben, im Gegenteil, wir werden neue, noch bessere Waffen in der Faust haben, es werden gestählte Divisionen antreten, Divistonen, die in sich die Verpflichtung mitbringen: Wir denken an Stalingrad, wir werben uns des Opfers der Selben dort würdig erweisen.
Roch eines fei für Schwache gesagt, sie sehen immer nur die Schwere der Lage bei uns und denken dabei nicht an den Gegner. Würden sie fich aber einmal die Zeit nehmen und ganz logisch die Berhältniffe auf der Gegenseite prüfen, bann würden sie staunen, wie es dort aussieht. In der Geschichte rückblickend möchte ich nur an jene furchtbaren Wochen des deutschen Zusammenbruchs im November 1918 erinnern. Auch damals haben die Schwächlinge nur unsere Schwierigkeiten, nicht aber die des Gegners gesehen. Unb wie war es beim Gegner? Hätten wir nur noch ein halbes Jahr ausgehalten, bann wäre dort der Zusammenbruch gekommen Wer hat bei uns gemußt, datz ein Vierteljahr lang in Frankreich drüben uns nur ganz wenige kamvfgewillte Divistonen gegenüberftanben, datz ganze Divisionen gemeutert hatten, schon nach Paris marschieren wollten, wer hat gewutzi. datz die Franzose» schon den Krieg verloren geglaubt hatten? Heute können wir uns nun an unseren zehn Fingern abzählen, wie es drüben aus- sehen mutz. Wenn sie keine Kohle unb kein Eisen haben, können sie keine hochwertigen Waffen fertigen. Sie haben Land unb Waffen. Leute unb Fabriken in gewaltigem Ausmatz verloren, wie können sie auf bie Dauer bann noch leistungsfähig fein? Wer, frage ich, ist denn so gottvergesten, datz er nicht sehen will, wo wir dagegen heute stehen? Steht etwa der Bolschewist in Deutschland? Und der Engländer? Steht der in Deutschland? Wo stehen denn unsere Feinde? Wer steht denn vom Nordkav bis Afrika und von der Biscaya bis zur Wolga? Das sind doch wir! Und welche Uneinigkeit beim Gegner. Einig sind sic nut in ihrem Hatz unb in ihrem Vernichtungswillen gegen uns. Das ist aber auch das einzige, worin sie einig sind. Sonst ist ihr Bündnis nur ein fauler Zauber!
Unzerstörbarer Glauben an den Sieg
Und nun zum Schluß, meine Kameraden, besonders meine jungen tämpfenben Kameraden, möchte ich Euch bitten, als Abschluß dieses Appells «in Glaubensbekenntnis von mit in Euch aufzunehmen:
E» ist mein unzerstörbarer Glaube an de» deutschen Sieg, und dieser Glaube kommt aus bet tiefen Erkenntnis bet Zusammenhänge. Et ist aber auch bet innigste Glaube an bie Gerechtigkeit bet Allmacht. Ich sehe not mir bas Helbentum unserer Kämpfet. Ich sehe bie Kraft bet nationalsozialistischen Weltanschauung. die uns durchdringt, und ich sehr vor mir ben Führet und die allgewaltige Kraft seines Ingeniums. Da» alle» sehe ich. Ich sehe bie vergangenen zehn Jahre, eine Sekunbenspanne im Ablauf bet Weltgeschichte unb doch ist in dieser Sekunbenspanne aus einem zerlumpten, ohnmächtigen unb hahzettissenen Self eine
einige, kämpsende starke Ration und Wehrmacht geworben. Das find die Etkenutnifie, bie mir ben unerschütterlichen (glauben an den beutschen Endsieg geben. Zeh» Iahte, meine Kameraden, hat uns bet Führet jetzt non Größe zu Größe gesühtt, aus Ohnmacht, aas Armut, aus schrecklichen Verhältnissen heraus, unb in ben nächsten Iahten — unb damit will ich als meine heilige Überzeugung schließen — wirb uns bet Führet zum größten aller Siege bet Deutsche» führe».
Unsere ganze Hingabe
Unb jetzt, meine Kameraden, sei diese» Heil nicht ein leeres Wort, sondern in diesem Gedenken an den vergangenen zehnjährigen Kampf unb in bem Glauben an den größeren, bet uns beschiebe» ist, unb damit auch an ben größeren Sieg geloben wir mit diesem Ruf bem Führet unsere ganze Hingabe, unsere ganze Treue, bereit, ihm jede» Opfer zu geben: denn er fordert e» nicht für sich, et fordert es für sein deutsche» Lott. Datum, Kameraden, unser Führet, unser geliebter Führet: Siegheil!
30 Feindflugzeuge über Burma abgeschossen
Tokio. 1. Febr. Nach einer Domei-Meldung aus Rangun wurden 30 britische und USA.-Flugzeuge. die Angriffe auf Burma von indischen und chinesischen Stützpunkten aus versuchten, durch das genaue Feuer der javanischen Flak heruntergeholt. Wie erklärt wird, bat der eiserne Verteidi- gungsrmg. den die javanischen Truppen um Burma gelegt haben, alle feindlichen Versuche vereitelt, die wichtigen burmesischen Stützpunkte mit Bomben zu belegen
Britische Schwimmdocks in Schonan wieder flott
Tokio, 1. Febr. Nach Überwindung ungeheurer Schwierigkeiten ist es den javanischen Marineeinheiten gelungen, ein Schwimmdock von 5000 ART. bei Schonan wieder flott, zumachen. Dieses Dock war vor der.javanischen Besetzung vom Feinde in die Luft gesprengt und versenkt worden.
Ein« andere javanische Marineeinbeit wird in nächste: Zett damit beginnen, ein anderes Dock von 50000 BRT. das ebenfalls vom'Feind zerstört worden war und als das größte Schwimmdock der Welt bezeichnet wird, wieder betriebsfähig machen.
Japan entschlossener und vertrauensvoller denn je!
<Hne Erklärung be» Ministerpräsidenten Soja vor bem Oberhaus
Tokio, .1. Febr. Ministerpräsident Tojo traf auf bet Vollversammlung des Oberhauses am Montagfrüh bie Feststellung, baß trotz verräterischer unb heimlicher angloamerikanischer Versuche, bie innere Einigkeit in Japan zu stören, Japan im Rahmen des totalen Kriegseinsatzes völlig unb gründlich g e- einigt ben feindlichen Manöver» gcgenübetsteht. Er unterstrich ferner bas absolute Vertrauen, bas bie Verbündeten Japans in bie feste unb unerschütterliche nationale Struktur bes Landes setzen. Die Regierung sei völlig überzeugt, baß ieber feinbliche Versuch, ben unerschütterlichen Entschluß bet hundert Millionen s'.arken japanischen Bevölkerung ins Wanken zu bringen, vergeblich sein werbe, ba bas japanische Volk biesen Krieg mit festet Entschlossenheit unb voll Vertrauen in ben Endsieg führe. „Wir könne» mit Recht stolz darauf sein, so betonte Minifterptäsidenl Tojo, datz die uns in Europa freundschaftlich gesinnten Länder unb neutralen Nationen ber ganzen Welt, sowie bie Völker in bet gtotzostasiatischen Wohlstanbssvhäte ben Erklärungen ber javanischen Regierung zu wieberholten Malen nnbebingten Glauben unb unfiebiRgtes/ Vertrauen geschenkt haben. Der Erunb bafür ist darin zu suche», datz unsere Berichte durch die darauf folgenden Tatsachen als wahr bestätigt wurden." Die Regierung könne sich für eine Produktion «röhren Ausmahes auf die wachsende Stärke unb ben Patriotismus bes japanischen Volkes verlassen. Durch eine gewisse Oberaussicht bes Staates übet bie Jnbustrie werbe bie Regierung bie notwendigen Schritte unter« nehmen, bie gesamte Starke bes Volkes zum positiven Einsatz zu bringen, ohne bie Initiative unb bie Begeisterung bet mit bet Probuktion Beauftragten zu behinbern. Die Regierung beabstch- tige nicht, b i e Industrie einer einheitlichen Staatskontrolle
zu unterwerfen ober sie zu einem Zusammenschluß z p zwinge».
Der Minister für Handel unb Jnbustrie Mobutu te Kishi stellte fest, datz die Regierung die Verordnung für bie inbu ftrietten Konzerne herausgegeben hat, um ber Privatwirtschaft Gelegenheit zu geben, auf Grund ihrer eigenen Verantwortung unb Initiative zur Kriegswirtschaft beizutragen.
Hungerrevolten in Indien
Stockholm, 1 Frbr. Die Veriorgungslage der armen indischen Bevölkerung wird nach einer Emenmeldung von ..Dagsvosten" aus Bangkok, in der eine Meldung aus Singapur zitiert wird, immer schlechter.
Nachdem die rein politischen Demonstrationen seit einiger oett aufgebört haben, werden jetzt die Hungerdemo n- itrationen immer häufiger. Besonders die ärmeren Teile der Bevölkerung können sich kaum ernähren, was zu Plünderungen und Überfällen geführt hat. Am letzten Samstag stürmte beispielsweise die Volksmenge ein der Regierung gebärendes Weizenlager in einer der Vorstädte Bombays. Die Volksmenge überwältigte die Wocb- vosten und plündert«, sowie zerstörte das Wcizenlager völlig.
Italienischer Brigadegeneral an der Ostfront gefallen
Rom, 1. Febr. Amtlich wird bekanntgegebcn. datz Brigadegeneral Eiulio Martinat. Stabschef des Alvini- Armeekorvs. am 28. Jan. an der Ostfront den Heldentod-fand.
