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Wiesbadener Tagblatt
®tttd nnb ««tag- L. Lcheueuverg'jch« «mhdruckere., Lauggajfe Nr. 21 (Tagbiau-Hauö) Wöchentlich i- « Ausaabeo ▼ Ericheimnm^eit werktäglich naMuttoa«
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«Lricheimmgszeit werktäglich nachmittag»
Nr. 22
Mittwoch, 27. Januar 1943
91. Jahrgang
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Es geht um Sieg oder Untergang
:e Wille des
am
NSG. Gauleiter und Reichsftatthalier Sprenger sprach Dienstagnachmittag im Rahmen eines Detriebsavvells zu der Belegschaft eines Werkes im Kreis Groß-Gerau über die gegenwärtige politische und militärische Lage und über die Aufgaben der Seimat.
Keine andere Nation hat im Lause ihrer Geschichte so viel Schweres zu bestehen gehabt wie die unsere. In all diesen Prüfungen und durch die geschichtlichen Lehren, die wir dabei erfahren haben, haben wir einen festen Bestand an innerer Härte
Nach der Begrüßung durch den Betriedsführer behandelte der Gauleiter zu Beginn seiner Rede die Erfolge des Nationalsozialismus. "die in den -ehn Jahren seit der Machtübernahme das deutsche Bolk zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen- geschmiedet haben Genau so wie ter Nationalsozialismus vor der Machtübernahme gegen di« Kräfte des Chaos ringen mutzte und dabei auch erst nach härtestem Einsatz den Sieg davon getragen habe, so kämpfe heute das ganze deutsche Volk in eiserner Härte gegen Bolschewismus und Plutokratie. Der Krieg, so führte der Gauleiter weiter aus. ist nun in seiner ganzen Totalität in Erscheinung getreten. Unsere Soldaten an der Ostfront stehen in härtestem Ka.nvf gegen eine Flut von Menschen und Material, die der Bolschewismus iahrzehntelang in systematischer und rücksichtsloser Meise für di« Weltrevolution vorbereitet hatte.
Berlru, 26. ”tn. In Stalingrad haben die wockeu- laugen Eutbehlr..gen, das ununterbrochene Ringen gegen frische feindliche Truppen, das Übergewicht der Bolschewisten an Flugzeugen, schweren Waffe« und das schutzlose Ausharren im offenen Gelände bei Schneesturm und schneidender Kälte den Widerstandswillen unserer Soldaten und ihrer rumänischen und kroatische» Kameraden auch am •25. Januar nicht brechen können. Wie sie es möglich machen, dem fortgesetzten Ansturm des Feindes ihr Hortes .Dennoch" entgegenzusetzen, ist das Einmalige ihres heroischen Ringens. Der eherne Wille zum Widerstand gab den erschöpften Offizieren und Mannschaften die Kraft. sich selbst vor ihre Geschütze zu spannen und sie Kilometer um Kilometer durch die tief verschneite Steppe zu schleppen.
Das höchste Wissen um ihre Pflicht stellte General und Grenadier Schulter an Schulter in den Rabkampk mit der blanken Waffe, und nicht bester erfüllt sich der Sinn echter Kameradschaft als dadurch, daß übermüdete Grenadiere, kaum dem Kampfgewühl entronnen, sofort und ohne Befehl wieder angreifen als es gilt, die Besatzung eines dicht hinter der feindlichen Linie notgelandeten Flugzeuges wieder herauszuhauen. All das geschieht unter den pansenlos niederkrachenden Bomben der feindlichen Flugzeuge, die Tag und Nacht fast ungehindert über dem Kraterfeld kreisen, weil die Flakgeschütze die feindlichen Panzer vernichten wüsten.
Aber diese Aufgabe erfüllen sie so, datz die Kanoniere eines einzigen von allen Seiten angegriffenen Geschützes im rasenden Feuer von 28 angreikenden Panzern allein 15 zerschossen.
Zerbrach auch dieser Pan.zerstosi. so folgten doch bald nene und noch schwerere Angriffe, bei denen die bolschewistischen Panzerkamvkwagen ihre eigenen Schützen vor sich ber- trieben. um sie zum Stürmen zu zwingen.
Wieder rollte die Feuerwalze in die schwachen Deckungen und langsam gewann die feindliche Übermacht an Boden. Doch wieder vermochte sie nicht den Wider- ttand zu brechen. Unsere Soldaten boten in den Trümmern des westlichen Stadtrandes den Bolschewisten von neuem die Stirn. Jeder Manerrest, jede Brandruine wurde zur bart umkämpften Festung. Die deutschen, rumänischen und kroatischen Selben haben sich um ihre FLbrer geschart und halten todesmutig stand. Alle Unterschiede nach Rang u-id Waffengattung sind ge- fallen. übrig geblieben ist allein der eiserne Wille zum gutzersteu Widerstand, der zum vervflichtenden Borbild für alle Deutschen geworden ist. .
Auch an den übrigen Fronten des südlichen Abschnitts standen unsere Trupoen am 25. Januar in erbitterten Kampf' gegen den überlegenen Feind. Im Kuban-
„Heimat, ausrichten!"
Der totale Krieg, wie wir ihn jetzt im vierten Jahre des uns aufgezwungenen Freiheitskampfes erleben, fordert von jedem Deutschen soldatische Haltung, einerlei, an welchem Platz ihn das Schicksal mit dem Auftrag gestellt hat, sich bedingungslos für sein Volk einzusetzen Soldatische Haltung ist nicht an die Uniform gebunden, sie hat auch der deutschen Frau zu eigen zu sein, die bisher vielleicht nur abseits des großen Geschehens dahinlebte; auch sie muß den Ernst der Stunde erkennen, muß bereit sein, ein persönliches Opfer zu bringen, wenn es die Nation von ihr fordert. Es mag manchmal nicht leicht sein, den bisherigen Pflichtenkieis mit einem kriegswich tigeren zu vertauschen, aber da muß der Frau der Mann als Vorbild vor Augen stehen, der alle Bindungen zu Beruf und zivilen Aufgaben löste als ihn der Führer zu den Waffen rief. Nun kämpft er draußen in zähem Ringen mit dem bolschewistischen Feind zum Schutze der Heimat; er weiß, daß er diesmal nicht auf verlorenem Posten steht wie sein Kamerad aus dem ersten Weltkrieg, dem eine verführte Heimat, die mehr den scheinheiligen Versprechungen der Feinde des Volkes glaubte als auf die eigene Kraft des Widerstandswillens baute, die Waffe aus der bis zum letzten Augenblick kämpfenden Hand nahm. Wir wissen, daß sich ein 9. November 1918 in der deutschen Geschichte nicht wiederholen wird. Für uns heißt die Parole: Kampf bis zum Endsieg I Auf dieses Ziel richtet sich die Heimat in soldatischer Disziplin aus. So stärken wir, ob Mann oder Frau, die Leistungsbereitschaft unseres Volkes, arbeiten wir unter Einsatz unserer ganzen Kraft, lassen wu das zivile Leben ausklingen und bereiten uns für den kämpferischen Einsatz vor. Das Wort von der „eisernen Zeit" hat wieder seine Berechtigung, eine Zejt, die uns hart macht und unerbittlich gegen uns selbst, eine Zeit, in der Phrasen nichts, Taten jedoch alles bedeuten.
Willi Pempel.
as. Berlin, 27. Jan. (Eis. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Der heroische Widerstand unserer Stalin- gradkämpfer wird in der Preste der uns verbündeten und uns befreundeten Länder überall stärkstens hervorgehoben ünd als Heldenepos, wie es die Geschichte noch nicht zu verzeichnen hatte, gewürdigt. Dabei wird vielfach unterstrichen. datz diese Helden nicht nur für Deutschland kämpfen, londern für Europa. Im Osten gehe es nicht allein um das Schicksal Deutschlands, sondern um das Schicksal der zivilisierten Welt, erklären spanische Blätter. Zugleich wird immer wieder betont, datz der Masteneinsatz »on Menschen und Material ein weiterer Beweis für die 20jährigen Kriegsvorbereitungen der Sowjets ist. „Das Leben der Sowjetuüion war ganz auf den Krieg eingestellt", lagt der italienische Staatsminister Roberto F a r i n a c i. denn nur so liehen sich die umfastenden Vorbereitungen, die gewaltigen Rüstungen und die Ausbildung zahlreicher Divisionen durch Moskau erklären. Unvergänglich, so schreibt Farinaci weiter, bleibe der Ruhm der deutschen Armee von Stalingrad, die viele Wochen lang unter Entbehrungen und Härten sich aufovkere. um ganze Sowjetarmeen zu fesseln und um zu verhindern. datz dies« sowjetischen Kräfte in der Hauvtoffensive weiter westlich eingefetzt würden. Auch der militärische Mitarbeiter des spanischen Blattes „ABC" weist auf den Masteneinfatz der Sowjets bin und sagt u. a.:'..Neun Wochen der Offensive sind vorbei. An ihr nahmen Millionen Menschen mit uno-beuren Mengen an Panzerwagen und Artillerie teil und di« Operationen erwecken den Anschein einer Kombination aus Wut und Verzweiflung. Das Ziel Stalins ist klar, er will versuchen, die Positronen der deutschen Truppen über den Haufen zu werfen und fchlietzlich der deutschen Wehrmacht de« entscheidenden Stotz zu versetzen." Die deutsche Heeresleitung habe das Verteidigungsmanöver mit größtmöglicher Sparsamkeit an Kräften durchgeführt. Sie hab« zwar einiges Gebiet aufgegeben, aber die d e u t s ch e Wehrmacht bewahre — und das fei das entscheidende — ihre Kraft für die Zukunft des Krieges. Das gleiche Ivanische Blatt sagt in einem anderen Artikel: Dieser Krieg ist total. Er gebt um alles oder nichts. Gegen die Möglichkeit neuer Katastrophen mutz auch der Sieg total und entscheidend sein. Der Führer habe mehrmals gesagt, datz dieser Krieg Deutschlands Schicksal für ein Jabrtaufeüd entscheiden wird. Dazu ist es notwendig, datz vor allem die Sowjetunion als militärische Macht ausgeschaltet werde.
Im gleichen Sinne betont die rumänische Presse, oah die in Stalingrad Seite an Seite kämpfenden deutschen und rumänischen Verbündeten mit ihrem von Pflichtgefühl und Ovfergeist getragenen Kampf ein Blatt unsterblichen Ruhmes in die Geschickte einfügen. Der heutig« Kampf werde geführt um das Leben der von einem sowjetischen Angriff bedrohten Völker zu retten, schreibt die Zeitung „Viatza". Gleichgültig unter welchen Opfern, der Bolschewismus müsse vernichtet werden, denn von dieser weltpolitischen Säuberungsaktion hänge die Zukunft und Sicherheit aller Völker ab. „Porunca Vremii" schreibt: l.Wir dürfen keinen Augenblick daran zweifeln, daß die schweren Anfechtungen dieser Tage das leuchtende Schicksal des Europas von morgen schmieden. In Stalingrad besiegt die Überlegenheit des europäischen Menschen und seines Geistes noch im Tode die boliche- wistische Bestie." Finnlands Zeitungen stellen
Die letzte Arbeitskraft heran für den Sieg
Stt Sauleiter sprach auf einem Betriebsappell
Ehrfürchtige Bewunderung ganz Europas
Eiy Heldentum, das die Gewihbeit des Endsieges in sich trägt
gleichfalls Betrachtungen über Sinn und Ziel dieser Winterschlacht an. Wohl dauere der Krieg gegen di« Sowjets länger als man im Anfang ahnen konnte, schreibt „Man Suunta". Aber doch sei es dem Schicksal zu danken, datz die Auseinandersetzung schon im Juni 1941 begonnen habe. Andernfalls wäre Europa verloren gewesen und der Bolschewismus hätte sich bis zum Atlantik ausgebreitet. Hätte diefer Krieg mit einem raschen Sieg geendet, so würde er die Völker Europas nur vorübergehend zusammengeführt haben. Jetzt müßten sie in gemeinsamer Anstrengung eine ausdauernde, festbalkende Schutzmauer vom Eismeer bis Um Schwarzen Meer bilden. Dieser Krieg gebe nickt nur Finnland, sondern auck den übrigen Kulturvölkern einen Begriff davon, datz die Ostfront eine gemeinsame Kampffront für Europa fei.
Zugleich aber kommt auch in all den Blättern die Eewitz- beit des Endsieges erneut klar zum Ausdruck. So in dem bulgarischen Regierungsblatt „D n e s" das u. a. zu den Kämpfen in Stalingrad sagt, ein Volk, das solche tapferen Söhne habe und besten Heldentaten so zahlreich seren, müste die Gewißheit des Endsieges in sich tragen. Dieses Heldentum könne nicht umsonst in die Geschichte ein- ^gehen. sondern werde in der Zukunft seine Früchte tragen für das Wohl der gesamten Menschheit. So wird überall dort, wo man Sinn für Heldentum und Opfermut hat, der Kampf der ganz auf sich selbst gestellten Männer der 6 Armee als das größte Heldenepos der Geschichte beraus- stellt. als ein Kampf für Europa und wie wir binzufügen muffen, als ein Kampf, aus dem dem deutschen Volk neue Kräfte für den Endsieg erwachsen werden. Für das deutsche Volk werden die Verteidiger von Stalingrad immer ein Vorbild 6Li6en. Aus ihrem heroischen Kampf mirb es neue Kräfte schöpfen. Die Kärnvfer von Stalingrad, die das wenige Brot miteinander teilen, die eine feste und unverbrüchliche Kameradschaft halten und den schwersten Kampf bestehen, der jemals von einem Soldaten verlangt wurde, sind für Deutschland ein Vorbild geworden, dem sich niemand entziehen kann.
69 Panzer. 199 Geschütze, 21 Granatwerfer, 152 Kraftfahrzeuge, sowie große Mengen an Maschinengewehren. Handfeuerwaffen und sonstigem Kriegsgerät.
Nördlich des Donez begann am frühen Vormittag des 25. Januar ein schwerer Angriffsschlag unserer Luftwaffe, bei dem sich Stukastaffeln und Kamm ugzeuge zu Tiefangriffen gegen feindliche Kolonnen und Truvvenanfammlungen ablösten. Besonders schwer trafen die Bomben sowietische Panzerkräfte, die sich im Vor- gelände der deutschen Stellungen bereitstellten. Durch Volltreffer wurden 8 schwere Panzer vernichtet und zahlreiche weitere außer Gefecht gefetzt. Beim Absuchen des Kamvfge- länbes nach anderen lohnenden Zielen stießen die Sturzkampfflugzeuge auf zwei Maschkolonnen in Stärke von ie taufend Mann, die mit Bomben und Bordwaffen aufgerie- ben wurden, und auf zahlreiche Nachschubkolonnen, die mit Truppen und Material auf dem Wege zur Front waren. Auch unter diesen räumten unsere Flieger auf und vernichteten oder beschädigten 96 feindliche Kraftfahrzeuge. Der Angriff tra^bie Bolfchweisten,fo überrafchenb. daß sie nur vereinzelte Flugzeuge jur Abwehr einsetzen konnten, von benen zwei im Feuer unserer Jäger abstürzten. Mit diesen wirksamen Schlägen erleichterte bie Luftwaffe den Heeres- verbänben ihren anhaltend schweren Ahwehrkamvf, ber he« sonbers südwestlich Woronesch mit äußerster Härte geführt werden mußte, um die feindlichen Angriffe ahzuschlagen.
und Manytsch-Eebiet bat eine neue Kältewelle das verschlammte Gelände wieder gefestigt, so daß di« Bolschewisten ihre Vorstöße wieder aufnahmen, ohne jedoch ihre Kampfziele gegen bie deutschen und slowakischen Verbände erreichen zu können.
Zwischen M a n y t s ch und Don setzten dagegen unsere Panzertruppen und motorisierten Einheiten den am 21. 1. begonnenen Gegenangriff erfolgreich fort. Di« Bolschewisten konnten dem Stoß nicht widerstehen und mußten den energisch nach Nordosten vordringenden deutschen Verbänden einige Ortschaften vreisgeben, Kamm- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten den Angriff, zerbämmerten Artilleriestellungen und zerschlugen die zum Gegenstoß angefetzten Panzerformationen, so daß diese das Gefecht abbrechen und in ihre Ausgangsstellungen zurückrollen mutzten. Im Verlauf dieser Kämpfe verlor der Feind in der Zeit vom 21. bis 25. Januar über taufend Gefangene, mehrere taufend Tote.
Dieses Hartsein ist der Inbegriff aller soldatischen Tugend - in ihm muß sich in einem solchen großen Ringen, wie wir Deutsche es jetzt zu bestehen haben, auch der fest! ganzen Volkes verkörpern.
Wenn auch dieser gewaltige Einsatz unseren Gegifern gewisse Erfolge gebrockt hat, so sind wir doch voller Zuversicht Die Konse- ouenz. die das deutsche Volk aus dem verstärkten Ansturm des Ostens zrehr. ,st allein die der vermehrten Kraftentfaltung. Jetzt gelt« es kompromißlos alle zur Verfügung stehenden Kräfte ein« jiifeben 3ebet einzelne hat heute die heilige Verpflichtung, sich in den Vroduktlonsviozetz einzuschalten und so mit für den Endsieg berzutragen Mit der gleichen Härte wie unsere Soldaten im Kamme stehen, hat jeder Deutsche jetzt seinen Arbeitsplatz auszu- full-n. Die Geschichte hat gezeigt, daß ein Sieg nicht ohne Verluste und Rückschläge errungen werden kann. Nur der wird Sieger sein, der bis zuletzt das Kamofseld behauptet Niemand in der Setmot zweifelt daran, daß dies der deutsche Soldat sein wird.
Zum Schluß seiner Ausführungen richtete der Gauleiter nochmals einen eindringlichen Avvell an die Belegschaft, ihre ganze Kraft einzusetzen. Die Heimat müsse jederzeit vor der Froni bestehen können. Das ganze deutsche Volk muß von einem fanatischen Siegeswillen erfaßt sein. Wir werden es ichaifen. weil wir es wollen und weil Adolf Hitler uns führt.
Stählernes Vorbild der Nation
General und Grenadier Schulter an Schulter in erbittertem Nahkampf
Hart sein — härter werden
Von Helmut Sündermann
Die Tage des zweiten winterlichen Sowjeiansturms wird das deutsche Volk ebensowenig vergessen können, wie jenen ersten Winter, den der deutsche Soldat im Osten zü bestehen hatte. Die Wochen härtester Bewähruim der Kämpfe an der Front versetzen auch die Heimat in tiefe Bewegung und rufen sie zu ernster Besinnung.
Wie in den Augenblicken großer Siege und Erfolge ein großes Band gemeinsamer Empfindungen alle Deutschen umschließt und die gleichen Regungen des Dankes und der Freude alle erfaßt, so soll und muß auch die ernste Kunde von schweren Schicksalsstunden ein gemeinsames Echo bei allen finden. Das nämlich ist es, was wir als Nationalsozialisten gelernt haben und was alle Starken in unserer Nation als sichere Gewißheit in der Brust tragen: daß die Deutschen auch in härtester Erprobung unüberwindlich sind, wenn sie von einem Geist beseelt, von einem Willen angetrieben werden.
Daß eine solche geschlossene Willensbildung gerade des deutschen Volkes nur aus soldatischem Denken erwachsen und an der ?front und in der Heimat nur zu soldatischen Entschlüssen führen önnen, das ist unsere feste Überzeugung und deshalb ist die Frage nach dem Echo und der Forderung, die sich — wie schon einmal vor Jahresfrist — angesichts ernster Nachricht in unserem Volk erhebt, auch nur soldatisch zu beantworten. Die Antwort des Soldaten aber ist auf jede solche Kunde — und mag sie die schwerste sein — immer noch bie T a t gewesen.
Wer so eindeutig im Kampf um Sein oder Nichtsein steht, wie wir Deutsche in diesem Krieg wer weiß, daß nur der Sieg das weitere Leben sichert, ein Schwachwerden aber die endgültige Vernichtung eines ganzen Volkes unerbittlich zur Folge hätte - der wird auch in Den Stunden^der ernstesten Anspannung nicht von Unruhe, wohl aber von einer unbändigen Ent- s ch l o s se n h e i t erfüllt, die ihn antreibt, das Schicksal um so fanatischer anzupacken, je mehr es versucht hat, sich seinem Diktat zu entwinden.
Der Soldat, vor allem der Infanterist, kennt solche Augenblicke aus nahezu jedem ernsten Zusammenstoß mit dem Feind — die Augenblicke, in denen Sieg oder Tod allein von dem Entschluß abhängt, etwas zu tun, und in denen der triumphiert, der hart genug ist, um in keiner Sekunde und unter keinem äußeren Eindruck diese tapfere Entschlossenheit zu verlieren.
Der Charakter eines großen Lölkerkrieges bringt es mit sich, daß solche Proben, solche Bewährung nicht nur vom Soldaten, sondern auch von den Menschen zu Hause, von den Frauen wie von den Männern, von den Kindern wie von den Greisen gefordert werden.
