MesbadenerTagblatt
21 ZTfCX «Sch--..ich in 6 «uögaven «rfchetnungsze.t werktäglich nachmittag«
Druck
Wöchentlich in 6 «uögaven
Erfcheinungszeit werktäglich nachmittag»
Nr. 19
Samstag/Sonntag, 23./24. Januar 1943
91. Jahrgang
r v
später zum Kampfgeschwader Sölde. Kondor erwarb er sich neben dem
e
Geschäftszeit durchgehend von 8—18 Uhr außer Sonn- und Feiertags • Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf Anzeigenvrei!e: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil RM 0.07, der 46 Millimeter breiten Spalte im Zeitteil RM 0.60, im übrigen ist Preisliste Nr. 10 maßgebend - Nachlässe nach Preisliste Nr. 10 - Schluss der Anzeigen-Annahme 9 Uhr vormittags, grössere Anzeigen am Vortage
Bombentreffern ebenfalls in Brand und war kurze Zeit danach bis zu den Deckaufbauten im Meer versunken. Zahlreiche weitere Schiffe trieben brennend und teilweise manövrierunfähig inmitten des Geleits. Auch einsetzende Vernebelungsmanöver des feindlichen Schiffsverbandes konnten die deutschen und italienischen Flieger nicht an der Fortsetzung ihrer kühnen Sturz- und Geleitangriffe hindern.
Bein Bekenntnis kl
»uv Front: lYlerlrG FD©ll •
Sieg der politischen Leidenschaft
Von Curt Hotzel
Des 30. Januar 1933, der sich in wenigen Tagen zum zehnten Mal rührt, gedenken, heißt sich bekennen zu dem Gesetz, nach dem wir angetreten. Nach diesem Gesetz, der Eroberung, des Staates durch die Idee des Nationalsozialismus, vollzieht sich mit eherner Folgerichtigkeit nunmehr der Steg der neuen Idee im Kampfe um ein freres Europa. So wie sich der Kampf der Partei um die Macht im Reich folgerichtig am 30. Januar 1933 erfüllte. so mutz und wird, sich dieser gigantische Kamps um eine neue Ordnung erfüllen. Die Zeit ist dafür genau so im Reisen, wie sie, es um die Jahreswende 1932/33 für den innenpolitischen Sieg der neuen Staatsidee war. Es gebt beute nicht mehr um willkürliche Improvisationen macht- hungriger Gruppen — so wenig wie damals im Innern des Reiches dafür mehr Raum war. Es gebt um die Erfüllung der Schicksalsaufgabe. Der Zerfall der bürgerlichen Welt war damals genau so bei uns im Reick bis zu einem, Punkte geraten, wo es nicht mehr weiterging mit dem Spiel der parlamentarischen Selbstauslösung, wie es heute in Europa nicht mehr möglich ist, baß einzelne Staaten ihre egoistische Schaukelpolitik treiben, um da ober dort etwas mehr für sich auszubandeln. Europa wird durck die Dynamik dieses Krieges gezwungen, sich zu sich selber zu finden. Die elementare Kraft des groben Volkes der europäischen Mitte, das von dem Jnselreich der Briten angegriffen wurde und unter der Bedrohung aus dem Osten stand
Das Scheinleben der Emigranten-Regierungen
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftlettung)
Dezimierung des Grotzgeletts an der Afrika-Küste
Zwei weitere Transporter versenkt, zahlreiche Schiffe in Brand ««warfen
England verlor bisher 98 Zerstörer
Stockholm, 22. Jan. (Funkmeldung.) Im Anschluß an die Bekanntmachung der britischen Admiralität über den Verlust des Zerstörers „W a d r i d g e" beschäftigt sich die Londoner „News Chronicle" mit den zugegebenen Zerstörer- oerlusten seit Ausbruch des Krieges. Insgesamt habe Eng- land danach 98 Schiffe seiner Zerstörerflottille verloren, die im Dezember 1939 173 Einheiten umfaßte. Dieser Vergleick zeige das Ausmaß der Verluste, so schreibt das Blatt, wie auch die gefährliche Aufgabe, die die Zerstörer aus den Weltmeeren zu bewältigen hätten.
Lord Gort bei einem Luftangriff verletzt
Rom, 23. Jan. (Funkmeldung.) Der Gouverneur von Malta. Lord Gort, befindet sich nack einer Meldung des italienischen Rundfunks wegen Verletzungen, die er während eines Luftangriffes auf Malta erlitt, in einer Londoner Klinik.
as. Berlin, 23. Jan. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Handlungen und Pläne der Emigranten- Regierungen verdienen im allgemeinen keinerlei Erwähnung, denn es ist für die Wirklichkeit höchst gleichgültig, was die Herren Venesch. Sikorski uiw.. diese lebenden Leichname, beschließen. Jetzt aber läßt eine Diskussion um Reisepläne Sikorskis, der sich als Vertreter eines nicht mehr vorhandenen polnischen Staates aufivielt. einen Blick hinter die Kulissen tun. der lohnt. Sikorski wollte nämlich nach Moskau fahren, um mit Stalin über Nach-
Eichenlaub für Major Günzel
• Berlin, 22. Jan. Der Führer verlieh dem Major Reinhard Günzel, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermittelte ihm folgendes Schreiben:
,3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Balkes verleihe ich Ihnen al» 184. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: gez. Adolf Hitler."
as. Berlin, 23. Jan. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die abgelaufene Woche stand an der Ostfront im Zeichen schwerster und härtester Abwehr- kämpfe. Noch immer wirft, wie es unlängst der italienische Journalist A v v e l i u s formulierte. Stalin neues ^euerungsmaterial unter den Kessel, der diese Offensive in Schwung halten soll. Die Sowjets versuchen dabei, durck Angriffe an fast allen Abschnitten der langen Front das Abziehen von Reserven zum Einsatz an anderen Teilen der Front zu verhindern. Kaum ein Abschnitt der Ostfront ist daher von den Angriffen der Sowjets verschont geblieben. Der Schwerpunkt, so wird man aber feststellen können, liegt jedoch nach wie vor im Süden. Hier wieder konzentrieren sich die Angriffe der Bolschewisten auf die eingeschlossenen Truppen in Stalingrad. Dort wird der Kampf auf beiden Seiten mit einer Härte geführt, die alles übertrifft, was der schwere Feldzug im Osten bisher gebrockt hat. tkber jede Vorstellung heldenhaft ist der Kampf, den hier der deutsche Soldat unter allerschwersten Verhältnissen durckkämvit. Der Abwehrwille eines jeden deutschen Soldaten erhebt sich hier zu einer Höhe des Opfermutes, die am besten gekennzeichnet wird durch das in den Deckungslöchern des von Eranottrichtern übersäten Schlachtfeldes entstandene Wort: Jeder Mann eine F e st u n g.
Die Abwehr wird an den verschiedenen Stellen der Front naturgemäß in verschiedener Weise geführt. Ist es vier und da erforderlich, einen bestimmten Abschnitt nicht vreiszugeben, so setzt man sich an anderer Stelle vom Gegner ab. um iick die Initiative nicht entreißen zu lassen. Man gibt Gelände preis, um den vorgehenden Gegner wirkungsvoll in der Flanke packen zu können. Die Abwehr wird beweglich geführt, aber immer erfordert sie den härtesten Einsatz des deutschen Soldaten, der sich einem Gegner gegenübersiebt, dessen Ausdauer und Zähigkeit nicht unterschätzt werden darf. „Man darf nickt vergessen", so schreibt dieser Tage Oberstleutnant George S o l d a n in einer längeren Betracktung, in der er auch aus die früheren Leistungen russischer Truppen und ihre Ausdauer im Ertragen von Mühseligkeiten einsing, daß im bolschewistischen Soldaten die Überlieferung des zaristischrussischen steckt. Dieser aber war stets vorzüglich und deshalb kann die offenkundig grobe soldatische Stiftung des bolschewistischen Kämpfers nickt überraschen." Man-darf weiterhin nicht vergessen, daß wir einem Gegner gegenüberstehen, der sich seit 20 Jahren auf den Kampf gegen das zivilisierte Europa vorbereitete. Etz ist ein Gegner, der Ströme von Blut opfert in der Hoffnung, doch noch wenigstens eins seiner Ziele erreichen zu können. Immer neue sowjetische Regimenter verbluten sich an der deutschen Abwehr, immer neues sowjetisches, Ma- teral wird durck unsere vorzüglichen Waffen vernichtet. Manenopscr sondergleichen werden von den Bolschewisten aus Beseht Stalins gebracht. Im Donner dieser härtesten Materialscklachten aber steht der deutsche Soldat und leistet Übermenschliches im Kampf für Deutschland und im Kampf für Europa. Die Heimat ist mit ihrem ganzen Herzen bei diesen deutschen Soldaten und entnimmt ihrem heroischen Ringen gegen den gefährlichsten Gegner die Verpflichtung, alle Kräfte anzuspannen und alles daran zu setzen, um Deutschland für den weiteren schweren Kampf stark zu machen.
Mann gegen Panzer
8-emrut: Sammelet. 59631 ■ Drahtanschrift: Tagdlatt, Wiesbaden . Postscheckkonto: Srantfurt a. M. 7405 Bezugspreise: Für einen Mona: RM 2.— einschliesslich des Trägerlohnes • Durch die Post bezogen für einen Monat RM 2.35, zuzüglich RM 0.36 Bestellgeld . Einzelnummern RM 0.10 ■ Bei Bchinderuno her Lieferung infolge Eintretens höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises
Unerhörte Hörte des Kampfes
Das Heldentum unserer Soldaten verpflichtet die Heimat zur Anspannung aller Kräfte
Berlin, 22. Jan Zu den Luftangriffen auf das feindliche Erotzgeleit vor der nordasrikanischen Küste werden noch folgende Einzelheiten mitgeteilt.
Der schwer angeschlagene feindliche Geleitzug wurde am 21. Januar während des ganzen Tages durch Fühlung haltende deutsche Aufllärer verfolgt und dann in der Zeit von 20 Uhr bis gegen Mitternacht erneut von deutschen und italienischen Luststreitkräften angegriffen. Vergeblich versuchten die feindlicken Stcherungsstreitkräfte die in Zick-Zack- Kursen lausenden Transportschiffe durch ihr Abwehrfeuer abzuschirmen Im Sturzslug warfen die Kampfflugzeuge ihre schwerkalibrigen Bomben aus die in hoher Fahrt auseinanderstrebenden Handelsschiffe. Kurz nach 20 Uhr beobachteten die Besatzungen der zweiten Angriffswelle, daß auf einem vollbeladenen Transporter von 10 000 B R T.. der mittschiffs von zwei Bomben getroffen worden war, Explosionen und stark oualmende Brände entstanden. Das Schiff war nach einer weiteren Viertelstunde von der Wasseroberfläche verschwunden. Ein weiterer Dampfer von 5000 B R T. geriet nach mehreren
Saudi-Arabien potestiert
Rom, 22. Jan. Die Regierung von Saudi-Arabien protestierte bei den Vertretern der USA wegen der E i n st e l l u n g der vereinbarten Lieferungen zur Erschließung der Pe- troleumvorkommcn. Aus Bastorah wird mitgeteilt, daß kürzlich nordamerikanische Streitkräfte in jenem Hafen an Land gingen mit der Aufgabe, die Petroleumvorkommen in Saudi-Arabien zu überwachen und bie Interessen der USA. zu schützen.
krtegsplane (!) zu verhandeln. Schweizer Blatter wissen dazu zu berichten, daß Roosevelt von einer solcken Reise abriet. Roosevelt fürchtet offenbar, daß dann der Krach innerhalb der Emigranten-Regierungen wie überhaupt der sogenannten Koalition sich nur nock verstärkt. da Stalin nicht die mindeste Neigung haben dürfte. Sikorskis Pläne anzuerkennen, die auf die Herstellung eines größeren Polens hinzielen. Im Falle eines bolfcke- wistischen Sieges würde auch dieses Gebiet natürlich vollkommen bolfchewifiert werden. Zum anderen aber steht einer Verhandlung der polnischen Emigranten mit Stalin die Frage der verschleppten Polen im Weae Al-- die Sowjets seinerzeit polnische Gebiete besetzten, verschleppten sie, worauf unlängst schon hingewiesen wurde, nickt weniger als 1.8 Millionen Polen. Von dielen sind nach Feststellungen Schweizer Blätter 1.4 Millionen । Dur *os verschwunden Bisher ist es nur gelungen 320 000 Deportierte festzustellen. Von diesen find nur 60 000 wehrfähig. Sie find unter britischem Befehl im Naben Olten ausgebildet worden Die übrigen 260 000 ermittelten Deportierten will die, Sowjetrrgierung nur unter der Bedingung frei lassen, das sie nach Südamerika aus wandern. Wie das im Kriege bewerkstelligt werdensoll bleibt ein Geheimnis. Nichts könnte besser die vollige Ohnmacht und das tbeaterhafte Scheinleben der polnischen Emigranten-Regiemng beweisen, als daß sie selbst keinen Singer rühren kann, um ihre Landsleute vor dem bolschewistischen Henker zu. retten. Bei klarer Überlegung mußte stch auch ottpiffi elngestehen. daß es heute auf der Welt nur einen Ort gibt, wo das Polentum ruhig und im (trieben, leben kann, im General-Gouvernement. Es hat dort Grundlagen iur lein wirtschaftliches Dasein, sein kulturelles <rortleben ist ihm gesichert und es genießt jetzt schon den Vorteil, der sich im Aufbau befindlichen Verwaltung nack mitteleuropäischem Muster
DNB. . . 22. Jan. (PK.) „Jeder Mann eine Festung!",
das ist das Wort, das einer von denen aus den Bunkern Stalingrads sprach. Ohne Pause waren wieder die Granaten der feindlichen Artillerie auf die deutsche Stellung niedergegangen und mit bösartigem, peitschendem Knall die Geschosse der Granatwerfer. Kein fußbreit Boden, den nicht ein Stück Eisen getroffen. Wie gesät, Splitter über Splitter, über das harte und wilde Konzert der Schlacht erhebt sick immer von neuem das dumpfe Trommeln der Salvengeschütze. Wenn die Erlösung von diesem Höllenlärm, der den Tod zum Bruder hat, zu koyimen scheint, beginnt der andere Teil der Schlacht. Dann treten aus den Stellungen der Bolschewisten Hunderte an und stürzen stch über die weite Fläche. Zwischen ihnen wälze» stch die Panzer.
Aus den deutschen Maschinengewehren jagen stumm die Grenadiere ihre Feuerstöße hinein in die anstürmenden Massen. Sie sind selbst oft genug über dieses Gelände Vorgängen und wissen, welche Macht ein Maschinengewehr ist. Die feindlichen Panzer vermögen stc jedoch mit ihren Waffen nicht auszuschalten. Zu erdrückend ist die Zahl, als daß die Abwehr Sc vor den Linien abschießen könnte. Doch mit ihnen muß der Grenadier rechnen.
abschießen könnte. Doch mit il, ... ___________ ____
muß die Stahlriesen angehen, wenn ste über die Erdlöcher seiner Kameraden donnern. Es kämpft der Mann gegen den Panzer. Und kann er ihn tödlich treffen, wehrt er auch den Angriff der bolschewistischen Infanterie ab, die im Schutz dieses starken Wegbereiters vorgeht.
Wie eine brausende wilde Welle schlägt der Angriff gegen die deutschen Linien, greift darüber und fällt zusammen. An allen Fronten von Stalingrad tobt dieser Sturm, Tag für Tag. Wenn der Wintermorgen dämmert, beginnt der Höllentanz. Auf jeden Mann, der stch zeigt, schießen Scharfschützen, und cs gibt für die Besatzungen der Bunker nur den kurzen Weg in ihr Erdloch, von dem aus ste das wütende Anrennen der Sowjets
mußte bas Ganze erfüllen, umspannen, erkämpfen und oerteibieen. wenn dieser durck außereurovüiscke Mäckte erzwungene Krieg einen geschichtlichen Sinn bekommen sollte. Das mag für bürgerliche Menschen außerhalb des Reiches in Europa schwer verständlich gewesen fein, da sie sich in derselben Lage befanden wie jene guten ober minder guten Bürger von 1932 bei uns im Reich, die auch höchst überrascht waren, als für iie plötzlich die Stunde der Entscheidung geschlagen batte. Damals meinten sie auch, bas sei eine Aufregung ober eine Parteimacke, die vorübergehen würde. Das meinten sie nur, weil sie eben nicht politisch zu benkerr gewohnt waren. Die große Masse unseres Volkes hat begriffen, um was es geht. Unb je härter der Kamp: wird, um so klarer zeichnet sich in dem Leben des Einzelnen die Wyndlung ab, die das Schicksal von uns erzwingt, wenn wir Re ihm nickt. selber freiwillig gewähren. Dr. Goebbels sprach jüngst von dem „Eeburtsakt einer neuen Epoche", den wir schmerzlich miterleben, unb er kennzeichnete gleichzeitig jene hauchdünne Schicht des politischen Spießertums. die keine Vorstellung von den „säkularen Aufgaben" hätte, die die nationalsozialistische Führung sich gestellt bat. Diese Ausgaben können nur mit politischer Leidenschaft gelöst werden, ja, ste können sogar nur von Menschen mit politischer Leidenschaft erblickt und angefaßt werden! Der 30. Januar 1933 aber war der Sieg der schöpferischen politischen Leidenschaft!
Daß politische Leidenschaft nickt mit blindem Berserker- tum zu verweckieln ist, dürfte nach dem Gesagten klar sein. Sie muß stch paaren mit einem klaren Kopf. Aber die allzuklaren Köpfe obne leidenschaftliche Herzen taugen nicht zur politischen Führung. Das hat sich nun hinlänglich erwiesen und zwar genau in einem bürgerlichen Jahrhundert. Politische Leidenschaft ist, das muß klar ausgesprochen werden. „Exklusiv": sie schließt andere Mächte neben sick aus unb erkennt nur ihre Lösung als die mögliche und ricktige. Auch ber Liebenbe bulbet nur seine Liebe zur Geliebten . . . Unb bie politische Leidenschaft ist ein Liebesvorgang, nämlich bei leibenschaftlichen Liebe zur Heimat. Volk unb Führer Wer biete Liebe unb bie ausschließliche Idee, bie ihr entspricht, in sich trägt, ist ein wirklich politischer Mensch. Er wird niemals halben, daß etwas aufkommt, was bem geliebten, leidenschaftlich gewollten Ziel, bei Freiheit und Glöste des Vateilandes, Abdruck tut. Ei wiid nui eine wirkliche Freude kennen: die Größe des Vaterlandes. Ihm wird es unmöglich sein, Siege, die für das Vaterland erfochten werden, gleichmütig binzunehmen, ebensowenig wie ihn Rückschläge gleichgültig lassen können. Ganz unb gar aber kann er Leute nicht begreifen, bie etwa Rückschläge mit bem Lächeln besten quittieren, ber damit seine eigene Rück-
50. Nachtjagdsieg Lents
Berlin. 22. Jan. tFunkmeldung.) In der Nacht ztnn 22. Januar wurden über Westdeutschland und an ber Küste ber besetzten Westgebiete von Flak. Nachtjägern und Marineartillerie 9 feindliche Flugzeuge aogeschossen. Darunter befanden stck nach bisherigen Feststellungen 5 viermotorige Bomber modern st er Bauart. Einer ber erfolgreichen beuttoen Nachtjäger, Major Lent, bei vor einiger Zeit mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes ausgezeichnet würbe, errang mit bem Abschuß eines feinblichen Bombers seinen 5 0. Nacktiayb- sieg unb verzeichnet nunmehr mit 8 Tagesabscküssen insgesamt 58 Lustsiege. Planlos auf Wohnviertel der rbeinisck- westfälischen Gebiete abgeworfene Bomben trafen zwei Krankenhäuser.
bekämpfen. Über ihnen brummen die Bomber des Feindes. Was der Bolschewismus besitzt, hat er gegen die Stadt, die Stalins Namen trägt und heute ein Schlachtfeld, ein Schutthaufen ist, zusammengezogen.
Der deutsche Soldat hält in diesem Sturm, so wie er selbst vor einigen Monaten die Verteidigung des Gegners niedergerungen hat. Er trägt das Gesicht das die Entbehrung, das mitleidslose Ringen der letzten Zeit geprägt haben. Schmal und hatt blickt et über das Schlachtfeld an der Wolga. Seine Uniform ist zerschlissen: das find die Spuren eines Lebens in der Erde, die die Materialschlacht umpflügt, so wie sie den Menschen ein neues Gesicht gibt. Wer es einmal gesehen hat, weiß, daß der deutsche Soldat der Flut von Esten ein eisernes Herz entgegenstellt. Kriegsberickter Rudolf Eiche
Major Reinhard Günzel ist als Sohn eines Reichsbahnobersekretärs am 2. 2. 1907 in Pofen geboren. Nach dem Besuch des Elisabeth-Gymnasiums in Breslau machte er eine dreijährige kaufmännische Lehrzeit durch und trat dann als Polizeianwatter in die Landespolizei ein. 1935 zum Polizeileutnant befördert und zur Luftwaffe versetzt, kam er später zum Kampfgeschwader Bölcke. Als Freiwilliger der Legion Eondor erwarb er sich neben dem Spanischen Kriegskreuz das Silberne Spanienkreuz mit Schwertern. In diesem Kriege zeichnete er sich überall aus, wo er eingesetzt war. In Polen und in Frankreich, über England unb im Kampf gegen die Sowjetunion. Seit 1940 führte er seine Gruppe bei Angriffen gegen England wie im Osten bei der Vernichtung von Transportzügen. bei der Unterbrechung von Estenbahnstrecken unb gegen viele anbete Ziele, die sich ihm und fernen Besatzungen boten. Sein Schneid, sein Wagemut und seine Kühnheit funden bie Anerkennung des Führers, der ihm im September 1941 das Ritterkreuz des Esternen Kreuzes verlieh.
