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Wiesbadener Tagblatt

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Nr. 18

91. Jahrgang

Freitag, 22. Januar 1943

gemrut. Sammel-Sic. 59631 Drahianschrtft: Lagbla«, Wiesbaden <Boltid)ecKiinto; Jrantfuvi a. Sl. 7405 BezugspreNei Für einen Monat RM 2. einschliegiich des TrSgeriohnes - Durch di« Post bezogen für einen Monat RM 2.35. zuzüglich RM 0.86-Seltdlgetb Einzelnummern RM 0.10 Bei Behmnerung der Lieferung infolge Eintretens höherer Sewali bestehl kein Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises

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*

zum

zugleich bc- v e r st ä r k-

seiner Bevölkerung, auf den Kampf gegen das Europa vorzubereiten.

Der überraschende Tagesangriff auf London

3n 30 bis 50 Meter über dem Säufermeer der englischen Sanvtstadt

übermittle ich Eurer Exzellenz meiNe Glückwünsche, kräftige ich meinen Entschluß zu einer weiteren t e n Zusammenarbeit. um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.

Das Banditenunwesen in Kroatien

Agram. 21. Jan. In Gegenwart des kroatischen Außen­ministers ist den hiesigen Korreivondenten das vom Außen­ministerium veröffentlichte Eraubuch übergeben worden, das eine Dokumentierung des Bandenwesens auf kroatischem Boden darstellt.

Der Außenminister erläuterte dieses Dokumeni., das sich ausschließlich aus offizielle Quellen stützt. Er definierte die Bewegung der Z e d n i k s und Kommunisten in ihrem Charakter, ihrem Ursprung und ihrem Ziel und legte u, a. dar, daß sie in zwei Gruppen gespalten seien, die eme unter Leitung des Obersten Mihailowitsch. die von derJugoslawischen" Emigrantenregierung in London ani­miert werde, und die kommunistische Parteibewegung, die unter dem Befehl der Komintern stehe. Die Banditen­gruppen. die anfänglich miteinander zufammenatbeiteten. hätten fick Iväter voneinander getrennt. Die Uneinig­

Bernichtungswille der Sowjets

ASA.-Journalist enthüllt die langjährigen Vorbereitungen zu dem Überfall auf Europa

Der Führer empfing den japanischen Botschafter

Telegrammwechsel zwischen den Außenministern von Ribbentrop und Tani

Aus dem Führerhauptquartier, 12. Jan. Aus Anlaß bei Unterzeichnung des deutsch-japanischen Wirtschaftsabkommens emp­fing der Führer in Gegenwart des Reichsministers des Aus­wärtigen von Ribbentrop den kaiserlich-japanischen Bot­schafter in Berlin, O s h i m a, und hatte mit Ihm eine längere herzliche Aussprache.

Aus Anlaß der Bertrags-Unterzeichnung richtete der kaiserlich­japanische Außenminister Tani an den Reichsininister des Aus­wärtigen von Ribbentrop folgendes Telegramm!

Die Tatsache, daß heute zwischen Japan und Deutschland ein Wirtschaftsvertrag unterzeichnet wurde, ist für beide Länder ein Anlaß zur besonderen Freude. Die Wirtschaftsbe­ziehungen zwischen unseren beiden Ländern werden durch diesen Vertrag weiter gefestigt und enger gestaltet und nun werden die gesamten Wirtschaftskräfte der beiden großen Wirtschaftsräume Großostasiens und Europas für die gemeinsame Krieg­führung zum vollen Einsatz gebracht. Ich bin der festen Überzeugung, daß dadurch der Endsieg in den Händen der Achsenmächte liegt. Anläßlich der Unterzeichnung des Vertrages

kannte, als sich, selbst um den Preis des tiefsten Elends zivilisierte

keil zwischen London und Moskau über die siidost- eurovälscken Probleme habe sich auch in den Beziehungen zwischen den beiden Vanditengruppen gezeigt.

Außenminister D a r k o v i c verwies auf die mit Doku­menten belegte Verantwortlichkeit der englischen Regierung, die moralisch und finanziell die sogenannte jugoslawische Regierung ..stützt", um durch eigene Agenten den Kleinkrieg in Kroatien aufrechtzuerhalten. Der Wert, den man in der Praxis den sogenannten Humanitätsidealen beimessen müsse, von denen die englische Propaganda spreche, werde so offen­bar.

Berlin, 21. Jan. Zu dem überraschenden Tagcsangrirf schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen London am Mitt­woch wird weiter mitgeteilt:

Kurz nach 12 Uhr stieß ein in mehreren Wellen g e.- schlossen fliegender Verband deutscher Kamph flugzeuge von Süden her kommend gegen London vor. Die feindliche Abwehr wurde völlig überrascht. In 30 bis 50 Meter Höhe über den Häusern Londons fliegend, warfen unsere Flieger Bomben schweren Kalibers auf die Stadtbezirke südöstlich des großen Tbemsebogens. Die Luft- warnung für die Londoner erfolgte erst, als die deutichen Flugzeuge mitten über dem Stadtgebiet waren, so daß am den Straßen noch lebhafter Verkehr herrschte. Unter der Wucht der unmittelbar nacheinander detonieren­den Bomben stürzten mehrere Gebäudekomplexe ein.

Erst bei Beginn des Angriffes aufgelassene Sverr- ballone -wurden von unseren Fliegern sofort unter treuer genommen und 10 von ihnen abgefchosten. Erst nach Durch­führung des Blitzangriffes erschienen die ersten briti­schen Jäger und versuchten unseren Kampfstaffeln den Rückflug zu verlegen. Stärkere Verbände von Focke-Wuln- und Messerschmitt-Jägern, die den Vegleitschutz des London anfliegenden Kamvfverbandes übernommen batten, fingen die Sviiire-Schwärme jedoch sofort ab. Es kam zu schweren Kämpfen südlich don London, die mit großer Heftigkeit aus- getragen wurden und bis über die Südküste sich hinzogen. Rach vorläufigen Meldungen wurden dabei drei Svitfire abgeschossen

Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop dankte mit nachstehende:» Telegramm:

Eurer Exellenz danke ich bestens für die freundschaftlichen Glückwünsche, die Sie mir aus Anlaß der heutigen Zeichnung der Verträge zwischen Deutschland und Japan über die wirtschaftliche Zusammenarbeit übermittelt haben. Im Geiste des Dreimächte­paktes wird durch diese Verträge die totale gegenseitige Unterstützung in Krieg und Frieden sestgclegt. Da­mit ist eine weitere Garantie für unseren Endsteg und die Grund­lage für die Neugestaltung unserer beiden Wirtschastsräume für die kommende Fricdenszeit geschaffen

Zwischen dem kaiserlich-japanischen Außenminister Tani und dem königlich-italienischen Minister des Auswärtigen Graf E i a n o sand aus Anlaß der Unterzeichnung eines gleichlautenden Vertrages zwischen Italien und Japan in Rom ebenfalls ein Telegrammwechsel statt.

Die bisher schwersten Kümpfe in Schatten gesteitt

Zwei Infanterie- und zwei Panzerwellen zerschlagen Gegenstoß wirst bei Stalingrad eingebrochene Bolschewisten zurück

Zur gleichen Zeit, als die deutschen Kampfflugzeuge die Luftabwehr von London überrumpelten, bombardierten andere fchnelle Kampfflugzeuge Ortschaften an der britischen Südküste und auf der Insel Wigbk. Auch hier brachten schwere Bomben mehrere mehrstöckige Gebäude Einsturz

Sowjetunion seit 20 Jahren im Gange, immer mit dem Ziel, eines Tages diese gewaltige Kriegsmaschine gegen Europa in Bewegung zu setzen. Die Feststellungen des amerikanischen Journalisten, Graebner, tragen mancher­lei zur Klärung des großen Materialeinsatzes der Sowjets in den gegenwärtigen Kämpfen bei. Niemals wäre die Sowjetunion in der Lage gewesen, mit derartigen Mengen von Panzern und Flugzeugen anzutreten, wenn nicht eben seit 20 Jahren dort unausgesetzt gerüstet worden wäre, ge­rüstet auf Kosten der sowjetischen Bevölkerung.

Europa aber wird durch diese Feststellung der ..Daily Mail" noch einmal vor Augen geführt, in welch großer Ge­fahr es schwebte und es wird allen europäischen Völkern noch einmal gezeigt, in welchem Umfange sich die Sowjets zu ihrem Kriegszug vorbereiteten, dessen Ziel die Vernich­tung des zivilisierten Europas war. Wenn sie dieses Ziel nicht erreichen, wenn heute viele hundert Kilometer tief int sowjetischen Raum gekämpft wird, so ist das einzig und allein dem nationalsozialistischen Deutschland und dessen Verbündeten zu danken, die diesen Kampf gegen den Bol­schewismus übernahmen und die ibn. trotz des gewaltigen Menschen- und des großen.Materialeinsatzes der Sowjets, um Europa willen durchkämpfen und die nicht die Waffen aus der Hand legen werden bis dieser Feind der Menschheit beseitigt ist. Vielleicht aber geben die Aus­führungen des amerikanischen. Journalisten, also gewiß eines unverdächtigen Zeugen, auch einmal denjenigen Kreifen in gewissen Ländern zu denken, die sich noch immer bemühen, die Sowjets als verhältnismäßig harmlos binzustellen und die auch heute noch von einem Überfall auf dieses Land sprechen möchten, das 20 Jahre hindurch kein anderes Ziel

as. Berlin, 22. Jan. (Eig. Drahtbericht unserer Berliner schriftleitung.) Die Sowjets haben 20 Jahre hindurch auf Kosten des Landes und des Volkes, das unbeschreibliche Harten erdulden mußte, zum Kriege gerüstet. Diese Fest­stellung trifft der amerikanische Journalist, Graebner, der in derDaily Mail" sich eingehend mit den Zuständen tn der Sowjetunion befaßt. Er klagt bei dieser Gelegenheit auch darüber, daß die Ausländer in der Sowjetunion dauernd beobachtet und bewacht würden. Das ist eine Klage, die schon früher vielfach geäußert wurde. Heute kann man sich über die Gründe für diese scharfe Bewachung nicht mehr im unklaren fein. Die Sowjets wollten unter allen Umständen vermeiden, daß irgend jemand Einblick in ihre ungeheuren Rüstungen erhielt und daß irgend jemand allzuviel von dem unsagbaren Elend sah. das die Folge dieser gewaltigen Rüstungen zum Überfall auf Europa war. Allerdings ließen bereits die amtlichen sowjetischen Stellen keinen Zweifel daran, daß man sich mit aller Macht auf den Krieg gegen Europa vorbereitete, wenn, nur um ein Beispiel berauszugreifen. im Jahre 1935 der Militär­baushalt verdreifacht und wenn weiterhin damals auf dem iowjetische.n Kongreß erklärt wurde, daß die Luft­flotte um 330 Prozent, die Zahl der Panzerkampfwagen um 792 Prozent angewachsen seien, so gab das schon einen Be­griff von den großen sowjetischen Rüstungen. Darüber hinaus aber wurde in all den Werken, die offiziell für den Fünfjahresvlan arbeiteten und etwa landwirtschaftliche Maschinen erzeugen sollten, für die Rüstung gearbeitet. Es wurden Panzerkampfwagen und Flugzeuge hergestellt und alles das ging auf Kosten der sowjetischen Bevölkerung, deren Lebensstandard auf ein geradezu unvorstellbar niedri- ges Maß herabgedrückt wurde. Das alles hat. wie jetzt der amerikanische Journalist bestätigt, nicht erst in den letzten Jahren eingesetzt, sondern diese Aufrüstung ist in der

Berlin, 22. Jan. (Funkmeldung.) Der Kamps im Raum von Stalingrad wuchs nach Wochen harter Gefechte seit dem 10. Januar zu jener Särte, die auch die bisher schwer st en Kämpfe an der Ostfront in den Schatten stellt. Im Dämmerlicht jenes Angrissstages erkannte man von der vorge­schobenen Beobachtungsstelle einer schweren Flakbatterie aus, die dicht hinter der Hauptkampflinie im Wrack eines Sowjetvanzers lag, daß drüben beim Feind während der Nacht massenhaft neue schwere Waffen in Stellung gebracht waren. In einem Abschnitt von kaum 700 Meter sah der Beobachter 20 neue Pakgeschütze aller Kaliber und vor diesen standen zahlreiche frisch eingebaute Eranaiwerferbatterien. Das war noch nicht weiter auf­fällig, da der Bolschewist schon de» öfteren seine Waffen in ähn­licher Weise zur Schau gestellt hatte, um den Beschuß heraus- zusordern und dadurch die Munition zu verknappen.

Da ging plötzlich genau um 6 Uhr furchtbares Trom­melfeuer los. Salvengeschütze, schwere Artillerie, Granatwerfer und Panzerabwehrkanonen schossen, was aus den Rohren heraus­ging. Die Leitungen von dem Beobachter zu den Batterien waren sofort zerstört, nur das Funkgerät hielt die Verbindung aufrecht. Nacheinander erhielt die Beobachtungsstelle drei Volltreffer. Beide Artilleristen wurden verwundet. Dennoch richteten sie das unver­sehrt gebliebene Scherenfernrohr wieder auf und sahen, wie schon die erste Welle der feind.lichen Infanterie über den Schnee vorstürmte, aber von unseren Maschinengewehren niedergemäht wurde. Bald darauf kam die zweite Welle, die sich sprungweise vorarbeitete. Die Batterie wurde angefunkt. So­fort standen die Svrengvunkte der Granaten über den Köpfen der Sowiets und riffen auch die zweite Welle nieder. Jetzt aber erschienen Panzer in ganzen Saufen. Sperrfeuer wurde angefordert. Aber die Flakbatterie antwortete nicht, weil sie in­zwischen ein in der rechten Flanke eingedrungenes sowjetisches Schützenrcgimen! zusammenschoß. Doch eine schwere Feldhaubitzen­batterie nahm die Funkmeldung auf und feuerte in den Panzer­haufen hinein. Die Panzer wichen zurück, kurz darauf rollten sie wieder an. Einige wurden von Volltreffern »erschlagen, aber dreien gelang es durchzubrechen. Sie wälzten und kreisten über den Laufgräben und Schützenlöchern der Hauptkampflinie und rollten dann weiter ins Hinterselände. Im Vertrauen auf

die rückwärts stehenden schweres Waffen ließ man sie fahren. Ge­fährlich wurde aber die Lage, als plötzlich beim Feind neue Panzer mit ausgesessenen Schützen erschienen. Die Haubitzen schoßen, was sie konnten. Aber bald war es klar, daß sie den Einbruch der Sowjets nicht zu verhindern vermochten. Die Grenadiere erhoben sich aus ihren Löchern, rückten zu Igeln zusammen und warteten aus den günstigen Augenblick zum Gegenstoß. Die feindlichen Panzer mit ausgesessener Infan­terie erreichten die Hauptkampflinie und gerieten ins Feuergefechr mit den Igelstellungen. Immer wieder übertönte der Lärm der Schlacht das klirrende Toben, wenn Minen oder Granaten einen der Panzer zerbrachen. Aber es waren zuviel. Einige drück­ten sich langsam im tiefen Schnee weiter vorwärts, andere um­fuhren die Igelstellungen, doch immer noch hielten die Grenadiere. Einer der Panzer rollte auf acht Meter an den einen der ver­wundeten Artilleriebeobachter heran. Von der Panzerbesatzung ungesehen stolperte er zum Heck des Panzers, klammerte sich mit einer Hand an und ließ sich durch den tiefen Schnee weiter- schlevven. Die Pistole lag schußbereit in der anderen Hand, um Kauf die Besatzung des Panzers oder auf feindliche Schützen

en zu können. Der Panzer schob auf Ziele im Hinterge- lände und näherte sich schließlich einem Dors. Der Verwundete wußte, daß dort schwere Pakgeschütze standen. Schnell ließ er los und rollte sich in ein Loch. Keine Sekunde zu früh, denn schon krachte es und der Panzer, an dem er gehangen hatte, brannte lichterloh. Jetzt hatten wieder die deutschen Geschütz« das Wort. Schlag auf Schlag fuhren in direktem Beschuß die Eranaten »wischen die rollenden Kolosse. Manch« zerbarsten, manche verbrannten, der Rest wich zurück. Nun konn­ten auch die Grenadiere und Pioniere, die Fahrer und Kanoniere der Eegenstoßgruvve im pulvergeschwärzten Schnee Raum gewin­nen und in erbittertem Kamps mit Handgranaten und blnnt-r Waffe die feindlichen Schützen zurücktreiben. Sie erreichten die in der Hauptkampflinie gebildeten Igel, stellten die Verbindung untereinander wieder her und bargen dann die oerwundeicn Kameraden. Ein schmaler blutdurchtränkter Streifen des von Granaten zerwühlten Niemandslandes war alles, was dem Feind von seinem Einbruch übrig- blieb. Jeder Tag und jede Nacht ist seitdem mit solchen schweren Kämpfen erfüllt.

i Stalingrad

Jeder Mann eine 5 e it u n g diese von einem unbekannten Soldaten in Stalingrad stammenden Worte sind, wie die italienische ZeitungEorriere della Sera" bervorbebt. für die dort stehenden deutschen Truppen zur Parole geworden. Sie setzen, inmitten des Trümmer­feldes von Stalingrad, seit Wochen von dem Eros des Heeres getrennt und dem massierten Artilleriefeuer, sowie den konzentrischen Angriffen eines zahlenmäßig überlegenen Gegners ausgesetzt, ihren Widerstand fort, obwohl sie immer härteren Entbehrungen unterworfen sind.

Es ist. schon ein wahres Wunder an Zähigkeit und Todesverachtung, so unterstreichtPovolo d'Jtalia", was den Verteidigern von Stalingrad geitaitet. Tag für Tlls ifm feindlichen Trommelfeuer und den Angriffen überlegener feindlicher Massen zu trotzen.

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KB. Die eindringliche Sprache der Berichte aus dem öu6rerbauptauartier läßt für jeden Deutschen erkennen, daß um Stalingrad gerungen wird, wie wohl selten um eine Stadt in der Weltgeschichte gekämpft worden ist. Überall an der Ostfront stehen untere Soldaten in eiserner Abwehr gegen die sowjetischen Angriffe, die immer und immer wieder vorgetrieben werden, am heftigsten aber tobt der Kampf um Stalingrad.

Man muß um die Schwere dieser Kämpfe zu kennzeich­nen, immer wieder auf die Ausdrücke der Wehrmachtberichte selbst zurückgreifen. In diesen Wehrmachtberichten wird dargestellt, daß unsere Truppen in der Stadt an der Wolga unter den ungünstigsten Bedingungen kämpfen müssen. Hier greift der Feind von allen Seiten an. und Stalin selbst ist es, der die Massen immer wieder vorantreibt, der keine Blutovfer scheut und der vor nicht» zurückfchreckt, denn es ist ein Kamps um Stalins Prestige selbst, der hier schon leit vielen Monaten ausgesochten wird. Unsere Truppen halten den sowjetischen Massenangrifien aber mitübermenschlicher Anstrengung" stand. Der Ernst der Lage wird in unseren Berichten nicht verklei­nert. wenn von einergefahrvollen Eefcchtskrise" gesprochen wird. Wir sind Manns genug, um zu wissen, was das be­deutet. und das deutsche Volk muß auch wissen, um was es hier geht. Es gibt in einem so ungeheueren Ringen, wie in diesem uns aufgemungenen Kriege nicht immer nur leichte Siege, große Kesselschlachten und riesige Eefangenen- zablen. So leicht ist noch niemals einem Volk der Sieg ge­macht worden, sondern es gibt wie in jedem Kriege Situationen, in denen der ganze Ernst und die Schwere des Kampfes deutlich wird. Erst in solchen Augenblicken zeigt sich die echte und rechte Widerstandskraft unserer Soldat«, und des Volkes ^igleich. Die Widerstandskraft unser er Soldaten bedarf keiner Worte, sie wird täg­lich neu bewiesen und hat ihresgleichen nicht in der Welt. Nun muß sich aber auch die Widerstandskraft des Volkes zeigen, und wir sind gewiß, daß die Heimat firn in gleicher Weise bewähren wird, rote die Front sich be­währt hat.

Nachdem die Wolga im Raum von Stalingrad zuge- rroren ist, gelingt es den Sowjets leichter als bisher Ver­stärkungen über die Wolga an das andere Ufer zu bringen und den Kampf immer wieder vorzutreiben. Stalingrad, das ist ja keine Stadt mehr, das sind nur noch Ruinen, aber um diese Ruinen wird mit zähester Erbitterung ge­kämpft. Da geht der Kampf nach wie vor Haus um Haus, er geht um jeden einzelnen Raum. Mann gegen Mann ft eben sich hier zur letzten Entscheidung gegenüber. Ebenso heftig ist der Kampf um die Erdfalten und zahl­reichen Schluchten, die Stalingrad durchziehen. Überall haben unsere Truppen hier die schweren Waffen eingebaut, mit deren Hilfe sie dem sowjetischen Ansturm standhalten können. Unter schwierigen Umständen müßen auch die Transvortflieger helfen, um den Truppen hier das Nötigste zum Leben und zum Kämpfen zu bringen.

Zwei Monate dauert nun bereits die Abwehrschlacht im Osten. Der Kampf um Stalingrad aber dauert ja schon viel länger. Hier ist seit den letzten Sommertagen nie­mals eine Pause eingetreten. Hier hat cs Tag und Nacht schwerste Kämpfe gegeben. Ein äußeres Zeichen der Anerkennung hat der Führer dem Generalobersten Paulus durch Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz zuteil werden lasten. Ebenso wurden zahlreiche Offiziere. Unter-