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WiesbailmerTagblatt
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Erichemungszeu werktäglich nachmittags
wöchentlich in 6 Ausgaben
91. Jahrgang
Nr. 16
Mittwoch, 20. Januar 1943
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daß die gegenwärtige Regierung als Scheinregierung bezeichnen rc
war damals noch nicht di« Rede
ein Dorn im Auge
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Man möchte aber die qmeritaniidjen Leser glauben machen, i Iraks, die man lediglich
Nutzlosigkeit ihres weiteren Widerstandes gegen Japan nach dem Eintritt der Nanking-Regierung in den Krieg zu erkennen. Die Ansprache wurde von dem Sender Peking auf alle Sender in China übertragen.
Arrese vom Führer empfangen
Au, bem Führerhauptquartier, 19. Ian. Der Führer empfing heute in seinem Hauptquartier in Anwesenheit des Rcichsauhen- ministers »an Ribbentrop-und des Leiter« der Parteikaazlei Bormann den spanischen Parteiminifter Arrese. Der Führer hatte mit Parteiminifter Arrese eine längere Aussprache i m Gei ft e der aufrichtigen Freundschaft zwischen Deutschland und Spanien.
Anläßlich seiner Anwesenheit im Fiihrerhauptquartier stattete Parteiminister Arrese dem Reichsaußenminister »an Ribbentrop einen Besuch ab.
hielten aber zunächst treu zusammen. Im Jahre 1708 und noch stärker 1709 wanderten viele Pfälzer ein. Sieben religiösen Erüitden. die sie zum Verlassen der Heimat zwangen, war vor allem der furchtbare Winter 1708/09 ein Antrieb. Quäkerische Agenten, Landspekulanten und Seelenverkäufer bereisten damals die Pfalz, Schwaben und die Rheinlande. In Scharen wurde deutsches Landvolk geworben, aber von den rund 14 000 Pfälzern und anderen Deutschen, die zunächst in England Station machten, kamen allein 3000 in die irische Leinenindustrie. Viele Deutsche starben während der langen Seereise, und andere muhten sich für den Ltber- fahrtvrers als Knechte und Mägde verkaufen, so dah nur 1803 Deutsche in Sboharietal ankamen, dort aber von einem Briten namens Robert Livingston noch betrogen wurden. Trotz aller britischen Infamien gedieh das Deutschtum in Sboharie- und dann im Mobawtale. Es war ein stattliches Geschlecht, das dort in den Vorposten der Wildnis emporblühte. gewaltig an Wuchs und hervorragend durch Köroer- kraft, von der man sich noch lange in den USA. fabelhafte Züge erzählt«. Während des englisch-französischen Kolonial krieges hatten di« Deutschen aus ihren Vorposten die ganze Wucht des wilden Kampfes auszutragen. Die Einzelheiten dieser furchtbaren Leidenszeit um 1757 sind eine heilige Anklage gegen die Briten. Während des Unabhängigkeitskrieges hatten die Deutschen des Sboharietales und am Mohawk einen harten Kampf gegen die Briten unter Johnson und den von ihm aufgestachelten Indianern auszuiechten. Aber die Deutschen unter Herk- Heimer erwiesen sich trotz ihrer Verluste den Feinden an Körperkraft und Tapferkeit überlegen, -und Washington selbst sagte zum Lobe des an einer Verwundung gestorbenen Herkheimer, „dah es der Held vom Mohawktal war, der den ersten glücklichen Umschwung in die traurig« Führung des nördlichen Feldzuges brachte: dah Herkheimer aus Liebe zum Lande und nicht mit dem Wunsch nach einem höheren Kommando, geschweige um pekuniärer Vorteile willen diente." Aber die 200 für di« Unabhängigkeit gefallenen Deutschen des Mobawktales sind heute von der Geschichtsklitterung der Bankers ebenso vergessen, wie die Steuben b« Haas. Mentges. Becker, Farmer uiiv. Auch der Anteil der Pennsylvania-Deutschen am Unabhängigkeitskriege wird konsequent verschwiegen.
Schon die Überfahrt nach den USA. war eine Quelle der Qalen. Caspar Mister aus Neckargemünd schreibt 3. B. darüber 1732: „Im vergangenen Jahr ist ein Schift 24 Wochen aus See gewesen und sind von 150 Personen, die darauf gewesen, über 100 iämmerlich verschmachtet und Hungers gestorben. Wegen Mangel an Speise haben sie auf dem Schiff Ratten und Mäuse gefangen und eine Maus für einen halben Gulden verkauftet: zuletzt sind di« übrigen noch, halb verschmachtet, an ein anderes Land knack den USA.) gekommen, wo sie nach vielem ausgestandenen Elend noch im Arrest gehalten und gezwungen wurden, >o-
Jn übermenschlicher Anstrengung standgehalten
Der -eldenkamps unserer Soldaten im Raum von Stalingrad
feindlich« Gebiet ein und brachten der Führung entschetdende Auf- schlüsie über die Absichten des Gegners. Einer dieser Aufklärer beobachtete, dah die Bolschewisten starke, von Panzern begleitete Kräfte zum Angriff aus einen wichtigen Flußabschnitt bereitstellten. Mehrfach stieh das Flugzeug trotz heftiger feindlicher Abwehr tief auf die Truppenansammlungen herab, um deren Stärke und Verteilung genau erkennen zu können. Die so gewonnenen Aufklärungsergebnisie gaben der Truvvenführung die Möglichkeit die Seeresverbände io wirksam einzusetzen, dah der grohange legte Durchbruchsversuch unter hohen Verlusten für den Feind nach harten Kämpfen zusammenbrach.
Noch erbitterter ist nach wie vor das Ringen gegen die feind liche Übermacht im Raum von Stalingrad. Pausenlos setzten die Bolschewisten auch am 18. Januar mit allem, was sie dort an Kampsmitteln und Menschen zusammengezogen haben, ihre Angriffe fort. Mit tausenden Granaten hämmerte der Feind am die deutschen Linien und wühlte jeden Fuh breit Boden aus Ganze Panzer-Brigaden und Schützen-Regimenter warf er gegen die deutschen Linien Aber in übermenschlicher An strengung hielten unsere Soldaten trotz schwierigster Kamps bedingungen und gesahrvoller Eefechtskrisen und trotz aller Entbehrungen, die sie in den wochenlangen Kämvsen schon zu tragen hatten, dem Ansturm stand. „Jeder Mann ein, Festung", das ist das Wort, das einer von ihnen in den Bunkern Stalingrads fand und das nun die Losung für alle geworden -st wenn die Feuerstöße der Salvengeschütze niederkrachen, wenn änderte Bolschewisten über die Schneeslächen vorstürzcn und der Kampf Mann gegen Panzör beginnt. So tob: der Sturm Tag für Tag an allen Fronten von Stalingrad Der deutsche Soldat setzt der Flnt von Waffen und Menschen seinen eisernen Willen entgegen.
möglichst rasch di« Straßenverbinbutlgen. die seit 1940 in Verfall gerieten, wieder auszubauen, nur sehr zögernd in Angriff genommen bat. Nirgends stellen sich die Einheimischen den Anglo-Amerikanern, die doch angeblich als Retter in das Land kamen, freiwillig zur Verfügung. Englische Zeitungen führen die Ablehnung darauf zurück, dah man über keine zugkräftigen Mittel verfüg«. Angesichts des Warenmangels seien die Engländer daher genötigt gewesen, als Entgelt umgefärbte englische Uniformen auszugeben. Aber auch dieses für die Truppen recht kostspielige Mittel habe bald nicht mehr gezogen.
Alles das zeigt, wie es wirklich um die Stimmung der Araber wie überhaupt der eingeborenen Bevölkerung in den von den Engländern und Amerikanern besetzten Ländern steht und was von den arabischen Märchen zu halten ist, die man in Washington erzählt. Vielleicht unterrichtet man darüber auch einmal die nordamerikanische Öffentlichkeit, da nämlich in den USA. gerade jetzt eine „Woche der verbündeten Nationen" stattsindet. die nack einer Äusierung H u 11 s dem Zwecke dient, dah die Amerikaner die Völker kennen lernen, mit denen sie verbündet sind. Hüll erklärte dazu, „diese ganze Aktion bietet den Nordamerikanern eine ausgezeichnete Gelegenheit, um den Geist der Einigkeit zu stärken, der von so grober Bedeutung in diesem Kampfe ist." Ob Herr Hüll damit auch die Einigkeit zwischen den USA. und England, die in dem nordafrikanischen Unternehmen so schön immer wieder zutage tritt, meinte, mag dahingestellt bleiben. Der amerikaniscke Ausienminister ist offenbar mit solchen und ähnlichen Spielereien viel zu stark beschäftigt, als dah er sich derartigen ..Nebensächlichkeiten" zuwenden könnte, war er doch, wie berichtet wirb, ber erst« Käufer der neuen „Siegesbriesmar!«". bie jetzt in ben USA. (ohne Sieg) herausgegeben wurde. Mit solchen Mätzchen hofft man die amerikanische Öffentlichkeit von der tatsächlichen Lage ablenken zu können.
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Äugen streuen. In der ganzen übrigen Welt weih man nämlich die Bedeutung ber irakischen Kriegserklärung richtig einzuschätzen, wobei rott auH bie Frage offen lasten wollen, ob diese Kriegserklärung überhaupt an die Achsenmächte gestellt werden konnte, da diese in Ali eI Gailani bie einzig rechtmäßige Vertretung Iraks erblicken, also kaum geneigt sein bürsten. Mitteilungen einer unrecht- mähigen Regierung anzunehmen. Auch bie türkische Presse läßt gar keinen Zweifel batan, bah die Kriegserklärung von englandhörigen Elementen auf stärksten D r u'ck Londons erfolgt. ' Ein türkisches Blatt schreibt beispielsweise, es sehr bedauerlich, dah Irak ben britischen Ervrestnngs- manövern nicht ähnlichen Wiberstand entgegengesetzt habe wie Ägypten, das trotz seiner schwierigen Lage und trotz starken englischen Druckes sich aus dem Konflikt heransge- baltov habe. Erneute Verhaftungen in Ägypten zeigen, daß auch dort die Engländer ihr Terrorregiment verstärken.
Es wäre kaum nötig, noch besonders darauf hinzuweisen. daß das Arabertum keineswegs, wie die angloamerikanische Preffe glauben machen möchte, voller Hoffnungen auf Irak blicke. Die Araber wissen nur allzu gut, dah ein etwaiger Sieg der Anglo-Amerikaner und des Bolschewismus lediglich eine Stärkung der jüdischen Position in ber Welt zur Folge haben würde, nicht zuletzt auch im arabischen Raum, was ein weiteres Zuriickbrängen des arabischen Volkstums zugunsten des iübilcken Erbfeindes bedeuten würde. Ebenso lasten die aus Nordafrika kommenden Meldungen nicht den geringsten Zweifel daran, daß auch in diesem Gebiet die eingeborene islamische Bevölkerung sich gegen die anglo-amerikanischen Eindringung« lehr ablehnend verhält. So muh der „Manchester Guardian' zugeben, daß die Bevölkerung die ihr zugewiesene Aufgabe.
40000 Tschungking-Soldaten ergaben sich
Pekiim, 19. San. Wie Domei aus Tsiuan berichtet, hat sich General Wuhwawen mit 40 000 Soldaten bet Tschuna- kingtruppeu am Montag im Raum von Schantung und Kiangsu Bet überlegenen japanischen Streitmacht ergeben. Kurz danach richtete General Wuhwawen über den Rundfunk von Tsinan eine furse Ansprache an seine alten Waffenkameraden unter dem Tschungkingregime. Et forderte darin diese dringend auf, doch die
as. Berlin. 20. Jan. (Eiff. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) In ber Kriegserklärung bes I r a k an bie Achsenmächte sieht ein Teil ber USÄ.-Presse. wie ein spanischer Bericht besagt, „ben Beginn wahrer FZitter- Wochen zwischen ben Anglo-Amerikanern unb ben Arabern im romantischen Licht bes islamischen Halbmonbes." Im Gleichen Atemzug verrät bann freilich auch dieselbe enterb anische Presse, warum man sich so sehr für Irak interessiert. „Irak bringt das Erdöl von M o s s u l" und „Irak ist die Hintertür nach ber Türkei unb ber Sowjetunion." Das Rnb zwei der Schlagzeilen, bie die sehr realen Interessen ber Nordamerikaner an Irak klar erkennen lasten.
ww*«***«»* uvot.u,..™ kann, da es sich nur um Strohmänner ber Anglo-Amerikaner bandelt, die besten Beziehungen zu Ägypten unb auch zur Türkei unterhalte. Irak, so fügt man hinzu, sei bas erste unabhängige ßanb mohammebanischen Glaubens, bas sich offen bem angloamerikanischen Block anschließe. Solche Ausführungen sollen offenbar der US.-amerikanischen Öffentlichkeit Sand in die
Berlin, 16. Jan. 3m Süden der Ostfront brachte der 18. Januar an mehreren Kampfabschnitten schwere Gefechte, bei denen deutsch« Truppen und italienische Alpini in enger Waffenbrüderschaft den starken feindlichen Angriffen erbitterten Widerstand entgegensetzen. Die bei anhaltend tiefem Frost und heftigen Schneesturmen geführten Kämpfe waren wieder gekennzeichnet durch das Bestreben des Feindes, seine Panzerspitzen ohne Rücksicht auf Verluste vorrutreiben, während unsere Verbände durch die Beweglichkeit ihrer Verteidigung den feindlichen Vorstößen die Kraft nahmen. Durch raschen Stellungswechsel trugen unsere Truppen aus günstigen Positionen flankierende Angriffe vor, die meist zur Vernichtung der vorgedrungenen bolschewiftiscken Abteilungen und zur Rückgewinnung vorübergehend verlorenen Geländes führten.
Bei diesen Kämpfen, die den feindlichen Vorstößen die Svitze abbrachen, wurde die M'hrzahl der in den beiden letzten Tagen außer Gefecht gesetzten 62 Sowietpanzer abgeschossen. Diese Abschüße eingerechnet, haben zwei in Rordkaukasien und im Dongebiet eingesetzte deutsche Panzerkorps bisher über 1100 feindliche Panzer zur Strecke gebracht. Auf das eine Korps, das seit 6. Dezember an der Südsront kämpft, entfallen davon 625, während bas ander« seit 12. Dezember insgesamt 500 feindliche Panzer- kamvfwagen vernichtete
Die ungünstige Wetterlage schtänfte den entlastenden Einsatz der Luftwaffe ein, so daß die Kamps- und Sturzkampfflugzeuge ihre Angriffe gegen feindliche Truppenansammlungen hauptsächlich auf den Raum zwischen Kau- ' tafus und Don konzentrierten, wobei die begleitenden Jäger fünf bolschewistische Flugzeuge abschossen.
Trotz der Schneestürme und schleckten Sicht drangen unsere Fernaufklärer auch an den anderen Abschnitten tief ins
Das arabische Märchen
Die islamische Wett ist für das britisch-amerikanische Liebeswerben unempfänglich
Die Angst vor den llSA.-Monopolen
Stockholm- 19. Jan. Der Washingtoner Korrespondent des „Daily Telegraph" beschwert fick darüber, daß man in Washington immer nur von der „Freiheit der Meere" spreche, die Lust aber überhaupt nicht erwähne Der Korrespondent vermutet dahinter an»erikanische Monopolinteressen. Sie konzentrierten fich vor allem auf die drei großen Trans- atlantillinien die Amerika mit Afrika und Europa verbinden. Die erste dieser Linien verläuft von New Port nach Neufundland und England, die zweite verbindet Miami mit Portugal und die dritte Natal (Nordbrafilien) mit der afrikanischen Westküste In letzter Zeit hat die letzt« dieser Linien überragende Bedeutung gewonnen, und die Amerikaner inter» effieren sich ganz besonders für ihren Ausbau, da von den Flugplätzen der afrikanischen Westküste der Weg weiterführt über Ober- ägyvten nach dem Mittleren Osten, wo der USÄ.-Einfluß sich immer stärker festziffetzen beginnt Diese Linie wurde seinerzeit non der privaten amerikanischen Gesellschaft Panamerican Airways unter großen finanziellen Opfern ausgebaut und im Jahre 1942 von der Regierung übernommen.
Der englisch« Korrespondent fürchtet nunmehr, daß bie USA., die für bie Entwicklung dieser Linien viel Gelb aufgewandt haben, nach dem Kriege auf ben Betrieb ber Routen nicht verzichten werben. Er stellt die Frage: „Werden beispielsweise bie Flughäfen in Afrika nach dem Kriege ben Flugzeugen aller Völker (sprich: England) zur Verfügung stehen, ober werden sie ein USA.- Monovol barstellen?" Das Londoner Blatt erhebt zum Schluß die Forderung, der Grundsatz der „Freiheit der Luft" vertrage sich auf keinen Fall mit einem USA -Monopol.
Die ersten Deutschen in USA.
Von unserem Berichterstatter
(B.) Lissabon. Mitte Jaguar 1948
Wer als Berichterstatter deutscher Zeitungen in „Gods oron country", in Gottes eigenem Land, die Spuren der ersten deutschen Ansiedler int 18. Jahrhundert aufsuchte, war entsetzt von dem geradezu infernalischen Haß, mit dem schon damals die Briten und ihre Abkömmlinge in den USA. die Deutschen behandelt haben. Diese deutsche Einwanderung begann bereits im 17. Jahrhundert. Sie wurde verstärkt im 18. Jahrhundert und erst die navoleonisckcn Kriege brachten eine Zäsur, die bis in die Mitte der zwan- öigci Jahre des vorigen Jahrhunderts währte. Diese große Pause hat das bereits in den USA. vorhanden« Deutschtum vernichtet. Die einwandernden Romanen, vornehmlich Hugenotten, hat ein Geschichtsschreiber mit Offizieren ohne Soldaten verglichen. Sie sind restlos im Vankeetum aufgegangen. Die Briten verglich er mit einem Heer, das von Offizieren geführt wurde, die Deutschen mit einem Heer ohne Offiziere. Diese Deutschen gingen uns verloren, weil damals Deutschland nur ein geographischer Begriff für sie war. nicht ein einiges Vaterland, während die amerikanisierten Briten immer, auf bie englische Mutterinsel lchauten und sich danach richteten, im Guten unb noch mehr im Bösen.
Bereits in ben Schiffslisten von 1657—1664 finben wir eine ganze Anzahl deutscher Auswanberer nach den USA. aus denMheinlanden unb Westfalen. Hannover und Holstem. ja aus Preußen unb Franken. Eine größere deutsch« Einwanderung begann seit 1683 nach Pennsylvania. William Penn, der Quäker, war selbst in Deutschland gewesen, um Proselyten zu machen und zur Auswanderung aufzufordern. Pennsyloanien wurde das Dorado der Deutschen, die ihre erste Stadt „Eermantown" nannten. Di« Pennsylvanm- Deutschen waren den Engländern — von Nordamerikanern
Sicherungsverband meldet 200 Abschüsse
Berlin, 19. Jan. Di« kleinen Fahrzeuge ber Kriegsmarine tragen mit der Bekämpfung feinblicher Flugzeuge auf See erheblich zum Schutze ber Heimat bei. Ein Sicherungsverbanb bet Kriegsmarine, ber nach ber Besetzung bet französischen Küsten ausgestellt würbe, hat kürzlich ben 200. Abschuß britischer Flugzeuge tnelben können. Diese Erfolge würben neben bet Erfüllung bet sonstigen Aufgaben unserer kleinen Einheiten erzielt. Führungsfahrzeuge brachten feinbliche Flugzeuge zum Absturz, bie eigene Geleite angugreifen versuchten.
Minensuchboote unb Lorpostenboote sind häufig auch selbst bas Ziel feindlicher Luftangriffe, unb es ist ein Zeugnis für ben hohen Ausbildungsstand und bas artilleristisch« Können ber von bet Kriegsmarine in langet Ftiebensatbeit entwickelten Bord- flak, wenn selbst bei schwerer See immer roieber angteifenbe Flugzeuge abgeschosien werben. Bei einem großen Teil bet gemeldeten Erfolge handelt es sich aber auch um britische Kampfflugzeuge, die aus bem Wege nach beutschen Stäbten ober ins besetzte Gebiet gefaßt würben ober auf bem Rückwege nach England von bet Bord- flak unserer kleinen Fahrzeuge getroffen in die See stürzten.
Der Oberbefehlshaber des Marinegruppenkommandos, dem der Verband untersteht, hat zum 200. Abschuß den tapferen Bootsbesatzungen seine Anerkennung ausgesprochen.
Zusammentritt des Briten-Parlaments
as. Berlin, 20. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Das englische Unterhaus hat am Dienstag wieder feine Sitzungen ausgenommen, ohne daß jedoch Churchill zur Kriegslage Stellung nahm. Wer also mit einet Rede des Premiers gerechnet hatte, sah sich enttäuscht. Churchill blieb ber llnterhaussitzung fern, ließ sich aber auch bet ben Veranstaltungen zum 80. Geburtstag Lloyd Georges durch Eden vertreten. Das führt naturgemäß dazu, daß wieder alle möglichen Kombinationen über Reisen Churchills im Umlauf sind. Die Parlamentssitzung brachte nichts besonderes. Eine Erklärung A t 11 e e s, die etwa von 100 Abgeordneten angehört wurde, wat recht inhaltlos. Die englische Preffe, bie sich mit bem Parlamentsbeginn beschäftigt, verweist zum Teil barauf. daß bas Parlament in einer Periobe zusammengetreten sei, „bie bie inhaltreichste ber britischen Ee- sch -h e werden kann". Es fehlt auch nicht an Hinweisen auf die noch immer reichlich ungeklärte Lage in Nordafrika unb vor allem auf bie ll-Boot-Gesahr. Schwedische Korrespondenten vertreten sogar die Ansicht, daß der Kampf gegen bie deutschen U-Boote eins ber wichtigsten Verhandlungsthemen bes Parlaments werden würbe
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