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91. Jahrgang

Nr. 12

Freitag, 15. Januar 1943

gebildet rmr sollen fich gemäß halten; 3. die Äi

Stornierte Lügner

Die Wahrheit im Spiegel des britischen Nachrichtendienstes

Berlin, 14. San. Am 10. 1. 1943 wurde durch das Reuterbüro die Verlautbarung der britischen Admiralität bekannt, daß das unter dem Befehl des 061t. z. S. 3. W. D. Coombe stehende U-BootU t m o it überfällig sei und als verloren angesehen werden müsse. Am selben Tage und zur selben Stunde wteder- holte der englische Sender Daoentry diese Meldung mit dem in­teressanten Zusatz, datz dielltmost" seit Juni 1942 über­ s l i g sei. Halt man dagegen nun die erstmalig am 25. Okto­

Baldur von Schirach an die Führerschaft der HI $09 ganze Deutschland soll es sein

in der Vergangenheit zu einer ganz unverständlichen Bewunderung eines ausländischen Lebenstitels hätten hinreitzen lassen. Sehr spät erst hätten wir unsere Einheit errungen und uns selbst in unserer völkischen Gemeinschaft gefunden. Diese historische Tat­sache erkläre, warum oft Alltäglichkeiten mit dem Attribut Deutsche" versehen würden, obwohl dies ganz überflüssig scheine. Von Schirach warnte in diesem Zusammenhang vor einer fal­schen Überheblichkeit, vor der fich der besonders hüten müfie. der gewohnt sei, Siege zu erringen.

In einem großen Überblick über die Kultur- und Eeistesge- schichte unseres Volkes zeigte Baldur von Schirach an Beispielen auf. was deutsch ist und in weitestem Sinne darunter verstanden werden muh. Sn der Erkenntnis der schöpferischen Kräfte eines Volkes liege die Verheißung, für die an schöpferischen Kräften reichen Völker Europas eine neue Ordnung zu finden.

Baldur von Schirack schloß seine Ansprache, in dem er die junge Generation aufrief, sich bewußt zu bleiben. Diener des Reiches und damit Beispiel eines Ganzen zu sein, worin es auch immer Ausdruck fände, in Leib, Geist, Kunst oder Wissenschaft, denn, so hob er hervor,das ganze Deutschland soll es sein!"

as. Berlin. 15. Jan. (Giß. Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Nordafrika macht den Anglo-Ameri- kanern nach wie vor erhebliche Sorgen. Immer wieder muß man feststellen, datz dort der Wirrwarr anhält. Wird doch gerade jetzt gemeldet, datz auch ein amerikanischer Staatsbürger in Nordafrika verhaftet wurde, ohne datz bis- ber bekannt wurde, wer den Befehl hierzu erteilte. Auf der anderen Seite heitzt es. datz die bisher verhaftet gewesenen Gaullisten vlötzlich in Freiheit gesetzt wurden. Die Lage ist derart verworren, datz fich auch die Spezialisten in London und Washington kaum noch durchfinden. Vernon Bartlett macht deshalb imNews Ehronicle" den Vor­schlag. fich um die ganzen Auseinandersetzungen zwischen Gaullisten. Eiraudisten und Pütainisten gar nicht mehr zu kümmern. England und die USA. sollten vielmehr die fran- zöfischen Besitzungen in eigene Verwaltung nehmen, da sich die verschiedenen französischen Eruvven nicht einigen könnten. Das englische Blatt übersieht nur. datz dann die englisch-amerikanische Rivalität noch stärker in die Erschei­nung treten würde, denn der ganze Kamvf gebt doch heute schon nicht mehr um de Gaulle, oder um Eiaaud. sondern um die Frage, wer das geraubte Gebiet ausbeuten soll.

Auch dem Londoner Korrespondenten derNew Dork töerald Tribüne" erscheint es dringend erforderlich, datz etwas zur Beilegung der Differenzen und damit zur Be­seitigung des Wirrwarrs in Nordafrika geschieht. Er weist darauf hin, datz man in London die Vertreter Roosevelts in Nordafrika scharf kritisiere und meint dann,es wäre ein Mißgriff, der uns teuer zu steben kommen könnte, wenn wir dem amerikanischen Volk verschweigen würden, datz die Außenpolitik seiner Regierung von den Verbündeten der USA. in einer Weise als unrichtig angezweifelt wird, wie,es seit Jahren nicht mehr geschehen ist." . Der Artikel wird natürlich von den Londoner Zeitungen tut vollen, Wortlaut übernommen. Es wird in den USA. als nicht sehr ange­nehm empfunden, da man fürchtet, daß auch die Vorgänge in Nordafrika von der Ovvofition zu einem Vorstoß gegen Roosevelt ausgenutzt werden könnte. Es gibt deshalb auch Kreise, die in der Entlastung der verhafteten Gaullisten schon ein E i n l e n k e n Roosevelts sehen wollen. Ob das zutrifft bleibt abzuwarten. Vorerst lasten dl« Äußerun-

Braunschweig, 14. San. An einer Tagung von Sugendsührem tu der Akademie für Sugendfü'hrung in Braunschweig nahm der Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP., Baldur von Schirach. teil.

Von Reichsiugendführer Axmann begrüßt und im Beisein von Gauleiter Lauterbacher etgriff Baldur von Schirach das Wort, um dem Führetkotvs der Jugend ins Bewutztsein zu rufen, wie sehr der reiche und dem Wechsel der Jahrhunderte unterworfene Ausdruck unseres Geisteslebens und die vielfältigen Äußerungen unserer Kultur Ausdruck ein und desselben deutschen Wesens seien. In einer Fülle eindrucksvoller Beispiele erläuterte er, wohin wir wohl käme», wollten wir die Eeistesheroen unseres Volkes mit der Schneiderelle des Tages mesten. Echte Bildung werde dadurch erkannt, wie sehr fie alle schöpferischen Äußerungen der Geschichte eines Volkes anerkenne und ein­beziehe. Wer sich der Vielfalt beglückender Zeugnisse einer eigenen großen Kulturentwicklung bewußt sei, empfinde auch Ächtung vor fremdem Volkstum. In ihm Wert und Leistung zu übersehen, hieße einen Mangel von persönlicher Kultur an den Tag legen. . , , .

An Beispielen legte der Reichsleiter dar, wie «ehr wir uns

Politisches Chaos in Nordasrika

Die Auswirkungen der Tanker-Katastrophe auf die Operationen Eisenhowers

Bet 1942 und später am 11. November 1942 von Reuter verbreite­ten Meldungen über die Tätigkeit dieses Unterseebootes unter der Führung desselben Kommandanten, die noch im November gegen einen feindlichen Flottenoerband im Seegebiet Sizilien erfolgreich gewesen sein soll obgleich das Boot laut Daventrp seit Juni 1942 überfällig ist, bann ist dies in der langen "Reihe ähnlicher Fälle wieder ein unwiderlegbarer Beweis für die irreführen­den Falschmeldungen, zu deren Verbreitung fich das amtliche England jedes gangbaren Weges bedient.

Am 22. Februar Neuwahlen des türkischen Parlaments

Istanbul, 15. Jan. (Funkmeldung.) Türkischen Blättermel­dungen zufolge sollen die Neuwahlen des türkischen Parlaments am 22. Februar stattfinden. Man rechnet für Anfang Mär, mit dem ersten Zusammentritt der großen Nationalversammlung.

gen der englischen und amerikanischen Presse nur erkennen, daß man das Anbalten des Wirrwarrs als äußerst störend und als S u tz e r st p e i n l i ch empfindet, daß man aber immer noch vergeblich nach einem Wege sucht, der zur Eini­gung führt.

Dazu mutz man aber auch immer wieder feststellen, datz die militärische Lage in Nordafrika ebenso un­erfreulich ist, wie die politische. Wie sehr sich die Versen­kung des großen Tankergeleitzuges auf die militärischen Pläne Eisenhowers auswirken muß. läßt fich dabei un­schwer aus einem Artikel derWashington Post" erkennen. Das Blatt verweist nämlich darauf, daß gerade das Nord­afrikaunternehmen sehr erhebliche Mengen an Treibstoff er­fordere. Das entspricht durchaus dem, was auch der mili­tärische Sachverständige des svanischen BlattesAriba" feststellt. Die Truppen Eisenhowers, so schreibt dieser spanische Sachverständige, beständen in erster Linie aus motorisierten Truppen, die bei den spärlichen Eisenbahnver­bindungen und den großen Entfernungen in schwierigem Gelände ungeheure Trei'bstoffmengen ver­brauchen. wozu noch der Vedats der Luftwaffe hinzutrete. In diesem Sinne schreibt auch die ..Washington Post", daß das ganze Rordafrika-Unternebmen nur dann Aussicht auf Erfolg habe, wenn es gelinge, ausreichende Mengen Treib­stoff nach Marokko und Algier zu bringen. Jeder Tropfen Treibstoff bedeute eine Kugel für den eigentlichen Kamvf. Das sind Feststellungen, die die Vernichtung von 174 000 Tonnen für Nordafrika bestimmten Brennstoffes sehr an­schaulich kommentieren. Kein Wunder, wenn man in Washington wenig Neigung hat. sich amtlich zu diesem Thema zu äußern. Da man aber doch nicht ganz an der Ver­nichtung des Tankergeleitzuges vorüber gehen kann, io er­klärt der Direktor des USA.-Jnformationsamtes. Davis, der Tankergeleitzug sei in der Tat angegriffen, er habe einigen Schaden erlitten", über besten Umfang man jedochaus militärischen Gründen" keine Angaben machen könne. Das ist die alte anglo-amerikanische Vertuschungsvolitik. die weder die auf den Grund des Meeres geschickten 15 oder.16 Tanker wieder hebt, noch General Eiienbower zu den 174 000 Tonnen Brennstoff ver­hilft. auf die er io sehnsüchtig wartete.

Die Abwehrschlachten

Von Walter A tz ut u s

Die Ostfront steht in diesem Winter genau wie im Vorjahr im Zeichen harter Abwehrkämvfe. Die Sowjets setzen an Menschen und Material alles ein, um einen Er­folg zu erringen. Der starke Materialeinsatz soll dabei ihre menschlich kämpferische Unterlegenheit, vor allem aber auch die Unterlegenheit der sowjetischeü Führung, ausgleichen. Wie man im ersten Weltkrieg auf der Seite unserer Gegner hoffte, die deutschen Stellungen durch einen ungeheuren Materialeinsatz im Juli 1917 setzten die Engländer bei ihrer Offensive in Flandern 153 Geschütze auf den Kilometer ein zertrümmern und so einen Durchbruch erzwingen zu können, so huldigen auch jetzt die Sowjets ähnlichen Auf­fassungen. Dieser große Materialeinsatz ist zugleich ein neuer Beweis dafür, wie sehr sich die Sowjets leit langem auf den Krieg vorbereitet und wie sehr sie ihre gesamte Industrie unter Vernachlässigung aller übrigen Be­lange auf die Rüstung umgestellt hatten. Stier findet auch die hohe Zahl der eingesetzten sowjetischen Panzer ibre Erklärung. Es ist sicher, daß die Sowjets sich in ganz be­sonderem Maße der Produktion von Panzern und Flug­zeugen gewidmet haben und auch heute noch widmen, selbst um den Preis, daß die andere Rüstungsindustrie zurücktreten muß. Dabei ist freilich weiterhin zu berücksichtigen, daß nicht jeder bewegungsunfähig geschostene Panzer endgültig er­ledigt ist. Auch die Sowjets verfügen über Instand­setzungswerkstätten. und wo es nur irgend möglich ist. schleppen sie nachts bewegungsunfähig geschostene Panzer ab, um sie reparieren zu lasten und dann möglichst bald wieder einzusetzen. Trotz allem wird man sagen können, daß die außerordentlich hoben Panzerverluste auf die Dauer untragbar sind und sich eines Tages fühlbar machen mästen. Selbst englische Militärkritiker kommen um dies« Er­kenntnis nicht herum und machen jetzt schon ihr« Öffentlichkeit darauf aufmerksam, daß die Sowjets in den Winterkämvfen starke Materialverluste erleiden und daher im Frühjahr be­sonderer Unterstützung bedürfen, wobei man vorsichtshalber die Frage, wie diese Unterstützung den Sowjets äügcftibrt werden soll, offenläßt.

Weniger erstaunlich als der große Materialeinsatz ist der Masseneinsatz an Menschen. Es ist klar, daß ein so großes Land wie die Sowjetunion über erhebliche Meitschenreserven verfügt. Gewiß sind heute große Teile des Landes und vor allem die stark bevölkerten Teile in unserem Besitz, doch darf man nickt vergessen, daß die Männer im militärpflichtigen Alter zu einem großen Teil vorher aus diesen Gebieten verschleppt wurden. Man darf weiterhin nicht übersäen. daß die vormilitärische Ausbildung und auch die militärische Ausbildurm der Arbeiter in der Sowjet­union seit Jahren eine grobe Rolle gespielt hat. Die Wchr- oreaniiation Ossoaviackim, die die Aufgabe hatte, die militärische Ausbildung der Zivilbevölkerung durchzuführen, hat jährlich voller Stolz berichtet, wieviel Personen ihre Prüfung alsWoroschilow-Schütze" ablegten, wieviel Flug­schüler sie ausbildete, kurzum, welche Vorbereitungen hier getroffen wurden für den bolschewistischen Überfall auf Europa. Es ist klar, daß der Kamvfwert der eingesetzten sowjetischen Truppen verschieden ist. So berichtete Major Dr. I. Schäfer über die barten Kämpfe im mittleren Ab­schnitt der Ostfront, daß die für den sowjetischen Angriff berangesübrten frischen Einheiten einen höheren Gefeckts- roert hatten, als die hinter der Front aufgefrischten. Während diese vielfach einen schnell und daher unzulänglich ausgebildeten Ersatz aus älteren Jahrgängen und aus den rückwärtigen Diensten erhielten, verfügten die neuen Ver­bände nicht nur über eine gute Bewaffnung und Aus­rüstung. sondern auch über ein besteres, vor allem jüngeres und ausgebildetes Menschenmaterial. In PK.-Berichten aus anderen Frontabschnitten wird dieser Eindruck im allge­meinen bestätigt.

Es liegt nun auf der Hand, daß es den Sowjets nickt nur darauf ankommt. Boden zu gewinnen, d. h. die deutsche gont zurückzudrücken, sondern daß ihr Ziel ist. durchzu- ben, sich in den Besitz wichtiger rückwärtiger Verbindungs­linien zu setzen und so die deutsche Front in weitem Um­fange zu erjchüttern. Das Ziel eines so starken Einsatzes an Menschen und Material kann niemals ein Bodengewinn von einigen Kilometer sein, sondern mit derartigen Kräften tritt man nur an. wenn man weitreichende Pläne hat. Auch das wird von den Militärkritikern der anglo­amerikanischen Länder keineswegs bestritten. Die gleichen Militärkritiker haben auch zugeben müfien, daß es den Sowjets nirgends gelungen ist. entscheidende Erfolge zu er­ringen und Punkte von strategischer Bedeutung an sich zu reißen. Das aber ist das entscheidende. Es kommt im all­gemeinen ja gar nicht darauf an. ob die" Abwehrfront 30 oder 40 Kilometer weiter östlich ober westlich verläuft, so­weit es sich nicht um strategisch entscheidende Punkte und Linien handelt. Wenn Stalin vor rund einem Jahr in feinem Erlaßmit Bedauern" feststellen mußte, daß feine

Es war das schlimmste--"

Augenzeusenbericht über die Versenkung des britischen Flugzeug­

trägersAvenger" an der nordafrikanischen Küste

Senf, 14. Jan Einen eindrucksvollen Augenzeugenbericht Über die Versenkung des modernen britischen Flugzeug­trägersA v e n g e i (11000 Tonnen) während der Opera­tionen an der nordafrikanischen Küste veröffentlichtDaily Tele­graph". Der Bericht, der von dem Feuerwerker eines Tran^ vorters gegeben wurde, der die Torpedierung derAvenger" durch ein ll-Boot miterlebte, besagt u. a.:

Es war das schlimmste, was ich bisher in diesem Krieg er­lebte. Stockfinstere Nacht. Ich hatte Wache und wußte, daß der Flugzeugträger hinter unserem Geleitzug Herfuhr. Plötzlich eine fürchterliche Explosion, die mich zu Boden warf. Als ich mich wieder erhob, stand dieAvenger" von Lug bis zum Seck lichterloh in Flammen. Der Flugzeugträger war in drei Teilen zer­brochen und sank in einer Minute. Ein Entkommen für die «elatzungsmitglieder war unmöglich. Nur einige von ihnen ent» gingen dem Tod. Sie hatten nicht nur Glück, sondern es war geradezu ein Wunder, denn an Bord derAvenger" befanden fich große Mengen Benzin, die sofort nach der Explosion des Torpedos in Brand gerieten. Zahllose kleine Explosionen folgten der ersten, und die See zischte durch die Glut der brennenden Trümmer. Wir waren machtlos, denn der Eeleitzugkavitän hatte im Augenblick der Torpedierung derAvenger" nur die eine Sorge, die übrigen Schiffe aus dem Feuerschein des Flugzeugträgers zu bringen, um sie so vor weiteren Angriffen zu retten. Trotzdem erwischte cs noch einen unserer Transporter. Auch dieses Schiff war verloren."

Der Berichterstatter erzählte dann noch von einem werteren Erlebnis, das er an Bord des USA.-TransvortersL e eb|to w n bei bem Überfall auf Nordafrika hatte. Das Schiff sei zunächst von Stukas mit Bomben belegt und beschädigt worden. Kurz daraus habe es von einem U-Boot den Todesstoß erhalten. Von einem Torpedo getroffen sei es gesunken.

gebildet wird: 2. die Regierungsbeamren und Angestellien sollen fich gemäß den Richtlinien bet neuen Bürgerbewegung ver­halten; 3. die Ausbildung der Jugend, vornehmlich bet Stubcnten unb Schüler zum Arbeitsdienst zur Vermehrung der Pro­duktion; 4. die Erweiterung der Beziehungen der chinesischen Ju­gend zur Jugend bet anderen ostasiatischen Völker und den Aus­tausch von Missionen zur Aufklärungsarbeit; 5. am 30. März eine Eeneralinspektion der gesamten organifierten Jugend Chinas in Nanking abzuhalten.

Unsere Existenz hängt von unserem Einsatz ab Sine Rede Wangtschingwei, auf der Konferenz der Bürgerversammlung

Italien verzichtet auf alle Konzessionen

Rom, 14. Jan. Amtlich wird mitgeteilt: Die italienische Re­gierung hat am 11. Januar der nationalchinesischen Regierung die Mitteilung zulommen lasten, daß sie. getreu der Politik bet Freundschaft und bei Verstänbigung, bie bereits ihren Ausbrnck in dem Attikel 2 des präliminaren Freundschafts- unb Handels­vertrages vom 27. 11. 1928 fand, beschlossen hat, auf alle Kon zessionen und exterritorialen Rechte bei italieni­schen Staatsangehöiigen in China z u v e i z i ch t e n Die italie­nische Regieiung ist überzeugt, baß dieser Entschluß bie Banbe der Zusammenarbeit, die bereits die beiden Länder einigen und die Beziehungen zwischen Italien und Nationalchina zum gegenfelü­gen Vorteil im Geist der freundschaftlichen Solidaritäl weiter st ä 11 e n wird. Die italienische Regierung begrüßt e-- insbe­sondere, daß diese ihre freundschaftliche Initiative mit dem T g msarnrnenfällt, an dem bas nationale China unter Führunv 'des Piäsibsnten Wangtschingwei sich an die Seite des japanischen Reiches unb bei Aiknenmächte in dem Kampi gegen den gemein« fernen Feind stellt.

Nanking 14. Jan. Auf der Konfeienz bet nationalchinesischen Bütgerbewegung hielt Staatspräsident Wangtschingwei vor ben nahezu vollzählig versammelten ReichsamtsprSsidenlen, Mi­nistern und hohen Beamten der Nationalregierung eine groß- angelegte Rede. Chinas Beteiligung am Kriege, so führte Wang- tschingwei u. a. aus, bedeute die Einigung aller ostasia­tischen Völker, die zum Wohlstand und zur Gemeinschaft führe.Unsere Existenz hängt von unserem Einsatz ab. Wir find Männer und keine Sklave n, fuhr der Präsident wört­lich fort,und sollten uns anstrengen und uns zufainmentun, um kühn voranzuschreiten, um frei von persönlichem Eigennutz zu wei­den. Hat China auch nicht eine große militärische Stärke, so doch genügend Rohstoffquellen. Abschließend gab Wang- schtingwei bekannt, daß die Konferenz der Mitglieder des japa­nischen Spezialdienstes in China ebenso wie die japanischen Ge­sandten und die Generalkonsuln fich kürzlich entschieden hätten, die Nationalregierung zu unterstützen.

Die Konferenz bei nationalchinesischen Bürgerbewegung ver­folgte, wie Jnformationsminister Linpeischeng 6elanntgab, den Zweck, Beratungen über die Mitarbeit des chinesischen Volkes am Kriege, über die Vermehrung der Produktion und über die Aufrechterhaltung bet Sicherheit zu pflegen; Die Kon­ferenz faßte folgenbe Beschlüsse: 1. Die Nationalregierung aufzu- forbetn, ein Gesetz zu erlassen, wonach jeber Burger aus-