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Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag. 14. Januar 1948
Wiesbaden« H
richten
Junger Mann von 20 Jahren
Einise nicht ungewöhnlich« Bemerkungen
's vorwegzunehmen. Mit diesen Zeilen sei nichts gegen roeitShn6*w™t*e 8refe9t ®.s ist im Gegenteil sehr begrühens- f?£e" ”Ir teJeren Alters, auf diese Art die Moglrmkeit offen bleibt, einen Partner fürs Leben zu finden behelf befioaUHte Se,irat5drt3~ei?e F °'n hinkender Rot-
^*r' (p®. jJf ^dlgllch em kleiner Austritt für den unberechen- SeiraiIÄ»» Zufall. Ineben manchem anderen konzessionierter tseiratsstifter.^ Es ist dre Einrichtung, auf diesem beute nickt hi»«* «Wen Weg" einen Ehepartner zu suchen unbe- drngt praktisch für die Menschen, denen aus den ver^iedensten D0»?«mr»taUS e,xe anb~re nicht verbleibt, ja sie ist sogar volkschcmlich geworden In Japan gibt es eine sehr originelle A" der Selratsverintttlung. Man kann dort an öffentlichen ^omaten rote Lutschbonbon oder Riechwasser Seiratsangebote ziehen. Die Automatengesellschaft übernimmt dann bei Gefallen oie weiteren Schritte.
«;»tttisanäetgen zu lesen ist. auch für denjenigen der noch ”5? ?at' den Ehestand zu treten, stets vergnüglich Boshaftere Naturen machen einen Sport daraus und lingeln Rosinen. Auch die Heiratsanzeige ist ein Spiegel des viel- **?. !®.en -lebens, so steht neben der vernünftigen die weniger vernünftige, neben der ernsthaften die belustigende Anzeige. Wenn etwa eine Reihe geistiger und seelischer Vorzüge die an- Ichelnend alleinseligmachend vom zukünftigen Ehegesvons verlangt werden, hinten noch schnell nachrennt: Vermögen oder Einheirat ®ui®ehendes Geschäft nicht unerwünscht. Rett ist die dezente Schreibweise vollschlank und reiferes Alter. Erschütternd aber wirkt, wenn ein lunger Mann von 20 Jahren durch die Seirats- anzeige eine grtau sucht. Es ist immerhin verblüffend, dah ein lunger Mensch von 20 Jahren glaubt, ihm bleibe kein anderer Weg zur Ehe offen. Er sollte sich einmal ein richtiges junges Mädchen von 20 Jahren ansehen, die wird ihm zeigen was eine varke^ist, das Heist wie man einen Mann oder in seinem Fall etne Frau erobert. Wir glauben im übrigen, auch nebenbei ganz bescheiden meinen zu dürfen, daß ein junger Mann von 20 Jahren >chvn I'ln Madel haben soll. Unserem jungen Mann möchte man surufen: Mehr Mut. Solange man noch göttliche 20 Jahre jung i|t, solange braucht man noch keine Silfe, die Frauen sind doch garnicht so. Es sei gegen den Weg durch die Heiratsanzeige in öen Hafen der Ehe garnichts gesagt, aber zwanzig junge Jahre, die sollten doch mehr Schwung und Phantasie haben. Was sollten wrr sonst, meine Herren, von Ihnen denken? A Mr
Am nationalen Gut vergangen
Betriebsführung wegen Überlastung Jugendlicher verurteilt
Wegen Vergehen gegen das Jugendschutzgesetz und Verstoßes gegen die Vorschriften über das Arbeitsbuch wurde ein Beiriebs- luhrer in Essen zu neun Monaten Gefängnis und 5000 RM Geldstrafe sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. Er hatte Jugendliche eines anderen Betriebes von kriegswichtiger Bedeutung nach ihrer ordnungsmähigen Arbeitszeit von 0 bis 14 Uhr in feinem Betriebe von etwa 17 bis 23 Uhr beschäftigt Damit verging er sich in verantwortungsloser Weise gegen die in der Entwicklung stehenden Jugendlichen, zumal et bei seiner Handlung nur das eigene Eeschäfisinteresie im Auge hatte. Die Jugendlichen hatten infolgedesien nur eine Nachtruhe von fünf Stunden. Die Erfahrung bat zudem gezeigt, dah die Heranziehung Jugendlicher zu ungesetzlicher Mehrarbeit fick in der Lockerung der Arbeitsdisziplin und in Nachlassen der Arbeitsleistung auswirkt und der unkontrollierbar ausgegebene Mehrverdienst die Jugendlichen charakterlich gefährdet. Der Angeklagte hatte ftch daher in grober 2Bei|e an einem hohen nationalen Gut, der Gesundheit und Arbeitskraft der Jugendlichen, vergangen. Dieses Urteil bedeutet aber nicht nut eine Warnung an die Betriebs- führet, fonbetn auch für die Eltern, die in diesem Falle teilweise mit der Mehrarbeit einverstanden waren. Sie find insofern für die Lockerung der Haltung dieser Jugendlichen und für ihre gesundheitliche Schädigung in den Entwicklungsjahren mit verantwortlich und begehen ebenfalls strafbare Verletzunaen ihrer Aufsichtspflicht.
— Der Rundfunk am Freitag bringt an bemerkenswerten Sendungen im Reichsvtogtamm: 15.30 Solistenmufik von Vaganini, Hugo Wolf, Casella. 16 Uhr Aus der Over und Konzert. 17.15 Uhr Bekannteste Tanz- und Unterhaltungsmusik, 18,30 Uhr Zeitsviesel. 19 Uhr Wehrmachtvortrag: Unsere Luftwaffe, 19,20 Uhr Frontberichte, 19.45 Uhr Dr.-Goebbels-Artikel „Ser totale Krieg", 20.15 Uhr Overettenouerfchnitt: „Die Frau im Spiegel" von Will Meisel, 21 Uhr Tänzerische Charakterstücke. Sm Deutschlands ende r: 17.15 Uhr Franz-Liszt-Konzert. 20.15 Uhr Werke von Hugo Sertmann (Leitung: Herbert Albert). 21 Uhr Neuzeitliche Overnauerschnitte.
— Wenn ein Ritterkreuzträger spricht, ist es vor allem die Jugend, die mit Begeisterung seinen Ausführungen folgt. Arn kommenden Donnerstag. 21 Januar, wird unsere Wiesbadener Jugend hierzu Gelegenheit haben, denn an diesem Tage spricht um 20.15 Uhr im alten Saale des Paulinenschlötzchens Ritterkreuzträger Oberst Daniel in einer Kundgebung der Partei.
— Unberechtigter Bezug von Lebensmitteln. Der 52jährige Engelbert Behringer aus Wiesbaden, der mehrere Metzger und Lebensmittelhäudler unter Mißbrauch einet amtlichen Vertrauensstellung dazu verleitet hatte, ihm längere Zeit hindurch Fleisch, Wurst und andere Lebensmittel ohne Abgabe von Marken su liefern, wurde vom Amtsgericht Frankfurt a. M. zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt.
— Dos „SB. $.** gratuliert. Kriminalassistent Fritz Müllet, Philippsbetgsttaße 30,1 begeht am Freitag seinen 75. Eeburtsag.
Kriegserfahrung als Lehrmeister Winterausbildung der SA. bereitet auf den Einsatz im Winter- krieg vor
„Ohne Tritt marsch! — Folgen!"
Auf der tiefverschneiten Alpe setzen sich die Männer in Bewegung. Verharschter Schnee knirscht unter schweren Bergstiefeln. Hell ist die Dezembernacht. Die Konturen der Bergkämme zeichnen sich deutlich ab. „Des werd a zimvftige Nacht heft", prophezeit ein Tiroler und jodelt verhalten mit seinem steirischen Kameraden im Duett.
Ruhe! Auf glattem Pfad beginnt der Ausstieg. Fast lautlos i topfen sie hinter ihrem Oberführer bergan, schroerbepackt. Unter dem lastenden Rucksack wird es ihnen warm, Im Eebirgsjäger- remvo geht es unermüdlich aufwärts. Wie lange eigentlich schon , . .?
Im Schatten und Windschutz eines steil aufragenden Berg- Hanges wird Halt befohlen. Hier ist der B i w a k v l a tz, den der Lehrgang für diese Nacht mit der mollig-warmen SA.-Skihütte vertauscht. Die aus allen Teilen des Reiches stammenden Männer — es sind die Ausbildungsleiter der SA.-Eruppen für die Winterausbildung — haben hier nach den neuesten Erfahrungen des Winterkrieges eine Runbhiitte um den Stamm einer riesigen Fichte gebaut, geräumig, warm und absolut nicht erkennbar, völlige Tarnung!
Bald prasielt an geschützter Stelle das Lagerfeuer. Erinnerungen werden geweckt. So war das im Kaukasus: „--und
gerade wollten wir uns von den Strapazen erholen und ein wenig aufroärmen, da stob plötzlich ‘eine ME.-Garbe mitten ins Feuer und der Tanz ging wieder los." Der Erzähler trägt das Deutsche Kreuz in Gold und das Silberne Verwundetenabzeichen auf der Brust. Die meisten dieser Männer haben den Winterkrieg im Osten in Finnland ober Lavvlanb schon mitgemacht. Ihre Erfahrungen aus dem härtesten aller Winterkriege sollen sie nun weitergeben an ungezählte Männer, die noch auf ihren Einsatz harren.
Der von der Obersten SA.-Führung durchgeführte Lehrgang bient der einheitlichen Ausrichtung der für die Winterausbildung bet SA. unb bet SA.-Wehrmannfchaften eingesetzten SA.-Führet. Born Rotbkav bis zum Kaukasus müssen alle Truppenteile bet beutschen Wehrmacht ben strengen östlichen Winter unb die Erfordernisse des Kampfes in Eis» und Schnee-
Bilder aus dem eben Wiesbaden
Der Wiesbadener Zünftestreit...
. . . und die zwei armen Schelme Von Hans Sind*)
Der Schultheiß sah zum Galgen empor: „Zwei Diebe sitzen gefangen, hier werden am besten — durch'? Leberbergtor Ithaun warnend in jeden Stadtteil sie vor - bte grauen Sünder hangen."
„Doch ächzt bet Querbaum so morsch wie nie. bem Galgen ist nicht zu trauen, die Zimmermannsleute solln morgen früh einen neuen ben Schelmen bauen!" Die Zimmerer zogen bie Achseln schief: „Das sind nicht unsere Sachen, wir haben nach unserem Recht und Brief nut ehrliche Arbeit zu machen!" Der Schultheiß sprach sich bie Lippen blau, bann ritt er zum Nassauer Grafen, ein Dutzend Meister prüfte genau bie zwölfhunbert Zunftparagravhen.
Sie rebeten enblos über ben Fall, mürb gaben sich schließlich verloren die Zimmermannsleute, unb zogen all! auf immer aus Wiesbabens Toren.
Unb als sie murrend verließen die Stadt, der Schultheiß furchte die Brauen:
. ein gebürtiger Wiesbadener, der in Berlin
rtk<teIer a6er °fiers in seiner Heimatstadt weilt, hat B£ln Dichtungen geschrieben, bei denen die Geschichte unserer engeren Heimat bie Anregung gab.
„Die Leinwebergilbe von nun an hat M
ben Galgen aufzubauen!"
„Wie kommen wir zu der harten Fron?" — Erollt's bumps bei ben Webersleuten — „Soll später unser eigner Sohn mit Fingern auf uns beuten?" Sie ließen es kommen bis zum Prozeß, es häuften sich Akten unb Akten, bet Schultheiß starb vor Wut, indeß auch sie ihre Sachen packten.
Die Wagner blieben zurück allein, sie singen balb auch an zu toben: Ein scharfes Dekret berief sie ein zum Zwangsbienst am Galgen droben. Sie sträubten sich alle, Mann für Mann, hin würbe unb her beraten, ba marschierte bet neue Schultheiß an mit gewappneten Stadtsolbaten.
Da klang ber Säge grelles Gekreisch, der Hämmer dumpfes Schlagen, Hacken wühlten die Erde weich, und in zwei kurzen Tagen
Sah blitzblank das neue Hochgericht hinab auf bet Gaffer Betriebe, ber Schultheiß rief mit frohem Gesicht zum Büttel: „Nun holt mit bie Diebe!" Da lief zum Kerker unb kam allein zurück wie verprügelt ber Büttel, unb als er berichtet, ging durch bie Reihn ein trauriges Köpfe-Eefchütiel.
Da war auch bem Schultheiß mit einem Schlag bie Lust an allem verdorben:
Es waren die Schelme vor Jahr und Tag an Altersschwäche gestorben!
5000 sirr
Donnerstag Verdunkelung vvn 17.41—8.»» Uhr ,
x Koblenz. 14. San. In diesem Iahte blickt die alte Mosel- beuäe —Balduindrucke genannt — auf ein 600jähtiges Bestehen ’x '—‘^tiser Bauzeit beendet. ------„J Meter lang. Ritter- Bts zu den modernsten Kraft-
WISSEN SIE SCHON...?
. . roas eine Bruttoregister» tonne (BRT) eigentlich ist? — Ein« Registertonne ist ein Raummaß (1 RT = 2,83 Kubikmeter = 100 engl. Kubikfuß. In BRT gibt man den gesamten Rauminhalt eines Schisses an, in Nettoregistertonnen (NRT) seinen Rutzraum für Fracht unb Fahrgäste. Die Register- aber Raumtonne batf man nicht verwechseln mit ber Eewichtstonne (1 Tonne — 1000 Kilogramm — 20
„ “ Neustadt a. d. Weinstr.. 14. Jan. Der Gefreite Ludwig Z'Madt an ber Weinftroße hat in Klausdoch wo Reservelazarett untergebracht wat, ein neun unb ein äebn Sabre altes fttnb oo m Tode des Ertrinkens g e- rettet. Die beiden Kinder hatten den zugefrorenen Doriteick dabei eingebrochen und unter her Eisdecke .Elitzner. der Zeuge des Vorfalls war, hatte darauf- mtt fernem Rettungswerk begonnen und die beiden de- ”elÄPe^»eeL^nOrrrn!fi ®,e ""geleiteten Meder.
. . _ _ Zentner), in welcher das Gewicht bzw.
die Wasserverdrängung eines Schiffes gemessen wird. Ein Fracht- schtff k<mn rund 1)4mal soviel Eeroichistonnen laden als es BRT halt. Em mittleres Frachtschiff vvn 5000 BRT. kann also 7500 ■tonnen befördern. In Guterwagen von 15 Tonnen verstaut, bc- notigt diese Ladung 10 Eiiterzüge zu je 50 Wagen. Wollte man htefe Zuge entlanglaufen, so müßte man eine volle Stunde rnai- schieren, vorbei an 5Ö0 Wagenladungen — alle aus einem «Frachter! Machen wir doch immer diese kleine Kopfrechnung wenn etne Sondermeldung uns neue Versenkungstaten unserer tapferen ll - Boot - Männer und Kampfflieger verkündet'
________ (Deike-M.)
im. — Einen tüchtigen Griff unter die Arme, tat das Glück am Mittwoch einem zur Zeit in Wiesbaden zur Genesung weilenden Unteroffizier der Luftwaffe. Er zog bei einem grauen Elücksmann vtnelL , “ienbet- Wieder ein Zeichen dafür, daß nur dem Wagen- bcn ®elD9t,}lna winkt, die sich dem Zögernden immer verschließt, gehörst auch du zu den Zögernden? Wenn ja, so bedenke doch "Uchai, daß du mit diesem Griff in den Kasten ja nicht nur die -üiug"chkelt eines Gewinnes hast, sondern in jedem Fall die Möglichkeit der Mithilfe an einem sozialen Eemeinschaftsweik Und wenn wirklich das eine- oder anderemal das Glück dir nicht so sickst du doch in jedem Fall ein Zipfelchen von ihm, nämlich dos Prämienlos. Je mehr Zipfelchen, desto größer die Anwartschaft auf späteres Glück. Auch ein Gewinn zu 100 RM und drei zu 50 RM wurden erneut gezogen. Das Glück lachte wieder um die Ecke, wer weiß, morgen vielleicht lacht es dich an.
— Wiesbadener Gerichtsurteile. Ein polnischer Landarbeiter, der seinem Arbeitgeber Lebensmittel stahl, wurde zu vier Mo- nateu Straflager verurteilt. — Ein Milchverteiler beschäftigte erne Frau zum Austragen ber Milch an bie Kundschaft. Die Ab- W'uet stellten fest, daß sie das ihnen zustehende Quantum ber -Uitla) nicht erhielten. Die Frau hatte nickt nur sehr knapp ge- mefien, sondern sich auch eines Meßgerätes bedient, daß zuungunsten des Inhalts verbeult war. Sie behauptete vor bem Einzelrichter, sie habe biefes Gesäß von ihrem Arbeitgeber er. galten. Wegen Betrugs erhielt bie Frau brei Monate Eefäng- nts unb 50 RM Gelb strafe. Der Mitangeklagte Arbeitgeber wurde wegen Zuwiderhandlung gegen das Eich-Maß- und Gewicht, sesetz zu einer Geldstrafe von 50 RM verurteilt
MAN» Der 84jährige Kaufmann Zimmer
mann fand auk einem Purichgang durch einen Herzschlag den Tod Gemeine to^auV Be'onntcn 3ä0er im Walde näen seinem
• Schwere Unfälle Beim Rodeln
f AwXÄ?'?’ Lahn. In Off beim ereignete sich ein
®®eJc2.,?|-ObeIungIu(£ Die beiden Kinder des Schreinermeifters „„nk^^Eahler fuhren mit dem Schlitten die steil abfallende Ober- siufiehinab Dabei geriet ber Schlitten unter einen Milchwagen. Wahrend bas lungere Schwesterchen mit geringen Verletzungen M-Arm davonkam, würbe bem alteren siebenjährigen Jia b 4 en ber Brustkorb eingedrückt, so daß es sofort toi war — »eim Rodeln wurde etne Frau aus Weinähr von einem Schüler angefabr». Sie stürzte so unglücklich, daß sie bewußtlos liegen Blteb. Sie mußte mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Zwei Kinder Beim Spielen tödlich verunglückt
1,.».» 14. Jan. Mit besonderer Vorliebe
ucken die Kinder Berkehrsstraßen für ihre Spiele auf, obwohl sie tmmer wieder gewarnt werden. <=o kam es auch hier wieder zu °',ueut Aperen Unfall, dem z weil uns e Mensch en leb en M Opfer fielen. Stet. Kinder im Alter von sieben, fünf und ttrns.hte mnem Gefahr! eine abschüssige Verkehrs-
6m„;f,.,Ina6<p.ultb landeten an der Straßenkreuzung unter einem &’Pitbus. Dar nter» und das fiebeniahrige Kind, zwei Ee
lewere Verletzungen, daß der Tod kurze Zeit Krankenh" Das funftahnge Kind liegt schwerverletzt im
Wtasbaösn- örsbrrch
Das „SB. T." gratuliert. Die Eheleute Wilh. D e b u s und Frau Frieda, geb. Schillo, Mainzer Straße 37, feiern heute Donnerstag ihr silbernes Ehejubiläum. — Ihre silberne Hochzeit begehen am Freitag bie Eheleute Friedrich llnholz unb Frau Nelly, geborene Bachmann, Frankfurter Straße 27.
Mus Gau und Provinz
wüsten meistern. Der Wehrmacht ist daher ieber Mann willkommen, bet für ben Winterkrieg vorbereitet ist, gleichgültig, ob er Gebirgsjäger ober Grenadier wird. Die frühere Sonderstellung der Gebirgsjäger auf diesem Gebiet ist überholt. In endlosen Weiten der östlichen Steppe bricht der Winter mit der gleichen Gewalt über bie kämpfende Truppe herein wie im Hochgebirge Mitteleuropas.
Dem tragen bie SA.-Einheiien heute bei ber außermilila r i sch e n Wehrerziehung Rechnung, indem die Winter- ausbilbung nicht nur bei den Eebirsseinheiten, sondern auch im Flachland durchgefuhrt wird. Sie umfaßt in Theorie unb Praxis alles, roas ber Winterkrieg vom künftigen Solbaten fotbett. Dazu geböten Grundkenntnisse über Bekleidung und Ausrüstung, behelfsmäßigen Kälteschutz, Erste Hilfe bei Erfrierungen. Wetterkunde. Orientieren und Tarnen im Winter, Schilauf, um nur bie wichtigsten Gebiete zu nennen. Der Solbat muß in bet Lage sein, auf sich selbst gestellt unb mit bescheidensten Hilfsmitteln aus» gestattet, sich in jeder Sage helfen zu können. Dazu vermittelt »hm die außermilitärische Wehrerziehung in der SA. die entsprechenden Kenntnisse unb Fertigkeiten.
Karf) ben modernsten Erfahrungen wird ber Biwak- unb Zeltbau geübt, angefangen von ben herkömmlichen Formen bis su ben namentlich im Narben üblichen Zweighütten unb bem Bau von Iglus nach Art bet Eskimoschneehütten. Für ben Transport von Material unb Verwundeten dienen Alias, Pulks und Sandschlitten, bie oft mit behelfsmäßigen Mitteln gebaut werden müssen. Auch dies wird in her SA. geübt
Daneben erfolgt unermüdlich unb gründlich bie Gefechtsausbildung auf Schi. Immer wieder wird bei llbungsmärfchen und »lauten bas Hinlegen mit angeschnallten Schi, das Abschnallen im Liegen, das Vorarbeiten mit Schi unb bas Schieben auf Schi in ben verschiedenen Anschlagsarten unb mit ben babei möglichen Unterftuüungsatbeiten durchgeführt.
Die Männer des Lehrganges wissen aus eigener Kriegs- er’atats bie Bedeutung einer solchen außermilitärischen Winter- ausbildung besonders zu scyätzen. Deshalb geben sie sich mit besonderem Ernst unb Eifer ihrer Aufgabe hin. Viele find ver- rouiwet und nicht mehr frontoerroenbungsfäfiig. Sie finb glücklich, durch btefc Ausbildungsarbeit weiter zum Enbfieg beitragen zu tonnen, für den ihre Kameraden draußen kämvfen. Schmidt
zurück.. Die Brücke wurde 1343 nach langjähi Zus vierzehn Sogen rubend ist sie über 300 Rosse stampften schon darüber bis zu bei fahr,engen
Der Gesundheitsbogen
Er wird zur wichtigsten Urkunde der Jugend. - Ärztinnen untersuchen die Mädels ab 14 Jahren
Der Leiter bes Amtes für Gesundheit ber HI., Dr. Richard ebenem gibt eine vor allem auch für bie Eltern wesentliche Grlauterung ber neuen „Grundsätze bes Reichsjugendführers unb -Retdjsgefunbljettsjubrers zur Durchführung bet Jugenbgefunbheits- Grundsätze wurden durch Ministererlaß zur verbindlichen Richtschnur-für bie kostenlose ständige ärztliche Überwachung aller 6—18jährigen Jungen unb Mädels gemacht
D-e Zugendgesundheitspflege ist aus ber Vereinigung bet «chulgesunbheitspflege unb bet HJ.-Gesunbheitspslege erwachsen. Es wirb letzt für bie einzelnen Jahrgänge nur noch je eine Unter» luchung erforderlich unb nur ein einheitlicher Jugendgesundheiis- bogen für leben Jugendlichen. Durchsührenber Arzt ist ber Iugenbarzt bes leweiligen Gesundheitsamtes. Die regelmäßigen Reihenuntersuchungen, bie allerdings während des Krieges nut für einige Jahrgange erfolgen, bringen bie Erfassung unb Unter» fudjung aller Angehörigen bes Jahrgangs. Niemand kann sich ihnen entziehen. Bei den Eesundheitsappellen in ben Zwischen- iabten werben ebenfalls alle Jugenblichen erfaßt, ober nichi unter» lucht, fonbetn nut gemustert. Untersucht werben hierbei nut bie bie bem Arzt auffallen, bie von ben Eltern, Lehrern HJ.-Fühtern gemelbet werben, bie vom Turnen unb Sport irgendwie befreit finb unb bie im letzten Jahre einmal länget als 14 Tage gefehlt haben. Die Mädels von 14—18 Jahren werden grundsätzlich von Ärztinnen untersucht.
S« teichseinheitliche Jugenbgesundheitsbogen, in den die Etgebmge der Untetsuchungen eingetragen werben, wird bei richtiger Ausstellung bie wichtigste Urtunbe bes jungen Menschen barstellen. Et roanbert bem Jugendlichen bis zum 18. gebens» iafjr _ itutfi. In ihm sind alle gesundheitlichen Angelegenheiten des Jungen ober Mädels oder auch bie wichtigsten erbbiologischen unb gesundheitlichen Angelegenheiten ber Familie enthalten, weiter Feststellungen in leistunasmäßiger unb charakterlicher Beziehung. So wirb ber Jugenbgesunbheitsbogen auch eine wertvolle Grunblage bei Beurteilung ber Tauglichkeit für Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht und Berufseinsatz. Der Tauglichkeitsgrad wird noch in einen besonderen Tauglichkeitsausweis, früher Gesundheitspaß der HI., übertragen Dadurch ist jeder Jugendliche vor Überanstrengungen geschützt, denn sein Einsatz darf nur gemäß dem Ausweis erfolgen. Eine neu geschaffene Jugenb-Untetsuchungs- tabelle sichert bie einheitliche Beachtung bet Befunbe überall im Reich. Durch nachgehende Fürsorge der Eesundheiispflegetinnen wird dafür gesorgt, daß die etwa festgestellten Schäden mit Hilfe der Einrichtungen von Staa' unb Partei beseitigt werben. Der Jugenbliche soll sowohl bie notroenbigen ärztlichen wie auch ozialen Maßnahmen,' z. B. Verschickung, erhalten. Die Voraus- ketzungen für die einzelnen Dienstleistungen in bet HI. bauen aber auch auf bet Erkenntnis auf, daß übertriebene Schonung bes Jugenblichen für bie Entwicklung seiner Anlagen ebenso chäblich ist wie übermäßige Belastung. Im Interesse ber Volksgesundheit werben die Erfahrungen der Jugendgesundheitspflege auch dem Reichsatbeitsbienst unb ber Wehrmacht unb Sozialver- idjetung nutzbar gemacht werben.
— Aus Deutschlands großer Zeit. 15. Januar 1871: (bis 17.) Schlacht an bet Lisaine. — 1933: Der Wahlsieg ber NSDAP, in Lippe beweist ihre ungebrochene Kraft und führt zur Machtübernahme burch ben Nationalsozialismus am 30. Januar 1933. — 16. Januar 1906: Marokkokonferenz in Algeciras (bis 7. April).
Was ber Bergmann mit Mühe und Schweiß zu Tage fördert, muß richtig und sparsam verbraucht werden:
Denn Kohle ist der Schlüssel zum Sieg! *
7500to
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