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Wiesbadener Tagblatt

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Nr. 11

Donnerstag, 14. Januar 1943

91. Jahrgang

Treue Wasfenkameradschaft

Rumäniens großer Anteil an den Erfolgen im Kampf gegen den Bolschewismus

as. Berlin, 14. Jan. (Eis. Drahtbericht unserer Berliner Cchriftleitung.) Der Empfang des rumänischen Staats- iührers, Marschall Antonescu. im Führerbauptquartier stellt eine neue, bedeutsame Bekundung der unverbrüchlichen Verbundenheit des Eroßdeutschen Reiches und des König­reiches Rumänien im Kampf gegen den gemeinsamen Feind dar. In dem amtlichen Bericht wird noch einmal die Ent­schlossenheit zur Fortführung des Krieges ..bis zum totalen Sieg unserer Waffen" unterstrichen. Di« Rumänen haben, was kaum besonders betont zu werden braucht, hervor­ragenden Anteil an dem Kampf gegen den Weltfeind Bol­schewismus. Wiederholt ist in den Berichten des OKW- von den gemeinsamen Operationen deutscher und rumäni­scher Truppen die Rede gewesen. So haben die Rumänen sich u. a. bei der Eroberung S e w a st o l s hervorgetan. Ihre bewährten Gebirgsformationen sind bei der Offensive gegen den Kaukasus wiederholt in den Berichten des OKW. erwähnt motben. Jetzt stehen wieder, wie im ver­gangenen Winter, rumänische Truppen gemeinsam mit den deutschen Truppen in schweren Abwehrkämpsen. Die her­vorragenden Leistungen der rumänischen Truppen sind auch durch die Verleihung hoher Auszeichnungen von deutscher Seite besonders gewürdigt worden. So war Marschall Antonesc». der erste Ausländer, dem der Führer das Ritterkreuz verlieh. General Lascar. der Führer der 6. rumänischen Infanteriedivision, war der erste ausländische Soldat, der das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielt, das von ausländischen Offizieren selbsi lediglich Generalleutnant Munoz Grande, der Kom­mandeur der spanischen Legion, trägt. Der Anteil Ru­mäniens an dem groben Kampf beschränkt sich aber nicht nur auf die Wehrmacht, sondern das gesamte Land ist für dielen Kampf eingespannt. Die rumänische Landwirtschaft, das rumänische Petroleumgebtet. die rumänische Industrie, sie

alle tragen ihr Teil dazu bei, um den Kamps um Europas Freiheit zum Siege zu führen. So haben sich auch die Be­sprechungen im Führerbauptquartier auf politische, mili­tärische und wirtschaftliche Fragen erstreckt. Das Kommunique unterstreicht dabei, daß der Besuch ..im Geiste des herzlichen Einvernehmens zwischen den beiden Völkern" stattfand.

Di« Mitteilung über den Empfang im Führerhaupt­quartier, hat in Bukarester politischen Kreisen, wie DRB. meldet, starken Eindruck hervorgerufen. Man weist in der rumänischen Hauptstadt darauf hin, daß in Anbetracht der engen militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder ein regelmäßiger Gedankenaustausch not­wendig lei. Man weist weiter darauf hin. datz aus der Mit­teilung und aus der Teilnahme der militärischen Mit­arbeiter des Führers und Marschalls Antonescu hervorgehe, datz der militärische Aufgabenbereich ein Hauvttbema des Gedankenaustausches gebildet habe. Die Besprechung wirt­schaftlicher Fragen, so wird in diesem Zusammenhang weiter bemerkt, ergebe sich gleichfalls aus der-gemeinsamen Krieg­führung und aus der wirtschaftlichen Bedeutung Rumäniens. Dah auch dieser Fragenkomplex im Hinblick auf die gemein­samen militärischen Aufgaben und auf die Erfahrungen der Winterschlacht besprochen worden sei. lasse sich aus der Anwesenheit des rumänischen Rüstungsministers General D o b r e schliehen. Die durch die Teilnahme der engsten Mitarbeiter des Marschalls Antonescu gekennzeichnete Be­deutung, die man dieser Reise in Bukarest beimiht, so be­tonen die gleichen politischen Kreise, sei darüber-hinaus ein Beweis für den Ernst, mit dem Rumänien an allen Fragen der gemeinsamen Kriegführung Anteil nimmt, und für die Entschlossenheit, seinen ovfervollen Beitrag zum Krieg im Osten durch die Weiterführung des Kampfes bis zum gemeinsamen Endsieg zu krönen.

Erbitterte Kämpfe im Raum von Stalingrad

Flatdivision vernichtete bisher im Ostfeldzug 820 Panzer und 588 Flugzeuge de, Feindes

verschütteten Waffen wieder schußbereit und empfingen oft auf kürzeste Entfernung die feindlichen Angriffswellen mit rasendem Feuer, mit Handgranaten und Minen Die Angriffe der Sowjets brachen nach schwerem Ringen zusammen, doch sind die har­ten Kämpfe teilweise noch im Gange.

An den Abwehrerfolgen im Don- und Wolgagebiet hatten Flakbatterien der Luftwaffe mehrfach entscheidenden Anteil. So haben Kampftrupps einer im Raum von Stalingrad eingesetzten deutschen Flakdiviston innerhalb von 40 Tagen 126 Sowjetpanzer und 79 Flugzeuge abgeschossen. Zusammen mit den 76 zwischen Wolga und Don zerschlagenen Panzern und Flugzeugen hat die Division bisher im Ostfeldzug 820 Panzer und 588 Flug­zeuge des Feindes vernichtet.

Im Laufe des 12. Januar wurde auch die Donfront südlich Woronesch in den Erohkampf mit einbezogen. Der schon seit geraumer Zeit erwartete Angriff der Bolschewisten begann mit sehr heftigem Artiüeriefeuer Als der Feind darauf seine Jnfan- trieb vyrtrieb, traf diese auf die abwehrbereiten ungarischen und deutschen Verbände und wurde in harten Kämpfen zusammenge­schlagen Mehrfach deckte das Sperrfeuer die Stohgruppen so völlig zu, datz die Bolschewisten unter schweren Verlusten ihre Angriffe ausgaben und sich wieder zurückzogen. Bis auf einen örtlichen Einbruch, der aber auch sofort abgeriegelt wurde, blieben alle An­strengungen der Sowjets ohne jeden Erfolg.

Berlin, 13. Jan. Zwischen Kaukasus und Don, sowie im großen Donbogen waren die erneuten Verluste des Fein­des, dessen wiederholte Vorstöße nach harten Kämpfen zusammen­brachen, sehr schwer. Die einzige Einbruchsstelle, die er mit hohen Opfern erkaufen kannte, wurde im sofortigen Gegenangriff ab- geriegelt, wobei die von Ritterkreuzträger Hauptmann Gaza geführte Kampfgruppe, die bereits am Vortage neun feindliche Panzertampfwagen vernichtet hatte, wieder 15 Sowjetpanzer zu- sammenschoh. Insgesamt verlor der Feind bei den wechselvolle» Abwehrkämpsen und Gegenstötzen 28 Panzer, von denen die meisten durch die Granaten unserer Panzerkanoniere zerrissen wurden. Sehr empfindlich trafen den Feind auch die Feuerüber­fälle und Luftangriffe gegen seine Bereitstellungen, so datz mehrere geplante Vorstöße gar nicht zur Entwicklung kamen. Feindliche Flieger, die unsere Kampfstaffeln an der Fortsetzung ihrer Bom­benwürfe hindern wollten, wurden von unseren Jägern vertrieben, die bei den Verfolgungskämpfen neun bei bolschewistischen Flug­zeuge ab schoßen. ., _ .

Sm Raum o o trS t a I i n g r a b trommelte der Feind mit Artillerie und Salvengeschützen stundenlang auf die deutschen Stellungen. Aber jedesmal, wenn die sowjetischen Infanteristen und Panzer unter dem Schutz der Feuerwalze vordrangen, erhoben sich unsere Grenadiere aus ihren zerschlagenen Gräben zum Kamps. Während die Panzer schon anrollten und die gefrorenen Erdbrocken der letzten Eranateinschläge noch herausprasielten, machten sie ine

Zwei neue Eichenlaubttager

Berlin, 13. Jan. Der Führer hat Oberleutnant Barkhorn, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, als 175. und Oberst Wend von Wietersheim, Kommandeur eine« Panzer- Grenadierregiments, als 176. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen und nachstehendes Schreiben übersandt:

3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Balkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes."

an der Spitze seines Regiments eine seit Tagen heißumkämpste be­herrschende Höhenstellung, deren Eroberung vor allem seiner per­sönlichen Tapferkeit zu danken ist.-

Unterseeboote überall tätig

Stockholm, 13. Jan. Rach einet USA-Agenturmeldung.aus Paramaribo (Niederländisch-Euayana) wurde die llntetsee- boot-Tätigkeit in diesem Gebiet weiterhin sestgestellt. Untersee­boote haben ein nicht näher bezeichnetes Schiff am Freitag torpe­diert. 146 Überlebende trafen hier ein, 21 nordameri­kanische Seeleute eines im Eeleitzug torpedierten Schiffes werden in Kürze ermattet

Sieg über Kriegskrankhetten

Von Reichsgesundheitsführer Dr. Conti

Bei der Feststellung und Beurteilung des Gesundheits­zustandes unseres deutschen Volkes im Kriege haben wir uns stets von jeder Schönfärberei ferngehalten. Das fei beson­ders festgestellt, weil unsere günstigen Zahlen im Auslände und besonders beim Feinde nicht nur mit Reid, sondern auch mit der Hoffnung betrachtet werden, es könne sich hier um ..Tendenzzahlen" handeln. So wie es uns gleichgültig ist. ob der Gegner jeden Tag neue Lügen über den ..kata­strophalen Gesundheitszustand des deutschen Volkes" er­findet. so ist es uns letzten Endes gleichgültig, ob er unseren Feststellungen und Zahlen Glauben schenkt oder nicht.

Es wäre schon sehr nach dem Rezept der Herren, die den Untergang des Reiches erstreben, gewesen, wenn bei uns ein gesundheitlicher Zerfall eingetreten wäre. Sie wußten von vorneherein. und der Verlaus des Krieges hat ihnen ja auch recht gegeben, daß sie gegen die militärische Kraft Deutsch­lands nichts Entscheidendes ausrichten können. Was haben sie uns deshalb nicht alles an Seuchen und großen Volks­krankheiten an den Hals gewünscht! Wie auf so vielen anderen Gebieten, wurde auch hier programmgemäß voraus­gesagt, wann diese oder jene Seuche unabänderlich Deutsch­lands Kraft brechen würde. Mit diesen Prophezeiungen war es allerdings immer so, daß sie dann gegeben wurden, wenn wir bereits in der Erkenntnis einer möglich werdenden Gefahr unsere Vorsichtsmaßnahmen lang getroffen hakten. Es kann beute festgestellt werden, daß uns im Verlauf dieses Krieges auf dem von mir geleiteten Arbeitsgebiet keine Situation unvorbereitet getroffen hat. .

Ein typisches Beispiel hierfür bildete die Fleck- fiebergeiahr. Sie wurde von uns durchaus nicht ge­ring eingeschätzt. Als nach Beginn des Feldzuges im Osten Hunderttausende verlauster bolschewistischer Kriegsgefangener in Berührung mit deutschen Menschen und deutschem Gebiet kamen, wirkten sich die Vorbereitungen hervorragend aus. die wir schon im Jahre 1939 getroffen hatten, als Millionen Mark für Entlausungseinrichtungen bereitgettellt worden waren. Als die Gefahr eintrat, war das Geschrei in der Feindpresse groß. Man glaubte, nun endlich würde Deutschland den schweren gesundheitlichen Schlag hinnehmen müssen. Viele Monate hindurch habe ich bewußt »u diesen Dingen geschwiegen, wir baden auch hier gearbeitet, gehan­delt und nicht geredet. Als dann aber die Fleckfiebergefahr endgültig als überwunden betrachtet werden konnte, als sich der Erfolg unserer Maßnahmen hundertprozentig zeigte, habe ich die wirklichen Zahlen über die Flecksieberfälle in Deutschland und den besetzten Ostgebieten bekanntgegeben. Diese Zahlen und Feststellungen waren so unumstößlich, daß von einem Tag zum anderen das Geschrei über den ..General Fleckfieber" zum Verstummenkam.

Die Dauer und die Härte des Krieges stellen bte Kraft des deutschen Volkes gewiß vor gewaltige Aufgaben. Je ränget der Krieg dauert, je straffer die Anspannung jedes einzelnen wird, um so eindrucksvoller hebt sich, für jeden ein­zelnen sichtbar, die Bedeutung der Volksgesundheit für di« Entscheidung des Krieges ab. Di« Opfer, di« der Krieg auch von unserem Volke bisher gefordert hat. und die Wunden, die er schlug, sind der Führer bat das mehrfach festgestellt in jedem Einzelfall schwer, aber di« gesamte Leistungs- kraft des Volkes vermöchten sie nicht M erschüttern. Das ist unsere Zuversicht. Wir gehen als Gesamtheit des Volkes kraftvoll und ungeschwächt in das neue Kriegs­jahr 1943.

Jeder einzelne, der den ersten Weltkrieg miterlebt hat. kann bei sich selbst und seiner Familie den ungeheuren Unterschied des Standes unterer Volksgesundheit nach drei Jahren Krieg feststellen. Mit wievielen ..Kriegskrank­heiten", an der Spitze die verheerend auftretend« uns ge­fürchtete Grippe, mußten wir uns damals herumschlagen Gewiß, es gibt selbstverständlich auch 'heute Dinge, die uns noch Sorgen machen. Unter den Kinderkrankheiten sind Scharlach und Diphtherie, die zeitweise zahlen­mäßig stark, in ihrem Verlauf aber erfreulich leicht am- traten, zu nennen. Diese Wellen werden wieder abklingen: sie hatten sicher mit dem Kriege überhaupt nichts zu tun. sondern verliefen nach den noch nicht völlig geklärten Ge­setzen des Aus und Ab großer Volkskrankbetten in großen Zeiträumen.

Bei der Tuberkulose, die erfahrungsgemäß in jedem Kriege zum Ansteigen neigt, sind wir wachsam. Unsere verbesserten diagnotischen Möglichkeiten gestatten es uns. Erkrankungen auch dort aufzufinden, wo sie früher uner­kannt zu gefährlichen Infektionsquellen werden konnten. Im Gegensatz zu den uns feindlich gegenüberstehenden Völkern, besonders England und Amettka, können wir feftstellen. daß auch die Geschlechtskrankheiten sich nach wie nm in mäßigen Grenzen halten. Auch hier haben sich untere

Kritik an Roosevelts Leih- und Pachtsystem

(Eigener Drabtbericht unterer Berliner Sckriftleitung).

greifen wolle. Jedenfalls verfolgt man in England alle diese Auseinandersetzungen mit Interesse, aber auch mit Unruhe, auch wenn man annimmt, daß das System des Pacht- und Leihgesetzes trotz aller jetzt schön einsetzenden Kämpfe doch aufrechterhalten werden wird.

Dazu kommt nun noch, daß die Amerikaner immer wieder in sehr deutlicher Form ihren Willen bekunden, wichtige Teile des britischen Empires zuvereinnahmen". So schlägt beispielsweise jetzt dieNew Pork Daily News" vor, Kanada und die USA. sollten einen gemeinsamen Eeneralstab auf- stellen. Man steht, in welchem Maße das amerikanische Interesse" an Kanda wächst. Über die Ziele der US.-amerikanischen Politik können fich die Engländer danach kaum noch im unklaren sein. 3u allem Überfluß erklärt ihnen der Vorsitzende des US.-arnerikani- schen Verbandes ehemaliger Frontkämpfer erneu' ganz offen:Wir kämpfen nicht, um das britische Empire zu erhalten oder um den alten Status der besetzten europäischen Gebiete wiederherzustellen" Wenn dann hinzugefügt wird:Wir kämpfen für den Schutz un­serer eigenen Selbständigkeit", so dürfte daran allerdings selbst in den USA. niemand glauben, denn die Selbständigkeit und die Freiheit der USA. waren niemals bedroht, weder vom Atlantik noch vom Pazifik her. Bemerkenswert aber in der Rede des Vor­sitzenden der amerikanischen Frontkämvferlegion ist aber noch, daß dieser Mann ausdrücklich vor den wilden Friedens­plänen warnte, die man in den USA. io gern erörtert.Es hat keinen Sinn, fich mit Friedensplänen zu befassen, so lange der Sieg nicht unser ist." Das ist eine deutliche Absage an alle die Kaminträumer, die heute mit großensozialen" Planen und mit Plänen zur Aufteilung der Welt aufwarten. Er lehnt damit alle Bemühungen ab, moralische Begründungen für den unmoralischen Krieg Roosevelts zu finden

as. Berlin, 14. Jan. In England muß man mit einigem Miß­behagen feststellen, daß in den USA. die Stimmung gegen das im Juni ablaufende Pacht- und Leihgesetz wächst. So weist der Amerika-Korrespondent desNews Chronicle", der das Leih- und Pachtsystem als Lebensnerv der gesamten Kriegführung be­zeichnet. darauf hin, daß viele Amerikaner auf dem Standpunkt ständen, die USA. gäben wieder ,wie im Weltkrieg 1914/18, zuviel ohne Gegenleistung an ihre Verbündeten her. Vor allem würden diese Gedanken tn den Reihen der Republikaner ver­treten. Aber auch unter den Demokraten gäbe es Gegner des Leih- und Pachtgesetzes. Der Korrespondent versucht dann den Engländern die Gründe für diese Gegnerschaft klarzumachen und meint, der Durchschnittsamerikaner sei immer noch der Anficht, dah die USA. im ersten Weltkrieg von ihren Verbündeten ausgebeutet worden seien. Diese Erfahrung wolle er nicht noch einmal machen. Unter jolchen Umständen verfolgt man in England auch aufmerksam den Kampf, der gegen Harry Hopkins, den Beauftragten für das Pacht- und Leihgesetz, geführt wird. Man fürchtet, daß die Oppo- fitton fich weniger gegen Hopkins richtet, sondern vielmehr gegen das Pacht- und Leihgesetz, selbst. Hopkins wird vorgeworfen, daß er Geld und Material sinnlos verschleudert habe. Er habe eine Verschwendung mit den Lieferungen betrieben, die auf Grund des Pacht- und Leihgesetzes erfolgten, eine Verschwen­dung, die den anderen Ländern nichts nutzte, den USA. sedoch Rohstoffe raubten und außerdem schwere Kosten verursachten. Hopkins ist allerdings in Parlamentskreisen wenig beliebt. Er ist den Abgeordneten em Dorn im Auge, weil er fich niemals in den Kongreß wählen ließ, sondern fich als persönlicher Freund des Präsidenten durch eine Hintertür ins Weiße Haus cingefchlichen hat. Vielfach wird auch die Ansicht vertreten, daß fich die Angriffe eigentlich weniger gegen Hopkins richteten, sondern gegen Roqje- velt, den man aus bestimmten Gründen noch nicht persönlich an=

Oberleutnant Gerhard Barkhorn wurde als Sohn eines Stadtbauinspektors am 20. März 1920 in Königsberg geboren, hat das humanistische Gymnasium seiner Vaterstadt besucht und ist nach Erwerb des Reifezeugnisses im November 1937 in die Luft­waffe eingetreten. Großes fliegerisches Können und rücksichtsloser Angriffsgeist zeichnen diesen hervorragenden Jagdflieger aus, dem der Führer nach 59 Luftfiegen am 23. 8. 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh. Auch bei zahlreichen Tiefan­griffen auf Erdziele aller Art, die den Sowjets empfindlichen Schaden an Menschen und Material zufügten trat seine Kühnheit zutage. Reue große Leistungen und Erfolge sühtten jetzt zur Ver­leihung des Eichenlaubs.

Am 10. 2. 1942 wurde Oberst Wend von Wietersheim, am 8. 4. 1900. in Neuland geboren, nachdem er wegen seiner oft bewährten hervorragenden Tapferkeit schon das Deutsche Kreuz in Gold erhalten hatte, mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. In schwierigster Lage hat er, während der Abwehrschlacht im vorigen Winter, bereits vom Gegner tm Rücken umfaßt, durch zähes Ausharren in f ein e r S t el - lung dem Armeekorps, zu dem sein Regiment gehörte, das Be­ziehen der neuen Abwhrfront ermöglicht. In der Folgezeit hat er an der Spitze seiner Panzer-Grenadiere wiederholt entschewende Erfolge errungen. So durchbrach er im Juli 1942 südlich Rschew in fchneidigem Angriff zäh verteidigte feindliche Stellungen und trug dadurch maßgeblich zu der im Wehrmachtbericht vom la. 7. 1942 gemeldeten Vernichtung mehrerer bvschewiftischer Divisio­nen bei.

Ende November wurde Oberst v. W. mit einer Kampfgruppe zum Gegenangriff des örtlich eingebrochenen Gegners im Raum von Toropez eingesetzt. Er stieß, blitzartig einen günstigen Augen­blick erfassend, vor, warf die an Zahl wett überlegenen Sorojets zurück und beseitigte dadurch die drohende Gefahr eines feindlichen Durchbruchs. Kurze Zeit später stürmte er im gleichen Abschnitt