SknetM. 18. Sonnst 1943
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 9 Seit« 3
nur schade, öaR zu öteiem Eauklasientreffen so wenig Wiesbadener Soornreunde erschienen waren
Am kommenden Sonntag wird die Turngei. Offenbach »um fälligen Pflichtsviel erwartet *nb wiederum dürfte em interessantes Emel steigen. D.
Im süddeutschen Su66a II gab es am Sonntag eine Reibe erstaunlich bober Favoritensiege, so, ein 20:1 bes 1. SÄ Nürnberg über ben Lokalgeflner Eintrockt/Franken. Je 14 Tore schossen Schweinfurt 05 und SoVflfl Furtb und Hessen-Nanaus Meister Kickers Offeiibach Rente über Opel Rusielsbeim 11:0. Nut knarw 3:2 schlug 1800 München bie Regensburger Jabn-Eff unb auch der kommende Weitmarkmeifter SD Saarbrücken mutzte Re in Frankenthal mit einem glücklichen 1:0-Sieg beanünen
Badens HI. - Eisbockeospieler gewannen in Mannheim bas toruppenturniet um bie beutiche Susenbmentet- fchaii. Sie schlugen Württemberg mit 4:0 unb Sranken mit
-1 D^e^W ienetin Martba Mulilek gewann in Sam= bürg tnieber bie deutsche Eiskunstlaufmeistersckaft bet Stauen Sie Rente mit Platzziffer 7 unb 381.4 Punkten unangefochten vor.Inge Iell lMLnckeni. Mabelaine Müller lWienl unb neun weiteren Bewerbinnen.
Der SJ. -Sandhallkamvk zwischen Sellen-Nassau unb Molellanb wurde in Bingen von Sellen-Nallau mit 12:7 Toren gewonnen.
Der Belgier Karl Sys ging aus dem groben Schwergewichts-Boxturnier, bas sich über mehrere Wochen erstreckte, als Endsieger hervor. Sus schlug in Antwerpen im Endkampf den Franzosen Diel in einem Zehnrundenkampf überlegen nach Punkten.
Prituo Satneta. Italiens früherer Sot-SBeltmeiftet. eilt in den letzten Monaten als Berufsringer von Erfolg zu Erfolg und will jetzt auch in Deutschland auf die Matte gehen. Die Genehmigung seines Seimatverbandes liegt bereits vor.
Mario Bellini einer bet heften italienischen 800-Meter- liäufet, Teilnehmer am letzten Länderkampf gegen Deutschland, starb als Artillerie-Offizier den Heldentod.
Wlrtschaftsteil
846 Mill. RM. neue Jndustrieanleihen 1942
zurückaeaangen.
wäret
3nbui
Wochen anfteiflen wird, Suber durch Anleihen bat die ieber in betraibtliihem Umfang durch Erhöhung bes ls llck neue Mittel betoaHt. Set weitaus überwiegende 2 in Höbe von 1022 .Mill. RM burthftehibrten Kapital- hrt Aktiengeielltcharten ill bet Jndnl.strle zuaetlollen. in 1941 1747 Mill. RM. 1940,862 Mill. RM gewesen 3 Äaniialetböbunfl und Anleibeausgabe sind also ben llickaften im letzten Jabt etwa 18o0 Mill. RM ,u- !t Anteil bet Obligation an . bet Finanzierung bet gestiegen, bet Anteil bet Äapttaloermebruttg ist stark
Sie deutschen Jndustriegesellschaften haben in 1942 Jndustrie- anleiben im Betrag von 1164 Mill. RM ausgegeben gegen 671 Mill. RM in 1941. 897 Mill. RM 1940 unb 536 Mill RM 1939. Diese Zahlen enthalten aber noch bie Anleibebetrage. die nur dem Umtauich älterer Anleihen in zinsvetbilligie neue Anleihen gebient haben. Bom Gesamtbetrag entfallen nicht weniger als 318 Äill. RM auf Konversionen. die von Iabr zu Jahr stark an
Bedeutung gewonnen haben Bon nur 23 Mill, in 1939 und 14 Mill, in 1940 stiegen Re 1941 auf 136 Mill. RM. !o bah also der ÄonverRonsbetrag bet dnbuftrieanleiben sich 1942 wert mehr -als oetboppell bat. Neues Anleihekapital floh bet Snbuftrie tm letzten Jahr somit in Höhe von 846 Mill NM zu gegen 535 Mill 1941. 883 Mill 1940 unb 513 Mill RM 1939 Das Ergebnis 1942 wäre zweifellos wesentlich gröber, wenn nicht die Äavitallenkungs- fteUen im letzten Viertel bes Vorjahrs Emillionsgenehmigungen nur lehr sparsam erteilt hätten Diele Zurückhaltung schien geboten mit Rücksicht auf die Auswirkungen der Kewinnabicköpiung. der Einschränkung der Anzahlungen bes Reicks, an bie Rustungs- wirtlckaft unb vor allem wegen der Marktbeanspruckung durch bte Vauszinssteuerahgeltung zum Sahresenbe. So erklärt es llck. baß im Oktober nur 20 Mill. RM Jndustrieanleihen ausgegeben wurden unb im November, überhaupt keine Emission erfolgte, wäbrenb im Surdttonitt bet ersten drei Vierteliabre 103, Mill. RM monatlick aufgelegt worben finb. Erst der Dezember brachte butck bie oberlchlesilche' 200-MiÜ.-RM-Emissjon ein höheres Ergebnis. Die Zurückhaltung tm letzten Vierteljahr. bürfte zur Folge haben, bah bte Emisiionskurve bet Inbustneobligatlonen in ben kommenden Mocken anfteiflen wird. Außer butck Anleihen hat bte Industrie wieder in betracktlickem Umfang durck Erhöhung bes Mtienkaoitals stck ............
Teil bet 1942 s“ * etböbunaen bi wähtenb es tl
Berliner Börse vom 12 Januar, Die Markte letzten mit nickt ganz einheitlicher Äursaeltaltung ein. iebock war bet Grund ton test. Das Angebot hielt stck in engen Grenzen, lo haft maRige Nachfrage bereits in Kurssteigerungen zum Ausdruck kam RWE. gewannen IV«, während MetallgeleÜlckaft im gleichen Ausmali rückläufig waren
Frankfurter Börse vom 12 Januar. Nack den oorangengnge» neu Abschwächungen zeigt? stch teilweise eine., etwas freundlichere Tendenz, die später wieder in Kursabbrockejungen überging. Farben und RWE V«. Siahlvetein. Mannesmann, Buderus. Holzmann. Waldhof und AEG. Vi V« freundlicher . Satmlet verloren 7/s. Rütgers 1. VDM. zirka 1 Stcuergutldietne T */«•/• leichter 104V«. Freiverkehrsaktien gelckäftslos Tagesgeld l '1 ’n.
Neues aus aller Welt
Schnelle Sühne für einen Frauenmord
Berlin, 11. Jan Am 3. Januar 1943 haben die in Deutschland befchäftigten ausländischen Arbeiter van Leeu - v e n und Lardinois.die schon längere Zeit einen Raubübet- sall planten, bie 31jahrige Ehefrau Steffi« Siebter im Stabtbahnzug Oranienburg- Berlin ermorbet unb beraubt.
Frau Fiebler, bie von einem Besuch kam, bestieg in Dranien- butg einen Wagen bet S-Bahn, in bem stch außer den beiden Verurteilten niemand befand Kurz nach der Abfahrt bes Zuges schlug van Leeuven auf die Frau mit einem Holzhammer ein, währenb Lardinois ihr mehrere Messerstiche beibrachte. Nachbem !le ihrem Opfer bie Handtasche entnsten hatten, warfen Re bie chwerverletzte Frau aus bem sahrenben Zug. Sie würbe später tot neben ben Gleisen aufgefunben. Nach der Tat kehrten die Mörder in ihr Arbeitslager zurück und teilten die nur geringe Beute von acht Mark und einigen Lebensmittelkarten.
Bereits nach wenigen Tagen waren die Täter dank der vorbildlichen Arbeit der Berliner Kriminalpolizei und der Mitwirkung des Publkums ermittelt unb wurden in den frühen Morgenstunden des 11. Januar dem Gericht zugeführt Roch am gleichen Vormittag verurteilte bas Sonbergericht bie beiben Täter wegen Raubmordes zum lobe. Eine Stunde nach Urteilsverkündung wurden bie Täter hingerichtet.
Große Ernteschäden in Brasilien
Madrid. 11. Jan. „Arriba" meldet aus Buenos Aires, daß nach ben aus Brasilien eintresfenben Nachrichten über bie anstei- gettbc Trockenheit mit größeren Ernteschäden zu rechnen sei. So ist beispielsweise in Rio Grande de Sul etwa die Hälfte der gesamten Ernte durch die Dürre vernichtet worden.
Starke Zunahme der Jugendkriminalität in USA.
Madrid, 11. Jan Wie EFE. aus New Bork meldet, gab der Präsident der New Parker Jugendgerichte bekannt, daß im Jahre 1942 in New Hark insgesamt 4435 Jugendliche abgeurteilt wurden, was eine Zunahme von 10,8 Prozent der Jugendvergeben gegenüber bem Vorjahre bebcutet. Ferner nahmen bie Vergehen wegen Aussetzens ober Vernachlässigung von Kindern um 11,6 Prozent zu.
Goldschieber wurden betrogen. In Paris wurden fünf Personen festgenommen, die sich in eine Schiebung mit Goldstücken einschalteten. Sie hatten Wind davon bekommen, daß in einem Kaffeehaus ein Verkäufer von Goldstücken mit einem Kunden eine Verabredung hatte. Als falsche Polizeibeamte betrogen sie die Schieber, lieben stch die Goldstücke aushändigen und vom Kaffeehausbesttzer 450 000 Franken Schweigegeld auszahlen. Jetzt hat die richtige Polizei die Schieber und deren Betrüger allesamt auf Nummer Sicher gebracht. Der Anführer bet fünf Gauner ist ein früherer Polizeibeamter, die übrigen find ein Kinoschauspieler, ein Transportunternehmer, ein Verkäufer in einem Lebensmittelgeschäft unb ein ungelernter Arbeiter.
In Kürze erzählt
Etwas stimmte da nicht
Von Kriegsberichter Alexander Lfiky
PK Man rechnet hier nicht in Kilometer, wenn man mit einem Lastkraftwagen bte wegähnlichen Gebilde endlos vor stch hinziehen sieht ober tausendunbbreizehn Kurven im Gebirge inner, halb ovN kaum brei Stunben meistern muß. Heil hingekommen. bas ist der einzige Eebanke. Erst recht, wenn ein Filmvotfuhrwagen bie zahllosen Löcher unb Gräben burchzittern soll, um trgenbroo bicht hinter her Front ben in Ruhe liegenben Äameraben einige frohe Stunben zu bereiten. Der Wagen bockt, bie Apparate und Filmrollen schütteln stch trotz Riemen unb Verbänden bei dieser Schunkelei, mit der bas raffinierteste Karussell eines Jahrmarkt» rummels nie wirb konkurrieren können.
Unb boch ist es enblich so weit, bet Wagen steht neben einem ©ebäube, besten Fenster von Bombeneinschlägen unb Geschossen aus bem Rahmen gebiängt worben sind Eine Art Saal ist aber heil geblieben, just bazu geeignet, baraus ein Kino zu improvisieren. Die Dämmerung ist bereits hereingebrochen, als bie Männer vom Vorführwagen ihre Kisten auspacken unb tm Halbdunkel den Apparat zusammenbauen. Ihre Uniform, ihr Hemd ist steif von der Dteckkruste, die ihnen bie Landstraße mitgegehen hat.
Viel Zeit zu einem feudalen Aufbau ist nicht vorhanden, bet „Saal" muß noch vor bet völligen Dunkelheit hergerichtet werben; benn Licht in ber Nacht ist hier ein unbekannter Begriff Nur ein kleiner Benzinmotor liefert so viel Strom, baß ber Film laufen kann Ein paar Kisten, barüber Bretter gelegt, wirb als erster Platz angesehen, unb wer sich um einen Sperrsitz bemühen will, muß einen. Stuhl ober eine Eartenbank schnappen, so eine ba ist.
Es gibt viel Lärm um ein nettes Mäbchen — so will es, bet Film —, es gibt noch viel mehr Schnurrpfeifereien zum Lachen. Nur etwas scheint nicht zu stimmen. Man kann nicht sagen, was, aber bie Menschen bewegen sich alle so komisch. Während bes Gehens verrenken sie sich bas Kreuz, als ob ste vfunbweise Juckpulver int Jackett unb unter ber zarteck Damenwäsche hätten; im Stehen vvllführen sie Bauchtänze, währenb Re sich mit tobernftem Gesicht, ja wütend bie Wahrheit ins Gesicht schleubern, unb setzen Re sich gar hin, wackeln Re mit ihrem Sitzfleisch einzeln und zu zweit so kräftig hin und her, daß Rch die Stuhlbeine biegen. Biegen im wahrsten Sinne bes Wortes. Sollte bas ein Trickfilm neuester Bauart sein? Sonberbar, wie ber junge Mann, bet um fein Mädchen wirbt, den Bauch einzieht, daß man Angst um feine Gesundheit bekommt unb als Gegengewicht seine Brust um etwa einen halben Meier ins fficlänbe schiebt.
Doch ba — er bekommt eine Ohrfeige, eine richtige, knallige Maulschelle — er zieht bie werbende Brust ein, bringt es trotz bes sichtlichen Schmerzes im Herz unb auf bet Wange fertig, sich wie eine Spirale zu gebätben und — fällt bann so gewaltig hin, daß ber Lustbruck feine Angebetete samt Zimmereinrichtung unb Wänden mitreißt. — Das weitete Geschehen spielt Rch auf ben Blättern eines Baumes ab, bet nun butch bas freigeworbene Fenster sichtbar Rch im Abenbwinb wiegt.
Also nicht Juckpulver unb kein neuer Trick zauberten biefes köstliche Eewackel auf die jetzt vor unseren Füßen liegende Leinwand, sondern ein ungeladener Mitspieler: bet Wind! Unb auf sein Kosen reagierten die Schauspieler recht sauer Das schallende Gelächter der deutschen, italienischen und kroatischen Matrosen vom Schwarzen Meer, die bas köstliche Windspiel miterlebten, wiederholt stch auch heute noch, wenn ste eine wackelnde Leinwand sehe«.
Unb bet Filmwagen stapft weiter butch Schlaglöcher dorthin, wo Matrosen nach ihren Fahrten auf bem Meer für kurze Zeit an Land gehen können, um in irgenbeinem heil gebliebenen Raum auch für sie Fröhlichkeit zu spenden.
FAMILIENANZEIGEN
Dl« Geburt Ihres zweiten Sohnes Peter Hellmuth zeigen hocherfreut an: Dorothea Crones, geb. Radennadier, Wiesbaden Hidtard- Wagner-Str 26, s. Z. Rotes Kreuz. Hellmuth Crones, Oberleutnant bei der Panzerarmee Afrika, x. Z. Im Lazarett, den 9. Januar 1943._____________
öle glückliche Geburt eines gesunden
Töchterchen Karin Ingeborg zeigen in dankbarer Freude an: Mariechen Wegner, geb Bnngart, z.Z. Josefhospital, Herbert Wegner, W.Sonnenberg Elisenstraße 6.
,hre Vermählung geben bekannt. Robert Glaser, Mainz, Paula Glaser, geb Nickel- (Bindig) Wiesbaden, Moritzstraße 66 jr Januar 1943. __________
Ihre Vermählung geben bekannt: * Karl- August Schmidt, P.-Inspektor-Anw (F.J. z. Z Wehrmacht Toni Schmidt, geb. Eidracher Wiesbaden. Bierstadler Str 36
Hart und schwer traf uns die traurige Nachridtt, daß mein lieber Mann, meiner Kinder treusorgender Vater. Sohn, Bruder. Schwager und Onkel
Gottfried Ramspott
Obergefreiter der Luftwaffe
Inh. des Westwallabz. u. der Ostmed. Im Alter von 37 Jahren im Osten den Heldentod fand.
In tiefer Trauer: Frau Hedwig Ramspott. geb. Beltz, und Kinder Lieselotte. Hildegard, Rudi, Fred u. Erika. Familie Ang. Ramspott, Fam. Hans Jung. Familie Wilhelm Haas n. Robert Ehrlich, Obergefr.. z.Z. im Westen Familie Oskar Kreis, Eugen Ramspott, z. Z. im Osten und Frau Frieda geb. Bachmann, u. Sohn Familie Willy Beiti und alle Verwandten
Wiesbaden (Ludwigstraße 3). Wiesb.- Dotzbelm (WiesbadenerStr 30). 11. 1 43
Mit den Angehörigen zugleich trauert um ihren Arbeitskameraden
Betriebsführung und Gefolgschaft der Philipp L. Fauth AG.
W Tiefstes Herzeleid brachte uns die unfaßbare Nachricht, daß
* mein lieber, herzensguter Mann unser einziger, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Heinrich Brinkmann
Uffz. der Luftwaffe
durch einen tragischen Unglücksfall im Osten am 30. 12. 1942 sein Junges Leben Im Alter von 26 Jahren für Führer und Volk lassen mußte.
In stiller Trauer: Frau Mathilde Brinkmann, geb Jacobsen, Kari Brinkmann und Frau, Anna, geb Endres u»-" Romer. r Z. im Felde und Frau. Else geb Brinkmann Sohn Hagen. Hermann Dolle, z- Z tm Felde und Frau, Maria, geb. Brinkmann. Fam Arnold Jacobsen und alle An-- ' * ' en.
EmmelsbfflI. Wie 'd-nCBahnhofstr.371 len 11. Januar 1943.
Die Beisetzung fand auf einem Ehren 'riedhof statt. x
Nadi einem Leben voller Arbeit ist heute unsere gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau
Bertha Brinkmann Wwe.1
geb. Rüggeberg
im Alter von 77 Jahren in die Ewigkeit gegangen.
In stiller Trauer: Dr. Karl Brinkmann Zahnarzt n. Frau Senta, Dr. August Brinkmann, Zahnarzt, u. Frau Hildegard und fünf Enkelkinder
Katzenelnbogen, Wiesbaden, Guben, Mülheim-Ruhr, Essen. 9. Januar 1943 Die Beerdigung findet am Donnerstag, 14 Januar, in Marburg (Lahn) statt.
Statt Karten. Am 8. Januar 1943 entschlief friedlich an den Folgen eines im Weltkrieg 1914/18 zugezogenen schweren Leidens unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr
Anton Förster
Inhaber des EK II u. des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer von 1914/18
im 51 Lebensjahr. Sein Leben war Arbeit and Pflichterfüllung.
Die trauernden Angehörigen
Wiesbaden, den 11. Januar 1943. Rheinstraße 65
Auf Wunsch des* Verstorbenen fand die Beisetzung in aller Stille statt.
Heute entschlief nach langem schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treubesorgte Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwester Schwägerin und Tante, Frau
Helene Völker
geb. Leber tm 72 Lebensjahr.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wilhelm Volker
Wiesbaden den 10. Januar 1943. Moritzstraße 30
Beerdigung findet in aller Stille statt
Am Samstag, 9 Januar 18 Uhr. nahm Gott der Herr nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meinen lieben, herzensguten, unvergessenen Gatten, unseren treubesorgten Vater Schwiegervater. Opa, Bruder, Schwager und Onkel. Herrn
Hermann Eggemeier
Brennenneister
zu sich in die Ewigkeit.
In tiefem Schmerz: Helene Egge- meier, geb. Mayer Heinrich Eggemeier, * z Z. im Felde, Wilhelm Eggemeier and Frau, geb. Lange Hermann Eggemeier, i. Z. im Felde und Frau geb Sdimitt, Ludwig Koch und Frau, geb. Eegcmeier Pau’ Bauer, z Z. im Felde und Frau, geb Eggemeier und _ fünf Enkelkinder, sowie alle Angehörigen
W.-Erbenheim (Lindenstr. 15), Wiesbaden, W -Biebrich. Herforth. Verden a. d. Aller, den 9. Januar 1943.
Die Beerdigung findet am Mittwoch 13, Januar, nachm. 2 Uhr von der Leichenhalle, W.-Erbenhelm aus statt.
Am 24. Dezember starb im stidtischcn Krankenhaus in Frankfurt/Oder nach kurzem schwerem Leiden
Walter Arnold
Baron Stackeiberg
geb am 5. Dezember 1869
Jürgen-Johann v. Stackeiberg, Anna- Maria v. Stackeiberg, geb. Rimbach. Margarete v. Hoyningen-Huene, geb. v. Stackeiberg
Wiesbaden Wilhelmstraße 38, II.
Am 9 Januar verschied plötzlich mein lieber, herzensguter Mann, unser braver Sohn, Bruder Schwager und Schwiegersohn
Willi Weiss
Optikermeister
im Alter von 42 Jahren
In tiefer Trauer; Frau Margarete Weiss, geb Krebs Wwe.. Oranien- straße 33, Familie Wilh. Weiss, Fam. A. Peppinghege, Fam. M. Krebs Die Beerdigung findet am Mittwoch. 13. Jan um 13.30 Uhr auf dem Südfriedhof statt
Am Sonntag entschlief nach langem schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere herzensgute treu sorgende und unvergeßliche Mutter Frau
Katharina Bohrmann
geb Stahl
geb am 25 September 1878, Trägerin des gold Mutterkreuzes.
Ihr Leben war Mühe und Arbeit für die Ihren
In tiefem Leid: Christian Bonrmann sen., Mina Reis, geb Bohrmann Christian Bohrmann u. Frau. Franziska geb Heilmann Käthe Groß geb Bonrmann Emst Bohrmann u Frau, Klara, geb Arnold Amalie Butzbach geb Bohrmann Heinz Bohrmann 9 Enkelkinder und alle Verwandten.
Wiesbaden (Hellmundstr 36) 11 1. 43 Die Beerdigung findet am Donnersteg, den 14 Januar 1943 1.30 Uhr auf dem Südfric4hof statt.
Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen
Nach einem Leben voll Liebe und Güte ist meine liebe Frau, unsere gute Mutti, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau
Berta Reichardt geb. Bouillon nach einem langen schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, kurz nach Vollendung ihres 32. Lebensjahres von uns gegangen.
In stiller Trauer- Johann Reichardt, Gisela und Hans Dieter (Kinder) Mathilde Bouillon, geb Frevtag.. Wwe., Anton Bouillon, Anna Simon geb Bouillon. Fam. Engels. Fam. Kölsch, Fam. Wiesen, Fam. Stolze und alle Verwandten.
Wiesbaden, Wallufer Str. 5.
Die Beerdigung findet am Mittwoch/ 13 Januar 1943 nachm, 3.45 Uhr auf dem Südfriedhof statt.
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Bekanntmachung. Betrifft: Prüfung von Flammpunktprüfern, Auf Grund eines Zusatzes zu der Bekanntmachung des Herrn Präsidenten der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt-Berlin vom 3 9. 1940 wird die Eichdirektion für die Provinz. Hessen-Nassau, Kassel, Karthäuserstraße 21, I.. zur Prüfung und Beglaubigung der Flammpunktprüfer mit offenem Tiegel nach DIN-DVM 3661 (genormter Marcusson-Apparat) ermächtigt Wird hiermit veröffentlicht. Wiesbaden, 5. 1. 1943. Der Polizeipräsident, v. Gablenz.
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