Wiesbadener Tagblatt
Montag, 1L Januar
Und
624 Panzer in 10 Tagen vernichtet
Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im
,3n dankbarer
Kampf für di« Zukunst uaferes Balkes verleihe ich Ihnen als
der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub »um
Im Residenz - Theater
Rlanf ar-Konzert Rofl Schmid
ien.
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Sie heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten
171. Soldaten Ritterkreuz des
Berlin. 9. Jan. Der Führer verlieh das Eichenlaub ,um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänleutnant Friedrich Euggenberger. Kommandant eines Unterseebootes.
Der Führer sandte an den «eliehenen folgendes Telegramm:
gleichen Weg. den sonst nur das flüchtige Wild oder die WUd- diebe kannten, ging krank und fiebernd die Frau des Verwundeten. Dem Leiden, das sie sich in jenen Tagen zuzog, ist Re im Oktober 1931 erlegen.
»
Die Arbeit begann. Die Schlangen vor den Arbeitsämtern und Stempelstellen wurden kleiner: sie verschwanden völlig. In
Eingreifen der deutschen Luftwaffe mit starken Kräften in die Aus dem Führerhauvtouartier, 11. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In Rordkaukafien. bei Stalingrad und im Don-Vebiet wurden fortgesetzte Angriff« zahl««mSf>i» überlegen««' Infanterie» und Banz«rkräft« d«r Sowjets in schweren Kämpfen blutig abgewiesen. Di« deutsch« Lustwafsr griff mit starken Kräften in dir Kämpfe «in. Infanterie- und Panrer- truvven vernichteten im Gegenangriff feindliche Verbände. Durch Herr und Luftwaffe wurden 13 6 P a nzerkampswagen, davon allein 60 im Raum von Stalingrad vernichtet oder bewegungsunfähig geschossen. Jagdflieger fchossen bei rwri eigenen Verlusten zwanzig Sowjetslugzeuge ad.
Stoßtrupp« zerstörten im mittleren Frontabschnitt eine größere Anzahl Kamvfftänd» und irachtrn Gefangene und Beut« ein. Die Kämpf« um W e t i k i i« L u k i und südöstlich d«s Jlmen- Sees Lauern an. In »er Zeit vom 1. bi, 10. Januar wurden an der Ostfront 624 Sowjetpanzrr durch Berbände des Heeres vernichtet, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen.
Bei Fortführung der Luftangriffe «egen di« Murm anbahn büßten die Sowjets zahlreiches rollende» Material ein. Schnelle Kampfflugzeug« vers«»N«n im H»s«n von Murmansk ein Handelsschiff von 4060 BRT. und b«schädigt«n einen Frach- • tu schwer.
JnRordasrika örtlich« Kamvftätigkeit.
Die deutsch« und italtenisch« Lustwass« bekämpfte srindliche Flugstützpunkt«. St«llung«n und Marschbewegungen. Deutsche Jäger schossen fünf Flugzeuge ab.
Der Sonntagsbericht des OttW.
Aus dem Führerhauvtauartier. 10. Jan. Da» Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Abwehrschlacht im Süden der Ostfront geht in unverminderter Heftigkeit weiter. All« Angriff« d«» Feindrs wurd«n abgewiefen. Hi«rb«i und b«i Gegenangriffen deutscher Truppen wurden 26 feindliche Panzer abgeschossen. Infanterie- und P-nzeroerbände warfen den Gegner im Zusammenwirken mit starken Fliegerkräften aus zahlreiche» Ortschaft«» und »«rnich- teten an einer Stell« «in s«indlich«s Rrgimrni. In Stalingrad örtlich« Stoßtrupptätigkeit. Jagdflieger schossen ohne eigene Berluste zwölf Sowjetflieger ab.
3m mittleren Frontabschnitt stürmten Kampfgruppen einer 3nsanterie-Division 75 Kampsanlagen und vernichteten deren starke Besatzungen.
Die Besatzung von Welikij« Luki leisten starken feindlichen Angriffen auch gestern heldenmütigen Widerstand.
Erneute Angriff« der Sowjets südöstlich des Simen« S««s brachen nach hartnäckigem Ringen unter Berluft von siebzehn Panzern zusammen. Nächtliche Ausbruchsversuche einer eingeschlossenen feindlichen Kampfgruppe wurden blutig zurück- gewiesen.
, An der E i s m e « r f r » n t setzte die Luftwaffe di« Zerstörungen wichtiger Anlagen der Murman-Bahn fori. 3» Lust- kämpfen wurden acht feindliche Flugzeuge ohne eigene Berluste abgeschosien.
In Rordasrika infolge ungünstige» Wetter» keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Di« Luftwaffe bekämpfte Zeltlager und motorisiert« Kräfte drs Feindes.
Britische Flugzeuge griffen in den späte» Abendstunden westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verlust«. Si«rb«i
Bester U-Bool-Kommandanl im Mittelmeer-Kampfraum
Kapitänleutnant Eugge»b«rger mit lern Eichenlaub ausgezeichnet '
Druck und Verlag: 2 Schellenberg'sche Buchdrucker«!, Wiesbadener _ _____________
Vesamtlettung: Dr-phil habü. Suftav Schellenberg und Otto Kaiser. Haupt- schrtftleiter: FritzSünther.srmü. in Wiesbaden. Zur Zeit ist Preisliste Sir. 10 gültig
Mit genau der gleichen Unbedingtheit, mit der sich der Reichsmarschall dem Führer verschworen hat, mit genau dem gleichen unerschütterlichen Vertrauen Hai auch der Führer die verantwortungsreichsten Ämter in die Hand des Reichsmarschalls gelegt. Das war kein Zufall: darin äußerte sich der Frontkämpfer- seist, der beide beseelt, in seiner reinsten Form. Es ist der Wille zum Kamps für da» Wohl des deutschen Volkes und für die Freiheit und Ehre der Nation. Wenn wir nun den Reichsmarschall zum fünfzigsten Geburtstag grüßen, dann gelten alle guten Wünsche dem getreuesten Gefolgsmann des Führers u..t dem glühendsten Kämpfer für Deutschlands Größe
Eisernen Kreuze». ger. Adolf Hitler."
Kapitänleutnant Euggenberger stammt aus München und ist in Ludwigsburg beheimatet. Nach seinem Eintritt in die Kriegsmarine im Frühjahr 1934 machte er die übliche Offiziers- ausbildung durch, kam 1940 als Erster Wachoffizier auf ein Unterseeboot und erhielt später als Kommandant ein eigenes Boot. Bei einem Angriff deutscher Unterseeboote aus einen englischen Kriegs- schifsverband im westlichen Mittelmeer versenkte Kapitänleutnant Euggenberger mit seinem U-Boot gegen stärkste feindliche Abwehr den britischen Flugzeugträger „Ark Royal", der mit 22 600 Tonnen Größe starker Bewaffnung. Über dreißig Seemeilen Ee- schwindigkeit mehr als sechzig mitfühlenden Flugzeugen und über
Japan gibt die Konzessionen zurück
Enge Zusammenarbeit mit Raiional-Ehina
Tokio. 10. Jan. Domei veröffentlicht folgende Erklärung der kaiserlich-japanischen Regierung:
..Die Nationalregierung der Republik China hat beut^ am 9. Januar 1943. den USA. und dem brrtlschen Empire den Krieg erklärt.
Die Regierungen Japans und Chinas haben sofort eine gemeinsame feierliche Erklärung in der klar dargelegt wird, daß zum Zwecke der gemein,amen Kriegführung gegen die USA. und das britische Empire die beiden Staaten militärisch, politisch und wirtschaftlich mit unerschütterlicher Entschlossenheit und Treue zusammenarbeiten werden.
Bei dieser Gelegenheit hat sich Japan in Erwartung einer epochemachenden Eniwicklung der chistestch-iavanifwen Beziehungen im Einklang mit dem zwilchen beiden Landern bestehenden Geist der Zusammenarbeit und mit dem Wunsche einer raschen Vollendung des Aufbaues eines neuen China, das auf den Grundlagen feiner Unabhängigkeit und einer Stärkung der politischen Macht der Nationalregierung beruht, entschlossen, nicht nur alle ausschließlich i a v a n i - scheu Konzessionen in der Republik China zu- rückzuerttatten. nicht nur. die Zuruckerstattung der Internationalen Niederlassung in Schanghai, der Internationalen Niederlassung in Amoy und des Gesandtkchafts- viertels in Peking an China, sowie die Preisgabe der exterritorialen Rechte zuzubilligen... sondern auch aus den verschiedensten Gebieten alle Begunstigungsmaß- nahmen zu treffen, die beim Aufbau des neuen China in wirksamster und erfolgversprechender Weise mithelien dürften.
In Übereinstimmung mit der Anknüpfung neuer Beziehungen zwischen den beiden Ländern wird Japan in Zukunft auch im gleichen Geiste den verschieden» bestehenden Abkommen erneute Beachtung schenken. Die Zusammenarbeit zwischen Japan und China ist ,zum. großen Teil vorgezeichnet durch die natürlichen Verhältnisse und bestimmt durch den Gegensatz zu England und den USA., ihren fett langer Zeit verschworenen gemeinsamen Feinden. Mit vollkommener nationaler Einmütigkeit werden, da die kaikerlich- javaniscke Regierung die Absicht hat, diesen ruhmreichen Weg des gegenseitigen Vertrauens „mit dem neuen China weiter zu beschreiten, die beiden Lander wie ein Block zusammenstehen. um diese alten Gegner. zu vernichten und in der weiteren Kriegführung gegen die USA. und, das britische Empire zu marschieren. Sie wollen auch gemeinsam den Ausbau der Neuordnung in Goßostasien in Angriff "eh^iermit bekunden beide Regierungen feierlich vor dem japanischen Volk und der Welt ihre Ansichten.
einet Zeit als Seemann Göring die Parole ausgab: „Zuerst lebem einen Arbeitsplatz, und dann jedem seinen Arbeitsplatz, wurde der deutlich sichtbare Beweis dafür erbracht, daß hinter dem Aufbauwillen der Staatsführung auch die Männer standen, die den Mui zur Tat hatten. Unser Zeitalter ist sehr schnellebig, und manchmal vergißt man es fast, daß sich die gigantischen Friedensleiftungen des Dritten Reiches auf die wenigen Jahre von 1933 bis 1938 zusammendrängen. Und als dann immer klarer wurde daß Roosevelt und Ehurchill zum Krieg gegen Deutschland hetzten, weil sie selbst mit den wirtschaftlichen Krisen und innervolitischen Spannungen in ihren Ländern nicht fertig wurden, da erstand die starke deutsche Wehrmacht und da begann Hermann Göring mit dem Aufbau einer Luftwaffe, die sich längst als die beste der Welt erwiesen hat.
Kämpfe in Rordkaukafien, bei Stalingrad »»d im Don-Gebiet wurde» fünf, am lag« an der Kanalküste drei Flugzeuge ab- geschossen.
Wie durch Senbermetbung bekanntgegeben, führte der Ansatz einet deutschen Unterseebootgruppe gegen einen von Trinidad nach Gibraltar laufenden Geleit,ug zu einem vollen Erfolg. Der stark gesicherte Verband bestand ausschließlich aus großen Tankern, die Betriedsstoss »ach Rordasrika übersühre» sollten. 3n hartnäckigen Kämpfen marken dreizehn Tankschiffe mit zusammen 124 000 BRT. versenkt und weitere drei Tanker torpediert. Die Geleitzuggruppe wurde völlig vernichtet. Der Verlust ihrer Ladung von 174 000 Tonnen Betriedsstoss trifft di« Kriegführung der Engländer und Amerikaner in Rordasrika schwer.
Am 30 Januar 1933 wurde Adolf Hitler »um Kanzler des Deutschen Reiches gewählt. In der darauf folgenden Nacht sprach der Minister Hermann Göring zu allen Deutschen. „Der 30. Januar 1933 wird in der Geschichte als der Tag bezeichnet werden, da unsere Nation fich wieder zurückgefunden hat, da eine neue Nation ausbrach und abtat alles an Qual, Schmach und Schande der letzten vierzehn Jahre. Dies wird der Tag sein, an dem wir das Buch der Not und Schande schließen und ein neues Kapitel beginnen, und aus diesem Kapitel wird stehen die Freiheit und die Ehre als das Fundament des kommenden Staates. Wir sehen mit neuer Hoffnung mit neuem Glauben beseelt, einer besseren Zukunft entgegen dann werden sich wieder alle Hände rühren, das Vertrauen wird zurückkommen und so können und dürfen wir hoffen, daß die Zukunft das bringen wird, worum vergebens gerungen wurde: Brot und Arbeit für das Volk, Freiheit und Ehre für die Nation."
Tiefe Verbeugung vor Moskau
London feiert den Geburtstag der Sowjetarmee
as. Berlin, 11. Jan (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Kennzeichnend für das SBeiteifreffen des bolschewistischen Giftes in England ist die Mitteilung der „Sunday Times" baß ber Jahrestag der Schaffung der sowjetischen Armee am 25. Februar tn England feierlich begangen werden wird. Angehörige des Kriegskäbinetts würden an den Veranstaltungen teilnehmen Man wird also in London wieder einmal eine besonders tiefe Verbeugung vor Moskau machen. Zugleich versucht man in Moskau gut Wetter zu machen. Es wird nämlich berichtet, daß dort jetzt eine Ausstellung englischer Kriegsbilder eröffnet wurde. Durch solche Bilder hoffen die Engländer ihren sowjetischen Bundesgenossen, der so oft feine Unzufriedenheit mit den englischen Kriegsanstrengungen zum Ausdruck brachte, von den englischen Anstrengungen Überzeugen zu können, doch dürsten den Sowjets Tanker und Flugzeuge lieber sein als Bilder. In dieses Bild »aßt die Schilderung einer gut besuchten kommunistischen Veranstaltung in London,, in der ein Redner, wie der „Daily SBotler berichtet, rundheraus erklärte: „Ich begrüße die Ermordung Sarians." In den politischen Methoden stimmt« ja ohnehin der englische Geheimdienst seit langem völlig mit Moskau überein, was hier wieder einmal überzeugend zum Ausdruck kam. t
1600 Mann Besatzung zu den neuesten und besten Flugzeug, trägem der britischen Flotte gehörte. Dieser hervorragende Erfolg war dank der Entschlußkraft, dem Wagemut und dem ausgezeichneten Können Euggenberger» erzielt worden, der auf weiteren Unternehmungen fünf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit über 30 000 BRT. versenkte. Am 10. Dezember 1941 wurde Kapitänleutnant Euggenberger mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Nach dieser, Auszeichnung bemühte fich Kapitänleutnant Euggenberger ständig weiter um Operationsgebiete und um Aufgaben, die besonders hohe Anforderungen stellten.
Euggenberger ist der beste U-Boot-Kommandant im Mittel- meer-Kampfraum. feinet Besatzung ein ausgezeichneter Führer und feinen Kameraden ein SB*biIb. Er versenkte in ber folgen- ben Zeit wiederum Tanker und Frachter mit rund 30 000 BRT., neun Frachtensegler und einen Bewacher, torpedierte einen Kreuzer, einen Zerstörer und ein Eeleitsahrzeug und beschädigte durch Artilleriebeschuß die Elektrizitätswerke in Jaffa. Diese Erfolge sind wegen bet schwierigen Verhältnisse im Mittelmeer, bei der außerordentlich starken Abwehr von See- und Luftstreitkräften besonders hoch zu werten.
Äus Kunst und Coban
* „Schwanbild" in Antwerpen erfolgreich aufgeführt Paul Eraeners mit dem Tert von Prof Otto A n t 6 e s . Wiesbaden, erlebte in der Antwervener Over.ihre flämitoe Erstaufführung. Der Tert von Otto Antbes wurde von A. M. Pol» ins Niederländifcke übertragen. Die Aufführung war ein ffireig» nis für Antwerpen In einer Presiefttmme bettet es: „Dte Antwerpener Oper bat ihr Repertoire um ein Werk bereichert, dem ücker der Erfolg der ersten Aufführung lange Zeit treu bleiben wird: denn tn feiner ganz unverweichlichten Romantik muß es den flämif&en Menfcken als etwas unmittelbar Verwandtes an- sprechen. Die flämitoen Zeitungen brachten ausfubrlicke lobende Berichte und feierten die Erstaufführung als (Ereignis des Antwervener Kunstlebens.
* Wünschelrutenvflanzen. Schon seit langem vernicht mam das unterirdische Vorkommen von Waller, aher auch non Eneu. Metallen und Salzlagern mit Hilfe der Wünschelrute testzuft-llen Kun gibt es aber auch Pflanzen, die Erdsorten von ganz ae stimmtet Setoarfenbeit bevorzugen oder fogai nur auf einer ent* zigen Bodenart gedeihen und die daher gleichfalls als eine Art von oberirdischem Anzeiger für die Befchafienheit des Untergrundes dienen können. Für die landwirtschaftliche Benutzung kommt es darauf an. den Beginn selbst kleinerer Lehm-lackenrett« zu stellen, die einen besonders guten Ackerboden darstellen, ebenso wie es bei einem Gemenge von Ton und Kalkstein, dem sogenannten Mergel, ber Fall ist. In dem sonkt sandigen Norddeutlckfand spielt als Anzeiger von Lehmböden die Ackerdistel eine überragende Rolle: für mergelhaltigen Boden, ist die Brombeere eine zuverlässige Anzeigepflanze. Für Pflanzen, die nur auf einer Bodensorte Vorkommen, handelt es sich meist weniger um das Bedürfnis nack einem bestimmten Bodenftoff. als vielmehr um die iTäbigfeit. die besonderen ckemifcken Efgenkckaften des betreffenden Boden- und die damit verbundene Einseitigkeit der (Ernährung ohne Sckaden ertragen zu können. Als kennzeicknend -ür Gmnd- wasiervorkommen oder für tiefe Wallervorräte anderer Art dient mit großer Zuverlässigkeit in Südafrika eine von den Buren als Waterdorn bezeichnete Akazienart Aber auch für M-tollvor- tommen gibt es kennzeichnende Wün chelrutenpilonzen Nur aur Böden, die Zink enthalten, zum Beiwiel in Westfalen. Oberschlesien und Belgien, tritt das sogenannte Galmeivei'cken aur. während die als Zierpflanze bekannte Synmetbfume Zinnia in ihrer Urform eine auf Zinn hinweisende 3Bunf<helrutenpfran«e ist. Einige ausländische weißbluhende Sträucher bevorzugen ferner bas Waller goldhaltiger Kiesböden und gelten besonders in Kalifornien als Wünfchelrutenvflanzen für Gold: aber auch bas völlige Fehlen eines Pflanzenwuchses kann wichtige Hinweise auf unterirdische Lagerstätten, zum Beispiel von Platin, geben. B
Verdreifachung des Reichsbahnnetzes
Berlin. 9. Jan. Aus dem unter dem Versailler Diktat eingeengten Eisenbahnnetz von 54 500 Kilmneter des Jahres 1937 entwickelte sich der Betriebs- und Einflußbereich der Deutschen Reichsbahn einschließlich der vom Relchsverkeors- ministerium beaufsichtigten Bahnen im Protektorat, in den Niederlanden und den besetzten Westgebieten zu einem fast dreimal so großen Netz van 151000 Kilometer Ende 1942.
Daß die Reichsbahn den Anforderungen dieser gewaltigen Ausweitung gerecht werden konnte, ist em,Ruhmesblatt der gesamten Gefolgschaft (die sich heute auf rund 1.7 Millionen beläuft), das nicht nur den deutschen Eisenbahner, sondern ebenso auch die deutsche Eisenbahnerin ehrt, die — wie in vielen anderen Berufen — auch im Reichsbahndienst die Arbeit von Männern versieht.
Die Trägerin des Nationalen Musikvreises 1939. die Muncke- nerin Roll Sä nt i b. konzertierte »eitern morgen im fünften Konzert bes Vereins ber Künstler und Kunstireunbe Man horte Werke von Sändel. Beethoven. Liizt. Brahms und Ehovin. Die Chaconne 6-bur von Georg Friedrich Sandel erptrnete. die wertvolle Morgenveranstaltung. Die Ehaconne war ein.beliebter Teil der Barocksuite, die gespielte Sänbelicke ägraltenftitofur ben Meister: bas tibergeroiät des Klanglicken über das Stimmliche wie letzteres etwa Back bevorzugt: sie.ist leucktend klar, einfach iebem einoännliä. natürlich. Man fah in ber Nackfckomung Roll Schmids bie Delikatesse des Aufbaus. Die folgende Beethoven- fonate 6-dur op. 2 Nr. 3 ist eines der frühen Werke des Meisters. Es ist trotz ber noch traditionellen Haltung, und feiner virtuosen Absicht ganz voll eigenartiger Zuge. Hie finden fick namentlich im Trio des dritten oaRes Roll Schmid benutzte die Vieldeutigkeit der Beethovenfchen Sonaten nicht dazu. die.eigene Subiektivi- tät in einer „neuen Ausfällung banuftetten. Sie will genau und exalt spielen und in sehr persönlichem, kultiviertem Svieltempera- ment vortragen. Das .Adamo war wirklich fraulich, milde gesungen, Man wird bei, solcher Darstellung nickt ubennacktigt. aper man begegnet der einleuchtenden Gestalt des Werkes. Eine äußerste Bewußtheit des Vortrags war erkennbar. Franz Liszts ..Ricordanza" und . Waldesrgufchen folgten, zwei, Innfäe, Stucke
des Klaoiervoeten. Das erste eine Folge von ---------
(Erinnerungen meist weicher, [roher Art. nur roenig, angegriffen von rauheren Gefühlen, von der Pianistin ausaebreitet wie ein brillantes Emvorgetraaenwerden aur perlenden „und wiegenden Läufen: das Zweite kejn ..kosmisches SBalbestoeben aber ein ton- malerifch deutliches Bild, unzweideutig, bestimmt und Lar. fern aller billigen Süßlichkeit, und als solches von ber .Künstlerin nachgezeichnet. Diesem lyrischen Programmteil folaten tn starkem Eeaeniatz die wirkungsstarken zwei.Rhavwdien op 79 »»» Brahms, das in h-moll groß aufgeraßt. eptfä heldisch, das in g-moll voll verhaltener unterirdischer Dämonie. Wie berreienb gegenüber solchen schwer und aufwühlend oorgetraaenen tiefen Stimmungen wirken die.Variationen L-tzur über ein deutsches Lied von FrSdSric Chopin. Quelltrnck huvrt bas Lieb »«ruber unb auch die Variationen überdenken nur .einmal ernst und schwer soviel Übermut und münden, dann wieder in, die frohe Laune: man möchte am liebsten bei solcher Lebenslust den Hut i» die Luft wirbeln und Gottes Erde umarmen. Anspruchsvoller
ÄÄÄ KffiÄÄiÄS« überzeugte von ihrem vielseitigen pianistifwen Können Es. war,m öckerzo jene Kraft und tm Ämcklag tene tnnere (Srose. bie immer da fein mu6, wenn Dboom ntefrt zu nahe dem Nredlrwen. mid Sentimentalen gerückt werten soll. 3
Die Kultur und Vielseitigkeit bes Spieles hatte es. ben Zu- Hörer» angetan. Man dankte stürmisch und e^zwan^^emme^lu-
Ronzart im Rurfiaiis
Das Männer-Quartett B i e b r i ck l^ö ö, welches seit Satiren kein klangvolles Stunmatenal tn Chorgutfuhrungen tm Kurhaus bereitwillig«! zur Beringung stellt, verickonte durch seine Porträge das regelmantge Abendkonzert am Sonntag. Die gesanglichen Qualitäten und die sorgialtige Beacktuna der technischen Probleme, rote Sauberkeit und Klarheit, in der Führung ber Stimmen, Slteinbehanblunö. Deklamation usw.. .find ia seit langem mit Recht geschätzt. Trotzdem der Krieg die Zahl 6er Sänger sichtbar verringert hat. ist dock die Klangergieb,gke,t fast dieselbe geblieben, und man konnte seine ehrliche Freude an der Stimmfrische der in Stärke von 23 Mann auftretenden Sannen fckar haben Vor allem waren aber die Vortragsnuancen mit großem Bedacht betont. Bei aller Scrausarbettung der dnna- äifchen Schattierungen hütete fick der Verein doch vor zu toarrem orderen; in Pianostellen gab er besonders eindringliche Wirkungen. In den stimmungsvollen ..Wanderers. Nackt Ited von türmet, der kunstvollen Bearbeitung von ..Schnitter Tod. von Jitti Senbt in dem Manda Boas /Darmstadt) kehr wirksam das Soptanfolo fang, unb tm ..Tas Dörfchen non Schubert mit Helmi Arnolb als geschickte Begleiterin am Älanter vor das Quartett brei anspruchsvolle Kunstcköre. denen foater oter Chore folgten, die mehr dem Volksliedton nahe standen. Darunter seien das gefühlvolle ..Heimat, deine Stern von Backmantt und das frifchzügige ..Marfcklied" von Gellert nack einem Tert von Jörg Ritzel noch besonders ermähnt. Tue chonstischen Leistungen überwachte mit erfahrener, anregender Hand und mitfckwinäender Seele August König, ber sich audt als temperamentvoller Dirigent in dxn Stücke erwies, das das Orchester «im Programm beisteuerte. Die angeregte Zuhörerschaft spendet Beifall in lebhafter Welke Fritz Zeck
* Der Frankfurter Musikpreis. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs hat den von der Stadt Frankfurt gestifteten Mustk- preis der Staatlichen Hochschule für Musik für das Studienjahr 1942/43 dem Studierenden Ottmar Re t ck . verliehen Ottmar Reick, geboren am 6. Dezember 1921 in Frankfurt, entstammt einer hiesigen Musikerfamilie. Seit September 1938 studiert er, an. der Staatlichen Hochschule für Musik Klavier bei, dem Pianisten Eduard Jung. Die Bestimmungen über die Verleihung des Musik- preifes der Hochschule fordern, daß der Preisträger tn fernen künstlerischen Leistungen durch keine persönliche, ffitgengrt über das iäulmäßig Erlernte bmausraat. Ottmar Reich ist schon ver- schiedentlick in Veranstaltungen d;r tzock-ckule foltfhfä hervorgetreten. so mit sechs Chootn-Etüden tn der Munlwockc des Jahres 1941 unb mit der Wanderer-Fantasie tn der Musikwoche des Jahres 1942.
* Harald Kreutzherg im Ausland. Der deutsche Meistertänzer Harald Kreutzberg unternimmt non Mitte Januar ab etne Gastspielreise, die ihn zunächst nach Preßburg. Bukarest. Kronstadt und Sofia führen wird. 2m Februar tanzt Kreutzbera in Venedig unb m Stockholm
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