Seite 4 Nr. 7
Wiesbadener Tagblatt
Samstag /Sonntag, 9./10. San»ot 1943
___Wiesbadener Nachrichten
Freiwillige im Heer
Die Borausfetzunge» für de» (Eintritt
. 2ed/r deutsche Junge, der 17 Jahre alt ist, kann als „Kricgs- ftettp,Ui8er“ oder als „längerdienender Freiwilliger" (Unter- offlZler-Bewerber) in das Erohdeutsche Heer eintreten. Kriegsfreiwillige werden bei der Infanterie, bei den Pionieren, bei der Panzertruppe und bei der Nachrichtentruvoe eingestellt Sie verpflichten sich zum Waffendienst auf Kriegsdauer, mindc- Itens zur Ableistung der zweijährigen Dienstpflicht. Länger- dienende Freiwillige (Unteroffizier-Bewerber) können sich Truppenteil und Waffengattung selbst wählen. Nach erwiesener Eignung zum Unteroffizier und Ableistung der zwei- lahrrgen Dienstpflicht verpflichten sie sich zu einer Gesamtdienft- seit von zwölf Jahren. Die Beförderung zum Unteroffizier ist bei Frontbewährung nach neunmonatiger Dienstzeit möglich. Bei entsprechender Leistung kann Übernahme in die Offizierlaufbahn erfolgen. Auf die umfangreichen Fürsorgemastnahmen und vielfältigen Berufsmöglichkeiten für längerdienende Freiwillige nach der Entlastung, zum Beispiel Überführung in das Beamtenverhältnis, Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes (Wehrbauer), Unterstützung bei Übertritt in das freie Erwerbsleben, wird hingewiesen.
Voraussetzungen für den Eintritt als Freiwilliger in das Heer ftnb: 1. Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und einwandfreier Charakter, 2. Körperliche Tauglichkeit, 3. Beendigung der Lehrzeit oder Einwilligung des Lehrherrn zur Lehrzeitverkürzung. 4. Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpslicht von drei Monaten, 5. Wehrwllrdigkeit, 6. Abstammung von deutschem oder artverwandtem Blute.
Meldungen nimmt jederzeit das Wehrbezirkskommando entgegen.
Lautsprecher auf
Der Rundfunk am Sonntag bringt an bemerkenswerten Sendungen im Reichsvrogramni: 9 Uhr Schatzkästlein", 10.10 Uhr Politische Sendung, 14.30 Uhr Geschichten aus dem „Struwelpeter", vertont von Hans Mielenz, 15 Uhr Kulturfilm- musik von Hans Diernhammer, 16 Uhr „Feldpost-Rundfunk". 18 Uhr Musik von Mozart und Strauß, 19.30 Uhr Sport und Musik, 20.15 Uhr „Carmen" erster und zweiter Akt. Im Deutsch- lanbfettbet: 15.30 Uhr Solistenmusik: Brahms, Wintzer. Tartini. 18 Uhr Bunte Melobien, 20.15 Ubr Solistenstunbe (alt- italienische Meister), 21 Uhr Tanz- unb Unterhaltungsmusik. — Am Montag hören wir im Reichsorogramm: 11.30 Uhr Charlotte Köhn-Behrens: Unb wieber eine neue Woche. 15 Uhr Lieb- unb Kammermusik von Schubert bis Trunk. 16 Uhr Reue deutsche Unterhaltungsmusik, 17.15 Uhr „Dies unb bas für euch zum Svaß, 18 Uhr Das neue Buch. 18.30 Uhr Zeitsviegel, 19 Uhr Wehrmachtvortrag: Unser Heer, 19.20 Uhr Frontberichte unb politische Senbung, 20.15 Uhr „Für jeden etwas". — Deutschland- fenbet: 17.15 Uhr Sinfonische Musik von Haydn bis Fibich 20.15 Uhr Lieb- unb Kammermusik von Robert Schumann Bis Walter Giescking u. a., 21 Uhr Corelli, I. Chr. Bach, Haybn (Leitung Herbert Albert).
Charlotte Schütze unb Otto § cheibI, di« beiden beliebten Mitglieder unserer Operette, führten zusammen mit Berni G a ft- r i ch und Theo Hermann in einem Konzert des Reichs- Programms von Operette zu Operette. Rach dem Auftrittslied der Saffi und einem Duett aus dem „Veilchenmädel" von Hellmes- berger, gesungen von den Frankfurter Künstlern, versicherte Otto Scheid! „Heut bin mit allen Mädeln ich per du" aus Marietta von Walter Kollo. „Liebesbriefe" an „Eine entzückende Frau" schrieb Richard Heuberger in einem Walzer voll Beschwingtheit unb einschmeichelnber Liebenswürdigkeit, über „Abenteuer bei Liebe", nahe gebracht von Theo Hermann, führt« bet Reigen iu einem Terzett aus Franz Lehars „Wo bie Lerche singt" mit Eharlotte Schütze. Berni Gastlich unb Otto Scheidl. Nach einer Polka von Hellmesberger unb zwei Stücken von Künuecke schalt Charlotte Schütze ihren Partner „Du küßt mich immerzu" in dem gleichnamigen Duett aus „Frasauitta". Auch aus der in Wiesbaden zurzeit laufenden Operette „Liebe in der Lerchengaste" mit der Musik Arno Vetterlings kam ein Duett zu Gehör. Die lockere und sehr anlvrechende Sendung schloß mit einem „Räubermarsch" aus dem „Fürstenkind". Nicht nur auf der Bühne, auch im Rundfunk ist eine Begegnung mit unseren Wiesbadener Künstlern stets unterhaltend und erfreulich. A. Mr.
Wann mutz verdunkelt werden?
Die Wiesbadener Berdunkelungs,eiten
Wer nachfolgende Zeiten genau einhält, handelt richtig. Ver- bzw. entdunkelt wird in der kommenden Woche:
Verdunkelung Entdunkelung:
9. Jan. 17.33 Uhr 8.06 Uhr
10. Jan. 17.34 Uhr 8.06 Uhr
11. Jan. 17.36 Uhr 8.05 Uhr
12. Jan. 17.37 Uhr 8.05 Uhr
13. Jan. 17.39 Uhr 8.04 Uhr
Verdunkelung: Entdunkelung:
14. Jan. 17.41 Uhr 8.03 Uhr
15. Jan. 17.42 Uhr 8.02 Uhr
16. Jan. 17.44 Uhr 8.02 Uhr
17. Jan. 17.46 Uhr 8.01 Uhr
Wirtschaft steil
Hausbesitzer bevorzugtenAbgeltungsdarlehen
Über das Ergebnis der zum 31. Dezember 1942 durchgefübrten Abgeltung der Haus z ins sieuerlchuld sind endgültige Zahlen ersi in einiger Zeit zu erwarten. Soweit die Finanzierung der Äbgeltungsaktion durch die organisierte Kreditwirt- fcbaft lick ickon überblicken läßt, haben die deutlcken Soarkasien einen Betrag von etwa 2.5 Milliarden RM zu finanzieren, unb zwar ie etwa zur Hälfte burck Gewährung von Abgeltungsbarleben unb burck Barablöfuiig. Wabrickeinlick werben hier irn Endergebnis die Barablöiunaen etwas überwiegen, zumal es sick im Svarkastenbereick meift um kleinere und daher leichter bar auf- zubringende Einzelbeträge bandelt. Durch die Piandbrrerbanken dürfte ein Betrag von 2.2 Mrd RM zu finanzieren fein, wobei auf die privaten Huvotbekenbanken 1.1 Mrd. RM Abgeltungsdarlehen. auf die öffentlick-rccktlicken Pfandbrierbanken etwa 0.4 Mrd Darleben kommen Ein Betrag von etwa 0.7 Mrd RM wird im Bereich der Pfandbriefbanken in bar abaeloit werden. Die Pfandbriefausgabe auf Grund der auszugebenden Abgeltungsdarleben ift auf 1.1 bis 1.2 Mrd. RM anzunehmen. io daß die Banken aus eigenen Mitteln und Ruckilusten einen Darlebens- betrag von etwa 0.4 Mrd RM aufbringen würden Die von den Lebensversickcrunasgefellichaften zu - gewährenden Abgeltungs- darleben lallen sick auf einen Betrag zwischen 0.6 und 0.7 Mrd. RM annebmen. wäbrend die von den Dersickerungs-Hvootbeken- fckuldnern bar abgcÜsitcn Summen, auf bis zu 1 Mrd. RM geschätzt werden. Insgesamt ift somit die Abgeltung eines Betrages von etwa 6.4 Mrd. RM im Bereick. der organisierten Kreditwirtsckaft zu Überblicken, während man mit einem aemmten Abgeltungsbetrag von etwa 7.5 bis 7.8. Mrd. RM rechnet. Sofern sick nickt nackträglick Erhöhungen bei den genannten Gruvven ergeben, würde ein Betrag von minbeitens 1 Mrd. RM schwarz . bas beißt burck ben privaten Nichtorganisierten Kapitalmarkt finanziert werben.
Berliner Börse vom 9. Januar. Die Markte, lagen bei der Eröffnung lebt tubig. wobei die Kursgestaltung «ine einheitliche Linie vermissen ließ. Die Werrickwankungen waren, abaeeben von einzelnen Ausnahmen, wie Metallgesellickait und RWE., die 1 b,w 2 verloren, völlig unbedeutend. Zu erwähnen find lediglich noch Waldbof. die um 1 •/« böber ankamen.
Frankfurter Börse vom 9. Januar Aktien gaben meistens nock etwas nach RWE minus 2. Metallgefellfchaft mmus l'/,. Zell- »off Alchafienburg minus 1, Stahlnemn minus ‘/. 3® Ratben «/,, Rbeinmetall •/, •/. tteunblt&ct. VDM. Plus V», Zellstoff Wald- bos plus Reicksaltbesitz schwankten zwncken 170 unb 1691‘. Tagesgeld 1*/••/».
Samstag Verdunkelung een 17.33—8.06 Uht
Sonntag Berdnnkelnng von 17.34—8.06 Uhr
EHREN H TAFEL
Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurden ausgezeichnet:
Unteroffizier Fritz Weber, Wiesbaden, Feldstraße 14
Obergefreiter Alfred Ernst, Wiesbaden, Hellmundstrabe 34
Gefreiter Willi Bach, W.-Biebrich, Elisabethenstrabe 5
Mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klaste mit Schwertern wurden ausgezeichnet:
Obergesreiter Rudolf Lamm, Wiesbaden. Herderstraße 26
Gefreiter Otto Kraus, Naurod, Obergaste 43
Winke für die Hausfrau
Kopfkistenbezüge schonen!
Wer viel unterwegs sein muß, kann beobachten, daß jetzt in den meisten Hotels die Bezüge der Kovfkisten mit dem Verschluß nach oben in den Betten liegen. Es ist eine allgemeine Erfahrung, daß der obere Teil der Bezüge, auf dem der Kopf des Ruhenden liegt, am meisten abgenützt wird und am ehesten die dünnen Stellen aufweist, die gestopft und geflickt werden müsten. Deshalb ift es recht praktisch, bei älteren Bezügen jetzt einmal die Knopfleisten nach oben zu nehmen, dadurch findet eine gleichmäßigere Ausnützung statt. Auch die Hausfrau sollte diesen Kniff anwenden.
Hirse steht bereit!
Die Reichsfiauenschaft hat sich in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachorganisationen bemüht, bie Hausfrauen mit Hirse als Nährmittel vertraut zu machen. Der Lebensmittelgroß- unb -einzelhanbel sinb mit bieser Ware ausrcichenb versehen. Der hohe Nährwert bet Hirse ist im allgemeinen bekannt unb die Zubereitung ohne große Umstände jederzeit möglich. Es wäre erwünscht, wenn die Hausfrauen diele im allgemeinen im hiesigen Gebiet wenig bekannte Körnerfrucht mehr als bisher in ihren Speisezettel ausnehmen würden. Rezepte zur Herstellung von Speisen aus Hirse können bei den zuständigen Abteilungen für Haus- und Volkswirtschaft bei NS.-Frauenschaft bezogen werden.
— Aus Deutschlands grober Zeit. 9. Januar 1915: Landung bet „Emben"-Mannschast in Hobeiba in Arabien. 10. Januar 1916: Erstürmung des Lovcen-Bergmassivs (1759 Meter) in Montenegro durch die österreichischen Egerländer unter Trollmann. — 1920: Inkrafttreten des Versailler Diktats. — 1923: Raub des Memellandes unter Duldung der Entente. 11. Januar 1923: Widerrechtlicher Einfall der Franzosen und Belgier ins Ruhrgebiet.
— Kartoffel-Bestellscheine rechtzeitig abgegben. Durch eine Bekanntmachung des Ernährungsamtes werden die Verbraucher, die auf den laufenden Bezug von Speisekartoffeln angewiesen sind, ausgefordert, die Speisekartoffeln durch Abgabe des Bestellscheines 46 des gelben Bezugsausweises bei ihrem Kleinverteiler vorzubestellen. Da von der Innehaltung der in der Bekanntmachung festgesetzten Fristen die rechtzeitige Bereitstellung der Speisekartoffeln abhängig ist, liegt es im eigenen Interesse der in Frage kommenden Verbraucher, der Aufforderung des Ernährungs- amts pünktlich nachzukommen. Aufgabe des Einzelhandels ist es. durch fristgemäße Einreichung der abgelieferten Bestellscheine 46 und unverzügliche Weitergabe der erhaltenen Bezugscheine an den Eruppenverteiler den reibungslosen Ablauf der Kartoffelversorgung zu fördern.
Die heimische Versorgungslage
Marktbeobachtung des Reichsnährstandes
Der Absatz von B r o t m e h l geht laufend vonstatten, so daß die Versorgung ohne Schwierigkeiten erfolgen kann. Weizenmehl, Type 1050. steht sehr reichlich zur Verfügung. Ebenso ist Roggenmehl in großen Mengen vorhanden. — Der Kreis der Nährmittel hat sich neuestens wieder durch Hirse erweitert, die tn allen Geschäften bereit liegt und auf ihren Verbrauch in den Haushaltungen wartet. — Die Versorgung mit Kartoffeln ging reibungslos vonstatten. und dies wird auch weiterhin der Fall fein. wenn, soweit es bie Witterung erlaubt, immer wieber Kartoffeln herangebracht werben. — Die Verhältnisie auf bem Gemüsemarkt waren ber Jahreszeit entsvrechenb. Die Apfelverteilung an Ingenbliche würbe fortgesetzt. Apfelsinen italienischer Herkunft kamen zunächst in bie Krankenhäuser unb werben im weiteren je nach Herkunft an Jugenbliche abgegeben. — Die Viehmärkte wiesen normale Verhältnisie auf. Die Qualitäten waren bei Rinbern mittel, bei Schweinen unb Kälbern mittel bis gut. In bet kommenden Woche werden bei Rindern unb Schweinen Umleitungen sowie Herausnahmen für bie Vorratshaltung möglich fein. Die Schweinezuteilung steht immer noch auf 25 •/• der Eesaintfleifchmenge. — Die Verfolgung mit Milch unb Milcherzeugnisien war sichergestellt. — An verschiedenen Orten ist bie Ausgabe bet für bcn 44. Vetsotgungs- abschnitt aufgerufenen Eiet noch im Gange.
— Reine Nachfragen nach Ausführung bet Ferngespräche mehr. Das Reichspostministerium hat zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit des Fetndienstes unb zur Erleichterung feiner glatten Abwicklung angeorbnct, baß fortan nachträgliche Anfragen bet Fernsprechteilnehmer nach bet Ausfühtungszeit eines angemelbetcn Ferngesprächs nicht mehr entgegenzunehmen sinb. Ferner sollen Wünsche nach Mitteilung ber Gesprächsgebühr im Anschluß an ein Ferngespräch nur noch erfüllt werben, wenn sie bei der Anmeldung des Gesprächs oorgebracht werden. Bei nachträglichen Anfragen wird den Anfragenden anheimgestellt, sich nach einer bestimmten Frist an die Fernsprechrechnungsstelle zu wenden.
— Das „SB. T." gratuliert. Die Eheleute Gärtnereibesitzer Jakob Bundschuh und Frau Katharina, geb. Conrad. Wolfram- von-Eschenbach-Straße, feierten am 7. Januar das Fest bet golbenen Hochzeit. — Rentner Josef Hammer, Eckernförbe- straße 6. feiert am Montag seinen 70. Geburtstag in voller Rüstigkeit. — Am Sonntag begehen bie Eheleute Katasterbirektor a. D. August Weimer unb Frau Helene, geb. Geisbüsch, in voller Frische bas Fest bet golbenen Hochzeit. Katasterbirektor Weimer ist als langjähriger Leiter bes hiesigen Katasteramtes II eine in Wiesbaden und im 3?heinanufreire bekannte Persönlichkeit und erfreut sich dort allgemeiner Beleibtheit. — Frau Christine Basting, Nerostraße 18, Hinterhaus 3. Stock, feiert am Montag ihren 80. Geburtstag in geistiger Frische.
— Unfall. In ber Dotzheimet Straße kam eine Frau beim Itberaucien bes Fahtbamms zu Fall unb zog sich einen Unter» fchenkelbruch zu.
H2f csbaöcn > ßfebrfdfr
Di« launisch« Glücksgöttin. Am Donnerstagabenb kam der Glücksmann in eine Gaststätte im oberen Stabtteil. An einem Tisch saßen die 50-Psg.-Stücke locker unb es würbe fleißig gezogen. Aber es blieb bei einem Freilos. Als niemanb mehr ziehen wollte, bot ber Gliicksmann feine Lose am Nebenlisch an und siehe ba, bas erste dort gezogene Loos war ein 50-Matk-Gewinn!
Tlus Gau und Provinz,
Sport und Spiel
Di« Reichsbahn dankt
— Mainz, 8. Jan. Die Reicksbahnbirektion Main» veranftal- tete fflr die Frauen unb Kinder ber als Solbaten ober im Eilen- bohnbtenft auf bem Felde bet Ehre gefallenen ober bei Fliegerangriffen ums 2eben gekommenen Berufskameraden eine stimmungsvolle Feier. 3n Anwefenbeit bes Präsibenteu ber Reicks- babnbireftion Mainz, Dr Schräg, mürben ben Rinbern Geschenke. den Müttern eine Gabe ber Reicksbabnbitektion überreicht. Mit bet Feier sollte ben Hinterbliebenen für bas Ovfet ihrer Männer unb Väter ein kleiner Dank abaeftattet werben.
m Rübesheim (Rheingau). 9. Jan. Der Zweigverein Rubes- Beim bes Taunusbunbes kann auf ein arbeits- unb wanberteickes Jabr zurückblicken. Die Beteiligung ber Mitglieber wat lo JtatL baß 35 Mitglieder »um ersten bis fünfzehnten Male ausgezeichnet werben konnten. — Im Älter von 96 Iahten ist bet älteste Rüdesheimer. bet Winzer Friebrick S ck a u b, bekannt als bet „Schaubsvetter" gestorben.
— Koblenz, 9. Jan. In einer abfcküsiigen Straße in Pfaffen- botf kam infolge ber Glätte ein ftil Ist eb « nb es L a ft au t o ins Rutfcken und erfaßte zwei im gleicken Augenblick bie Stelle vaffierende Mäbcken im Alter von 20 unb 16 Jahren. Das ältere Mädchen wurde mit solcher Wuckt gegen eine Wand gedrückt, daß es auf der Stelle t o t wat. Das lungere Mädchen erlitt Verletzungen am Sein unb mußte in ein Krankenhaus gebracht werden.
—Frankfurt a. M. 9. Jan Ein verwerfliches Gebaren würbe von ber Amalie SB., einet 49iäbngcn Angeklagten gegenüber einer jungen Hausbewobnetin an ben Tag gelegt. Die innge Frau, beten Mann auswärts weilte, batte sich in Liebesgeschickten eingelassen unb offenbarte sick der Angeklagten., die nun bie Gelegenheit ergriff, bie ihr zuteil geworbenen Mitteilungen in bare Münze umzusetzen. Sie sckwinbelte ber Ehefrau vor. es fei ein Interessent oorbanben. ber ihrem Gatten über ne berichten wolle, aber bavon Abstanb nehmen werde, wenn er 160 RM erhalte. Um die Gefahr ahzuwenden. zahlte die Frau, ahnte aber nicht, daß Amalie selbst die Nutznießerin des Betrugs war. 3m übrigen schwindelte ihr bie Angeklagte einen Eisfchrank ab und steckte Eelbdeträge in bie Tafcke. bie ihr zur Besorgung von Kaffee übergeben worben waren. Die Ehe ber mngen »trau ist später aus beiberieitigem Vetfucklben geschieben worden Wegen Betrugs und Unterschlagung wurde Amalie vom Amtsgericht Frankfurt »u sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
= Offenbach a. M„ 9. Jan. Eines tragischen Todes starb der Offenbacher Einwohner Sans Lehmkuhl. Er geriet aut dem Wege von Frankfurt nach Offenbach an ber Deutschh-rrnbrucke in Sachsenhausen vom Wege ab unb stürzte io unglücklich, daß der Tod eintrat.
= Hanau a. M„ 9. Jan. Ein unbestrafter 57iähriget Arbeiter aus Hanau eignete sich als Lebensmittelausgeb er eines größeren Fabrikbetriebes Rett. Fleikch und Teigwaren in nickt etheblicken Mengen an unb würbe besbalb durck. recktskrartiges Urteil des Amtsgerichts Hanau zu einer (Seiängntsitrare von vier Monaten verurteilt. — Ein bisher unbestrafter 40iabrtger Lebens- mittelhänbler aus Großauheim erhielt durch recbtsliottines Urteil des Amtsgerichts Hanau drei Monate Gerängnts. weil er in Ausübung feines Gewerbes bezugsbeschränkte Waren, wie Senc. Käse. Grieß. Reis. Grünkern ohne Bezugsberecktigung abgegeben und als Gegenleistung Brötchen und Mebl ohne Marken besagen hat.
= Darmstadt, 9. Ian. Die Wabrsaserei durch Kartenlegen ist schon in Friedenszeiten ein Unfug, bem durck eine le,der vielfach begründete Spekulation auf bie (Ein,alt manckei Volksgenossen immer neue Nahrung gegeben wurde. In ganz unglaublicher und geradezu gemeingefährlicher Weis« nuntc aber die GSiähtige Auguste Müller aus Darmstadt die Kriegsverhalt- nille aus. indem sie die lichtscheuen und ichwindelharien Methoden der Kartenlegerin ba»u mißbrauchte, ben Angehörigen im Felde stehender Soldalen das Schicksal dieser .Frontkämpfer vorauszusagen Die Wahrsagungen enthielten »um Teil bie Ankündigung von Todesfällen oder Verwundungen, dann aber ,guck den Hinweis. daß zweifelsfrei gefallene Wehrmachtangehorige nur. als vermißt ansuiehen feien. In allen ,rollen erweckte die Muller insbefondere bei Ehefrauen von Frontfold a t e n völlig ünnlofe Sorgen unb Hoffnungen über beren Scki.ck'al. Die Auswirkungen im Verhalten ihrer leichtgläubigen Kunbinnen bewiesen. baß bie Frauen in einen begreiflichen Zustand seelischer Erschütterung gerieten und damit schuldlos »u einer Geiahr für die Widerstandskraft der Front unb der Heimat wurden. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte die aut dem gleichen Gebiet bereits vorbestrafte Täterin, die. sick für ihre ..hellseherncken Bemühungen natürlich entlohnen heft,, als Volkslchadlingsver- brecherin zu einem Jahr unb btei Monaten Getangnts
-- Zwingenberg (Bergstraße). 8. Jan. Beim Solzbolen im Walde wurde ber Landwirt Leonhard Hartmann von einem umftütsenben Baumstamm getroffen unb auf ber Stelle getötet
= Saarbrücken, 9. Ian. Auf ber Grube Saarickacht verunglückte ber 21 Jahre alte Sauer Alois Irsch aus Saatlautern t ö b I i di Während bes Säuberns bes Schrämfetbes wurde er von niedergehenden Bergmasien getroffen. Hierbei erlitt et einen Schädelbruch
Sie Ea » klaIIe Hellen-NaNau Rotweiß Frankfurt a. M. — SB. 98 Darmstadt Union Riederrad — FSB. Frankfurt a M. Kickers Offenbach a. M. — Opel Rüsselsheim Wormatia Worms — Eintracht Frankfurt a. M.
In der Gauliga wird bas letzte Drittel bet Verbanbskamofe in Angriff genommen, hier haben sich bereits ziemlich klare Fronten abgezeichnet. Der Altmeister bat. vor Rotweiß unb Fuß- ballfoottverein fübrenb, bie besten Aussichten, sick wiederum ben Titel »u sichern. Es scheint auck am Sonntag ein neuer Offenbarer Sieg bevorzustehen. beim am Sicherer Berg wirb Ovel trotz oerbefiertet Form kaum viel erben. Ebenso finbet bet Tabellenzweite Rotweiß, bet Darmftabt zu Gast sieht, keine sehr schwere Aufgabe. Eine weitere Niebetlage wirb freilich bie Darm- [täbter restlos bem Abstieg überliefern. Fußballsvottvetein wirb immerhin kämvfen müssen, um in Niebetrab bie Punkte zu erobern unb ben beiben Erstplazierten auf den Serien zu bleiben. Ein scharfes Ringen steht in Worms »u erwarten. Den Wormaten gilt es babei. aus reckt kritifcker Lage loszukommen, denn auch sie sind stark bedroht. Indes wird auch die Eintracht nicht weiter abrutschen wollen, sie ist selbst noch nicht restlos gesichert unb müßte spielerisch höher einzuschätzen fein als bie bock biefes Jahr ziemlich matt wirkenben Gastgeber.
In Küche, Flur, am stillen Ort brennt man kein Licht, wenn niemand dort!
Zwei Spiele im Kreis
Kampfsport-Gemeinschaft 99 — SvBgg. Eltville FSB. Schierftein — Reichsbahn-SG.
KSG. ift wohl vorübergehenb burck bie Reichsbahn, die ein Spiel mehr ausgetragen hat. in ber Führung abgelöft worben, aber steht relativ noch heller unb hat ben Vorteil, alle restlichen Spiele daheim austragen zu können. Die Gelben bleiben daher erster Meisterickaftsfavorit unb finben am Sonntag Gelegenheit, wieber bie Spitze zu erobern. In ber Aufstellung Wolf: Lubwig. Siebentritt; Dürk. Roßkopp. Behrens; Rau INautal. Best. Schirr« mann, Barbehenn, Gierenbt empfangen sie die Eltviller. die ihnen wohl kaum Ebenbürtiges werden entgegensetzen können. Schon im Rheingau siegten die Hieftgen klar, an ber Frankfurter Strafte wird ber ungewohnte grofte Platz erst recht ben Rothosen »usetzen. mährenb das Spiel der Gelben sick ungehindert entfalten kann. Freilich darf Ehrgei» und (Energie der Gäste keineswegs unterichätzt werden.
In Sckierstein treffen sich abermals die Endspielgegner bes Kricgserinnerungspreiies. unb »wischen ihnen, die sich in dieser Spielzeit schon so manchen zähen Kampf lieferten, wird wiederum ein hartnäckiges Ringen anheben: geht es bock um bie Ent- scheibung. wer neben ber KSG. Näckstberecktigter für bie Meisterschaft bleiben soll Die Schieriteiner Regten im Punktetreffen bereits auf bem Reicksbahnplatz, in heimlicher Umgebung glaubt man erst reckt Vertrauen in sie fetzen zu sollen. Sie müllen »war noch auf bie Stüber Hennrick verzichten, aber kommen mit Simon; Krug. Schiller: K Sckmibt. Distelrath. Sieber: Schreibet. Sounett. Stroh. Ft. Scknribt. Becker gutgeriHtc! Die Reichsbahn ift gewiß »u stärkstem Wiberstand in bet Lage. Für bie Alt- SBiesbabener spricht ihre ausgezeichnete Leistung vor acki Tagen im Pokalkamof. unb bas Unentschieden bei bem tüchtigen Mainzer Tabellenführer ist schon eine beachtenswerte Leistung Sollte man in Sckierstein etwa bie Punkte teilen, wäre KSG. der lackende Dritte.
Das vrogrammäßig angesetzte dritte Spiel, ber Siehncher Lokalkamvf, fällt aus. FV. 92 hat keinen Gegner, da ber SV 19 wegen Mannschafisfckwierigkeiten aus bem Wettbewerb zurückgezogen hat.
Handball-Mei st ersckastsiviele
Ordnungspolizei Frankfurt a. M. — G?L. Darmstadt TE. Rüllelsheim — TB. Griesheim
Luftwaffen-SB. Wiesbaden — Luftwaffeu-SB. Sieben TG. Offenback — SA. Frankfurt a. M.
Der Sckack-Stäbtekampf Wiesbaden — Darm- st a d t am 10. Januar findet an 18 Brettern statt. Sonntag. 17 Jan., wird bie siebente und seht- <Ritn>>- her Rrieas-Stabt-
