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Wiesbadener Taglilatt
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Samstag/Sonntag, 9./10. Januar 1943
Nr. 7
91. Jahrgang
Atlantik-Schlacht entscheidet das Schicksal der Welt
des
der
Führer empfing Bulgariens Krieg sminister
Aus dem FLbrerbauptquartier, 8. Ian. Der an einer längeren Besichtigungsreise in Deutschland weilende bulgarische Kriegsminister, Generalleutnant Richoff, wurde aus diesem Anlaß auch vom Rührer in seinem Hauvt- auartier empfangen.
Kriegserklärung Nationalchinas
an England und die Bereinigten Staaten
Tokio, 9. Jan. (Funkmeldung.) Der japanische Nachrichtendienst meldet: Die chinesische Rationalregierung hat am 9. Januar um 10 Uhr den Krieg an die Bereinigten Staaten und England erklärt.
Die historische Sendung des Marschalls Antonescu
Glückwünsche der rumänischen Regierung ,u seine« Namenstag
ihm im Kampf um den Frieden, die Ehre und dar Land der Vorfahren, sowie für die Zukunft, die Würde, die Gerechtigkeit und die Freiheit.
Marschall Antonescu hob in seiner Antwort hervor, daß er dadurch, daß er seine Pflicht erfülle, die Freiheit und die Zukunft des rumänischen Volkes gesichert habe. „Ich bin der festen Überzeugung. dab wir aus diesem Kampf nicht als die Unterlegenen hervorgehen können. Das Volk kämpft nicht nur für feine eigene Sache, sondern auch für die Kultur, und da es opferwillig ist, kann es nicht untergehen. Die Arbeit, die wir allen zur Pflicht machen und die Ausdauer können uns nur auf den Weg des Ruhmes führen. Seid überzeugt, daß ich erst dann den Kampf aufgebe, wenn man über meine Leiche hinwegschreitet.
Der Marschall dankte mit herzlichen Worten Pros Antonescu und den Regierungsmitgliedern für die uneigennützige Arbeit, das bewiesene Verständnis und die Bemühungen, die die Erfolge in Vergangenheit und Gegenwart möglich machten.
Bukarest, 8. Ian. Sm Donnerstag brachtet Prof. Mihai Antonescu, der stellvertretende Ministerpräsident, die Mitglieder der Regierung und der Chef des Eeneralstabes dem Con- dncator Marschall Antonescu ihre Glückwünsche zum Namenstag dar.
In einer Rede, die Prof. Mihai Antonescu hielt, betonte er, daß die Berhältnisie. unter denen Rumänien jetzt lebt und die heiligen Opfer der rumänischen Armee es nicht zuließen, daß dieses Fest mit den sonst üblichen Ansprachen und Zeremonien gefeiert wird.
In den Augen der Regierungsmitglieder und des Chefs des Eeneralstabes sei der Marschall ein einfacher rumänischer Mann, der wie alle anderen Rumänen sich der großen Verantwortung bewußt sei, die dem einzelnen in einer der schwersten Schicksalsstunden der rumänischen Geschichte auferlegt ist. Alle, angefangen vom Gelehrten und Denker bis zum Bauern, begreifen sie die historische Sendung des Marschalls und alle folgen
Roosevelts neuester Bluff
Die Kongreh-Botschaft des USA.-Präsidenten überall als verlogener Optimismus gewertet
Der Erste Lord der britischen Admiralität schreibt:
Stockholm, 9. Jan. (Funkmeldung.) Der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, sprach — einer Reuter-Meldung zufolge — am Donnerstagabend bei einem Esten in London. Alexander kam dabei auch auf das Tonnagevroblem zu sprechen, zu dem er u. a. ausführte:
..Wir befinden uns in einem sehr schwierigen und ernsten Stadium des Krieges zur See. Ich möchte nickt, daß irgendjemand in diesem Lande oder sonst irgendwo sick einem falschen Optimismus hingibt, der ihn zum Nacklasten in seinen Anstrengungen verleiten könnte. Wenn wir dielen Krieg durckhalten wollen, mutz jeder mit seinen Anstrengungen fortfahren, bis wir die Drohung der U-Boote auf dem Meer völlig ausgefckaltet haben. Es ist unerlätzlich für den Sieg in diesem Krieg, datz diese Gefahr beseitigt wird."
Nicht weniger deutlich spricht sich Lord Sanken m der „Sundan Times" über die U-Boot-Gefahr aus. Wie ernst es in Wirklichkeit um die leider so erfolgreiche deutlche U-Boot-Kriegführung stehe, so sagt der Lord, werde noch immer nicht ganz von der Öffentlichkeit Großbritanniens erkannt. 1942 hätte man schon soweit fein mästen, den U-Booten wirkungsvoll zu begegnen, um die Grundlage für militärische Operationen der Ackfenfeinde im Jahre 1943 $u legen. Aber wie sehe es tatsächlich aus? Der Konvoi- lckutz sei unbefriedigend. Die Zahl der U-Boote steige und die Sckiffsverluste Englands und der USA. würden immer größer. Trotz Umbauten übertreffe die Versenkungszahl die Ziffern der Indienststellungen fast um das Dreifache.
Schon 1942 habe man gewuht. fährt Sankey fort, wie überaus wichtig sichere Seeverbindungen für 1943 seien: man habe gesehen, wie enorm die Schiffsverluste waren: in
•Reuet syrischer Ministerpräsident
Stockholm, 9. Jan. (Funkmeldung.) Der syrische Ministerpräsident Susni Varazi ist — einer Reuter-Meldung zufolge — von seinem Posten zurückgetreten. An seine Stelle tritt Diemil ll l t s ch i. der bereits im Jahre 1920 an der Coitze der syrischen Regierung stand, Emir Mustafa T l ch e r h a b i wurde Finanzminister. Die übrigen Mrinster- vosten des syrischen Kabinetts blieben unverändert.
as. Berlin, 9. Jan. (Eis. Drahtbericht unserer Berliner Sckriftleitung.) Die Botschaft, mit der Roosevelt den 78. Kongreß eröffnete, ist überall als großer Bluff erkannt. Sie wird allgemein als eine von verlogenem Optimismus und einem Zahlenrausch sondergleichen getragen« Rede gekennzeichnet und unter den Stichworten Größenwahn und Illusionen verzeichnet. Die Tatsachen sprechen ia auch eine zu deutliche Sprache. Wenn Roosevelt beispielsweise, rote wir gestern schon sagten, astronomische Rüstungszahlen auf- marschieren läßt, obwohl er zugeben muß. daß bas Rüstungsprogramm für 1942 nicht eingehalten werden konnte, so weist demgegenüber die italienische Preste darauf hin. datz es garnickt darauf ankomme, was am Ursprungsort hergestellt werden könnte, sondern darauf, was die Kriegszonen erreiche. Damit wird bereits auf die ll-Bootgefahr verwiesen, zu der sich Roosevelt überhaupt nicht äußerte, die aber in den englischen Blättern jetzt wieder ausführlich behandelt wird, weil die deutschen U-Boote alle anglo-amerikanischen Kriegsvläne getährden. Wenn man tatsächlich über ein so umfangreiches Kriegsmaterial verfügen würde, wie Roosevelt die Welt glauben machen möchte und wenn man dieses Material auch an alle gefährdeten Stellen transportieren könnte, bann würbe bte iapanitoe Aktivität im Sübvazifik schwerlich in Australien eine berartige Nervosität ausgelöst haben, baß man bort eine Reife bes Ministerpräsidenten Curtin nach Washington für notwendig erachtet. Curtin soll tu Washington möglichst zusammen mit Mac Arthur für eine verstärkte Belieferung Australiens und für eine erhöhte Aktivität der Amerikaner im Sübvazifik sorgen.
Derartige australische Stimmen roiberlegen auch schon die verlogene Behauptung Roosevelts, daß bie Macht ber Javaner von Tag zu Tag geringer werbe, aber auch ber frühere amerikanische Botschafter in Tokio. Grew. der ta über einige Sachkenntnisse verfügt unb besten Buch über Japan allergrößtes Aufsehen in ben USA. erregte, warnte in einer Rebe in Philabelvhia erneut feine Lanbsleute ba- vor. bie Javaner zu unterfchätzen Es fei gefährlich, so meinte er, sich gegen Japan auf einen Abnutzungskrieg einzulasten unb auf bie Zeit als Verbünbeten zu hoffen. Dort bürfte ebensowenig ein Tag verloren werben wie gegen Deutschlanb. Das klingt alles recht anders als die großsprecherischen Phrasen Roosevelts.
„Die U - Boot - Gefahr die größte dieses Krieges"
Preste und im Parlament hohe man die Angst vor den ll-Booten gespurt — und trotzdem habe ber Regierungs- ausichutz zur U-Voot-Vekämpfung nur gelegentlich einmal beraten. Was seien bie Gründe für diese Verzögerungen gewesen? Sankey antwortet:
1. Mannigfache Reibungen und Meinungsverschiedenheiten der Londoner Ministerien untereinander: 2. Unfähig feit ber Admiralität: 3. Mangel an Energie unb Tatkraft in ber obersten militärischen Führung Englands: 4. llberzentralisierung an ber Spitze, b. h. Überlastung Churchills unb Verzögerung durck besten Reisen nach.ben USA. unb Moskau.
Im Lonboner Nachrichtenbienst sprach am Freitag der Kommentator Tabu Sole über bie Wirkungen des deutschen U-Boot-Krieges. ..Unmöglich", so führte er dabei aus, ..kann die U-Boot-Gefahr zu niedrig eingeschätzt roefben. Wahrscheinlich rotrb bie Gefahr noch größer werben. Ich persönlich glaube, baß ber Kampf im Atlantik ben Kampf auf dem größten Schlachtfeld bedeutet. Ich glaube auch, daß das Schicksal der Welt im Kampf im Atlantik entschieden werden rotrb. Die pereinigten Nationen werben ben Krieg verloren haben, wenn sie ben Krieg auf bem Atlantik verlieren Unsere Wunfchträume unterschätzen hoffnungslos Deutfchlanbs Stärke, benn die beutfthe Armee ist enorm stark. Je mehr Stützpunkte wir erringen können, um ben deuticken U-Voot-Feldzug zu lähmen, befto bester. Ich glaube, es rotrb lange Zeit in Anspruch nehmen bie U-Boot-Gefahr im Atlantik zu minbern. Jeber ber auch nur ein elementares Misten über ben Seekrieg hat. rotrb tagen können, rote ichroierig es ist. ein U-Boot zu enpähen unb au zerstören. Je größer bas Meer, befto schwieriger ist bte Aufgabe.
Äußerste Konzentration
Von Willi Pemvel
Das hinter uns liegende Wirtschaftsjahr 1942 wird in die Geschichte unseres Volkes als ein Jahr äußerster Konzentration auf bie Erforberniste bes Krieges eingehen. Eine solche Feststellung ist rückschauenb leicht zu treffen. Wenn wir uns jeboch einmal vergegenwärtigen, welche Uniumme von Arbeitskraft, von Planung und Organisation notwenbig war, um das erreichte Ziel, nämlich untere Wirtschaft immer stärker und schlagkräftiger zu machen, zu erreichen, so werden wir erkennen, daß eine eherne Front bes Leistungs- willens allein diese gewaltigen Aufgaben meistern konnte. Die Heimat kann stolz auf ihr Werk sein: sie hat dafür gesorgt, daß dem besten Soldaten der Welt auch bie beste Waffe in bie Hanb gegeben werben konnte. Fragt nur unsere Solbaten, bie von ber Front auf Urlaub ober als Eenesenbe in unteren Lazaretten weilen, was sie von ber beutscken Waffentechnik halten, unb ihr werbet immer roieber nur eine Stimme ber Anerkennung hören. Sanb in Hanb mit einer auantitativen Steigerung unteres Rüstungspotentials ging auch ber aualitative Aushau ber Waffen. Dieter Wille zur Erzeugung heiterer Waffen bebingt eine Ftänbige Überprüfung bes Probuktionsganges, ein stänbiges Bemühen. Verbesserungen, im Lärm bes Kampfgeschehens ober am stillen Arbeitsplatz im Konstruktionsbüro erdacht, zur Tat werden zu lasten. Der Soldat weiß, daß in diesem Bemühen, ihm immer bessere Waffen in bie Sanb zu geben, kein Stillstand eintreten wird, datz rechtzeitiges Planen und wohlüberlegtes Sandeln auch auf diesem Gebiete im Vordergründe zu stehen bat. Dieser alte nationalsozialistische Wirtschaftsgrundsatz hat sich oor allem in der Kriegswirtschaft bewährt. Wir können es uns nickt leisten. Experimente nur bes Experiments wegen zu machen. Wo Arbeitskräfte unb Rohmaterialien eingesetzt werben, mästen nack wenigen Versuchen Spitzenleistungen erzieit werben. Dank einer unverbrüchlichen Kamerabschafi zwischen ben Schaffen« ben ber Stirn unb der Faust konnten so auch tatsächlich Leistungen erzielt werden, die einmalig basteben.
Die wehrhafte Wirtschaft spielt im Kriege bie Hauptrolle: ihr haben sich alle priaaten Wünsche unb Bemühungen untmuorbnen. Der Krieg ist hier lOOprozentig total. Das misten wir und danach haben rott uns zu richten. Eine durchgreifende Rationalisierung hat im vergangenen Jahre in unterer Wirtschaft Platz gegriffen. Die Betriebe haben sich nach besten Kräften bemüht, nickt nur dieses Problem von der technischen Seite ober ber ber Verwaltung her anzupacken: sie haben auch ihre Rationalisierungsbestrebungen auf ben schaffenben Menschen, als bem verantwortlichen Träger jebes Produktionsprozestes ausgedehnt. Unb auch hier nicht ohne Erfolg, bank bes Verstänb- nistes, ben bei Volksgenosse in ben Betrieben für bas Gebot ber Stunbe aufbrachte, selbst wenn et daburch auf manch liebe Gewohnheit verzichten mußte. Aber auch bie neuen Arbeitsmethoben werden bald zu einer solch . lieben Gewohnheit" werden und in einigen Jahren wird man rückschauend feststellen mästen, daß doch das Jahr 1942 auf dem Gebiete der Rationaltsierung des Erzeugungsprozesses mit revolutionärem Schwünge Dinge in die Wege leitete, bie Veraltetes erfolgreich beiseite schoben unb neuen, frucht« bringenberen Erkenntnissen ben Platz bereiteten.
Es liegt ja überhaupt im Sinne der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung, den schaffenden Menschen immer enger mit seiner Arbeitsstätte zu verbinden. Er fall hier denkend mitschaffen an seinem Werk. Dazu bienen die Bemühungen, bas betriebliche Vorschlagswesen, bas bisher schon in manchen Betrieben nicht unwillkommene und brauchbare Anregungen gebracht hat, immer weiter auszugestalten. Man wird auch dem Erfinder innerhalb bes Betriebes in jeder Beziehung eine besondere Förderung ange- betben lasten. Darüber hinaus liegt es ebenfalls im Sinne einer äußersten Konzentration unserer Wirtschaft, ben Leistungsstand des einzelnen immer mehr zu beben, um bie Front ber Qualitätsschaffenben immer breiter zu gestalten unb bichter zu schließen. Durch geeignete Schulungs- unb Anlernmatznahrnen rotrb ber Facharbeiter in seinem Können weiter gesteigert ber ungelernte Arbeiter zur ouaHfhierten Fachkraft berangezogen werden. Bei all diesen Bemühungen steht den Betrieben die Erfahrung der Deutschen Arbeit s f r o n t zur Verfügung, bie gerabe auch bie Leistungssteigerung als ein Hauptpunkt ihres in ber Welt einmalig dastehenden Sozialprogrammes ansiebt wobei selbstverständlich die soziale Betreuung des Menschen nicht nur inner« sondern auch außerbetrieblich einen immer weiteren Ausbau erfahren wird.
Wenn wir einmal die großen wirtschaftspolitischen Zusammenhänge aus dem Blickwinkel des einzelnen Betriebes betrachten, so ist zu tagen, baß an ber Jabres- wenbe 1942/43 eine Grunblage vorhanben ist. bie eigentlich
Die englischen Wochenzeitschriften, bie sich eingebenb mit bem norbafrikanischen Problem betasten, roiberlegen bie kühne Behauptung Roosevelts von ber völligen englisch- amerikanischen Übereinstimmung. ..New Statesman4 beispielsweise nennt Norbafrika einen Tümpel, aus bem sehr scheußliche unb sehr schäbliche Gerüche aufstiegen. Die gesamte Atmosphäre ber englisch-amerikanischen Zusammenarbeit werbe von bieiem Tümpel oergiftet. Die Lag« fei bereits berart ernst, so meint bie englische Zeitschrift, baß nur noch ein persönliches Eingreifen Churchills ober Roosevelts Klarheit schaffen könnte. Wie ungebulbig man in Lonbon ist, zeigt auch bie Tatsache, baß de Gaulle in einer dritten Mitteilung Giraud beschworen bat, ihm endlich die erbetene Zusammenkunft zu gewähren. Im übrigen lasten bie englischen Zeitungen auch gar keinen Zweifel daran, daß man die militärische Lage in Nordafrika als unbefriedigend empfindet und lasten durchblicken, daß für diese unerfreuliche militärische Entwicklung doch wohl sehr viel weniger die Regenzeit in Tunesien verantwortlich sei, mit der man habe rechnen mästen, als vielmehr Fehlkalkulationen der Amerikaner.
So widerlegen die Tatsachen am besten Herrn Roosevelt mit seinen Großsprechereien. Wenn Roosevelt trotzdem einen Angriff auf Europa glaubt ankündigen zu müssen, so brauchen wir demgegenüber nur an die Worte im Neuiabrs- befebl des Führers zu erinnern: „Von Nordnorwegen bis zur spanischen Grenze warten deutsch« Divisionen auf den Angriff unserer Feinde. Ob sie kommen und wo sie kommen, können wir nur vermuten. Daß sie aber, wann und wie sie kommen, geschlagen werden, das willen wir." Damit erledigen sich auch die gestern schon gekennzeichneten Über« versailles-Pläne, die Großsprechereien Roosevelts mit der ewigen Forderung nach Entwaffnung und Unterdückung der Dreierpaktmächte. Worte, die den ganzen altteftamentariicben Haß der jüdischen Hintermänner Roosevelts atmen.
3m übrigen bat ia Roosevelt in feiner Rede selbst erklärt. es sei gelegentlich nützlich, sich Washington als ein Irrenhaus vorzustellen. Wenn Herr Roosevelt das auch ironisch meinte, so brauchen wir uns bas garnicht vorzu- stellen. Wir haben vielmehr, unb nach bieten Botfckaft noch mehr als je zuvor, ben Einbruch bas bem so ist unb baß dies bie einzige Wahrheit war. die die Botschaft Roosevelts enthielt.
Plutokratische Sozialpolitik
Der englische Kriegsminifter »erbot Erörterung des Beoeridge- Plaaes
Stockholm, 8 .Jan. Der englische Krieysminister Sir James (5t i g g verbot die Diskussion des Beverdige-Planes durch das Heeresamt für laufende Angelegenheiten. Auf der nächsten Ünter- haussttzunz wird es daher, wie bei Londoner Korrespondent einer schwedischen englandfreundlichen Zeitung meint, zu heftiger Kritik an dem Beschluß des britischen Kriegsministers kommen. Die Entscheidung des englischen Ktiegsminifters hat nicht nur in englischen Linkskreisen größte ünzusriedenheit geweckt, sondern auch in konservativen Kreisen, wo beispielsweise die Etory-Zeit- schrist „S p e 11 a t o t“ die Maßnahme Griggs mißbilligt. Die Labour-Zeituna „Daily Herald" wendet sich sehr scharf gegen Grigg und erklärt, daß besten Auffastung über Sozialversicherung keineswegs mit der Beveridges übereinstimme „Daily Herald verlangt gleiches Recht für alle. Besonders die britische Armee müste das Recht haben, über Englands Zukunft frei zu sprechen.
Reichsverteidiaungs-Ausschrch tagte
Der Gauleiter über die Kriegsaufgabeu im Rhein-Main-Gebiet
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte am Freitag in seiner Eigenschaft als Reichsverteidigungskommistar den Reichsoerteidigungsausschutz des Rhein-Main-Sebietes zu einer Sitzung nach Wiesbaden einberufen. Der Gauleiter gab einen Überblick über die umfangreichen Ausgabe», die ihm als Reichs- oerteidigungskommistar gestellt sind. Wichtige kriegsbedingte Probleme, sowie die einheitliche Ausrichtung aller Maßnahmen, die mit der Reichsoerteidigung unmittelbar im Zusammenhang stehen, waren die Grundlage der weiteren Erörterungen.
' 5n einer sich anschließenden Tagung des K r i e g s w i r t - schafisstabes ging der Gauleiter zuerst auf die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaftsführung ein. 3m Gegensatz zur libera- liftisch-kapitalistischen Aussastung stellte er den nationalsozialisti- schen Grundsatz vom Dienst der Wirtschaft für die Interesten Volkes heraus. Im einzelnen behandelte er abschließend die Wirtschaft gestellten Kriegsaufgabeu.
