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Seite 2 Nr. 6

Wiesbadener Tagblatt

Freitag. 8. Januar 18K

Erfolgreiche Abwehrkämpfe im O teil

Sowjets im Gegenangriff an verschiedenen Stellen zurückgeworfen — 47 Panzer vernichtet — 32 sowjetische Flugzeuge ohne eigene Berlufte abgeschossen — Kampfflieger versenkten vor Bougie zwei Schiffe mit 16 000 BRT. — Fünf Handelsschiffe beschädigt —

U-Boot versenkte

feindlichen Unterjeebootjiiger

legt ist und jetzt durch em neues Dokument. das hiermit veröffentlich' wird, bewiesen wird.

Der französische Geschäftsträger in Washington berichtete mit Geheim-Telegramm Nr. 1137 43 vom 7. November 1937 an die französische Regierung über seine Unterredung mit Roosevelt u. a. wörtlich folgendes: „Ser Präsident kam dann auf die internationale Lage überhauvt und auf die Gefahr zu spre­chen, die sie berge und fuhr fort: „3m 3ahre 1920 haben die Bereinigten Staaten ee abgelehnt, dem Völkerbund beizutreten, weil sie überzeugt waren, daß sie Gefahr liefen, infolge von Be- schlüsien die in Genf und nicht in Washington gesoßt würden, in einen Krieg verwickelt zu werden. Die Folge war, dab die öffentliche Meinung in Amerika siebzehn Fahre lang mit aller Entschiedenheit die Isolierung gefordert hat. Diese Einstellung ist dann auch darin zum Ausdruck gekommen, dab der Sengreh die Ihnen bekannten Maßnahmen beschlosien hat. Aber ist es denn sicher, dab eine Politik der Neutralität nm jeden Preis dem amerikanischen Volke die Sicherheit geben kann, die es verlangt?

Keineswegs, denn sie bringt Gefahr mit sich und kann zu gefährlichen Situationen, ja sogar zum Kriege führen. Bor einem Monat ist noch etwas Neues hinzugekommen, nämlich meine Rede in Ehikago. 3<6 hielt es ,für notwendig, einen Appell an mein Land zu richten und die öffentliche Meinung aufzu- Hären. Das ist der Zweck meiner Ausführungen."

Der Bericht des französischen Geschäftsträgers fährt dann fort: „Die Ereignisie dieser letzten Monate haben übrigens feinen Widerwillen gegen d i e Diktaturen noch verstärkt. Zweifellos teilt die Mehrheit des Landes nicht feine verfönlichen Ansichten über die Außenpolitik, wie aus der Breffe. aus Kund­gebungen verschiedener Art und der Stimmung des Kongresses

Der Lügner wieder einmal fettgenagelt

Ein bisher unbekanntes Geheimdokument beweist die schamlose Kriegstreiberei Roosevelts

zwölf Monate den llrteilsjpruch der Geschichte, oder zum wenigsten den Beginn dieses Urteilsfvruches. Es ist unfer paradoxes Geschick, bah wir auch für unsere Feinde, die wir bassen, siegen muffen. Dies ist immer so. wenn man am Vorabend einer geschichtlichen Epoche steht und der Vor­kämpfer dieses Überganges ist. Moskau würde das ge­schichtliche Grab der Rassen fein. Als die Schöpfer der Begegnung von München haben wir keine Gewissensbisse, denn wir taten alles, um der Menschheit die Augen zu onnen: aber die anglo-amerikanische Arroganz machte die maßgebende britische Klasse blind. Nunmehr ist die Tragödie in vollem Gange. Die Möchte des Dreiervaktes haben, io schließt Appelius. die Mission übernommen, ihrer Herr zu werden. Von unserer Fähigkeit oder Unfähigkeit zu siegen, hangen die Geschicke Italiens, Europas und der ganzen zivilisierten Welt ab.

i .......

Abessinier widersetzen sich der Einziehung

Istanbul. 7. Jan. Im Gebiet von Harr ar (Äthiopien» haben sich nach Meldungen aus Kairo zahlreiche Abessinier gewergert, den Gestellungsbefehlen der britischen Militär­behörden Folge zu leisten. Führende Abessinier in diesem Gebiet seien wegen Sabotage der Mobilmachungs­befehle verhaftet und gehenkt worden.

Die von Haile Selassie den Engländern ver- ivrochenx abePnische Division soll nach weiteren Meldungen aus Kairo erst in etwa drei Monaten einsatzbereit sein.

Berlin, 7. San. Die internationale Diskussion über bas so­genannte Weißbuch mit dem Namen „Krieg und Frieden" hat erneut bestätigt, daß nicht nur deutscherseits der USA.-Präsident Franklin Roosevelt und sein Außenminister H n l l. sowohl als die Urheber, sondern auch als die tatsächlich Schul­digen an diesem großen Krieg angesehen werden. Das Weiß­buch selber sagt in seiner von Hüll verfaßten Einleitung, daß die Politik der Regierung der USA das Ziel hatte, allmählich die amerikanische öffentliche Meinung dahin umzubilden, die Jso- lationsDolitit aufzugeben, wie sie in den amerikanischen Neutrali­tätsgesetzen zum Ausdruck kam Diese Interventionistische und kriegstreiberische Politik Roosevelts ist außerdem auch klar von unseren Gegnern erkannt und in ihrer Politik gegenüber Deutsch­land eingesetzt worden. Als Stichtag hierfür wird die Geschichts­schreibung allgemein die berüchtigte Chikagoer. Quarantäne-Rede gegen die sogenannten Angieiferstaaten von Präsident Roosevelt aus dem Jahre 1937 feststellen. Beispiels­weise wurde die jranzöstsche Regierung von ihrer Botschaft von dieser Propaganda Roosevelts, das amerikanische Volk zum Kriegs­eintritt reif zu machen entsprechend unterrichtet.

Dies ist nicht lediglich eine Vermutung, sondern eine fest­stehende Tatsache, die durch bereits veröffentlichte Dokumente be-

Aus dem Führerhauvtouartier, 8. "San. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Raum des mittleren Kaukasus, des Don und nordwestlich Stalingrad standen die deutschen Truppen auch gestern im schweren aber erfolgreichen Rbwehrkarnps mit starken 3nfantcrie= und Panzerkräften der Sowjets. 3m Gegenan­griff wurde der Feind an verschiedenen Stellen zurückgeworfen und erlitt hohe Verluste. 32 Panzer wurden vernichtet.

Südöstlich des 3 l m e n f e e s griff der Feind wieder vergeb­lich mit Unterstützung zahlreicher Panier an und verlor dabei 15 Panzerkamvfwagen.

3agbflieger schossen in heftigen Luftkämpfen über der Mittet- und Nordfront ohne eigene Verluste 3 2 Sowjet- flugieuge ab. Die Bekämpfung des Nachschubvcrkehrs auf dem Ladogasee wurde fortgesetzt, bei Nacht das Stadt- und Hafen­gebiet von Murmansk angegriffen.

3n Nordafrika örtliche «amuftätigteit »er Feind et. litt bei überraschenden Angriffen schneller deutscher Kampfflug­zeuge in Libyen empfindliche Verluste an Kraftfahrzeugen und Gerät und verlor drei Flugzeuge im Lusikamvf.

3m Hafen von Bone wurden zwei feindliche Bewacher beschädigt. Bombentreffer richteten auf einem feindlichen Flug­stützpunkt in Süd-Tunesien umfangreiche Zerstörungen an. 3n der Nacht versenkten deutsche Kampfflieger vor Bougie aus einem Geleit zwei Handelsschiffe mit zusammen 16 000 BRT. Fünf Handelsschiffe wurden schwer beschädigt. Außerdem versenkte ein deutsches Unterseeboot östlich Algier einen feindlichen Unterseeboot­jäger. Dasselbe Boot torpedierte später ein großes Frachtschiff.

3n den frühen Morgenstunden des heutigen Tages unter­nahmen britische Flugzeuge Störangriffe auf weftdeut- sches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Es entstand geringer Gebüudeschaden.

Göring beglückwünscht Oberst Stahel

Berlin, 7. San. Reichsmarschall Göring sandte anläßlich der Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eiserncst Kreitzes an Oberst S t a h e l, Kommandeur einer im Osten eingesetzten Kampfgruppe der Luftwaffe.'folgendes Glück­wunschschreiben:

„Lieber Stahel! Mit stolzer Freude habe ich die Meldung

An 50 verschiedenen Stellen wurden Militäranlagen des Gegners zerstört und eingeäschert, während 26 feindlich« Schisse, darunter drei von 3000 BRT vor Chittagong versenkt wur­den, ohne die an anderen Schiffen angerichteten Schäden zu zählen.

Die javanischen Verluste belaufen sich auf zwei Flugzeuge, die sich freiwillig auf Anlagen des Gegners stürzten und dabei zerschellten, und außerdem werden noch sieben weitere Flug­zeuge vermißt.

hervorgeht.

Das find Tatsachen, die man nicht aus den Augen verlieren darf. Aber der Präsident genießt immer noch ein beträchtliches Ansehen, wie seine kürzlich nach dem Westen unternommene Reise beweist.

Er scheint entschlossen zu sein, seine Politik internationaler Zusammenarbeit soweit wie möglich auszuüben und die öffentliche Meinung wachzuhalten. Für uns kann die moralische Unterstützung, die Roosevelt für uns darstellt, nur eine Ermutigung bedeuten zu einer Zeit, da sein Land uns so viel Sntercfie und Freundschaft bekundet, wie wir dies seit 1919 nicht mehr erlebt haben und wo es mit Rücksicht auf die internationale Lage wünschenswert erscheint, daß diese Einstellung erhalten bleibt und weiter verstärkt wird."

Wer diplomatische Dokumente zu lesen versteht, weiß, daß diese politische Unterredung zwischen Roosevelt und dem französischen Missionschef nichts anderes bedeutet, als den Widerstands­willen der französischen Regierung gegen die Revision des Versailler Vertrages zu verstärken und die wiederholten Versuche des Führers, das deutsch-französische Ver­hältnis zu entgiften, wie sie auch ihren Niederschlag in dem decktsch-sranzösischen Abkommen sanden, das Reichsaußenminister von Ribbentrop am 6. Dezember 1938 in Paris unterzeich­nete. zu sabotieren. Zu dieser Einmischung in Eurova wollte sich das amerikanische Volk nicht herckeben, und so begann Roosevelt mit seiner Chikagoer Rede seinen fünfjährigen Provagandafeld- zug, um das amerikanische Volk für diesen Interventionskrieg auf­zuhetzen und reif zu machen..

über die Ihnen verliehene hohe Tapferkeitsauszeichnung entgegen­genommen Der Führer würdigte damit Ihren heldenhaf­ten persönlichen Einsatz, der Sie an der Svitze Ihrer be­währten und tapferen Einheit zu großen und entscheidenden Kampferfolgen führte. Ich beglückwünsche Sie zu der Verleihung des Eichenlaubs »um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Möge Ihnen das Soldatenglück stets treu bleiben.

gez. Göring,

Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe."

Japaner vernichteten 130 Feindflugzeuge

26 feindliche Schiffe vor Chittagong versenkt

Tokio, 7. San Die javanischen Streitkräfte vereitelten voll­ständig die Versuche eines Gegenangriffes von feiten des Gegners und erledigten bet Lustkämvfen, vernichteten durch Flak oder er­beuteten 130 feindliche Flugzeuge und brachten gleich­zeitig den Luftstützvunkten des Gegners in Ostindien und in der Provinz Vunnan durch eigene Luftangriffe ernsthafte Schäden bei.

Die allgemeinen Ergebnisse, die allein im Lause des Dezem­ber von den in Burma stationierten javanischen Lusiwafsenver- bänden erzielt wurden, sind folgende: 38 Flugzeuge des Gegners abgeschosien. darunter acht nicht bestätigt, und 25 in Ostasten am Boden zerstört Fünf Flugzeuge, darunter zwei nicht bestätigt, find abgeschosien worden, während dreizehn Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Von den Flugzeugen des Gegners, die Burma angriffen, wurden 20 in Luftkämvfen heruntergeholt, 31 von der Flak abgeschosien und zwei weitere erbeutet.

Musterbeispiel von Anmaßung. Einbildung und Schwindel

Roosevelts Botschaft jur Eröffnung des 78. Kongresies

as. Berlin, 8. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die Botschaft, mit der Roosevelt den 78. Kon­greß eröffnete, übertrifft an V e r l o g e n h e i t. an Phrasenreich- tum und on Schwindel sämtliche bisherigen Reden und Äuße­rungen des amerikanischen' Präsidenten und das will wirklich schon etwas besagen. Kein Wort widmete Roosevelt den Sloten, des Landes, kein Satz beschäftigte sich mit den vielen Schwierig- fetten, unter denen das Land dank der Rooseveltschen Krtegs- volitik zu leiden hat. Er muhte immerhin sugeben, dab im Jahre 1942 nicht alles nach seinem Wunsch gegangen.sei. verhieß jedoch eine äußerst günstige Entwicklung für das Jahr 1943. Um das einigermaßen glaubwürdig erscheinen zu lassen, arbeitete Roosevelt wieder mit astronomischen Rüstungszahlen, Ja. selbst den Tschungking-Chinesen, die sich bitter darüber be­klagen. daß die amerikanische Silfe ausbleibt, log Roosevelt vor, daß man immer noch ungeheure Mengen an Kriegsmaterial auf dem Luftwege nach Tschungking bringe. Nicht minder schön macht sich in dem Augenblick, in dem englische und amerikanische Zei­tungen mit Klagen über die Differenzen zwischen ~onbon und Washington erfüllt sind, die Versicherung, daß eine volle Übereinstimmung zwischen Amerika und England, sowie den anderen Verbündeten bestehe. Bei dieser Verlogenheit kann es nicht weiter Wunder nehmen, wenn Herr Roosevelt seinen Lands­leuten vorschwindelte, daß die Macht der Javaner täglich ab­nehme. obwohl ja eben der bisherige amerikanische Botschafter in Tokio, Erew. in einem Buch feststellte, wie stark die

javanische Position ist und wie sehr man in den USA. bisher diese Stärke unterschätzt habe. Selbstoerständllch will Herr Roosevelt auch nach Berlin. Rom und Tokio marschieren und selbstverständlich versichert er, daß Deutschland, Italien und Japan entwaffnet werden müssen und entwaffnet bleiben wür­den. Wir sind uns über das, was Herr Roosevelt und die anderen Kriegshetzer im Falle eines anglo-amerikanischen Sieges tun würden, nie im unklaren gewesen und nehmen auch dieses neue Vernichtungsvrogramm ohne Staunen zur Kenntnis. Es braucht auch kaum noch einmal besonders betont zu werden, daß alle solche Pläne Roosevelts und seiner jüdischen Hintermänner auf dem Papier stehen bleiben werden. Dafür werden die Mächte des Dreiervaktes sorgen. Die italienische Presie, die sich bereits mit der Roosevelt-Rede besaßt, kennzeichnet sie mit Recht als Ge­misch von Erötzenwahnsinn und Illusionen und be­tont, daß sie gleichzeitig die Kriegsschuld und die imverialistischen Ziele der USA bestätige. Der „Mesiaggero" sagt, es sei die bis­her „geräuschvollste aber auch würdeloseste Äußerung" des ameri- kanischsn Präsidenten, ein Musterbeispiel von Anmaßung, Ein­bildung und Schwindel.

Italienische Zivilisten ans Äthiopien kehrten heim

Rom. 7. Jan. 3u Brindisi -trafen die beiden Übersee­dampfer .,V u l c a n i a“ und ..Saturnia" mit aus Äthiopien nach der Heimat zurückkehrenden italienischen Zivilpersonen an Bord ein.

Do lag öio Gralsburg?

IOI

Theodor Seinermann bat in einer im Manuskript vollen- oeten Stubte ..Das Geheimnis der Gralsburg" alle seitherigen Lokalifierungsversuche des Montialvallch behandelt. Da die beab- umtigte Drucklegung zur Zeit nicht möglich ist. so teilt er in der

- ritt ..Die Welt als Geschickt e".

. -.ohlbammer-Derlag. Stuttgart), die Resultate •einer Untersuchung mit. Die Gralsburg mit Montserrat. San Juan de la xfefla. Monifegur Mont St. Michel, Wildenberg oder Trifels Mi identifizieren, geht nickt an Was insbesondere Wilden­berg. ..Die Gralsburg im Odenwald . wie man ne nennt, betrifft, io urteilt Seinermann überzeugend: ..An die ursprüngliche Grals- burg Chrestiens kann natürlich bei Wildenberg überbauet nickt gebaut werden. Und daß Wolframs Namengebung (er ift der erste gewesen, der die Gralsburg Munlalvaelcke genannt bat) mehr ist als eine keinem Serin und Burgbesitzer huldigende An­spielung, daß gaj der Dickster seine Vorstellung ooq der über alles erhobenen heiligen Burg wirklich in seinem eigenen Wohnsitz Wildenberg verkörpert iah. ist undenkbar. Parzival 230. 13. wo es Heißt, so große ,teuer wie auf der Gralsburg habe man auf Wildenberg noch nie gesehen, bestätigt bas eindeutig,"

Abschließend faßt der Verfaster feinen Standpunkt in den Worten zusammen: ..Gralsburg und Gral sind Gebeimnisie, sind Dichtung, aber nickt greifbare Wirklichkeit So sind sie vom $i$6ter um des Reizes des Geheimnisvollen. Unnahbaren. Rätsel­haften willen komriviert und dargeftellt worden. Es ist ihr Weken. Geheimnis zu fein. Eine Lösung des Geheimnisies wurde zugleich die Auflösung des Grals und feiner Burg bedeuten Darum muß feder Versuch, die Gralsburg zu konkretisieren und zu lokalisieren, iijm Scheitern, verurteilt fein. Eine leibhaftige Gralsburg, einen leibhaftigen Gral in dem Sinne, wie die Dichter sie uns vor- tühren. hat es in der Wirklichkeit nicht gegeben Daß aber der Gral froohingenen nicht die erst sekundäre Gralsburg) an rine 'onfrete Tradition anknüvit. kann n'ckt geleugnet werden die Abendmahlsfcküsiel steht dabei im Vordergrund, während bet Stein bei Wolfram wohl kaum als etwas anderes denn als eines der vielen Mißverständnisse des Dichters gegenüber feiner Oi>"lle anzufeben ist Es ist auch nick's dagegen eimuroenben. haft f-manb stch der Verstellung hinaiht. diese aber lene eindriicksnrile Ori- lickkeit habe das V-'-Hllb fflr die Darstellung der Gralsburg bei Chrestien ober bei Wolfram "her bei Richard Wann et fein können. Unhaltbar aber ist ieglicke Behauptung diele ober jene wirklich bestehende Örtlichkeit fei die Gralsburg gewesen

Di. Seinrick Reichert

* Riesenkino für Finnland Nack einem Berickt bet finnischen lertung ..Sufrudstadshladet" bat die Stadtverwaltung von ■elfinfi beufi!oiien, 1943 in der Mxsiehalle bet Stadt das gtoste !ino des Nordens mit 3 5 0 0 Platzen enuurnbten.

im Kurhaus

Anläßlich des 70i übrigen Seftehens bes Sinfonie- und Kurorcke stets bj t 6 t a b t W i es b ab e n fanb ani gestrigen Donnerstag ein Festkonzert statt Für das Programm hatte man aus dem reichen Repertoire des Orchesters eine Reihe Stücke gewählt, die dem Charakter des Tages, in besonderer Welle N chnung trugen. Als umfangreichstes Werk stand zu Beginn des fbenbs die Sinfonie Nt. 1 (in o-moll) von Brahms zur Diskussion v ort man sie auch hört, immer von neuem wird man von der riehfraft der Motive und ihrer kunstvollen Einkleidung und

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3er Kultur- und Kurdezernent der Stadtverwaltung. Ber- waliungsrat Reeg, überreichte, worüber das „W. T." be­reits gestern berichtete, Senetalmufikditektor Earl Schnr, cht. den EHrenteller der Stabt Wiesbaden.

(Photo: „Tagblatt")

Steigerung gesackt. In wahrhaft gigantischer Größe steht der erste Satz vor unseren Obren: echtes Pathos untz gewaltige Leiden­schaft eriüllen ihn. In bett beiden Mittritatzen scheint fick der Sturm zu legen, um fick in der dem Finale vorangehenden Introduktion neuerlich »u erheben Sckon droben Mange von Ver­nichtung und Verzweiflung, da dringt em Lichtstrahl der Ver- iöhnunfl durch das finitere Gewo 1r. Troftre ich nimmt das vorn eine chorafartiae Weife an. die Flöte nimmt

stürzen fick die vereinigten Geigen.begeistert auf bas Monv des

lit dem

tng !eck

von Beethoven, bas Siegfried-Jdnll und die Rienzi-Ouverture von Richard Wagner zum wirkungsvollen Klingen. allo drei Stücke, die feit langem in Her künstlerischen ®ereitidiart des Orchesters gegenwärtig.find Wohl feiten hat das Ä'esbadener Sinfonie- und Kurorckester mit iolther Älangrreubtafeit unj» Ton- uhönheit. mit solchem fortreißenden Temperament und innerer Wärme musiziert rote an feinem ,3ubilaumstgge. Generalmuftb bireftor S tb u r i th t stand als feinnergiaer. impulsiver. Dirigent an der Svitze des Orchesters Seine fümtlerndie Persönlichkeit hoi Gewähr dafür, daß nut Söhenletttunacn von seltenem Au-maß zustande tarnen. Die. zahlreichen Zuhörer, waren von den Dar­bietungen enthuRasmtert. und des begeisterten Beifalls wollte besonders am Schluß, fein Ende nehmen h-m-ft’-"*-

die engere innere Verbundenheit des Publikums mit »e Orchester und feinem Dirigenten, in deren Sande die Wastru der musikalischen Jnteresien tm Kurhaus gelegt nnd. Fritz Zi

• Serenabcnabenb im Kurhaus. Sas nehente Konzert tm Kurhaus für die NS-Gemelnschait ..Kraft durck Freude am 12. Januar bringt unter August V o g t, Leitung einen SerenaHeg- abenb. Solistin ist die tugenblt4e et n b « t mH db « ^mmfttn Irmgard K u t k ck. die Mozarts v-dur-Konzert zum Vortrag bringen wird . E.iygeleitet wird das Konzert durch etn Diver­timento bes bieitaen tungen Komponisten Wolmana Rubolf, bas zum ersten Male hier.erklingt. Von Johannes Brahms spielt bas Orchester weiterhin die wundervolle Sercnabe op.16 tn Ä=but, die lange nickt gehört, wurde und als Besonderheit IN der Orckesterbeietzung den Verzicht auf die Violinen ,aufweist. Rezniceko schwungvolle Donna-Diana"-Ouvertüre beschließt den Abend.

* Einführung Elmendorffs als Dresdner Operndirektor Als Nachfolger des nach Wien gegangenen Professor Dr Karl Bohm wurde der bisherige Mannheimer Generalmillikbirektor Karl Elmendorff in fein Amt als Dirritor der Sackisilcken S'aats- ooer von Gauleiter Reichsstatthalter Mutsckmann auf bet. Buhne des Dresdener Opernhauses vor bet Gefolgschaft in feierlicher Form eingcroiefen.

* Ein Divertimento von Richard Strauß. Die dritte bet drei Philharmonischen Akademien in Wien die unter der Leitung von Clemens Krauß stehen, bringt eine Neuste t von Richard 6*-our erstmalig im Konzertiaal. Der, Melltet -hatte, feinet 3eit auf An­regung. von Clemens Krauß leine .Eouverm-Sulte für bas in ber Münckener Sigatsovet Mir Uraurfuhr.ing gebrachte Ballett ..BcrHungcnc jrejte“ um mehrere Satze erroettert. L'.« "um von den Wiener Philharmonikern gelvielt, unter dem Titel ..Diver­timento" zum ersten Male am 31. Januar im Konzertsaal erklingen sollen

• Blumen nnr Mozarts Grad. Die Stadt W i e n bti be­schlossen. den Friedhof St. Marr mit dem unbekannten Grabe Mozarts zum Naturschutzpark zu erklär«! und in einen Blumen­hain umzuwandeln. /

* Der schwerste Stoff der »eit. Der schwerste Stoff unterer Erde ist Osmium, bas etwas mehr als AroeiunbMoansigmal io schwer ist wie Wafier. Dem gegenüber haben die Astronomen fest- gestellt. daß einige der weißleucktenben Sterne aus einemunbe. kannten Stoff bestehen betten Gewickt man auf das 50 OOvfacke des Wasiers schätzt

Druckuni> Perlag I L Schellenberg'ich« Buchdruckerri WteÄmdener Tagblatt,SHatabes Seiamtieituna: Dr.pHil-Habfl.Gustav Schrlfenberg und Otto Kaiser. Haupt- ld)rifti«ltei: Fritz «Lnther,iimii. inWfesdiwen. ZnrZetz iftPrei-IP,Ä. 10gÄ,

Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seite«