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Wiesbadener Tagblatt

Donnerstag, 7. Sann« 1943

Mesbademr Nachrichten

Au» der Bezugscheinpraxis

Donnerstag Verdunkelung von 17.308.08 Uhr

iranafine hätte man

r-Mildenburfl

!

Beim Durchzug machen denke dran, was das an Kohle kosten kann!

nouoinfluöiortcrTristan" in dar EDionor Kiaatsopsr

Wilhelm Furtwängler als Dirigent und Regikleur Alfred Rollers Bühnenbilder erneuert

Entschlossenheit

Heimat, deine Berge ragen stolz und mächtig himmelan; mahnend wollen ste uns fragen, steht ihr alle euren Mann?

Für des Kampfes schwere Laste» jedes Herz und jede Hand; keiner darf heut' rniitzig rasten, jeden braucht das Vaterland!

Tapfer wie die Väter waren, tapfer wollen wir bestehn, woll'n nicht feig iut Hölle fahren, \ lieber treu zugrunde gehn! Rrchard Pfeiffer

Nr. 5 Seift 9

LS.-Bunkern wird durch Aushänge aus die Silfovslicht bet Urlauber hingewiesen.

Soldaten wird der Borbereitungsdienft erlassen

Der Grundsatz, datz möglichst kein deutscher Soldat Nachteile für seinen Ziotlbems aus der Erfüllung der Wehrpflicht haben soll, ist jetzt durch einen gemeinsamen Erlatz des Reichsinnen- und Reichsfinanzministers auch sür die Beamtenanwärter im Reichs- dienft, also für den Nachwuchs der öffentlichen Beamten, in die Praxis überführt worden. Die Zahl der Anwärter, die wegen ihrer Heranziehung zum Kriegswehrdienst ihren Vorbereitungs­dienst als Beamte nicht erfüllen, das heibt nicht antreten oder nicht beenden können, ist mit der Dauer des Krieges naturgemah gewachsen. Dennoch dürsen diese Anwärter, so sagt der Erlab, gegenüber den Anwärtern, die während des Krieges ihren Vor­bereitungsdienst erfüllen und die vorgeschriebene Prüfung ab­legen konnten, nicht benachteiligt werden. Die Minister erklären sich deshalb damit einverstanden, dab diese Anwärter nach Ab­lauf ihrer regelmäbigen Vorbereitungsdienstzeit ohne Prüfung zu auhervlanmäbigen Beamten erkannt werden. Der infolge der Heranziehung' zum Kriegswehrdienst nicht erfüllte Vorbereitungs­dienst wird erlasien. Ausbildung und Prüfung sind im autzer- planmähigen Dienstverhältnis nachzuholen. Sie werden für dis Heimkehienden Kriegsteilnehmer besonders geregelt werden. Der Erlab hringt auberdem eine Perbesiernng des allgemeinen Dienst­alters und des Besoldungsdienstalters für zum Kriegsdienst ein­berufene Beamte. Das Besoldungsdienstalter wird um die Seit verbessert, um die die Anstellung oder Beförderung durch ver­spätete Zulassung zur Prüfung nachweislich verzögert worden ist. Der neue Erlab gilt ab 5. September 1939. jedoch mit der Mab- gabe. dab Mehrzahlungen erst ab 1. Januar 1943 geleistet werden dürfen. ,

Wertvoller Kulturfattor Wiesbadens

Ehrung für Dirigent und Orchester

Bor der Probe zum heutigen Festkonzert anlählich des 70jährigen Bestehens des Sinfonie- und Kurorchesters der Stadt Wiesbaden, nahm am Donnerstagvormittag der Kultur- und Kurdezernent der Stadtverwaltung. Verwal­tungsrat Reeg. Veranlasiung. dem Orchester die besten Wünsche des Oberbürgermeisters der Stadt Wiesbaden zu Überbringen. In seinen Ausführungen streifte er die hohen Ausgaben, die dem Orchester im kulturellen Leben der Weltkurftadt gestellt sind und in alle Zukunft gestellt sein werden und auf die wir ebenfalls bereits in unserer gestrigenTagblatt"-Ausgabe hingewiesen haben. Seit drei Jahrzehnten steht Generalmusikdirektor Earl S ch u r i ch t an der Spitze eines Klangkörpers, der wiederholt, von berühmten Dirigenten des In- und Auslandes geleitet, deren restlose Anerkennung und auch diejenige des Publikums ge­funden hat. Verwaltungsrat Reeg verwies darauf, dab das goldene Jubiläum des Bestehens in die schwerste Nachkriegszeit unseres Volkes fiel, in das Jahr 1923. in dem fremde Besatzung und Separatismus auch in unserer Heimat ausstanden, um den deutschen Kultur- und Freiheitswillen zu bekämpfen. Auch das 60jährige Jubiläum im Januar 1933 sah Deutschland noch in einer sehr schweren Zeit. Der Kommunismus wütete in unserem Vaterlande; keiner wubte, wie es um die Zukunft bestellt war. Einige Tage nach dem Jubiläum übernahm dann der Führer die Macht in Deutschland und damit begann auch für die deutsche Kunst wieder eine Zeit des Aufstieges. Es ist jetzt im Kriege nicht die Zeit, ein grobes Iubiläumsfest zu begehen. Die Stadt­verwaltung wolle jedoch, indem sie zwei Künstler besonders ehre, damit dem ganzen Orchester eine Ehrung und den Dank für ihre kulturelle Leistung zum Ausdruck bringen. Zum Echlub seiner Ausführungen überreichte Verwaltungsrat Reeg den Ehren- teilet der Stadt Wiesbaden an Generalmusikdirektor Earl E ch u r i ch t und an das älteste noch aktive Mitglied des Orchesters, an Kammermusiker Franz Danneberg. Er fand herzliche Worte der Anerkennung für hie Leistungen beider Künst­ler für das Sinfonie- und Kurorchester und Hamit die Stadt Wiesbaden Carl S ch u r i ch t dankte für die Ehrung und sprach i«t Namen des Orchesters den Willen aller Mitglieder aus. auch in Zukunft der schönen Weltkurftadt in künstlerischer Beziehung zu dienen. P.

Halbe Milliarde Überschritten

Zahlen, die ,u denken gebe»

Einen Beweis sür das unbedingte Vertrauen, das di« Volks« gemeinichaft in die sinan,politischen Mabnahmen der national- sozialistücken Regierung setzt, liefert die S o a r k a s s e n st a t rft i k. Mit ungewöhnlichem Svarfleib schaffen sich W »iele Do' s- genossen das Kapital, mit dem sie ernst »ach si°grerchem Kriegs­ende die Dinge erwerben werden, die heute Nicht zu erhalten sind, weil die gesamte W'rtlchastserzeugung zu einem Trotzte,l von der Versorgung E des -rwa.ien Lebensbebarfes auf^ d e

Rüftungswirtschaft o- ,;.;ett wurde. Alle Sparer helfen in vielen Fällen unbewutz; - dabei mit. die Finanzrerung der Kriegserfordernisfe reibungslos durchgefuhrt werden kgnn. Auch in unterem engen Seimatbezirk ist d>e Spar^reud,gle,i ehr be­achtlich. Als Beweis hierfür mögen die niesten Zahlen der Nassauischen Landesbank Nassauische Spar lasse dienen. Das Institut meldet, dab s"ne Spareinlagen Mitte Dezember 1942 die Summe von einer halben Millmrde Reichsmark erreicht haben und in der Zwischenzeit auf 5-0 SJiiU. RM angestiegen find Beachtung verdient, ferner die Tatsache, datz die Spareinlagen bei dem Institut im Verlaufe der letzten zehn Jahre um 414 Mill. RM angestiegen sind. Diese überaus be­merkenswerte Zunahme fällt alfo mit dem 3e'tuufamrnen. in dem die.Regierung des F ü h t e r s die Mabnahmen ergriffen hat. die darauf abzielten, der völlig, verfahrenen deutschen Wirt­schaft eine Grundlage zu geben, aut der es. möglich war. aus- bauend die Voraussetzungen zu schaffen, dre notwendig ®arett, um auch in finanzpolitischer Beziehung den Erfordernissen der Kriegsfuhrung gerecht zu werden. p-

Reine Schlachtfette für Grobverbraucher

Die Versorgungslage in Schlachtsetten lätzt es zur Zeit nicht zu, daß die Erobverbraucher mit Schweineschlachtfetten beliefert werden können Sie erhalten dafür Margarine. Die Bezug- Beine find von den Ernährungsämtern nicht über Schlachtsette, adern über Margarine auszustellen. Schwer- und Schwerst- arheiter, die 'n Eemeinschastslagem untergebracht find, erhalten auch weiterhin Schweineschlachtfette, desgleichen sind die Pauschal- Höchftzuschläge für Kranke in Tuberkulose-Heilanstalten weiterhin in Schlachtfetten zu gewähren.

Neue Zulagenregelung für Selbstversorger

Schwer- und Schwerstarbeiter sowie Lang- und Nachtarbeiter können auf Grund des (Erlaßes des Reichsministers für Ernäh­rung und Landwirtschaft vom 30. Juni 1942 ihre Zulagen an Brot, Fleisch und Fett im Falle der Selbstversorgung auch nur in einem dieser Lebensmittel lediglich bann erhalten, wenn sie für. ihre Person aus der Selbstversorgung ausscheiden, Zulagenemvfänger. die sich nur mit Fleisch und Schlachtfetten selbst versorgen, mutz­ten danach bisher auf die Brotzulage verzichten, wenn sie nicht aus der Selbstversorgung ausscheiden wollten. Das konnte man insbesondere den Lang- und Nachtarbeitern nicht zumuten, weil die ihnen als Selbstversorger zustehende Fleischration wesentlich höher wat als die Lang- und Nachtarbeiterzulage. Um diese Härte zu beseitigen hat der Reichsminister sür Ernährung und Landwirtschaft mit Wirkung vorn 11. Januar 1943 an vorgeschrie­ben. dab diejenigen Personen die sich für die Selbstversorgung entschieden haben, die Zulage in Brot erhalten können, wenn sie nicht im Besitz der Reichs-Mahl- und Brotkarte für Nichtselbst­versorger in Brot find. Die Brotzulage wird entweder in Form von Reise- und Eaststättenmarken oder durch Aushändigung der in Betracht kommenden Zusatz- oder Zulagenkarten gewährt, auf denen die Fleisch- und Fettabschnitte entwertet sind. Nähere Aus- sührung<-''estimmungen erlasien die Landesernährungsämter.

Der Beamte: Kamerad des Volksgenossen

Ein Rückblick ans bk Arbeit des vergangenen Jahres

Auch der Beamte in der Heimat hat ein erhebliches Mast kriegsbedingter Ausgaben zu bewältigen. Zahlreiche Etnbe- rufungen vervielfachen seine Arbeit, die Voraussetzung eine# reibungslosen Ablaufes verschiedenartigster Angelegenheiten ist Sas 21 m t für Beamte des ® a u e s ö e | f en < Nassau gibt hier einen knappen Rückblick auf dte Arbeit des letzten Jahres.

Auch das A m t s ü r B e a rn t e war in der Ausrichtung seiner Ausgaben auf die Besonderheit der Kriegsnotwendigkeiten und Kriegsbedingtheiten ersolgreich tätig Es hatte sich vor allem zur Ausgabe gesetzt, den letzten Beamten unter Ansprechung seines Berussethos zum helfenden Kameraden des Volksgenosien zu er­ziehen Die Leistungen der deutschen Beamten gerade im Jahr« 1942 lassen erkennen, datz das Amt für Beamte dieser Haupt« ausgahe voll gerecht wurde.

In der Behörden- und Verwaltunasarbeit sowie in den ver­schiedenartigst gelagerten Tätigkeitsgebieten galt es für de» Einzelnen, ein außerordentlich vervielfachtes Aukgabenfeld zu be­wältigen Die sozialen Pflichten des Amtes für Beamte mit ihrem Schwerpunkt auf dem Gebiete der durch den Krieg entstandenen Aufgaben durften trotzdem selbstverständlich in keiner Weise zutüa- treten. .

Die Betreuung der Einberufenen stand im Vordergrund. In der gleichen Linie lagen die Arbeiten im Interesse der Angehöri­gen von Soldaten und der Hinterbliebenen von Gefallenen. Neben Feldpostpäckchen, die durch die einzelnen Kreiswaltungen verschickt wurden wurde vom Amt sür Beamte bei der ©aulcitung Hessen- Nasiau mit mehr als 10 000 Feldpostbriefen die Verbindung mit

Zwei Faktoren hoben die Neueinstudierung desTristan tn der Wiener Staatsover, die erste Premiere dieses Jahres, wenn auch glücklicherweife nickt in den Bereich der Sensation, so dock in den des Ereignisies: Die Doovelfunktion Furtwängler als Dirigent und Regisseur, und die Erneuerung der Bühnenbilder Alfred Rollers aus dem Jahre 1903. Wenn nck auch Furtwängler, wie er bei einem Eefvräch mit dem General* tulturreferenten Walter Thomas äutzerte. von teher, besonders während feiner Tätigkeit als Ooerndirektor in Mannheim, mit Regie und Regietragen befatzt hat fo dürfte es dock das erste Mal gewesen fein, datz Furtwängler bei einer ODernaui'uhrunfl auch für die Inszenierung verantwortlich aezeicknet hat. Die in Banreuth durck Siegfried Wagner und Tietien bereits erprobte Personalunion von Dirigent unb Regisseur liegt vielleicht bei keinem musikalilck-szenilchen Werk naher als bei Wagners ..Triftan". da hier die ärmeren Vorgänge nur. als Keiler der inneren Handlung- aufnetahf werden können, die erst durch die Mulik in ihrer liefe erschlossen wird So bestand die Aufgabe des Regisieurs Furtwängler nack feinen eigenen°Q,en gor allem darin ..der Mustk zu ihrem Recht »u verhelfen Er blieb also bewutzi im Schaffen des grotzen Dirigenten Furtwängler und bewegte fick auf der Linie edler üherliererun«. ohne tn Konvention zu erstarren Die vielfach übliche, allerdings nur ablenkende Ver­deutlichung der Trank-Vertanschung durch Bi * gern einmal entbehrt, wie dies Anna B a B - - r_------

die Wiener .Isolde" des Jahres 1903. in ihrer den Geist. Woaners Bis Bermäcktnie weitertragenden Regiestudte zu ..Tristan unb tolbe sogar ausbrücklick fordert

Alfred Rollers Bühnenbilder «i ..Tristan" haben fick nahezu vier Jahrzehnte lebendig erhalten tonnen; ohne datz der Stil der heniwen Entwürfe heute als ..überlebt oder ..veraltet ange­sehen werden könnte Dies beweist die Bedeutung von Koffers Bildorägungen. die auch im Kunsterlebnis des Fuhrets eine bleibende Sour hinter aüen haben $)ie. ®ulttflfeü der Rollerfchen Entwürfe ,u ..Tristan" wurde auck in der das Ge- dacktnis des Meisters ehrenden Erneuerung offenbar Nicki or dürfte es in der Theatergeschickte zu erleben lein, datz etn ißert tn der optischen Vinoneines bereits o.entorbenen Künstlers ngu herausgebrackt wird Wie. man vor einigen Jahren rn Berlin Schinkels Entwürfe zur ..Zauberflote unverändert nbernahm.w wurden jetzt Rollers Bilder für die Aufiubrungcn in der Wiener Sofover vom 21.10.1903 nochmals neu berneiteUt, wobei die moderne Technik, vor allem auf dem Gebiete der Beleuchtung.A""tanch?m erst letzt die vorausetlende Ithoofcrttoe Phantasie Rollers etn» geholt haben dürfte. Wir denken besonders an die heute restlos verwirklichte Beleucktungsiltzze zum »wetten Akt. Die Besetzung der Solopartien war banteufbrett Mar goren» (..Ittltqn 1 Ä^^^G^nfeeUlfl M

Japanifttfos Da chon

Bon Dr Wolfram Waldschmidt

Die alte Erotzmutter >atz in der Zimmerecke auf ihrer Bett» maftafie und steckte ein paar frische Pflaumenblüten in eine hohe blaue Vale Rings um sie bockten auf dem Beben ihre Enkelkinder.

Plötzlich klafchfen sie in die Händchen und riefen stürmisch; JErsdhle uns ein Märchen. Grotzmufter! Du weiht fo viele schöne Märchen." Die alte Dame fetzte die Vase beiseite unb sagte: Wenn ihr mir versprecht, immer reckt artig zu fein, fo will ich euch die Geschickte von einem braven Hund erzählen. Jeder Javaner soll, wie es bet grotze Bubbha befahl, nickt nur keine Mitmenfcken lieben, sondern auck den Tieren Wohltaten erweifen. denn Sund unb Katze, Pferd und Sühn sind die treuen Gefährten der Menicken, und ohne ihre Dienste würde er ein trauriges Leben führen.

,,Alfo, da war einmal in alten Zeiten, als der Erhabene noch auf Erden wandelte, ein altes Ehepaar, das ein belckeideyes aber glückliches Leben jn einem von einem Garten umgebenen Häuschen führte Da sie keine Kinder belatzen. hatten sie ihre ganze Liebe einem wachsamen Hunde zugewandt. Sie pflegten und hegten ihn unb naben ihm von ihrer eigenen Mahlzeit die betten Bisten Es waren zwei gütige alte Leute, die sich durch Redlichkeit und Flein ausreickneten. Eines Tages sagte der alte Mann zu dem Hunde, wie er es ieben Ta« zu tun gewohnt mar. Komm wir wollen ein bitzcken im Freien spazieren flehen." Unb bas ift bekanntlich für jeden Sund bas grösste Vergnügen Mit freudigem ..Wauwau wrang er an 'einen alten Wohltätern emvor unb jagte hinaus, indem er den Weg. den feine Wohltäter machten, durch lustiges Vor- und Zurücklausen um bas dreifache verlängerte Ba'b fst-r, halb dort blieb er stehen unb 'cknuvverte am Boden Blöttt'ck aber blieb er lehr interertiert an einer Stelle des Ratens fteh-n. Ichnuoerte heftig, machte tbaumau und begann mit den Broten m graben datz die Erdstücke nur fo daoonflogen

Die alten Leute waren der Meinung, hier müste wohl irgend­etwas Gutes zum esten verborgen fein, sie halten deshalb einen Späten und aruhen die Erde tief auf Wi «rotz mgr ihr Erstaunen, als dort ein mächtiger irdener Topf zum Vorscheinam Und als sie den Deckel öffneten, flimmerte es ihnen vor den Augen, b-nn bet Tovf war bis an ben Rand mit dicken Goldstücken gefüllt Be­wegten Herzens dankten die Alien der Gottheit, die ihnen biefe Gabe zuteil werben Netz Für das viele Geld kauften sie sich «ratze Reisfelder, die sie sorgfältig bebauten. Io datz sie in kurzer Zeit »u einem beträchtlichen Wohlstand gelangten.

Nun lebte aber im Nachbarhaus gin böfes altes Paar, das KTo zankilck. neidnck und bösartig war, wie das andere

und, hilfsbereit. Besonders die Nachbarin war eine ab« e Alte. Sie hatte blutunterlaufene Augen und einen zahnlosen Mund. Io datz ihre krumme, Witze Na!e sich beinahe mit dem Witzen Rinn berührte. Kaum hatten die böten Menschen von der Sacke mit dem Goldtopf Wind bekommen, als sie zu ihren Nackbareii gingen unb von ihnxn verlangten, datz sie ihnen beit , Hund für ein vaar Tage ausliehen, was ihnen gerne gewährt würbe. Nachdem sie bas arme Zier bis dahin nur mit Püffen unb

Vom echten Opfer

Beispielhafter Einsatz einer Soldatenmutter

Wir liehen am Mittwoch in unserem ArtikelSie Jugend \ und das Opfer" den jungen Menschen zu Wort kommen und schlossen für die älteren die Mahnung an, sich des Einsatzes der Jugend am kommenden Ovfersonntag würdig zu zeigen. Heute erhalten wir nun Kenntnis von dem Inhalt eines Schreibens, das das fast ergreifende Ovfer einer Solbatenmutter aufzeigt, die an den Ortsgruvvenleiter der Partei in W.-Dotzheim nachstehenden Brief sandte, den wir wortgetreu unseren Lesern weitergeben.

Herr Ortsgruvvenleiter! Anbei sende ich Ihnen ein vaar Kleinigkeiten zum Veräutzern zugunsten des WHW. Ich bin schon seit August fuh- und bruchleidend und kann daher nichts helfen, weil ich nicht laufen kann. Mein Bub ist im August 1941 bei Reval gefallen. Ihm kann ich nichts mehr schicken und daher möchte ich es auf andere Weise tun. Lassen Sie bitte die kleinen Sachen von fachkundiger Hand verkaufen oder versteigern und geben Sie den Erlös dem WHW. für die Benounbetenbetreuung. Es ift ja nickt Diel, aber viele Wenig geben etn Viel. Der kleine einzelne AnhängerTränenform" ist Onyx, bie Nadel ist russisches Gold, die Rette und der Löffel ist Silber. Es ist das ja alles so wenig unb gering gegen bas. was unsere braven Soldaten hin- geben. Mein Bub war auch bei der Infanterie und ich weih, datz er sich freut, wenn seine Mutter in stolzer Trauer weiterhilft am grotzen Gelingen. In diesem Sinne begrübe ich Sie mit Heil Hitler! gez. Unterschrift."

Wir aber wollen uns diese wahrhaft uneigennützige und aus einer echt empfundenen Hilfsbereitschaft kommende Tat vor Augen halten, wenn an uns die Forderung tritt, unseren Beitrag zu dem grotzen sozialen Hilfswerk des Führers zu leisten und wollen versuchen, der hier aufgezeigten Selbstlofigkeit eines mütterlichen Frauenherzes gerecht zu werden. Gelegenheit dazu bietet der kommende Ovfersonntag. _____

Der Rundfunk am Freitag bringt an bemerkenswerten Sendungen im Reichsvrogramrn: 15.30 Hugo-Wolf-Lieder, tänzerische Kunstmufik aus Spanien. 16.00 Unterhaltsame Kon­zertmusik. klassische Lieder, 17.15 Bunte Unterhaltung, 18 30 Zeit- sviegel, 19 00 Wehrmachtvortrag: Unsere Luftwaffe, 19.20 Front- berichte. 19.45 Dr Goebbels-Artikel aus demReich":Demas­kiertes England" 20.15 Operetten,enbungSchön ist die Welt" von Lehar. JmDeutschlandsender: 17.15 Musik, von Haybn, Mozart Busoni, 20.15 Erste Franz-Schmidt-Senbung (Fredigundis" erster Akt). 21.00Marksteine Berliner Musik­geschichte"

Aus Deutschlands grober Zeit. 8. Januar 1918: Präsident Wilson gibt in einer Botschaft sein ,»genanntesStiebens« Programm bekannt, das 14 Punkte als Richtlinien für einen Weltfrieden aufstellt 1915 (bis 13.): Kämpfe bei Perthes in der Champagne (zweite Schlacht) unb (bis 14): bei Soiffons.

Bemerkenswert Wir unsere Soldaten

Schulgeldvergünstigung für versehrte Soldaten

Nach einem Rund er l atz des Reichsministers für Wissenschaft. Erziehung unb Bollsbilbung übet die Sonbetfötberung der Kriegsteilnehmer bei bet Durchführung des Fachschulstudiums, können die Versehrten von der Zahlung des Schulgeldes beim Besuch von öffentlichen staatlich anerkannten Fachschulen befreit werden. Damit die Berufsausbildung der Versehrten so frühzeitig wie möglich beginnen kann, ift angeorbne^ worben, datz auch Ver­sehrte Gebührenbefreiung erhalten können, die noch nickt aus dem Wehrdienst entlassen find, bei denen aber fest steht, datz sie im Falle ihrer Entlassung Versehrtengeld erhalten. In solchen Fallen genügt die Beifügung einer Bescheinigung des Wehrmacht­fürsorge- unb veisorgungsamtes, datz nach der Art bet Wehrdienst- beschäbigung mit bet Gewährung des Versehrtengeldes »u rechnen ist.

Wehrmachturlauber bei Luftangriffen

Vom Oberkommando des Heeres ift befohlen worden: Alle, Urlauber haben sich bei Fliegeralarm mit Gasmasken »um Luft- schutzdienst zur Verfügung zu stellen bei Aufenthalt: in Wohn­häusern zur Unterstützung b'es Luftschutzwartes, auf der Strafte, in Gaststätten. Theatern. Lichtspielhäusern usw. sofort aus der Wache der nächstgelegenen Wehrmachtanlage oder zur Unter­stützung des Luftschutzwartes des nächsten öffentlichen -Luftschutz- raumes bzw LS.-Bunkets. Mit der Zurverfügungstellung gelten die Urlauber als zum Luftschutz herangezogen. Erforderlichenfalls erteilt der Wehrmachtstandortälteste bsw. Wehrmachtkommandant nähere Weisungen. Alle Wehrmachturlauber erhalten auf dem Urlaubsschein oder Marschbefehl die Anweisung, sich sofort un­aufgefordert an ihrem Aufenthaltsort »um Luftschutzdienst zur Verfügung zu stellen. 3n den öffentlichen Luftschutzräumen und volle, babei makellose Stimme ift für die ..3loIbe=Bartie wie geschaffen. Bau! Schöttler l Kurwenal). OTarflarete Rio le a. G. (Srangane), Herbert A l f en. trüber Wies­baden. (Sinne) vervollständigten bos erlefene Ensemble.

FurtwänglersTrittau -Interpretation war den Wienern be­reits vertraut, und dennock schien cs. als ob Furtwängler die Wiener Philharmoniker diesmal zu einer Leistung beteuerte, bte frühere Eindrücke nock überragte. Das FestwielAioeau der Auf­führung wurde vom Publikum bald erkannt, Furtwängler, lein Meisterorckester und die von ihm auch regtelick betreuten Solisten wurden, na» jedem Akt durch Zuruf« und Seifattsaufterunflen ftürmito gefeiert. Julius A. Mack

&us Run ff irnö Coban

* Brahms statt ©inline. Wegen Ausbleibens des Sloten« Materials Tot eit Gutta Bustabo tm morgigen Zvkluskonzen nickt das angekündigte Sindingkonzert. sondern. das Violin- loniert von Brahms. Das Orckestervrogramm bleibt wie vorgesehen Jntrodueiion. Bafiacaalia unb Fuge von Gunther unb viert« ®n*njcog Mannerglwrtcf^Biebrich 1985 ist zur Mitwirkung im Abendkonzert des Kurhauses am Sonntag. 10 Jan., »erblicktet worden. Das Programm bringt u. a. Chore von Franz Säubert. Bruno Stürmer. Willv Sendt unb. beuttthe. Volkslieder, sowie bie Vertonung einer Dichtung von Jorg R i tz e I. W i e se o den Autzerdem wirkt Fräulein Masda B o tz ISooran) Darmstadt, mit Die Leitungdes Konzertes hat, Kapellmeister August König

* Als Nachfolger von Brofesior Dr. Kran, wurde der Vor ftanb des Erbbiologischen Forschungsinstituts , m Alt-Rehfe (Mecklenburg!. .Professor Dr med Hermann Boehm, ah 1. Jan 1943 zum Leiter des Instituts für Erb- und Rasienvflege an. der Universität Gietzen unb tum Inhaber bes Lebritub's der Unioer sitäl erannt Profesior Boehm bat feit 1934 das ,rack Rasienvflege an der Universität Leimig vertreten, bann übernahm er die Ver- wetung bet Rasienbiologie und Rasienvflege an der Universität

* Neuer Intendant in Göttingen. $er Oberbürgermeister der Stobt Göttingen bat im Einverständnis mit Gauleiter 2autep backer unb mit Zustimmung von Reicksminister Dr Goebbels anstelle des Intendanten Seltner, der bekanntlick mit der Führung der Generalintendanz tn Hannover beauftragt wurde den bisherigen Oberwielleiter am Sesincken Landestheater in Darmstadt. Sans Karl Friedrich, zum Intendanten des Göttinger Stabttbenters berufen.

* Der Maler Franz Eourtens gestorben. Mit hem Tobe des flämischen Malers Franz Eourtens. den bte Brusieler ^unft» gemeinde in dielen Tagen zu Grabe trug, ist etner bet oroftten belgischen Maler der Gegenwart, desien Wirken für bte «it» genöNück« belflitoe Malerei ricktunggebend wat. aus dem Leben geschieden. Eourtens rein flämitoe Herkunft bheb von den Lor­beeren eines Renoir. Monet. Visiatro zwar angeregt, aber nickt verleitet, seiner ntcbeilänbiitfien Heimat untreu zu. werden, und wurde damit »um Scköofer eines tvorsch niederländischen Jmvresiionismus. der fick tn all feinen Werken ofienhart, die nickt nur in den Museen Eurovas. sondern auch in zahlreichen privaten Sammlungen »u finden find.