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Wiesbadener Tagblatt

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SteBd und «erlag: L. ScheUeaverg lche Vuchdnulerei, vanggafjc Str. 21 tTagvlau-Haus,

90. Jahrgang

Donnerstag, 31. Dezember 1942

Nr. 306

Ein Zahr höchster Opserbereistchast

*

Sprenger

KF Wegen des Neujahrstages erscheint die nächste »Tag» dlatt'-Ausgabe am Samstag.

Bewegung.

Mit Adolf Hitltt für Freiheit und Brot!

Glückwünsche Tojos

Tokio, 31. Dez. (Funkmeldung.) In keiner Neujahrs» botkchakt an das japanische Volk bezeichnet Premier­minister Toto die militärischen Ergebnisse der vergangenen zwölf Monate als einen grohen Schritt vorwärts aus dem Wege zur gänzlichen Vernichtung des Feindes, ^aoan ser gewillt, in weiterer enger Zusammenarbeit mit keinen Ver­bündeten diesen Endsieg auch künftig durch fortgesetzte O f f e n s i v e n ücherzustellen. , _ , , .

In diesem Augenblick möchte ich, so führt Toio in ferner Botschaft weiter aus, meiner freudigen Genugtuung darüber Ausdruck geben, baß die befreundeten Länder tn Europa, nämlich Deutschland und Italien, ibre Bande, mit Japan im letzten Jahre weiterhin festigten. Sie bewirken eine überraschende Kampf st ärke auf allen Kriegs­schauplätzen und überwanden alle Härten und Schwierig­keiten. Ich möchte daher meiner herzliche» Bewunderung Ausdruck verleihen und meine Glückwünsche aus- svrccken zu den von ihnen errungenen «rohen Erfolgen. Von ganzem Herzen danke ich ibnen für ihre aufrichtige Zu­sammenarbeit mit Japan. In diesem Augenblick mochte ick gleickzeitig für die weiteren Erfolge unserer Verbündeten . beten.

MitZldolf Hitler für Freiheit und Brot

Der Jlufruf des Gauleiters zum Jahreswechsel

Nationalsozialisten in Hessen-Nassaul

Männer in der Front der Wehrmacht!

Männer und Frauen in der Front der Heimat!

Ein Jahr sieghafter Waffenerfolge der Front und erfolgreichster Arbeitsanstrengung der Heimat liegt hinter uns. Es brachte uns zu unserem ideellen Vorrang die endgültige Sicherung unserer materiellen Über­legenheit Der Hunger und die Rohstoffknappheit, zwei Faktoren, auf die der Kriegsplan unserer Feinde vor allem aufbaute, sind durch die raumerweiternden Schläge unserer Wehrmacht für immer überwunden. Die Zeit aber wurde damit zu einem Verbündeten der Achsenmächte und wird ihr Lager nicht mehr wechseln.

Auf dem festen Fundament dieser Erfolge treten Front und Heimat in das Kriegsjahr 1943. Es wird uns an Opfer und Härten gewiß nichts ersparen, es wird in verstärktem Maße Mut und Treue, ein starkes Herz und gläubiges Vertrauen erfordern, es wird mehr als einmal von uns verlangen, die Ohren steif zu halten.

Wir aber wissen, daß dieser Kampf um die Existenz unseres Volkes, um das Leben jedes Einzelnen schlecht­hin, geführt wird. Wir brauchen daher weder Befehl noch Aufmunterung zu einer Haltung, die über die natio­nale und soziale Zukunft oder die Vernichtung des Reiches entscheidet Wir kennen das Gebot der Stunde und werden es mit den alt bewährten nationalsozialistischen Tugenden er­füllen.

In fester Kameradschaft vereint sieht das deutsche Volk dem Jahre 1943 mit voller Siegeszuversicht ent­gegen. Mögen seine Kämpfe noch so hart sein, immer werden sie die Niederlage des Feindes vergrößern, uns aber dem Endsieg näherbringen.

Der Gau Hessen-Nassau grüßt somit das neue Jahr unseres Freiheitskampfes mit dem alten Kampfruf der

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Plutokratische Bilanz-Retusche

Wieder einmal halbe Eingeständnisse mit viel Schönfärberei gemischt

des ersten Weltkrieges umsonst gefallen lein? Soll der Jubel, der dem Führer, dem Befreier, im Frühjahr 1938 in Wien entgegenbrandete, in Schande verlöschen und die Tra­nen des Glücks, die die Frauen des erlösten Sudetenlandes beim Einzug der Brüder aus dem Altreich vergossen, umsonst geweint worden kein? Sollen die Mütter, Frauen und Kinder der Männer, die vor Warschau, Eben Emael. tn Narvik. auf Kreta, vor Tobruk und Stalingrad ihr Leben liehen, vor uns treten mit dem Vorwurf, baß wir den Preis ihres höchsten Opfers zerschlugen, nur wen wir. hundert Meter unterm Gipfel. schwach wurden? Wir wollen unsere Gedanken zurückrufen. So etwas gibt es nicht, solange noch ein deutsches Herz schlägt. Aber es ist gut. daran zu er­innern. dah Bestand und Ebre der Nation, alles Große. was je von deutschen Menschen gedacht, getan und geschaffen wurde, auf unsere Ovferbereitschaft. auf unsere Bewährung gestellt ist. _

Es genügt nicht, das Erbe zu verteidigen. Wir sind berufen, es zu vollenden. Keine Chance laßt sich auf- schieben. Sie muh genutzt werden oder ist unwiderruflich verloren. Wir halten die gröhte. aber auch d le letzte Chance Deutschlands in Händen: Der geniale Führer, wie er nicht jeder Generation geschenkt wird die gewaltigste Wehrmacht, die das Reich is besah, und Polltio- nen von Narvik bis Biserta. von der Biscava bis zum Kau­kasus. die in ihrer Abwehrkraft unerschütterlich, als Aus­gangsstellungen für offensive, aus die Entscheidung ab- zielende Schläge kaum bock genug emgeschatzt werden können. Wir besitzen alles. Brot. Rohstoffe und die Arbeitskraft ganz Europas, am das Neich der Deutschen aus Fundamen­ten zu errichten, die es unangreifbar und gegen tede Hunger- und Blockadedrohung gefeit macken Die Tore in das Bauernland des Ostens nnb aufgebrochen. Raum für unser wachsendes Volk. Acker der unsere Ernährung ßcher- stellt. Rohstoffe, die unsere Arbeit und unseren Fleth von der Kontrolle plutokratischer Profitjäger befreien. Unerlah- liche Voraussetzungen für den nationalen, den deutschen Sozialismus, der sich erst erfüllen kann, wenn, auch die materiellen Mittel zur Verfügung stehen.. Eine einmalige, eine letzt« Chance. Und wir geben sie nickt mehr aus der Hand. Das versprechen wir unseren Toten. Mit dem Willen zu höchster Ovferbereitschaft gewappnet und gerüstet, überschreiten wir die Schwelle des neuen, Jahres.

Und die Gewißheit haben wir: Die Logik der historischen Entwicklung spricht fur uns Noch nie ist eine starke Nation auf dem Weg zu ihrer Vollendung auszuhalten gewesen. Mehr noch! Wir stnd die Berufenen, die Vollstrecker eines namenlosen und hintergründigen Willens, in dem eine Epoche — durch das völkische Eigen­leben und den Sozialismus, als innere Norm rote als. zwischennationale Ordnung, bestimmt — beschlossen ist. Aut dieser Basis wuchsen die Dreiervaktmäckte zu einem Kampf-

as Berlin, 31. Dez. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Die ersten Artikel, die von der Gegenseite zum Jahreswechsel veröffentlicht werden, bemühen sich, wie nicht anders zu erwarten war, die Lage für die demokratisch-bolschewistischen Mächte und ihre Hilssvölker als möglichst günstig darzustellen. Dabei kommt man natürlich nicht an dem Eingeständnis vorbei, dah man 1942 wieder schwere Schläge einftecken muhte. „Sundao Times" beispielsweise erklärt, daß England im ablaufen­den Jahr Deiluste in Asten und Afrika hinnehmen muhte, „die unerwartet schwer waren". Man muhte zusehen, wie die Wucht der deutschen Waffen immer weitere, fruchtbare Striche der süd­lichen Sowjetunion an fich rih. „Wir mutzten diese vorübergehen­den Verluste auf drei Kontinenten ertragen." Das Blatt hofft wieder einmal auf 1943 und verweist dabei auf die angeblich so

instrument des Schicksals zusammen. Ihnen tritt eine Koalition der Gestrigkeit und der Entartung entgegen, die gemeinsam die aufbrechenden Kräfte der neuen Zeit ver­nichten. jeder Staat aber ausschliehlich für sich siegen mochte. Der Machtkampf zwischen England unb USA., der mit tedem Tag deutlicher ins Licht tritt, entlarvt die moraliiche Ver­worfenheit dieser sogenannten Alliierten. Roosevelt be­kämpft plötzlich den politischen .Imperialismus, angeblich um der Freiheit, der Weltdemokratie eine Gasse zu icklagen.. Tatsächlich aber um den volitischen Imperialismus, das Fundament des britischen Weltreiches, durch den roirtlchait- lichen, die Herrschaft des Goldes, zu ersetzen. Einfach weil den im Materialismus degenerierten Finanzbyanen Washingtons der politische Sinn verloren gegangen, wen diese völkisch heimatlosen Gesellen das Bedürfnis nach nationaler Machtentfaltung nie gekannt haben. Ihre Spe­kulation-ist dabei eine doppelte. Einmal glauben Re. dah die goldenen Fesseln von den Ausgebeuteten weniger drückend empfunden und deshalb leichter hingenommen wer­den als die Bajonette. Zum andern boffen Re auf diese Weise die Auflösung des britischen Empire be­schleunigen und den Wettbewerb mit London auf eine Ebene verschieben zu können, auf der das an die Wallstreet verschuldete England nicht mehr als Konkurrent auftreten kann. Die Liauidierung der Macht Groh-

stark anwachsende Rüstung der Demokratien auf die in anderen englischen Betrachtungen ebenfalls hingewiesen wird Es handelt sich hier offenbar um ein von oben ausgegebenes Stichwort, durch das man hje für unsere Feinde so trostlosen Bilanzen für 1942 etwas aufhellen möchte.

Nun wollen wir gewih die Rüstungsproduktion un­serer Gegner nicht unterschätzen, aber aus zahllosen englisch-ameri­kanischen Äußerungen wisten wir doch sehr genau, dah es auch in dieser Beziehung drüben keineswegs so klappt, wie man glauben machen möchte. Die astronomischen Rüstungszahlen, mit denen Roosevelt früher hausteren ging, haben sich längst als Bluff erwiesen. Weder in den USA. noch in England wachsen die Rüstungsbäume in den Himmel. Dann aber zeigt stch doch auch immer wieder, dah sehr viel des kostbaren Materials seinen Be­stimmungsort überhaupt nicht erreicht, sondern zusammen mit dem nicht weniger kostbaren Schiffsraum durch unsere unermüd­lich tätigen U-Boote auf den Grund des Meeres geschickt wird. Die gestrige Erfolgsmeldung unserer U-Boote beweist ja erneut, dah weder Eeleitzüge noch Einzelfahrer vor den Torpedos sicher sind. Kein Wunder, wenn die englische Zeitschrift „News States« man and Nation" erklärt, dah der Verschleiß an Schiffen groß ist, aber schlimmer fast noch als die großen Schiffsverluste seien die B e s a tz u n g s v e r l u st e. Es sei doch eben nicht mehr so wie früher, als man unausgebildete Männer auf die Schiffe bringen und mit ihnen fahren konnte. Heute sei der Seemann ein ausgesprochener Fachmann, der eine lange Ausbildungszeit hinter stch habe. Dazu komme noch, dah man von einer wichtigen Quelle abgeschnitten sei. Früher habe nämlich China zahlreiche Seeleute gestellt. Das aber sei heute auch nicht mehr möglich, nachdem die Japaner die Küsten und vor allem auch die chinefischen Süd­provinzen besetzt hätten. Gleichzeitig muh der britische Konter­admiral Thomson eingeftehen, dah die Überlegenheit der eng­lischen Flotte „in der Praxis bedeutend geringer als auf dem Papier" ist und dah die deutsche Seekriegsleitung stets das Gesetz des Handelns in ihrer Hand behalten hat.

Die Betrachtungen neutraler Blätter aber lasten die Engländer und Amerikaner auch keinen Augenblick darüber im Zweifel, dah alle Hoffnungen auf eine Offensive der Sowjets trügerisch sind Eine Erkenntnis, die selbst in England schon hier und da aufdämmert. Ein spanisches Blatt bei­spielsweise stellt fest, dah die bolschewistischen Angriffe, obwohl ste mit starken Kräften und unter Einsatz eines umfangreichen Kriegs­materials geführt wurden, den Bolschewisten keine Erfolge ge­bracht hätten. Ebenso erklärt ein türkisches Blatt, dah die An­griffe, ähnlich wie im letzten Winter, den Boischewisteu keinen Vorteil brachten, sondern lediglich neue schwere Verluste. Die neutralen Betrachtungen unterstreichen auch, dah die afrika­nischen Pläne der Anglo-Amerikaner stch ebenfalls nicht ver­wirklichen liehen, weil auch hier wieder die Achsenmächte schneller waren. Züsammenfastend stellt ein spanischer Betrachter fest, datz das Jahr 1942 für die anglo-amerikanisch-bolschewistischen Verbün­deten ein Jahr der gescheiterten Versuche gewesen sei, ein Jahr eines ungeheuren Verschleißes auf militärischem Gebiet.

Die Parole für 1943

Von Heinrich Karl Kun»

Wir wollen nichts gegen die Glückwünsche sagen, die wir lieben Menschen mit ins neue Jahr zu geben gewobnt sind, auch wenn sich rückschauend nur zu oft herausstellte, dah Re ein aufziebendes Schicksal nicht zu bannen vermochten. Glück­wünsche Rnb, wo wir sie nicht zur konventionellen Phrase er­niedrigen, Ausdruck herzlicher Anteilnahme und die tut immer gut. Doch wenn wir uns beute, an der Schwelle des Jahres 1943, als Volk auf uns selbst zu besinnen versuchen, ist es schon bester, Wünsche und Wunder aus dem Spiel zu lassen. Wir wollen die mit dem Dunkel un­getaner Taten und ungeschehener Ereigniste gefüllten Räume oes neuen Jahres mit jener feinnervigen Witterung für die Gefahr und jener gespannten Bereitschaft betreten, die uns allein gegen das Unberechenbare sichern. Wir wollen auf bas Prophezeien verzichten unb keine Hoffnung nähren, die doch irgendwo im Bereich der Wünsche wurzelt. Nüchtern und kübl stellen wir fest: Die deutsche Position ist. sowohl militärisch rote auch wirtschaftlich, absolut krisenfest: ohne eigenes Versagen ist Re unerschütterlich. Es liegt an uns. rote wir das Jahr 1943 durchsieben, seine noch ungehobenen Möglichkeiten für den Endsieg nützen. Auf unseren Einsatz in Kampf und Arbeit, auf unteren Glauben und unsere Treue kommt es an. Faktoren also, die von äuheren bzw. feindlichen Einwirkungen unabbängiy. völlig in unsere Hand gegeben sind. Das ist das Entschei­dende Und weil wir uns selbst vertrauen, sehen wir mit eiserner Ruhe dem Fortgang des Krieges entgegen, wisten wir. dah der Endsieg unser sein wird.

Aber auch das wissen wir: Die Kräjte unserer Gegner lind noch nicht erschöpft. Die USA. stehen erst am Anfang ihrer Anstrengungen, die wir. auch unter Berücksichtigung der hohen Verluste an Kriegsschiffen unb Rohstoffbasen, bei unaufhaltsamen Auszehrung ihrer Handelsflotte, keinesfalls bagatellisieren dürfen. Was den bart angeschlagenen Sowjets noch an Möglichkeiten, ihre Reserven zu ergänzen, zur Verfügung steht, ist kaum abzu- schätzen. da stch sowohl bei Tenor mit bem bie bolschewisti­schen Machthaber ben Probuktions- unb Rekrutierungsvrozeh in Gang halten, als auch bie Elenbs-Ausmahe. die die stumpfen Sowjetmasten zu ertragen fähig find, europäischen Vorstellungen verschließen. Dah auch in dem britischen Empire, obwohl es allein zur Fortsetzung des Krieges kaum mehr fähig wäre, noch Energien flüstig gemacht werden können, steht außer Zweifel. Darüberhinaus spielt der von dem jüdischen Element geschürte öah und Vernich- r u n g s w i l l e als Motor der feindlichen Kriegführung eine bedeutsame Rolle. Hinzu tritt die dem Krieg eigene Neigung, je näher die Entscheidung beranrückt. die härtesten Mittel in der brutalsten Form einzusetzen. Es geht nicht mehr auf Biegen, sondern nur noch auf Brechen. Wir müsten deshalb im Jahre 1943 auf Situationen gefaßt sein, die nur mit höchster Ovferbereitschaft gemeistert werden können. Wenn bann einmal bei Wille weich zu meiben unb bie Nerven zu versagen brvben, bann beiht es: bie Zähne zusammengebissen!

Von ben Frauen unserer germanischen Vorfahren wirb berichtet, baß ste sich, wenn die eigene Schlachtreihe zu wan­ken drohte, ihren Männern entgegcnroaifen. ihre Jüngsten hoch über die Häupter erhoben. Eine letzte Mahnung: Es gebt um Bestand und Zukunft des Volkes! Es ist gut, in möglichen Augenblicken, wenn das Herz einmal müde werden möchte, an das zu denken, worum es gebt. Und das ist nicht wenig. Selbst „viel" sagt nicht genug. Es geht um alles. Es geht um Deutschland! Jede Leistung unseres Volkes, von den ersten Träumen um die deutsche Einheit bis zur Vismarckichen Reichsgründung, von der kleindeutschen Lösung bis zum Großdeutschland Adolf Hitlers, alles ist erneut auf die Spitze des Schwertes gestellt. Sollen bie Kämpfer bei Freiheits- unb Einigungskiiege. bie Helden

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