Seite 2 Nr. 292
Wiesbadener Tagblatt
Samstag/Sonntag. 12. /13. Dezember 1942
Sie Über- " und alle Eeleitzüge die erfolgreiche Zufahrtwege für
Tätigkeit unserer U-Boote und Flieger, die die die Sowjetunion überwachen, anerkannt.
Sabotageakte in Marokko und Algier
Rom, 12. Dez. (Funkmeldung.) Die Sabotageakte gegen Eisenbahnlinien und von englisch-nordamerikanischen Truppen errichteten Verteidigungswerke gehen in Marokko und im Gebiet von Algier weiter. Die
-Besadungsbebörden haben bisher noch nicht feMellen können, ob die Sabotageakte von Mohammedanern oder von darlanfeindlichen Elementen verübt werden. In den letzten Tagen haben sich besonders schwere Sabotageaite ereignet.
und flandrischen Küste drei britische Flngzeuge, Flakartillerie der Luftwaffe in der vergangenen Rächt über französischem Gebiet ein viermotoriges Flugzeug ab.
3lt der Nacht griff ein Kampfsliegerverband den wichtigen Hasen und Schiffsbauplatz S u n d e r l a n d an. Es entstanden ausgedehnte Brände, zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.
Bei einem Seegefecht in der Nacht zum 12. Dezember versenkten leichte deutsche Seestreitkräste im Kanal einen britischen Zerstörer und schossen «in Schnellboot in Brand.
Bei den Känivfen südwestlich Kalinin zeichnete sich die 78. Infanteriedivision unter Führung des Generalleutnant, Völkers und eine Sturmgeschützabteilung besonders aus.
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Staatsrat von Stautz geworben
Berlin, 11. Dez. Staat,rat Dr. Emil Georg von Staust ist heute früh in Berlin im 66. Lebensjahr gestorben.
Von diesem Gesichtspunkt aus ist auch die Haltung zu werten, die der Führer dem besiegten Frankreich gegenüber elnnlmmt. Während sich die Plutokraten und Bolschewisten, obwohl ihnen kein einziges Faustpfand zur Verfügung steht, an perversen Rackeplänen berauschen, die ihr „Frieden" verwirklichen,L°Ö- bot Deutschland in Eomviegnc seinem westlichen Nachbarn einen Waffenstillstand, der weder gegen die Ehre noch gegen die Eristenzgrundlagen Frankreichs verlieh und das nach den Erfahrungen, die wir selbst in Versailles machen muhten. Sier svrach. das war jedem Einsichtigen von vornherein klar, nicht nur der Sieger, mehr noch der überragende europäische Staatsmann, der den größten Sieg tn einem dauerhaften Frieden, der die schöpferischen Kräfte des Kontinents zu einer einheitlichen Wirkung bringt, steht. Eine Tatsache, die durch die spätere t.uswrache nut Pi-tain und Laval bestätigt wurde, die sogar die Belastungsproben, der sie durch den Verrat Darlans und der Onrziersclique in Toulon ausgesetzt war. überstand. Es geht darum, Frankreich zu seiner natürlichen, europäischen Aufgabe zurückzuführen. die ^kümmerten Organe zu entwickeln, durch die es überhauvt erst fähig wird, das Neue wahrzunehmen, zu begreifen und in eine innere Wandlung umzusetzen. Eine Erziehung s- aufgabe, die der Führer mit der gleichen Geduld und Z a h i g k e i t. die er bei dem Kampf um die Macht, in dem Ringen um das Denken und die Seele jedes einzelnen deut- Sen Menschen bewies, meistern wird. Was mangelhafte Einsicht zu tun übrig lasten sollte, wird der Zwang, der von der unumstößlichen Wirklichkeit des jungen Europa ausgeht, vollenden.
Die Zeit der kapitalistischen Weltreiche ist ausgeschövft. Daran ändert auch das krank- und krampfhaft« Aufflackern des Noofeveltschen Imperialismus, der mit äuheren ..Er- iolgen" die inneramerikanische Problematik zu verdecken sucht, nichts. Die durch ihre stärksten, gesündesten und schävferischsten Nationen geordneten Kontinente werden miteinander in Wettstreit treten und dah dabei Europa, das in den letzten Jahrzehnten durch selbstverschul- tete Ohnmacht im Schatten des britischen Empire versunken war. seine alte, angestammte Rolle wieder übernehmen kann, dafür sorgt die weitschauend«, auf Einigung und Konzentration der Kräfte gerichtete Politik des Führers. Mag es auch beute noch Völker oeben, die miß- trauftch oder abwartend beiseite steben. Auch für st« kommt der Taa. an dem Re das Verdienst dieses gt-^en. einmaligen europäischen Staatsmannes anerkennen müsten.
3n Anerkennung der großen Berdienfte de» verstorbenen bayerischen Ministerpräsidenten Ludwig Siebert befahl der Führer, dah die SA.-Standarte 26/Kempien in Zukunft die Bezeichnung führt: „Standarte Ä/Lulwig Siebert".
as. Auch der heutige Bericht des OKW. seist erneut, dah der Einsatz starker Sowjet-Kräfte aus einem verhältnismähig schmalen Raum zu keinem Erfolg führte. Wiederum haben die Sowjets auherordentlich hohe blutige Verluste erlitten und wiederum haben ste eine sehr grohe Zahl von Panzerkamvfwagen eingebüßt, ohne ihr Ziel erreicht zu haben In England gibt man denn auch zu, daß die Dinge an de» Ostfront nicht ganz so verlaufen, wie man cs erwartet hatte. Roosevelt sucht nun die Engländer und auch die Sowjets dadurch zu trösten, dah er in seinem neuesten Bericht über das Pacht- und Leihvrogramm wieder einmal von groben Lieferungen für die Sowjets erzählt Bemerkenswert ist aber dabei, dab er selbst eingesteht, die für die Sowjets bestimmten Eeleitzüge hätten einen „schweren Zoll an die Nazi-Luftwaffe und an llnterwasserstreitkräfte entrichten müssen, nicht seien angekommen" Damit wird wiederum
Der Krieg im Oft en und im Stillen Ozean hat also die gleichen tiefen Gründe w i e der Krieg in Europa und auf dem Atlantik, er wird gespeist aus den gemeinsamen unabdingbaren Ansprüchen auf Leien und Arbeit, auf Lust und Raum, welche die Dreiervaktmächte stellen. Ihre friedliche Erfüllung haben das italienische, das japanische und da» deutsche Volk Jahre und Jahrzehnt« lang v«rg«blich ««fordert. Ohne ste aber war und wär« der Fri«d« der Welt dazu bestimmt, immer nur vorläufig und trügerisch, unstcher und schwankend zu sein.
Zwölf Monate nach seinem Kriegreintriti kann heute da» javanische Kaiserreich mit berechtigtem Stolz eine Ä r i e 8 » 6 i l n n i ziehen. Di« Soldat«« und Matros«n de» Tenn» haben im Verlauf kurzer Zeit ein gewaltiges Imperium erobert, alle Bollwerke, die dem Gegner zum Angriff und zum Schutz- dienten, zerbrochen und schicken sich an, in enger Zusammenarbeit mit den Achsenmächten den feindlichen Streitkräften neu« «chläge zu versetzen, und zwar da, wo es die einheitliche Auffassung des Krieges erfordert, di- alle Entschlüsse der Dreier- p-ktmachte ausrichten muh und tatsächlich ausrichtet, die ste koordiniert und lenkt.
Die gesamte italienische Ration, die seit dreibi« Monaten neben dem groben Verbündeten Deutschland vom Mittelmeer bis zum Atlantik, vom Balkan bis nach Rubland und Afrika ihren
•Äamyof kämpft, begrübt heut«, an liefern Jahrestage, im Seifte der Kameradschaft das grob« japanisch« Bolk und feine unbesiegten Kämpfer zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Der Duee hat die Aufgaben der Stunde festgelegt. Seine Worte find e», die ich zum Schlub hier noch einmal ins Gedächtnis rufen möchte:
„Sogar die Ziel« territorialer und politischer Art Haden bei dieser Kriegsausweitung etwas von ihrer Wichtigkeit eingebübt. Heute stehen die ewigen Werte auf dem Seid. Es geht um Sein oder Nichtsein. Heute erleben wir wirklich das gewaltige Ri ngen »wischen zwei Welten. Niemals hat die Geschichte der Menschheit ein derartiges Schauspiel erlebt, und wir gehören zu den Hauptdarstellern dieses Dramas. Die Stunde kennt nur ein Gebot: Den Kampf. Den gemeinsamen Kampf mit unseren Verbündeten. Den Kampf für die Lebenden, den Kampf für die Zukunft, aber auch für die Tofen. Wir müssen kämpfen, damit das Opfer unserer Toten nicht umsonst ist. Sie, die Toten, befehlen uns gebieterisch den Kampf hilf zum Sieg. Wir gehorchen."
Der japanische Außenminister Tam
„Heute vor einem Jahr haben sich Japan, Deutschland und Italien in einem feierlichen Gelübde fest verpflichtet, diesen Krieg gemeinsam bis zum erfolgreichen Ende durch,«kämpfen und für den Ausbau einer neuen Weltordnung auf das engste zu- fammenzuarbeiten. Es ist mir eine grohe Freude, an liefern hifto- «fchen Tag los in Worte zu Heilen, was ich empfinle.
Wenn wir heute auf lie Kriegslage les Jahre» zurückblicken, las feit lern Abschluß le» Dreierabkommens vergangen ist, f» stellen wir lie gewaltigen Erfolge fest, lie unsere Itei Nationen 'N Ostanen uni Europa, ja auf 1er ganzen Welt, errungen haben.
. Wir können mit gutem Gewissen behaupten, lab dadurch znrn Gluck für unsere verbiinleten drei Nationen nnl f L r 1 i e g a n z e M e n s ch h e i t lie Grundlage für len Aufbau einer neuen Weltordnung geschaffen worden ist. Jedoch sind lie Opfer der Menschheit auch groh gewesen, bis wir so viel erreicht haben. Die Verantwortung trifft, wie im Dreierabkommen deutlich gesagt worden ist, die führenden Männer Englands und Amerikas, die liefen Krieg provoziert haben.
Großangriff der Sowjets südlich Rschew
dieser Stoß unter schwersten Verlusten für len Feind zusammengebrochen — 206 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet — »unfttges «zortschreiten ler eigenen Angriffe — Bom Gegner zäh »erteiligter Brückenkopf in Tunesien gestürmt — Amerikanischer Zerstörer vor Oran versenkt — Seegefecht im Kanal: Britischer Zerstörer gesunken, Schnellboot in Brand geschosien — Luftau
griss auf len wichtigen Hasen uni Schiss» ouuplatz Sunlerlanl — Ausgedehnte Brände
Ein Jahr gewaltiger Siege (Fortfetznng von Seite 1)
Aus lern Führerhauptauartier, 12. Dez. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche, italienische uni rumänifche Truppen wiesen, lurch Luftwasfenoerbänle unterstützt, im süllich-n Abschnittler Ostfront mehrfache feindliche Angriffe mit Verlusten für len Gegner ab
.Rach Zuführung neuer Kräfte traten lie Sowjet» gestern l«llid) Rschew z u einem neuen Erobangrisf gegen Ite deutsche Front an. Durch' ungewöhnlich starken Infanterie- und Panzereinsatz versuchten sie. lie deutsche Front zu durchbrechen. Unter schwersten Vertu ft en brachen lie Angriffe zusammen. Durch Heer und Luftwaffe wurden 170 feindlich « Vanzerkamps w agen vernichtet, 127 allein im Abschnitt einer Snfanterielir iisn. Weitere 36 Panzer verlor ler drcinl südöstlich von Torr z, wo lie eigenen Angriffe günstig fortschreiten. Die eingeschlosje.ien feinllichen Divisionen mutten Entlaftuugsverfuche auf engem Raum zufammengedrängt. «ullich les Ilmensees brachen wielerholte feinlliche Angriffe äuiammen.
In ler Eyrenaika rourie ein Vorstoß britischer Panzer abgewiesen. Bei einem Angriff britischer Jagdflieger wurden durch deutsche ^agd- und Flakabwehr acht Flugzeuge abgeschossen. In $ .u,,n r.kien setzten die deutsch-italienischen Truppen ihre Angriffe fori. E»n vorn Gegi'-r zah verteidigter Brückenkopf südlich les Melscherla-Abst 'n i 11 s wurde gestürmt und feine Besatzung völlig aufgerieben. Die Rachschnbhäfen les Feinles in Algerien warten bei Tag uni Rächt bombarliert, Sasenonlagen uni vor Anker liegenle Schisse mehrfach getroffen.
Em 1-ntsches Unterseeboot versenkte vor Oran einen amerikanischen Zerstörer.
Hafenschutzboote uni Marineslak schossen an ler norwegischen
^Fe»*fiph«rfIuSn$,nmen »u finden. Dänemark befriedigte den . H su tr' Norwegen lieferte Grubenholz für die eng- B0 und durfte sich als Lohnkutscher der briti- iwen Schnfahrt betätigen. Dabei war die E i n s v i e l u n g
« li schen Bedürf nisse so unbedingt, dah e«ar8il&,n6@ne Agrarländer, rote Holland, nach Ausfall des Kunden, nicht einmal die eigene Ernährung zu
Frankreich Elemenceaus und ‘Ren^*65 Ehrten die Briten geschickt am Gängelband der ^^nchc und das Nachkriegs -Frankreich, das zudem völlig kapitalistischen Mentalität aufging. war viel zu ge- um gefährlich werden zu können. Deutschland aber, das Bismarcks, mehr noch das Reich Adolf Hitlers, Vo’JTrff ftE uls, Mittelpunkt einer eigenen, der kontinentalen Zentrifugalkraft, die mit den englischen Ausschwingungen zulammenstoben mutzte. Der britische Hab gegen Deutschland, das kontinentale Eigenleben am stärksten zum Ausdruck
?ä*rn11 deshalb im letzten nur der Hab gegen ein e l an- be w u 8 t e s, rivalisierendes Europa.
Wtr dürren diese Tatsachen, wenn wir z. B. die letzten Vorgänge in Frankreich richtig beurteilen wollen, nicht außer acht lassen und nicht vergessen, dab die atlantischen .•(?2il8e2r,t?t?,^ll,rODa5 alte „Kolonien" britischen Wirtschaftsdenkens sind. Man bat sich daran gewohnt, den Stand der eigenen Währung an den der Londoner Börse abzulesen. In Svekulatio- 5??'r^wldenden und Tantiemen erschöpft sich das auf Verdienst, ohne Arbeit gerichtete Streben. Ein Zustand, darüber ist man sich m den fraglichen Gebieten völlig im klaren, der mit dem Zusammenbruch der angelsächsischen Plutokratie
• 2 r Sich auf ein neues, kontinentales x 1 rr£f!9ftetn~— etn Softem der Arbeit und der schöpferischen Initiative — umzustellen, ist man zu mude, zu beguem geworden. Deshalb setzen, mögen die realen Chaneen für England auch noch so gering sein, immer noch die Kreise der Besitzenden Frankreichs, aber auch der übrigen besetzten Gebiete West- und Nord- \ Euromls. nur die britische Karte. Die breiten Massen aber, die sich nach Ruhe und Frieden sehnen, besitzen kein Organ, das ihre Stimme zur Geltung bringen könnte Dem militärischen Zusammenbruch ist der wirtschaftliche und geistige gefolgt, eine völlige Desorganisation, wodurch das Reich in die Rolle eines Treuhänders für die w e ft eu ro p a i sch e n Räume hin e in ge zwung en wurde.
Emil Georg von Stantz wurde am 8. Oktober 1877 in Fried- richsthal in Württemberg geboren. Nach Beendigung seiner Lehrzeit bei der Württembergischen Hofbank trat er 1898 in lie Deutsche Bank ein, wo er mit 28 Iahten an der Spitze der Petroleum-Unternehmungen de» Institut» stand. Jrn Jahre 1906 wurde ihm die Leitung les Petroleum-Konzerns übertragen. Im Jahre 1915 trat von Staub als Nachfolger Hellferich» in den Vorstand der Deutschen Bank ein, in welcher Stellung er eine umfassende Tätigkeit entfaltete. Unter seiner Mitwirkung oder Führung entstanden zahlreiche Unternehmungen, die in der deutschen Wirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. So erwarb et sich besondere Verdienste um die Gründung des bayerischen Lloyds, die im Zusammenhang mit den Petroleum-Plänen erfolgte, und bei ler er len Typ ler Aktiengesellschaft, lie private» Kapital und öffentliche Hand zusammen beteiligt eigentlich geschaffen hat. Aus seiner Tätigkeit in den der Deutschen Bank nahestehenden Unternehmungen sind weiter vor allem lie Rhein-Maiu-Donau- AE., die Deutfche Lufthansa, deren Auffichtsratvorsitzer er war und vor allem auch die Ufa zu erwähnen, bei der er mit dazu beitrug, die Grundlage für die Weltgeltung les leutschen Films zu schaffen. Aus der großen Zahl ler Erobunternehmungen, denen die Arbeit Dr. von Stautz galt, find weiter zu nennen die Daimler-Benz-AG., bei deren Verschmelzung et maßgeblich mitgewirkt hat, und deren Aufsichtsraivorfitzer et war, die vereinigten Glanzstoff-Fabriken-AE., di« Bayrrischen Blotoren-Werke. die Bergmann Elektrizitätswerke, die Bayerischen Stickstosfwetke, die Eharlottenbuger Wasierwerke, die Schulthcitz-Patzenhofer-AE. und die Süddeutsche Zucker-AE.
. hörte er dem Reichstag an uni wurde im Jahre 1934 dessen Vizepräsident. Gleichzeitig wurde er zum Preußischen Staatsrat ernannt.
Emil von Stautz war mehrfacher Ehrendoktor und Ehten- senator. Er war Inhaber des Ehrenringes les Deutschen Museums und des Ehrenringes des Deutschen Studentenwerkes. Er war weiterhin Stellvertretender Präsident der Deutschen Akademie. Der Führer berief ihn in die Stiftung für die Opfer der Arbeit uni verlieh ihm anläßlich seines 65. Geburtstages die Goethe- Medaille.
| Die Ziele, die Japan lange 3ahre hindurch verfolgt hat. find keine anderen, als len Frieden in 0 ft a f t e n zu sichern und damit zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens beizutragen.
®te Versuche Japan», die gesunde Entwicklung Mandschnkuos zu unterstützen, dre Beziehungen zwischen Japan uni China zu regeln, die Zusammenarbeit mit Thailand nnl Jndochina zu fürlern uni die wirtschaftlichen Beziehungen mit Riederlänlisch- Snlien zu verbessern, entsprachen diesem erhabenen Ziel. Es waren jedoch die führenden Männer Englands und Amerika», lie Sagan an ler Lösung les China-Konflikts hinderten und die -ollanlisch-^ndien zum Widerstand anshetzten. Sie waren es, lie Man e-nzukreisen versuchten, und es sogar wagten, die wirtschaftlichen Beziehungen avznbreche». Sie haben damit diesen Krieg unaefmewlich gemacht. Sie waren keinesfalls Bereit, die wahren | Absichten Japans zu verstehen und lehnten den Grundgedanken les gemeinsamen Gedeihens der Völker ab. Sie haben damit ver- Dstasien in ewiger Knechtschaft zu halten und auszuleuten. braucht kaum zu erwähnen, daß sie sich in ihrer Politik Deutschland und Italien gegenüber in vollkommen gleichem Sinne I verhielten.
Sowohl di« Zusammenarbeit zwischen Japan und Mandschnkno als auch mit China und den übrigen Völkern Ostastens sowie las I Verhältnis ler Achsenmächte zu len Völkern Europas, alles ent- [prinat aus einer Forderung der Natur. Es ist ein von bet Vorsehung gewolltes Verhältnis, dem die geschichtlichen, ge»» graphischen, kulturellen uni wirtschaftlichen Gegebenheiten zugrunde liegen.
. Wenn es auch von vornherein wider alle Vernunft «in Ding der Unmöglichkeit seitens Englands und Amerikas war, lies« Entwicklung durch ihre egoistischen Eewaltmatznahmen zu stören, versuchten si« aus ihren WeltherrschastsgelSsten heraus durch Verwirrung der Gedanken und durch wirtschaftliche Er- presiunasmaßnahmen stch in alles mögliche einzumischen. Sie handelten damit gegen len natürlichen Lauf bet Dinge uni lie gott- । gemailten Gesetze ler Natur. Sie finl lerart in ihrer materiell len Weltanschauung befangen, laß sie nicht in bet *£8« sind, lie Geburt einer neuen Weltordnung zu erkennen, einer Welt, die ans ethischer und moralischer Weltanschauung be- rnht. Die Schicksalsschläge unb Enttäuschungen, bie sie labet er. Htten haben, waren um so stärker unb übertrafen selbst unsere Srwariungen; jedoch stellen sie bie wohlverdiente Strafe bar.
Al» vor zwei Jahren Deutschlanb, Japan unb Italien zum Ausbau einer neuen Weltorbnung in Erotz-Ostasien und Europa
Refften sie, dadurch zur Gestaltung des Welt- l *,nen »rogen Beitrag zu leisten. Sie hofften,
bag felbft bie führenden Männer Englands und Amerikas die Ent- Wicklung der neuen Zeit richtig erkennen und damit ihre Welt. Herrschaftspläne aufgeben würden. Diese Staaten ijätten mit uns gemeinsam an der Entwicklung des Weltfriedens Mitwirken können, eines gerechten Weltfriedens, in lern lie »aller Ite ursprünglichen Aufgaben eines feien Volkes achten uni »er« fteien. Ihre rettungslose Arrogauz unb ihr Mangel an Vernunft haben aber alle untere Hoffnungen über Bord geworfen unb schließlich bie gegenwärtige Weltkrise herbeigeführt.
Japan, Deutschlanb unb Italien marschieren heute Schulter an Schulter im Geiste einer Völkerverstiinll- 8”«8 als Vorkämpfer bet Welterneuerung. Ihr Ziel ist bie Dehnung einer gerechten Welt, in bet bie Völker etnanler lieben. Wenn wir mit liefern erhabenen 31enf vor äugen eng mtteinenler eerbnnlen vorwärts marschieren werben mir feien Widerstand bredjen, der uns im Wege steht, unb ich bin feit überzeugt daß bie Zeit nicht mehr weit entfernt ist. wo a"e Volker in Asien unb Europa unter unserem starken Schutz
Englanls unb Amerikas befreit, gemeinsam unb glütf» lich leben. ”
Angesichts biejer Tatsache, laß sowohl Englanl wie auch • Amerika an bie alleinig« Herrschaft ber Materie glauben, ist wohl anzunehmen, laß He im Vertrauen auf ihre ausgedehnten Gebiete und reichen Hilfsquellen zähen Widerstand zu leisten »ersuchen werben. E» »ersteht sich b.shalb von selber, baß unsere groß« Anfbauarb«,! an einer neuen Weltorbnung vor ihrer vollenbung noch manche Schwierigkeiten überwinden mutz.
_ Wir müssen uns erneut an diesem historischen Tag Wort und «eist le» Dreierabkommens zu eigen machen unb len Entschluß fallen tm »ollen gegenseitigen Vertrauen mutig unb überzeugt liefen Krieg siegreich zu Ende kämpfen nab bannt unser gemeinsames Ziel zu erreichen."
Zeder Parteigau em RB.eBezirk
Berlin, 11. Dez. Unter bet Leitung les Generalbevollmächtigten für Ite Reichsverwaltung und Reichsministers les Innern, Dr. Frick, und in Anwesenheit des Leiters der Parteikanzlei, Bormann, les Chefs les OKW., Eeneralfeldmarschall Keitel, hat am 11. Dezember eine Arbeitstagung bet zivilen Reichsverteibigungskommissare übet bie Probleme bet zivilen Reichsvetteibigungsotganifationen ftattgefunben. Die Angelegen- beiten bet zivilen Reichsoerteiliaung find vor kurzem durch eine Verordnung über bie Reichsverteibigungskommissare unb bie Vereinheitlichung ber Wirtschaftsverwaltung neugeorbnet worben. Nunmehr sind sämtliche Gauleiter Reichsverteidi- gungskom missa re geworden. Dementsprechend mutzten bie räumlichen Bereiche bet RV.-Kommissare auf bie Parteigaue aus- gerichtet werden. Bisher erstreckten sich bie Bezirke ber RV.- Kommiffare unb einzelner Kriegswirtschaftsverwaltungen jeweils auf einen Wehrkreis. Ab 1. Dezember b. I. bildet nunmehr jeder Parieigau einen RB.-Bezirk. Die Bezirke bet Wirtschaftsverwaltungen werden soweit dies noch nicht geschehen ist, allmählich auf bie RV.-Bezirke in ber Weise abgestimmt, laß auch für sie grundsätzlich bet Parieigau die territoriale Erunblage bildet. Aller- dings werden kleinere Gaue zu Wirifchaftsbezirkeu zusammen- gesaßt. Inhaltlich hat sich an den Aufgaben der RV.-Kommissare. denen die einheitliche, zusammenfassende unb üheigeorbnete Lenkung bet zivilen Reichsvetteidigung jeweils in ihrem Gau obliegt, nichts geändert.
Das Gefühl ber Verpflichtung gegenüber bet Allgemeinheit hat Dr. von Stauß auch zu einem umfassenden öffentlichen Wirken geführt. Schon frühzeitig erkannte erdaspolitifcheEenie des Führer». Seil 1930 ge-
Einberufimg der Italiener in Tunis
Rom, 12. Dez. (Funkmeldung.) Die in Tunis lebenden Italiener sind, wie Stemm meldet, in dlefen Tagen unter dte .rahnen gerufen worden. Die Einberufung der ftalieni- schen Rekruten von Tunis vollzieht sich in einer Atmo- share der Begeisterung. Ein große Zahl der Italiener tnttt. letzt in Tunis in die Wehrmacht ein. um ' für die Verteidigung des Vaterlandes und für den Sieg der Achsenmächte zu kamvfen.
Türkischer Motorsegler durch ein Sowiet-U-Boot versenkt
Istanbul. 11. Dez. Wie die Zeitung „Tan" meldet, wurde der 170 BRT. große türkische Motorsegler ..Hitichi- voglu« auf dem Weg von einem bulgarischen Hafen noch Aranbul in der Nacht zum Mittwoch im Bereich der türn- chen Schwa^meertlotte. von einem „unbekannte n« durch Geschutzieuer versenkt. Unter der Mannschaft, die sich an Land retten konnte, sind Verletzte zu verzetAnen.
DruckundBerl-g. LSch-ll-nb-rglch«Buchdruckeni,3Btti»abenerT-MUt,M«0b«lö- : Dr vhll habll «uslav Sch-II«nb«rg und Otto Äbls-r.^^ schristleiter: Fritz »ünther, stmii. in Wiesbaden. Zur Zell ist PreiE« Ar. to^ig
Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten ~
