Einzelbild herunterladen
 
  

Wiesbadener Tagblatt

Samstag/Sonntag, S./8. Dezember 1942

Äus Gau und Provinz

Sport und Spiel

£

»

Lebensmittelschieber ins Zuchthaus

46jährigen Sßetner Wciy aus Wuppertal schaftsverbrechen zum lobe. Weitz batte im beitgeberfirma monatlich für einen Teil der Vorlage einer besonderen Namenliste vom Schwerarbeiterzulagekarten zu

wegen Kriegswirt- Auftrag seiner Ar- Arbeiterschaft unter Ernährungsaml die holen. Seit März

Hochstapler gibt sich als Eestapomanu aus

= Frankfurt a. M., 5. Dez. Anfangs November fiel im Frank­furter Hauptbahnhof ein Mann auf, der einen Passanten kon­trollierte und sich als Kriminalbeamter ausgab. Als sich die Poli­zei den Burschen vornahm, macht sie einen guten Fang: sie hatte den schon lange gesuchten 26jährigen Hochstapler Konrad Karg! aus der Gegend von Leoben erwischt, einen vorbestraften Maurer­gesellen, der als Architekt und Ingenieur, aber auch als Geheimer Staatspolizist und Justizbeamter aufgetreten war. Alsgalanter Kavalier" machte er Frauenbekanntschaften, um seine Opfer dann zu bestehlen. In der Rolle des Geheimen Staatspolizisten nahm er unberechtigte Haussuchungen vor und drang dann, wie bei­spielsweise in Wien, in Wohnungen ein, um Kleidungsstücke zu stehlen. Frauen gegenüber, deren Männer in Haft sagen, erbot er sich für die Freilassung zu sorgen. Er kassierte die dafür ent­stehendenUnkosten" und verschwand. Eine Zeitlang trat er auch als Holzkaufmann in der Ostmark auf und beschwindelte in dieser Rolle eine Frau um Wagen und Pferd. In Stuttgart machte er eine Damenbekanntschaft. Er spannte dem Mädchen den Haus­schlüssel aus und drang, während seine Begleiterin ahnungslos in einem Restaurant sag, in deren Wohnung ein. um zu stehlen. Die Strafkammer Frankfurt verurteilte nun den gefährlichen Ge­wohnheitsverbrecher wegen Betrugs in neun vollendeten und drei versuchten Fällen, Diebstahls und Amtsanmaßung zu 5 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung.

v D i e Mei sierkchafts- und Pokal-Termine im deutschen Fußballsport sieben für das Kalenderiabr 1943 bereits fest, Das Endkoicl um die dculsche Meisterschaft steigt am 20. Juni wahrend das Endspiel um den Tschammervokal am 31. Oktober naminden wird.

9h. 288 Seite 5

Neun Monate kür Weinpantscher

, = Frankfurt a. M.. 5. Dez. Die Strafkammer Frankfurt ver­

bandelte gegen einen 36jäfirigen Wcinbändler. der grobe Verstöße gegen das Weingesetz begannen batte. Es waren bei ibm rund 4 0 0 0 Liter Nabe- und Moselweine beschlagnahmt worden die das^Gericht letzt eingezonen bat Um der Nachfrage genügen zu können, war der Wein mit einer Vuckerlölung durchsetzt worden. Nach Zeugenaussagen wurden aus 1200-Literiäsiern 300 Liter Wein herausgenommen und das feblende Quantum durch Zucker- waber ersetzt. Weitere Verstöße betraken die Nichtinnehaltung der Vorichrirten über Fübrung des Weinbuchs und bie Vornabme un­erlaubter Weinvermischungen. Der Angeklagte wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Schwere Sittlichkeitsverbrechen

. = Oberursel. 5. Dez. Ein Einwobner aus Oberuriel. der sich wiederbolt in schwerster Weise an seiner eigenen noch minder- lahrigen Tochter verging, sogar auch dann noch als diele ver- berratet war und ibr Ebemann als Soldat an der Ostfront stand, wurde vom Sondergericht in Frankfurt a. M. wegen fortgesetzter Blutschande und als Volksschädling zu sechs Jabren Zuchtbaus und zehn Jabren Ehrverlust verurteilt.

= Mainz. 5. Dez. Nachts wurde in das Lebensmr.ttel- g e l ch ä f t Ecke Emmeranssirahe und große Lanaaalle e r n ge­hr o ch e n und eine größere Menge Eier Butter Mehl und andere Lebensmittel gesioblcn. Ferner ein goldener Herrenring eine goldene Herren- und Damenarmbandubr sowie verlch-edene andere Schmuckstücke, sechs FüUscderbalter. Herren- und Damenwäsche, drei Bezugscheine für Damenkleider und Wertlckeine der NSV.. Brot- und Lebensmittelkarten und ein größerer Geldbetrag. Das Amtsgericht Mainz verurteilte zwei Einbrecher aus Finthen im Alter von 46 und 48 Jabren wegen Jagdvergebens zu je fünf Monaten Gefängnis. Sie batten gemeinsam am 12. September unter Verletzung fremden Jagdrechts dem Wild nackgeftellt indem sic Schlingen legten. Sie leugneten zwar, aber der Jagdeigentümer batte sie beobachtet und an den Stellen, wo üe fick hcrumtriebcn Schlingen festgestellt. _ ,

= Frankfurt a. M.. 5. Dez. Die Strafkammer in Frankfurt a. M. verurteilte einen öOiäbrigen bereits einschlägig vorbestraf­ten Mann, der zwei Jugendliche zu gleichgeschlechtlicher Unzucht verleitet hatte, zu einer Zuchthausstrafe von vier Jabren.

Kriegsschieber hingerichtet

Berlin, 5. Dez. Das Sondergericht Berlin verurteilte den

Hause zu schlagen? Die Luftwaffensportler fioffen mit der Mann­schaft: Adler: Tominskv. Gebauer: Bervar. Bofirmann Wüft: Klovvsiein. Knoll. Songer Schemel.- Reuther, also mit zwei Neu­erwerbungen in der Verteidigung und Stürmerreibe ehrenvoll ab­zuschneiden. Die resilichen Sviele dürften ieweils Siege der Platz­mannschaften ergeben, wenn die SA. Frankfurt a. M. in Pfung­stadt keine Überraschung bringt.

Handball-Kreisk l a l le Wiesbaden Reicksbahn/Pott KSE. Wiesbaden

Da die LSV.-Referve ifire erste Mannschaft nach Frankfurt begleiten will, kommt die Post kampflos zu zwei Punkten.

Im einzigen Spiel des Tages troffen sich vorsiebend genannte Mannschaften. Ob es diesesmal der KSE. gelingt in der gleichen Höbe (10:1) wie im Vorspiel zu siegen erscheint zweifelhaft da sich die neue Svielgemeinsckaft in ibren ersten Gefechten als ziemlich spielstark erwiesen fiat. Der Kampf scheint aus diesem Grunde offen.

Reiterliche Borsübrungen der Rcitergruvvc eine ständige Einrichtung in Wiesbaden

Der glänzende Erfolg des Reitertages am 21. November und die Anregung zahlreicher Interessenten des Pferdesportes gab der Leitung der RGW. Veranlassung die Leistungen ibrer Voltigier- abteilun» und die Vorführung von Drosiur-- Schul- und Spring­pferden regelmäßig einmal im Monat zu zeigen. Auf dies« Weife bietet sich Gelegenheit. Ausschnitte der am 21. November gezeigten Leistungen sehen zu können, für diejenigen welche den damaligen beachtenswerten Vorführungen nickt fioiwobnen konnten.

Der genaue Termin der nächsten Vorführung, die im Tatter­sall Weiß stattfindet. wird ieweils rechtzeitig bekanntgegebcn.

Dreiländerkamvf der Amateurborer bat begonnen

Der dritte diesjährige Dreiländerkamvf der Amateurborer von Deutschland Italien und Ungarn nahm am Freitag in der Berliner Deutschlandfiallo einen vielversprechenden Anfang. Nack den Nationalfivrnnen begrüßte Roichsfackamtsloitor Ministeriolrat Dr. Metznor den italienischen ooottfübrer Nationalrat. Erzellcnz Manganiello. den deutschen Reichswortfüfirer von Tfchammer und Osten, die Borsvortiübrer der befreundeten Nationen Di Vittorio Mussolini und Feldrnarsckalleutnant Kalandv und die Kämpfer. Unter den Klängen des Liedes vom nuten Kameraden gedachte der Reichsfachamtsleitei der Gefallenen. Bereits am Mittag batten die Teilnehmer des Ländertreffens dem Efirenmal unter den Linden einen Besuch abgestattet.

Der erste Kampftag brachte Ungarn das an fecks Begeg­nungen beteiligt war. mit nckt Punkten eine knavvo Führung vor der in fünf Kämpfen verfielen«» deutfcken Staffel mit stefien Punkten, während die Italiener nur einen einzigen Punkt fierauszufiolen vermochten. In der Länder-Einzelwertung behauptete sich Deutschland mit 5:1 Punkten über Italien und erreichte gegen Ungarn mit 2:2 Punkten Gleichstand. Ungarn fiat gegen Italien einen 6:0-Punklvorteil. Eowinnvunkte für Deutsch­land erkämpften im Federgewicht Meister Strangfeld und im Schwergewicht Europameister tert Hoff durck Siege Heinz Götzke im Bantam- Herchenbach im Weiter- und Schmidt im Mittel­gewicht durch Unentschieden. Den einzigen entscheidenden Erfolg des Abends hotte der ungarische Halbschwergewichtler Jafzai in der ersten Runde gegen den Italiener Svaiardo zu verzeichnen.

Flugmeldedienst oder auch als Schreibkräfte oder Wirtschafts- Helferinnen oder Eesundheitsvflegerinnen bei sogenannten Füfirungsgruvven" der Luftnachrichten-Betriebskameradschaften. Es ist selbstverständlich, daß vorher eine entsprechende Ausbildung erfolgt, die kostenlos ist und die ie nach der beabsichtigten Ver­wendung anderthalb bis vier Monate dauert. Im Anschluß an die erfolgreich beendete Ausbildung erfolgt, so dann der Einsatz bei den militärischen Dienststellen. Soweit das dienstlich angängig ist, werden persönliche Wünsche weitgehend berücksichtigt. Grundsatz ist aber, daß Luftnachrichtenhelferinnen vom vollende­ten 17. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr nur im Reichsgebiet einschließlich des Protektorats eingesetzt werden, daß hingegen Luftnachrichtenhelferinnen vom vollendeten 21. Lebensjahr ab (das Höchstalter für die Einstellung beträgt 35 Jahre) auch in den besetzten Gebieten und im Hoheitsgebiet befreundeter Staaten ver­wendet werden. Sie haben somit Gelegenheit, Europa vom Nord­kap bis zum Mirtelmeer und vom Atlantik bis weit in den Osten und Südosten keiiiienzulernen. Die Abfindung erfolgt entsprechend der Tarifordnung A für Eefolgschaftsmitglieder im öffentlichen Dienst, bei der Verwendung außerhalb des Reichsgebiets werden neben den Seimatgebühren freie Vervflegung und eine Einsatz­zulage von täglich 1.90 RM und höher gewährt. Die Unterbringung erfolgt in Eemeinschaftsunterkünften (Heimen) kostenlos, soweit nicht int Einzelfall Unterbringung in Prioatunterkünften statt­findet, für die eine ermäßigte Miete zu entrichten ist.

Immer ist es ein verantwortungsvoller Dienst, den die Luftnachrichtenhelferin zu leisten hat. ein Dienst, von dessen schneller Ausübung zu einem großen Teil wichtige Ent- schljiffe und Entscheidungen der aktiven und der vasiiven Luft­abwehr abhängen. Es ist oft ein Kampf um Sekunden, wobei die Schnelligkeit keineswegs die Genauigkeit beeinflussen darf. In einer außerordentlich kurzen Zeit beispielsweise erreicht ein Flug­wachkommando im Herzen Deutschlands die Nachricht, daß ein Engländer über dein Kanal einflog. Es wäre freilich ein Irrtum, anzunehmen, daß nur Feindflüge verzeichnet werden, auch der deutsche Flugverkehr bei Tag und Nacht wird genauestens über­wacht, um cs jedem Feind unmöglich zu machen, sich einzu­schmuggeln. So sind heute schon bei den Flugwachkommandos und bei den Stäben zahlreiche Luftnachrichtenhelferinnen im Dienste der Luftabwehr tätig. Sie alle haben indirekt Anteil an dem Kamvfgeschehen. und ihr pflichtbewußter Einsatz stärkt die kämpfende Front. Sie sind es, die durch ihre Arbeit mit dazu beitragen, den Sieg zu erringen. as.

Berliner Sorte vom 5. Dezember. Die Märkte wurden durch leckere Haltung gek-nnzercknet Die Abgabeneigung iit äufierit gering, so das, bereits kleine Kautauilräge kursbestimmend sind. Es ergaben sich daher be, Festsetzung der ersten Kurie leickte Kurs­steigerungen von V« % obwohl verickiedenilick Material zur Ber- tugung gestellt wurde. Berliner Maschinen gewannen 1 %.

Frankfurter Börse vom 5. Dezember. Bei stiller, dock im Grunde ireundlichcr Stimmung ergaben lick einige Kursbeüe- rungen AEG. und Stahlverein je vlus ' Waldhoi vlus */« Reichsbahn vlus V« %. Steuergutscheine I 108. Kommuitalumkchul- dung etwas leichter mit 103V Der Freiverkehr lag bei ruhigem Geschäft unverändert. Tagesgeld IV« %.

Frauen Helfen siegen

Man_ verrät Heute niemandem ein Geheimnis mehr, wenn man erzählt, daß ganz Deutschland und ebenso die besetzten Ge­biete mit einem dichten Retz von Flugwachen überzogen sind, die es einem feindlichen Flugzeug unmöglich machen, unbeobachtet einzufliegen. Vom Dienst dieser Männer auf den Flugwachen (vricht man im allgemeinen wenig. Er vollzieht sich wie so manche andere kriegswichtige Arbeit im Stillen. Daß diese Männer, deren ganze Aufmerksamkeit dem Luftraum gehört, beispielsweise Brandplättchenaktionen der Engländer zum Scheitern verurteilten, da sie den Abwurf so rechtzeitig meldeten, daß man ein systema­tisches Absuchen des Geländes sehr schnell einleiten konnte, daß diese Männer auch Waldbrände rechtzeitig beobachteten, sei nur nebenbei erwähnt. Aber die größte Aufmerksamkeit bliebe erfolg­los, wenn nicht die Beobach tungsmeldun.g rechtzeitig die zuständige Stelle erreichen würde, die ihrerseits in der Lage ist, die Abwehr einzuleiten. Das Flugwachkommando, abgekürzt Fluko, ist sozusagen der Meldekovf für die verschiedenen Flug- wachen, deren Nachrichten also hier zusammenströmen und hier auch entsprechend ausgewertet werden. Aber auch dieses Sammeln und Auswerten von Meldungen ist nicht Selbstzweck, es kommt viel­mehr darauf an, der Luftabwehr die erforderlichen Unterlagen für ihre Entschlüsse so zeitig wie nur irgend möglich zu über­mitteln. Es ist also ein gewaltiges N a ch r i ch t e n n e tz, das für diese Zwecke unterhalten und bedient werden muß. Dabei kommt es auf das allerschnellste und auf ein peinlich genaues Arbeiten an. Es ist klar, daß hierzu zahlreiche Kräfte benötigt werden. Mehr und mehr ist man nun dazu übergangen, die Soldaten aus diesem Nachrichtendienst herauszuziehen und sie durch Frauen zu ersetzen.

Auch hier hat sich die deutsche Frau glänzend bewährt. Erneut aber ergeht an die deutschen Frauen der Avvell, zu Helferinnen des Sieges zu werden. So heißt es deshalb auch in dem Merkblatt über die Einstellung von Luftnachritenhelferinnen: Die Luftnachrichtenhelferinnen sollen Arbeitsplätze von Soldaten der Luftnachrichtentruppe einnehmen und so deren Einsatz mit der Waffe ermöglichen. Jedes deutsche Mädchen und jede deutsche Frau, die Luftnachrichtenhelferin wird, trägt persönlich dazu bei, die deutschen Fronten zu stärken und den Endsieg zu sichern." Die Verwendungsmöglichkeiten sind dabei mannigfach. So können die Luftnachrichtenhelferinnen eingesetzt werden als Fernsprecherinnen. als Fernschreiberinnen, als Funkerinnen, als Helferinnen im

D i e Eauklaff« HeNen-RaNau Rotweiß Frankfurt Eintracht Frankfurt FSB. Frankfurt SvBgg. Neu-Isenburg «B. 98 Darmstadt Wormatia Worms

In Frankfurt kommt ein interessantes ßofaltrerfen zum Aus­trag. bei dem sick entscheiden wird ob Rotweiß dem Svitzcnreiter Ottenbach weiterhin auf den Ferien bleiben kann. Das Ende wird vermutlich knavv fein, vielleicht sogar ein Unentschieden. Im Fall eines Punktverlustes aber müßten fick die Bockenfieimer von Fuß- ballwortverein überholen lassen, der ein wesentlich besseres Tor­verhältnis auiweiit und zu Same trotz anerkannter Tüchtigkeit des Isenburger Neulings kaum viel zu fürchten hat. In Darmstadt begegnen üch zwei Mannickaften. die beide im Verlauf der Spiele wesentlich, nachgelassen haben. Die Gastgeber müßten schon ge­winnen. sonst geraten he in höckste Abstiegsgefahr.

Um bie Punkte im Kreis

FB. 02 Biebrich Reichsbafin-SG.

FSB. 08 Sckierstein SV. 19 Biebrich

Das vorgesehene dritte Treffen Post-SE. SvVgg. Eltville taut aus. da die Poft wegen Mannsckafissckwierigkeiten von dem Wettbewerb zurückgetreten i)t.

Auf dem Dvckerhoffplatz muß die bisher vorzüglick Plazierte Reicksbahn kick einer harten Belastungsprobe unterziehen. Für die Gacke war in Biebrick immer nur wenig zu erben. Zur Zeit scheint allerdings die Bahn besonders stark während der FD. 02 eine Reihe guter Kräfte verloren hat. Daher macken die Altwies­badener. die zudem auf den holzen Erfolg gegen KSG. binroei'en können sich Hoffnungen für einen Sieg auck auf fremdem Ge­lände. Sie kommen in bewährter Aufstellung freilich ohne den nickt mehr verfügbaren Lück. Biebrick indes wird sicherlich ZU schärfstem Widerstand entschlossen sein und hat mit Bauick' Müller Roth: Barbehenn. Pitthan Beihegel 2' Jul. Jung ©iebetmonn. Math. Jung Klarmann. Beisiegel 1 eine Mannschaft in Aussicht der man Vertrauen schenken darf. Zumal die beiden Gegner sich gut kennen ist ein zäher spannender Kampf zu erwarten hohen e-iegep wohl erst mit der Scklußminufe feststeht.

Eindeutiger sollte fick das Treffen in Schierstein, abwickeln. Di? Sckwarweißen die nack viermal wiederholtem Kamvf den Kriegserinnerungsvreis heimholten haben von dem Tabellen­letzten nichts zu fürchten Ohne ihren Tormann Krück und mit einem neuen Mann als Mittelläufer melden sie die Vertretung Giebel: K. Schmidt Schiller: Groth Distelrath Schröder: Stroh Nik. Hennrick. Eg. Hennrick Becker Fr. Schmidt Der Widerstand des Gastes wird davon abhängen, wie stark der SV. 19 heraus- zukommen vermag die Punkte wieder indes den Platzherrn kaum ernsthaft streitig machen können.

Ein Freundschaftsspiel der KSG.

KSE. 99 TB. 1817 Main,

Die KSG. nützt den von Punktesvielen freien Sonntag zu einem Übungstreffen, bei dem einige neue Spieler ausgevrobt werden sollen. In den gelben Farben wird sich erstmals der Holländer Feile Nauta (vom FV. Seerenveen) vorhellen. der auf dem reckten Flügel seinen Stammplatz hat. Vorausficktlick auf Halbrechts steht der talentierte Nachwuchsspieler Brück, der aus dem FV. Saarbrücken hervorgegangen ist. Halblinks soll wahr­scheinlich schuster (SvVgg. Sandhofen) Wielen, während als rechter Läufer noch Sckuber (Mainz-Bretzenheim) verfügbar ist. Zu weiterem Einsatz kommen noch Scklotter Gundlick Weimer Keul. Dir. Neiße und Behrens in Frage. Das Sviel ist zugleich Generalprobe für den acht Tage später folgenden keineswegs leichten Kampf in Schteritein. Die Mainzer Turner sind eine flinke, guteingefvielte Mannschaft von beachtlichem technischem Können, chdaß der Kampf einen schönen Verlauf verspricht.

Um bie Hanbball-Eaumeitterfchaii Wer bleibt Tabellenführer?

Polirei-SvE. Frankfurt LSB. Wiesbaben (8:11) Tab. Dietzenbach LSB. Gießen (11:3)

GfL. Pfungstadi SA. Frankfurt (12:13)

Tu. Griesheim Tgs. Offenbach 110:7)

Am Sonntag beginnt die Gauklasie vessen-Raiiau mit vollem Programm ihre Rückrunde. Das wichtigste und auch ipgnneninte Treffen steigt am Sonntagvorinittag, im Frankfurter svortreld. Der LSV. Wiesbaden muß »nack «yrantfurt in die Sohle des Löwen! Gelingt es unteren «rltegern den Gaumeister auch zu

Umständen die in erster Linie verantwortliche Angeklagte Elisa­beth Grmannsreiter zu 4 Jahren Zuchthaus, den minder- belasteten Ehemann Josef Grmannsreiter zu 2 Jahren Zuchthaus. Im Hinblick auf die Ehrlosigkeit des Verbrechens wurden den beiden Tätern die bürgerlichen Ehrenrechte für drei Jahre aberkannt. Wegen unberechtigten Erwerbs bczugsheschränk- ter Erzeugnisse erhielten die Ehefrauen Marie und Therese Saurer aus Regensburg je 2 Monate Gefängnis, die geringfügiger be­lastete Ehefrau Veronika Scharnagel aus Krähenhaus (Ober­bayern) 300 RM Geldstrafe. Sämtliche beschlagnahmte Waren- voräte verfielen der Einziehung und konnten der Eemeinversor- gung zugeführt werden.

Wir machen Musik"^

Luftiger Terra-Film im Ufa-Palaft

W i r machen Musik" heißt ein neuer Film der Terra, den der Verfasier und Svielleiter Helmut K ä u t n e r im Unter­titeleine kleine Harmonielehre" nennt. Eine hübsche, tempera­mentvolle Handlung mit einzelnen, besonders geglückten Regie- Einfällen, ist in das erfrischende Bad heiterleichter, bunt- schäumender Musik getaucht, die in eingängigen Liedern und schmissigen Rhythmen (Mein Herz hat heut Premiere",Ich hab dich lieb und du hast mich",Wir machen Musik" u. a.), von P. v Jgelhoff und Adolf Steimel geschrieben, zur Grundmelodic wird. Im Leben des jungen, seriösen Komponisten und Pianisten - Karl Zimmermann, der v 'm Spielen in Restaurants und Stunden­geben leben muß, tritt die große Wendung ein. als er in der Musikschule eine Vertretung übernehmen muß. Dort lernt er die . blutjunge Musikstudentin Anni Pichler kennen. Leider gehen ihre Musikinteressen andere Wege als seine ernste, schwerblütige, an klassischen Vorbildern entzündete Auffassung, mit der er soeben feine erste tragische OperLucretia Vorgia" beendete. Trotzdem interefiiert ihn bas hübsche, kecke Mädel sehr, ja, in Wirklichkeit liebt et sie bereits zärtlich, die so tapfer und sicher ihren Weg sucht, und er wird ihr bestimmt weiterhelfen, indem er ihr kostenlosen Einzelunterricht gibt daheim. Dabei nun entpupnt "sich Anni als eineeinmalige Mischung von Poesie und Prosa"; denn mit der gleichen Leidenschaft mit bei sie Musik macht, bringt sie seine verwahrloste Junggesellenwohnung in Ordnung. Sie komponiert, pfeift und singt dabei. Dieses nun beleidigt den ernsten Künstler" in ihm, doch et wird von Anni, die ihrer Sache, wie man zum Erfolg kommt sind daß es doch auch im Leben Musik für den Alltag geben muß, sichet ist, eines besseren belehrt, als sie ihm des großen Joh. Seb. Bachs entzückende ..Gebrauchs­anweisung für den verliebten Alltag", das kleine LiedchenWillst du dein Herz mit schenken", vorspielt. Aus den beiden wird ein Paar, ein seht glückliches Mufiketehepaar, bei dem nur am 15. meist schon ultimo ist in bet Kaffe. Datum komponiert Anni heim­lich ihre kleinen Lieber unb Schlager weiter, unb finbet Absatz bamit. Ein häßlicher, falscher Verbackt bes jungen Ehemannes reißt bie beiben auseinanber. Anni gehst wieder mit betSpatzen­kapelle" auf Torunee, während Zimmermanns Oper bei ihrer ersten Aufführung glatt durchfällt. Anni arbeitet im Auftrag eine große musikalische Revue aus, deren anonymer Mitarbeiter, ohne daß einer vom anderen weiß, ihr Mann ist. Es wird ein Erfolg sondergleichen, in den sich die beiden Autoren teilen und bei dem sie wieder zueinanderfinden. In der rauschenden, pomphaften Aufführung dieserRoten-Parade" manifestiert sich noch einmal der ganze musikalische Gehalt und Inhalt des Films, der sehr lebendig und vergnüglich ist und einer heiter-beschwingten Lebens- unb Kunstauffaffung bas Wort spricht. Ilse Werner bringt für bie Rolle bet Anni Pichler alle notwendigen Voraussetzungen mit: Jugend, Keckheit, Selbstvertrauen, Lebensbejahung, und das Pfeifen-Künnen! Sie ist beweglich in Ausdruck und Gebärde und von herzerfrischender Natürlichkeit. Victor de Kowa ist ihr ein vorzüglicher Partner, ernster unb schwerer im Grund ton seines Wesens, gibt et der Figur des Musikers Zimmermann fein aus­gewogene menschliche Wärme und natürliches Gebaren. Grethe Weiser als stunbennehmende Frau Bratzberger, Edith O ß und Georg Thomalla als Trude und Karl, aus denen auch ein Musikerehevaar wird und vor allem dieSvatzenkavelle" stellen gute Typen in den Film hinein. Adele Plüschke

1941 fälschte er diese Listen und führte mehr Personen als be­zugsberechtigt auf als wirklich vorhanden waren. Mit den so zuviel erhaltenen Karten bezog et selbst, bet im übrigen nur für sich zu sorgen hatte, zusätzlich in jeder Kartenperiode erhebliche Mengen Lebensrnittel: einen großen Teil der Karten benutzte et, um dagegen von dritten Personen, die nicht näher ermittelt werden konnten, Stoffe, Wäsche, Seife u. a. einzutauschen. Weitz hat auf diese Weise in elf Monaten 50 Zentner Fleisch, 15 Zentner Fett und 175 Zentner Brot beiseite ge­schafft.

Im Hinblick auf die erhebliche Menge der verschobenen Lebensmittel und sein gewiffenloses und raffiniertes Vorgehen nahm das Sondergericht einen besonders schweren Fall bes Kriegs­wirtschaftsverbrechens an. Hinzukommt, daß Weitz, wenn er sich auch zuletzt über zehn Jahre straffrei geführt bat, in den Jahren 1920 bis 1926 nicht weniger als 15 mal vorbestraft ist, dar­unter viermal wegen Betruges, wegen Kettenhandel, Kohlen­schiebung, Preistreiberei und Schleichhandel. Diese Vorstrafen kennzeichnen ihn als ausgesprochenen Schiebertyp, der in wirt­schaftlich bedrängten Zeiten auf Kosten feinet Mitmenschen skrupellos seinen dunklen Geschäften nachgeht und für beit in jetzigen Kriegszeiten in bet Volksgemeinschaft kein Platz mehr ist.

Das Tobesurteil ist bereits vollstreckt worben.

........... _____jet= unb Reisemarken aus Geschäftseinnahmen zum verbotenen Eigenverbrauch zuriick- gelegt würben. Erhebliche Menge n von gehamsterten Le­bensmitteln würben außerdem an auswärts wohnende Vet­wa n b t e unb Bekannte unzulässig unb ohne entsprechende Be­zugsberechtigung abgegeben, kleinere Bestäube aber auch an einige ortsansässige Äunben unb Bekannte.

Die ci)eleute Grmannsreiter haben in verbrecherischer Weise vor allem bie Gelegenheit der Eeichäftsübergabe im Oftobet 1941 5U diesen eigennützigen Lebensmittelschiebungen aus dem Waren­lager ausgenutzt und in schwerwiegender Auswirkung, aber auch in verwerflichster Rücksichtslosigkeit gegenüber kriegswichtigen Ge- meinschafisintereffen der Bevölkerung den Bestimmungen der Kriegswirtschafts- und Verbtauchstegelungsstrafverordnung zu- widergehandell.

Das Sondergericht verurteilte unter diesen fttaferschwerenden

Darmstadt, 5. Dez. Gine bei bett Eheleuten Josef unb Elisabeth Grmannsreiter in Darmstadt im September 1941 vorgenommene Haussuchung bestätigte in ungewöhnlich weitgehenbem Umfang ben Verdacht schwerer kriegswirtschaftlicher Verfehlungen. Eine Stief­schwester der Ehefrau Grmannsreiter übernahm im Jahre 1933 ein Lebensmittelgeschäft in Darmstadt, zu dessen, Erwerb die Eheleute Grmannsreiter die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung stell­ten. Frau Grmannsreiter war tn dem Geschäft tätig, ihr Mann führte die Geschäftsbücher und beide lebten bis zum Tode der Ge­schäftsinhaberin mit dieser in einem gemeinsamen Haushalt. In der Folgezeit führten die Gheleute das Geschäft für die Grben- gemeinschajt der verstorbenen Stiefschwester weiter, bis es tm Oktober 1941 durch Verkauf in andere Hände überging. Josef und Elisabeth Grmannsreiter hatten sich setzt vor dem Sondergericht in Darmstadt zu verantworten, weil sie seit K r i e g s b e g i n n bis zur Veräußerung des Lebensmittelgeschäfts mindestens 800 Kilogramm Lebensmittel verschiedenster. Art, darunter Weizenmehl, Teigwaren, Zucker. Kaffee, Tee, Kakao, Obst- und Gemüsekonserven, Butter- und Schweineschmalz, Speck, Schokolade­artikel, Speiseöl und Gier, außerdem aber auch andere bezugs­beschränkte Waren des täglichen Bedarfs wie Backpulver, Spiri- iuosen, kondensierte Milch, Seife und Waschmittel, Bohnerwachs und Schuhcreme dem Warenlager entnahmen und für den eigenen Bedarf beiseiteschafften. Dem unersättlichen Gigen- nutz der Angeklagten genügte dies jedoch keineswegs, die Durch­suchung ergab, daß für den erheblichen Gegenwert von 136 Kilo­gramm Lebensmittel auch Urlaubs" v *1 -----* "