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Seite 2 Nr. 288

Wiesbadener Tagblatt

Samstag /Sonntag, 5./6. Dezember 1942

iläne, an denen England so reich ist

die

Druck und Verlag: L Schellenbttgstch« Buchdruckerei. Wiesbadener Tagblatt,Wiesbaden Gelamtleitung: Dr. phu. habil. Duft ao Schellenberg und Otto Kaiser. Haupt, schriitleiter: Fritz Günther, iämtl. in Wiesbaden. Zur Zeit ist Preisliste Rr. gültig

Die heutige Ausgabe umfatzf 8 Seiten

das Belanntweiden der Tatsache, daß der Sultan von M a r o ff o von den Amerikanern unter strengste Aussicht gestellt wurde. Der Sultan darf seinen Palast nicht verlasien,unb durch die USA.-Kontrolle ist der versönliche Verkehr der Marokkaner mit ihrem Fürste« praktisch unterbunden. Selbst alle schrift­lichen Eingaben gehen durch die Hände der Besatzungsbehörden, so datz der Sultan kaum mehr als ein Gefangener ist.

Fünf Spitfires im Westen abgeschossen

Berlin, 4. Dez Über der Küste der besetzten West- gebiete kam es im «Laufe des heutigen Tages wiederholt zu heftigen Luftkämvfen.F o ck e - W u l f" - S t a f f e l n grisfen stärkere feindliche Jagdverbände, die sich dem besetzten Gebiet näherten, an und zersprengten sie. Bei günstigem, wolkenlosen Wetter wurden nach bisher vorliegenden Meldungen von unseren Jägern ohne eigene Verluste fünf Svitfire zum Absturz gebracht _________

Das RSKK. hat au? dem Gebiet der motorischen Wehr­ertüchtigung eine neue Ausgabe übernommen and bildet Sturmbö otsührer und Fahrer anderer motorisierter Wasser- fahrzeuge für die Pioniere aus.

wi. Das Afrika-Abenteuer Roosevelts hat, soviel löst sich heule schon sagen, überall und nach jeder Richtung hin, ent­täuscht und eine tiefgreifende Mißstimmung ge­schaffen. In England ist man empört darüber, datz man bei dem Unternehmen ganz an die Wand gedrückt wurde und in fran­zösischen Kreisen, die auf Roosevelts Karte gesetzt hatten, wollen die Vorstellungen, die man sich von derBefreiung" machte, mit der Wirklichkeit gar nicht übereinstimmen. In Amerika selbst beginnt man einzusehen, daß man die Erwartungen viel zu hoch geschraubt hat. Man fühlt sich durch die amtliche Berichterstattung betrogen.Viele von uns haben sich bereits beglückwünscht", so schreibt dieNew York Times",weil wir glaubten-, der Krieg gehe nun schnell zu Ende. Das war nicht nur eine voreilige, sondern auch eine völlig unbegrün­dete Hoffnung und das Ergebnis einer gefährlich fal­schen Unterrichtung der Öffentlichkeit." Nach demNew Pork World Telegramm" schlägt sogar im Kongreh die Emoorung hohe Wogen. Man kritisiert mit brutaler Offenheit dieF a l s ch- meldungen der militärischen Kommando- »eilenWenn das USA -Volk einen Mangel an Vertrauen in die amtlichen Kriegsnachrichten bei den letzten Wahlen zum Ausdruck brachte", so erklärte der Abgeordnete Anderson, dann haben seine Abgeordneten auch das Recht, endlich die volle Wahrheit Über die Kriegslage «i verlangen."

Die im plutokratifchen Kurs segelnden Franzosen sehen der weiteren Entwicklung, wie die Schweizer ZeitungTribuna de Eeneve" berichtet, mit größter Sorge entgegen. Algerien, so sagt das Blatt, unterliege einer Krise wirtschaftlicher, mili­tärischer, finanzieller, politischer und vielleicht auch bald sozialer Art. Der Zugoerkebi sei aus Kohlenmangel eingestellt worden, auf den Märkten fehlten die Lebensmittel, die Läden seien leer

USA. Aber das Tempo in Nordafrtta schwer enUäuscht

Offene Kritik an denFalschmeldungen der militärischen Kommandostellen"

Dr. Ley rechnet mit Sir William Beveridge ab

Sein Plan ist Opium für die Masten, schlechteste soziale Flickschusterei

land und fügten der Bevölkerung Verluste an Toten und Verwundeten zu. Hand in Hand mit diesen Zer in u r - oungsangriffen gingen Drohungen und llber- redungsversuche. die das italienische Volk seiner Füh­rung absvenstig machen und seine Widerstandskraft labm- legen sollten. Als dann aber Churchill seine Wut über die völlige Erfolglosigkeit seiner Politik in einer zum Verrat auffordernden und von Beleidigungen gegen das italienische Volk und den Duce strotzenden Rede austobte, erteilte ihm Mussolini eine Antwort, die wie ein Hammerschlag. in die Fratze der Verleumder wirkte. Der Lenker der Geschicke Italiens hat gesprochen wie ein echter Römer. Seine Worte bewiesen, dah er der wirkliche Führer der Ration ist. Der Widerhall, den die aufrüttelnde Rede.des Duce im italienischen Volke weckte, aber brachte klar zum Ausdruck, dah der Glaube der hochmütigen vlutokratischen Staats­männer. mit solchen Mitteln Italien au? die Knie zwingen zu können, ein Irrtum ist. Wie das deutsche so ist auch das italienische Volk, das den Versklavungsplan der anglo­amerikanischen Eewaltherrschaftsvolitiker völlig durchschaut, in diesem Kriege immer härter geworden. Die Kamerad­schaft zwischen Italien und Deutschland ist. wie der -t uce sagte, mit jedem Tage des gemeinsamen Kampfes, immer tiefer geworden und das gegenseitige Verhältnis aber oie Spielregeln der alten Diplomatie hinausgewachsen. 3m Gegensatz zu unseren Feinden, wo sich der eine mitten iin Krieg bemüht, auf Kosten des andern möglichst große Ge­schäfte zu machen, ist die W a f f e n k a m e r a d s ch a f t für Deutschland und Italien ein Ehrbegriff und damit oherstes Gebot. Die nationalsozialistische und iaschi- stische Erneuerung haben die Völker Mitteleuropas zu einem einzigen großen politischen Block zusammengeschweißt und ihnen die revolutionären Energien gegeben, die den restlosen Einsatz jeden Volkes und seiner Wehrmacht jur die gemein­samen Ziele nach einem einheitlichen strategischen Plan, ver­bürgt. Das Vertrauen, das Deutschland in den Führer

Aus dem Führerhauptauartier, 5. Dez. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Abschnitt Tuapse griffen deutsche Truppen über, raschend an. erzielten trotz besonders ungünstiger Wetterv-rhalt- niste Eeländegewinne und erbeuteten schwere und leichte onsante- riewasfen. Starke Angriffe der Sowjets im O st k a u k - s u s scheiterten wieder unter schweren Verlusten an dem hartnäckigen Widerstand deutscher und rumänischer Truppen. Die Unterneh­mungen schneller Verbände nördlich des Terek wurden fortgesetzt und über 1000 Gefangene eingebracht.

Der gemeldete Vorstoß in der Äalmü den - S t ep p e wurde bis tief in den Rücken des Feindes fortgesetzt und dabe, ein Stützpunkt des Gegners mit groben Werkstätten für Panzer- kampfwagen zerstört.

Zwischen Wolga und Don griffen die Sowjets auch am 4. Dezember unter starkem Einsatz von Panzern vergeblich an. 15 Panzer wurden vernichtet, dreizehn bewegungs­unfähig geschossen und dem Feind hohe Verluste an Menschen und Waffen zugefügt. Ein lrastooller Angriff eigener Panzertruppen zerschlug feindliche Panzer- und Kavalleriekraft-, wobei 2000 Gefangene und 14 Geschütze als Beute eingebracht wurden.

Italienische und ungarische Spähtruppunternehmungen an der Donfront erbrachten wichtige Erkundungsergebnlsie.

5m Raum zwischen Kalinin undI IIm e n I ec brachen auch gestern starke, mm Teil durch besonders heftiges Artiller,e- feuer, Panzer und Schlachtslieger unterstützte Angriff- des Feindes zusammen. 104 Panzerkampfwagen wurden, jum Teil im Nahkampf vernichtet und sechs Flugzeuge durch Truppen des Heeres abgeschossen. Bei den Abwehrkampsen der letzten zehn Tage vernichtete die 78. 5nfanterie-Dio,fion allein 180 Panrerkampf- wagen. Die Luftwaffe zerschlug feindliche Truppenberertstellungen und Fahrzeugkolonnen. Iagdsliegeroerbande schossen ohne eigene Verluste »8, Flakartillerie drei feindliche Flugzeuge ab.

An der R o r d s r o n t wurden bei eigenen Stoßtrupp- unternehmen über 80 feindliche Kampfstände und Bunker zerstört, ihre Besatzungen vernichtet »der gefangen.

In Tunesien sind heftige Kämpfe im Gange. Ein wich­tiger Straben- und Eisenbahnknotenpunkt wurde nach mehrtägigen Kämpfen im Sturm genommen. Hierbei wurde eine starke britisch-amerikanische Krästegrupve die w«iI vor­geschoben den feindlichen Aufmarsch gegen Tunesien ,u decken hatte, nahezu völlig vernichtet. Der Gegner erlitt

grobe Verluste an Menschen und Material. Starke Verbände von Kamps- und Sturzkampfslugzeugen griffen wirksam in die Kämpfe ein. Auberdem wurden Artilleriestellungen, Trupp-n- und Panzeransammlungen wiederholt angegriffen, wobei über hundert Kraftfahrzeuge vernichtet wurden.

Ferner griffen deutsche und italienische Lnstwafsenverbände den Hasen von Sone an. Ein Transportschiss wurde schwer getroffen, zahlreiche andere gerieten in Brand. Deutsche -tag-r schosien 23, die Küstenartillerie in Tunis zwei feindliche Flugzeuge ab. Fünf eigene Flugzeuge werden oermigi.

An der Küste der besetzten West gebiete verlor die britische Luftwaffe gestern sechs Flugzeuge.

gearbeitet.

In Marokko liegen die Dinge, wie aus Casablanca berichtet wirb, um keinen Deut besser. Seit der Besetzung ist B r o t k a u m mehr zu haben und das Mehl, das bisher frei verkauft wurde, rationiert. Die eingeborene Bevölkerung, wie auck französischen Kolonisten und Kaufleute, klagen über die schar­fen Reauisitionen und die Beschlagnahmung ihrer Vor­räte. wofürTribuna be Eeneve" die Versorgungsschwierigkeiten der ÜSA.-Truppen, bzw. den ll-Boot-Krieg, verantwortlich macht. Die Unzufriedenheit greift besonders in der eingeborenen Be­völkerung immer mehr um sich und erhielt neuen Auftrieb durch

Italienisches Lazarettschiff torpediert

Rom, 4. Dez. Der italienische Wehrmachtbericht vom Frei­tag hat folgenden Wortlaut:

Das Sauvtouartier der Wehrmacht gibt bekannt:

Heftiges feindliches Artilleriefeuer auf unsere vorgeschobenen Stellungen der Cyrenaika-Front wurde wirksam er­widert.

3n Tunesien eroberten deutsche Abteilungen eine wich­tige Stellung und machten 454 Gefangene, darunter 18 Offiziere. 3n einer weiteren glänzenden Kampshandlung nahm ein Bersaglieri-Bataillon mehr al« 300 englische Fall­schirmjäger gefangen.

Die Angriffe von Achsenverbänden gegen d i e Häsen von Franzöfisch-Rordafrika und dort liegende Schisse nahmen Tag und Nacht ihren Fortgang. 3m Verlause heftiger Lustkämpfe mit deutschen Jägern verlor die feindliche Luftwaffe sechzehn Flugzeuge. .....

3m mittleren Mittelmeer schob einer unserer Aufklärer tm Kamps mit vier Svitsires eine Svitfire ab und beschädigte eine weitere schwer. Er kehrte mit zahlreichen Schubverletzungen an seinen Stützpunkt zurück.

Das Lazarettschiff »Eitta di Trapani" wurde torpe­diert und ging unter. Es hatte keine Verwundeten an Bord. Bon den 120 an Bord befindlichen Personen wurden 104 gerettet, darunter alle Krankenpflegerinnen vom Roten Kreuz.

Britstche Flugzeuge unternahmen Einslüge auf Orte in Sizilien. Die Zivilbevölkerung hatte zwei Verletzte. Ein Flugzeug wurde von den Flakbatterien getroffen und stürzte brennend bei Augusta ab.

Eines unserer Torpedoboote unter dem Befehl de» Korvetten­kapitäns Beniamino Satina versenkte ein feindliches Unter­seeboot. _________

Am Montag wird in Berkin in Anwesenheit des italienischen Unierrichtsrninisters B o 11 a i das italienische wissen­schaftliche 3nstitutStudio Hnmanrtatis" er­öffnet.

Em wahres Heidenvolt"

25jähriger Bestand der finnischen Selbständigkeit

LPS. Wenn am 6. Dezember die Finnen, unsere Verbündeten im hohen Norden, die Schulter an Schulter mit uns diesen schwersten Kampf auf Leben und Tod gegen Bolschewismus aus- fechten, den 25jährigen Bestand ihrer staatsI chen Selbständigkeit feiern, so ist es doch nicht so, als ob Finnland sein staatliches und völkisches Eigenleben erst an diesem 6. Dezember 1917 errungen hätte, oder gar am Ende auch eine der unzähligen, serienmäbigenSchöpfungen" Versaillischer Klem- [taatenjabritation wäre. Ganz im Gegenteil. Denn schon non, den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung an hat sich das m [einen jetzigen Sieblunasraum eingeroanberte finnische Volk, das erst dem schwedischen Staatsoerbanb, bann dem.zaristischen Rüg­land eingegliebert wurde, angeschickt, Schritt für Schritt einen eigenen und selbständigen Staat zu Bauen und politische wie auch kulturelle Reise und E-genleben zu gewinnen.

War aber schon die Loslösung Finnlands aus dem susammen- gestürzten zaristischen Staatsverband nicht ohne Blut und schwere Kämpfe zustande gekommen, so brachte die Zeit, da der Bolsche­wismus seine Klauen in den aus den Fugen gegangenen Riesen- kolob Rubland schlug, dem finnischen Volk eine Sintflut grauen- Haftester und härtester Kämpfe. Doch da stand Finnlands Volk wie ein Mann aus und sicherte sich in einem schweren blutigen Krieg bas, was es durch Jahrhunderte aufgebaut und eben erst erreicht hatte. Erst 1920 wurde dieser erste Krieg zwischen Finnland und den Bolschewiken durch den Friedensschlub von Dorvat beendet. ' , . _

Es war wohl ein Friedensschlub. was damals in Dorpat zu­stande gekommen wat, doch ein tatsächlicher Friede war es nicht. Ein ständiges Wühlen von selten der Bolschewiken, jener indisch- verseuchten Untermenschen, die die Unterdrückung alles völkischen Eigenlebens und Eroberung der Welt für eigene Zwecke auf ihr Banner geschrieben hatten, eine stets sich steigernde Aggressivität ihrerseits, die sich unter Nichtangriffspakten kläglich zu verbergen suchte, zwang schließlich den Finnen ein zweitesmal 1939 die Waffe gegen den Erbfeind aus dem Osten in d,e Sand.

Dieser zweite Seldenzug des kleinen Staates gegen den riesigen und sowohl an Waffen als auch an Material weit überlegenen Gegner ist bet Welt noch in unauslöschlicher Er­innerung Ein wahres Heldenepos wäre es, würdig allen Heldenliedern der Völkergeschichte vergangener Zeiten an die Seite gestellt zu werden, fände sich die Feder, die die Taten lenes Volkes und jedes einzelnen seiner Angehörigen, der Soldaten, aber auch derer, die im finnischen Sinterlande sür den Sieg kämpsten, mit der ganzen Wucht und Eindringlichkeit, die dazu nötig wäre, schilderte. Doch die Übermacht war zu gewaltig, und nach dreimonatlichem Krieg mußte sich Finnland, da Deutschland durch Englands Praktiken außerstande war, fein Süterami über Europas Schicksal wahrzunehmen, in ein bolschewistisches Friedens­diktat fügen, das es daraufhin anlegte, ihm fein staatliches Eigen­leben gänzlich zu rauben. ,

Doch auch durch diesen schwersten Schlag gegen feinen Be­stand als Nation konnte Finnland nicht auf die Dauer auf dem Boden gehalten werden. Denn wie ein Mann stand es wiederum aus, als fein Feldmatschall Mannerheimeszumdritt e n- m a l unter die Wassen rief, als es galt, diesmal an der Seite Deutschlands und seiner Verbündeten, die die Vernichtungspläne Englands im Westen zerschlagen und den stärksten Degen Groß­britanniens auf dem europäischen Festland, Frankreich, nieber- geworsen hatten, zum letzten, entscheidenden Kamps gegen Bolschewismus und östliches Unter- drückertum anzutreten.

Mit unendlicher Bewunderung und tiefer Sympathie tritt heute Deutschlands Volk im Geiste an, um mit seinen Kamps­und Schwertgenossen, den Finnen, diesen ihren Ehrentag mitzu- feiern und um ihnen das Glück, den Wohlstand und die Sicherheit ihres völkischen Bestehens zu wünschen, die sie sich durch ihren Heldenmut, ihre Opfer und Einsatzbereitschaft tausendfach ver­dient haben.

großer Reklame veröffentlichten sogenannten britischen Sozialplan scharf ab und nennt ihn Opium für bte aKaffeit

Dr. Ley schreibt u. a. dazu:Sir William Beveridge hat- einen Blan den er im Austrag Churchills ausgearbeitet bat und der angeblich für den geringen Preis von 800 Millionen Pfund Ster­ling im Jahre jedem Engländer dieFreiheit»« aber.tot

Be^ näherem Zusehen freilich erweist sich bald, daß Beveridges Plan nicht viel mehr zu sein scheint als eine neue Blute E ,Baum der zahllosen Vorschläge und Pl»nc, aner.en

und die dann zu geeigneter Zeit wieder tn der Versenkung v

und die Teuerung steige von Tag zu Tag. Diese Zeitung, der man Achsenfreundlichkeit zweifellos nicht vorwerfen kann, kommt zu der sür die Kreise um den Verräter Sarian vernichtenden Feststellung, daß durch die Landung der Amerikaner und Briten nicht nur der Versorgung des sranzöfischen Mutterlandes ein harter Schlag versetzt, sondern auch den afrikanischen Jnteresien selbst der denkbar schlechteste Dienst geleistet worden fei. Selten hätte man mit soviel Erfolg, wie jetzt, gegen Frankreich

Starke Angriffe der Sowjets gescheitert

Sowjetischer Stützpunkt in der Kalmückenfteppe zerstört Heftige Kämpfe in Tunesien Neuer Luftangriff auf Bone

und Italien in den Duce setzt, aber bildet die Voraussetzung für den Sieg, den die tapferen Soldaten der Achlenstreitkrafte und ihrer Verbündeten im schweren Ringen um die Entschei­dung an allen Fronten oorbereiten.

Zum 50. Geburtstag Francos

Die Glückwünsche des italienischen Königs und Kaisers und des Duces

Rom, 4. Dez. Kaiser und König Viktor E m a n u e l III. hat dem Eaudillo General Franco anläßlich seines Geburts­tages seine herzlichsten Glückwünsche telegraphisch übermittelt.

In feinem Glückwunschtelegramm an General Franco erinnert der Duce an den von General Franco geführten gemeinsamen Kamps Italiens und Spaniens gegen den Bolschewismus, weist auf die freundschaftlichen Beziehungen hin und gibt seinem u n - erfchiitterlichen Glauben an die Zukunft des von Franco begonnenen Wiederausbauwerkes von Spanien Ausdruck.

as. An der Ostsront halten die sehr schweren Abwehrkämpfe am Die Sowjets haben sogar im M i 11 e l a b s ch n 111 n o ch weitere Artillerie h e r a n g e z o g e n so daß sich dort auch schwere Artilleriekäinpse entwickelt chaben. Trotz allem lassen mancherlei Anzeichen erkennen, daß sich die deutsche Abwehr- front erheblich gefestigt hat. Die große Zahl von ver­nichteten Panzern, die auch der heutige OKW.-Bencht wieder ver­zeichnet, lasten erlernten, wie ausgezeichnet unsere panzerbrechenden Waffen wirken, sie zeigen allerdings auch die Schwere der Abwmsr- kämpse, in denen der deutsche Soldat wiederum Vorzügliches leistet

Die Kämpfe in Nordafrika geben offensichtlich den Amerikanern doch langsam zu denken. Man stellt fest, daß Nord- afrilaeine völlig unbegründete Hoffnung" war und sudamerlka- nische Korrespondenten berichten von einer ausgesprochenen Miß­stimmung tn den USA. Zum Teil versucht man, bie Engländer sur die Mißerfolge verantwortlich zu machen und wirft dem englischen General A nb e r s o n , der die Truppen gegen Tunis fuhrt, not, datz er seine Streitkräfte allzusehr exponiert habe Auch spanische Blätter bestätigen in ihren Betrachtungen zur Kriegs läge in Tunis den Anglo-Amerikanern, datz die Achsenmächte auch dort die Initiative in der Hand haben. Von italienischer Seite wird der gestrige Bericht des OKW. über die Vernichtung einer Abteilung englischer Fallschirmjäger in Tunis noch dahin ergänzt, datz bie er Fallschirmjägerverband, der hinter den Ltnren der Achsenstreitkrafte landete, von schnellen italienischen Kolonnen ver­nichtet wurde, noch bevor er den Kampf hätte ausnehmen können. Die deutsch-italienischen Verbände, die an diesen Kampshandlungen teilnahmen, so heitzt es in der italienischen Darstellung, zeichneten sich durch ihren Elan und durch ihre Verachtung der Eesahr als dem Feind unbedingt überlegen aus.

zusammengebracht, der alle Nachteile aller bekannten Versicherungs- systeme in sich vereinigt, ohne auch nur einen einzigen konstruktiven Gedanken zu verwirklichen. Wenn man schon in der Ankündigung eines angeblich so gewaltigen Sozialwerkes für die nächsten 20 Jahre mit einem Durchschnitt von IV« Millionen Arbeitslosen bei 19 Millionen Erwerbstätigen rechnen muh,, bann kann man sich die Wirklichkeit unschwer ausmalen. Diese Tatsache allein, datz das reiche England ständig mit mindestens 10 mH. Arbeitslosen rechnen mutz, beweist die Heuchelei aller englischen Sozialpolitik. , ,

Der Aussatz Dr. Leys schließt mit den Worten:Was in England der Bevölkerung gegenwärtig als Silberstreisen am Hori­zont vorgesetzt wird, ist jebenfalls nichts weiter als schlechteste sozialeFlickschust-rei. Es patzt ausgezeichnet in bas eng­lischeSozialsystem^, das statt eines wirklichen Sozialismus nichts kennt als Almosen, Heuchelei, Wohltätigkeit Schwarze Listen, Slums, fiinberelenb und Ausbeutung aller Art. Was Beveridge jetzt vorschlägt, ist Opium für die Massen. Noch nie ist aber Opium- genug bekömmlich gewesen."

Hw Beveridge nimmt sich vor, bei einem durchschnittlichen Stand von 1,5 Millionen Arbeitslosen ld^ entspräche fer unsere Bevölkerung umgerechnet etwa 3 bis 4 Millionenf febem Engländer in Notzeiten, im Alter und bei Krankheit ein Mindest­einkommen zu garantieren, allerdings nureventuell, wie es tn dem Plan wörtlich heitzt. Es ist zuzugeben, datz man so etwas rechnerisch kann, das Papier hält still.

Das wirkliche Problem beginnt aber erst hinter der Rechnung, kann die Bolkswirtschast solche Summen ausbringen? Kann das Volk die nötigen Güter erarbeiten? Vor allem aber, erlaubt es bie herrschende Gesellschaftsordnung, die fick in England wie m keinem anderen Lande der Erde als Hochlapitalismus dokumen­tiert, die volkswirtschaftliche Produktion tatsächlich nach sozialen Gesichtspunkten zu verteilen? Hier ist nun der Punkt an dem wir Nationalsozialisten den Haken an Bevendges Volksbegluckungsangel

Sir William mag durchaus richtig kalkuliert haben. Sein Plan wird an der englischen Reaktion scheitern, bie unfähig ist, eine wirkliche Eemeinschaftsorbnung herbeizufuhren a-as soziale Glück ist nämlich k e i n v - r s - ch e r u n g s m a t h e m a t i s ch - s Nechenexempel, sondern die Frucht einer wir kl ich en Volksgemeinschaft. Gegen diese elementare politische Weis­heit Hilst es auch nichts, wenn Herr Beveridge den billigen: Ver­such unternimmt, durch eine Anleihe vom nationalsoz»alistnchen Parteiprooramm den etwas wackligen Karren der englischen So­zialpolitik mit neuen Rädern zu versehen.

Als der Fübrer am 24. 2. 1920 zum ersten Male die -a Thesen bes Parteiprogramms verkündete und erläuterte, lautete der Punkt 15 bereits so wie heute.Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung" Der Auftrag vom 15 Februar 1940 an mich, die Verwirklichung dieses Programmpunktes durch konkrete Vorschläge vorzubereiten, war kein propagandistischer Zweck, sondern die logische Schlußfolgerung aus der inneren Gesetzmäßigkeit der Bewegung. ...

Das wissen sogar die Engländer, die einen immer größeren Teil ihrer Felle allmählich bavonschwimmen sehen. Unb so haben sie einige Monate nach dem Führerauftrag vom lo. 2. 1940 einen ihrer würdigsten unb gerissensten Nationalokonomen, eben «ir Wil­liam Beveridge beauftragt,au ch so etwas vorzuberei- tcn. An der Jahreswende 1940/41 hat Herr Beveridge sich an die Arbeit gemacht. Trotzdem hat er im Ergebnis nur einen Bastard