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Freitag. 4. Dezember 1942

Wiesbadener Tagblatt

Erfolge der deutsch-italienischen Luftwaffe in Nordafrika

Aufklärunqsslügen griffen deutsche Kampf­er der tunesischen Küste einen feindlichen

eefomtleitung: Dr.phll.I schrtfileiter: FrttzEünt

Die sientige Ausgabe umfaßt 6 Seiten

Staffeln überraschten südlich Tebourba eine

~ die ersten

Seite 2 Rr. 285

Erfolgreiche Angriffe nördlich des Terek

sluazeuae2u 88" vor der tunesischen Küste einen feindlichen Zerstörer an. Eine schwere Bombe ritz die Schis,swanü au,. Set Zerstöret stoppte gleich darauf. Dann traten weitere Bomben wenige Meter neben dem Heck und knapp hinter den Schrauben. Beim Abflug beobachteten die deutschen Kampftliegei, daß der Zerstörer mit dem Heck tief im Wasser hing und tue Besatzung das Schiff verlieb. .

Bomben eines anderen deutschen Verbandes traten aut Hasen- anlagen bei Ausladungen britifch-nordamerlkanlsche Truppen. Bei einem Angriff auf den Hafen Loire wurden g rotz e L ager, hallen in Brand geworfen, feindliche Jaget, die den Angriff der deutschen Kampfflugzeuge $u verhindern suchten, wurden gleichzeitig mit Bordwaffen in e-chach gehalten. Feind- liche Secftreitltäfte verloren überdies durch Bolltreftei emes deutschen Kampfflugzeuges ein Bewachungstahtzeug, das mitten *&ÄÄ'ftte Nachschub über See weiter nach-

Druck und Seda«: L Schellenberg sche Buchdruckerei. Wiesbadener Taschlait, Wiesbaden ffiriamtlcitunoTSr. phti. baBil. ® u ft a o Schellenberg und Otto Kaiser, paupi- tfidraeiten Fritz E ün ther, simil. in Wiesbaden. Zur Zeit ist Preisliste «r. 10 gültig

Säuberung der Philippinen beendet

Tokio, 2. Dez. Dis Aufräumungsoperationen auf den Philippinen find nunmehr beendet. Darüber gab das kaiserliche Hauvtauartier folgens Verlautbarung aus. Nach der Besetzung der gesamten Philippinen führten die Streit­kräfte der kaiserlichen Armee Sauberungsaktlonen gegen die Reste der Amerikaner und Philivpinos, die sich tm Gebirge und an anderen unzugänglichen Stellen der Insel noch dielten. Sie vernichteten die Hauptmaste dieser irregmaren Truppen. Bom August bis zum.Oktober betrugen die Ver­luste de Feindes 3945 Gefallene und 2918 Gefangene. Zur Kriegsbeute gehören u. a. 33 Schnellfeuergeschutze, 71 schwere und leichte ME's. 105 automatische Gewehre und andere Feuerwaffen von insgesamt 74o8 Stuck, eine Million Schub Munition und 44 Lastwagen.

Berlin, 3. Dez. Die tlberlegenheU bet deutschen und italienischen Luftwaffe gegenüber den britisch-nordamerikanischen Landungstruppen in Notdasrika hielt auch am 2. Dezember un­vermindert an. Bei ffruHfnninnaHüaen arirfen deutsche Kampf-

fein weiteres glückliches Wirken zum Wohle seines Volkes auf dem Boden des neuen Europa.

Eine Ansprache des Caudillo

3n Einigkeit und Disziplin leben und auf den Krieg vorbereitet sein"

Saragossa, 3. Dez. Anläßlich der feierlichen Überreichung der alten historischen Fahne der spanischen Militärakademie in Saragossa hielt der spanische Staatsche, General Franco eine Ansprache, in der er u. a. daraus hinwies, daß die System,eil versucht habe, die Fundamente bet spanischen Raste zu unterhohlen unb Spanien zu zerstückeln.Um Frieden zu haben, so Caudillo fort,ist es bas beste, sich auf den Krieg "eezubereiten Heute müssen bie Völker im Geiste der E'nigkeit und Disziplin leben und auf den Krieg vorbereitet sein. Wehe dem Volk das ohne Einigkeit in den Krieg geht!" General Franco erwähnte sodann als Warnung das Beispiel eines europäischen Volkes das zusammenbrach, weil es an Disziplin mangelte. Der &cm schloß seine Rede mit bet Mahnung an alle Spantet »"t Einigkeit unb straffem Zusammenhalt. Niemand soll sich hinter den Ruf Via Espana" unbArriba Espana" tarnen, denn mit diesen Rufen auf ben Lippen seien Tausenbe von Spaniern für ihr Vater­land in ben Tob gegangen.

haitia gestört so fanden auch bie schweren Angriffe der deutschen ouftmaffe gegen britisch - n o r d a m e r i k a n i s ch e Panzerkräste in Tunesien am 2. Dezember ihre Fortsetzung. Bomben schneller deutscher Kampfflugzeuge zersprengten Bereit­stellungen feindlicher Panier bei Tebourba, während die als Be­gleitschutz fliegenden Jäger zwölf nordamerikanische Jagdflugzeuge vom MusterLightening" von einem Angriff auf die deutschen Kampfflugzeuge abhielten. .

EinigeJu-88"-staffei

Äolonne von etwa 30 feindlichen Panzern. Gleich

Bomben zerschlugen bie Spitze unb zerstörten drei schwere Panzer. In bie so ausgehaltene Kolonne hämmerten bie. deutschen Kampf­flugzeuge nun mit ihren Bordwaffen unb erhöhten bie Verluste beim Feinde. In einer Ortschaft wurde der größte Teil eines motorisierten Trostes' durch Bomben vernichtet, an anderer Stelle wieder Materiallager unb Sruppenuntertfinfte zerstört.

Der OKW.-Berichl von Henle

Aus dem Fiihrerhaupiauariier, 4. Dez. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Sowjets griffen nordöstlich von T na v I e und am Terek wieder mit starken Kräften vergeblich an. Deutsche schnelle Verbände führten wahrend der beiden letzten Zage tm Raum nördlich des Terek erfolgreiche Angriffsunternehmungen durch erzielten erheblichen Geländegewinn und vernichtetenmehrere feindliche Kavallerie- und motorisierte Smheiten.Za hlr eiche Gefangene und umfangreiche Beute an Waffen und Fahr­zeugen wurden eingebracht.

3m Verlaufe der Kämpfe in der Kalmücken-Steppe wurde weiterhin ein feindliches Infanterie-Bataillon zerspreng, acht Panzer und zahlreiche Fahrzeuge vernichtet und die wich­tigste Versorgungsstrahe des Gegners unterbrochen

In Fortsetzung der erbitterten Abwehrkampfe »«ischen Wolga und Don brachen am gestrigen Tage wiederholte starke Angriffe der Sowjets unter hohen B"lusten ,usammen. Sechsunddreihig Panzer wurden vernichtet, wunderte von Ge­fangenen, Waffen und sonstige Beute sielen in die Sand unserer Truppen. $ g. Donbogen nahmen eigene Angriffe trotz hartnäckigen Widerstandes des Feindes »inen »Lnft,gen «erlauf 3m Abschnitt K a l i n i n - 3 l rn e ns e e scheiterten wiederum starke Panzer- und 3nsanteriean»risfe der Sowlets unter hohen blutigen und Materialoerlusten. Der Feind verlor erneut Panzerkampfwagen. Kampf- und Sturzkampsgeschwader griffen

Gefreiter mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet

Berlin. 2. Dez. Der Führer verlieh bas Ritterkreuz desEi- fetnen Kreuzes an ben Gefreiten Rudolf Bittner, Richtkanonier in einer Panzersäger-Abteilung. . h

Gefreiter Rudolf Bittner, °m 18. Dezember 1921 als Sohn des Klempners Paul Bittner in Sachsenhausen (Kreis Niede^ntim, Gau Mark Branbenburg) geboren nahm wahrend der fchweren Abwehrkämpfe bei Rschew in heftigstem feindlichem Feuer aus eigenem Entschluß einen Stellungswechsel vor, um fünf in Bie eiaenc Hauptkampflinie eingebrochene Sow,etpanze. dester be- kämpfen zu köimen. Aus de? neuen Stellung heraus. vernichte e er teinei^ilb weniger Minuten vier Panzer unb erzielte damit seinen 20 bis 20. Abschuß. ^Gefreiter Bittner, der be« ZWjet Beruf erlernt hat unb Angehöriger bei HI. ist. trat 1941 m eine *"$« KetSÄ Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe^ Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Kraus, Flugzeugführer in einem Ä0"Se?ei5übKtt»eIlieb auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der

Flugzeugführer in einem Zerstoreroeschwader.

Entschlossene Tat eines Unteroffiziers

gesetzten""Erena?ter-R?gimente ''»edoTM M

- «jfi --iS/bXrÄTS ÄnÄ besetzten Höhe aus heftiges Feuer, so ba& T mt*1 feinen

(am vorwärts kam Der Unteroffizier ging deshalb mit l-iE Grenadieren -um Sturm vor "?rnichtete sechs feindliche BEer, rollte ein 80 Meter langes Grabenstück auf unb nahm Pte pone. Bon hier aus bemerkte er, baß bas links von ihm angreifende H Bataillon feines eigenen Regiments unter®erem kierenden feindlichen Feuer lag. Unteroffizier K beobachtet^ daß dieses Feuer aus einer Mulde kam, m der sich die Bolschewisten feitoeietit hatten Abermals entschloß er sich zum Angriff. Wieder rin er durch sein Vorbild die Grenadiere aus bet eben gewonnenen Deckung unb warf b-n Feinb aus der Mulde, Mit dem H Bata-l- lon weiter vorgehend eroberte Unteroffizier K. mit seinen taufewn StenVbicrcn im Verlaus der Kämpfe noch eine weitere

Höhenstellung.

Bisher 6325 Personen aus Seenot gerettet

Bremen, 3..Dez. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schifs- Rettungsmannschaft der Station Cuxhaven gelang es in schwerer Rettungsfahrt, drei Personen von einem gestrandeten .jabneug erhöht sich bie Zahl bet ;

von bet Deutschen Gesellschaft zur R-ttung Schiffbrüchig« ge borgenen Schiffbrüchigen auf 77, so daß seit Bestehen der Geieu schäft nunmehr insgesamt 6325 Personen der See entrissen wurden.

/ Allgemeine Wirtschaftskrise in Algier

$ater,%»iiSet,eUb wahftcheteftch au^balb ^'ialer vin. ra, b-iollen Viele unerwartete Schwierigkeiten hatten =5 einaeftellt. der Transport sei völlig desorganisiert. Der Haien sei verstopft mit verfenkten Schiffen. Der Warenverkehr fei nickt mehr möglich. Die Übrigen Transvortmoglich- eiten'feien wegln Mand an Kohle und Treibstoff sch°i°rig ge- worben Die Märkte seien ohne Nahrungsmittel unb bie Set kaufsläden leer.

Nur Eisenhower darf befehlen

Eine Washingtoner Anweisung an die Verräter-Generale tn Norvafrna. , .

Stockholm, 4. Dez. (Funkmeldung.) Die armselige Nren im SÄM wird Zutlkch

a'L e^e? Washingtoner'..Feststellung-- Dort wurde nam-

dern Wiebeiaufbau Spaniens, bas vor dem völkischen und wirt­schaftlichen Ruin stand, beginnen.

Alles was der Caudillo seit dieser Zeit unternahm, war ge­tragen von dem Wunsch, das spanische Volk sicher und glücklich zu sehen unb bie namenlosen Schrecken bet bolschewistischen Ge­waltherrschaft aus seinem Hetzen zu tilgen. Am 9. Avril 1939 erklärte er den Beitritt Spaniens zum Antikominternpakt unb trat bamit in die Reihen derjenigen, bie sich ben Kampf gegen die bolschewistische Gefahr in Europa zum Lebensziel gemacht haben. Der Austritt Spaniens aus bet Genfer Liga, bet kurz darauf erfolgte, zeigt darüber hinaus noch das deutliche Be­streben dieses Landes an, sich frei zu machen von ben alten ver­brauchten Bindungen, die die Scheindemokratien seinerzeit um Europa gelegt hatten

Die letzten Ereignisse aber in Französisch-Nordaftika und die Maßnahmen, die Franco unternommen hat, um die spanische Integrität in diesen Räumen zu sichern, haben in Spaniens Volk gewiß noch die ilbetzeugung verstärkt, daß ihr Caudillo über der Sicherheit seines Landes wache unb das Schicksal seines Volkes weiterhin in feinen, starken Händen halte.

Und es vereinigt sich an diesem Ehrentag General Francos das deutsche Volk, das in seinem schwersten Abwehrkampf gegen den Bolschewismus steht, mit dem spanischen, das drei Jahre des Schreckens in diesem Kamps hinter sich hat, in ben besten Wün­schen für das weitere Wohlergehen des spanischen Staatschefs und

Das Seegefecht bei Lunga

Je zehn Torpedos trafen Schlachtschiff und Kreuzer

Tokio, 3. Der. (Oftasiendienst des DNB.) .. Der kaiserlichen Marine nahestehende Kreise äußern sich heute über die glanzen- ben Ergebnisse des Nachtgefechts bei Lunga, die von einer javanischen Torpedoflottille bei einem.kühnen Angriff »egen eine zahlenmäßig starke überlegene feindliche Flottene,nhe,t er- zielt^wurdeMnische gIotüI[(, f^tete kur, nach Sonnenuntergang eine in Schlachtordnung sahreitee fmnbftche Flott« 'n Nähe von Lunga, die aus einem Schlachtschiff, vier Kreuzern und zehn Zerstörern bestand. Trotz des starken Unter ch,edes ,n der beider- seifigen Kampfkraft stürzte sich die lavanifche Slotttlle auf die feindliche Schlachtlinie unb eröffnete ben Angriff mit Ee chutzen unb Torpedos Zehn T o r v e b o t r ef f er wurden auf dem feindlichen Schlachtschiff erzielt besten Klaffe wegen. der Dunstbildung nicht festgestellt werden konnte Ein.chwerer Kreu­zer der Augusta-Klasse wurde ebenfalls von mehr a s »ehn Torpe­dos getroffen und augenblicklich versenkt. Zwei emdl.-he Zer­störer wurden versenkt unb zwei anbere in Brand seschaffen-

Die javanischen Streitkräfte auf der Insel Guadalcanal beobachteten die Schlacht. Die Versenkung eines Schlachtschiffes durch alleinige Einwirkung einer Zerstorerflottille ist em erst­maliges Ereignis in bei Geschichte bet Seekriegsuhrung.

Das Nachtgefecht bei Lunga ist das zweite Gefecht bei bem eine statke Flottille javanischer Zerstörer zum Einsatz gebracht mürben. Zum elften Male erfolgte solch em Einsatz bei bet Schlacht in bet Nähe bet Insel Bali am 20. Februar bei bet die amerikanisch-hollänbische Flotte geschlagen würbe. Trotz bei wiederholten Niederlagen in ben Salomon-Eewaffern senden^ bie Vereinigten Staaten weiterhin Verstärkungen na« ber In el Euadalcanar, und die javanische Manne lauert der neuen Beute auf. Eine vierte unb eine fünfte Seeschlacht bet den Salomon- Inseln würden unvermeidlich sein und bie javanische Marine werde, wie in ben oben erwähnten Kreisen oorausgefagt wird, ihre bisherigen Leistungen dabei noch in den Schatten stellen.

Die Artillerie in der Abwehrschlacht

Von Oberstleutnant a. D. Beuarq

In ben Abwehrschlachten, wie fie zur Stunbe im Often aus« gefochten werden, bildet die Artillerie das Gerippe der Berte,- digungssront. Ja, die Wahl der Sauptka^ftinie wird incht unwesentlich untei bem Gesichtswinkel gesehen, daß der^ Artillerie die Erdbeobachtung gewahrt wird, d. h. daß die Beobachtungs stellen ihrer Stäbe und Batterien durch ihre Linienführungge ftthert werden Innerhalb des Hauptkampsfeldes werden Bat- letten aller Kaliber und EeMtzarten zu A'tillettegruvven »u- fammengefaBt: weittragende Flachbahngeschutze (Kanonen) 3 Bestreichen von Anmarschwegen unb Rackichubstraßen, »um Be schießen von Ortsunterkünften, Etabsauartleien, Vetkehis- un Versorgungszentren, Steilfeuergeschütze (von der leichten ereld- haubitze bis zum schwersten Mörser) Mm Aieberkämpfen von Batterien, zum Zettrümmern von selb- unb lestungsmaBigen Deckungen, Bunkern unb Annäherungsgraben, öür Abwehr von Angriffen jeglicher Art, mögen Sturmwellen semdlicher Panzer- wagen und Panzergrenabiere heranbiausen ober Sturmtrupps feindlicher Infanteristen und Pioniere sich heranvirfchen. van in Hand mit den Artilletiegruvven arbeiten tn der Sauvtkampf- zone die dort in Stellung gebrachten Geschütze ihrer Tochterwaffen, die organisatorisch sich schon längere Zeit von Artillerie ge­trennt haben: der Pak und Flak. Sie vermögen dank ihrer rasanten Flugbahn auch über ihre eigentlichen Aufgaben de^ Panzer- und Luftschutzes hinaus äußerst wirkungsvoll tn ben Erdkamvf einzugreifen.

In den Feuerstellungen find Gesihutzstände, Mann- schaftsdeckungen unb -unterstände, sowie Munitionsbunker fchuß- sicher ausgebaut, sorglich gegen Eid- und Lustsicht getarnt und zur Rundverteidigung bei etwaigen feindlichen Einbrüchen ringsum verdrahtet. Maschinengewehre stehen zur Nah- und Flugabwehr bereit. Jede Batterie strebt danach, aus einer Sauvtbeobachtung einen möglichst großen Abschnitt ihres Wirkungssektors emsehen zu können. Seitliche unb vorgeschobene Beobachtungen ergänzen die Arbeit der Sauvtbeobachtung, tragen Sorge, daß der Verlauf des Jnfanteriekamvses dauernd artilleristisch überwacht und ge­stutzt werden kann. Durch Vermeffen der Battertestellungen und Beobachtungsstellen werden bie ersten Schießgrundlagen ge­schaffen Die Beobachtungsabteilungen Mit ihren Lichtmeß- unb Schallmeßbatterien, bie Fesselballone unb Flugzeuge geben weitere Fingerzeige für Zielerkunbung unb Schubbeobachtung. Druckerer- züge halten gutes Karten- unb Planmaterial bereit, "astanb- fetzungsroerkstätten richten beschädigte Geschütze tn kürzester Frist wieder her. Ein weiigesvanntes Nachrichtennetz, tn bem sich Draht- Funk- unb Blinkleitungen überlagern, verknüpft alle Teile bes vielgestaltigen Organismus auf bas engste, IPinnt feine gäben zu ben übergeordneten Stäben, zu ben Schwesternwaffen, zu den benachbarten Artillerie-Einheitem Artillerte-Verbin- dungskommanbos find ben Infanterie-Verbanden der vordersten Kampffront »ugeteilt, mit denen die Artilleriegrupven im Ge- I fecht zufammenzuarbeiten haben. Sie übermitteln nicht zuletzt nut Hilfe von Funksprechgeräten, bie durch feindlichen Beschuß weniger I gefährdet sind als Drahtverbindungen, bie Wünsche der Infan­terie der eigenen Feuerleitung. Einzelne Batterien und Ee-

I schütze find vor die Sauvtkamvslinie vorgeschoben, sei es um ihre Schußweiten bis auf bas äußerste auszunutzen, sei es um wichtige Abschnitte frontal ober flankierend zu bestreichen. ®tn bis ins

1 einzelne durchdachter Feuerplan stellt sicher, daß kein Abschnitt der noch so weit gespannten Front ohne ausreichenden Artillette- schutz bleibt. Die höheren Artilleriezugführer sind geschult und dank der großen Schwenkungswinkel der Geschütze unb bes welt­verzweigten, bichten Nachrichtennetzes in bet Sage, bas Feuer zahl­reicher Batterien in kürzester Frist an iebem Brennpunkt des Kampfes zu einem vernichtenden Feuerschlag ,u vereinen und es in nicht minder kurzer Frist als Feuervvrhang wieder auf einen

I breiteren Frontabschnitt auseinander su riehen. Die unteren I Artillerieführer find darin geübt, günstige Eesechtsmomente durch I Feuerüberfälle aus lohnende Ziele selbständig ausrunutzen.

Die Artillerie wird ihre Stimme in der A b w e h r - schlacht frühzeitig erheben. Sie zerschlägt irn Verein Mit den I Kainvs- unb Sturzkamvsgeschwadern bei ßuftroajfc sie Angriifs- I ootbereitungen bes Eegnets bis tief ins öintetlanb hinein. Sie schaltet die feindlichen Sattelten dutch planmäßiges Niedet- ! kamvfen ihret Feuetstellungen unb Beobachtungsstellen aus. Sie übeischüttet mit ihtem Vetnichtungsfeuet die Bereitstellung der feindlichen Sturrntruvven und legt, falls jene dennoch zum An- griff antieten sollten, einen so dichten Feuervorhang vor sie, daß I sie zu Boden gezwungen und der Vernichtung vreisgegeben I werden.

An alle Organe der Stäbe unb Batterien werben, ganz I gleich ob sie auf vorgeschobener Beobachtung in einem verschlamm­ten Granatloch nach bem Feinde spähen, ob sie als Storungssucher im Trommelfeuer einen zerschossenen Draht flicken, tm AusfPtttzen feindlicher Eranateinschläge ihr Geschütz einrichten, laden unb I abfeuetn, Munition heranschlevven unb fertig machen, gewaltige Anforberungen gestellt. Jeder erfüllt sie, denn jeder weiß er ist ein Rädchen in einem großen Organismus; versagt er, gibt es Reibungen, leidet bas Ganze. Jeder ist ein Meister in seinem Fach jeder aber ist gut gedrillt, einzuforingen, wenn der Neben- mann ausfällt, daß er, wenn es sein mutz, zwei drei Funktionen I übernehmen kann, auf daß nut keine Sekunde das eigene Feuer I stockt und die Schwesternwaffen ohne Feuerschutz bleiben.

| Nicht vergessen sei in diese? Symphonie die T ät i g k eit ber Munitionskolonnen, bie keine schlechten Wege, kein seinbliches Störungsfeuer abhalten können, ihre Batterien recht- zeitig unb ausreichenb mit Munition zu versorgen, bre Tag un Nacht bei ieber Witterung unterwegs sind. Sollte es dennoch irgendwie dem Feinde gelingen, in bie eigene Sauvtkamvfzone einzubrechen, so sinb es oft die Batteriestellungen, die zum Kern einer Igelstellung werden, an die sich bie anbeten Waffengat­tungen herankristallifieten unb vereint mit ben Kanonieren Wibetstand leisten, bis ein eigener Gegenstoß die Sage wieder herstellt. ____

USA.-Luftstützpunkte in Liberia

Stockholm, 3. Dez. Nur mit großem. Widerstreben, be- auemt sich das Reuterbüro dazu, den engltschen Lesern einen weiteren Erfolg der Ervanstonsvolttik Roose- : velt" mitzuteilen, der auf Kosten des britischen EinNuffes gebt. Danach bat die Republik Liberia den USA. ..für die . Dauer des Krieges" das Recht zur Errichtung von Luftstutz­punkten eiygeräumt. Es ist über den Bauund die llnter- : Haltung der Stützpunkte auf dem Boden. Liberias em form- liches Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Liberia geschloffen worden.

> Für die Dauer des Krieges" das durfte nur eme l milde Umschreibung ftir die Absicht Roosevelts sei«, di«

Stützpunkte dauernd besetzt zu halten.

erfolgreich in die erbitterten Abwehrkampfe rin. ®agÄflteget stellten stärkere feindliche Luftverbande 3um Kampf «O*» 22 sowjetische Flugzeuge ab. Bter weitere wurbrn butch Flak- artillerie der Luftwaffe vernichtet. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. ,

An der Cyrenaika-Front beiderseitiger Artillerie- kamvs. 3n T un e (t e n nahmen deutsche Truppen wichtige Stellungen. Italienische Truppen vernichteten einen Verband britischer Fallschirmjäger. 754 E-sang en e wurdeneinge- braÄt Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe be­kämpften in Sturz- und Tiefangriffen Vamerte«»

wagen und Fahtzeusk-lonnen. Nachtangriffe wurden gegen dte Lafenanlageu und den Flugplatz in B »ne und gegen feindlichen Rachschubverkehr in Algerien geführt Deutsthe Jäger schaffen sechzehn britische Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden »ermißt. . , .

Während der Zeit vom 21. bi« 30. «o»eniber»erlorbtebrte tische Luftwaffe 111 Flugzeuge, davon 62 tm Mittelmeerraum. Während der gleichen Zeit gingen tm Kampf gegen Großbritannien 50 eigene Flugzeuge verloren. . 4II ,

3n wiederholten BorstStzen gegen die britische K ü lt e versenkten dentfche Schnellboote am 1. Dezember ein Handelsschiff von 3000 BRT. und ein Sicherungsfahrzeug, am 3 Dezember einen Zerstörer der ,Hunis"-Klasse und zwei San- Selsschisse von zusammen 4500 BRT. Nach heftigen nächtlichen Kämpfen mit feindlichen Zerstörern kehrten alle Boote tn ihren Stützpunkt zurück.

dem USA.-Eeneral Eisenhower zu.